Prémio Correntes d’Escritas 2018 – Die Finalisten

Alljährlich im Februar findet das größte portugiesische Literaturfestival Correntes d’Escritas in der nordportugiesischen Stadt Póvoa de Varzim statt, in diesem Jahr bereits zum 19.Mal (20-24. Februar)

Der Literaturpreis Prémio Literário Casino da Póvoa wird in diesem Jahr wieder an einen Romancier verliehen. Das prämierte Werk muss in in den vergangenen beiden Jahren erschienen sein. Insgesamt wurden 140 Werke eingereicht, viel Arbeit für die Jury also, die in diesem Jahr von Fernando Pinto do Amaral, José Mário Silva, Maria de Lurdes Sampaio, Teresa Martins Marques und Javier Rioyo gebildet wird.  Die vierzehn Titel umfassende Shortlist wurde vor kurzem vorgestellt und enthält folgende Titel:

Rentes de Carvalho: O Meças

Jaime Rocha:  Escola de Náufragos

Ana Teresa Pereira: Karen

Isabela Figueiredo: A Gorda

Bruno Vieira Amaral: Hoje Estarás Comigo no Paraíso

Ana Margarida de Carvalho: Não se Pode Morar nos Olhos de Um Gato

João Ricardo Pedro: Um Postal de Detroit

Djaimilia Pereira de Almeida: Esse Cabelo

João Pedro Porto: A Brecha

João Paulo Borges Coelho: Água

Julián Fuks: A Resistência

Enrique Vila-Matas: Marienbad Eléctrico

Juan Marsé: Essa Puta tão Distinta

Juan Gabriel Vásquez: A Forma das Ruínas

Der Siegertitel des mit 20.000 Euro dotierten Preises wird zur Eröffnungsveranstaltung der Correntes nach einer abschließende Jurysitzung bekanntgegeben.

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Portugiesischer Vorlesetreff am 24 Februar, KiBi Frankfurt-Bornheim

Das nächste Treffen des portugiesischsprachigen Vorlesetreffs findet am Samstag, dem 24. Februar um 11.30 Uhr in der Kinder-und Jugendbibliothek in Frankfurt-Bornheim, Arnsburger Straße 24 statt. Im Mittelpunkt steht dann das Buch A Cor de Coraline des brasilianischen Autores  Alexandre Rampazo. Der Eintritt ist frei.

An die Lesung schließt sich wie immer eine kleine Bastelei an.

Die weiteren Termine für die erste Hälfte des Jahres stehen ebenfalls bereits fest:  17.03., 28.04., 26.05.

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Próximo encontro de leituras para crianças, no dia 24 de Fevereiro às 11.30 h  na Kinder-und Jugendbibliothek  Frankfurt-Bornheim, Arnsburger Straße 24.

Este mês escolhemos o livro A Cor de Coraline de Alexandre Rampazo. O livro abre com uma pergunta de Pedrinho a Coraline: „Me empresta o lápis cor de pele?“. Viajamos, então, com os pensamentos da menina, pelas delicadas e lindíssimas ilustrações do autor.

A leitura será seguida de uma pequena atividade criativa.

A partir dos 4 anos | Entrada gratuita.

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Africa Alive! mit Beiträgen aus Mosambik und von den Kapverden

Vom 30. Januar bis 18. Februar findet das diesjährige Festival Africa Alive! statt, das sich bereits zum 24. Mal der afrikanischen Kultur in Frankfurt widmet. Der diesjährige Schwerpunkt heißt „AFRO UTOPIA“. Veranstaltungsorte sind das Deutsche Filmmuseum, Filmforum Höchst, Brotfabrik, Haus am Dom, Neues Theater Höchst und das Weltkulturenmusem. Das komplette Programm können Sie hier einsehen.

Wir möchten hier besonders auf das Eröffnungskonzert und einen Film aus Moçambique hinweisen.

Schon morgen, am 30.1., um 20.00 Uhr eröffnet Tcheka von den Kapverden mit einem Konzert das Festival im Neuen Theater Höchst. Tickets gibt es direkt beim Veranstalter.

Der junge Singer-Songwriter Tcheka stammt von der Kapverdeninsel Santiago. Sein einzigartiger Musikstil vereint zahlreiche globale Einflüsse. Tcheka verarbeitet traditionelle Musikstile der Kapverden wie beispielsweise Batuku, Funaná, andererseits finden sich Elemente brasilianischer und afrikanischer Popmusik ebenso wie Folk und Jazz. Tcheka fesselt seine Zuhörer ganz besonders durch sein fantastisches Gitarrenspiel und die Intensität, mit der er Musik wie Geschichten erzählt. Tchekas lange erwartetes fünftes Album »Boka Kafé« – ein Solo-Album – wurde von dem portugiesischen Pianisten Mário Laginha produziert und ist im Frühjahr 2017 erschienen.

Der Spielfilm Comboio de Sal e Açucar  des mosambikanischen Regisseurs Licinio Azevedo wird am Donnerstag, 1.2., um 20.30 Uhr im Deutschen Filmmuseum gezeigt.  Im Jahr 1989 ist Mosambik ein vom Bürgerkrieg zerrüttetes Land. Der Zug, der die nördliche Region Nampula mit Malawi verbindet, ist die einzige Hoffnung für Menschen, die bereit sind, ihr Leben aufs Spiel zu setzen, um ein paar wenige Salzsäcke gegen Zucker einzutauschen. Langsam über sabotierte Schienen dahinrollend, ist die Reise voller Hindernisse und Gewalt. Mariamu, eine Vielreisende, ist unterwegs mit ihrer Freundin Rosa, einer Krankenschwester, die auf dem Weg in ihr neues Spital ist und die Kriegsrealität zum ersten Mal miterlebt. Auch dabei sind Leutnant Taiar, der die Realität nur aus seinem Militäralltag kennt, und der Soldat Salomão, mit dem Taiar nicht auskommt. Unter Gewehrkugeln und Gelächter werden Geschichten von Liebe und Krieg erzählt, während sich der Zug der nächsten Station nähert.

Der Film wird im portugiesischsprachigen Original mit englischen Untertiteln gezeigt. Tickets gibts im Filmmuseum.

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Kulinarisches – Petiscos, Vinho und Süßes

Die letzte Lieferung aus Portugal brachte eine ganze Reihe neuer Bücher, die im weitesten Sinne mit Reisen, Wein und Essen (gehen) zu tun haben.

Da wäre zum Beispiel Viagens pelas receitas de Portugal von Nelson Carvalheiro, ein Autor und Blogger, der auf Reisen die besten portugiesischen Restaurants und Rezepte entdeckt hat und hier vorstellt.

Flávio Faria präsentiert in seinem ebenfalls bei Caminho das Palavras erschienenen Buch Guia de Vínicolas Portugal 78 Weingüter Portugals in Bild und Text.

Kein Wein ohne Petiscos ist das Motto des Buchs Vinhos&Petiscos, in dem 64 portugiesische Weingüter ihre Lieblingsrezepte für die kleinen, zum Wein passenden Gerichte vorstellen. Nachkochen ist ausdrücklich erwünscht.

Um Weinbars, Weinhandlungen und Weingüter in und um Lissabon dreht sich das Buch O Vinho que Lisboa tem vom Ana Cristina Marques, das sich auch als Weinreiseführer für die portugiesische Hauptstadt eignet.

Marco Costa ist einer der derzeit angesagtesten portugiesischen Patissiers und stellt in seinem Koch Receitas com Segredo seine Lieblingsrezepte vor – Torten, Kuchen, Mousse, Pudding – alles sehr lecker, aber nichts für die schlanke Linie.

Ganz anders Como assim,vegan? von Inês David, die sich der in Portugal eher unterrepräsentieren veganen Küche mit vielen Rezepten zuwendet.

Alle vorgestellten Bücher gibt es wie immer bei uns in der Buchhandlung oder über unseren Webshop.

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Portugiesischer Vorlesetreff am 27. Januar, KiBi Frankfurt-Bornheim

Das nächste Treffen des portugiesischsprachigen Vorlesetreffs findet am Samstag, dem 27. Januar um 11.30 Uhr in der Kinder-und Jugendbibliothek in Frankfurt-Bornheim, Arnsburger Straße 24 statt. Im Mittelpunkt steht dann das Buch Alba, a vitória-régia von Fátima Nascimento. Die Autorin lebt schon lange in München und wird selbst aus ihrem Buch lesen. Der Eintritt ist frei.

An die Lesung schließt sich wie immer eine kleine Bastelei an.

Die weiteren Termine für die erste Hälfte des Jahres stehen ebenfalls bereits fest:  24.02., 17.03., 28.04., 26.05.

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Próximo encontro de leituras para crianças, no dia 27 de janeiro às 11h30  na Kinder-und Jugendbibliothek  Frankfurt-Bornheim, Arnsburger Straße 24.

Para o nosso primeiro encontro de 2018 receberemos a autora brasileira Fátima Nascimento, que irá ler Alba, a vitória régia, a sua primeira obra para crianças, publicado em português e alemão.

A leitura será seguida de uma pequena atividade criativa.

A partir dos 4 anos | Entrada gratuita.

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Europa Erlesen: Porto

Lange angekündigt, immer wieder verschoben und nun endlich erschienen ist die von Ilse Pollack herausgegebene literarische Anthologie Europa erlesen Porto aus dem österreichischen Wieser Verlag. Der Verlag ist bekannt für seine literarische Reihe zu europäischen Städten, die in bibliophilen Hardcover-Bändchen mit Goldprägung und Lesebändchen aufwarten und trotzdem problemlos ins Reisegepäck passen.

Die Anthologie über Porto ist die erste über eine portugiesische Stadt, Porto hat also (ausnahmsweise) einmal die Nase vorn vor der sonst immer an erster Stelle stehenden portugiesischen Hauptstadt.

Ilse Pollack nimmt uns mit auf einen literarischen Stadtrundgang, der mit José Saramago auf den „Stufen der Wahrheit“ beginnt und weiter führt hinunter zur Ribeira, wo Manuel de Oliveira seinen Kultfilm Aniki-Bobo drehte. Wir essen in dem einst verrufenen und heute „gentrifizierten“ Viertel Barredo mit Fernando Pessoa „Kutteln nach Porto-Art“; lauschen dem Monolog der 85-jährigen „Ferreirinha“, in deren „Charakter einer Nordportugiesin weder die Niederlage noch die Klage, noch die Ungeduld, noch die Melancholie“ zu finden sind.

An die 100 Texte von vielen bekannten (nicht nur, aber größtenteils) portugiesischen Autoren der Gegenwart und Vergangenheit sind vertreten und machen daher das Buch zu einem idealen Reisebegleiter für eine kurzen oder längeren Besuch der nordportugiesischen Stadt, die fast genauso en vogue ist wie Lissabon.

Ilse Pollack (Hrsg.):  Porto (aus der Reihe Europa Erlesen), Wieser Verlag 2017, 14,95 EUR

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Neue Bücher aus Brasilien

Gleich zu Jahresbeginn erwarteten uns einige Sendungen aus Brasilien mit interessanten Neuerscheinungen, die wir Ihnen natürlich nicht vorenthalten möchten:

Nach langer Zeit gibt es wieder einen neuen Roman von Milton Hatoum.  Angekündigt ist eine Trilogie mit dem Titel O lugar mais sombrio, von der jetzt der erste Band A noite da espera erschienen ist. Inhaltlich geht es um die Entwicklung einer Gruppe von Jugendlichen im Brasilien der 1960er und 70er Jahre, einer besonders spannenden Epoche der brasilianischen Geschichte.

Im Mittelpunkt des neues Buches Pretérito imperfeito von Bernardo Kucinski steht die Geschichte einer zunächst glücklichen Adoption erzählt aus der Perspektive des Vaters, die im weiteren Verlauf aber durch die Drogenabhängigkeit des Kindes auf eine harte Probe gestellt wird.

Auch die vor allem als Schauspielerin bekannte Fernanda Torres hat mit A glória e seu cortejo de horrores einen neuen Roman vorgelegt. Wir folgen darin dem Aufstieg und Fall des Schauspielers Mário Cardoso, der zunächst ein Telenovela-Star ist, sich dann aber entscheidet, Rei Lear zu inszenieren, mit einem Ergebnis, das leider nicht wie gewünscht ausfällt.

Auch für die jungen Leser gibt es Lektürenachschub. Der Astrid Lindgren Klassiker Ronja Räubertocher ist endlich in Brasilien in einer portugiesischen Übersetzung erschienen, Rônia. A filha do bandoleiro ist ab sofort bei uns lieferbar.

Von der deutschen Kinderbuchautorin und Illustratorin Susanne Straßer ist mit Muito cansado e bem acordado ein weiterer Titel in Brasilien erschienen, der sich auf humorvolle Weise rund um das schwierige Thema Einschlafen dreht.

Alle vorgestellten Bücher gibt es in unserer Frankfurter Buchhandlung und natürlich aus in unserem Onlineshop (Klick auf die Titelbilder genügt).

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Ganz viel Fado – Konzertvorschau: Mariza, Mísia, Carminho, Cristina Branco

Das erste Halbjahr bietet für alle in der Rhein-Main-Region eine ganze Reihe von spannenden Konzerten mit herausragenden Fadistas aus Portugal.

Den Anfang macht Cristina Branco schon am 21. Januar, 20.00 Uhr in der Darmstädter Centralstation. Sie stellt dort ihr neues Album Menina vor. Tickets gibt es beim Veranstalter.

Weiter geht es am 18. Februar, 19.00 Uhr im Frankfurter Hof in Mainz mit Mísia. Tickets in 3 Kategorien (30 bis 37,70 EUR) erhalten Sie bei uns imVorverkauf.

Auf Carminho können Sie sich im April freuen. Sie präsentiert ihr Bossa-Nova Album Carminho canta Tom Jobim am 21. April um 20.00 Uhr ebenfalls im Frankfurter Hof in Mainz. Auch hier haben wir Tickets im Vorverkauf (in 4 Kategorien zwischen 30 und 43,30 EUR).

Mariza schließlich tritt am 9. Mai um 20.00 Uhr im Rahmen des W-Festivals in der Alten Oper in Frankfurt auf. Auch hier gibt es Tickets bei uns im Vorverkauf (3 Kategorien von 53,60-76,10 EUR)

Wir freuen uns auf Ihren Besuch, und falls Sie nicht bis zu den Konzerten warten möchten, gibt es bei uns natürlich auch die passenden CDs.

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Weihnachtspause

natal2013In den nächsten Tagen wird es hier wieder etwas ruhiger. Wie jedes Jahr machen wir eine Weihnachtspause, unsere Buchhandlung bleibt vom 23.Dezember bis einschließlich 3. Januar geschlossen

Für die gute Zusammenarbeit in diesem Jahr, die vielen schönen, gemeinsamen Stunden bei Lesungen, Weinproben, zur Buchmesse und anderen Veranstaltungen möchten wir uns recht herzlich bedanken.

Feliz Natal e um Próspero Ano Novo!

Ein kleine Auswahl der Ereignisse und Veranstaltungen in

diesem Jahr

und  natürlich jede Menge spannende Bücher und CDs, über die wir hier im Blog, in der Buchhandlung, im persönlichen Gespräch und in Leserunden mit Ihnen gesprochen haben.  Wir wünschen Ihnen für die kommenden Tage viel Zeit für ein gutes Buch, wir sehen, lesen und hören uns 2018.

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Mia Couto: O Menino no Sapatinho (deutsch)

Inzwischen ist es kalt geworden, der Winter wird wohl auch noch eine zeitlang bleiben und so war es an der Zeit, hier in den Bücherregalen zu stöbern und auf alte Bekannte zu treffen. Entdeckt haben wir dort unter anderem O Menino no Sapatinho von Mia Couto, ein schönes Buch für die festliche Jahreszeit, schließlich fehlen nur noch ein paar Tage bis Weihnachten.

O Menino no Sapatinho ist Teil des Buches Na Berma de Nenhuma Estrada (2001) und war ursprünglich nicht speziell für junge Leser gedacht. Schon im Vorwort der brasilianischen Ausgabe seines BuchesO Gato e o Escuro schreibt Mia Couto, dass er nicht für Kinder oder für Erwachsene schreiben kann: “Ich weiß nicht, ob jemand Bücher für Kinder schaffen kann. Schließlich stellt sich auch niemand als Autor von Büchern für Erwachsene vor.” So erreichte diese schöne Geschichte erst 2013 das junge Publikum, als sich der portugiesische Verlag Caminho für eine Neuauflage entschied.

Schon der Titel des Buches weckt (vor allem bei portugiesischen Lesern, A.d.Ü.) Erinnerungen an die Kindheit, als das Jesuskind und nicht der Weihnachtsmann die Geschenke brachte und diese in der Nacht vor dem Fest in den kleinen Schuhen unter den Kamin gestellt wurden. Mia Couto spielt mit dieser Erinnerung, in dem er den kleinen Jungen als Geschenk in den Schuh steckt: “Es war einmal ein kleiner Junge, so klein, das alle seine Finger so winzig waren wie der kleine Finger” und dem, weil er so klein war, ein Schuh als Wiege diente. Mia Couto beschreibt weiter die liebevollen Bemühungen der Mutter, einer gläubigen und leidenden Frau, die alles dafür tut, dass ihr kleiner Sohn wächst und die sich wünscht, dass das Weihnachtsfest ihm “die richtige Größe bringen möge. Nur das, nichts weiter. Danach vielleicht noch eine passende Wiege.”

Die vorliegende Ausgabe wurde wunderschön von Danuta Wojciechowska illustriert, die Muster von mosambikanischen Wickelröcken (Capulanas) in rot, orange und blau verwendet und uns so gleichzeitig Afrika und Weihnachten nahebringt. Das schöne Titelbild mit dem kleinen Jungen im großen Schuh gibt einen ersten Vorgeschmack.

Mia Couto, der unter anderem 2013 mit dem Prémio Camões und 2011 mit dem Prémio Eduardo Lourenço ausgezeichnet wurde, ist für sein unglaubliches Talent bekannt, Wörter zu erfinden und so den portugiesischen Wortschatz zu bereichern, eine Besonderheit, die das Vorlesen für Erwachsene vielleicht schwierig macht, weil sie befürchten, dass die Kinder den Text nicht verstehen könnten. Aber ist das wirklich so? Der Autor selbst glaubt das nicht: “Die Kinder verstehen die Geschichte. Und sie gehen mit den Wortschöpfungen auf sehr kreative Art und Weise um. Für sie ist die Sprache noch kein geschlossenes System und deshalb sollte das Neuerfinden von Regeln für uns Erwachsene eine Freude sein, ein verlockendes Spiel mit der Normüberschreitung.”

Versuchen Sie, dieses Buch zu Weihnachten vorzulesen und die Geschichte mit Kinderaugen zu entdecken, vielleicht ist es dann keine traurige, sondern eine schöne Geschichte über den Glauben, die Liebe und die Magie.

Andere Kinderbücher von Mia Couto:

Mar Me Quer (2000) €13,50
O Gato e o Escuro (2001) €14,50
A Chuva Pasmada (2004) €14,80
O Beijo da Palavrinha (2008) €17,50
O Menino no Sapatinho (2013) €18,50

(*) Andere Bücher, die Teil des portugiesischen Plans zur Leseförderung sind und Weihnachten als Thema haben: A Noite de Natal e Os Três Reis do Oriente, de Sophia de Mello Breyner Andresen; Chegou o Natal, de José António Gomes; Cinco Pais Natais e Tudo o Mais, de Manuela Castro Neves; Milagre de Natal, de António Torrado; Sonhos de Natal, de António Mota; O Cavalinho de Pau do Menino Jesus e Outros Contos de Natal, de Manuel António Pina; e Os Animais do Natal, de Luísa Ducla Soares.

(Text: PR, Übersetzung: PN)

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