Archiv der Kategorie: portugiesische Literatur

Buchmesse 2018 – Das Programm

Vom 10.-14.Oktober findet in Frankfurt die Buchmesse statt. Wir sind mit einem Stand in  Halle 5.1. A18 vertreten.

Neben der bereits angekündigten Lesung mit Kalaf Epalanga und João Paulo Cuenca am 12.Oktober bei uns in der Buchhandlung, sind noch eine ganze Reihe weiterer interessanter Veranstaltungen auf dem Messegelände geplant:

Donnerstag, 11. Oktober

Alle Veranstaltungen im neuen Pavillon auf dem Messegelände (Agora).  An diesem Tag benötigen Sie eine Fachbesuchereintrittskarte.

09:30 Uhr Der brasilianische Autor J. P. Cuenca nimmt gemeinsam mit Oscar Guardiola (kolumbianischer Juradozent, Autor ), Vivian Lavin (chilenische Autorin, Journalistin) und Carla Maliandi (argentinisch-venezolanische Autorin)teil an der Diskussion: Lateinamerikanische Autor*innen berichten.

13:00 Uhr Corinna Santa Cruz moderiert die Veranstaltung Los novíssimos: Neue Literatur aus Lateinamerika mit Ariana Harwicz, Geovani Martins (Brasilien), Antonio Ortuño,Pilar Quintana und Mike Wilson

14:00 Uhr  Silke Kleemann moderiert die Diskussion Vielseitige Stimmen – Schriftstellerinnen aus Lateinamerika mit Gabriela Cabezón,  Mercedes Rosende und Bianca Santana (Brasilien)

Freitag, 12. Oktober

Gemeinsame Lesung von J.P. Cuenca und Kalaf Epalanga bei TFM in Bockenheim. Eintritt frei.

https://tfmonline.blog/2018/09/19/kalaf-epalanga-und-joao-paulo-cuenca-am-12-oktober-bei-uns-zu-gast/

Samstag, 13. Oktober

An diesem Tag benötigen Sie eine normale Besuchereintrittskarte.

10:30 Uhr  Weltempfang Salon (Halle 4.1 B 81): J.P. Cuenca, Kalaf Epalanga, Isabela Figueiredo im Gespräch mit Michael Kegler zum Thema  Portugiesisch: Weltsprache oder kolonialistisches Überbleibsel?

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Lesetreff – Tertúlia wieder am 17. September

Seit 2014 findet bei uns in der Buchhandlung in regelmäßigen Abständen von 4-6 Wochen ein portugiesischsprachiger Lesekreis statt.

Wir treffen uns das nächste Mal nach der Sommerpause am Montag, 17. September hier in der Buchhandlung und werden dann über das Buch Baía dos Tigres von Pedro Rosa Mendes sprechen.

Der Roman ist schon vor einigen Jahren erschienen (die deutsche Übersetzung „Tigerbucht“ ist leider nur noch antiquarisch zu bekommen), war seinerzeit aber ein herausragendes Debüt. Der portugiesische Journalist und Autor Pedro Rosa Mendes erzählt darin ganz großartig von einer Reise, die er 1997 unternommen hat. Sein Ziel war es, den afrikanischen Kontinent auf dem Landweg von Angola bis an die Ostküste zu durchqueren, der Route von Capello und Ivens folgend.
Wer jetzt neugierig geworden ist, kann das Buch gern in der Buchhandlung oder natürlich auch online kaufen.

Anmeldungen für den Lesekreis (falls Sie nicht ohnehin schon regelmäßig teilnehmen) gerne per Mail an info@tfmonline.de

TFM - Unsere Buchhandlung in Frankfurt

Desde 2014 encontramos regularmente na TFM para falar sobre livros de autores de língua portuguesa. Se quiser participar , mande-nos um e-mail para info@tfmonline.de por favor. O próximo encontro será no dia 17 de setembro às 19h00. Vamos falar sobre o livro Baía dos tigres do autor português Pedro Rosa Mendes.

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Fernando Pessoa: Ich Ich Ich – Neues aus der Werkausgabe

Als Egon Ammann im gleichnamigen Verlag in den 1980er Jahren mit der Werkausgabe von Fernando Pessoa in deutscher Übersetzung begann, war nicht abzusehen, dass der Boden von Pessoas „Truhe“ so schnell nicht erreicht werden würde. Noch heute erscheinen in Portugal neue Pessoa-Ausgabe.  Und so ist es nicht verwunderlich, dass  auch die deutsche Werkausgabe, die der S.Fischer Verlag dankenswerterweise fortführt, noch lange nicht abgeschlossen ist.

In diesem Frühjahr erschien nun in der bewährten Übersetzung von Inés Koebel, der von ihr herausgegebene und zusammengestellt Band Ich Ich Ich – Selbstzeugnisse und Erinnerungen von Zeitgenossen.

Pessoa war Dichter und Theosoph, Pazifist und Monarchist, Klassiker und Futurist, der an sich selbst Zweifelnde und der sich selbst Überhöhende, der Misanthrop und der Menschenfreund. Eine Vielheit, die offenbart, was den Portugiesen umtrieb: sein Suchen, Zweifeln und Werden, seine inneren Kämpfe, seine Widersprüche, seine Sehnsucht nach Selbstvergewisserung und Identität.  Der Band enthält  eine Auswahl von Selbstanalysen, Tagebucheinträgen, Briefen und wird ergänzt durch Aussagen von Zeitgenossen.

Den neuen Band finden Sie ebenso wie die anderen Bände der Werkausgabe in unserer Buchhandlung (offline und online), neben zahlreichen Texten im portugiesischen Original.

Fernando Pessoa: Ich Ich Ich – Selbstzeugnisse und Erinnerungen von Zeitgenossen., S. Fischer, 2018, 25 EUR

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Stipendium in Berlin für Isabela Figueiredo

Der portugiesische Autorin  Isabela Figueiredo erhält das von der Portugiesischen Botschaft/Instituto Camões in Berlin und dem Instituto Camões initiierte, einmonatige Literaturstipendium in Berlin.

Im Oktober wird Isabela Figueiredo  nach Deutschland kommen, geplant sind verschiedene Lesungen (u.a. in Frankfurt zur Buchmesse). Während ihres Aufenthalts in Berlin wird sie an Erzählungen arbeiten, die im kommenden Jahr bei Editorial Caminho erscheinen sollen.

Isabela Figueiredo hat mit Caderno de Memórias Coloniais und A Gorda bislang zwei Bücher veröffentlicht, die beide von Publikum und Kritik in Portugal sehr positiv aufgenommen wurden.

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Isabela Figueiredo é a vencedora da 3ª edição da Bolsa de Residência Literária promovida pela Embaixada de Portugal na Alemanha / Camões Berlim.

A residência tem lugar no próximo mês de outubro, durante o qual a autora estará na Alemanha, estando programadas leituras públicas e encontros profissionais com editores alemães na Feira do Livro de Frankfurt entre 10 e 14 de outubro.
Esta Residência literária surgiu como parte de programa plurianual da Embaixada de Portugal/Camões Berlim de divulgação internacional de autores portugueses, composto por uma série de iniciativas entre as quais se destacam a representação nacional na Feira do Livro de Leipzig, onde Portugal será País Convidado em 2021, a visita de editores alemães à Feira do Livro de Lisboa e um programa de leituras na Feira do Livro de Frankfurt.
A autora de obras como Caderno de Memórias Coloniais e A Gorda integrou a delegação de autores que este ano compuseram a representação nacional na Feira do Livro de Leipzig, tendo os direitos do Caderno de Memórias Coloniais sido adquiridos nesse contexto para publicação na Alemanha pela Weidle Verlag.

Em Berlim estará a trabalhar numa coletânea de contos a editar em Portugal em 2019 pela Caminho.  (Pressetext Instituto Camões Berlin)

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João Tordo: Ensina-me a voar sobre os telhados

Japan scheint eine ganze besondere Faszination auf portugiesischsprachige Autoren auszuüben, in den letzten Jahren spielte das ostasiatische Land unter anderem eine tragende Rolle in Romanen von  João Paulo Cuenca, Bernardo Carvalho, Adriana Lisboa und zuletzt auch valter hugo mãe.

Das mag zum einen mit den historischen Verbindungen zwischen Portugal und Japan und der starken Präsenz einer japanischstämmigen Bevölkerung in Brasilien zu tun haben, aber vermutlich auch mit der Faszination für eine weitestgehende fremde Kultur an sich.

Der portugiesische Autor João Tordo, von dem in deutscher Übersetzung von Barbara Mesquita schon die Romane Stockmans Melodie (O ano sabático ) und zuletzt Die zufällige Biographie einer Liebe (Biografia involuntária dos amantes) erschienen sind, stellt nun ebenfalls die Geschichte einer japanischen Familie in den Mittelpunkt seines neuesten Romans Ensina-me a voar sobre os telhados.

João Tordo – 2016 bei TFM, copyright TFM

Im portugiesischen Liceu Camões begeht ein Lehrer Selbstmord. Der Erzähler, ein Angestellter der Schule und trockener Alkoholiker, gründet daraufhin einen wöchentlichen Gesprächkreis, um den Kollegen über den Schock hinwegzuhelfen. Eines Abends erscheint ein Fremder in dieser Runde, er ist Japaner, trägt den Namen Tsukuda und bildet die Brücke zur anderen Geschichte des Romans, die sich mit dem tragischen Schicksal der Tsukudas im Japan des 20. Jahrhunderts, und hier besonders den komplizierten Vater-Sohn-Beziehungen beschäftigt.

Wie sich die  Familiengeschichte des Erzählers  und die von Tsukuda miteinander verweben, soll hier noch nicht verraten werden. Tordo gelingt es jedoch wie so oft, eine spannende, oft auch melancholische Geschichte zu erzählen, bei der man trotz des Umfangs von fast 500 Seiten gerne bis zum Ende dabei bleibt.

Das neue Buch von João Tordo und auch andere Titel im Original und deutscher Übersetzung gibt es bei uns in der Buchhandlung oder online in unserem Webshop.

João Tordo: Ensina-me a voar sobre os telhados., Companhia das Letras, 2018

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Prémio Literário Correntes d’Escritas geht an Juan Gabriel Vásquez

Das größte Literaturfestival Portugals, die Correntes d’Escritas im nordportugiesischen Póvoa de Varzim wurde heute eröffnet. Die Bekanntgabe des Preisträgers des mit 20.000 Euro dotierten Prémio Literário Casino da Póvoa erfolgte traditionell im Rahmen der Eröffnungszeremonie.

In diesem Jahr ging der Preis an Juan Gabriel Vásquez aus Kolumbien.  Die Jurymitglieder Fernando Pinto de Amaral, Javier Rioyo, José Mário Silva, Maria de Lurdes Sampaio und Teresa Martins Marques haben sich aus der 14 Titel zählenden Shortlist mehrheitlich für das Buch A forma das ruínas entschieden. Der Preis  wird am letzten Tag des Festivals verliehen, zur Preisverleihung wird der Autor erwartet.

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Europa Erlesen: Porto

Lange angekündigt, immer wieder verschoben und nun endlich erschienen ist die von Ilse Pollack herausgegebene literarische Anthologie Europa erlesen Porto aus dem österreichischen Wieser Verlag. Der Verlag ist bekannt für seine literarische Reihe zu europäischen Städten, die in bibliophilen Hardcover-Bändchen mit Goldprägung und Lesebändchen aufwarten und trotzdem problemlos ins Reisegepäck passen.

Die Anthologie über Porto ist die erste über eine portugiesische Stadt, Porto hat also (ausnahmsweise) einmal die Nase vorn vor der sonst immer an erster Stelle stehenden portugiesischen Hauptstadt.

Ilse Pollack nimmt uns mit auf einen literarischen Stadtrundgang, der mit José Saramago auf den „Stufen der Wahrheit“ beginnt und weiter führt hinunter zur Ribeira, wo Manuel de Oliveira seinen Kultfilm Aniki-Bobo drehte. Wir essen in dem einst verrufenen und heute „gentrifizierten“ Viertel Barredo mit Fernando Pessoa „Kutteln nach Porto-Art“; lauschen dem Monolog der 85-jährigen „Ferreirinha“, in deren „Charakter einer Nordportugiesin weder die Niederlage noch die Klage, noch die Ungeduld, noch die Melancholie“ zu finden sind.

An die 100 Texte von vielen bekannten (nicht nur, aber größtenteils) portugiesischen Autoren der Gegenwart und Vergangenheit sind vertreten und machen daher das Buch zu einem idealen Reisebegleiter für eine kurzen oder längeren Besuch der nordportugiesischen Stadt, die fast genauso en vogue ist wie Lissabon.

Ilse Pollack (Hrsg.):  Porto (aus der Reihe Europa Erlesen), Wieser Verlag 2017, 14,95 EUR

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Jorge Amado und José Saramago: Com o mar por meio

Die beiden bedeutenden Schriftsteller portugiesischer Sprache – Jorge Amado aus Brasilien und José Saramago aus Portugal – waren befreundet und haben sich vorwiegend in den 1990er Jahren  (die heute etwas aus der Mode gekommenen) Briefe, aber auch Faxe geschickt.

Schon 1986 – lange vor dem Tod von Jorge Amado im Jahr 2001 – als die Fundação Casa de Jorge Amado gegründet wurde, hat der Schriftsteller viele Kisten mit Korrespondenz übergeben, zu denen im Laufe der Jahre noch weitere hinzukamen. Heute beinhaltet das Archiv der Stiftung mehr als 250.000 Dokumente, davon mehr als 70.000 Briefe. Bei weitem noch nicht alle sind sortiert und katalogisiert.

Um so erfreulicher ist daher jetzt die Veröffentlichung der Korrespondenz von Jorge Amado und José Saramago in dem schönen Buch Com o mar por meio. Uma amizade em cartas, das bei Companhia das Letras erschienen ist und auch durch die Unterstützung der Fundação José Saramago zustande kam.

Jorge Amado/José Saramago: Com o mar por meio – Uma amizade em cartas

Ab sofort bei uns in der Buchhandlung erhältlich.

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Geschenktipps – Teil 3 – Kinderbücher

Die Weihnachtsfeiertage bedeuten normalerweise auch etwas Ruhe vom geschäftigen Alltagstreiben und sind daher ideal zum Lesen und Vorlesen geeignet. Egal ob es Klassiker wie eine neue Ausgabe von Contos de Grimm oder die beliebten O Grufalão, A lagartinha muito comilona  oder O Principezinho.

A Noite de Natal oder O Cavaleiro da Dinamarca der portugiesischen Autorin Sophia de Mello Breyner Andresen, von der übrigens vor kurzem die zweisprachige Ausgabe des Klassikers A Menina do Mar erschienen ist, ist natürlich auch immer eine Überlegung wert.

Ältere Leser ab 10 Jahren  freuen sich vielleicht über Cá dentro, das neue Sachbuch aus dem portugiesischen Verlag Planeta Tangerina, das unser Gehirn, das Denken, Fühlen etc. in allen Einzelheiten erklärt oder über das wunderbare Buch O convidador de pirilampos von Ondjaki.  Für Comicliebhaber haben wir natürlich den neuen Asterix-Band Astérix e a Transitálica auf Lager.

Die portugiesischsprachige Kinderbuchszene ist im übrigen sehr aktiv und schafft es auch nach und nach hierzulande etwas bekannter zu werden. Für das Frankfurter Publikum gab es in diesem Jahr eine Neuerung mit den regelmäßig einmal monatlich stattfindenden Encontros de leitura in der Kinder- und Jugendbibliothek in Bornheim. Allein aus den dort vorgestellten Büchern ließe sich eine prächtige Weihnachtsgeschenkliste für die kleinen Leser von 4-8 Jahren machen:

Mia Couto: O Menino no Sapatinho

Valeska Brinkmann/Ciça Camargo: Pedrina – Die Pute, die ein Pfau sein wollte – Pedrina, a perua que queria ser pavão

Adélia Carvalho: Era uma vez um cão

Mia Couto: O Gato e o Escuro

Clara Cunha: O Cuquedo

Silvana Beraldo Massera/Silvia Amstalden: História de uma linha

Silvana Salerno: Serelepe – A história da amizade

Roberta Asse: Conto do desencontro

(Fast) alle vorgestellten Bücher finden Sie wie üblich bei uns in der Buchhandlung und in unserem Onlineshop. Also kommen Sie gern bei uns vorbei, rufen Sie uns an (069-282647), schicken Sie uns eine E-mail (info@tfmonline.de).

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Geschenktipps – Teil 2 – Literarisches

Wie in jedem Jahr gibt es in der zweiten Jahreshälfte oft besonders viele interessante Neuerscheinungen, so auch diesmal.

Eben eingetroffen ist der dritte und abschließende Teil von Mia Coutos Trilogie As Areias do Imperador. Er trägt den Titel O Bebedor de Horizontes. Die Trilogie erzählt von den letzten Jahren des Herrschers Ngungunyane erzählt. Ende des 19. Jahrhunderts herrschte er über das Gaza-Reich, das die südliche Hälfte des heutigen Mosambik umfasste. Ngungunyane wurde 1895 von den portugiesischen Truppen besiegt, nach Portugal gebracht und schließlich ins Exil auf die Azoren verbannt. Der erste Teil ist in diesem Jahr auch schon mit dem Titel Imani in deutscher Übersetzung im Unionsverlag erschienen – und, ein kleiner Ausblick, Mia Couto wird im kommenden April in Deutschland auf Lesetour sein (Frankfurt 27. April).

Ebenfalls neu ist der erste Roman des angolanischen Musikers Kalaf Epalanga, der mit seiner Band Buraka Som Sistema weltweit Erfolg hatte und heute zwischen Lissabon und Berlin pendelt. Das Buch trägt den Titel Também os brancos sabem dançar und Kalaf ist darin selbst die Hauptfigur. Er reist im Buch mit dem Bus von Göteborg nach Oslo, um bei einem Festival aufzutreten, aber sein Pass ist abgelaufen und er wird wegen versuchter illegaler Einwanderung festgenommen.  Wie erklärt man den norwegischen Polizisten am besten was Buraca Som Sistema ist, wie der Kuduro entstanden ist und das Kalaf einfach ein friedlicher angolanischer Musiker auf Tournee ist? Die Antwort finden Sie im Buch, einem musikalischen Roman.

Erneut auf Reisen war auch José Luís Peixoto, der seine Reisen in ein unbekanntes Thailand, abseits der Touristenströme in seinem neuen Buch O Caminho Imperfeito verarbeitet hat, das zugleich eine Suche nach dem Sinn des Reisens, des Schreibens und des Lebens an sich ist.

Druckfrisch liegt auch schon Os Loucos da Rua Mazur von João Pinto Coelho vor, mit dem er den diesjährigen Prémio Leya gewonnen hat. Das Buch spielt in Polen zur Zeit der deutschen Besatzung. Im Jahr 2001 erhält Yankel, ein blinder Buchhändler Besuch von Eryk, einem alten Freund aus Kindertagen, der heute Schriftsteller ist. Seit einem schrecklichen Erlebnis während des 2. Weltkriegs haben sie sich nicht mehr gesehen.  Eryk, der krank ist, will vor seinem Tod ein Buch über die Vergangenheit schreiben, benötigt dafür aber die Erinnerungen von Yankel.

Alle vorgestellten Bücher finden Sie wie üblich bei uns in der Buchhandlung und in unserem Onlineshop.

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