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Lídia Jorge erhält Premio FIL de Literatura

Lídia Jorge: Em todos os sentidosDie portugiesische Autorin Lídia Jorge erhält den diesjährigen Premio FIL de Literatura, der von der Buchmesse in Guadalajara (Mexiko) vergeben wird.  Der Preis ist mit 150.000 Dollar dotiert und soll zur Eröffnung der diesjährigen Buchmesse am 28. November vergeben werden. Lídia Jorge ist nach António Lobo Antunes, der den Preis 2008 erhielt, erst die zweite portugiesische Autorin, die ausgezeichnet wird. Unter dem Prämierten sind unter anderem Rubem Fonseca und Nélida Piñon aus Brasilien, aber auch so bekannte Autoren wie Claudio Magris, Juan Marsé oder Enrique Vila-Matas.

Lídia Jorge wurde 1945 in Boleiqueme (Algarve) geboren und hat zahlreiche Romane und Erzählungen veröffentlicht, die in viele Sprachen übersetzt wurden. In deutscher Übersetzung von Karin von Schweder-Schreiner erschienen unter anderem Milene, Die Küste des Raunens und Die Decke des Soldaten (bis auf Milene leider alle vergriffen).

Im Portugal erschien zuletzt in diesem Jahr der Erzählband Em Todos os Sentidos.

Lídia Jorge sagte in einer ersten freudigen Stellungnahme – hier auf youtube -, dass Sie  den Preis mit den Autorinnen und Autoren ihrer Generation teilen möchte, die für das Besondere der portugiesischen Literatur gekämpft hätten, und nannte dabei Namen wie José Saramago, António Lobo Antunes, Mário de Carvalho, Nuno Júdice, Ana Luísa Amaral, Almeida Faria, Mário Cláudio, Luísa Costa Gomes, José Tolentino Mendonça, Teolinda Gersão, Hélia Correia.

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Prémio Vergílio Ferreira

Der von der Universität Évora in diesem Jahr zum 19. Mal vergebene Prémio Vergílio Ferreira  geht an die portugiesische Schriftstellerin Lídia Jorge, die für ihr Gesamtwerk ausgezeichnet wird.  Dies gab die Jury, zu der unter anderem Eduardo Lourenço und Fernando Pinto do Amaral gehörten, gestern Abend bekannt.

Lídia Jorge wurde 1946 geboren und ist eine der auch international bekanntesten portugiesischsprachigen Schriftstellerinnen. Bereits ihr erster Roman, O dia dos prodígios (dt. Der Tag der Wunder, leider vergriffen) erhielt glänzende Kritiken. Zuletzt erschien im vergangenen Jahr der Roman Os memoráveis, der sich mit der Geschichte des 25. April und der Nelkenrevolution in Portugal auseinandersetzt.

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Bücher zum 25. April – Teil 2

Der 40. Jahrestag der Portugiesischen Nelkenrevolution steht kurz bevor. Die gestern an dieser Stelle begonnene Reihe mit Buchempfehlungen wird hier fortgesetzt.

In Portugal erscheinen anlässlich des Jubiläums eine ganze Reihe von Neuerscheinungen,  Sachbücher, Reportagen und Bildbände sind darunter, aber auch neue Romane, die sich mit der Zeit um den 25. April 1974 auseinandersetzen.

Lídia Jorge: Os memoráveisEiner davon ist das vor wenigen Wochen erschienene, lange erwartete Buch Os Memoráveis von Lídia Jorge. Im Roman wird die in Washington tätige portugiesische Journalistin Ana Maria Machado mit einer Reportage über den 25. April beauftragt. Sie nimmt die Herausforderung an, kehrt nach Portugal zurück und interviewt mit zwei weiteren Kollegen einige der Hauptfiguren der portugiesischen Nelkenrevolution und versucht dabei herauszufinden, was aus den Zielen und Mythen der Revolution geworden ist. Auf einer zweiten Ebene spielt die persönliche Geschichte von António Machado, dem Vater der Journalistin, eine  wichtige Rolle.

Lídia Jorge liest am 2. Mai in Saarbrücken im Rahmen der Tagung  „Wir haben sie so geliebt, die Nelkenrevolution. Der portugiesische 25. April 1974 in Literatur, Film und Theater“. Nähere Informationen dazu hier.

Os rapazes dos tanquesFotografische Zeitdokumente bietet der von Alfredo Cunha und Adelino Gomes herausgegebene Band Os Rapazes dos TanquesDie beiden Autoren haben die Männer wieder gefunden, die am 25. April in den Panzern saßen und den Verlauf der Nelkenrevolution entscheidend mitgeprägt haben, danach aber teilweise in Vergessenheit gerieten, so z.B. José Alves Costa, der sich weigerte mit seinem Panzer auf die Einheit von Santarém zu schießen. Die Autoren haben ihn ihn getroffen, nachzulesen hier in einem Vorabdruck aus dem Buch, den die portugiesische Zeitung Público veröffentlicht hat.

Wie immer sind die besprochenen Bücher bei uns in der Buchhandlung oder online bestellbar.

Lídia Jorge:  Os Memoráveis

Cunha/Gomes: Os Rapazes dos Tanques

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Prémio Correntes d’Escritas – Nominierungen

Die Correntes d’Escritas im nordportugiesischen Póvoa de Varzim (übrigens Partnerstadt des hessischen Eschborn) sind inzwischen eine schöne Tradition geworden. In diesem Jahr findet das Literaturfestival vom 13. bis 16. Februar statt und wieder werden eine Vielzahl der bekanntesten portugiesischsprachigen und auch einige spanischsprachige Autoren vor Ort sein. Die beeindruckende Teilnehmerliste kann man hier einsehen.

L�dia Jorge: Combateremos a sombraSeit 2004 stiftet das Casino von Póvoa de Varzim einen Literaturpreis, der abwechselnd an einen Roman oder an eine Lyrikveröffentlichung aus dem portugiesischen oder spanischen Sprachraum verliehen wird. Er ist damit der einzige Preis, der gleichzeitig Werke aus der portugiesch- und der spanischsprachigen Literatur berücksichtigt. Die prämierten Titel müssen jedoch schon in Portugal erschienen veröffentlicht worden sein. Bisherige Preisträger sind Lídia Jorge, António Franco Alexandre, Carlos Ruíz Zafón und Ana Luísa Amaral.

In diesem Jahr wurden folgende Romane für den mit 20.000 Euro dotierten Preis nominiert:

PredadoresA Síndrome de Ulisses des kolumbianischen Autors Santiago Gamboa
Camilo Broca des portugiesischen Schriftstellers Mário Cláudio (eben mit dem Prémio Vergílio Ferreira geehrt), Combateremos a Sombra der portugiesischen Autorin Lídia Jorge,
Desmedida des angolanischen Schriftstellers Ruy Duarte de Carvalho,
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