Archiv der Kategorie: brasilianische literatur

Prémio Correntes d’Escritas 2020- Die Finalisten

Alljährlich im Februar findet das größte portugiesische Literaturfestival Correntes d’Escritas in der nordportugiesischen Stadt Póvoa de Varzim statt, in diesem Jahr vom 15. bis 23.Februar.

Der Literaturpreis Prémio Literário Casino da Póvoa wird in diesem Jahr an ein Prosawerk verliehen. Das prämierte Werk muss in in den vergangenen beiden Jahren erschienen sein. Insgesamt wurden 120Werke eingereicht, Die fünfzehn Titel umfassende Shortlist wurde gestern von der Jury (Mitglieder: Ana Daniela Soares, Carlos Quiroga, Isabel Pires de Lima, Paula Mendes Coelho und Valter Hugo Mãe) vorgestellt und enthält folgende Titel:

Leonardo Padura: A transparência do tempoA Transparência do Tempo, Leonardo Padura, Porto Editora;

Bilac vê estrelas, Ruy Castro, Tinta da China;

Cair para dentro, Valério Romão, Abysmo;

Ecologia, Joana Bértholo, Caminho;Joana Bértholo: Ecologia

Estuário, Lídia Jorge, D. Quixote;

Fabián e o Caos, Pedro Juan Gutiérrez, D. Quixote;

Memórias Secretas, Mário Cláudio, D. Quixote;

Ninguém Espera por Mim no Exílio, João Paulo Sousa, Teodolito;

Mia Couto: O Bebedor de HorizontesO Bebedor de Horizontes, Mia Couto, Caminho;

O Centro do Mundo, Ana Cristina Leonardo, Quetzal;

O Invisível, Rui Lage, Gradiva;

O Nervo Ótico, Maria Gaínza, D. Quixote;

Fernando Aramburu: PátriaPátria, Fernando Aramburu, D. Quixote;

Sua Excelência, de Corpo Presente, Pepetela, D. Quixote;

Kalaf Epalanga: Também os brancos sabem dançarTambém os brancos sabem dançar, Kalaf Epalanga, Caminho;

Der Siegertitel des mit 20.000 Euro dotierten Preises wird zur Eröffnungsveranstaltung der Correntes nach einer abschließende Jurysitzung bekanntgegeben. Die Übergabe des Preises erfolgt zum Abschluss des Festivals.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter angolanische literatur, brasilianische autoren, brasilianische literatur, literatura moçambicana, literaturpreise, mosambikanische Literatur, portugiesische Literatur

Lesung mit Carola Saavedra am 12.Dezember bei TFM

Wir laden gemeinsam mit dem Generalkonsulat von Brasilien in Frankfurt ein zu einer Lesung mit der brasilianischen Autorin Carola Saavedra.

Carola_Saavedra_0296_(C)_TomasRangel

Carola Saavedra, Copyright: Tomas Rangel

Carola Saavedra liest am Donnerstag, dem 12. Dezember um 20.00 Uhr bei uns in der Buchhandlung (Große Seestraße 47, 60486 Frankfurt) aus ihrem neuen Roman Com Armas Sonolentas, der im letzten Jahr in Brasilien bei Companhia das Letras erschienen ist. Michael Kegler moderiert und übersetzt, der Eintritt ist frei.

Carola Saavedra, geboren 1973, lebt als Schriftstellerin, Übersetzerin und Literaturwissenschaftlerin derzeit in Köln.  2013 erschien bei C.H.Beck ihr Roman Landschaft mit Dromedar (Paisagem com dromedário), 2015 der Roman Blaue Blumen (Flores Azuis) beide in der Übersetzung von Maria Hummitzsch. Die Zeitschrift „Granta“ zählt sie zu den zwanzig besten jungen Autoren und Autorinnen Brasiliens.


Carola Saavedra: Com Armas SonolentasA TFM convida juntamente com o Consulado Geral do Brasil em Frankfurt para uma leitura com Carola Saavedra no dia 12 de dezembro, às 20h00 na nossa livraria (Große Seestraße 47, 60486 Frankfurt).

Moderação e tradução: Michael Kegler, entrada livre.

Carola Saavedra apresenta o seu mais recente livro Com Armas Sonolentas que foi publicado no ano passado na editora Companhia das Letras.

Carola Saavedra (*1973), autora e tradutora, vive atualmente em Colônia onde ensina literatura brasileira na universidade. É autora dos romances Toda terça (2007), Flores azuis (2008, prêmio melhor romance pela APCA), Paisagem com dromedário (2010, prêmio Rachel de Queiroz) e O inventário das coisas ausentes (2014). Seus livros estão traduzidos para o inglês, francês, espanhol e alemão. Está entre os vinte melhores jovens escritores brasileiros escolhidos pela revista Granta.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter brasilianische autoren, brasilianische literatur, frankfurt, livraria

Novemberlesungen bei TFM

Copyright für alle Fotos: Petra Noack/TFM

Im November waren gleich drei Autor*innen bei uns zu Gast in der Buchhandlung. Für alle, die nicht dabei sein konnten, hier ein paar Eindrücke von den Lesungen mit Isabela Figueiredo, Luis Krausz und Mauricio Lyrio. Die vorgestellten Bücher lohnen auf jeden Fall die Lektüre, und vielleicht liegen sie ja auch unter dem einen oder anderen Weihnachtsbaum.

Isabela Figueiredo: Roter Staub. Mosambik am Ende der Kolonialzeit
Originaltitel: Caderno de Memórias Coloniais

Luis Krausz: Das Kreuz des Südens , Originaltitel: Bazar Paraná

Mauricio Lyrio: Die Erinnerung des Felsens Originaltitel: Memória da Pedra)

Kommentare deaktiviert für Novemberlesungen bei TFM

Eingeordnet unter brasilianische autoren, brasilianische literatur, literatura brasileira, literatura portuguesa, portugiesische Autoren, portugiesische Literatur

Prêmio São Paulo de Literatura geht an Ana Paula Maia

Ana Paula Maia: Enterre seus mortosDer Prêmio São Paulo de Literatura, neben dem Prêmio Jabuti einer der renommiertesten brasilianischen Literaturpreise, wurde am Freitag letzter Woche zum zweiten Mal in Folge an die  Schriftstellerin Ana Paula Maia verliehen. Sie erhält den Preis für ihren im vergangenen Jahr bei Companhia das Letras erschienenen Roman Enterre seus mortos. Der Preis ist mit 200.000 Reais (z.Z. ca. 43.000 Euro) dotiert. Den Preis für den besten Debütroman erhält Tiago Ferro für O pai da menina morta. Bereits im Vorjahr war Ana Paula Maia ausgezeichnet worden, damals für den Roman Assim Na Terra Como Embaixo Da Terra.

Die beiden Romane von Ana Paula Maia wurden bisher noch nicht ins Deutsche übersetzt, 2013 erschien aber ein früherer Roman der Autorin Krieg der Bastarde in der Übersetzung von Wanda Jakob im A1-Verlag.

 

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter brasilianische autoren, brasilianische literatur

Neu in deutscher Übersetzung – Isabela Figueiredo und Clarice Lispector

Druckfrisch bei uns eingetroffen sind zwei spannende Neuerscheinungen portugiesischsprachiger Autorinnen in deutscher Übersetzung.

Isabela Figueiredo: Caderno de Memórias ColoniaisDer Weidle-Verlag hat das autobiographische Buch Roter Staub. Mosambik am Ende der Kolonialzeit (im Original: Caderno de Memórias Coloniais) der portugiesischen Autorin Isabela Figueiredo veröffentlicht. Die Übersetzung stammt von Markus Sahr, das Nachwort von Sophie Sumburane.

Die Erinnerungen Isabela Figueiredos an das Mosambik der Kolonialzeit erschienen in Portugal 2009, nach dem Tod des Vaters der Autorin. Es hat in Portugal vielfältige Polemiken ausgelöst und wurde zum Bestseller,  auch weil es einen Tabubruch darstellt:  Denn es räumte radikal mit der Legende von der »sanften« portugiesischen Herrschaft in Übersee auf und vermittelte einen ungeschönten Blick auf den blutigen Kolonialkrieg in Mosambik.

Isabela Figueiredo ist Ende November/Anfang Dezember mit Unterstützung der Botschaft von Portugal/Instituto Camões auf Lesereise in Deutschland und wird das Buch am 30.11. bei uns in der Buchhandlung vorstellen. Details folgen in Kürze.

 

Clarice Lispector: Tagtraum und Trunkenheit einer jungen FrauDie gesammelten Erzählungen von Clarice Lispector sind mit dem Titel Tagtraum und Trunkenheit einer jungen Frau (Original: Todos os Contos) in der Übersetzung von Luis Ruby bei Penguin erschienen.

Clarice Lispector ist eine der bekanntesten Schriftstellerin Brasiliens des 20. Jahrhunderts.  International als ein Höhepunkt brasilianischer Literatur bekannt, ist ihre Kurzprosa im deutschsprachigen Raum noch zu entdecken. Der vorliegende Band mit 44 teils erstmals ins Deutsche übertragenen Geschichten verspricht eine aufregende Begegnung mit der suggestiven Kraft ihrer Sprachkunst.

Isabela Figueiredos: Roter Staub. Mosambik am Ende der Kolonialzeit , Weidle, 2019, 23 EUR

Clarice Lispector: Tagtraum und Trunkenheit einer jungen Frau, Penguin, 2019, 24 EUR und weiter Bücher von Isabela Figueiredo und Clarice Lispector finden Sie natürlich bei uns in der Buchhandlung und in unserem Onlineangebot.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter brasilianische literatur, literatura brasileira, literatura portuguesa, portugiesische Literatur

Buchmesse 2019 – Das Programm

Vom 16.bis 20. Oktober findet in Frankfurt die Buchmesse statt. Als Gastland präsentiert sich in diesem Jahr Norwegen.  Wir sind mit einem Stand in  Halle 5.1. A18 vertreten.

Neben der bereits angekündigten Lesung am 17.10., 20.00 Uhr  mit Mbate Pedro und Luiz Ruffato bei uns in der Buchhandlung, sind noch eine ganze Reihe weiterer interessanter Veranstaltungen auf dem Messegelände geplant:

Donnerstag, 17. Oktober

Alle Veranstaltungen im neuen Pavillon auf dem Messegelände (Agora).  An diesem Tag benötigen Sie eine Fachbesuchereintrittskarte.

13.00-14.00 Uhr Außerhalb der „Heimat“ schreiben, im eigenen Land schreiben – unterschiedliche Perspektiven? mit den Autor/innen Carlos Franz (Chile), Leonardo Padura (Kuba), Patricio Pron (Argentinien) und Carola Saavedra (Brasilien), moderiert von Corinna Santa-Cruz

Seit jeher verlassen Schriftsteller*innen, gewollt oder ungewollt, ihre Länder, hören indes selten auf, sich literarisch mit ihnen auseinanderzusetzen. Andere, wenngleich mit einem offenen Blick in die Ferne, bleiben in ihrer Heimat, die literarischen Themen womöglich in greifbarer Nähe. Ist der Blick von innen unweigerlich „authentischer“ als der von außen? Inwieweit beeinflusst die lokale Kultur das literarische Schaffen? Welche Bedeutung nimmt „Heimat“ in den Werken der einzelnen Schriftsteller*innen ein bzw. inwieweit verändert sich die Wahrnehmung ihr gegenüber?

14.00-15.00 Uhr   Geschichte schreiben

mit María Cecilia Barbetta, Gioconda Belli, María José Ferrada und Luiz Ruffato, moderiert von Lutz Kliche

In Zeiten politischen Wandels verbreiten sich fake news und mit dem Aufstieg sozialer Netzwerke verliert die vierte Gewalt ihren Stellenwert. Nahezu jeder verkauft seine eigene Geschichte und nicht wenige schaffen es, ihre Stimmenzahl dadurch zu erhöhen. Geschichte wird neu geschrieben. Die Zahl der Zeitzeugen nimmt ab und die neuen Generationen verlieren den Kontakt zu echten Referenzen. Welche Rolle spielen Autor*innen in diesem Zusammenhang?  Inwieweit werden sie als Chronist*innen verstanden? Wer ist ihr Zielpublikum?

15.30 Uhr – TFM-Messestand, Halle 5.1 A18

Die Autoren Albert von Brunn und Nicola Schneider  stellen die Novelle Fluchtgut vor, die eben bei TFM erschienen ist.

20.00 Uhr  Buchhandlung TFM – Lesung mit Mbate Pedro und Luiz  Ruffato

Freitag, 18. Oktober

10.30-11.30 Uhr Was macht die Religion in der Außenpolitik?
Weltempfang Salon (Halle 4.1 B81)

Astrid Prange De Oliveira (Deutsche Welle, Redakteurin in der brasilianischen Redaktion der Deutschen Welle), Prof. Heinrich Wilhelm Schäfer (Institut für Auslandsbeziehungen) und Dr. Claudia Zilla (Forschungsgruppenleiterin „Amerika“ bei der Stiftung Wissenschaft und Politik) diskutieren

Freikirchen, evangelikale Strömungen und charismatische Prediger erleben weltweit Zulauf. Ihr Einfluss auf die Politik wächst, so wird z.B. Jair Bolsonaro, der Präsident Brasiliens, von Evangelikalen unterstützt. Wie wirkt sich diese Entwicklung auf die internationalen (Kultur-)Beziehungen aus? Wie gehen die religiösen Akteure vor? Wo verläuft die Grenze zum Populismus?

13.00-13.30 Gold | Mein Land, unsere Erde, Halle 3.1 L25

Sebastião Salgado auf dem blauen Sofa, Moderation: Gert Scobel

13.30-14.00 Halle 3.K15

Art in Bolsonaro’s time – Decolonizing Brazilian Literature – mit Alexandre Ribeiro und Fred Di Giacomo

2 peripheral Brazilians writers reflecting literature under an extreme right regime

Samstag, 19. Oktober

An diesem Tag benötigen Sie eine normale Eintrittskarte

14:30 – 15:30 Uhr

Populismus versus Demokratie – was ist los in Lateinamerika?
Weltempfang Salon (Halle 4.1 B81)

mit Gioconda Belli, Carlos Franz und Luiz Ruffato, moderiert von Lutz Kliche

Nach dem Ende der Militärdiktaturen in vielen Ländern Lateinamerikas entwickelten sich demokratische Strukturen. Populisten von Rechts und von Links errichten dagegen wieder autoritäre Systeme, wie zuletzt in Brasilien und Nicaragua. Wie gehen Schriftsteller aus Lateinamerika mit den politischen Veränderungen und Unsicherheiten um? Wie offen können und wollen sie schreiben? Welche Erfahrungen machen Sie?

15.00-16.00 Uhr

What is going to be the new children literature?

mit den brasilianischen Kinderbuchautor/innen Ilan Brenman, Regina Drummond und Fernanda Oliveira

Hallen Foyer 5.1-6.1

15.30-16.00 Uhr

Art in Bolsonaro’s time – Decolonizing Brazilian Literature – mit Alexandre Ribeiro und Fred Di Giacomo

2 peripheral Brazilians writers reflecting literature under an extreme right regime

Für weitere Veranstaltungen können Sie den Kalender der Buchmesse konsultieren.

 

Kommentare deaktiviert für Buchmesse 2019 – Das Programm

Eingeordnet unter brasilianische literatur, buchmesse, portugiesische Literatur

Lesetreff – Tertúlia wieder am 9.September

Seit 2014 findet bei uns in der Buchhandlung in regelmäßigen Abständen von 4-6 Wochen ein portugiesischsprachiger Lesekreis statt.

Jorge Amado: Gabriela, cravo e canelaWir treffen uns  nach der Sommerpause das nächste Mal am Montag, 9. September, 19.00 Uhr hier in der Buchhandlung und werden dann über einen Klassiker der brasilianischen Literatur sprechen – Jorge Amados Gabriela, Cravo e Canela, das viele erst durch die gleichnamige Telenovela der 1970er Jahre kennengelernt haben. Anmeldungen für den Lesekreis (falls Sie nicht ohnehin schon regelmäßig teilnehmen) gerne per Mail an info@tfmonline.de

Gabriela, Cravo e Canela ist bei uns in der Buchhandlung verfügbar.

TFM - Unsere Buchhandlung in Frankfurt

Desde 2014 encontramos regularmente na TFM para falar sobre livros de autores de língua portuguesa. Se quiser participar, envie-nos um e-mail para info@tfmonline.de. O próximo encontro será no dia 9 de setembro às 19h00. Vamos falar sobre o livro Gabriela, Cravo e Canela do escritor brasileiro Jorge Amado.

Kommentare deaktiviert für Lesetreff – Tertúlia wieder am 9.September

Eingeordnet unter brasilianische autoren, brasilianische literatur

Hieronymusring geht an Marianne Gareis

Machado de Assis. Dom Casmurro, übersetzt von Marianne GareisDie Heinrich-Maria-Ledig-Rowohlt-Stiftung hat für besondere Leistungen in der literarischen Übersetzung den Hieronymusring gestiftet. Dieser geht in diesem Jahr für 2 Jahre an die Übersetzerin Marianne Gareis, die unter anderem Werke von José Saramago, Gonçalo M. Tavares und Machado de Assis aus dem Portugiesischen und Samantha Schweblin und Sérgio Álvarez aus dem Spanischen übersetzt hat.

Der Preis ist undotiert und wird am 25.Mai auf der Tagung des Verbands der Übersetzer (VdÜ) in Wolfenbüttel verliehen. Der Hieronymusring wurde 1979 zum ersten Mal verliehen, wer ihn trägt entscheidet über den nächsten Preisträger. Bisherige Träger/innen waren u.a. Ilma Rakusa, Frank Heibert, Katrin Krieger und zuletzt Gabriele Leupold.

Seinen Namen verdankt der Ring dem Kirchenvater Hieronymus, dessen Hauptwerk, die Neuschöpfung des lateinischen Bibeltextes, als Vulgata zum zentralen Dokument der katholischen Kirche wurde. Der heilige Hieronymus gilt als Schutzpatron der Übersetzer.

Kommentare deaktiviert für Hieronymusring geht an Marianne Gareis

Eingeordnet unter brasilianische literatur, portugiesische Autoren

Geovani Martins: Aus dem Schatten

Geovani Martins: Aus dem SchattenAus dem Schatten heißt der Erzählband des jungen brasilianischen Autors Geovani Martins, mit dem er jetzt auch in Deutschland debütiert. Die Übersetzung von Nicolai von Schweder-Schreiner ist eben bei Suhrkamp erschienen.

Als Sol na Cabeça – so der Originaltitel – im letzten Jahr in Brasilien erschien, hat das Buch einige Aufmerksamkeit erregt, Geovani Martins war letztes Jahr auf der Frankfurter Buchmesse zu Gast, die internationale Presse berichtete über ihn, wie hier zum Beispiel der englische Guardian und die Wiener Zeitung.

Geovani Martins: O Sol na cabeçaGeovani Martins, heute 26 Jahre alt, wuchs in einer Favela Rios auf, auch heute lebt er noch in Vidigal, einer typischen Armensiedlung. Entdeckt wurde er von einem der größten literarisch ambitionierten Verlage Brasiliens – Companhia das Letras- beim Festival Literária das Periférias. Die dreizehn dichten, autobiographisch gefärbten Erzählungen, im rauen Slang geschrieben, erzählen von einer Welt, die sonst eher selten in der brasilianischen Literatur vorkommt, zuletzt vielleicht bei Paulo Lins und Cidade de Deus. Die Inspiration für seine Erzählungen findet der Autor in seiner direkten Umgebung, wo Schikanen der Polizei, Gewalt und Drogenhandel Alltag sind.

Victoria Eglau hat für den Deutschlandfunk eine größeres Porträt produziert, dass Sie hier nachlesen können.

Das Buch im Original und der gelungenen deutschen Übersetzung gibt es bei uns in der Buchhandlung.

Geovani Martins: Aus dem Schatten, Suhrkamp 2019, 18 EUR

Sol na Cabeça, Companhia das Letras 2018, 27,90 EUR

Kommentare deaktiviert für Geovani Martins: Aus dem Schatten

Eingeordnet unter brasilianische autoren, brasilianische literatur

Marcello Nocelli liest in Frankfurt und Darmstadt

Marcelo Nocelli, copyright: Alexandre Virgílio

Der brasilianische Autor Marcelo Nocelli liest in der kommenden Woche in Frankfurt und Darmstadt.

Er stellt seinen Roman São Paulo – Köln (erschienen im Arara-Verlag vor). Die Lesungen sind zweisprachig portugiesisch-deutsch. In Frankfurt wird die Lesung von der brasilianischen Musikerin Tina Freitas begleitet.

Die Termine:

Do. 21.03. 19.00 Uhr Cafuchico Frankfurt, Eckenheimer Landstraße 61

Sa. 23.03. 20.00 Uhr Agora Darmstadt, Erbacherstr. 89A

Weitere Lesungen finden in Köln und Berlin statt.

Kommentare deaktiviert für Marcello Nocelli liest in Frankfurt und Darmstadt

Eingeordnet unter brasilianische autoren, brasilianische literatur, Veranstaltungen