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Luiz Ruffato: Das Buch der Unmöglichkeiten

Eben eingetroffen ist der 4. Band von Luiz Ruffatos Romanzyklus Vorläufige Hölle (Inferno Provisório), erschienen bei Assoziation A. Die deutsche Übersetzung, wie immer von Michael Kegler, trägt den Titel Das Buch der Unmöglichkeiten (O Livro das Impossibilidades) und spielt in der Zeit der zu Ende gehenden Militärdiktatur, die Brasilien nun erneut droht.

Guto kommt aus dem ländlichen Cataguases zu Besuch nach São Paulo. Hier begegnet er einer Jugend, die Subkultur, Underground, Zukunft erprobt. Im Hinterland waren die Träume schon immer bescheidener: Kirchenkreise statt Hippieromantik und »Generation Coca Cola«. Eine Ausbildung zum Schlosser im Bildungswerk. Fünfzehn Jahre später steht der bewunderte Typ, der damals Parka und Jeans trug und kiffte, als Wachmann vorm Shoppingcenter. Der Aufstand ist stecken geblieben.

Die portugiesische Gesamtausgabe und die bisher erschienenen vier Bände in deutscher Übersetzung

Mama, es geht mir gut
Feindliche Welt
Teilansicht der Nacht
Das Buch der Unmöglichkeiten

gibt es natürlich bei uns in der Buchhandlung oder in unserem Onlineshop.

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Druckfrisch – Agualusa: Die Gesellschaft der unfreiwilligen Träumer

Gestern druckfrisch vom Verlag C.H.Beck eingetroffen ist der neue Roman von José Eduardo Agualusa: Die Gesellschaft der unfreiwilligen Träumer (A Sociedade dos Sonhadores Involuntários) in der bewährten Übersetzung von Michael Kegler.

Der Roman hat mehrere Hauptfiguren, eine, den angolanischen Journalist Daniel Benchimol, kennen wir schon aus dem preisgekrönten Roman Eine allgemeine Theorie des Vergessens.

Benchimol, frisch und unschön geschieden, träumt immer wieder von einer aparten, eleganten Frau, dann findet er eine Kamera und entdeckt Fotos, auf denen eben diese Frau zu sehen ist, die Künstlerin Moira, die sich mit der Darstellung von Träumen beschäftigt.
Benchimols Freund, der ehemalige Guerillero und Hotelier Hossi, kann selbst nicht mehr träumen, taucht aber regelmäßig in den Träumen anderer auf, was sogar den kubanischen Geheimdienst auf den Plan ruft, der ihn zeitweilig entführt. Benchimols Tochter Lúcia schließlich träumt von einer freien Gesellschaft, demonstriert mit ihren Freunden gegen die autoritäre Regierung, wandert ins Gefängnis und geht in den Hungerstreik. Ihr Vater setzt alles in Bewegung, um sie zu befreien.

Wie auch schon in früheren Romanen gelingt Agualusa in diesem gut lesbaren, dialogreichen Roman  eine gelungene Verknüpfung aktueller Themen mit phantasievollen, poetischen Handlungssträngen.

 Die Gesellschaft der unfreiwilligen Träumer finden Sie natürlich in unserer Buchhandlung vor Ort und online, ebenso wie viele weitere Romane Agualusas im Original und in deutscher Übersetzung.

José Eduardo Agualusa wird seinen neuen Roman im März auf der Leipziger Buchmesse vorstellen.

José Eduardo Agualusa: Die Gesellschaft der unfreiwilligen Träumer, C.H.Beck 2019, 22,00 EUR

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Julián Fuks am 20.11. bei „Brasilesen“

Die erfolgreiche Reihe

wird fortgesetzt. Wir freuen uns auf Julián Fuks .
Der Anna Seghers-Preisträger 2018 – liest am 20.11. 19.30 Uhr im Haus des Buches, Frankfurt am Main (Braubachstr. 16) aus seinem Roman A resistência

Die Lesung ist wie immer zweisprachig. Moderation: Marlen Eckl, Übersetzung: Michael Kegler, Eintritt frei.

Julián Fuks, copyright Fernanda Sucupira

BrasiLesen ist eine Iniatitive des Centro Cultural Brasileiro de Frankfurt (CCBF e.V.), in Kooperation mit dem Generalkonsulat von Brasilien, LitpromTFM-Centro do Livro ,  unterstützt von  Empório VidaBio .

Julián Fuks wurde 1981 als Sohn argentinischer Eltern im brasilianischen São Paulo geboren, wo er Lateinamerikanische Literatur studierte und in Literaturtheorie promovierte. Er lebt dort noch heute und arbeitet als Autor, Übersetzer und Literaturkritiker. Sein aktueller Roman, A resistência (Companhia das Letras, 2015), wurde mit dem brasilianischen Prêmio Jabuti sowie dem portugiesischen Premio José Saramago ausgezeichnet. 2012 kürte ihn die Zeitschrift Granta zu einem der besten jungen Autoren Brasiliens.  Im Augenblick arbeitet er an seinem neuen Roman „A ocupação“, der in Kürze erscheinen soll.

 

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Kalaf Epalanga und João Paulo Cuenca am 12.Oktober bei uns zu Gast

Schon ist wieder Herbst und die Buchmesse steht vor der Tür (10-14.10.). Wie immer sind wir mit einem Messestand vertreten (Halle 5.1 A18).

Am Freitag, dem 12. Oktober um 20.00 Uhr freuen wir uns auf die beiden Autoren Kalaf Epalanga (Angola/Portugal) und João Paulo Cuenca (Brasilien), die bei uns in der Buchhandlung (Große Seestraße 47, 60486 Frankfurt) ihre neuesten Romane Também os brancos sabem dançar und Descobri que estava morto vorstellen werden.

Kalaf Epalanga, Copyright: lousyauber

Kalaf Epalanga, geboren 1978 in Benguela (Angola), lebt seit den 1990er Jahren in Lissabon und ist vor allem als Musiker (Buraka Som Sistema) bekannt geworden. Também os brancos sabem dançar ist sein erster Roman, zuvor hat er zwei Bände mit gesammelten Kolumnen veröffentlicht.

João Paulo Cuenca, Copyright: Jorge Bispo

João Paulo Cuenca wurde 1978 in Rio de Janeiro geboren. Er hat verschiedenen Romane veröffentlicht, die auch teilweise schon in deutscher Übersetzung vorliegen. Neben seiner schriftstellerischen Tätigkeit arbeitet João Paulo Cuenca als Journalist und Kolumnist für verschiedene brasilianische Medien.

Durch den Abend führt Michael Kegler als Moderator und Dolmetscher. Der Eintritt ist frei.

Mit freundlicher Unterstützung der Botschaft von Portugal/Kulturabteilung und Instituto Camões.

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Neue Taschenbücher im Unionsverlag

Die Romane Das Lachen des Geckos (O vendedor de passados) von José Eduardo Agualusa und Die Stadt mit der roten Pelerine von der derzeit im Frankfurter Exil lebenden türkischen Autorin Aslı Erdoğan sind jetzt wieder lieferbar. Beide Romane wurden vom Schweizer Unionsverlag neu aufgelegt.

Der von Michael Kegler übersetzte Roman Das Lachen des Geckos wurde ursprünglich im A1-Verlag veröffentlicht und hat zahlreiche Preise erhalten. Die Hauptfigur Félix Ventura geht einer ungewöhnlichen Tätigkeit nach: Er handelt mit erfundenen Vergangenheiten. Seine Kunden sind Minister, Landbesitzer und Generäle, Menschen der neuen angolanischen Oberschicht. Sie alle blicken in eine gesicherte Zukunft, was ihnen jedoch fehlt, ist eine glanzvolle Vergangenheit. Ventura erstellt neue Stammbäume für sie  und stattet sie mit einem makellosen Vorleben aus.
Doch dann kommt ein Fremder und beauftragt Ventura, ihm nicht nur eine neue Vergangenheit, sondern eine völlig neue angolanische Identität zu verschaffen. Venturas Schöpfung auf den Namen José Buchmann beginnt den Fremden so sehr zu fesseln, dass er sich zunehmend die gefälschten Identität übernimmt und sich auf die Suche nach den Figuren seiner gekauften Vita begibt.

Aslı Erdoğans Roman Die Stadt mit der roten Pelerine spielt in Rio de Janeiro: Stadt des Karnevals, Meisterin im Spiel der Täuschungsmanöver, der Zufälle und der Maskerade. Özgür, eine introvertierte junge türkische Akademikerin, kann sich von der ebenso faszinierenden wie bedrohlichen Stadt nicht lösen. Weit entfernt hat sich dabei die junge Frau von der traditionellen Frauenrolle, wie sie die türkische Gesellschaft vorsieht. Nicht wie eine Touristin führt Özgür den Leser durch die Labyrinthe dieser Metropole, sondern wie eine Migrantin, die das zunächst Fremde als Vertrautes und Eigenes akzeptiert.

Die hier besprochenen Bücher finden wie Sie wie immer bei TFM in der Buchhandlung und in unserem Online-Shop.

 

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Mia Couto am 27. April in Frankfurt – Weltempfängersalon

Copyright: Alfredo Cunha

Im April gibt es eine der seltenen Gelegenheiten den mosambikanischen Schriftsteller Mia Couto live in Frankfurt zu erleben.  Er liest zum Abschluss seiner Lesereise am Freitag, 27. April um 19.30 Uhr im Weltempfängersalon des Haus des Buches, Braubachstraße 16 (Nähe Römer), 60311 Frankfurt.

Moderation: Margrit Klingler-Clavijo
Lesung der deutschen Textauszüge: Jochen Nix
Übersetzung: Michael Kegler

Eintritt: 8 Euro, ermäßigt 4 Euro. Bitte rechtzeitig Plätze reservieren: litprom@book-fair.com.

Freier Eintritt für Mitglieder von Litprom, des Anderen Literaturklubs und der Büchergilde. Im Anschluss an die Veranstaltung gibt es Gelegenheit zum gemütlichen Austausch bei Wein und Brezeln.

Mia Couto, geboren 1955 als Sohn portugiesischer Einwanderer in Beira, Mosambik, gehört zu den herausragenden Schriftstellern des portugiesischsprachigen Afrika. Mehrere Jahre war er als Journalist und Chefredakteur der Zeitungen Tempo und Notícias de Maputo tätig. Seit 1983 veröffentlicht er Romane, Erzählungen und Gedichte. Für sein Werk wurde Couto mehrfach ausgezeichnet, zuletzt 2013 mit dem Prémio Camões und mit dem renommierten Neustadt-Literaturpreis 2014. Mia Couto lebt in Maputo.

Das Buch: Imani  (Originaltitel: As Areias do Imperador: Mulheres de Cinza Livro) Roman. Aus dem Portugiesischen von Karin von Schweder-Schreiner. Unionsverlag 2017, 288 Seiten.

Zum Inhalt: Weil das Mädchen Imani die Sprache und die Sitten der Europäer kennt, muss sie den portugiesischen Offizier Germano unterstützen, der den Vormarsch des großen Herrschers Ngungunyane in Mosambik gegen die Kolonialherren aufhalten soll. Schon bald wird sie für ihn unentbehrlich, zwischen den beiden entwickelt sich eine vorsichtige Nähe.
Imanis Dorf steht zwischen den Fronten. Ihre Brüder kämpfen auf unterschiedlichen Seiten, während Onkel und Vater um die Vorherrschaft streiten. Das Land wird vom Krieg der Männer heimgesucht, zu einer Zeit, in der das Wort einer Frau nicht zählt. Doch die Frauen ihrer Familie nutzen eigene Mächte, um die Pfade der Männer zu lenken.

Jahrelang hat Mia Couto Erinnerungen und Geschichten für diesen großen, vielstimmigen Roman gesammelt. Er erweckt eine ganze Epoche, ihre Menschen und Dramen zu neuem Leben. Imani ist der erste Band einer Trilogie, die von den letzten Jahren des Herrschers Ngungunyane erzählt. Ende des 19. Jahrhunderts herrschte er über das Gaza-Reich, das die südliche Hälfte des heutigen Mosambik umfasste. Ngungunyane wurde 1895 von den portugiesischen Truppen besiegt, nach Portugal gebracht und schließlich ins Exil auf die Azoren verbannt. (Unionsverlag)

Weitere Stationen der Lesereise:

24.04.2018 in Leipzig,Literaturhaus,Gerichtsweg 28, 04103 Leipzig

25.04., 19.30 Uhr Köln, Literaturhaus, Großer Griechenmarkt 39, 50676 Köln

26.04., 20.00 Uhr Heidelberg, DAI – Haus der Kultur, Sophienstrasse 12, 69115 Heidelberg

Alle lieferbaren Titel von Mia Couto finden Sie hier auf unserer Webseite. Wir sind zur Lesung mit einem Büchertisch vor Ort.

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Weltempfängersalon am 6. Dezember im Haus des Buches

Litprom lädt am 6. Dezember 19.30 Uhr ins Haus des Buches  (Braubachstraße 16) zu einer neuen Ausgabe des Weltempfängersalons.

Der Übersetzer Michael Kegler und Anita Djafari sprechen über José Eduardo Agualusas Roman Eine allgemeine Theorie des Vergessens (Teoria Geral do Esquecimento).

Eintritt: 8 Euro, ermäßigt 4 Euro, Freier Eintritt für Mitglieder von Litprom,des Anderen Literaturklubs und der Büchergilde. Reservierung: litprom@book-fair.com. Die Veranstaltung ist eine Kooperation mit der Weltlesebühne e. V.

Luanda 1975, am Vorabend der angolanischen Revolution: Es herrscht Chaos. Ludovica von allen Verwandten verlassen, nimmt eine vornehme Wohnung als Zuflucht, die für viele Jahre zu ihrer Festung wird. Auf unterhaltsame Weise verdichten sich in Agualusas Roman verschiedene Schicksale zu einem kunstvollen Mosaik des (post)kolonialen Angola. Michael Kegler spricht mit Anita Djafari über den Roman, über den der Autor sagt: »Alles, was passieren kann, passiert hier. Was nicht passieren kann, auch.« Was passiert hier sprachlich, bei einem Autor, der inzwischen überall in der lusitanischen Welt zuhause ist? Michael Kegler arbeitet als Literaturkritiker, Übersetzer und Herausgeber portugiesischsprachiger Literatur. Er betreibt das Internetportal nova cultura, das über Literatur und Musik aus den Ländern des portugiesischen Sprachraumes informiert. Im Anschluss Wein und Brezeln.

Der Roman wurde mit dem renommierten Dublin Award ausgezeichnet.

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Luiz Ruffato in Frankfurt am 4. und 6. November

Luiz Ruffato (Copyright: Adriana Vichi)

Luiz Ruffato kommt nach Frankfurt zurück. Am  04.11., 19.00 Uhr  im Haus am Dom stellt er den Spielfilm Redemoinho von José Luiz Villamarim vor, der nach einer Episode aus Feindliche Welt von Luiz Ruffato entstand. Der Film wird im Original mit englischen Untertiteln gezeigt.

Eintritt frei.

In einer brasilianischen Provinzstadt im Bundestaat Minas Gerais treffen sich unerwartet zwei Freunde nach langer Zeit. Luzimar und Gildo finden an Heiligabend zusammen und blättern in ihren gemeinsamen Erinnerungen, ziehen Bilanz über die jeweiligen Lebenswege, besprechen Freud und Leid – alles mit ausreichend Alkohol begossen.

Im Anschluss an den Film spricht Michael Kegler mit  Luiz Ruffato.

In Kooperation mit  Centro Cultural Brasileiro em Frankfurt.

 

Am Montag, 6.11.2017, 19.30 Uhr, erleben Sie Luiz Ruffato in einer neuen Ausgabe von

Er liest aus seinem Roman Teilansicht der Nacht (Vista parcial da noite), dem dritten Teil des Romanzyklus Inferno Provisório. Die deutschen Texte liest Jochen Nix, Michael Kegler moderiert und übersetzt. Eintritt frei.

Den Kindern soll es einmal besser gehen. Anstatt in gemieteten Verschlägen am Flussufer auf das nächste unweigerliche Hochwasser zu warten, baut, wer es sich leisten kann, im Stadtteil „Paraíso“ bescheidene Häuser aus Backstein, vier Zimmer, Wasserhahn in der Küche, Fernseher. Die siebziger Jahre sind auch in Brasilien der Militärdiktatur von vermeintlichem „Fortschritt“ geprägt. Doch im Hinterland ist alles ein wenig staubiger, weniger bunt, anders spektakulär. 

BrasiLesen ist eine Iniatitive des Centro Cultural Brasileiro de Frankfurt (CCBF e.V.), in Kooperation mit dem Generalkonsulat von Brasilien, LitpromTFM-Centro do Livro unterstützt von  Empório VidaBio .

Mit freundlicher Unterstützung von TAP Portugal.

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Patrícia Portela und Rui Cardoso Martins am 12.Oktober bei uns zu Gast

Schon ist wieder Herbst und die Buchmesse steht vor der Tür.  Wie immer sind wir mit einem Messestand vertreten (Halle 5.1 A20)
Patrícia Portela, copyright Thomas Langdon

Patrícia Portela, copyright Thomas Langdon

Am Donnerstag, dem 12. Oktober um 19.30 Uhr  freuen wir uns auf unsere Gäste Patrícia Portela und Rui Cardoso Martins (derzeit als „writer in residence“ mit einem Stipendium der Botschaft von Portugal / Instituto Camões), die bei uns in der Buchhandlung (Große Seestraße 47, 60486 Frankfurt) den literarischen Reisebegleiter Guia Ler e Ver Lisboa vorstellen werden. Die Lesung ist zweisprachig portugiesisch-deutsch und wird von Michael Kegler moderiert und übersetzt. Der Eintritt ist frei.

Das von EGEAC Cultura em Lisboa und Prado herausgegebene Buch, von dem auch schon eine englische Übersetzung erschienen ist, vereint Erzählungen von 20 bekannten zeitgenössischen portugiesischen Autoren und wurde von weiteren 20 herausragenden portugiesischen Illustratoren gestaltet. Sie teilen mit den Lesern ein geheimnisvolles, nostalgisches, historisches, verlorenes, unterirdisches oder auch utopisches Lissabon. Entstanden ist ein gleichzeitig literarischer wie visueller Stadtrundgang durch die portugiesische Hauptstadt.

Vertreten sind die Autoren Afonso Cruz, Alice Vieira, Ana Margarida de Carvalho, Bruno Vieira Amaral, Catarina Fonseca, David Machado, Gonçalo M. Tavares, Joana Bértholo, Kalaf Epalanga, Luísa Costa Gomes, Mário Zambujal, Miguel Real, Patrícia Portela, Patrícia Reis, Ricardo Adolfo, Rui Cardoso Martins, Rui Zink, Sandro William Junqueira, Valério Romão.

und die Illustratoren Alex Gozblau, Ana Ventura, André Carrilho, André Letria, António Jorge Gonçalves, Bárbara Assis Pacheco, Bernardo Carvalho, Danuta Wojciechowska, Gonçalo Viana, João Fazenda, Paulo Galindro, Pedro Lourenço, Rui Sousa, Teresa Lima, Tiago Albuquerque, Yara Kono.

Patrícia Portela, geboren 1974, ist Schriftstellerin und Performerin. Sie studierte Kostüm- und Bühnenbild an den Universitäten von Lissabon und Utrecht, Film in Dänemark, sowie Philosofie im belgischen Leuven. Seit 2003 realisiert sie ihre eigenen Perfomances und Installationen in Kooperation mit internationalen Künstlern.

Rui Cardoso Martins wurde 1967 in Portalegre geboren. Er ist Schriftsteller und Drehbuchautor. Bereits zweimal (2009 und 2016) wurde er mit dem Großen Preis des portugiesischen Schriftstellerverbands ausgezeichnet.  Zuletzt erschien 2016 der Band Levante-se o Réu Outra Vez.

Mit freundlicher Unterstützung der Botschaft von Portugal/Kulturabteilung und Instituto Camões

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Neu in deutscher Übersetzung: José Eduardo Agualusa

In dieser Woche druckfrisch vom Verlag C.H.Beck eingetroffen,  ist der vor kurzem mit dem Dublin Award ausgezeichnete Roman von José Eduardo Agualusa, der nun endlich auch in deutscher Übersetzung von Michael Kegler vorliegt.

Die Handlung von Eine allgemeine Theorie des Vergessens (Teoria Geral do Esquecimento) spielt im Jahr 1975 kurz nach der Unabhängigkeit Angolas. Ludovica (Ludo), eine portugiesische Frau, die von den Umwälzungen in Schrecken versetzt wird, errichtet eine Wand, die ihre Wohnung vom Rest des Gebäudes und damit vom Rest der Welt trennt. Dort wird sie – wie eine Schiffbrüchige auf einer einsamen Insel – die nächsten dreißig Jahre verbringen, während die angolanische Hauptstadt Luanda um sie herum wächst und leidet. Sie lebt von Gemüse, gefangenen Tauben und von einer Hühnerzucht, die sie auf der Dachterrasse wie durch Zauber beginnt, und bekritzelt die Wände in ihrer ausgedehnten Wohnung mit Tagebuchnotaten und Gedichten. Allmählich setzt sich aus Stimmen, Radioschnipseln und flüchtigen Eindrücken zusammen, was im Land geschieht. In den Jahrzehnten, die Ludovica verborgen verbringt, kreuzen sich die Wege von Opfern und Tätern, den Beteiligten an der Revolution, ihren Profiteuren und Feinden. Bis sie alle eines Tages erneut vor der Mauer in dem wieder glanzvollen Apartmenthaus stehen.

Agualusas Buch ist auch Gegenstand unserer nächsten (portugiesischsprachigen)Tertúlia nach den Sommerferien, am 6. September um 19.00 Uhr.

Falls Sie noch auf der Suche nach einer Urlaubslektüre sind, kommen Sie bei uns vorbei und nehmen Sie dieses Buch mit.

WDR-Scala hat einen sehr schönen Podcast zum Buch veröffentlicht.

José Eduardo Agualusa: Eine allgemeine Theorie des Vergessens, 19,99 EUR
José Eduardo Agualusa: Teoria Geral do Esquecimento, 21,50 EUR

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