Monatsarchiv: Oktober 2017

Woche unabhängiger Buchhandlungen vom 4.-11. November

Der Weg zur Eine Woche lang – vom 4. bis 11. November 2017 – zeigen sich über 600 unabhängige Buchhandlungen („Indies“) in ganz Deutschland buchstäblich von ihren schönsten Seiten.  Bei der Woche unabhängiger Buchhandlungen handelt sich um die größte derartige Aktion, die es jemals gab. Die Staatsministerin für Kultur und Medien Prof. Monika Grütters hat die Schirmherrschaft übernommen.

Weit über 600 Buchhandlungen in ganz Deutschland beteiligen sich mit Veranstaltungen wie Autorenlesungen, Buchpartys, Schreibwettbewerben oder Diskussionsrunden zeigen die Vielfalt und Kreativität der Arbeit der unabhängigen Buchhandlungen. Und TFM ist natürlich dabei.

Wir freuen uns über Ihren Besuch in der Buchhandlung(natürlich nicht nur in dieser Woche) und haben zahlreiche Lieblingsbücher für Sie zur Auswahl. Ans Herz legen möchten wir Ihnen noch einmal die beiden Veranstaltungen mit Luiz Ruffato am 4. November im Haus am Dom und am 6. November in der Zentralbibliothek Frankfurt.

Unsere literarische Weinprobe mit Dr. Teresa Rosário und Jochen Nix am 10. November ist leider schon ausgebucht.

Weitere Informationen zur Woche unabhängiger Buchhandlungen, alle teilnehmenden Buchhandlungen und Aktionen unter: wub-event.de

 

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Prémio José Saramago geht an Julián Fuks

Der brasilianische Autor Julián Fuks ist der Gewinner des in diesem Jahr zum 9. Mal verliehen Prémio Literário José Saramago. Der mit 25.000 Euro dotierte Preis wurde von der Stiftung des portugiesischen Buchclubs Círculo de Leitores initiiert und wird mit Unterstützung des portugiesischen Kulturministeriums alle zwei Jahre an einen jungen Autor oder eine junge Autorin (bis 35 Jahre beim Erscheinen des prämierten Buches) verliehen. Der diesjährigen Jury  gehörten Ana Paula Tavares, António Mega Ferreira, Manuel Frias Martins, Nazaré Gomes dos Santos, Paula Cristina Costa, Nélida Piñon und Pilar del Rio an. Julián Fuks, der 1981 in São Paulo als Sohn argentinischer Eltern geboren wurde, erhält den Preis für seinen Roman A Resistência, der 2016 bei Companhia das Letras erschienen ist und bereits im letzten Jahr den Prêmio Jabuti erhalten hat.

A Resistência, der vierte Roman des Autors, erzählt in der ersten Person die Geschichte seiner Eltern, beide argentinische Intellektuelle, und seines älteren Adoptivbruders. Die Handlung spielt in Argentinien, beginnend 1976 mit dem Militärputsch, der eine bis 1983 andauernde Diktatur zur Folge hatte und dazu führt, dass die Eltern Exil in Brasilien suchen.

 

Die Preisträger der vergangenen Jahre sind Paulo José Miranda (1999 – „Natureza Morta“), José Luís Peixoto (2001 – „Nenhum Olhar“), Adriana Lisboa (2003 – „Sinfonia em Branco“), Gonçalo M. Tavares (2005 – „Jerusalém“)  und valter hugo mãe (2007 – „O remorso de Baltasar Serapião“), João Tordo („As três vidas“) , Andréa del Fuego („Os Malaquias“) und Ondjaki („Os Transparentes“) und Bruno Vieira Amaral („As primeiras coisas“)

A Resistência  liegt noch nicht in deutscher Übersetzung vor. Ein größerer Artikel über die Preisverleihung am heutigen Mittwoch, ist im Público erschienen.

Die portugiesische Ausgabe ist bei uns in der Buchhandlung erhältlich.

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Pedrina, a perua que queria ser pavão – eine Rezension von Paula Rainha

Crítica por Paula Rainha

Há livros assim, feitos para caber em mãos pequenas e Pedrina, a perua que queria ser pavão, de Valeska Brinkmann e Ciça Camargo, é um deles. Escrito em português do Brasil e traduzido para o alemão, este é o primeiro livro da coleção infantil Der kleine Bübül, da jovem editora Bübül Verlag de Berlim.

Valeska Brinkmann inspirou-se no poema Peru, do Vinicius de Moraes, para criar a perua Pedrina, uma nova e deliciosa personagem para a conhecida fábula de Esopo, do pássaro com as plumas emprestadas. E a Ciça inspirou-se na magnífica história da Valeska para as ilustrações – foi só escutar a história e „a carinha da Pedrina surgiu por entre as as palavras“, como nos disse. E que ilustrações! Que cores! Que felicidade, de olhar para cada imagem, página após página, enquanto acompanhamos Pedrina no seu passeio, a recolher plumas emprestadas e remela de jacaré.

A fábula do pássaro com as plumas emprestadas tem sido protagonizada ao longo dos séculos por um corvo, uma gralha e um gaio, daí parecer algo inusitada a escolha de uma perua. Esta escolha é, porém, muito bem pensada, dados os vários significados que a palavra „perua“ tem no Brasil, do sentido literal de „fêmea do peru“, ao sentido de mulher muito enfeitada, fora de moda, que tenta parecer mais jovem do que realmente é.

Pois, nada como contar com a ajuda da história da Valeska e com as bonitas ilustrações da Ciça Camargo para explicar às crianças palavras com duplo sentido e expressões idiomáticas da nossa língua. Afinal, quantos de nós não passámos já por um desses momentos em que tentámos, com algum esforço e muita mímica, explicar uma expressão ou palavra como „perua“ aos nossos filhos?

Deixaremos aos leitores o prazer de descobrir os „plot twists“ que tornam esta versão da fábula tão deliciosa, mas não resistimos a contar como nos comoveu um pedacinho, quase no final do livro, quando Pedrina diz: „Que perua exagerada que fiquei!“, rematando com um „Gostei!“. Fez-nos pensar na Amparo, personagem do filme Todo sobre mi madre, de Almodovar, quando diz que somos mais autênticas quanto mais nos parecemos com aquilo que sonhámos para nós. E essa é, talvez, a parte mais importante deste bonito livro: dar às crianças importantes modelos de amizade, generosidade e tolerância, mas também de amor-próprio desta perua, que finalmente se orgulha de o ser.

No seguimento da linha editorial „polilingual e poliglota“ da Bübül Verlag, os próximos títulos desta coleção serão publicados noutras línguas mas, como nos disse Tanja Langer, a editora está já a trabalhar num novo livro em português, sobre um elefante que faz uma viagem pelo mundo. A Valeska e a Ciça encontram-se, também, a trabalhar em novos projetos para crianças, por isso ficamos a aguardar!

Entretanto não percam Pedrina, a perua que queria ser pavão, que se encontra disponível para venda (€12.00), na loja ou online AQUI, com entrega por correio. E, já agora, confiram AQUI A Arca de Noé de Vinicius de Moraes (€35.00), onde se inclui o poema „Peru“ e uma trintena de outros poemas para crianças.

Outros livros infantis publicados em alemão-português do Brasil, na Alemanha:

Pelo Brasil afora – Unterwegs in Brasilien, varios autores (€24,90)

Julia e os Balões, Marco Coaiatelli e André Neves (€12,95)


Es gibt Bücher, die wunderbar in kleine Hände passen, eins davon ist Pedrina – Die Pute, die ein Pfau sein wollte von Valeska Brinkmann und Ciça Camargo. Dieses zweisprachige Buch, geschrieben in brasilianischem Portugiesisch und dann ins Deutsche übersetzt, ist der erste Titel der Reihe Der kleine Bübül, aus dem Berliner Bübül Verlag.

Inspiration für die Pute Pedrina fand Valeska Brinkmann bei Vinicius de Moraes und seinem Gedicht Peru. Daraus entstand die neue entzückende Figur für die bekannte Fabel von Äsop über den sprichwörtlichen Vogel, der sich mit fremden Federn schmückt. Ciça Camargo ihrerseits brauchte für die Illustrationen nur Valeskas Geschichte hören und „schon tauchte das kleine Gesicht von Pedrina zwischen den Wörtern auf“. Und welche Illustrationen, welche Farben! Was für eine Freude, jedes einzelne Bild anzuschauen, Seite für Seite, während wir Pedrina auf ihrem Weg begleiten, mit ihr Federn sammeln und Krokodilstränensand.

Im Laufe der Jahrhunderte haben unterschiedliche Vögel die Hauptrolle Äsops Fabel über die fremden Federn gespielt, ein Rabe, eine Krähe oder ein Eichelhäher, daher mag die Wahl einer Pute etwas ungewöhnlich anmuten. Andererseits ist diese Auswahl doch sehr gut durchdacht, wenn man die verschiedenen Bedeutungen bedenkt, die „perua“ (Pute) im brasilianischen Portugiesisch haben kann, so kann das Wort zum Beispiel für eine Frau stehen, die durch übermäßigen Schmuck und Schminke ihr Alter zu kaschieren versucht.

Auf jeden Fall sind die Geschichte und die Illustrationen eine große Hilfe, um den Kindern idiomatische Wendungen und Wörter mit mehrfacher Bedeutung im brasilianischen Portugiesisch zu erklären. Denn wer erinnert sich nicht an diese Momente, in denen wir angestrengt versuchen mit viel Mimik und Gestik und wenig Erfolg unseren Kindern ein Wort wie „perua“ zu erklären.

Wir möchten den jungen Lesern nicht zu viel verraten, geben aber zu, dass wir von einem Detail am Ende des Buchs besonders berührt hat, nämlich dann als Pedrina ihr Spiegelbild sieht und zu sich selbst sagt: „Ich bin ja eine schrille Pute geworden“, um kurz darauf abzuschließen „Aber es gefällt mir.“ Wir haben dabei an Amparo gedacht, die Figur aus dem Film „Alles über meine Mutter“ von Pedro Almodóvar, die sagt, dass wir wahrhaftiger sind wenn wir dem ähneln, das wir für uns erträumt haben. Das ist vielleicht der einfühlsamste Teil dieses schönen Buches, das Kindern Vorbilder für Freundschaft, Großzügigkeit und Toleranz mit auf den Weg zu gibt, aber auch die Selbstachtung dieser Pute hervorhebt, die stolz auf sich ist.

Die nächsten Bücher der Reihe sollen in anderen Sprachen veröffentlicht werden, aber der Verlag plant auch schon ein neues Buch in Portugiesisch, in dessen Mittelpunkt ein Elefant stehen wird, der um die Welt reist. Sowohl Valeska Brinkmann als auch Ciça Camargo arbeiten an neuen Projekten für Kinder.

Pedrina – Die Pute, die ein Pfau sein wollte – a perua que queria ser pavão (€12.00) ist bei uns in der Buchhandlung oder auch online HIER erhältlich. Außerdem auch das Buch Arca de Noé (€35.00), das Vinicius de Moraes für Kinder geschrieben hat und in dem das Gedicht Peru HIER enthalten ist.

Weitere zweisprachige Kinderbücher deutsch-portugiesisch (brasilianische Variante):

Pelo Brasil afora – Unterwegs in Brasilien – varios autores (€24,90)

Julia e os Balões – Marco Coaiatelli e André Neves (€12,95)

Übersetzung: Petra Noack

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Portugiesischer Vorlesetreff am 28.Oktober, KiBi Frankfurt-Bornheim

Das nächste Treffen des portugiesischsprachigen Vorlesetreffs findet am Samstag, dem 28. Oktober um 11.30 Uhr in der Kinder-und Jugendbibliothek in Frankfurt-Bornheim, Arnsburger Straße 24 statt. Im Mittelpunkt steht dann das Buch  Der Eintritt ist frei.

Vorgelesen wird diesmal das zweisprachige Buch Pedrina – Die Pute, die ein Pfau sein wollte – Pedrina, a perua que queria ser pavão von Valeska Brinkmann und Ciça Camargo, erschienen im Bübül Verlag.

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Próximo encontro de leituras para crianças, no dia 28 de outubro às 11h30  na Kinder-und Jugendbibliothek  Frankfurt-Bornheim, Arnsburger Straße 24.

Primeira leitura bilingue, em português e alemão, com o livro Pedrina, a perua que queria ser pavão escrito por Valeska Brinkmann e ilustrado por Ciça Camargo.

A leitura será seguida de uma pequena atividade criativa.

A partir dos 4 anos | Entrada gratuita.

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Prémio LeYa geht an João Pinto Coelho

Der Oktober ist wie jedes Jahr ein Monat der Preisverleihungen.

Der mit 100.000 Euro dotierte Prémio LeYa, der von der gleichnamigen portugiesischen Verlagsgruppe für bisher unveröffentlichte Texte verliehen wird, geht in diesem Jahr an den den portugiesischen Autor João Pinto Coelho.

Er erhält den Preis für den Roman Os Loucos da Rua Mazur dessen Handlung wie schon die seines ersten Romans Perguntem a Sarah Cross während des 2. Weltkriegs in Polen angesiedelt ist. Das Buch wird aller Voraussicht nach noch in diesem Jahr erscheinen.

Weitere Informationen zur Preisträgerin in der portugiesischen Presse:

Público

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Jochen Nix liest Pessoa und Saramago in Lissabon

Falls Sie am 24. und 25. Oktober zufällig in Lissabon sind, empfehlen wir den Besuch der Casa Fernanda Pessoa und/oder Fundação José Saramago. Der Frankfurter Schauspieler und Sprecher Jochen Nix liest dort in deutscher Sprache Texte von José Saramago und Fernando Pessoa. Der Eintritt ist frei, um Anmeldung bei den jeweiligen Veranstaltungsorten wird gebeten.

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Literarische Weinprobe zum Jubiläum – am 10. November

Die Weinprobe ist ausgebucht (Stand 10.10.2017), Warteliste noch möglich.

Man mag es kaum glauben, aber unsere portugiesischen Weinproben finden bereits seit 2007 regelmäßig und – dank Ihres Interesses –  mit ungebrochenem Zuspruch statt.

Das 10jährige Jubiläum wollen wir mit einer besonderen Veranstaltung feiern, die Literatur und Wein miteinander verbindet. Wir möchten Sie daher am Freitag, dem 10. November um 20.00 Uhr  zu einer literarischen Weinprobe mit unserer Haus-Önologin Dr. Teresa Rosário, die uns von Anfang begleitet hat, und dem Frankfurter Sprecher und Schauspieler Jochen Nix, den Sie aus vielen Lesungen mit portugiesischsprachigen Autoren kennen,  einladen.

Beide präsentieren Ihnen wunderbare Weine aus Portugal und dazu passende Texte bedeutender portugiesischer Dichter und Schriftsteller unter anderem von Eça de Queirós, Fernando Pessoa und José Saramago.

Veranstaltung in deutscher Sprache.

Wie immer haben wir nur ein begrenztes Platzangebot, daher bitten wir um verbindliche Anmeldung per E-mail (info@tfmonline.de oder Fax 069-287363) bis zum 6. November. Unkostenbeitrag: diesmal 20 EUR.

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Nobelpreis für Literatur 2017 geht an Kazuo Ishiguro

Mit dem Nobelpreis für Literatur wird in diesem Jahr der englische Autor Kazuo Ishiguro geehrt. Kazuo Ishiguro wurde 1954 im japanischen Nagasaki geboren, seine Familie siedelte 1960 nach England über. Seine ersten Romane erschienen in den 1980er Jahren und beschäftigen sich mit den japanischen Kriegserfahrungen während des 2. Weltkriegs. International bekannt wurde er mit seinem dritten Roman The remains of the day (Was vom Tage übrigblieb), für den er den Booker Prize erhielt. Der Roman wurde mit Anthony Hopkins und Emma Thompson in den Hauptrollen verfilmt.

Sein 2005 erschienener Roman Never let me go (Alles was wir geben mussten) über menschliche Klone war ebenfalls sehr erfolgreich und wurde auch verfilmt.

Zuletzt erschien erschien 2015 sein Roman The Buried Giant (Der begrabene Riese).

In portugiesischer Übersetzung (Portugal) sind lieferbar:

O Gigante Enterrado

Quando Éramos Órfãos

As Colinas de Nagasaki

Nocturnos

in Brasilien erschienen:

Os vestígios do dia

O Gigante enterrado

Não me abandone jamais

Noturnos. Histórias de música e anoitecer

Einige andere Titel sind vergriffen, werden aber sicher bald wieder neu aufgelegt.

Der Nobelpreis ist in diesem Jahr mit neun Millionen schwedischen Kronen (rund 940.000 Euro) dotiert und wird im Dezember in Stockholm verliehen.

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