Archiv der Kategorie: literatura portuguesa

Neu erschienen

Aprender a rezar na Era da TécnicaZum Wochenende noch eine Lektüreempfehlung. Eben erschienen und bei uns eingetroffen Aprender a rezar na Era da Técnica (Beten lernen im Zeitalter der Technik) von Gonçalo M. Tavares – der vierte und abschließende Titel aus der Reihe der schwarzen Bücher (livros pretos).

Bei einer Lesung in unserer Buchhandlung während der letztjährigen Buchmesse Gonçalo M. Tavares bei TFM(siehe Foto, Copyright: TFM) hatte der Autor schon das Manuskript dabei. Das Buch reiht sich ein in die eher pessimistische Analyse der Welt, die den Büchern der schwarzen Serie eigen ist und die man deshalb – so Gonçalo M. Tavares – besser mit guter Laune liest. Ausführliche Rezensionen in portugiesischer Sprache finden sich unter anderem hier und hier.

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In Memoriam Al Berto

Al BertoDer leider viel zu früh verstorbene portugiesische Dichter Al Berto (1948-1997) wäre heute, am 11. Januar, sechzig Jahre alt geworden. Sein Werk wurde in Portugal im wesentlichen bei Assirio&Alvim verlegt.

In deutscher Übersetzung liegen drei Titel vor, die alle im Berliner Elfenbein Verlag erschienen sind und auf dessen Webseite sich auch einige Textauszüge nachlesen lassen. Es handelt sich um die Gedichtbände Salsugem-Salz, Horto de Incêndio-Garten der Flammen, sowie den Roman Mondwechsel (Originaltitel: Lunário).

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LeYa

Die Konzentration in der portugiesischen Verlagslandschaft hat sich im vergangenen Jahr deutlich beschleunigt. Gestern nun wurde bekanntgegeben, dass die Verlagsgruppe von Miguel Pais do Amaral, zu der unter anderem die Verlage Caminho, ASA, Texto Editores und seit kurzem auch Dom Quixote gehören, ab sofort unter dem Namen LeYa firmieren wird.

Bei der Präsentation der neuen Holding wurde auch die Schaffung eines Literaturpreises- Prémio Leya de Romance – angekündigt, der erstmals auf der Frankfurter Buchmesse 2008 verliehen werden soll und mit der stolzen Summe von 100.000 Euro dotiert sein wird.

Bei Portugalmania gibt es auch einen ausführlichen Artikel zum Thema.

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Weihnachtsstress

Das weihnachtliche Geschäft in der Buchhandlung lässt derzeit kaum Zeit für den einen oder anderen Blogeintrag, denn schließlich wollen alle Ihre Bestellung möglichst noch vor dem 24.12. erhalten.

Dabei gäbe es so einiges zu berichten: der brasilianische Architekt Oscar Niemeyer hat letzte Woche seinen 100. Geburtstag gefeiert, Michael Kegler berichtet darüber in nova cultura!, Manoel de Oliveira, der portugiesische Regisseur, wurde 99 und plant immer noch den einen oder anderen neuen Film. Mit dem diesjährigen Prémio Fernando Pessoa wurde die Historikerin Irene Flunser Pimentel ausgezeichnet. Soweit das Neueste in aller Kürze – demnächst wieder mehr und ausführlicher.

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Torga-Kolloquium in Hamburg

BichosDer Geburtstag von Miguel Torga, einem der bekanntesten portugiesischen Dichter, jährte sich in diesem Sommer zum 100.Mal. Während des Jahres gab es eine Reihe von Gedenkveranstaltungen. Der portugiesische Verlag Dom Quixote hat begonnen, das Werk Torgas neu aufzulegen, das zu Lebzeiten des Autors im Selbstverlag erschienen ist. Beispielsweise sind in diesem Jahr seine Tagebücher neu erschienen, ebenso wie Vindima, Senhor Ventura, Portugal sowie die Erzählbände Bichos, Contos da Montanha und Novos Contos da Montanha, letztere im Taschenbuch. Bedauerlicherweise sind im Augenblick keine Übersetzungen seiner Werke ins Deutsche lieferbar. Der hier sehr aktive Verlag Beck&Glückler aus Freiburg musste seine Tätigkeit Ende der 90er Jahre einstellen.

Zum Abschluss des Jubliläumsjahres veranstaltet die Universität Hamburg zu Ehren Torgas vom 13.-15.Dezember ein dreitägiges, internationales Kolloquium. Das komplette Programm lässt sich hier einsehen.

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neue Hörbücher – Novos audiolivros

Auf dem portugiesischen Hörbuchmarkt ist doch eine kleine Aufbruchstimmung zu spüren. Vor kurzem fand zu diesem Thema auch eine Konferenz im Lissabonner Goetheinstitut statt, die auch dem Austausch zwischen deutschen und portugiesischen Hörbuchverlagen dienen sollte.

Um jantar muito originalDer kleine Verlag 101 Noites hat jetzt die Reihe Livros para ouvir aufgelegt. Bisher sind sechs Titel erschienen, jeder besteht aus einem Textbooklet und einer CD. Es lesen bekannte portugiesische Schauspieler, wie Eunice Muñoz, Nuno Lopes, Alexandra Lencastre, São José Lapa, José Wallenstein und João Perry. Veröffentlicht wurden Texte von Fernando Pessoa, Mário de Sá-Carneiro, Fialho de Almeida, Eça de Queirós, Camilo Castelo Branco und Florbela Espanca. Damit ist der portugiesische Hörbuchmarkt natürlich noch meilenweit vom hiesigen Angebot entfernt, denn es fehlen vor allem aktuelle Titel in der Hörbuchfassung. Aber ein Anfang ist gemacht und gerade für Lernende der portugiesischen Sprache ist das ein gutes Angebot.

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José Saramago wird 85

José Saramago: Eine Zeit ohne TodDer portugiesische Literatur-Nobelpreisträger von 1998 feiert heute seinen 85. Geburtstag. Zuletzt in deutscher Übersetzung von Marianne Gareis ist der Roman Eine Zeit ohne Tod (portugiesisch: As intermitências da morte) bei Rowohlt erschienen. Saramagos Thema in diesem Roman ist eine Gesellschaft, in der plötzlich niemand mehr stirbt.

In Portugal wurden zuletzt 2006 As pequenas memórias veröffentlicht, ein kleines Buch, in dem Saramago seine Kindheit und Jugend in Azinhaga und Lissabon beschreibt. Für das nächste Jahr ist ein neuer Roman angekündigt. Mit Spannung erwartet wird auch die Verfilmung des Romans Ensaio sobre a cegueira (Die Stadt der Blinden) des brasilianischen Regisseurs Fernando Meirelles, der hierzulande durch City of God (Cidade de Deus) bekannt wurde. Er schreibt zu den Dreharbeiten übrigens ein eigenes Blog, das man hier lesen kann (in portugiesischer Sprache).

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Hörbücher – Audiolivros

Teófilo Braga: Contos tradicionais do povo portuguêsVon Zeit zu Zeit wollen wir das Blog auch nutzen, um Fragen zu beantworten, die uns relativ oft gestellt werden. Eine davon ist beispielsweise, ob es in Portugal oder Brasilien auch Hörbücher gibt.

Die Antwort ist ja, aber bei weitem nicht in dem Umfang, wie wir das vom deutschen oder auch englischsprachigen Buchmarkt gewöhnt sind. Vertont werden bisher, von wenigen Ausnahmen einmal abgesehen, eher (moderne) Klassiker der portugiesischen und brasilianischen Literatur, wie z.B. Erzählungen von Machado de Assis, Carlos Drummond de Andrade und Clarice Lispector, portugiesische Volkserzählungen in der Sammlung von Teófilo Braga. Darüberhinaus sind einige Kindererzählungen als Hörbuch erschienen, A mulher que matou os peixes von Clarice Lispector, História de dois amores von Carlos Drummond de Andrade, Märchen von Hans Christian Andersen oder A menina do mar von Sophia de Mello Breyner Andresen.

A mulher que matou os peixesWas es bisher fast nicht gibt, sind aktuelle Romane oder Bestseller in Hörbuchfassung, José Saramago zum Beispiel oder Luís Fernando Veríssimo, Paulo Coelho etc.

Einige brasilianische Autoren wie Ruth Rocha, Ziraldo, Moacyr Scliar und Ana Miranda haben kleine Ausschnitte aus ihrem Werk für die Reihe O escritor por ele mesmo aufgenommen.

Einen Überblick erhalten Sie auf der TFM-Webseite, wenn Sie als Kategorie Hörbuch auswählen.

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Prémio José Saramago

Valter Hugo Mãe: O remorso de Baltazar SerapiãoDer portugiesische Autor Valter Hugo Mãe hat den diesjährigen Prémio José Saramago erhalten. Ausgezeichnet wurde sein im Verlag Quid Novi erschienener Roman O remorso de Baltazar Serapião. Der Preis wurde von der Stiftung des portugiesischen Buchclubs nach der Verleihung des Literaturnobelpreises an José Saramago im Jahr 1998 ins Leben gerufen. Er wird alle zwei Jahre an junge portugiesischsprachige Autoren verliehen und ist mit 25.000 Euro dotiert. Bisherige Preisträger waren unter anderem José Luís Peixote, Adriana Lisboa und Gonçalo Tavares.

Wie viele portugiesischen Autoren schreibt auch Valter Hugo Mãe ein eigenes Blog.

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Prémio PT für Gonçalo Tavares

Der portugiesische Autor Gonçalo M. Tavares (letzte Woche bei uns zu Gast) hat gestern in Brasilien den mit 100.000 Reais (ca. 37.500 Euro) dotierten Prémio Portugal Telecom für seinen Roman Jerusalém erhalten. Der Preis wurde gestern zum insgesamt fünften Mal verliehen. Zum ersten Mal waren auch Autoren zugelassen, die nicht in Brasilien leben, aber in portugiesischer Sprache veröffentlichen. Nominiert war unter anderem auch der Mosambikaner Mia Couto, Dalton Trevisan aus Brasilien und der angolanische Autor Ondjaki.

Jerusalém ist der dritte Roman aus der Reihe livros pretos und liegt bisher leider noch nicht in deutscher Übersetzung vor.

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