Weihnachtspause

In den nächsten Tagen wird es hier wieder etwas ruhiger. Wie jedes Jahr machen wir eine Weihnachtspause, unsere Buchhandlung bleibt vom 24.Dezember bis einschließlich 4. Januar geschlossen. Wir hatten ein Jahr mit vielen tollen Veranstaltungen und bleibenden Eindrücken.

Ab 5. Januar sind wir zu unseren normalen Öffnungszeiten wieder für Sie. Sollte Ihnen über die Feiertage die Lektüre ausgehen oder Sie nun endlich Zeit zum Stöbern haben, schauen Sie gern in unserem Onlineshop vorbei, Bestellungen liefern wir dann auch erst wieder im Januar aus. Für Ihre Unterstützung möchten wir uns recht herzlich bedanken. Bleiben Sie uns gewogen.

Feliz Natal e um Próspero Ano Novo!

Wir wünschen Ihnen für die kommenden Tage viel Zeit für ein gutes Buch, wir sehen, lesen und hören uns 2026.

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Prémio Pessoa geht an Lídia Jorge

Lídia Jorge 2025 zu Gast bei TFM, Copyright: Petra Noack (TFM)
Lídia Jorge 2025 zu Gast bei TFM, Copyright: Petra Noack (TFM)

Der Prémio Pessoa, mit dem alljährlich Persönlichkeiten aus Kultur oder Wissenschaft ausgezeichnet werden, geht in diesem Jahr an die portugiesische Autorin Lídia Jorge. Der Preis ist mit 60.000 Euro dotiert und wird von der Wochenzeitschrift Expresso verliehen.

In der 39jährigen Geschichte des Preises ist sie erst die siebte Frau, die die Auszeichnung erhält.

Wir freuen uns ganz besonders und gratulieren, denn Lídia Jorge war im Frühjahr bei uns in der Buchhandlung zu Gast und hat ihren herausragenden Roman Erbarmen (Original: Miséricordia, übersetzt von Steven Uhly) vorgestellt.

Und: Für das kommende Frühjahr hat der Secession Verlag bereits die Übersetzung von Os Memoráveis (Deutsch: Die Stunde der Nelken, Ü: von Marianne Gareis) angekündigt – bei uns schon vorbestellbar.

Lídia Jorge: Erbarmen

Der Prémio Pessoa wird bereits seit 1987 vergeben. In den letzten Jahren wurden unter anderem José Tolentino Mendonça (2023) João Luís Barreto Guimarães (2022), Frederico Lourenço (2016), der Schriftsteller und Übersetzer Richard Zenith (2012) und Eduardo Lourenço (2011) ausgezeichnet.

Alle Bücher von Lídia Jorge finden Sie in unserer Buchhandlung. Falls Sie noch ein besonderes Weihnachtsgeschenk suchen – wir haben noch einige wenige von Lídia Jorge signierte Ausgaben bei uns in der Buchhandlung vorrätig.

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Prémio Oceanos 2025 geht an zwei brasilianische Autorinnen

Und weiter geht es mit Literaturpreisen. Gestern Abend wurde der Prémio Oceanos in den Kategorien Lyrik und Prosa verliehen. Ausgezeichnet wurde in der Lyrik-Kategorie:

Longarinas der brasilianischen Autorin Ana Maria Vasconcelos, erschienen 2024 bei 7Letras

Silvana Tavano: Ressucitar Mamutes

Den Preis als bester Roman erhielt Ressuscitar mamutes der brasilianischen Autorin Silvana Tavano, erschienen bei Autêntica Contemporânea.

Im autofiktionalen prämierten Roman, den der Verlag als Hybrid zwischen Essay, Memoir und Fiktion beschreibt, erfindet die Erzählerin Silvana Tavano die Vergangenheit und Zukunft ihrer Mutter neu.

Der Prêmio Oceanos ist je Kategorie mit 150.000 Reais dotiert.

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Neue Kinderbücher von Mia Couto und Helme Heine

Mia Couto: As sementes do céu

Kurz vor Jahresende ist ein neues Kinderbuch des mosambikanischen Autors Mia Couto erschienen und auch schon bei uns in der Buchhandlung eingetroffen. As Sementes do Céu mit wunderschönen Illustrationen von Susa Monteiro erzählt auf die Mia Couto eigene sehr poetische Weise eine Geschichte von großer Aktualität, in der es um die Erhaltung der Natur und gleichzeitig um einen Dialog der Generationen geht.

Ebenfalls neu, zumindest in portugiesischer Übersetzung, ist Três Amigos, die wunderbar zeitlose Geschichte aus der Feder des vor kurzem verstorbenen Autors Helme Heine. Franz von Hahn, Johnny Mauser und der dicke Waldemar heißen in der portugiesischen Übersetzung natürlich anders (Galo Francisco, Rato Joãozinho und Porco Valdemar), aber das Abenteuer der drei ist natürlich dasselbe und die Illustrationen sind einfach schön.

Viele weitere Kinder- und Jugendbücher in portugiesischer Sprache, sowohl aus Portugal als auch aus Brasilien gibt es natürlich bei uns in der Buchhandlung. Schauen Sie gern auch online vorbei.

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Prêmio São Paulo de Literatura geht erneut an Mariana Salomão Carrara

Der Prêmio São Paulo de Literatura, neben dem Prêmio Jabuti einer der renommiertesten brasilianischen Literaturpreise, wurde in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal an Mariana Salomão Carrara vergeben. Sie erhält die Auszeichnung für den Roman A árvore mais sozinha do mundo (in Brasilien bei Todavia erschienen, in Portugal bei Companhia das Letras)

Im Mittelpunkt des Romans steht eine Familie: die Eltern Carlos und Guerlinda, die erschöpft sind von der Arbeit auf einer Tabakplantage, und ihre Kinder Alice, Maria und Pedro, die bereits in der Landwirtschaft mitarbeiten und durch die allgegenwärtigen Pestizide vergiftet werden. Alle sind Tabakbauern, leben von der Welt vergessen und kämpfen ums Überleben angesichts des Mangels an allem und des Klimakollapses.

Der Preis ist mit 200.000 Reais  dotiert.

Den Preis für den besten Debütroman erhält Marcílio França Castro für den Roman O último dos copistas, der zwischen Roman und Essay changiert. Die Kopisten sind gespenstische Gestalten, die die Literatur heimsuchen. Ausgangspunkt der Handlung ist hier Ângelo Vergécio, ein Kopist aus dem 16. Jahrhundert, dessen Handschrift die Schriftart Garamond hervorgebracht hat. Ein Rätsel aus seinem Leben bewegt im 21. Jahrhundert, im Übergang vom Analogen zum Digitalen, die Geschichte einer Freundschaft zwischen einem Lektor und einer Illustratorin.

Beiden Titel sind bei uns bestellbar.

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Cinco vozes – Fünf Stimmen – Neue Anthologie brasilianischer Autorinnen

Anthologie Cinco Vozes

Zum Middle Ground Festival war im Oktober das brasilianische Literaturfestival Festa Literária das Periferías zu Gast im Haus der Kulturen der Welt. Aus diesem Anlass erschien im Textem Verlag Cinco Vozes -Fünf Stimmen, eine zweisprachige Publikation fünf brasilianischer Autorinnen, die bisher noch nichts ins Deutsche übersetzt wurden.

Die Erzählungen, Gedichte, Essays und experimentellen literarischen Formen von Eliana Alves Cruz, Conceição Evaristo, Ana Maria Gonçalves, Leda Maria Martins und Amara Moira befassen sich auf vielschichtige Weise mit dem Widerhall von Geschichte im Körper, mit afrobrasilianischen Traditionen, Weiblichkeit*, Gewalt und der politischen Vergangenheit Lateinamerikas. Sie stehen für einen Wandel der literarischen Szene Brasiliens, in der historisch marginalisierte Stimmen einen zentralen Platz im kulturellen Schaffen des Landes einnehmen — eine Neudefinition der brasilianischen Literatur und Erweiterung ihrer Ausdrucksmöglichkeiten.

Übersetzt wurden die Texte von Maria Hummitzsch, Odile Kennel, Samir Sellami und Melanie Strasser. Unter anderem ist das erste Kapitel von Ana Maria Gonçalves Roman Um Defeito de Cor enthalten, ein großartiger Text, der schon lange hätte übersetzt werden sollen, aber aufgrund des Umfangs auch für jeden Verlag eine Herausforderung darstellt.

Bücher der Autorinnen im portugiesischen Original finden Sie natürlich bei uns in der Buchhandlung.

Cinco vozes – Fünf Stimmen (portugiesisch-deutsch), 14,00 EUR

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Portugiesischer Vorlesetreff für Kinder wieder am 28. November KiBi Bornheim

Der portugiesische Vorlesetreff für Kinder trifft sich wieder am 28. November, um 11.30 Uhr in der Kinder-und Jugendbibliothek in Frankfurt-Bornheim, Arnsburger Straße 24 (zum letzten Mal vor der Sommerpause).

Diesmal geht es um das Buch Tecelagem der brasilianischen Autorin Goya Lopes

O próximo encontro de leitura será no sábado, 28 de novembro às 11h30 na biblioteca em Frankfurt-Bornheim, Arnsburger Straße 24.

Esperamos você! Venha ler conosco!

O „Encontros de Leitura“ é uma iniciativa conduzida por uma brasileira e uma portuguesa com o apoio da Biblioteca Infantojuvenil de Frankfurt (KiBi-Frankfurt), do BRmais e de Era Uma Vez Em Português.

Por meio de encontros mensais aos sábados, oferece leituras e contação de histórias aliadas a atividades lúdicas para um grupo de crianças de 4-8 anos, falantes de português como língua de herança.

Com uma seleção de livros de escritores e ilustradores lusófonos, busca promover a literatura infantojuvenil produzida por autores dos países de língua portuguesa. As leituras são realizadas em português do Brasil e Portugal. 

Obras escritas em português e traduzidas para o idioma alemão também estão no programa, visando estimular iniciativas de incentivo ao ensino bilíngue.

Venha conhecer a nossa vasta seleção de livros infantis em língua portuguesa.

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CineBrasil im Filmforum Höchst 27.-30. November

Vom 27.  bis zum 30. November  präsentiert das Filmforum Höchst, Emmerich – Josef – Str. 46a, 65929 Frankfurt wieder das brasilianische Filmfest Cinebrasil, das einen Einblick in das aktuelle, vielfältige Filmschaffen des größten lateinamerikanischen Landes bietet und Filme vorstellt, die auf diversen Festivals ausgezeichnet wurden.

Eintritt 8 €  (Frankfurt Pass 4,00 €);  Anfahrt: S1 und S2, 10 min ab HBF bis BHF Höchst, von dort 4 min zu Fuß, Parkplätze am Marktplatz um die Ecke

Alle Filme werden in der Originalversion mit englischen oder deutschen Untertiteln gezeigt.

Do 27.11. um 20:30
Kasa Branca
Luciano Vidigal | BR 2024| 88 Min. | OmeU

Fr 28.11. um 20:30
Vitória
Andrucha Waddington | BR 2025 | 112 Min. | OmeU

So 30.11. um 18:30
Dominguinhos

Joaquim Castro, Eduardo Nazarian, Mariana Aydar | BR 2014 | 86 Min. | OmeU

Fr 28.11. um 18:30
+ Sa 29.11., So 30.11. um 20:30
O último azul | Das tiefste Blau

Gabriel Mascaro | BR/MX/CL/NL 2025 | FSK 6 | 86 Min. | OmU

In Zusammenarbeit mit Cinema Negro von Sidney Martins in Berlin.

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Prémio LeYa geht an Carla Pais

Carla Pais Prémio Leya

Der mit 50.000 Euro dotierte Prémio LeYa, der von der gleichnamigen portugiesischen Verlagsgruppe für bisher unveröffentlichte Texte verliehen wird, geht in diesem Jahr an die portugiesische Autorin Carla Pais.

Sie erhält den Preis für den Roman A Sombra das Árvores no Inverno, der Anfang 2026 veröffentlicht wird. Der Roman beschäftigt sich mit der Flüchtlingskrise und ihren Folgen.

Carla Pais ist erst die zweite Autorin (nach Gabriela Ruivo Trindade) in der Geschichte des Prémio Leya, die ausgezeichnet wird. Laut portugiesischer Presse hatte sie den Roman unter einem männlichen Pseudonym zum Preis eingereicht. Sie folgt auf Nuno Duarte, der den Preis im vergangenen Jahr für Pés de Barro erhielt.

Carla Pais wurde 1979 in Regueira de Pontes (nahe Leiria) geboren und lebt heute in Frankreich. Sie hat bereits einige Bücher veröffentlicht, darunter die Romane Mea Culpa (2018, Finalist des Prémio APE) und Um Cão Deitado à Fossa, das die Preise Cidade de Almada 2018 und SPA erhielt.

Der Prémio Leya ist der größte Literaturpreis für unveröffentlichte Romane in portugiesischer Sprache. In diesem Jahr gab es wieder eine Rekordbeteiligung von 1460 Einreichungen aus 22 Ländern.

Den zweifellos größten Erfolg hatte bisher der Roman Torto Arado von Itamar Vieira Junior, der 2018 mit dem Prémio Leya ausgezeichnet wurde und in der Folge zum Bestseller wurde und zahlreiche weitere Preise erhalten hat.

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Lesung mit Anna Ballbona am 12. Dezember

Am Freitag, dem 12. Dezember, um 19.00 Uhr laden wir zusammen mit der Goethe-Universität Frankfurt zu einer Lesung mit der katalanischen Autorin Anna Ballbona ein.

Sie stellt ihr Buch Ich bin nicht da vor, das in der Übersetzung von Kirsten Brandt in diesem Herbst im Karl Rauch Verlag erschienen ist.

Die Veranstaltung ist zweisprachig Katalanisch-Deutsch, Kirsten Brandt moderiert und übersetzt. Der Eintritt ist frei.

Mila wurde Ende der siebziger Jahre in einem abgelegenen Viertel der Stadt geboren, eingeklemmt zwischen einer Autobahn, einem Friedhof und einem Industriegebiet. Das Leben der Bewohner war nicht immer leicht.
Als junge Frau flieht sie nach Paris und zieht schließlich nach Barcelona, wo sie als Lektorin arbeitet. Jetzt, da sie ein Kind erwartet, versucht sie die Gründe für die Fremdheit zu erklären, die sie immer begleitet hat, eine gewisse Ratlosigkeit gegenüber ihrer eigenen Herkunft. Sie reiht Erinnerungen und Worte aneinander und fragt sich, was sie wohl an ihre Tochter weitergeben wird.

Anna Ballbona: Ich bin nicht da

Anna Ballbona ist eine katalanische Journalistin und Schriftstellerin, die mehrfach für ihre Texte ausgezeichnet wurde. Sie schreibt für Zeitungen und Zeitschriften und arbeitet für Radiosender. Die Originalausgabe ihres Romans No soc aquí erhielt den renommierten Premi Llibres Anagrama de Novella.

Die Lesung findet im Rahmen der Tagung Jornada internacional: Literatura catalana. Arxius, mitjans, tendenciès der Goethe Universität statt , die vom Institut Ramon Llull und dem Deutschen Katalanistenverband unterstützt wird.

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