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Stipendium in Berlin für Otildo Justino Guido

Der mosambikanische Schriftsteller Otildo Justino Guido erhält das von der Portugiesischen Botschaft/Instituto Camões in Berlin und dem Instituto Camões initiierte, einmonatige Literaturstipendium in Berlin.

Bisherige Stipendiat*innen waren Patrícia Portela, Rui Cardoso Martins, Isabela Figueiredo, Miguel Cardoso , Afonso Cruz, Judite Canha Fernandes, Cláudia Galhós, Jacinto Lucas Pires, Francisco Sousa Lobo und zuletzt Margarida Vale do Gato.

Während seiner Residenz will Otildo Justino Guido den Roman „Madgermanes“ weiterentwickeln, ein Werk, das von den historischen Erfahrungen der mosambikanischen Arbeiter inspiriert ist, die in die ehemalige Deutsche Demokratische Republik entsandt wurden, sowie von den menschlichen, emotionalen und identitätsstiftenden Spuren, die dieser Prozess hinterlassen hat.

Otildo Guido hat drei Bücher veröffentlicht – „O Silêncio da Pele“, „O Osso de Água“ und „Barca Oblonga“ – außerdem einige Gedichte, die in Anthologien afrikanischer Lyrik erschienen sind.

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Mia Couto: Der blinde Fluss – neu auf Deutsch

Der blinde Fluss (Originaltitel: A Cegueira do Rio) ist der neueste Roman des mosambikanischen Schriftstellers Mia Couto, der jetzt in deutscher Übersetzung von Barbara Mesquita im Unionsverlag erschienen ist.

Im Mittelpunkt stehen zwei Brüder in den Wirren der Weltgeschichte am Beginn des Ersten Weltkriegs. Mia Coutos Roman geht von zwei historischen Ereignissen aus, zum einen dem Maji-Maji-Aufstand 1905-1907, der von deutschen Kolonialtruppen niedergeschlagen wurde. Das andere Ereignis ist der deutsche Überfall auf den portugiesischen Militärposten Madziwa im August 1914, der den Beginn des Ersten Weltkriegs in Afrika markiert.Durch den Krieg und die darauffolgende Hungerkatastrophe starben zwischen zwei- und dreihunderttausend Menschen.

Doch natürlich ist bei Mia Couto die historische Ebene nur der Ausgangspunkt. Der afrikanische Hilfssoldat Nataniel versucht gemeinsam mit seinem Bruder, in den Untiefen zwischen den Kolonialmächten zu navigieren, wo Ungeheuer aller Art lauern. Beinahe unbemerkt geht etwas Seltsames in den Dörfern und Garnisonen vor sich: Aus Berichten, Karten und Büchern verschwinden die Buchstaben, und Stück für Stück scheint sich die Macht der Europäer zu verflüchtigen.

Mia Couto: Der blinde Fluss,Unionsverlag, 24 EUR

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Lesung mit Eduardo Quive am 28. November

Lesung mit Eduardo Quive

Am 28. November, um 19.00 UIhr laden wir zusammen mit dem Koordinierungskreis Mosambik ein zu einer Lesung mit dem jungen mosambikanischen Autor Eduardo Quive. Er liest Auszüge aus seinem Buch Mutiladas .

Michael Kegler moderiert und übersetzt, der Eintritt ist frei. Wir bitten wegen der begrenzten Platzanzahl aber um Reservierung.

Eduardo Quive veröffentlichte unter anderem die Bücher „Mutiladas“ (2024) und „Para onde foram os vivos“ (2022). Er ist einer der Gründer der Literaturbewegung Kuphaluxa (2009), Herausgeber der Literaturzeitschrift LITERATAS (2011-2021) und Schöpfer der Plattform CATALOGUS, die sich künstlerischen und literarischen Projekten widmet – darunter der Ausbildung und Veröffentlichung neuer literarischer Stimmen aus Mosambik, mit besonderem Schwerpunkt auf Frauen. Derzeit ist er Mitarbeiter der Stiftung Fernando Leite Couto in Maputo.

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Prémio FIL geht an Mia Couto

Die größte Buchmesse der spanischsprachigen Welt im mexikanischen Guadalajara ehrt in diesem Jahr den mosambikanischen Schriftsteller Mia Couto. Er erhält den mit 150.000 Dollar dotierten Premio FIL de Literatura en Lenguas Romances, der alljährlich an einen Autor oder eine Autorin vergeben wird, der/die in einer romanischen Sprache publiziert.

Der Prémio FIL ist einer der weltweit wichtigsten und höchstdotierten Literaturpreise.

Die Bücher von Mia Couto, der 1955 als Sohn portugiesischer Eltern im mosambikanischen Beira geboren wurden, erscheinen in Portugal bei Editorial Caminho und in deutschsprachigen Raum im Schweizer Unionsverlag (in der Übersetzung von Karin von Schweder-Schreiner).

Die Jury des FIL würdigt das gesamte literarische Schaffen und hat im Fall von Couto besonders die „sprachliche Innovation“ seines Werks, das Chronik, Kurzgeschichte und Roman umfasst.

Alle Bücher von Mia Couto gibt’s natürlich bei uns in der Buchhandlung. Sein neuester Roman A Cegueira do Rio ist für Oktober angekündigt.

Auf Deutsch erschien zuletzt der sehr empfehlenswerte autobiographisch inspirierte Roman Der Kartograf des Vergessens.

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Africa Alive! mit spannenden Filmen

Die 30. Ausgabe des Africa Alive Festival präsentiert vom 1. bis 27. Februar 2024 das Filmschaffen des afrikanischen Kontinents mit Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilmen. Es werden sowohl aktuelle Produktionen als auch einige Filmklassiker gezeigt. Neben den Filmen im Kino des DFF und im Filmforum Höchst finden ein Vortrag mit Diskussion, ein Kinderfest und ein Konzert statt. Eine kleine Präsentation im Kinofoyer des DFF zeigt Filmplakate aus 30 Jahren Festivalgeschichte.

Wir möchten hier besonders auf zwei interessante Dokumentarfilme hinweisen, die sich zum mit der großen Musikerin Cesária Évora und zum anderen Beziehungen zwischen der DDR und Mosambik beschäftigen

CESÁRIA ÉVORA Portugal/USA 2022. von Ana Sofia Fonseca. Dokumentarfilm. Port./Frz.-Kreolisch/Engl. OmeU läuft am

SAMSTAG, 3.2.2024, 18:30 Uhr // FILMFORUM HÖCHST
WDH.: SONNTAG, 4.2.2024, 12 Uhr // KINO DES DFF

Cesária Évora (1941–2011), auch bekannt als die „barefoot diva“, wuchs im Kap Verde der Kolonialzeit in ärmlichen Verhältnissen auf. Mit zehn Jahren kam sie in ein Kinderheim, aus dem sie floh, um sich als Sängerin in Cafés Geld zu verdienen. Erst 1988, im Alter von 47 Jahren, erhielt sie ihren ersten Plattenvertrag und wurde daraufhin ein Weltstar. Ihre einmalige Stimme führte sie aus der Armut auf die Bühnen der Welt. Zeit ihres Lebens kämpfte Évora dabei für Freiheit und Selbstbestimmung. Mit zuvor ungesehenem Material und gerahmt von Musikpassagen rekonstruiert Regisseurin Ana Fonseca die Karriere und das Privatleben des Weltstars, die sich und ihren Wurzeln trotz ihres Ruhms stets treu blieb.

Trailer vorab hier

THE HOMES WE CARRY

Deutschland 2022. von Brenda Akele Jorde. Dokumentarfilm. 85 Min. DCP. OmU (Deutsch, Portugiesisch, Englisch, Zulu)

MITTWOCH, 7.2.2024, 18 Uhr // KINO DES DFF

Die afrodeutsche Sarah will ihrer Tochter Luana eine Kindheit mit persönlichen Beziehungen zur eigenen Familie ermöglichen, die ihr selbst als Kind immer verwehrt blieb. Gemeinsam reisen die beiden ins südliche Afrika, um dort sowohl Sarahs als auch Luanas Vater wiederzusehen. Während Mutter und Tochter eine vertiefende Bindung mit ihrer zweiten Heimat aufbauen, erinnert sich Sarahs Vater Eulidio an seine Zeit als mosambikanischer DDR-Vertragsarbeiter zurück. Die einfühlsame Dokumentation über die komplexen Beziehungen zwischen Weltgeschehen und zerrissener Familiengeschichte wirft zugleich ihren Blick auf die Unvorhersehbarkeit der menschlichen Existenz und eine fast vergessene Lebensrealität in der DDR.

Hier gibt’s den Trailer

Das komplette Programm von Africa-Alive finden Sie hier. Eintrittskarten gibt es in den beteiligten Kinos.

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Lektüretipps für die Herbsttage

Heute ist schon der 1. November, so richtig kühl ist es zwar noch nicht, aber die Tage sind merklich kürzer, Zeit also, um es sich auf dem Sofa, im Bett oder wo auch immer mit einem Buch gemütlich zu machen.

Daher hier ein erste Tipps zu Neuerscheinungen des Herbstes:

Der literarische Herbst bietet unter anderem neue Kurzprosa von Mia Couto, Dulce Maria Cardoso und bisher unveröffentlichte Texte von António Lobo Antunes. Mia Coutos Buch trägt den gleichsam schönen wie schwer übersetzbaren Titel Compêndio para Desenterrar Nuvens und versammelt Erzählungen und crônicas, die zuvor in der portugiesischen Wochenzeitung Visão erschienen sind, auch die Texte aus dem Band Autobiografia Não Autorizada 2 von Dulce Maria Cardoso wurden zuvor in Visão veröffentlicht genauso wie As Outras Crónicas von António Lobo Antunes. Alle drei sind zum einen gut für Lernende der portugiesischen Sprache geeignet, können aber vielleicht auch Anregung sein, auch einen guten Zugang zu den Romanen der jeweiligen Autorinnen und Autoren zu finden.

Eben erschienen ist die Übersetzung (Deutsch von Nicolai von Schweder-Schreiner) von Via Ápia, des fantastischen Romans von Geovani Martins aus Brasilien. Der Roman, der kurz vor Beginn der Olympischen Spiele in der Favela Rocinha in Rio de Janeiro spielt, erzählt die Geschichte von 5 jungen Männern Zwischen Arbeitslosigkeit, stupiden Jobs, der strapaziösen Suche nach dem nächsten Joint und tosenden Funkpartys, versuchen die Anfang Zwanzigjährigen gerade, sich irgendwie ins Erwachsenenleben zu kämpfen – als eine Militärpolizeieinheit die Favela besetzt.

Im nächsten Jahr feiert Portugal den 50. Jahrestag der Nelkenrevolution. Dazu passt der neue Roman Revolução von Hugo Gonçalves. Die Handlung des Familiendramas begleitet das Schicksal der Familie Storm vor und nach dem 25. April begleitet, eine spannende, herausfordernde Zeit, bei der die Kinder der Familie auf unterschiedlichen Seiten der „Barrikaden“ stehen…

Und natürlich gibt es keinen Herbst ohne einen neuen Schmöker des portugiesischen Autors und Nachrichtensprechers José Rodrigues dos Santos. Der historische Roman O Segredo de Espinosa basiert frei auf der Lebensgeschichte des Philosophen Spinoza, der 1632 als Bento de Espinosa als Sohn sephardischer Juden in Amsterdam geboren wurde.

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Mia Couto: Der Kartograph des Vergessens

Mia Coutos wunderbarer, autobiografisch inspirierter Roman Der Kartograph des Vergessens ist jetzt auf Deutsch, wie immer übersetzt von Karin von Schweder-Schreiner, im Unionsverlag erschienen.

Der Roman, im Original 2020 mit dem Titel O Mapeador de Ausências bei Caminho veröffentlicht, setzt sich mit der jüngeren Geschichte Mosambiks kurz vor und kurz nach der Unabhängigkeit auseinander. Die Hauptfigur Diogo Santiago, ein respektierter Intellektueller, besucht nach vielen Jahren zum ersten Mal wieder seine Heimatstadt Beira. Er kommt dort am Vorabend des verheerenden Zyklons Idai an, der die Stadt fast vollkommen zerstören wird. Doch die Rückkehr nach Beira ist für ihn vor allem eine Rückkehr an die Orte seiner Kindheit und Jugend, als Mosambik noch eine portugiesische Kolonie war.

Diogo Santiagos Vater auch ein Poet, versuchte, im Geheimen die Verbrechen der Kolonialtruppen zu dokumentieren. Sein Cousin, der eines Tages plötzlich verschwand, war nie der, für den ihn alle hielten. Und was steckt hinter der tragischen Legende des schwarzen Jungen und des weißen Mädchens, die den Tod wählten, weil ihre Liebe verboten war?

Die junge Frau, mit der sich Diogo rätselhaft verbunden fühlt, scheint Teil dieser Geschichten zu sein.

Große Leseempfehlung und unser Tipp der Woche!

Mia Couto: Der Kartograph des Vergessens, Unionsverlag 2023, 24 EUR

P.S. Für alle Freunde der Kurzprosa von Mia Couto gibt es gute Nachricht. In wenigen Tagen erscheint sein neues Buch Compêndio para Desenterrar Nuvens , für das wir natürlich auch schon Vormerkungen notieren.

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Lesetreff – Tertúlia wieder am 20. Juni

Seit 2014 findet bei uns in der Buchhandlung in regelmäßigen Abständen von 4-6 Wochen ein portugiesischsprachiger Lesekreis statt.

Wir treffen uns wieder am Dienstag, 20. Juni um 19.00 Uhr hier in der Buchhandlung und werden dann über Niketche von der mosambikanischen Autorin und aktuellen Preisträgerin des Prémio Camões Paulina Chiziane sprechen

Rami ist seit zwanzig Jahren mit Tony, einem hochrangigen Polizeibeamten, verheiratet, von dem sie mehrere Kinder hat, als sie entdeckt, dass sie ihn mit mehreren Frauen teilt, mit denen er andere Familien gegründet hat. Ihre Ehe und der Ehering an ihrem Finger, entpuppen sich als ein ironisches Drama, in dem sie nur eine der Figuren ist. In einer fieberhaften Suche zwingt sich Rami, „die anderen“ zu treffen. Auf der schmerzhaften Reise, die nun beginnt, wird sie mit jahrhundertealten Traditionen und Bräuchen Mosambiks und den tiefen kulturellen Unterschieden zwischen dem Norden und dem Süden des Landes konfrontiert.

Anmeldungen für den Lesekreis (falls Sie nicht ohnehin schon regelmäßig teilnehmen) gerne per Mail an info@tfmonline.de

Das Buch ist in Kürze bei uns wieder lieferbar. Wir nehmen gern Vorbestellungen entgegen.

Buchhandlung TFM, Frankfurt

Desde 2014 encontrámo-nos regularmente na TFM para falar sobre livros de autores de língua portuguesa. A próxima tertúlia encontra-se no dia 20 de junho às 19h00. Vamos falar sobre o livro Niketche da escritora moçambicana Paulina Chiziane que acaba de receber o Prémio Camões para a sua obra.

O livro estará de novo disponível dentro de poucos dias, aceitamos encomendas.

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Prémio Camões 2021 geht an Paulina Chiziane

Der Prémio Camões, der bekannteste Literaturpreis der portugiesischsprachigen Welt, geht in diesem Jahr an die mosambikanische Schriftstellerin Paulina Chiziane. Der Preis wurde 1988 von den Regierungen Brasiliens und Portugals ins Leben gerufen und ist der höchstdotierte Literaturpreis der portugiesischsprachigen Welt. Alljährlich wird mit ihm ein portugiesischsprachiger Schriftsteller ausgezeichnet. Zuletzt erhielt 2020 Vitor Aguiar e Silva die Auszeichnung.

Der Jury, gehörten in diesem Jahr  Ana Martinho,  Carlos Mendes de Sousa, Jorge Alves de Lima,  Raul César Fernandes,Tony Tcheka, escritor und Teresa Manjate an.

Paulina Chiziane wurde 1955 in Manjacaze, Mosambik, geboren. Sie studierte Linguistik in Maputo. Nach der Unabhängigkeit Mosambiks (1990) veröffentlichte sie ihren ersten Roman Balada de Amor ao Vento, der zugleich der erste Roman einer mosambikanischen Frau ist. Ventos do Apocalipse erschien 1995 in Maputo im Selbstverlag und wurde 1999 in Portugal von Editorial Caminho veröffentlicht. Einige ihrer Bücher wurden in Portugal und Brasilien veröffentlicht und sind ins Englische, Deutsche, Italienische, Spanische, Französische, Serbische und Kroatische übersetzt.

Viele Ihrer Bücher sind in Portugal leider im Augenblick vergriffen. Der Prémio Camões ist aber sicherlich und hoffentlich genug Anlass, die Romane von Paulina Chiziane wieder aufzulegen.

Alle lieferbaren Titel finden Sie bei uns in der Buchhandlung vor Ort und online.

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Mia Couto: Asche und Sand

Die Leipziger Buchmesse wurde leider abgesagt und damit auch erstmal der geplante Auftritt Portugals als Gastland. Wenigstens hier wollen wir den vielen spannenden Neuerscheinungen, die jetzt im Frühjahr erscheinen, einen Raum geben.

Der Schweizer Unionsverlag veröffentlicht schon seit vielen Jahren auch Übersetzungen aus dem Portugiesischen. Zuletzt erschien mit großem Medienecho der neue Roman Gestapelte Frauen von Patrícia Melo. Auch Mia Couto aus Mosambik ist schon lange ein Autor des Hauses, einige Romane in der deutschen Übersetzung von Karin von Schweder-Schreiner sind dort erschienen. Jetzt vervollständigt Asche und Sand, die mit Imani begonnene Herausgabe des Romanzyklus As Areias do Imperador, der in Portugal in drei Teilromanen veröffentlicht wurde. Asche und Sand vereint den zweiten und dritten Teil der Trilogie, in der es um ein einschneidendes Kapitel der mosambikanischen Geschichte und der portugiesischen Kolonialzeit geht.

Die junge Imani kümmert sich aufopfernd um ihren Geliebten Germano, der sich schwer versehrt auf eine abgelegene Flussinsel gerettet hat. Währenddessen tobt der Krieg zwischen der portugiesischen Krone und dem mosambikanischen Herrscher Ngungunyane immer erbarmungsloser: Die schwer bewaffneten, aber entmutigten Portugiesen, die weder die Sprache noch das Land verstehen, auf der einen Seite und das riesige Heer des Ngungunyane, der selbst einen Krieg gegen das eigene Volk führt, auf der anderen. Schließlich fasst Imanis Vater einen verzweifelten Entschluss: Er will Imani dem Herrscher zur Frau anbieten – damit sie ihn tötet.

Die Bücher von Mia Couto sind natürlich bei uns in der Buchhandlung (off- und online) erhältlich. Zuletzt erschien im letzten Jahr im portugiesischen Original der lesenswerte autobiographische Roman O Mapeador de Ausências.

Mia Couto: Asche und Sand, aus dem Portugiesischen von Karin von Schweder-Schreiner, Unionsverlag, 26 EUR

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