Der brasilianische Autor Rafael Gallo, der im Oktober ein Literaturstipendium derPortugiesischen Botschaft/Instituto Camões in Berlin erhält, kommt zur Frankfurter Buchmesse, die in diesem Jahr vom 7. bis 11. Oktober stattfindet.
Wir freuen uns auf eine Lesung mit Gespräch mit Rafael Gallo am Freitag, dem 9. Oktober, 20.00 Uhr bei uns in der Buchhandlung.
Rafael Gallo wurde 1981 in São Paulo, Brasilien, geboren und lebt derzeit in Lissabon. Er ist Autor des Romans „Dor fantasma“, der 2022 mit dem Prémio Saramago ausgezeichnet wurde (Porto Editora/Biblioteca azul); des Romans „Rebentar“ (Porto Editora/Record), Gewinner des São-Paulo-Literaturpreises und zweier weiterer Erzählbände. Darüber hinaus hat er zahlreiche Texte in Anthologien und Sammelbänden veröffentlicht, unter anderem in Frankreich, den Vereinigten Staaten, Kuba, Ecuador und Mosambik.
Ende März findet wieder die Leipziger Buchmesse statt. Portugal ist mit einem eigenen Stand in Halle 4 Stand C300 vertreten und bietet ein tolles Programm mit zahlreichen Autorinnen und Autoren, die nach Leipzig reisen werden. Wir sind auch die ganze Zeit vor Ort und beraten Sie gern zu Büchern und Autor*innen.
Hier folgt das Programm für das Wochenende:
Samstag 29.03.2025 Messe – Halle 4 Stand C300
Samstag, 21.03.2026
10.30 – 11.30 Uhr / Halle 4, Stand C300
EIN GESPRÄCH MIT LÍDIA JORGE UND CARLA PAIS
Ist wahre literarische Inspiration ohne Qualen und Brüche möglich?
Moderation: Sabine Kieselbach
Die Frage, ob Inspiration und Kreativität vollständig von Schmerz, Leid oder Verlust abhängig sind, wird kontrovers diskutiert. Es gibt allerdings auch Befürworter, die zwar weniger zahlreich, aber ebenso vehement sind, dass ein inspiriertes Werk untrennbar mit Glück und Optimismus verbunden ist und von diesen abhängt. Dies ist das Thema, das wir den beiden Schriftstellerinnen mit Moderation der Journalistin Sabine Kieselbach (DW) zur Diskussion vorschlagen.
Erbarmen, Übersetzung: Steven Uhly, Secession, 2025
11.45 – 12.45 Uhr / Halle 4, Stand C300
DAS POETISCHE WERK VON JÚlIO POMAR: POESIE, MUSIK, FREUDE
Vorstellung: Toby Ashraf, Musik: Pedro Matos
Júlio Pomar ist einer der bedeutendsten portugiesischen Maler des 20. Jahrhunderts, dessen hundertster Geburtstag nun gefeiert wird. Neben seinem einzigartigen und vielgeschätzten bildnerischen Werk ist uns kürzlich auch Pomar als Dichter begegnet, dessen Schriften es verdienen, bekannt gemacht zu werden. Der Journalist Toby Ashraf stellt uns den Menschen Júlio Pomar vor und Pedro Matos macht uns mit seiner vertonten Poesie bekannt.
14:30 – 15:30 Uhr EIN GESPRÄCH MIT ALICE BRITO UND FRANCISCO MOTA SARAIVA
Hat Literatur die Kraft, die Welt zu verändern: Traum oder Wirklichkeit?
Moderation: Elena Witzeck
Zwei Autoren verschiedener Generationen, die sich mit disruptiven Themen beschäftigen, sie jedoch unterschiedlich behandeln. Wir schlagen ein Gespräch vor, in dem sie ihre Meinung über die Kraft der Literatur, die Welt zu verändern, äußern und darüber sprechen, ob ihre Bestrebungen ein Traum oder Realität sind. Das Gespräch wird von der Journalistin Elena Witzeck (FAZ) moderiert.
Die Sprache ist ein ehrlicher und unverfälschter Spiegel der Kultur eines Volkes, jeder Laut, jeder Rhythmus und jeder Ausdruck erzählen lange Geschichten über seinen historischen Weg, der es in die Moderne geführt hat. Der Satz des Autors Vergílio Ferreira „Von meiner Sprache aus sieht man das Meer” sagt viel, ja sehr viel über Portugal aus: wo es schon überall gewesen ist, was es gesehen hat und wie es durch die Kontakte, die ihm das unermessliche Meer geschenkt hat, geprägt wurde.
Vielleicht noch eindringlicher als Prosa ist die Poesie mit ihrer Musik, ihrem Rhythmus, ihrer Fähigkeit, in einem einzigen Vers das Ergebnis langwieriger Überlegungen oder eines beschwerlichen Weges zusammenzufassen, und sie vermag uns in dieser kurzen Sitzung zu erzählen, wie sich dieses Land der Welt öffnet, wie es mit dem Fernen in Beziehung tritt, wie es sich von dem überzeugen lässt, was die Nation bereichert.
Die folgenden Auszüge zeigen die Seele nicht eines Volkes, sondern der vielen, die dieselbe Sprache sprechen.
EIN ABEND MIT LÍDIA JORGE UND FRANCISCO MOTA SARAIVA
Inspirieren oder hemmen die radikalen Veränderungen, die wir durchleben, ihr Schaffen?
Moderation: Elena Witzeck
Ob wir nun die heutige Zeit als eine Phase des Übergangs oder als eine Phase des Umbruchs betrachten, so ist doch unbestreitbar, dass sich die Realität in einigen wesentlichen Aspekten und mit einer Geschwindigkeit verändert, die wir vor etwas mehr als einem Jahr noch nicht erwartet hätten.
Historisch gesehen haben tiefgreifende Veränderungen enorme Auswirkungen auf die Kunst, und es ist nicht ungewöhnlich, dass das künstlerische Schaffen selbst den Wandel beschleunigt. Historisch gesehen kann eine unerwartete Veränderung, wie wir sie derzeit erleben, gegensätzliche Auswirkungen auf das literarische Schaffen haben: Es kann zum Stillstand kommen, damit zumindest der Schriftsteller tief durchatmen kann, oder es kann sich bis zu einem fast schwindelerregenden Tempo beschleunigen.
Ob die Veränderungen, die die Welt derzeit durchläuft, unsere Autoren inspirieren oder zurückschrecken lassen, ist der Ausgangspunkt für eine Debatte, die wir für sehr interessant halten und die von der Journalistin Elena Witzeck (FAZ) geführt wird.
Portugal ist ein Land der Dichter, die die Sprache zu einem Kunstwerk erheben und sie als feste Brücke zu allen Kontinenten nutzen.
Diese Veranstaltung ist der Poesie in portugiesischer Sprache gewidmet, mit Klängen, Rhythmen, Aromen und exotischen, fernen und nahen Erinnerungen.
Der Verleger Ingo Držečnik präsentiert die neueste Ausgabe der literarischen Zeitschrift Metamorphosen, die den Dichtern gewidmet ist, die auf Portugiesisch schreiben. Noah Moisan rezitiert Gedichte, die zum Nachdenken anregen, Higino Andrade begleitet am Kontrabaß.
Ende März findet wieder die Leipziger Buchmesse statt. Portugal ist mit einem eigenen Stand in Halle 4 Stand C300 vertreten und bietet ein tolles Programm mit zahlreichen Autorinnen und Autoren, die nach Leipzig reisen werden. Wir sind auch die ganze Zeit vor Ort und beraten Sie gern zu Büchern und Autor*innen.
Hier ein erster Überblick für die ersten beiden Tage – das Programm fürs Wochenende folgt in Kürze.
Donnerstag 19.03.2025 Messe – Halle 4 Stand C300
11:30 – 12:15 Uhr VORSTELLUNG VON FRANCISCO MOTA SARAIVA
Gespräch mit dem Autor über sein Buch: Morramos ao menos no Porto Moderation/Übersetzung: Michael Kegler
Francisco Mota Saraiva, ein junger portugiesischer Autor, der bereits mehrfach ausgezeichnet wurde, u.a. mit dem Prémio der Fundação Eça de Queirós und zuletzt mit dem renommierten Prémio Saramago.
14:30 – 15:15 Uhr VORSTELLUNG VON CARLA PAIS
Gespräch mit der Autorin über ihr Buch Um Cão Deitado à Fossa, Moderation: Benjamin Meisnitzer
Carla Pais debütierte vor etwa 10 Jahre in der Welt der Literatur gab und erhielt im letzten Jahr den renommierten Prémio Leya für ein noch unveröffentlichtes Buch, das im Laufe des Jahres erscheint..
15:30 – 16:30 Uhr VORSTELLUNG DES WERKS VON YVETTE K. CENTENO
Yvette K. Centeno: geb. 1940, Professorin für Germanistik und vergleichende Literaturwissenschaft an der Lissaboner Universidade Nova, Forschungen zu Fernando Pessoa sowie zu Symbologie, Theater und Gesellschaft, übersetzte Brecht, Goethe, Stendhal, Shakespeare und Celan ins Portugiesische, erhielt für ihr umfangreiches Werk den Prémio Jacinto do Prado Coelho (Preis der Literaturkritiker) und den Prémio de Poesia der Zeitschrift Mulheres, lebt in Lissabon.g
Donnerstag, 19.03.2026
18.00 – 18.50 Uhr / NaTo
Karl-Liebknecht-Str. 46
04275 Leipzig
EIN ABEND MIT ALICE BRITO UND CARLA PAIS
Schreiben: Katharsis, Ästhetik oder soziale Waffe. Woran glauben Sie?
Moderation: Benjamin Meisnitzer
Literatur kann aus Sicht des Lesers und sicherlich auch aus Sicht des Autors unterschiedlichen Zwecken dienen. Es ist interessant festzustellen, dass die Sichtweisen dieser beiden Protagonisten – des Lesers und des Autors – auf ein und dasselbe Werk sehr unterschiedlich sein können. Gemeinhin werden Katharsis, Ästhetik oder soziale Waffe als Hauptfunktionen eines literarischen Werks angesehen. Als Ausgangspunkt für eine hoffentlich lebhafte Debatte möchten wir von Alice Brito und Carla Pais erfahren, welche Ziele sie erreichen möchten, wenn sie sich an den Tisch setzen, um ein neues Buch zu beginnen. Die Moderation der Diskussion übernimmt Benjamin Meisnitzer, Professor an der Universität Leipzig.
Ein kompromissloses Debüt über starke Frauen im unterdrückten Portugal der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts!. Alice Brito gelingt es mit »Die Frauen der Fonte Nova«, uns vor einem präzisen historischen Hintergrund eine starke, realistische Erzählung über kämpferische Frauen zu liefern, in der Humor und Ernsthaftigkeit zugleich das Drama dieser Leben von jeglicher Sentimentalität befreien.
Moderation: Markus Sahr
11:30 – 12:15 Uhr VORSTELLUNG VON „HERR ELLIOT UND DIE VORTRÄGE“ aus dem Werk „Das Viertel“ von Gonçalo M. Tavares
Mit dem Verleger Reto Ziegler und dem Übersetzer Michael Kegler
Der in Luanda, Angola, geborene Schriftsteller Gonçalo M. Tavares, portugiesischer Staatsbürger, ist dem deutschen Publikum durch die zahlreichen Übersetzungen seiner Werke und seine wiederholten Besuche in Deutschland, die er für Lesungen und Diskussionen mit seinem Publikum unternommen hat, bestens bekannt.
Dieses Mal wird Herr Eliot und die Vorträge vorgestellt, der 10. Band seiner langen Reihe „Senhores”, deren offizieller Titel „Das Viertel” lautet. Darin lädt der Autor den Leser mit erhabener Ironie und einer fast poetischen Synthese dazu ein, die Welt zu „dekonstruieren”.
Drei Jahrzehnte nach dem 25. April 1974, dem Tag der portugiesischen Revolution, soll die in den USA lebende Ich-Erzählerin Ana Maria Machado, Tochter eines linken portugiesischen Journalisten, für die CNN eine Fernsehreportage über die sogenannte »Nelkenrevolution« machen. Die junge Generation Portugals will eigentlich nichts mehr wissen von dieser Vergangenheit und sieht die »Helden« der Revolution eher als Verräter an ihren eigenen Idealen. Doch dies ändert sich für Ana Maria und zwei ihrer ehemaligen Kommilitonen, als sie sich gemeinsam an die Reportage für die CNN begeben. Ausgehend von einer Photographie mit den Protagonisten des Umsturzes porträtieren sie einige der damaligen Akteure.
Lídia Jorge setzt mit diesem Roman all jenen Menschen ein Denkmal, die im April 1974 heldenhaft für ihr Land kämpften und nun größtenteils desillusioniert sind, und sie zeigt den Widerspruch zwischen den großen, heroischen Augenblicken der Geschichte und dem späteren Realitäts-Clash auf.
15.30 – 16.00 Uhr / Halle 4, Stand C300
LANDSCHAFTEN UND LITERARISCHE INSPIRATION: REISEN DURCH DIE HALBINSEL VON SETÚBAL
Vorstellung: Dagmar Paul, Turismo de Portugal
Es ist fast unmöglich, sich der Faszination einer Landschaft zu entziehen, sei sie nun natürlicher oder kultureller Art.
Insbesondere an einem Ort, an dem der Einfluss des Menschen nur gering ist und das intensive Blau des Ozeans auf das strahlende Grün der Berge trifft, prägt dies zwangsläufig die dort entstehenden künstlerischen Werke. Es ist diese inspirierende und zum Nachdenken anregende Wirkung, die die Halbinsel Setúbal im Laufe der Zeit auf unzählige Literaten ausgeübt hat, die sich von der Kraft und Großartigkeit der Landschaft, die sich vor ihren Augen ausbreitete, anstecken ließen.
Der portugiesische Autor Gonçalo M. Tavares wird mit dem renommierten spanischen Premio Formentor de las Letras 2026 ausgezeichnet. Die Jury betonte bei der Bekanntgabe dass Tavares die strengen Grenzen zwischen den traditionellen literarischen Gattungen verwische und dass er in den letzten 25 Jahren ein literarisches Werk von starker Persönlichkeit, blendender Originalität und kraftvoller Fantasie geschaffen habe. Tavares Romane bevölkerten Figuren, deren Extravaganz den ungewöhnlichsten, seltsamsten und unerwartetsten Dimensionen des Menschseins zugeschrieben werden könnten.
Vor ihm haben unter anderem Samuel Beckett, Jorge Luis Borges, Javier Marías, Mircea Cărtărescu, Annie Ernaux, Cees Nooteboom, César Aira, Liudmila Ulítskaya und László Krasznahorkai den Preis erhalten. Er ist mit 50.000 Euro dotiert.
Gonçalo M. Tavares ist einer der meist übersetzten Autoren Portugals. In deutscher Übersetzung von Michael Kegler erscheinen seit einigen Jahren die Bände der „Senhores“ aus der Reihe „O Bairro“ (Das Stadtviertel) im österreichischen Verlag Edition Korrespondenzen.
Der 10. und letzte Band Herr Eliot und die Vorträge erscheint im März und kann schon vorbestellt werden. Auf der kommenden Leipziger Buchmesse stellen Michael Kegler und Reto Ziegler von der Edition Korrespondenzen den Band vor (Freitag, 20.3. 11.30 Uhr, Halle 4 C300). Ein kleines Porträt über Gonçalo M. Tavares von seinem Übersetzer Michael Kegler ist im Rahmen der „Weltlesebühne“ hier verfügbar.
In Portugal veröffentlichte Gonçalo M. Tavares Ende letzten Jahres das Epos O Fim dos Estados Unidos da América, das mit dem rätselhaften Ausbruch der Pest in den Vereinigten Staaten von Amerika beginnt. Ted Trash, Faschist und Rechtsextremist, und Left Wing, Linksextremist, sind für einen zweiten Bürgerkrieg im Land verantwortlich. Arme und Reiche werden Probleme miteinander haben, und zwar nicht wenige.
In den nächsten Tagen wird es hier wieder etwas ruhiger. Wie jedes Jahr machen wir eine Weihnachtspause, unsere Buchhandlung bleibt vom 24.Dezember bis einschließlich 4. Januar geschlossen. Wir hatten ein Jahr mit vielen tollen Veranstaltungen und bleibenden Eindrücken.
Ab 5. Januar sind wir zu unseren normalen Öffnungszeiten wieder für Sie. Sollte Ihnen über die Feiertage die Lektüre ausgehen oder Sie nun endlich Zeit zum Stöbern haben, schauen Sie gern in unserem Onlineshop vorbei, Bestellungen liefern wir dann auch erst wieder im Januar aus. Für Ihre Unterstützung möchten wir uns recht herzlich bedanken. Bleiben Sie uns gewogen.
Feliz Natal e um Próspero Ano Novo!
Wir wünschen Ihnen für die kommenden Tage viel Zeit für ein gutes Buch, wir sehen, lesen und hören uns 2026.
Am 28. November, um 19.00 UIhr laden wir zusammen mit dem Koordinierungskreis Mosambik ein zu einer Lesung mit dem jungen mosambikanischen Autor Eduardo Quive. Er liest Auszüge aus seinem Buch Mutiladas.
Michael Kegler moderiert und übersetzt, der Eintritt ist frei. Wir bitten wegen der begrenzten Platzanzahl aber um Reservierung.
Eduardo Quive veröffentlichte unter anderem die Bücher „Mutiladas“ (2024) und „Para onde foram os vivos“ (2022). Er ist einer der Gründer der Literaturbewegung Kuphaluxa (2009), Herausgeber der Literaturzeitschrift LITERATAS (2011-2021) und Schöpfer der Plattform CATALOGUS, die sich künstlerischen und literarischen Projekten widmet – darunter der Ausbildung und Veröffentlichung neuer literarischer Stimmen aus Mosambik, mit besonderem Schwerpunkt auf Frauen. Derzeit ist er Mitarbeiter der Stiftung Fernando Leite Couto in Maputo.
In Zusammenarbeit mit der Deutsch-Ibero-Amerikanischen Gesellschaft Frankfurt laden wir ein zu einem Gepräch mit dem Historiker Antonio Muñoz Sánchez (Uni Lissabon) am Mittwoch, dem 12. November, 19.00 Uhr. Michael Kegler moderiert und übersetzt.
Lange meinte man, Portugal sei immun gegen autoritäre Anwandlungen. Eine Illusion, wie sich nun nach dem rasanten Aufstieg der rechtspopulistischen Chega-Partei zeigt. Wie ist dieser Umbruch zu erklären und welche Rolle spielt dabei die politische Entwicklung seit der Nelkenrevolution vor 50 Jahren?
Antonio MuñozSánchez ist promovierter Historiker. Er ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Instituto de Ciências Sociais der Universität Lissabon und hat Studien über die Rolle der Friedrich-Ebert-Stiftung beim Übergang von der Diktatur zur Demokratie in Portugal und Spanien verfasst.
Michael Kegler ist Übersetzer portugiesischer und brasilianischer Literatur. Er ist außerdem als Gastdozent und Moderator tätig.
Der Eintritt ist frei, Anmeldung bitte per mail info@tfmonline.de oder telefonisch unter 069-282647.
Wie immer schneller als gedacht, ist es schon wieder Oktober und die Frankfurter Buchmesse steht vor der Tür.
Sie findet in diesem Jahr vom 15.-19. Oktober statt. Als Gastland präsentieren sich die Philippinen mit vielen Neuerscheinungen und Lesungen auf dem Messegelände und in der Stadt.
Auch in diesem Jahr werden wir wieder mit einem kleinen Stand vor Ort sein, Sie finden uns mit einer Präsentation unseres Verlagsprogramms und Neuheiten aus der portugiesischsprachigen Verlagswelt in diesem Jahr wieder in der Halle 5.0 Stand B125, wie immer ganz in der Nähe der portugiesischen und brasilianischen Verlage.
Während der Buchmesse bleibt die Buchhandlung von Dienstag Nachmittag bis einschließlich Samstag geschlossen. Bitte nutzen Sie in dieser Zeit unser Onlineangebot.
Am 17. Oktober öffnen wir abends zu der schon hier angekündigten Lesung mit der portugiesischen Dichterin und Übersetzerin Margarida Vale de Gato und freuen uns auf Ihren Besuch
Darüberhinaus möchten wir Ihnen gern folgende Veranstaltungen empfehlen:
Die Wege der Leidenschaft nach Clarice Lispector, ein Gespräch mit dem Übersetzer Luis Ruby, Moderation: Michael Kegler
Stand Câmara Brasileira do Livro, CBL, Halle 5.0, Stand A 149, Portugiesisch und Deutsch
Es wird vor allem um Die Passion von G.H. gehen, ein Roman, der jetzt in deutscher Übersetzung von Luis Ruby bei Penguin erschienen ist, wir sind mit einem Buchverkauf vor Ort.
Um 20.15 Uhr zeigt das Kino im Filmmuseum den gleichnamigen Film. Der Regisseur Luiz Fernando Carvalho und die Hauptdarstellerin Maria Fernanda Cândido sind vor Ort, Tickets gibt es beim Filmmuseum.
Freitag, 17.10.
14.00 Uhr Halle 5.0B125
An unserem Stand Halle 5.0B125 stellt Albert von Brunn das Buch Milton Hatoum – Entre o Oriente e a Amazônia. Das Buch erschien jetzt in einer erweiterten Neuausgabe in Brasilien (Verlag EdufsCar), im Original wurde es in unserem Verlag TFM veröffentlicht.
Albert von Brunns Arbeit zeigt einige wichtige Etappen im Werk von Milton Hatoum und gibt einen Überblick über die Geschichte der libanesischen Einwanderung nach Brasilien, die Rolle der verschiedenen Sprachen im Umkreis des Autors (Portugiesisch, Arabisch, Französisch) und die kulturelle Durchmischung zweier Welten, die alles zu trennen scheint – Orient und Amazonas.
Margarida Vale de Gato wurde 1973 in Vendas Novas, Portugal geboren. Sie lehrt und forscht im Bereich Nordamerikanistik und Literaturübersetzung an der Fakultät für Literatur der Universidade de Lisboa. 2008 promovierte sie mit einer Arbeit über die Rezeption von Edgar Allan Poe in der modernen portugiesischen Lyrik.
Seit 1995 übersetzt Margarida Vale de Gato literarische Texte aus dem Französischen und Englischen. Das Projekt, das sie für die Literarische Residenz in Berlin vorstellte, Tocar a Quatro Mãos (Vierhändig spielen), befasst sich ebenfalls mit Schreiben und Übersetzen, hier mit der deutschen Sprache und der Dichterin und Übersetzerin Odile Kennel, die ihrerseits für die deutsche Fassung eines Buches von Vale de Gato verantwortlich ist, Die nicht reklamierten Reste. Lyrisches Handbuch des Übersetzens (im Original Os Restos Não Reclamados: Manual Lírico de Tradução), 2021 bei hochroth erschienen.
In Portugal veröffentlichte Margarida Vale de Gato zuletzt den Gedichtband Mulher ao Mar e Corsárias
Der jetzt auf Deutsch erschienene Roman Die Frauen der Familien Flores (Original: A Maldição das Flores) von Angélica Lopes erzählt die Geschichte der titelgebenden Familie über sieben Generationen hinweg. Die Handlung beginnt im Nordosten Brasiliens zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Seit vielen Generationen lastet ein Fluch auf der Familie Flores, der ihre Männer zu einem frühen Tod verdammt. Die Frauen, die zurückbleiben, sichern sich ihren Lebensunterhalt durch die alte Kunst der Spitzenklöppelei. Als die junge Eugênia gezwungen wird, einen älteren, gewalttätigen Offizier zu heiraten, beginnt sie, versteckte Botschaften in den edlen Stoff einzuweben, und schmiedet so einen gefährlichen Fluchtplan, dessen Auswirkungen bis in die Gegenwart zu spüren sind.
Ein spannender Roman über weibliche Solidarität und den Wert von Mut und Freiheit.
Der Roman wurde von Michael Kegler ins Deutsche übersetzt und ist eben bei hanserblau erschienen.
Ein kurzes Video, in dem Angélica Lopes ihren Roman dem deutschen Publikum vorstellt, gibt es bei Youtube hier.
Angélica Lopes lebt und arbeitet als Journalistin, Roman- und Drehbuchautorin in Rio de Janeiro. Seit mehr als zwanzig Jahren ist sie als Autorin von Jugendromanen schriftstellerisch tätig. Die Frauen der Familie Flores ist ihr erster Roman für Erwachsene.
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