Monatsarchiv: September 2020

Amália Rodrigues – Bücher zum 100. Geburtstag

Amália Rodrigues, die große portugiesische Fadosängerin, hätte in diesem Jahr ihren 100. Geburtstag gefeiert.

Das haben einige Verlage zum Anlass genommen, in neuen Büchern ihr Leben und Werk zu beleuchten.

Manuel da Fonseca/Amália Rodrigues: Amália nas suas palavrasMit Spannung wird besonders Amália nas suas palavras erwartet, der eigentlich schon 1973/1974 erscheinen sollte, dann aber nach der Nelkenrevolution zunächst nicht mehr interessant war. Der Schriftsteller Manuel da Fonseca war vom Verlag Arcádia beauftragt worden, eine Biographie über Amália zu schreiben. Die Idee schien vielversprechend – ein bekannter Autor des portugiesischen Neorealismus und Mitglied der kommunistischen Partei im Gespräch mit Amália Rodrigues, der ikonischen Sängerin, der oft ihre unpolitische Haltung gegenüber dem Salazarregime vorgeworfen wurde. Es entstanden an die 10 Stunden Tonaufnahmen, die aber bald in Vergessenheit gerieten, denn nach dem 25. April 1974 wollte erstmal niemand etwas von Amália und Fado wissen, erst viel später wurde sie rehabilitiert. Das Buch, in dem erstmals das gesamte Interviewmaterial transkribiert wurde, zeigt nun eine „Amália“ ohne Filter.

Miguel Carvalho: Amália. Ditadura e revoluçãoBereits vor einigen Wochen erschien mit  Amália – Ditadura e Revolução. A história secreta von Miguel Carvalho

eine Biographie, die sich speziell mit der Rolle der Sängerin während der Diktatur und Revolution auseinandersetzt. Auch für dieses Buch wurden zahlreiche bisher unbekannte oder unveröffentlichte Dokumente verarbeitet und viele Interviews mit Zeitzeugen geführt.

Damit Amália auch bei der jüngeren Generation nicht in Vergessenheit gerät, hat der Verlag Imprensa Nacional und Pato Lógico das Graça/Monteiro: Amália Rodrigues. Um lugar misteriosoBuch Amália Rodrigues, um lugar misterioso

von Sónia Graça und Paulo Monteiro veröffentlicht. Es gehört zur Reihe Grandes Vidas Portuguesas, in der zu vor beispielsweise schon kindgerechte Biographien von Fernando Pessoa, Sophia de Mello Breyner Andresen, António Lobo Antunes oder José Saramago erschienen sind.

Wie immer gibt es alle hier vorgestellten Bücher und natürlich auch jede Menge Musik von Amália Rodrigues bei uns in der Buchhandlung off- und online.

Amália nas suas palavras 26,50 EUR

Amália – Ditadura e Revolução. A história secreta 31,90 EUR

Amália Rodrigues, um lugar misterioso 15,50 EUR

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Neue Bücher im Herbst – Teil 2 – Übersetzungen

Wie versprochen geht es hier mit unserer kleinen Reise durch die Verlagsprogramme weiter. Der Herbst hält einige Neuerscheinungen portugiesischsprachiger Autorinnen und Autoren bereit, die schon einen kleinen Vorgeschmack auf den Portugal-Schwerpunkt der Leipziger Buchmesse im nächsten Frühjahr geben – aber auch aus Brasilien gibt es Neues:

Germano Almeida: Der treue VerstorbeneIm Oktober erscheint bei Transit Der treue Verstorbene (Original: O fiel defunto) aus der Feder des kapverdischen Autors Germano Almeida, übersetzt von Michael Kegler.

Auslöser der Geschichte ist die Ermordung des berühmtesten Schriftstellers der Inseln, der unmittelbar vor der Präsentation seines lang erwarteten neuen Buches von seinem besten Freund erschossen wird.
Was wie ein Krimi beginnt, nimmt jedoch bald einen weitaus spannenderen Weg. Almeida entfaltet das durch den Mord ausgelöste opulente Geschehen, von der Aufbahrung des Toten im Palast des Volkes bis zum Staatsbegräbnis mit Präsident, Premier und anderer Prominenz. Gleichzeitig erzählt er von der Freundschaft der beiden Männer sowie in die Vorgeschichten der anderen beteiligten Personen, besonders der zwischen ihnen, dem Toten und seinem Mörder, stehenden Frau.

Sophia de Mello Breyner Andresen: Der ZigeunerchristusDer Elfenbein Verlag gibt mit dem kleinen Lyrik-Band Der Zigeunerchristus (Original: O Cristo Cigano), übertragen von Sarita Brandt einen Vorgeschmack auf das Werk von Sophia de Mello Breyner Andresen. Für das kommende Jahr sind mit Die Muschel von Kos und andere Gedichte und Exemplarische Erzählungen zwei weitere Veröffentlichungen geplant.

 

Nach dem großen Erfolg von Tagtraum und Trunkenheit einer jungen Frau im vergangenen Jahr erscheint bei Penguin mit Aber es wird regnen der zweite Teil der Erzählungen  (Original: Todos os Contos) von Clarice Lispector, herausgegeben von Benjamin Moser, übersetzt von Luis Ruby.

Clarice Lispector: Aber es wird regnenAuch er zeigt die brasilianische Ausnahmeautorin wieder als einzigartige Chronistin des weiblichen Lebens und seiner Abgründe: Eine junge Frau entdeckt nach vielen Demütigungen das ekstatische Glück des Lesens. Ein Hausmädchen versinkt in traurigen Gedanken, um gestärkt in den Alltag zurückzukehren. Eine Beobachterin taucht in fremde Menschen ein und wird zu deren Fleisch. In 44 Geschichten, entstanden auf dem Höhepunkt ihrer literarischen Karriere  paaren sich widersprüchlichste Gefühle und kühne Bilder mit philosophischer Erkenntnis. Lispector macht uns staunen – nicht zuletzt über die Kompliziertheit des Lebens.

Angélica Freitas: Der Uterus ist groß wie eine Faust. GedichteSchon erschienen ist bei Elif der Lyrikband Der Uterus ist groß wie eine Faust (Originaltitel: Um útero é do tamanho de um punho) von Angélica Freitas, übertragen von Odile Kennel.

Der zweite Band der brasilianischen Dichterin hat sie endgültig zu einer der wichtigsten Dichterinnen Brasiliens gemacht. Für den Band erhielt sie den Prêmio APCA de poesia und war Finalistin beim Prêmio Portugal Telecom.
Nahm sie sich in ihrem ersten Band „Rilke Shake“ den poetischen Kanon vor, so dekonstruiert sie nun das Konzept „Frau“. „Die Frau ist eine Konstruktion“, schreibt sie, „die Frau muss im Grunde/ein Wohnkomplex sein/alles ist gleich/alles gleich verputzt/nur jeweils anders gestrichen.“

Wir freuen uns auf Ihre Bestellungen und merken auch gerne vor:

Germano Almeida: Der treue Verstorbene  24,00 EUR

Sophia de Mello Breyner Andresen: Der Zigeunerchristus 6,00 EUR

Clarice Lispector: Aber es wird regnen ,22,00 EUR

Angélica Freitas: Der Uterus ist groß wie eine Faust, 20,00 EUR

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Neue Bücher im Herbst – Teil 1

Traditionell veröffentlichen die Verlage im Herbst besonders viele Neuerscheinungen, das ist auch in diesem Jahr nicht anders, obwohl die Produktion insgesamt natürlich etwas geringer ausfällt als gewöhnlich. In Lissabon ist vor kurzem die diesjährige Buchmesse zu Ende gegangen, die trotz Corona stattfinden konnte – denn es ist eine Messe im Freien, was alles ein wenig einfacher macht.  Viele Autorinnen und Autoren waren vor Ort.

José Eduardo Agualusa: Os Vivos e os OutrosHier ein erster Überblick über die Titels des Herbstes:

José Eduardo Agualusa: Os vivos e os outros, 24,80 EUR

Wüsste man nicht, dass José Eduardo Agualusas neuer Roman bereits Ende 2019 zu Ende geschrieben wurde, könnte man ihn glatt für einen der ersten neuen „Pandemieromane“ halten, die jetzt vielleicht entstehen.
Auf der mosambikanischen Insel – Ilha de Moçambique findet ein afrikanisches Schriftstellertreffen statt. Am Ende des ersten Tages fallen Telefon und Internet aus, die Verbindung zum Festland ist wegen eines Unwetters gekappt. Es folgen an den nächsten Tagen eine Reihe von merkwürdigen Begebenheiten, die die Grenzen zwischen Realität und Fiktion, Vergangenheit und Zukunft in Frage stellen. Regelmäßige Agualusa- Leser und Leserinnen werden bekannte Figuren wiederentdeckenTeresa Veiga: Cidade Infecta.

Teresa Veiga: Cidade infecta, 19,50 EUR
In einer Kleinstadt im Landesinneren wird eine Frau ermordet. Die Gemächlichkeit des Alltags ist dahin, in den Gassen machen sich nachts verdächtige Schatten breit. Raquel und Anabela, die nicht viel mehr gemeinsam haben als einen Informatikkurs, den sie beide besuchen, freunden sich an. Als sie sich gerade ihre intimsten Geheimnisse anvertrauen wollen, wird die Stadt von einer neuen Tragödie heimgesucht.

Bode Inspiratório/Escape GoatBode Inspirátorio/Escape Goat, 23,80 EUR
Ein Fortsetzungsroman aus der Feder von vierzig portugiesischen Autorinnen und Autoren, entstanden in der Quarantäne am Anfang der Covid-Pandemie. Mit Beiträgen unter anderem von Afonso Cruz, Afonso Reis Cabral, Ana Luísa Amaral, Inês Pedrosa, Gonçalo M. Tavares, Isabela Figueiredo oder Rui Zink.

Manuel Jorge Marmelo: Tropel, 20,50 EURManuel Jorge Marmelo: Tropel
In einem fiktiven Land machen Dorfleute Jagd auf Einwanderer. Die Grausamkeit macht aber auch vor den Einwohnern nicht halt. Eine archaische, hochaktuelle Parabel.

Ondjaki: O livro do deslembramento, 22,30 EUR
Ondjaki: O livro do deslembramentoFast 8 Jahre hat sich Ondjaki für seinen neuen Roman Zeit genommen, der inhaltlich an Titel wie „Bom dia, camaradas“ oder „Avódezanove e o segredo do Soviético“ anknüpft. Das Buch spielt in Luanda am Ende der 1980er, Anfang der 1990er Jahre und speist sich aus den Erinnerungen Ondjakis an seine eigene Kindheit und Jugend. In Luanda entstehen eine Vielzahl von Geschichten, und schon der Titel – etwa „Das Buch des „Nicht-Erinnerns“ lässt auf die große Fabulierlust Ondjakis hoffen.

Miguel Szymanski: O Grande Pagode, 23,30 EUR
Marcelo Silva, Journalist und Ermittler im neuen Roman von Miguel Szymanski, ermitteln in seinem zweiten Fall erneut in Lissabon. Am Tejo ankert die Superjacht eines chinesischen Milliardärs, eine „historische Vereinbarung“ zwischen Portugal und China steht kurz vor der Unterzeichnung, als eine wichtige Ministerin plötzlich zurücktreten muss und ein Mord passiert. Auch der zweite „Politkrimi“ von Miguel Miguel Szymanski: O Grande PagodeSzymanski bietet neben spannender Unterhaltung Denkanstöße zu aktuellen Fragen.

Auch in deutschen Verlagen erscheinen in den nächsten Wochen einige interessante Neuerscheinungen schon im Hinblick auf die Buchmesse in Leipzig im kommenden Jahr, bei der Portugal Gastland sein wird. Die Messe wurde gerade auf Ende Mai verschoben, in der Hoffnung, dass dann bei besserem Wetter gegebenenfalls auch viele Veranstaltungen im Freien werden stattfinden können. Mehr dazu gibt es demnächst hier im Blog, ebenso wie Tipps zu spannenden Novitäten aus Brasilien.

Alle vorgestellten Titel können Sie in unserer Buchhandlung kaufen, sowohl vor Ort als natürlich auch online. Ein Blick auf unsere Webseite lohnt immer, jeden Tag kommen neuen Bücher hinzu.

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Bulldozer Bolsonaro – Lesung mit Andreas Nöthen am 11. Oktober (Frankfurt-Rödelheim)

Andreas Nöthen: Bulldozer BolsonaroNoch sind aufgrund der aktuellen Lage keine Lesungen bei uns in der Buchhandlung möglich, auch die Buchmesse wird in diesem Jahr größtenteils nur virtuell stattfinden. Umso mehr freuen wir uns, dass wir in Zusammenarbeit mit dem Heimat- und Geschichtsverein Rödelheim  am Sonntag, 11. Oktober, um 15 Uhr zu einer Open-air-Lesung  am Pavillon des Heimat- und Geschichtsvereins im Frankfurter Brentanopark einladen können.  Wir hoffen, dass das Wetter mitspielt.

Michael Kegler moderiert, der Eintritt ist frei, die Veranstaltung wird coronagemäß bestuhlt sein, entsprechend empfiehlt es sich, pünktlich zu kommen. Bei Regen kann die Vorstellung leider nicht stattfinden. Eine eventuelle Absage wird bis spätestens am Vorabend hier im Blog und über den Blog www.roedelheimer.de kommuniziert. Wir sind mit einem Büchertisch vor Ort. Anreise: RMV-Bus 34 oder 72 bis Haltestelle Parkweg.

Vorgestellt wird das politische Sachbuch Bulldozer Bolsonaro – Wie ein Populist Brasilien ruiniert von Andreas Nöthen. Von Anfang 2016 bis Mitte 2019 lebte der Journalist in Rio de Janeiro, wo er das politische Geschehen hautnah erlebte. Er berichtete von dort für zwei Dutzend Medien als freier Korrespondent, darunter für die Nachrichtenagenturen dpa, APA, Pressenza und KANN, aber auch für die Jüdische Allgemeine Zeitung sowie weitere Zeitungen und (Fach)Magazine. Inzwischen lebt Andreas Nöthen mit seiner Familie in Frankfurt.

Darum geht es im Buch:

2018 wurde der Populist Jair Bolsonaro zum Staatsoberhaupt des größten Landes von Südamerika gewählt. Der frühere Offizier versprach den Brasilianern einen radikalen Neuanfang, die Beseitigung von Korruption und die Bekämpfung der Gewalt. Doch auf Besserung wartet die Bevölkerung bis heute vergeblich. Die soziale Lage verschärft sich weiter, in Amazonien treibt der Präsident den Raubbau an der Natur brachial voran, und rücksichtslos geht er gegen Linke, ethnische Minderheiten und politische Gegner vor. In der Corona-Krise spielte er die Gefahr herunter und verhinderte rechtzeitige Schutzmaßnahmen, um die Wirtschaft nicht zu belasten. Wer ist dieser Mann, wo kommt er her, und wie konnten seine Parolen bei den Bürgern verfangen? Andreas Nöthen hat den Aufstieg Bolsonaros aus der Nähe miterlebt. Er zeichnet das Porträt eines rechten Populisten, der als vergleichbarer Typ auch andernorts auf der Welt anzutreffen ist.

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Pedro Costa: Vitalina Varela – ab morgen im Mal Seh’n Kino

Pedro Costa: Vitalina VarelaAb morgen Fr. 11. bis Di. 15. September jeweils 18.00 Uhr zeigt das Frankfurter Mal Seh’n Kino

Vitalina Varela (portugiesische OmU) von Pedro Costa

Der Film verdankt seinen Titel dem Namen der Hauptdarstellerin, einer kapverdischen Frau, die als nicht professionelle Schauspielern eine fiktive Version ihrer selbst spielt. Vitalina trat zum ersten Mal in einer Episode von, „Horse Money“, auf, in der sie erzählte, wie ihr Ehemann vor fast 25 Jahren seine Heimat verlassen hatte, um in Lissabon zu arbeiten – eine Trennung, die endgültig wurde, als sie endlich auf dem Kontinent ankam, drei Tage nach seiner Beerdigung. In Vitalina Varela bricht und erweitert Costa diese Episode, um uns fest in die stoische Sichtweise seiner Heldin einzufügen, und fängt ihre außergewöhnliche Stärke und Widerstandsfähigkeit ein, während sie auf den spärlichen physischen Spuren ihres Mannes navigiert, sein geheimes, illegales Leben entdeckt.

Aufgrund der immer noch sehr begrenzten Anzahl von Plätzen sind Reservierungen zu unseren abendlichen Öffnungszeiten unter 069 / 597 08 45 zu empfehlen.

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Lissabon – Hafen der Hoffnung – am 19. September im Filmmuseum

Pavel Schnabel: Lissabon - Hafen der HoffnungDas Kino in Frankfurter Filmmuseum zeigt am Samstag, dem 19. September um 16.00 Uhr in Kooperation mit der AG Dokumentarfilm zum 40. Jahrestag des Bestehens, den sehenswerten Dokumentarfilm  Lissabon – Hafen der Hoffnung von Pavel Schnabel. Es kommt die digitalisierte Fassung zur Aufführung, Pavel Schnabel wird anwesend sein und  mit  Heiko Arendt über den Film sprechen.

Der Film entstand 1994, Recherche und Text: Christa Heinrich und Jens Brüning

„Kein Land hat so vielen Juden geholfen wie Portugal“, sagen Fritz und Käthe Adelsberger. Lissabon bedeutete für sie Rettung auf ihrer Flucht vor den Nationalsozialisten, die sie, wie hunderttausende von Juden, quer durch Europa nach Portugal trieben. Die Protagonisten Ruth Arons, Grete Friman, die Adelsbergers und Siegfried Rosenthal erzählen im Film ihre Geschichte und wir erleben sie in ihrem persönlichen Umfeld – im Portugal von heute.
Ein leiser, nachdenklicher Film über ein fast unbekanntes Kapitel der europäischen Geschichte und ein Zeugnis für Menschlichkeit und Zivilcourage in einer unmenschlichen Zeit.

Pandemiebedingt gibt es im Kino nur eine begrenzte Anzahl von Sitzplätzen, daher empfiehlt sich eine frühzeitige Reservierung, Tel. 069 961 220 220.

Sie können den Film Lissabon – Hafen der Hoffnung auch bei uns in der Buchhandlung auf DVD erwerben.

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Stipendium in Berlin für Afonso Cruz

Afonso Cruz: Paz traz PazDer portugiesische Autor Afonso Cruz erhält das von der Portugiesischen Botschaft/Instituto Camões in Berlin und dem Instituto Camões initiierte, einmonatige Literaturstipendium in Berlin. Bisherige Stipendiat*innen waren Patrícia Portela, Rui Cardoso Martins, Isabela Figueiredo und Miguel Cardoso

In Berlin wird Afonso Cruz das dritte Buch seiner Sammlung “Geografias” schreiben. Das Buch spielt in der durch die Mauer geteilten Stadt Berlin und erzählt die Geschichte eines Liebespaars, das durch die Teilung der Stadt getrennt wird.

Afonso Cruz Werk ist sehr vielfältig, er arbeitet Schriftsteller, ist aber gleichzeitig auch Illustrator, Musiker und Filmemacher. Seit 2008 veröffentlichte er circa dreißig Bücher – Romane, Theaterstücke, Sachbücher, Kinder- und Jugendbücher sowie eine fiktive Enzyklopädie. Seine Werke wurden vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Europäischen Literaturpreis, und in über zwanzig Sprachen übersetzt.

Zuletzt erschien in Portugal 2019 der Band Paz traz Paz. Sein international erfolgreichstes Buch ist der Roman A Boneca de Kokoschka.

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Afonso Cruz é o autor selecionado para a quinta edição da Bolsa de Residência Literária em Berlim, uma iniciativa da Embaixada de Portugal na Alemanha / Camões – Centro Cultural Português em Berlim. Desde 2016 autores como Patrícia Portela, Rui Cardoso Martins, Isabela Figueiredo e Miguel Cardoso beneficiaram desta Residência Literária.

Na capital alemã, Afonso Cruz propõe-se escrever o terceiro livro da sua coleção “Geografias”. Este remontará à Berlim dividida pelo Muro e contará a história de um casal de namorados que são separados no momento da divisão da cidade.

Afonso Cruz é escritor, ilustrador, músico e cineasta. Desde 2008, publicou cerca de trinta livros – romances, peças de teatro, livros de não-ficção, livros infanto-juvenis e uma enciclopédia ficcional. As suas obras receberam vários prémios, entre os quais o Prémio Literário Europeu, e estão traduzidas para mais de 20 línguas. Em 2019, Afonso Cruz integrou a delegação de autores de língua portuguesa na Feira do Livro de Leipzig.

Iniciada em 2016, a Bolsa de Residência Literária em Berlim enquadra-se no programa de divulgação internacional estruturado pela Embaixada de Portugal/Camões-Centro Cultural Português em Berlim na área do Livro, no âmbito do Plano Anual de Ação Cultural Externa, coordenado pelo Ministério dos Negócios Estrangeiros de Portugal e o Ministério da Cultura. É uma das iniciativas criadas no âmbito do projeto “Portugal País convidado da Feira do Livro de Leipzig 2021”.

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