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Marina Colasanti am 23.03. bei „Brasilesen“

Die erfolgreiche Reihe

geht in eine neue Runde. Wir freuen uns im März auf Marina Colasanti.

Marina Colasanti, copyright: Cristina Isidoro

Marina Colasanti, copyright: Cristina Isidoro

Sie liest am Mittwoch, dem 23. März um 19.30 Uhr in der Stadtbücherei/Zentralbibliothek Frankfurt, Hasengasse 4 aus ihrem im Frühjahr in deutscher Übersetzung erscheinenden, autobiographischen Text Mein fremder Krieg (Minha guerra alheia). Moderation: Markus Sahr, Übersetzung: Michael Kegler. Der Eintritt ist wie immer frei.

Marina Colasanti wurde 1937 in Asmara (Eritrea, damals eine italienische Kolonie) geboren. Einen Teil ihrer Kindheit verbrachte sie in Libyen und lebte dann weitere 11 Jahre in Italien, ehe sie 1948 mit ihrer Familie nach Brasilien emigrierte.  In Brasilien studierte sie Bildende Kunst, arbeitete anschließend als Journalistin und übersetzte aus dem Italienischen. Sie hat zahlreiche Bücher veröffentlicht  und ist in Brasilien vor allem auch als Kinder- und Jugendbuchautorin bekannt.

Mein fremder Krieg (Minha guerra alheia), der jetzt in deutscher 9783938803745Übersetzung von Markus Sahr bei Weidle erscheint, ist ein autobiographisches Szenenbuch und zugleich eine Art erwachter Empfindungsfundus aus den Erinnerungen von Marina Colasanti. Es ist zudem ein Erinnerungsbuch, bei dem der Krieg sich in den Augen eines Kindes spiegelt, dem glückliche Umstände gestatteten, nicht nur am Leben, sondern mit allen Sinnen lebendig zu bleiben, sodass der erwachsene Mensch Impressionen von ungeheurer Detailgenauigkeit und verblüffender Präzision hervorzuholen vermag. Und die Wiederbegegnung der erwachsenen Autorin mit den Orten ihrer Kindheit verleiht den Kindheitserinnerungen eine melancholische Aura der Unwiederbringlichkeit. Die Erfahrungen der Kindheit sind zu Kristall geschossen, und die erwachsene Frau bemüht sich vergeblich, die Kristallschichten zu durchdringen, um dem Kind noch einmal begegnen zu können: Sie kann es sehen, aber nicht berühren.

BrasiLesen ist eine Iniatitive des Centro Cultural Brasileiro de Frankfurt (CCBF e.V.), in Kooperation mit dem Generalkonsulat von Brasilien, LitpromTFM-Centro do Livro , der Literarischen Agentur Mertin , unterstützt von  Empório VidaBio und Água na Boca.

Mit freundlicher Unterstützung von TAP Portugal.

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Manuel Alegre: Cão como nós – Ein Hund wie wir – jetzt neu bei TFM

Manuel Alegres  Novelle Cão como nós – Ein Hund wie wir ist jetzt in einer zweisprachigen Ausgabe portugiesisch-deutsch in unserem Verlag TFM – Teo Ferrer de Mesquita erschienen.

Cão como nós – Ein Hund wie wir erzählt die Geschichte eines Hundes, der kein Hund sein wollte und über viele Jahre der Mittelpunkt im Leben der Familie des Autors war. Anekdoten aus der gemeinsamen Zeit mit dem Hund Kurika mischen sich mit den Gedanken Manuel Alegres nach dessen Tod. Mit dem Abwesenden beginnt der Autor ein nostalgisches Zwiegespräch, einen Dialog mit einem Hund, der so sein wollte wie wir.

Das Buch wurde von Markus Sahr ins Deutsche übersetzt. Er übertrug bereits Rafael, den 2007 im Leipziger Literaturverlag erschienenen Roman Manuel Alegres aus dem Portugiesischen.

Cão como nós – Ein Hund wie wir ist bereits das zweite Buch des Autors im Verlag TFM.

Manuel Alegre de Melo Duarte wurde am 12.Mai 1936 in Águeda geboren. Er studierte in Lissabon, Porto und an der juristischen Fakultät der Universität Coimbra.

1961 nach Angola abkommandiert, organisierte er dort den ersten Versuch einer Militärrevolte gegen das Regime und den Kolonialkrieg. Er wurde von der portugiesischen Geheimpolizei PIDE für sechs Monate in Luanda inhaftiert und schrieb im Gefängnis einen Großteil der Gedichte für sein erstes Buch Praça da Canção.

Im Oktober 1964 wurde er in den Führungsstab der Frente Patriótica de Libertação Nacional (Patriotische Front zur Nationalen Befreiung) gewählt. Zehn Jahre verbrachte er im Exil in Algier, wo er der verantwortliche Sprecher des Widerstandssenders Voz da Liberdade (Stimme der Freiheit) war. Nach der Nelkenrevolution am 25. April 1974 kehrte er nach Portugal zurück. 1974 wurde er in den Vorstand der Sozialististischen Partei (PS) gewählt, von 1995 bis 2009 war er Vize-Präsident des portugiesischen Parlaments. 2006 und 2011 kandidierte er bei der Wahl zum Präsidenten der Republik.

Manuel Alegres literarisches Werk umfasst Romane, Erzählungen, Essays und vor allem Lyrik. Er hat zahlreiche renommierte Literaturpreise erhalten, unter anderem den Großen Lyrikpreis des portugiesischen Schriftstellerverbandes, Prémio Fernando Namora, Prémio Pessoa und zuletzt Prémio Dom Dinis für seinen Gedichtband Doze Naus.

Cão como nós – Ein Hund wie wir
Verlag: TFM – Teo Ferrer de Mesquita, Frankfurt am Main,

ISBN 978-3-939455-05-9, 14,80 EUR

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Cão como nós, o livro de Manuel Alegre (Publicações Dom Quixote, 2002), acaba de sair em edição bilingue, português-alemão, com a chancela da Editora TFM – Teo Ferrer de Mesquita, Frankfurt. Ein Hund wie wir –  Cão como nós, está agora disponível para os leitores de língua alemã de Manuel Alegre.

Cão como nós – Ein Hund wie wir, conta a história dum cão, que não queria ser cão e esteve durante muitos anos no centro da vida familiar do autor. Após a morte de Kurika, à recordação de episódios, anedotas dos tempos que passaram juntos, misturam-se várias reflexões. É o começo dum nostálgico diálogo entre Manuel Alegre e o ausente, o cão que queria ser como nós.

O texto alemão é de Markus Sahr que já em 2007 traduzira Rafael para a Leipziger Literaturverlag.

Este é o segundo livro do autor publicado pela TFM – Frankfurt em edição bilingue.

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Helder Macedo – im März auf Lesereise

Helder Macedo stellt sein Buch Weiße Flecken von Afrika (erschienen 2010 im Leipziger Literaturverlag) bei uns in Frankfurt und im Rahmen der Leipziger Buchmesse vor:

Mittwoch/Quarta-feira, 16.03. 20.00 Uhr

TFM-Centro do Livro de Língua Portuguesa lädt ein zu einer Lesung aus Partes de África/Weiße Flecken von Afrika mit Helder Macedo

TFM, Große Seestr. 47, Frankfurt/Main

Moderation und Übersetzung/ Moderação e Tradução: Markus Sahr

Eintritt frei/Entrada livre

zweisprachig portugiesisch/deutsch

Donnerstag/Quinta-feira, 17.03. 20.00 Uhr

Vorstellung des Romans Partes de África/Weiße Flecken von Afrika anlässlich der Leipziger Buchmesse

Literaturhaus / Haus des Buches, Raum 016, Gerichtsweg 28, Leipzig

Moderation und Übersetzung/ Moderação e Tradução: Markus Sahr

Eintritt/Entrada: 2,00/1,00 EUR

zweisprachig portugiesisch/deutsch

Eine Iniative des Übersetzervereins Die Fähre e.V., der Buchhandlung TFM-Centro do Livro e do Disco de Língua Portuguesa, Frankfurt am Main mit Unterstützung von Direcção-Geral do Livro e das Bibliotecas (DGLB) /Ministério da Cultura, Portugal.

Uma iniciativa da Associação de Tradutores Die Fähre e.V., Leipzig e da livraria TFM-Centro do Livro e do Disco de Língua Portuguesa, Frankfurt am Main.

Apoio: Direcção-Geral do Livro e das Bibliotecas (DGLB) /Ministério da Cultura, Portugal.

Helder Macedo ist ein portugiesischer Romancier, Essayist, Kritiker und Literaturwissenschaftler. Er wurde 1935 in Südafrika geboren, verbrachte einen Teil seiner Kindheit in Moçambique und kam noch als Jugendlicher nach Portugal. 1957 erschien sein erster Lyrikband Vesperal, seinen ersten Roman Partes de África, der jetzt in deutscher Übersetzung von Markus Sahr vorliegt, veröffentlichte er erst 1991. Helder Macedo ist neben weiteren Lyrik- und Prosaveröffentlichungen Autor eines umfangreichen essayistischen Werks, das in Portugal und im Ausland erschienen ist.

In den 1960er ging Helder Macedo – Gegner der faschistischen Diktatur – ins Exil nach England, er promovierte an der Londoner Universität, an der er anschließend auch unterrichtete. Von 1982 bis 2004 hatte er den nach Camões benannten Lehrstuhl inne und leitete die Abteilung für Portugiesische und Brasilianische Studien am King’s College.

Nach der Nelkenrevolution 1974 hatte er in Portugal zeitweise öffentliche Ämter inne, unter anderem war er 1979 Staatssekretär für Kultur. Helder Macedo ist Mitglied der Akademie der Wissenschaften in Portugal.

Helder Macedo, poeta, romancista, ensaísta, critico e investigador literário. Nasceu em 1935 na África do Sul, viveu em Moçambique e veio para Portugal ainda adolescente. Estreou-se como poeta em 1957, com Vesperal, e publicou em 1991 o primeiro romance, Partes de África, agora traduzido para o alemão por Markus Sahr para a editora Leipziger Literaturverlag. Além da poesia e ficção, é autor de vasta obra ensaística publicada em Portugal e no estrangeiro.

Opositor à ditadura fascista, Helder Macedo exilou-se em Inglaterra no início dos anos 60, tendo-se doutorado na Universidade de Londres, onde lecionou. Foi Professor titular da cátedra Camões, entre 1982 e 2004, função que acumulou com a de diretor do departamento de Estudos Portugueses e Brasileiros do King’s College onde atualmente é Emeritus Professor of Portuguese.

Após o 25 de Abril ocupou em Portugal cargos oficiais, nomeadamente o de Secretário de Estado da Cultura, em 1979. É membro da Academia das Ciências de Lisboa.

Helder Macedos autobiografischer Roman Weiße Flecken von Afrika liefert ein Bild der portugiesischen Diktatur vor ihrem Untergang und eröffnet eine Sicht auf das Problem der Kolonisierung im allgemeinen. In Südafrika geboren, wächst der Erzähler in Mosambik auf. In den Ko­lonien führen die portugiesischen Verwalter häufig eine Willkürherrschaft: Einer von ihnen richtet seine häuslichen Untergebenen beim Servieren zu Duetten aus Carmen oder Tosca ab. Gelingt es den Eingeborenen nicht, ihn zufrieden zu stellen, läßt er sie auspeitschen. Demgegenüber sorgt sich der Vater des Erzählers um eine nachhaltige Ent­wicklung der ihm anvertrauten Distrikte: Er läßt Straßen und Hospitäler bauen, kümmert sich um die vielen Leprakranken und gründet Schulen. Erst zum Studium wechselt der Sohn für längere Zeit nach Europa, durch­streift als Bohémien Lissabon und beteiligt sich am Wahlkampf des oppositionellen Generals Humberto Delgado. Einem drohenden Zugriff durch die Geheimpolizei entzieht er sich durch die Flucht nach Südafrika und anschließend nach England. Er bereist Guinea-Bissau und die Kapverdischen Inseln kurz nach deren Unabhängigkeit und glaubt, mit diesen Aktionen über seinen Vater zu triumphieren.

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Helder Macedo: Weiße Flecken von Afrika

Der Leipziger Literaturverlag (vormals Erata) setzt seine Reihe mit Übersetzungen portugiesischer Autoren fort. Nach Titeln von Jorge de Sena, Yvette Centeno, Herberto Helder und Fernando Pessoa ist nun im Herbstprogramm der von Markus Sahr übersetzte Roman Partes de África von Helder Macedo erschienen. Der deutsche Titel lautet Weiße Flecken von Afrika . Es handelt sich um einen autobiographischen Roman,  in Portugal bereits 1991 erschienen, der sich mit der portugiesischen Diktatur vor ihrem Untergang und dem Problem der Kolonisierung auseinandersetzt.

Leser aus Leipzig und Umgebung haben am 30.September Gelegenheit, den Roman in einer Lesung mit dem Übersetzer Markus Sahr kennenzulernen. Mitglieder des Übersetzerverbandes „Die Fähre“ lesen aus Ihren Neuerscheinungen um 20.00 Uhr im Haus des Buches in Leipzig, Gerichtsweg 28.

Für alle anderen ist das Buch ab sofort bei uns im Sortiment verfügbar.

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Lesung mit Manuel Alegre in Berlin, 24.10.07

Der TFM – Verlag veröffentlicht gemeinsam mit dem Ibero-Amerikanischen Institut in Berlin die wissenschaftliche Reihe Biblioteca Luso-Brasileira. In diesem Jahr erschien mit dem Titel Die Arcádia Lusitana von Christoph Müller bereits der 25.Band – ein kleines Jubiläum, das wir am 24. Oktober in Berlin feiern werden. Manuel Alegre (copyright TFM und Nuri Ciçek)Eingeladen haben wir mit Manuel Alegre einen der bekanntesten portugiesischen Autoren der Gegenwart.
Er ist seit 1975 Mitglied des Parlaments und war 2006 Präsidentschaftskandidat in Portugal. Zur Zeit der Salazar-Diktatur lebte er im Exil in Algerien. Seit 1965 veröffentlichte er zahlreiche Gedicht- und Prosabände. In deutscher Übersetzung liegen der zweisprachige Lyrikband Letras Portuguesas (TFM, 1997) und der Roman Rafael (Edition Erata 2007) vor, die der Autor beide vorstellen wird. Es moderiert und übersetzt Markus Sahr (Leipzig). Musikalisch umrahmt wird die Lesung vom in Berlin lebenden Kontrabassisten Carlos Bica.

Die Lesung ist zweisprachig portugiesisch-deutsch, der Eintritt ist frei.

Die Veranstaltung beginnt am 24.10. um 19.00 Uhr und findet im Simon-Bolivar-Saal des Ibero-Amerikanischen Instituts, Potsdamer Str. 37 statt. Wir freuen uns auf Ihr Kommen.

mit freundlicher Unterstützung von Direcção Geral do Livro e das Bibliotecas/Ministério da Cultura und aicep Portugal Global

Copyright der Fotografie: Nuri Ciçek und TFM

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