Archiv der Kategorie: literaturpreise

Prémio Oceanos geht an Djaimilia Pereira de Almeida

Djaimilia Pereira de Almeida: Luanda, Lisboa, ParaísoDie angolanische Autorin Djaimilia Pereira de Almeida ist die diesjährige  Preisträgerin des Prémio Oceanos und erhält dafür 120.000 Reais. Sie wird für ihren Roman Luanda, Lisboa, Paraíso ausgezeichnet, der in Portugal 2018 bei Companhia das Letras  erschienen ist.  Den zweiten Preis (dotiert mit 80.000 Reais) erhält die portugiesische Autorin Dulce Maria Cardoso für ihren Roman Eliete, der dritte Preis (50.000 Reais) geht an die brasilianische Schriftstellerin Nara Vidal für den Roman Sorte.

Luanda, Lisboa, Paraíso  folgt der Geschichte von Cartola de Sousa, einem Geburtshelfer aus Luanda und der seines Sohnes Aquiles, der mit Problemen an der Ferse geboren wurde. In den 1980er Jahre reisen beide nach Lissabon, um Aquiles dort behandeln zu lassen. Die Reise beginnt voller Träume, aber endet schließlich als illusionsloses Unterfangen ohne Wiederkehr.

Djaimilia Pereira de Almeida wurde 1982 in Luanda geboren und lebt heute in Portugal. Ihre erstes Buch Esse Cabelo erschien 2015. Luanda, Lisboa, Paraíso ist ihr zweiter Roman.

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Prêmio Jabuti 2019

Tiago Ferro: O Pai da Menina MortaDer Prêmio Jabuti ist der bedeutendenste brasilianische Literaturpreis und wird in 19 verschiedenen Kategorien vergeben. Die Preisträger wurden gestern Abend bekanntgegeben.

In der Kategorie „Roman“ wurde in diesem Jahr der Debütroman von Tiago Ferro  O Pai da Menina Morta (Verlag Todavia; in Portugal bei Tinta da China erschienen) ausgezeichnet.  Im autobiographischen Roman geht es um die Auseinandersetzung mit dem Verlust eines Kindes. Neben Tiago Ferro waren in dieser Kategorie außerdem Cristóvão Tezza (A tirania do amor), Alexandre Vidal Porto (Cloro) und Martha Batalha (Nunca houve um castelo) sowie Ana Paula Maia (Enterre os seus mortos) nominiert.

Der Preis für den besten Lyrikband ging postum an die 2007 verstorbene Autorin  Hilda Machado für Nuvens, erschienen bei Editora 34 , in der Kategorie „Kurzgeschichte“ war Vilma Arêas mit Um Beijo por Mês (Luna Parque)  erfolgreich.

Alle anderen Preisträger (u.a. für Kinderbuch, Biographie, bestes Cover etc.) lassen sich hier einsehen.

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Nobelpreise für Literatur gehen an Olga Tokarczuk und Peter Handke

Olga Tokarczuk: ViagensMit dem Nobelpreis für Literatur wird in diesem Jahr zweimal verliehen, da wegen der Streitigkeiten in der Nobelakademie im letzten Jahr kein Preis vergeben wurde.

Geehrt werden in diesem Jahr

für 2018 die polnische Autorin Olga Tokarczuk

und

für 2019 Peter Handke aus Österreich.

Von Olga Tokarczuk gibt es mit Viagens (letztes Jahr bereits mit dem Man Booker Preis ausgezeichnet) und dem ganz neuen Conduz o Teu Arado Sobre os Ossos dos Mortos aktuelle portugiesische Übersetzungen, beide erschienen im Verlag Cavalo de Ferro.

Das Werk von Peter Handke ist derzeit in Portugal und Brasilien weitestgehend vergriffen, lieferbar ist das Theaterstück Os Belos Dias de Aranjuez (Documenta) , einige Titel werden jetzt aber sicher kurzfristig wieder aufgelegt.

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Prémio José Saramago 2019 geht an Afonso Reis Cabral

Afonso Reis Cabral ist der Gewinner des in diesem Jahr zum 8. Mal verliehen Prémio Literário José Saramago.

Afonso Reis Cabral: Pão de AçucarEr wird für den Roman Pão de açucar ausgezeichnet, der 2018 bei Dom Quixote erschienen ist.

Afonso Reis Cabral wurde 1990 in Lissabon geboren und wuchs in Porto auf. Schon in der Schule hat er erste literarische Versuche unternommen. Bereits sein Debütroman O meu irmão wurde 2014 mit dem Prémio Leya ausgezeichnet. Zuletzt erschien das Reisetagebuch Leva-me Contigo, das von seiner Wanderung entlang der portugiesischen Nationalstraße N2 einmal quer durch Portugal erzählt.

Der mit 25.000 Euro dotierte Preis wurde von der Stiftung des portugiesischen Buchclubs Círculo de Leitores initiiert und wird mit Unterstützung des portugiesischen Kulturministeriums alle zwei Jahre an einen jungen Autor oder eine junge Autorin (bis 35 Jahre beim Erscheinen des prämierten Buches) verliehen. Der diesjährigen Jury unter der Leitung von Guilhermina Gomes gehörten Pílar del Rio, Nélida Piñon, Ana Paula Tavares und António Mega Ferreira an.

Die Preisträger der vergangenen Jahre sind Paulo José Miranda (1999 – „Natureza Morta“), José Luís Peixoto (2001 – „Nenhum Olhar“), Adriana Lisboa (2003 – „Sinfonia em Branco“), Gonçalo M. Tavares (2005 – „Jerusalém“)  und valter hugo mãe (2007 – „O remorso de Baltasar Serapião“), João Tordo (2009-„As três vidas“) und Andréa del Fuego (2011-„Os Malaquias“) , Ondjaki ( 2013-Os Transparentes), Bruno Vieira Amaral (2015- As primeiras coisas) und  Julian Fúks (2017- A resistência).

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Hélia Correia erhält Grande Prémio Romance APE

Hélia Correia: Um Bailarino na BatalhaDer mit 15.000 Euro dotierte Romanpreis des portugiesischen Schriftstellerverbandes (Grande Prémio APE/DGLAB) geht in diesem Jahr an Hélia Correia. Sie wird für ihren im letzten Jahr erschienenen Roman  Um Bailarino na Batalha  (Verlag Relógio d’Água) ausgezeichnet und setzte sich in der letzten Runde in einer einstimmigen Juryentscheidung gegen starke Konkurrenz durch. Nominiert waren außerdem: Djaimilia Pereira de Almeida mit Luanda, Lisboa, Paraíso Joana BértholoEcologia, Julieta MonginhoUm Muro no Meio do Caminho und  Rui LajeO Invisível.

Hélia Correia wurde 1949 in Lissabon geboren. Sie veröffentlich regelmäßig seit den 1980er Jahren Prosa, Lyrik und Theater und hat bereits zahlreiche Auszeichnungen erhalten, unter anderem 2015 mit dem Prémio Camões den wichtigsten Literaturpreis der portugiesischsprachigen Welt.

In deutscher Übersetzung von Dania Schüürmann liegt der Erzählband Zwanzig Stufen und andere Erzählungen im Leipziger Literaturverlag.

Die Bücher von Hélia Correia finden Sie bei uns in der Buchhandlung.

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Prémio Literário Correntes d’Escritas geht an Luís Quintais

Beim größten portugiesischen Literaturfestival, den Correntes d’Escritas im nordportugiesischen Póvoa de Varzim wurde heute der Preisträgers des mit 20.000 Euro dotierten Prémio Literário Casino da Póvoa bekanntgegeben.

In diesem Jahr wird der Preis an den portugiesischen Dichter Luís Quintais für sein Buch A Noite Imóvel, erschienen bei  Assírio & Alvim, verliehen.  Die Jurymitglieder Almeida Faria, Ana Paula Tavares, José António Gomes, Maria Quintans, Marta Bernardes haben den Titel  aus der 12 Bücher umfassenden Shortlist ausgewählt.  Die Entscheidung war in diesem Jahr besonders schwierig und benötigte drei Abstimmungsrunden. Der Preis  wird traditionell am letzten Tag des Festivals verliehen, zur Preisverleihung wird der Autor erwartet.

In deutscher Übersetzung liegt von Luís Quintais bereits der Band Glas (übersetzt von Mário Gomes) bei Aphaia vor.

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Prémio Correntes d’Escritas 2019 – Die Finalisten

Alljährlich im Februar findet das größte portugiesische Literaturfestival Correntes d’Escritas in der nordportugiesischen Stadt Póvoa de Varzim statt, in diesem Jahr ist es besonders lang, denn das 20jährige Jubiläum wird gefeiert. Das Festival beginnt am 16. Februar und endet am 27. Februard

Der Literaturpreis Prémio Literário Casino da Póvoa wird in diesem Jahr an einen Dichter verliehen. Das prämierte Werk muss in in den vergangenen beiden Jahren erschienen sein. Insgesamt wurden 45 Werke eingereicht, Die zwölf Titel umfassende Shortlist wurde heute von der Jury (Mitglieder: Almeida Faria, Ana Paula Tavares,José António Gomes, Maria Quintans, Marta Bernardes) vorgestellt und enthält folgende Titel:

A Noite Imóvel, Luís Quintais, Assírio & Alvim

Bandolim, Adília Lopes, Assírio & Alvim;

De Passagem, José Alberto Oliveira, Assírio & Alvim

Existência, Gastão Cruz, Assírio & Alvim

Nadar na piscina dos pequenos, Golgona Anghel, Assírio & Alvim

Não É Grave Ser Português, João Rios, Abysmo

Oblívio, Daniel Jonas, Assírio & Alvim

Rua antes do Céu, José Luís Tavares, Abysmo

Suite sem Vista, Inês Fonseca Santos, Abysmo

Tardio, Rosa Oliveira, Tinta da China

Teoria da Fronteira, José Tolentino Mendonça, Assírio & Alvim

Tratado, Luís Carmelo, Abysmo

Der Siegertitel des mit 20.000 Euro dotierten Preises wird zur Eröffnungsveranstaltung der Correntes nach einer abschließende Jurysitzung bekanntgegeben.

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Literaturpreise

In den vergangenen Tagen wurden in Brasilien zwei der wichtigsten Literaturpreise verliehen.

Der Prêmio São Paulo de Literatura ging an die Schriftstellerin Ana Paula Maia für ihren 2017 erschienenen Roman Assim na terra como debaixo da terra.

In deutscher Übersetzung von Wanda Jakob erschien 2013 bei A1 der Roman Krieg der Bastarde. Zuletzt veröffentlichte sie in diesem Jahr den Roman Enterre seus mortos.

Als bester Debütroman einer Autorin unter 40 Jahren wurde O peso do pássaro morto von Aline Bei ausgezeichnet, als bestes Debüt über 40 Jahren, Oito do Sete von Cristina Judar.

Die Preisträger des diesjährigen Prêmio Jabuti wurden ebenfalls schon bekanntgegeben.

Buch des Jahres und gleichzeitig Gewinner in der Lyrikkategorie ist der Band à cidade von Mailson Furtado Viana.

Bester Roman wurde O clube dos jardineiros da fumaça von Carol Bensimon.

Alle anderen Preisträger sind hier aufgelistet.

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Prémio LeYa geht an Itamar Vieira Junior

Der mit 100.000 Euro dotierte Prémio LeYa, der von der gleichnamigen portugiesischen Verlagsgruppe für bisher unveröffentlichte Texte verliehen wird, geht in diesem Jahr an denbrasilianischen Autor Itamar Vieira Junior.

Er erhält den Preis für den Roman Torto Arado,  der sich mit der Unterdrückung der Frau auseinandersetzt. Das Buch wird aller Voraussicht nach noch in diesem Jahr erscheinen. Die Jury unter Vorsitz von Manuel Alegre hob besonders hervor, in welch hervorragender Weise das ländliche Umfeld Brasiliens und seine patriarchalen Strukturen beschrieben werden.

Itamar Vieira Junior wurde 1979 in Salvador, Bahia geboren. Er ist Schriftsteller, Geograph und promovierte in Ethnologie (Estudos Étnicos Africanos) an der Universidade Federal de Bahia.  Er hat bisher zwei Bände mit Erzählungen veröffentlicht („Dias“, 2012 und „A oração do carrasco“ 2017).  Für den São Paulo Review schreibt er regelmäßig Kolumnen. Sein 2017 erschienenes Buch A oração do carrasco ist für den diesjährigen Prêmio Jabuti in der Kategorie Erzählung nominiert.

Weitere Informationen zur Preisträgerin in der portugiesischen Presse:

Diário de Notícias

Observador

 

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Madalena Matoso erhält Prémio Nacional de Ilustração

Die portugiesische Autorin und Illustratorin Madalena Matoso, die wir vor kurzem hier im Blog vorgestellt haben, erhält in diesem Jahr den Prémio Nacional de Ilustração für ihr im letzten Jahr bei Planeta Tangerina erschienenes Buch Não é nada fácil.

Der Preis wird von der Direção-Geral do Livro, dos Arquivos e das Bibliotecas (DGLAB) in diesem Jahr zum 22. Mal verliehen und ist mit 10.000 Euro dotiert. Madalena Matoso erhält den Preis bereits zum zweiten Mal, die erste Auszeichnung erfolgte bereits 2008 für die Illustration des Buches A Charada da Bicharada von Alice Vieira.

Um der Handlung des prämierten Buches zu folgen, muss der Leser einen Weg durch mehrere Labyrinthe finden, was, wie der Titel suggeriert, wohl nicht ganz einfach ist.

Die Jury, bestehend aus Maria Adriana Baptista, Wissenschaftlerin und Dozentin an der Escola Superior de Media e Artes e Design, dem Designer Jorge Silva und Ana Castro von DGLAB erkannte des weiteren den Illustratorinnen Abigail Ascenso für die Illustration von A Noite (Manuel António Pina, erschienen bei Assírio&Alvim) und Joana Estrela für das Buch A rainha do norte (erschienen bei Planeta Tangerina) eine lobende Erwähnung zu.  Diese sind jeweils mit einem Reisekostenzuschuss in Höhe von 1500 EUR für die Teilnahme an der Kinder- und Jugendbuchmesse in Bologna verbunden.

Insgesamt wurden für den Wettbewerb 77 Werke von 29 verschiedenen Verlagen eingereicht.

 

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