Die Handlung spielt in Portugal während der Salazardiktatur. Wir begleiten drei Frauen in einer farblosen Zeit, unter dem wachsamen Blick der politischen Polizei und einer repressiven Moral, in einem Land, das im Schatten des Kolonialkriegs steht und die Diktatur bereits satt hat. Durch eine Fügung des Schicksals werden drei Frauen, die eigentlich nichts miteinander zu tun haben, sich dasselbe Haus teilen, eine Wohnung in der Rua Duque d’Ávila in Lissabon. Und obwohl das Leben jeder einzelnen bis zu diesem Zufall ihren eigenen Weg gegangen war, leben sie alle unter dem Druck der Diktatur. So erzählt es eine scharfsinnige Erzählerin, die die Erinnerung an diese bedrückende Zeit wiederbelebt.
Anmeldungen für den Lesekreis (falls Sie nicht ohnehin schon regelmäßig teilnehmen) gerne per Mail an info@tfmonline.de
Die Bücher sind bestellt und werden aller Voraussicht im Oktober verfügbar sein (Das Buch ist in Portugal gerade im Nachdruck).
Buchhandlung TFM, Frankfurt
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Desde 2014 encontrámo-nos regularmente na TFM para falar sobre livros de autores de língua portuguesa. A última tertúlia deste ano encontra-se no dia 2 de dezembro na livraria. Vamos falar sobre o livro Perdeu-se relógio de senhora da escritora portuguesa Alice Brito.
Portugal, anos de fascismo. As vidas de três mulheres vão-se desvendando, inscritas num tempo com pouca cor, sob o olhar vigilante da polícia política e de uma moral repressiva, num país sob a sombra da guerra colonial e já farto da ditadura.
Por um acaso do destino, estas três mulheres, que tinham tudo para não se cruzar, acabarão a partilhar a mesma casa, um apartamento na Duque d’Ávila, em Lisboa. E, embora a vida de cada uma tenha seguido, até ao momento desse acaso, o seu percurso distinto, sobre todas elas pesou a pata da ditadura. Assim no-lo diz uma narradora sagaz, que vai recuperando a memória de como se vivia, alertando para os perigos de não se saber olhar para trás e lembrando Abril, esse mês em que se matou a sede.
Os livros estarão novamente disponíveis em outubro, atualmente o livro está em reimpressão (foi um tal sucesso que se esgotou a tiragem atual).
Der brasilianische Autor Rafael Gallo, der im Oktober ein Literaturstipendium derPortugiesischen Botschaft/Instituto Camões in Berlin erhält, kommt zur Frankfurter Buchmesse, die in diesem Jahr vom 7. bis 11. Oktober stattfindet.
Wir freuen uns auf eine Lesung mit Gespräch mit Rafael Gallo am Freitag, dem 9. Oktober, 20.00 Uhr bei uns in der Buchhandlung.
Rafael Gallo wurde 1981 in São Paulo, Brasilien, geboren und lebt derzeit in Lissabon. Er ist Autor des Romans „Dor fantasma“, der 2022 mit dem Prémio Saramago ausgezeichnet wurde (Porto Editora/Biblioteca azul); des Romans „Rebentar“ (Porto Editora/Record), Gewinner des São-Paulo-Literaturpreises und zweier weiterer Erzählbände. Darüber hinaus hat er zahlreiche Texte in Anthologien und Sammelbänden veröffentlicht, unter anderem in Frankreich, den Vereinigten Staaten, Kuba, Ecuador und Mosambik.
Der Herbst ist nicht mehr weit und damit beginnt auch die „Literaturpreis-Saison“. Der mit 15.000 Euro dotierte Romanpreis des portugiesischen Schriftstellerverbandes (Grande Prémio APE/DGLAB) geht in diesem Jahr an Patrícia Portela Sie wird für ihren im letzten Jahr erschienenen Roman Manual para Andar Espantada por Existir (erschienen bei Editorial Caminho) ausgezeichnet und setzte sich in einer knappen Juryentscheidung unter Vorsitz von José Manuel de Vasconcelos gegen durch O Fim dos Estados Unidos da América – Epopeia von Gonçalo M. Tavares durch.
Das Buch knüpft an den Roman „As aventuras de João sem medo“ von José Gomes Ferreira an und lädt den Leser ein, „die Mauer der Realität zu durchbrechen und die Bedeutung der Fantasie in einer Zeit wiederzuentdecken, in der Denken, Fühlen und Handeln zu Akten des Widerstands geworden sind“, heißt es im Verlagstext.
Der Roman habe eine komplexe, gut durchdachte und überraschendee Struktur und offenbare eine Leichtigkeit, die über die Grenzen der sogenannten klassischen Fiktion hinausgehe, sowie eine außergewöhnliche Fähigkeit, verschiedene literarische Traditionen zu verbinden, so die Jury in ihrer Begründung.
Patricia Portela wurde 1974 geboren und arbeitet sowohl als Schriftstellerin als auch als Regisseurin für Theaterproduktionen. 2016 erhielt sie als erste Autorin das Residenzstipendium der portugiesischen Botschaft/Instituto Camões in Berlin. Zuletzt erschien in diesem Jahr ihr neues Buch Hoje, 3 de Maio.
Lídia Jorge zu Gast bei TFM, copyright: Petra Noack/TFM
Großartige Neuigkeiten! Der Prémio Camões, der bekannteste Literaturpreis der portugiesischsprachigen Welt, geht in diesem Jahr an die portugiesische Autorin Lídia Jorge. Der Preis wurde 1988 von den Regierungen Brasiliens und Portugals ins Leben gerufen und ist der höchstdotierte Literaturpreis der portugiesischsprachigen Welt. Alljährlich wird mit ihm ein portugiesischsprachiger Schriftsteller ausgezeichnet. Zuletzt erhielt 2025 die angolanische Autorin Ana Paula Tavares die Auszeichnung.
LÍDIA JORGE, geboren 1946 in Boliqueime im Süden Portugals studierte französische Literatur in Lissabon und ver- brachte einige Jahre damit, während des Unabhängigkeitskampfes in Angola und Mosambik zu unterrichten. Sie lebt heute in Lissabon. Mit ihren ersten beiden Romanen gehörte sie zur Avantgarde der zeitgenössischen portugiesischen Literatur und hat seitdem zahlreiche renommierte Auszeichnungen für ihre Arbeit erhalten.
In deutscher Übersetzung sind in den letzten beiden Jahren zwei Romane im Secession-Verlag für Literatur erschienen, übersetzt von Steven Uhly und Marianne Gareis Erbarmen und in diesem Jahr Die Stunde der Nelken.
Lídia Jorge war zweimal bei uns in der Buchhandlung zu Gast.
Alle lieferbaren Titel von Lídia Jorge finden Sie bei uns in der Buchhandlung.
Zwei Titel unterschiedlicher Genres sind in diesem Frühjahr nach Jahren wieder neu aufgelegt worden.
Da ist zum einen der Rio-Krimi Ein Fenster in Copacabana (Originaltitel: Uma Janela em Copacabana) von Luiz Alfredo Garcia-Roza, der mit sehr schickem Cover bei Oktopus, einem Label des Kampa Verlags, erschienen ist. Die Übersetzung stammt von Nicolai von Schweder-Schreiner. Luiz Alfredo Garcia-Roza (1936-2020) war neben seiner Haupttätigkeit als Psychoanalytiker einer der wenigen brasilianischen Autoren, die sich der Kriminalliteratur gewidmet haben. Seine in Rio de Janeiro spielenden Krimis um den Ermittler Kommissar Espinosa sind sehr populär, haben Literaturpreise gewonnen und wurden teilweise auch verfilmt.
Im jetzt wieder entdeckten Ein Fenster in Copacabana geht es um eine mysteriöse Serie von Polizistenmorden. Drei von Kommissar Espinosas Kollegen wurden aus nächster Nähe erschossen. Espinosa vermutet, dass die Täter Verbindungen zur Polizei haben, womöglich sogar aus den eigenen Reihen stammen. Ein weitreichendes Netz aus Korruption erschwert die Ermittlungen.
Einem gänzlich anderen Genre gehört die ebenfalls wieder aufgelegte Sammlung Märchen aus Portugal an, die von den beiden Romanisten Harri Meier und Dieter Woll herausgegeben wurde und ursprünglich im Diederichs Verlag erschien. Die neue, sehr preiswerte Hardcover-Ausgabe von Anaconda versammelt 120 zauberhafte Texte aus den verschiedenen Provinzen des portugiesischen Festlandes, von den Azoren, aus Madeira und dem portugiesischsprachigen Galicien. In diesen Wunder- und Zaubermärchen, Schwänken und Legenden aus allen Epochen wird die Vergangenheit der Pyrenäenhalbinsel mit ihren maurischen Einflüssen wieder lebendig.
Kurz vor Ostern war Lídia Jorge bei uns zu Gast, um ihren neu auf Deutsch erschienen Roman „Die Stunde der Nelken“ vorzustellen, der in deutscher Übersetzung von Marianne Gareis im Secession Verlag für Literatur erschienen ist.
Es war ein ganz wunderbarer Abend mit einer gut aufgelegten Autorin, die viel über die Entstehung des Buches, das in Portugal vor gut 10 Jahren veröffentlichte, erzählt hat.
Die Handlung spielt drei Jahrzehnte nach der Nelkenrevolution (1974) also kurz nach der Jahrtausendwende. Die in den USA lebende portugiesische Journalistin Ana Maria Machado soll für das amerikanische Fernsehen eine Reportage über eben diese Revolution machen, die Portugal von der Jahrzehnte währenden Diktatur befreit hat und gleichzeitig einer der wenigen nahezu gewaltlosen radikalen politischen Umbrüche des 20. Jahrhunderts war.
Lídia Jorge zu Gast bei TFM, copyright: Petra Noack/TFM
Eher widerwillig stimmt Ana Maria Machado, die Ich-Erzählerin des Romans, dem Vorhaben zu, denn eigentlich will sie nichts mehr von dieser Vergangenheit wissen. Sie kehrt nach Portugal in das Haus ihres Vaters, selbst ein Zeitzeuge und linker Journalist, zurück und interviewt ausgehend von einem Foto, das sie im Haus des Vaters findet, zusammen mit zwei ihrer ehemaligen Kommilitonen einige Protagonisten des Umsturzes.
Für den Roman hat Lídia Jorge selbst viele Interviews mit Zeitzeugen, die im Buch mit anderen Namen auftauchen (die im kundigen Anhang aber aufgelöst werden), geführt und sieht das Buch selbst als Erinnerung an einen positiven Augenblick der Geschichte, der nicht vergessen werden sollte.
Es gibt erfreulicherweise Zuwachs im Bücherregal der deutschen Übersetzungen. Manchmal braucht es einige Jahre und viel Durchhaltevermögen, bis ein deutscher Verlag auf ein interessantes aufmerksam wird und es publiziert.
So auch in diesem Fall. Der Wallstein Verlag hat jetzt in seiner „Weidle-Reihe“ Die Frauen der Fonte Nova (As Mulheres da Fonte Nova) der portugiesischen Autorin Alice Brito veröffentlicht, mit einem sehr schicken Cover, wie wir finden. Die Übersetzung stammt von Markus Sahr.
Erzählt wird die Geschichte von Arminda und Maria João, die in den 1930er Jahren in Setúbal im selben Stadtviertel aufwachsen, Setúbal war seinerzeit ein Stadt, die von Armut und der allgegenwärtigen Fischkonservenindustrie geprägt war. Alice Brito gelingt es ganz hervorragend, das Leben der Frauen zu beschreiben und gleichzeitig die Stimmung in der Stadt mit ihren Gerüchen, Geräuschen ganz plastisch einzufangen. Trotz der schwierigen Lebenssituation der Hauptfiguren wirkt das Buch überhaupt nicht schwermütig. Das Buch wurde 2012 in Portugal veröffentlicht, war das Debüt von Alice Brito und ist leider im Original schon seit einiger Zeit vergriffen.
Wir haben es als eines der ersten Bücher in unserer „Tertúlia“ gemeinsam gelesen und damals, soweit ich mich erinnere, einhellig positiv bewertet.
Umso schöner ist es, dass durch die Übersetzung jetzt auch das deutsche Publikum die Chance hat, das Buch kennenzulernen. Alice Brito ist nächste Woche auf der Leipziger Buchmesse zu Gast und wird den Roman am Stand der portugiesischen Botschaft vorstellen am Freitag 28.03.2025, Messe – Halle 4 Stand C300, 10.30-11.15 Uhr.
Ende März findet wieder die Leipziger Buchmesse statt. Portugal ist mit einem eigenen Stand in Halle 4 Stand C300 vertreten und bietet ein tolles Programm mit zahlreichen Autorinnen und Autoren, die nach Leipzig reisen werden. Wir sind auch die ganze Zeit vor Ort und beraten Sie gern zu Büchern und Autor*innen.
Hier folgt das Programm für das Wochenende:
Samstag 29.03.2025 Messe – Halle 4 Stand C300
Samstag, 21.03.2026
10.30 – 11.30 Uhr / Halle 4, Stand C300
EIN GESPRÄCH MIT LÍDIA JORGE UND CARLA PAIS
Ist wahre literarische Inspiration ohne Qualen und Brüche möglich?
Moderation: Sabine Kieselbach
Die Frage, ob Inspiration und Kreativität vollständig von Schmerz, Leid oder Verlust abhängig sind, wird kontrovers diskutiert. Es gibt allerdings auch Befürworter, die zwar weniger zahlreich, aber ebenso vehement sind, dass ein inspiriertes Werk untrennbar mit Glück und Optimismus verbunden ist und von diesen abhängt. Dies ist das Thema, das wir den beiden Schriftstellerinnen mit Moderation der Journalistin Sabine Kieselbach (DW) zur Diskussion vorschlagen.
Erbarmen, Übersetzung: Steven Uhly, Secession, 2025
11.45 – 12.45 Uhr / Halle 4, Stand C300
DAS POETISCHE WERK VON JÚlIO POMAR: POESIE, MUSIK, FREUDE
Vorstellung: Toby Ashraf, Musik: Pedro Matos
Júlio Pomar ist einer der bedeutendsten portugiesischen Maler des 20. Jahrhunderts, dessen hundertster Geburtstag nun gefeiert wird. Neben seinem einzigartigen und vielgeschätzten bildnerischen Werk ist uns kürzlich auch Pomar als Dichter begegnet, dessen Schriften es verdienen, bekannt gemacht zu werden. Der Journalist Toby Ashraf stellt uns den Menschen Júlio Pomar vor und Pedro Matos macht uns mit seiner vertonten Poesie bekannt.
14:30 – 15:30 Uhr EIN GESPRÄCH MIT ALICE BRITO UND FRANCISCO MOTA SARAIVA
Hat Literatur die Kraft, die Welt zu verändern: Traum oder Wirklichkeit?
Moderation: Elena Witzeck
Zwei Autoren verschiedener Generationen, die sich mit disruptiven Themen beschäftigen, sie jedoch unterschiedlich behandeln. Wir schlagen ein Gespräch vor, in dem sie ihre Meinung über die Kraft der Literatur, die Welt zu verändern, äußern und darüber sprechen, ob ihre Bestrebungen ein Traum oder Realität sind. Das Gespräch wird von der Journalistin Elena Witzeck (FAZ) moderiert.
Die Sprache ist ein ehrlicher und unverfälschter Spiegel der Kultur eines Volkes, jeder Laut, jeder Rhythmus und jeder Ausdruck erzählen lange Geschichten über seinen historischen Weg, der es in die Moderne geführt hat. Der Satz des Autors Vergílio Ferreira „Von meiner Sprache aus sieht man das Meer” sagt viel, ja sehr viel über Portugal aus: wo es schon überall gewesen ist, was es gesehen hat und wie es durch die Kontakte, die ihm das unermessliche Meer geschenkt hat, geprägt wurde.
Vielleicht noch eindringlicher als Prosa ist die Poesie mit ihrer Musik, ihrem Rhythmus, ihrer Fähigkeit, in einem einzigen Vers das Ergebnis langwieriger Überlegungen oder eines beschwerlichen Weges zusammenzufassen, und sie vermag uns in dieser kurzen Sitzung zu erzählen, wie sich dieses Land der Welt öffnet, wie es mit dem Fernen in Beziehung tritt, wie es sich von dem überzeugen lässt, was die Nation bereichert.
Die folgenden Auszüge zeigen die Seele nicht eines Volkes, sondern der vielen, die dieselbe Sprache sprechen.
EIN ABEND MIT LÍDIA JORGE UND FRANCISCO MOTA SARAIVA
Inspirieren oder hemmen die radikalen Veränderungen, die wir durchleben, ihr Schaffen?
Moderation: Elena Witzeck
Ob wir nun die heutige Zeit als eine Phase des Übergangs oder als eine Phase des Umbruchs betrachten, so ist doch unbestreitbar, dass sich die Realität in einigen wesentlichen Aspekten und mit einer Geschwindigkeit verändert, die wir vor etwas mehr als einem Jahr noch nicht erwartet hätten.
Historisch gesehen haben tiefgreifende Veränderungen enorme Auswirkungen auf die Kunst, und es ist nicht ungewöhnlich, dass das künstlerische Schaffen selbst den Wandel beschleunigt. Historisch gesehen kann eine unerwartete Veränderung, wie wir sie derzeit erleben, gegensätzliche Auswirkungen auf das literarische Schaffen haben: Es kann zum Stillstand kommen, damit zumindest der Schriftsteller tief durchatmen kann, oder es kann sich bis zu einem fast schwindelerregenden Tempo beschleunigen.
Ob die Veränderungen, die die Welt derzeit durchläuft, unsere Autoren inspirieren oder zurückschrecken lassen, ist der Ausgangspunkt für eine Debatte, die wir für sehr interessant halten und die von der Journalistin Elena Witzeck (FAZ) geführt wird.
Portugal ist ein Land der Dichter, die die Sprache zu einem Kunstwerk erheben und sie als feste Brücke zu allen Kontinenten nutzen.
Diese Veranstaltung ist der Poesie in portugiesischer Sprache gewidmet, mit Klängen, Rhythmen, Aromen und exotischen, fernen und nahen Erinnerungen.
Der Verleger Ingo Držečnik präsentiert die neueste Ausgabe der literarischen Zeitschrift Metamorphosen, die den Dichtern gewidmet ist, die auf Portugiesisch schreiben. Noah Moisan rezitiert Gedichte, die zum Nachdenken anregen, Higino Andrade begleitet am Kontrabaß.
Das Werk von António Lobo Antunes erscheint in Portugal im Verlag Dom Quixote und wird auch in Deutschland seit vielen Jahre gepflegt. Die Übersetzungen ins Deutsche stammen fast ausnahmslos von Maralde Meyer-Minnemann und werden im Luchterhand Verlag veröffentlicht. Vor wenigen Tagen erschien mit Wörterbuch der Sprache der Blumen (Originaltitel: Diccionario da Linguagem das Flores) ein neuer Roman.
Viele Jahre lang war er António Lobo Antunes für den Literaturnobelpreis im Gespräch. Daraus ist leider nichts geworden, seine Romane werden bleiben. Einen Überblick über das Gesamtwerk finden Sie hier.
Der portugiesische Autor Gonçalo M. Tavares wird mit dem renommierten spanischen Premio Formentor de las Letras 2026 ausgezeichnet. Die Jury betonte bei der Bekanntgabe dass Tavares die strengen Grenzen zwischen den traditionellen literarischen Gattungen verwische und dass er in den letzten 25 Jahren ein literarisches Werk von starker Persönlichkeit, blendender Originalität und kraftvoller Fantasie geschaffen habe. Tavares Romane bevölkerten Figuren, deren Extravaganz den ungewöhnlichsten, seltsamsten und unerwartetsten Dimensionen des Menschseins zugeschrieben werden könnten.
Vor ihm haben unter anderem Samuel Beckett, Jorge Luis Borges, Javier Marías, Mircea Cărtărescu, Annie Ernaux, Cees Nooteboom, César Aira, Liudmila Ulítskaya und László Krasznahorkai den Preis erhalten. Er ist mit 50.000 Euro dotiert.
Gonçalo M. Tavares ist einer der meist übersetzten Autoren Portugals. In deutscher Übersetzung von Michael Kegler erscheinen seit einigen Jahren die Bände der „Senhores“ aus der Reihe „O Bairro“ (Das Stadtviertel) im österreichischen Verlag Edition Korrespondenzen.
Der 10. und letzte Band Herr Eliot und die Vorträge erscheint im März und kann schon vorbestellt werden. Auf der kommenden Leipziger Buchmesse stellen Michael Kegler und Reto Ziegler von der Edition Korrespondenzen den Band vor (Freitag, 20.3. 11.30 Uhr, Halle 4 C300). Ein kleines Porträt über Gonçalo M. Tavares von seinem Übersetzer Michael Kegler ist im Rahmen der „Weltlesebühne“ hier verfügbar.
In Portugal veröffentlichte Gonçalo M. Tavares Ende letzten Jahres das Epos O Fim dos Estados Unidos da América, das mit dem rätselhaften Ausbruch der Pest in den Vereinigten Staaten von Amerika beginnt. Ted Trash, Faschist und Rechtsextremist, und Left Wing, Linksextremist, sind für einen zweiten Bürgerkrieg im Land verantwortlich. Arme und Reiche werden Probleme miteinander haben, und zwar nicht wenige.
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