Archiv der Kategorie: angolanische literatur

Presseschau – Mísia, Agualusa, Marcelo d’Salete

Zum Wochenende einige Hör- und Lesetipps.

Katrin Wilke stellt in der Reihe „Tonart“ von Deutschlandfunk Kultur Mísias neues Album Pura Vida vor, das eben erschienen ist und auf dem sie eine schwierige Etappe ihres Lebens verarbeitet.

Die brasilianisches Kolonialgeschichte im Comic ist das Thema von Marcelo D’Saletes eben auf Deutsch erschienenen Buchs Angola Janga. Gesa Ufer spricht im Programm Kompressor von Deutschlandfunk Kultur mit der Übersetzerin Lea Hübner, die bereits 2017 das Comic Cumbe übersetzt hat. Beide Bücher sind bei Bahoe Books erschienen.

José Eduardo Agualusa: Die Gesellschaft der unfreiwilligen TräumerBirgit Koß hat für den Deutschlandfunk den angolanischen Schriftsteller José Eduardo Agualusa getroffen und rezensiert seinen neuen Roman Die Gesellschaft der unfreiwilligen Träumer , der in der Übersetzung von Michael Kegler bei C.H. Beck erschienen ist. Beim ORF kann man einen Auszug des Romans in einer szenischen Lesung hören.

Die besprochenen Bücher und CDs gibt es bei uns in der Buchhandlung (teilweise vorrätig, teilweise bestellbar). Im Falle der Bücher bieten wir neben den deutschen Übersetzungen auch die Originalausgaben an.

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Druckfrisch – Agualusa: Die Gesellschaft der unfreiwilligen Träumer

Gestern druckfrisch vom Verlag C.H.Beck eingetroffen ist der neue Roman von José Eduardo Agualusa: Die Gesellschaft der unfreiwilligen Träumer (A Sociedade dos Sonhadores Involuntários) in der bewährten Übersetzung von Michael Kegler.

Der Roman hat mehrere Hauptfiguren, eine, den angolanischen Journalist Daniel Benchimol, kennen wir schon aus dem preisgekrönten Roman Eine allgemeine Theorie des Vergessens.

Benchimol, frisch und unschön geschieden, träumt immer wieder von einer aparten, eleganten Frau, dann findet er eine Kamera und entdeckt Fotos, auf denen eben diese Frau zu sehen ist, die Künstlerin Moira, die sich mit der Darstellung von Träumen beschäftigt.
Benchimols Freund, der ehemalige Guerillero und Hotelier Hossi, kann selbst nicht mehr träumen, taucht aber regelmäßig in den Träumen anderer auf, was sogar den kubanischen Geheimdienst auf den Plan ruft, der ihn zeitweilig entführt. Benchimols Tochter Lúcia schließlich träumt von einer freien Gesellschaft, demonstriert mit ihren Freunden gegen die autoritäre Regierung, wandert ins Gefängnis und geht in den Hungerstreik. Ihr Vater setzt alles in Bewegung, um sie zu befreien.

Wie auch schon in früheren Romanen gelingt Agualusa in diesem gut lesbaren, dialogreichen Roman  eine gelungene Verknüpfung aktueller Themen mit phantasievollen, poetischen Handlungssträngen.

 Die Gesellschaft der unfreiwilligen Träumer finden Sie natürlich in unserer Buchhandlung vor Ort und online, ebenso wie viele weitere Romane Agualusas im Original und in deutscher Übersetzung.

José Eduardo Agualusa wird seinen neuen Roman im März auf der Leipziger Buchmesse vorstellen.

José Eduardo Agualusa: Die Gesellschaft der unfreiwilligen Träumer, C.H.Beck 2019, 22,00 EUR

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Buchmesse 2018 – Das Programm

Vom 10.-14.Oktober findet in Frankfurt die Buchmesse statt. Wir sind mit einem Stand in  Halle 5.1. A18 vertreten.

Neben der bereits angekündigten Lesung mit Kalaf Epalanga und João Paulo Cuenca am 12.Oktober bei uns in der Buchhandlung, sind noch eine ganze Reihe weiterer interessanter Veranstaltungen auf dem Messegelände geplant:

Donnerstag, 11. Oktober

Alle Veranstaltungen im neuen Pavillon auf dem Messegelände (Agora).  An diesem Tag benötigen Sie eine Fachbesuchereintrittskarte.

09:30 Uhr Der brasilianische Autor J. P. Cuenca nimmt gemeinsam mit Oscar Guardiola (kolumbianischer Juradozent, Autor ), Vivian Lavin (chilenische Autorin, Journalistin) und Carla Maliandi (argentinisch-venezolanische Autorin)teil an der Diskussion: Lateinamerikanische Autor*innen berichten.

13:00 Uhr Corinna Santa Cruz moderiert die Veranstaltung Los novíssimos: Neue Literatur aus Lateinamerika mit Ariana Harwicz, Geovani Martins (Brasilien), Antonio Ortuño,Pilar Quintana und Mike Wilson

14:00 Uhr  Silke Kleemann moderiert die Diskussion Vielseitige Stimmen – Schriftstellerinnen aus Lateinamerika mit Gabriela Cabezón,  Mercedes Rosende und Bianca Santana (Brasilien)

Freitag, 12. Oktober

18.30 Uhr Bianca Santana und J.P. Cuenca im Kaminzimmer der Katholischen Hochschulgemeinde, Siolistr. 7 (Campus Westend) – veranstaltet vom Brasilianischen Generalkonsulat und CBL

20:00 Uhr Gemeinsame Lesung von J.P. Cuenca und Kalaf Epalanga bei TFM in Bockenheim. Eintritt frei.

https://tfmonline.blog/2018/09/19/kalaf-epalanga-und-joao-paulo-cuenca-am-12-oktober-bei-uns-zu-gast/

Samstag, 13. Oktober

An diesem Tag benötigen Sie eine normale Besuchereintrittskarte.

10:30 Uhr  Weltempfang Salon (Halle 4.1 B 81): J.P. Cuenca, Kalaf Epalanga, Isabela Figueiredo im Gespräch mit Michael Kegler zum Thema  Portugiesisch: Weltsprache oder kolonialistisches Überbleibsel?

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Kalaf Epalanga und João Paulo Cuenca am 12.Oktober bei uns zu Gast

Schon ist wieder Herbst und die Buchmesse steht vor der Tür (10-14.10.). Wie immer sind wir mit einem Messestand vertreten (Halle 5.1 A18).

Am Freitag, dem 12. Oktober um 20.00 Uhr freuen wir uns auf die beiden Autoren Kalaf Epalanga (Angola/Portugal) und João Paulo Cuenca (Brasilien), die bei uns in der Buchhandlung (Große Seestraße 47, 60486 Frankfurt) ihre neuesten Romane Também os brancos sabem dançar und Descobri que estava morto vorstellen werden.

Kalaf Epalanga, Copyright: lousyauber

Kalaf Epalanga, geboren 1978 in Benguela (Angola), lebt seit den 1990er Jahren in Lissabon und ist vor allem als Musiker (Buraka Som Sistema) bekannt geworden. Também os brancos sabem dançar ist sein erster Roman, zuvor hat er zwei Bände mit gesammelten Kolumnen veröffentlicht.

João Paulo Cuenca, Copyright: Jorge Bispo

João Paulo Cuenca wurde 1978 in Rio de Janeiro geboren. Er hat verschiedenen Romane veröffentlicht, die auch teilweise schon in deutscher Übersetzung vorliegen. Neben seiner schriftstellerischen Tätigkeit arbeitet João Paulo Cuenca als Journalist und Kolumnist für verschiedene brasilianische Medien.

Durch den Abend führt Michael Kegler als Moderator und Dolmetscher. Der Eintritt ist frei.

Mit freundlicher Unterstützung der Botschaft von Portugal/Kulturabteilung und Instituto Camões.

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Neue Taschenbücher im Unionsverlag

Die Romane Das Lachen des Geckos (O vendedor de passados) von José Eduardo Agualusa und Die Stadt mit der roten Pelerine von der derzeit im Frankfurter Exil lebenden türkischen Autorin Aslı Erdoğan sind jetzt wieder lieferbar. Beide Romane wurden vom Schweizer Unionsverlag neu aufgelegt.

Der von Michael Kegler übersetzte Roman Das Lachen des Geckos wurde ursprünglich im A1-Verlag veröffentlicht und hat zahlreiche Preise erhalten. Die Hauptfigur Félix Ventura geht einer ungewöhnlichen Tätigkeit nach: Er handelt mit erfundenen Vergangenheiten. Seine Kunden sind Minister, Landbesitzer und Generäle, Menschen der neuen angolanischen Oberschicht. Sie alle blicken in eine gesicherte Zukunft, was ihnen jedoch fehlt, ist eine glanzvolle Vergangenheit. Ventura erstellt neue Stammbäume für sie  und stattet sie mit einem makellosen Vorleben aus.
Doch dann kommt ein Fremder und beauftragt Ventura, ihm nicht nur eine neue Vergangenheit, sondern eine völlig neue angolanische Identität zu verschaffen. Venturas Schöpfung auf den Namen José Buchmann beginnt den Fremden so sehr zu fesseln, dass er sich zunehmend die gefälschten Identität übernimmt und sich auf die Suche nach den Figuren seiner gekauften Vita begibt.

Aslı Erdoğans Roman Die Stadt mit der roten Pelerine spielt in Rio de Janeiro: Stadt des Karnevals, Meisterin im Spiel der Täuschungsmanöver, der Zufälle und der Maskerade. Özgür, eine introvertierte junge türkische Akademikerin, kann sich von der ebenso faszinierenden wie bedrohlichen Stadt nicht lösen. Weit entfernt hat sich dabei die junge Frau von der traditionellen Frauenrolle, wie sie die türkische Gesellschaft vorsieht. Nicht wie eine Touristin führt Özgür den Leser durch die Labyrinthe dieser Metropole, sondern wie eine Migrantin, die das zunächst Fremde als Vertrautes und Eigenes akzeptiert.

Die hier besprochenen Bücher finden wie Sie wie immer bei TFM in der Buchhandlung und in unserem Online-Shop.

 

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José Eduardo Agualusa: O Paraíso e outros Infernos

Eben erschienen ist ein neues Buch des angolanischen Autors José Eduardo Agualusa, der auch hierzulande schon bekannt und übersetzt ist. Es trägt den schönen Titel O Paraíso e outros Infernos (deutsch etwa: „Das Paradies und andere Höllen“) und enthält in chronologischer Abfolge die Kolumnen, die er seit 2013 bis heute regelmäßig in der brasilianischen Zeitschrift Globo sowie im angolanischen Onlineportal Rede Angola veröffentlicht hat. Außerdem sind einzelne Tagebuchaufzeichnungen aus den Jahren 2013-2018 enthalten.

Die Themen der Texte sind dementsprechend ganz unterschiedlich und reichen von der portugiesischen Literatur über die aktuelle politische Situation in Angola, von der Traumtheorie bis zur Schönheit der Ilha de Moçambique, doch immer im besonderen literarischen Stil Agualusas, der die Grenzen der Zeit und des Zufalls überschreitet.

Da das Buch noch nicht in deutscher Übersetzung erschienen ist, möchten wir Ihnen außerdem noch Agualusas letzten Roman Eine allgemeine Theorie des Vergessens (Teoria geral do esquecimento), Deutsch von Michael Kegler, erschienen bei C.H. Beck ans Herz legen.

José Eduardo Agualusa: O Paraíso e outros Infernos, Quetzal 2018

José Eduardo Agualusa: Eine allgemeine Theorie des Vergessens C.H. Beck 2017

 

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Geschenktipps – Teil 2 – Literarisches

Wie in jedem Jahr gibt es in der zweiten Jahreshälfte oft besonders viele interessante Neuerscheinungen, so auch diesmal.

Eben eingetroffen ist der dritte und abschließende Teil von Mia Coutos Trilogie As Areias do Imperador. Er trägt den Titel O Bebedor de Horizontes. Die Trilogie erzählt von den letzten Jahren des Herrschers Ngungunyane erzählt. Ende des 19. Jahrhunderts herrschte er über das Gaza-Reich, das die südliche Hälfte des heutigen Mosambik umfasste. Ngungunyane wurde 1895 von den portugiesischen Truppen besiegt, nach Portugal gebracht und schließlich ins Exil auf die Azoren verbannt. Der erste Teil ist in diesem Jahr auch schon mit dem Titel Imani in deutscher Übersetzung im Unionsverlag erschienen – und, ein kleiner Ausblick, Mia Couto wird im kommenden April in Deutschland auf Lesetour sein (Frankfurt 27. April).

Ebenfalls neu ist der erste Roman des angolanischen Musikers Kalaf Epalanga, der mit seiner Band Buraka Som Sistema weltweit Erfolg hatte und heute zwischen Lissabon und Berlin pendelt. Das Buch trägt den Titel Também os brancos sabem dançar und Kalaf ist darin selbst die Hauptfigur. Er reist im Buch mit dem Bus von Göteborg nach Oslo, um bei einem Festival aufzutreten, aber sein Pass ist abgelaufen und er wird wegen versuchter illegaler Einwanderung festgenommen.  Wie erklärt man den norwegischen Polizisten am besten was Buraca Som Sistema ist, wie der Kuduro entstanden ist und das Kalaf einfach ein friedlicher angolanischer Musiker auf Tournee ist? Die Antwort finden Sie im Buch, einem musikalischen Roman.

Erneut auf Reisen war auch José Luís Peixoto, der seine Reisen in ein unbekanntes Thailand, abseits der Touristenströme in seinem neuen Buch O Caminho Imperfeito verarbeitet hat, das zugleich eine Suche nach dem Sinn des Reisens, des Schreibens und des Lebens an sich ist.

Druckfrisch liegt auch schon Os Loucos da Rua Mazur von João Pinto Coelho vor, mit dem er den diesjährigen Prémio Leya gewonnen hat. Das Buch spielt in Polen zur Zeit der deutschen Besatzung. Im Jahr 2001 erhält Yankel, ein blinder Buchhändler Besuch von Eryk, einem alten Freund aus Kindertagen, der heute Schriftsteller ist. Seit einem schrecklichen Erlebnis während des 2. Weltkriegs haben sie sich nicht mehr gesehen.  Eryk, der krank ist, will vor seinem Tod ein Buch über die Vergangenheit schreiben, benötigt dafür aber die Erinnerungen von Yankel.

Alle vorgestellten Bücher finden Sie wie üblich bei uns in der Buchhandlung und in unserem Onlineshop.

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Weltempfängersalon am 6. Dezember im Haus des Buches

Litprom lädt am 6. Dezember 19.30 Uhr ins Haus des Buches  (Braubachstraße 16) zu einer neuen Ausgabe des Weltempfängersalons.

Der Übersetzer Michael Kegler und Anita Djafari sprechen über José Eduardo Agualusas Roman Eine allgemeine Theorie des Vergessens (Teoria Geral do Esquecimento).

Eintritt: 8 Euro, ermäßigt 4 Euro, Freier Eintritt für Mitglieder von Litprom,des Anderen Literaturklubs und der Büchergilde. Reservierung: litprom@book-fair.com. Die Veranstaltung ist eine Kooperation mit der Weltlesebühne e. V.

Luanda 1975, am Vorabend der angolanischen Revolution: Es herrscht Chaos. Ludovica von allen Verwandten verlassen, nimmt eine vornehme Wohnung als Zuflucht, die für viele Jahre zu ihrer Festung wird. Auf unterhaltsame Weise verdichten sich in Agualusas Roman verschiedene Schicksale zu einem kunstvollen Mosaik des (post)kolonialen Angola. Michael Kegler spricht mit Anita Djafari über den Roman, über den der Autor sagt: »Alles, was passieren kann, passiert hier. Was nicht passieren kann, auch.« Was passiert hier sprachlich, bei einem Autor, der inzwischen überall in der lusitanischen Welt zuhause ist? Michael Kegler arbeitet als Literaturkritiker, Übersetzer und Herausgeber portugiesischsprachiger Literatur. Er betreibt das Internetportal nova cultura, das über Literatur und Musik aus den Ländern des portugiesischen Sprachraumes informiert. Im Anschluss Wein und Brezeln.

Der Roman wurde mit dem renommierten Dublin Award ausgezeichnet.

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Neu in deutscher Übersetzung: José Eduardo Agualusa

In dieser Woche druckfrisch vom Verlag C.H.Beck eingetroffen,  ist der vor kurzem mit dem Dublin Award ausgezeichnete Roman von José Eduardo Agualusa, der nun endlich auch in deutscher Übersetzung von Michael Kegler vorliegt.

Die Handlung von Eine allgemeine Theorie des Vergessens (Teoria Geral do Esquecimento) spielt im Jahr 1975 kurz nach der Unabhängigkeit Angolas. Ludovica (Ludo), eine portugiesische Frau, die von den Umwälzungen in Schrecken versetzt wird, errichtet eine Wand, die ihre Wohnung vom Rest des Gebäudes und damit vom Rest der Welt trennt. Dort wird sie – wie eine Schiffbrüchige auf einer einsamen Insel – die nächsten dreißig Jahre verbringen, während die angolanische Hauptstadt Luanda um sie herum wächst und leidet. Sie lebt von Gemüse, gefangenen Tauben und von einer Hühnerzucht, die sie auf der Dachterrasse wie durch Zauber beginnt, und bekritzelt die Wände in ihrer ausgedehnten Wohnung mit Tagebuchnotaten und Gedichten. Allmählich setzt sich aus Stimmen, Radioschnipseln und flüchtigen Eindrücken zusammen, was im Land geschieht. In den Jahrzehnten, die Ludovica verborgen verbringt, kreuzen sich die Wege von Opfern und Tätern, den Beteiligten an der Revolution, ihren Profiteuren und Feinden. Bis sie alle eines Tages erneut vor der Mauer in dem wieder glanzvollen Apartmenthaus stehen.

Agualusas Buch ist auch Gegenstand unserer nächsten (portugiesischsprachigen)Tertúlia nach den Sommerferien, am 6. September um 19.00 Uhr.

Falls Sie noch auf der Suche nach einer Urlaubslektüre sind, kommen Sie bei uns vorbei und nehmen Sie dieses Buch mit.

WDR-Scala hat einen sehr schönen Podcast zum Buch veröffentlicht.

José Eduardo Agualusa: Eine allgemeine Theorie des Vergessens, 19,99 EUR
José Eduardo Agualusa: Teoria Geral do Esquecimento, 21,50 EUR

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José Eduardo Agualusa erhält Dublin Literary Award

José Eduardo Agualusa und Michael Kegler, copyright: TFM

Der angolanische Autor José Eduardo Agualusa und sein englischer Übersetzer Daniel Hahn werden mit dem diesjährigen Dublin Literary Award ausgezeichnet worden.

Prämiert wurde die englische Übersetzung seines Romans Teoria Geral do Esquecimento. Der Preis ist mit 100.000 Euro dotiert, von denen der Autor 75.000 und sein englischer Übersetzer 25.000 Euro erhält. Der Preis wird jährlich verliehen, 400 ausgewählte öffentliche Bibliotheken aus aller Welt können dafür Vorschläge einreichen.

Er setzte sich gegen namhafte Mitbewerber durch, auf der Shortlist standen u.a. Mia Couto, Orhan Pamuk, Robert Seethaler und Hanya Yanagihara.

Im Juli erscheint das Buch mit dem Titel Eine allgemeine Theorie des Vergessens endlich auch in deutscher Übersetzung von Michael Kegler bei C.H. Beck.  Bereits im Vorjahr war das Buch für den Man Booker International Prize nominiert gewesen.

Teoria Geral do Esquecimento erschien erstmals 2012 in Portugal und hat uns damals schon begeistert.

Es ist eine fantastische und doch ganz und gar wahre Geschichte: Am Vorabend der angolanischen Revolution mauert sich Ludovica, nachdem sie einen Einbrecher in Notwehr erschossen und auf der Dachterrasse begraben hat, für dreißig Jahre in ihrer Wohnung in einem Hochhaus in Luanda ein. Sie lebt von Gemüse, gefangenen Tauben und von einer Hühnerzucht, die sie auf der Dachterrasse wie durch Zauber beginnt, und bekritzelt die Wände in ihrer ausgedehnten Wohnung mit Tagebuchnotaten und Gedichten. Allmählich setzt sich aus Stimmen, Radioschnipseln und flüchtigen Eindrücken zusammen, was im Land geschieht. In den Jahrzehnten, die Ludovica verborgen verbringt, kreuzen sich die Wege von Opfern und Tätern, den Beteiligten an der Revolution, ihren Profiteuren und Feinden. Bis sie alle eines Tages erneut vor der Mauer in dem wieder glanzvollen Apartmenthaus stehen.

Die portugiesische und (sobald verfügbar) die deutsche Übersetzung gibt es natürlich bei uns in der Buchhandlung.

José Eduardo Agualusa: Teoria Geral do Esquecimento, 21,50 EUR

José Eduardo Agualusa: Eine allgemeine Theorie des Vergessens 19,95 EUR

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