Archiv der Kategorie: literatura portuguesa

Pessoa-Nachlass wird teilweise versteigert

Wie die portugiesische Zeitung Público in ihrer heutigen Ausgabe vermeldet, wird ein Teil des Nachlasses von Fernando Pessoa voraussichtlich im Herbst versteigert.

Unter den Hammer kommen sollen unter anderem der Briefwechsel Fernando Pessoas mit dem englischen Okkultisten Alisteir Crowley, astrologische Karten sowie verschiedene Ausgaben der Zeitschriften Orpheu und Contemporânea.

Führende Pessoa-Forscher, wie Richard Zenith und Jeronimo Pizarro haben sich besorgt geäußert und befürchten, dass Teile des Nachlasses durch die Versteigerung Portugal verlassen und somit nicht mehr für Forschungszwecke zur Verfügung stehen werden.

Vielleicht wird ja im Herbst auch noch die portugiesische Nationalbibliothek aktiv und erwirbt den Nachlass. Ein großer Teil der Hinterlassenschaften Fernando Pessoas wurden bereits 1979 vom portugiesischen Staat gekauft.

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Gegen den Strom

Contos de MorteMehrmals war an dieser Stelle schon von der zunehmenden Verlagskonzentration in Portugal die Rede. Neben den großen Gruppen LeYa, Bertelsmann und Porto Editora gibt es natürlich weiterhin eine Vielzahl engagierter Kleinverlage mit interessanten Programmen.

So hat beispielsweise der bekannte Verleger Nelson de Matos, der jahrelang das große Verlagshaus Dom Quixote (heute zu Leya gehörend) geleitet hat, seinen eigenen Verlag gegründet. Mit großem Erfolg hat er Anfang des Jahres einen bisher unveröffentlichten Text von José Cardoso Pires mit dem Titel Lavagante veröffentlicht.

Gerade erschienen ist eine Band mit dem Titel Contos de Morte, der fünf Erzählungen des angolanischen Autors Pepetela enthält.

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LeYa wächst weiter

Der Konzentrationsprozess in der portugiesischen Verlagslandschaft setzt sich fort. Gestern wurde bekannt, dass die im vergangenen Jahr neu entstandene Gruppe LeYa, zu der so renommierte Verlage wie Dom Quixote, Caminho und ASA zählen eine Absichtserklärung über den Kauf der Verlage des Finanzinvestors Explorer Investments unterzeichnet hat. Zu Explorer Investments gehören unter anderem die Verlage Oficina do Livro, Casa das Letras und Teorema mit den Bestsellerautoren Margarida Rebelo Pinto und Miguel Sousa Tavares.

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José Saramago im Interview

José Saramago hat der portugiesischen Zeitschrift Sol ein langes Interview gegeben. Darin spricht er über seine Krankheit, die ihn über Monate sehr stark geschwächt hat, über seine Arbeit am neuen Roman A viagem do elefante, der im Herbst in Portugal erscheinen soll und auch über die Verfilmung des Romans Ensaio sobre a cegueira (Die Stadt der Blinden) von Fernando Meirelles, die in diesem Jahr in die Kinos kommt.

Nachzulesen ist das Interview (in portugiesischer Sprache) – zumindest im Moment – hier.

04.07.08  – Das Interview ist leider inzwischen nicht mehr online. Aktuelle Informationen über José Saramago finden Sie von Zeit zu Zeit hier im Blog und im neuen Blog der Fundação José Saramago.

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Leipzig liest

In dieser Woche findet die Leipziger Buchmesse statt,  und einer der wichtigsten Bestandteile der Messe ist immer Leipzig liest ein umfangreiches Begleitprogramm voller Lesungen, Vorträge und Diskussionen, dass die Leipziger Messe einzigartig macht.

Mit dabei ist in diesem Jahr Gonçalo M. Tavares, über den in diesem Blog schon öfter die Rede war. Er wird vom Präsidenten des portugiesischen PEN-Clubs, Casimiro de Brito, in der Reihe Neue Talente der europäischen Literatur vorgestellt.  Es handelt sich um ein Projekt des Goethe-Instituts im Rahmen der EU-Ratspräsidentschaft. Die Veranstaltung findet am 13. März 2008 von 17:00 – 18:30 Uhr im Mediencampus, Villa Ida, Poetenweg 28 statt.

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Inês Pedrosa – neue Chefin der Casa Fernando Pessoa

Die Journalistin und Schriftstellerin Inês Pedrosa übernimmt an diesem Freitag die Leitung der Casa Fernando Pessoa von Francisco José Viegas, der als Chefredakteur zur Literaturzeitschrift Ler zurückkehrt. Inês Pedrosa ist eine der bekanntesten zeitgenössischen Autorinnen Portugals und hat darüberhinaus jahrelange journalistische Erfahrung. In Portugal erschien zuletzt der Roman A eternidade e o desejo, in dem sich die Protagonistin Clara in Brasilien auf die SpurenInês Pedrosa: Du fehlst mir Padre António Vieiras begibt. Zwei ihrer Romane, Du fehlst mir (Fazes-me falta)  und In deinen Händen (Nas tuas mãos) liegen in deutscher Übersetzung von Maralde Meyer-Minnemann im Luchterhand Verlag vor.

Die im Lissabonner Stadtteil Campo de Ourique gelegene Casa Fernando Pessoa ist in den letzten Monaten unter der Leitung von Francisco José Viegas aus ihrem „Dornröschenschlaf“ erwacht und hat sich zu einem Mittelpunkt des literarischen Lebens in der portugiesischen Hauptstadt entwickelt.

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Interview mit Gonçalo M. Tavares

Als Nachtrag zum Beitrag von vor einigen Tagen zum neuen Buch von Gonçalo M. Tavares Aprender a rezar na era da técnica möchte ich an dieser Stelle ein Interview mit dem Autor empfehlen (in portugiesischer Sprache), das Gonçalo Mira vom Blog Orgia Literária mit Gonçalo M. Tavares geführt hat. Es gibt einen guten Einblick in das Konzept der livros pretos und auch in das sonstige, schon so umfangreiche literarische Werk.

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Luís de Camões: Sämtliche Gedichte

Camões: Sämtliche Gedichte - A obra lÃricaLang erwartet und nun endlich erschienen ist die zweisprachige Ausgabe des lyrischen Werks des portugiesischen Nationaldichters Luís de CamõesSämtliche Gedichte/A Obra Lírica.

Ein Mammutwerk von über 1000 Seiten, für das man dem Übersetzer Hans-Joachim Schaeffer und dem Berliner Elfenbein Verlag, der auch schon das Epos Die Lusiaden – Os Lusíadas veröffentlicht hat, nur großen Respekt zollen kann.

Bis zum 31.03.08 gilt ein Subskriptionspreis von 65,00 Euro, danach kostet das Buch 75,00 Euro, und bekommen kann man das Buch natürlich auch in unserer Buchhandlung.

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Manuel Alegre erhält Prémio D. Dinis

Doze NausDer portugiesische Schriftsteller und Politiker Manuel Alegre ist mit dem Prémio D. Dinis ausgezeichnet. Er erhielt den Preis für seinen im letzten Jahr erschienenen Lyrikband Doze Naus. Die Entscheidung wurde einstimmig von einerdreiköpfigen Jury, bestehend aus den bekannten Lyrikern Vasco Graça Moura, Nuno Júdice e Fernando Pinto do Amaral gefällt.

Der Prémio D. Dinis wird von der Fundação Casa Mateus verliehen und gilt als einer der renommiertesten portugiesischen Literaturpreise.

Doze Naus liegt bisher noch nicht in deutscher Übersetzung vor. Veröffentlicht wurden bisher der Roman Rafael, im letzten Jahr bei Edition Erata erschienen und der zweisprachige Lyrikband Letras Portuguesas, erschienen in unserem eigenen Verlag.

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Prémio Correntes d’Escritas – Nominierungen

Die Correntes d’Escritas im nordportugiesischen Póvoa de Varzim (übrigens Partnerstadt des hessischen Eschborn) sind inzwischen eine schöne Tradition geworden. In diesem Jahr findet das Literaturfestival vom 13. bis 16. Februar statt und wieder werden eine Vielzahl der bekanntesten portugiesischsprachigen und auch einige spanischsprachige Autoren vor Ort sein. Die beeindruckende Teilnehmerliste kann man hier einsehen.

L�dia Jorge: Combateremos a sombraSeit 2004 stiftet das Casino von Póvoa de Varzim einen Literaturpreis, der abwechselnd an einen Roman oder an eine Lyrikveröffentlichung aus dem portugiesischen oder spanischen Sprachraum verliehen wird. Er ist damit der einzige Preis, der gleichzeitig Werke aus der portugiesch- und der spanischsprachigen Literatur berücksichtigt. Die prämierten Titel müssen jedoch schon in Portugal erschienen veröffentlicht worden sein. Bisherige Preisträger sind Lídia Jorge, António Franco Alexandre, Carlos Ruíz Zafón und Ana Luísa Amaral.

In diesem Jahr wurden folgende Romane für den mit 20.000 Euro dotierten Preis nominiert:

PredadoresA Síndrome de Ulisses des kolumbianischen Autors Santiago Gamboa
Camilo Broca des portugiesischen Schriftstellers Mário Cláudio (eben mit dem Prémio Vergílio Ferreira geehrt), Combateremos a Sombra der portugiesischen Autorin Lídia Jorge,
Desmedida des angolanischen Schriftstellers Ruy Duarte de Carvalho,
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