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Neu in deutscher Übersetzung: José Eduardo Agualusa

In dieser Woche druckfrisch vom Verlag C.H.Beck eingetroffen,  ist der vor kurzem mit dem Dublin Award ausgezeichnete Roman von José Eduardo Agualusa, der nun endlich auch in deutscher Übersetzung von Michael Kegler vorliegt.

Die Handlung von Eine allgemeine Theorie des Vergessens (Teoria Geral do Esquecimento) spielt im Jahr 1975 kurz nach der Unabhängigkeit Angolas. Ludovica (Ludo), eine portugiesische Frau, die von den Umwälzungen in Schrecken versetzt wird, errichtet eine Wand, die ihre Wohnung vom Rest des Gebäudes und damit vom Rest der Welt trennt. Dort wird sie – wie eine Schiffbrüchige auf einer einsamen Insel – die nächsten dreißig Jahre verbringen, während die angolanische Hauptstadt Luanda um sie herum wächst und leidet. Sie lebt von Gemüse, gefangenen Tauben und von einer Hühnerzucht, die sie auf der Dachterrasse wie durch Zauber beginnt, und bekritzelt die Wände in ihrer ausgedehnten Wohnung mit Tagebuchnotaten und Gedichten. Allmählich setzt sich aus Stimmen, Radioschnipseln und flüchtigen Eindrücken zusammen, was im Land geschieht. In den Jahrzehnten, die Ludovica verborgen verbringt, kreuzen sich die Wege von Opfern und Tätern, den Beteiligten an der Revolution, ihren Profiteuren und Feinden. Bis sie alle eines Tages erneut vor der Mauer in dem wieder glanzvollen Apartmenthaus stehen.

Agualusas Buch ist auch Gegenstand unserer nächsten (portugiesischsprachigen)Tertúlia nach den Sommerferien, am 6. September um 19.00 Uhr.

Falls Sie noch auf der Suche nach einer Urlaubslektüre sind, kommen Sie bei uns vorbei und nehmen Sie dieses Buch mit.

WDR-Scala hat einen sehr schönen Podcast zum Buch veröffentlicht.

José Eduardo Agualusa: Eine allgemeine Theorie des Vergessens, 19,99 EUR
José Eduardo Agualusa: Teoria Geral do Esquecimento, 21,50 EUR

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Luiz Ruffato und Mário de Andrade – neu in deutscher Übersetzung

Die ersten Neuerscheinungen der  Frühjahrsprogramme treffen nach und nach hier ein.  Dabei haben wir zwei neue Bücher von brasilianischen Autoren in deutscher Übersetzung entdeckt.

Luiz Ruffato: Teilansicht der NachtVon Luiz Ruffato ist in der bewährten Übersetzung von Michael Kegler der dritte Teil des Romanzyklus Vorläufige Hölle bei Assoziation A erschienen. Er trägt den Titel Teilansicht der Nacht und behandelt die 197oer Jahren in Brasilien. „Der »Fortschritt« – Schlagwort der technokratischen Siebzigerjahre, in Brasilien Parole der Militärdiktatur – kommt bis nach Cataguases: Anstatt in gemieteten Verschlägen am Flussufer auf das nächste unweigerliche Hochwasser zu warten, baut, wer es sich leisten kann, im Stadtteil »Paraíso« am Stadtrand, wo gestern noch magere Kühe zwischen Termitenhügeln an trockenem Gras kauten, bescheidene Häuser aus Backstein, vier Zimmer, Wasserhahn in der Küche, Fernseher. Den Kindern soll es einmal besser gehen.“

Das Original Vista parcial da noite ist im Rahmen der Gesamtausgabe des Romanzyklus Inferno Provisório lieferbar.

Mário de Andrade: Senhorita ElsaDer Münchener Verlag Louisoder hat mit Senhorita Elsa. Die Schule der Liebe von Mário de Andrade einen Klassiker der brasilianischen Literatur veröffentlicht. Übertragen wurde das Buch, interessanterweise aus dem Englischen – was bei der Vielzahl der hervorragenden Portugiesischübersetzer  etwas verwundert – von Johanna von Koppenfels. Der Roman, Original: Amar, verbo intransitivo, spielt im Brasilien der ausgehenden 1920er Jahre. Dort lebt in São Paulo die Hamburgerin Elsa Schumann, die ledig und kinderlos vom Mann ihres Lebens träumt. Ihr Beruf ist eher delikater Natur,denn sie ist eine „Lehrerin der Liebe“, die die Söhne reicher brasilianischer Familien in der Kunst des Flirtens und der Erotik unterweisen soll.

Beide Romane sind ab sofort bei uns im Sortiment:

Luiz Ruffato: Teilansicht der Nacht, 18,00 EUR

Mário de Andrade: Senhorita Elsa. Die Schule der Liebe, 22,00 EUR

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Marcia Tiburi am 2. Februar bei Brasilesen

Die erfolgreiche Reihe

Marcia Tiburi, copyright: privat

Marcia Tiburi, copyright: privat

wird 2017 fortgesetzt. Die erste Lesung findet am Donnerstag, dem 2. Februar um 19.30 Uhr am angestammten Ort in der Stadtbücherei Frankfurt stattfinden. Zu Gast ist dann die brasilianische Philosophin Marcia Tiburi.

Sie  spricht mit Michael Kegler, der auch dolmetscht, über ihren Essayband Como conversar com um fascista.

Marcia Tiburi wurde 1970 geboren, sie studierte Bildende Künste und promovierte anschließend in Philosophie. Ethik, Ästhetik und Feminismus sind ihre Hauptthemen. Zuletzt erschien 2016 ihr teilweise in Berlin angesiedelter Roman Uma fuga perfeita é sem volta.

Der Eintritt ist wie immer frei.

Marcia Tiburi: Como conversar com um fascistaBrasiLesen ist eine Iniatitive des Centro Cultural Brasileiro de Frankfurt (CCBF e.V.), in Kooperation mit dem Generalkonsulat von Brasilien, LitpromTFM-Centro do Livro , der Literarischen Agentur Mertin , unterstützt von  Empório VidaBio und Água na Boca.

Mit freundlicher Unterstützung von TAP Portugal.

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Ausblick 2017: Brasilesen am 2. Februar mit Marcia Tiburi

Die erfolgreiche Reihe

Marcia Tiburi: Como conversar com um fascistawird 2017 fortgesetzt. Die erste Lesung wird am 2. Februar um 19.30 Uhr am angestammten Ort in der Stadtbücherei Frankfurt stattfinden. Zu Gast ist dann Marcia Tiburi.

Die brasilianische Philosophin spricht mit Michael Kegler, der auch dolmetscht, über ihren Essayband Como conversar com um fascista.

Der Eintritt ist wie immer frei, weitere Informationen folgen im neuen Jahr.

BrasiLesen ist eine Iniatitive des Centro Cultural Brasileiro de Frankfurt (CCBF e.V.), in Kooperation mit dem Generalkonsulat von Brasilien, LitpromTFM-Centro do Livro , der Literarischen Agentur Mertin , unterstützt von  Empório VidaBio und Água na Boca.

Mit freundlicher Unterstützung von TAP Portugal.

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Buchmesseprogramm – Patrícia Portela

In der kommenden Woche findet vom 19. bis 23.10. die Frankfurter Buchmesse statt. Wir sind wie immer mit einem Stand vertreten, dieser befindet sich in Halle 5.1 A27. Bitte beachten Sie, dass unsere Buchhandlung vom 18.10. (nachmittags) bis 23.10. geschlossen bleibt.
Patrícia Portela, copyright Thomas Langdon

Patrícia Portela, copyright Thomas Langdon

Am Donnerstag, 20.10., 16.15. Uhr liest die portugiesische Schriftstellerin Patrícia Portela, die sich derzeit in Berlin als „writer in residence“ mit einem Stipendium der Botschaft von Portugal / Instituto Camões  aufhält,  am portugiesischen Gemeinschaftsstand, Halle 5.1 / Stand B16.

Patrícia Portela, geboren 1974, ist Schriftstellerin und Performerin. Sie studierte Kostüm- und Bühnenbild an den Universitäten von Lissabon und Utrecht, Film in Dänemark, sowie Philosofie im belgischen Leuven. Seit 2003 realisiert sie ihre eigenen Perfomances und Installationen in Kooperation mit internationalen Künstlern.Ihr Verleger Zeferino Coelho, früherer Verleger von José Saramago, erfuhr einst auf der Frankfurter Buchmesse von der Verleihung des Literaturnobelpreises an seinen Autor. Dieses Jahr stellt er, gemeinsam mit Michael Kegler, die jüngsten Arbeiten von Patrícia Portela vor, gelesen werden Auszüge aus A Coleção Privada de Acácio Nobre.

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Rafael Cardoso am 8. November bei „Brasilesen“

Die erfolgreiche Reihe

geht in eine neue Runde. Wir freuen uns im November auf Rafael Cardoso.

AF_Cardoso_Rafael__001_DruckEr  liest am Dienstag, dem 8. November um 19.30 Uhr in der Stadtbücherei/Zentralbibliothek Frankfurt, Hasengasse 4 aus seinem im Herbst erscheinenden Buch Das Vermächtnis der Seidenraupen (Deutsch von Luis Ruby) , Moderation und Übersetzung: Michael Kegler. Der Eintritt ist wie immer frei.

Als Rafael Cardoso zufällig auf Briefe und Dokumente seines Urgroßvaters stößt, ist seine Neugierde geweckt. Wer war Hugo Simon? Seine Nachforschungen führen ihn von São Paulo nach Berlin, wo er dem Familiengeheimnis allmählich auf die Spur kommt: Hugo Simon war nicht nur Bankier in der Weimarer Republik, er war auch enger Berater von Samuel Fischer, Besitzer von Munchs »Der Schrei«. Albert Einstein ging bei ihm ein und aus, Alfred Döblin verewigte den Freund in einem Roman.

Rafael Cardoso: Das Vermächtnis der SeidenraupenRafael Cardoso verfolgt die schillernde Biographie seines Urgroßvaters bis zu dessen Exil in Brasilien und lässt – ganz nah an der Geschichte und ihren Protagonisten – jüdisch-europäisches Leben im 20. Jahrhundert auferstehen.

Die faszinierende Lebensgeschichte von Hugo Simon, Wegbegleiter von Samuel Fischer und Thomas Mann

Rafael Cardoso, geboren 1964 in Rio de Janeiro, wuchs in den USA auf. Er ist Autor und Kunsthistoriker und hat bereits mehrere Bücher veröffentlicht. Seit 2012 lebt er in Berlin, wo er sich auf die Spuren seines Urgroßvaters Hugo Simon begab und das vorliegende Buch schrieb. Im S. Fischer Verlag erschien zuletzt Sechzehn Frauen. Ge­schichten aus Rio (Originaltitel: Entre as mulheres)

BrasiLesen ist eine Iniatitive des Centro Cultural Brasileiro de Frankfurt (CCBF e.V.), in Kooperation mit dem Generalkonsulat von Brasilien, LitpromTFM-Centro do Livro , der Literarischen Agentur Mertin , unterstützt von  Empório VidaBio und Água na Boca.

Mit freundlicher Unterstützung von TAP Portugal.

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Hermann Hesse Preis für Luiz Ruffato und Michael Kegler

Luiz Ruffato (Copyright: Adriana Vichi)

Luiz Ruffato (Copyright: Adriana Vichi)

Der brasilianische Autor Luiz Ruffato und sein deutscher Übersetzer Michael Kegler werden mit dem diesjährigen Hermann Hesse Preis ausgezeichnet. Die Hermann-Hesse-Stiftung teilte mit, das Gespann sei ein Glücksfall: Der Schriftsteller Luiz Ruffato beherrsche alle Tonarten. Der Übersetzer Michael Kegler habe mit großer stilistischer Sensibilität adäquate Entsprechungen im Deutschen gefunden.  Der Jury gehörten Ulrich Blumenbach, Dorothee Kimmich, Burkhart Kroeber, Felicitas von Lovenberg und Ilja Trojanov an.

Von Luiz Ruffato sind bisher vier Romane (Es waren viele Pferde; Mama, es geht mir gut, Feindliche Welt und zuletzt Ich war in Lissabon und dachte an dich) und  in deutscher Übersetzung erschienen. Alle wurden bei Assoziation A veröffentlicht.  Zuletzt war er im Januar beim Litprom-Literaturfestival und im Haus am Dom in Frankfurt zu Gast.

Michael Kegler, copyright: Petra Noack (TFM)

Michael Kegler, copyright: Petra Noack (TFM)

Michael Kegler hat neben den Romanen Ruffatos zahlreiche andere Titel portugiesichsprachiger Autoren ins Deutsche übertragen, unter anderem José Eduardo Agualusa, Rui Zink, Manuel Jorge Marmelo und Michel Laub.

Zum Preis

Der Internationale Hermann-Hesse-Preis ist mit 20.000 Euro dotiert, jeweils zur Hälfte für Autor und Übersetzer. Gewürdigt werden soll laut Statut „eine schriftstellerische Leistung von internationalem Rang in Verbindung mit ihrer Übersetzung“. Der Preis wird alle zwei Jahre verliehen.  Hier finden Sie die offizielle Pressemeldung der Stiftung.

Die Preisverleihung findet am 2. Juli, dem Geburtstag Hermann Hesses, in Calw statt. Wir freuen uns riesig und gratulieren sehr herzlich.

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Marina Colasanti am 23.03. bei „Brasilesen“

Die erfolgreiche Reihe

geht in eine neue Runde. Wir freuen uns im März auf Marina Colasanti.

Marina Colasanti, copyright: Cristina Isidoro

Marina Colasanti, copyright: Cristina Isidoro

Sie liest am Mittwoch, dem 23. März um 19.30 Uhr in der Stadtbücherei/Zentralbibliothek Frankfurt, Hasengasse 4 aus ihrem im Frühjahr in deutscher Übersetzung erscheinenden, autobiographischen Text Mein fremder Krieg (Minha guerra alheia). Moderation: Markus Sahr, Übersetzung: Michael Kegler. Der Eintritt ist wie immer frei.

Marina Colasanti wurde 1937 in Asmara (Eritrea, damals eine italienische Kolonie) geboren. Einen Teil ihrer Kindheit verbrachte sie in Libyen und lebte dann weitere 11 Jahre in Italien, ehe sie 1948 mit ihrer Familie nach Brasilien emigrierte.  In Brasilien studierte sie Bildende Kunst, arbeitete anschließend als Journalistin und übersetzte aus dem Italienischen. Sie hat zahlreiche Bücher veröffentlicht  und ist in Brasilien vor allem auch als Kinder- und Jugendbuchautorin bekannt.

Mein fremder Krieg (Minha guerra alheia), der jetzt in deutscher 9783938803745Übersetzung von Markus Sahr bei Weidle erscheint, ist ein autobiographisches Szenenbuch und zugleich eine Art erwachter Empfindungsfundus aus den Erinnerungen von Marina Colasanti. Es ist zudem ein Erinnerungsbuch, bei dem der Krieg sich in den Augen eines Kindes spiegelt, dem glückliche Umstände gestatteten, nicht nur am Leben, sondern mit allen Sinnen lebendig zu bleiben, sodass der erwachsene Mensch Impressionen von ungeheurer Detailgenauigkeit und verblüffender Präzision hervorzuholen vermag. Und die Wiederbegegnung der erwachsenen Autorin mit den Orten ihrer Kindheit verleiht den Kindheitserinnerungen eine melancholische Aura der Unwiederbringlichkeit. Die Erfahrungen der Kindheit sind zu Kristall geschossen, und die erwachsene Frau bemüht sich vergeblich, die Kristallschichten zu durchdringen, um dem Kind noch einmal begegnen zu können: Sie kann es sehen, aber nicht berühren.

BrasiLesen ist eine Iniatitive des Centro Cultural Brasileiro de Frankfurt (CCBF e.V.), in Kooperation mit dem Generalkonsulat von Brasilien, LitpromTFM-Centro do Livro , der Literarischen Agentur Mertin , unterstützt von  Empório VidaBio und Água na Boca.

Mit freundlicher Unterstützung von TAP Portugal.

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Rui Zink: Die Installation der Angst

Rui Zink: Die Installation der AngstWeitere „Frühjahrsnovitäten“ treffen so langsam bei uns ein, auch wenn wirkalendarisch eigentlich noch im Winter sind. Eben erschienen ist seit langer Zeit einmal wieder ein Buch des portugiesischen Autors Rui Zink in deutscher Übersetzung. Die Novelle Die Installation der Angst, (Originaltitel: A instalação do medo) publiziert im Weidle Verlag und übersetzt von Michael Kegler,  ist als Kammerspiel gestaltet, als Sprechstück der Gewalt und Bedrohung, in dessen Mittelpunkt die Angst steht. Zwei Männer klingeln bei einer alleinstehenden Frau. Sie sind gekommen, um in ihrer Wohnung die Angst zu installieren. Wortreich erklären die beiden die Notwendigkeit der Angst, ihre Funktion bei der Kontrolle der Bevölkerung. Die beiden sehr unterschiedlichen Installateure erläutern verschiedene Arten von Angst, etwa die Angst vor Terrorismus, Flüchtlingen, die ins Land strömen, vor Krankheit oder vor sexuellen Übergriffen. Angst, so betonen sie, braucht die Kooperation der Menschen – je besser die Frau sich für die Angst öffne, desto schneller würden sie sie wieder in Ruhe lassen.  Die Männer ahnen jedoch nichts von der tatsächlichen Angst der Frau, nämlich dass die Beamten ihr im Badezimmer verstecktes Kind finden könnten. Als es schließlich doch zur Entdeckung kommt, verändert sich das Machtgefüge zwischen der passiven Frau und den aktiven Installateuren der Angst, die schließlich in einer überraschenden Wendung ihr eigenes Produkt zu spüren bekommen.

Original und Übersetzung erhalten Sie wie immer bei uns in der Buchhandlung:

Rui Zink: Die Installation der Angst, Weidle 2016, 18,00 EUR

Rui Zink: A instalação do medo, Teodolito 2012, 19,90 EUR

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João Tordo zu Gast bei TFM

João Tordo, copyright: Miguel Manso

João Tordo, copyright: Miguel Manso

Kurz vor Beginn der Leipziger Buchmesse, freuen wir uns am Dienstag, dem 15. März, um 20.00 Uhr auf den portugiesischen Autor João Tordo. Er liest in unserer Buchhandlung (Große Seestraße 47, 60486 Frankfurt a.M.) aus seinem Roman Stockmans Melodie (O ano sabático), der gerade, übersetzt von Barbara Mesquita, bei Droemer erschienen ist.

Die Lesung ist wie immer zweisprachig portugiesisch-deutsch, Michael Kegler moderiert und übersetzt. Unkostenbeitrag 5,00 EUR.

Im Zentrum der düster-melancholischen Doppelgängergeschichte steht der Jazz-Kontrabassist Hugo, der nach erfolglosen Jahren in Montreal in seine Heimat Lissabon zurückkehrt. Hier will er endlich seine erste Komposition vollenden. Doch bei einem Konzert des berühmten Pianisten Luís Stockman gerät der 43-Jährige in einen Alptraum: Stockman spielt seine, Hugos, Komposition! Als Hugo auch noch verwechselt wird und seine eigene Mutter seine Identität bezweifelt, beginnt für ihn eine obsessive Suche nach der Wahrheit.

João Tordo: Stockmans MelodieJoão Tordo, Jahrgang 1975, zählt zu den wichtigsten portugiesischen Schriftstellern seiner Generation. Er studierte Philosophie in Lissabon, anschließendJournalismus in London. Dort schrieb er auch für Zeitungen und Zeitschriften wie „The Independent“, „Icon“ und „News Magazine“. 2002 ging er in die USA, wo er Creative Writing am City College of New York studierte. Ab 2002 arbeitete er als freier Journalist u.a. für Zeitschriften wie „Sábado“, „Elle“ oder die Wochenzeitung „Expresso“. Heute ist er hauptsächlich als Romancier und Drehbuchautor tätig. Stockmans Melodie ist Tordos sechster Roman, mit dem er erstmals auf Deutsch erscheint. Für den Roman As três vidas, der bisher nicht in deutscher Übersetzung vorliegt, erhielt er den renommierten „Prémio Literário José Saramago“. Zuletzt erschienen 2015 gleich zwei neue Roman O luto de Elias Gro und O Paraíso segundo Lars D.

Wir danken der Verlagsgruppe Droemer Knaur und der Botschaft von Portugal in Berlin/Instituto Camões für die freundliche Unterstützung.

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