Archiv der Kategorie: literaturpreise

Prémio Oceanos – Die Finalisten

Die Literaturpreis-Saison ist im vollen Gange. Vor wenigen Tagen wurden die Finalisten für den Literaturpreis Prêmio Oceanos (je 5 Titel aus Lyrik und Prosa) bekanntgeben. Insgesamt wurden mehr als 3000 Titel eingereicht. Nominiert sind:

Lyrik

Antes de dar nomes ao mundo, Adriana Lisboa, Brasilien

Corpos da Memória, Helder Macedo, Portugal

Diáspora não é lar, Nina Rizzi, Brasilien

O jardim das oliveiras, Adélia Prado, Brasilien

Porte Étoile, Edimilson de Almeida Pereira, Brasilien

Tratado das coisas sensíveis, Pedro Pereira Lopes, Portugal

Prosa

A chuva que lança a areia do Saara, Ana Margarida de Carvalho, Portugal

Caderno de Ossos, Julia Codo, Brasilien

Depois do Trovão, Micheliny Verunschk, Brasilien

Não é ainda o pânico, Rui Nunes, Portugal

O Mel sem Abelhas, Judite Canha Fernandes, Portugal

Tudo sobre Deus, José Eduardo Agualusa, Angola

Die beiden Gewinner des mit je 150.000 Reais dotierten Preises werden im Dezember ausgezeichnet.

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Prêmio Jabuti 2026: Die Preisträger im Überblick

Bei all der Aufregung und Anspannung um den Ausgang der brasilianischen Präsidentschaftswahl haben wir fast aus den Augen verloren, dass jetzt wieder die „Saison der Literaturpreise“ beginnt.

Der Prêmio Jabuti ist der bedeutendenste brasilianische Literaturpreis und wird in 20 verschiedenen Kategorien vergeben. Die Preisträger wurden gestern im Rahmen der Preisverleihung bekanntgegeben.

In der Kategorie „literarischer Roman“ wurde in diesem Jahr Meridiana (Companhia das Letras) von Eliane Alves Cruz ausgezeichnet. Der Roman handelt vom sozialen Aufstieg einer schwarzen Familie. Ein kaleidoskopartiger, vielstimmiger Roman, in dem jede Figur – die Mutter, der Vater, die Söhne und die Tochter – ihre eigene Geschichte in der Ich-Form erzählt.

Den Jabuti in der Kategorie Lyrik erhält Alberto Martins für sein neuestes Buch Boris e Mariana (Companhia das Letras). Ausgehend von Briefen, die drei große Dichter des 20. Jahrhunderts miteinander ausgetauscht haben, lässt Alberto Martins in seinem neuen Gedichtband die Stimmen dieser Schriftsteller (Boris Pasternak, Marina Zwetajewa und Rainer Maria Rilke) neu aufleben

Buch des Jahres und gleichzeitig Preisträger in der Kategorie „Biographie und Reportage“ wurde wie schon im letzten Jahr der unermüdliche Ruy Castro der den Preis für Trincheira Tropical. A Segunda Guerra Mundial no Rio (auch schon in Portugal erschienen) erhielt.

Ruy Castro zeichnet darin nach, wie sich die Ereignisse in Europa von 1935-1945 auf den Alltag der Bevölkerung Rio de Janeiros auswirkten. Dazu gehören z. B. die Rationierung lebenswichtiger Güter, die obligatorischen Luftschutzbunker in neuen Gebäuden, Simulationsübungen für Gegenangriffe von U-Booten und das Eindringen nationalsozialistischer und faschistischer Ideen – vielleicht sogar im Nachbarhaus. Fast eine Geschichte des Privatlebens, mit den durch den Krieg hervorgerufenen Veränderungen der Gewohnheiten und der erzwungenen Modernisierung Brasiliens in der Regierungszeit von Getúlio Vargas.

Auch dieses Buch wurde bei Companhia das Letras veröffentlicht.

Alle anderen Preisträger (u.a. für Kinderbuch, Übersetzung, bestes Cover etc.) lassen sich hier einsehen.

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Nobelpreis für Literatur geht an Anne Carson

Ill. Niklas Elmehed © Nobel Prize Outreach

Den Nobelpreis für Literatur geht in diesem Jahr an die kanadischen Autorin Anne Carson. Das ist natürlich heute, am 13.Oktober, keine Neuigkeit mehr. Aber letzte Woche waren wir auf der Buchmesse und hatten keine Zeit zum Bloggen.

Anne Carson wird ausgezeichnet „für ihr kühnes und erfinderisches Werk, das im spielerischen Dialog mit der klassischen Tradition neue Formen für die zeitgenössische Literatur geschaffen hat“

Das Werk von Anne Carson erscheint in deutscher Übersetzung bei verschiedenen deutschen und österreichischen Verlagen (Matthes&Seitz, Wallstein, Turia+Kant, S. Fischer). Auch in Portugal und Brasilien sind schon zahlreiche Übersetzungen in überwiegend kleinen, unabhängigen Verlagen veröffentlicht worden, die sich jetzt sicher ähnlich freuen wie die Autorin selbst.

Titel von Anne Carson finden Sie hier in unserem Sortiment.

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Patrícia Portela ausgezeichnet – Grande Prémio APE/DGLAB

Der Herbst ist nicht mehr weit und damit beginnt auch die „Literaturpreis-Saison“. Der mit 15.000 Euro dotierte Romanpreis des portugiesischen Schriftstellerverbandes (Grande Prémio APE/DGLAB) geht in diesem Jahr an Patrícia Portela Sie wird für ihren im letzten Jahr erschienenen Roman Manual para Andar Espantada por Existir  (erschienen bei Editorial Caminho) ausgezeichnet und setzte sich in einer knappen Juryentscheidung unter Vorsitz von José Manuel de Vasconcelos gegen durch O Fim dos Estados Unidos da América – Epopeia von Gonçalo M. Tavares durch.

Das Buch knüpft an den Roman „As aventuras de João sem medo“ von José Gomes Ferreira an und lädt den Leser ein, „die Mauer der Realität zu durchbrechen und
die Bedeutung der Fantasie in einer Zeit wiederzuentdecken, in der Denken, Fühlen und Handeln zu Akten des Widerstands geworden sind“, heißt es im Verlagstext.

Der Roman habe eine komplexe, gut durchdachte und überraschendee Struktur und offenbare eine Leichtigkeit, die über die Grenzen der sogenannten klassischen Fiktion hinausgehe, sowie eine außergewöhnliche Fähigkeit, verschiedene literarische Traditionen zu verbinden, so die Jury in ihrer Begründung.

Patricia Portela wurde 1974 geboren und arbeitet sowohl als Schriftstellerin als auch als Regisseurin für Theaterproduktionen. 2016 erhielt sie als erste Autorin das Residenzstipendium der portugiesischen Botschaft/Instituto Camões in Berlin. Zuletzt erschien in diesem Jahr ihr neues Buch Hoje, 3 de Maio.

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Prémio Camões 2026 geht an Lídia Jorge

Lídia Jorge zu Gast bei TFM - Centro do Livro, Buchhandlung Frankfurt
Lídia Jorge zu Gast bei TFM, copyright: Petra Noack/TFM

Großartige Neuigkeiten! Der Prémio Camões, der bekannteste Literaturpreis der portugiesischsprachigen Welt, geht in diesem Jahr an die portugiesische Autorin Lídia Jorge. Der Preis wurde 1988 von den Regierungen Brasiliens und Portugals ins Leben gerufen und ist der höchstdotierte Literaturpreis der portugiesischsprachigen Welt. Alljährlich wird mit ihm ein portugiesischsprachiger Schriftsteller ausgezeichnet. Zuletzt erhielt 2025 die angolanische Autorin Ana Paula Tavares die Auszeichnung.

Die Stunde der Nelken

LÍDIA JORGE, geboren 1946 in Boliqueime im Süden Portugals studierte französische Literatur in Lissabon und ver- brachte einige Jahre damit, während des Unabhängigkeitskampfes in Angola und Mosambik zu unterrichten. Sie lebt heute in Lissabon. Mit ihren ersten beiden Romanen gehörte sie zur Avantgarde der zeitgenössischen portugiesischen Literatur und hat seitdem zahlreiche renommierte Auszeichnungen für ihre Arbeit erhalten.

In deutscher Übersetzung sind in den letzten beiden Jahren zwei Romane im Secession-Verlag für Literatur erschienen, übersetzt von Steven Uhly und Marianne Gareis Erbarmen und in diesem Jahr Die Stunde der Nelken.

Lídia Jorge war zweimal bei uns in der Buchhandlung zu Gast.

Alle lieferbaren Titel von Lídia Jorge finden Sie bei uns in der Buchhandlung.

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Prémio Pessoa geht an Lídia Jorge

Lídia Jorge 2025 zu Gast bei TFM, Copyright: Petra Noack (TFM)
Lídia Jorge 2025 zu Gast bei TFM, Copyright: Petra Noack (TFM)

Der Prémio Pessoa, mit dem alljährlich Persönlichkeiten aus Kultur oder Wissenschaft ausgezeichnet werden, geht in diesem Jahr an die portugiesische Autorin Lídia Jorge. Der Preis ist mit 60.000 Euro dotiert und wird von der Wochenzeitschrift Expresso verliehen.

In der 39jährigen Geschichte des Preises ist sie erst die siebte Frau, die die Auszeichnung erhält.

Wir freuen uns ganz besonders und gratulieren, denn Lídia Jorge war im Frühjahr bei uns in der Buchhandlung zu Gast und hat ihren herausragenden Roman Erbarmen (Original: Miséricordia, übersetzt von Steven Uhly) vorgestellt.

Und: Für das kommende Frühjahr hat der Secession Verlag bereits die Übersetzung von Os Memoráveis (Deutsch: Die Stunde der Nelken, Ü: von Marianne Gareis) angekündigt – bei uns schon vorbestellbar.

Lídia Jorge: Erbarmen

Der Prémio Pessoa wird bereits seit 1987 vergeben. In den letzten Jahren wurden unter anderem José Tolentino Mendonça (2023) João Luís Barreto Guimarães (2022), Frederico Lourenço (2016), der Schriftsteller und Übersetzer Richard Zenith (2012) und Eduardo Lourenço (2011) ausgezeichnet.

Alle Bücher von Lídia Jorge finden Sie in unserer Buchhandlung. Falls Sie noch ein besonderes Weihnachtsgeschenk suchen – wir haben noch einige wenige von Lídia Jorge signierte Ausgaben bei uns in der Buchhandlung vorrätig.

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Prémio Oceanos 2025 geht an zwei brasilianische Autorinnen

Und weiter geht es mit Literaturpreisen. Gestern Abend wurde der Prémio Oceanos in den Kategorien Lyrik und Prosa verliehen. Ausgezeichnet wurde in der Lyrik-Kategorie:

Longarinas der brasilianischen Autorin Ana Maria Vasconcelos, erschienen 2024 bei 7Letras

Silvana Tavano: Ressucitar Mamutes

Den Preis als bester Roman erhielt Ressuscitar mamutes der brasilianischen Autorin Silvana Tavano, erschienen bei Autêntica Contemporânea.

Im autofiktionalen prämierten Roman, den der Verlag als Hybrid zwischen Essay, Memoir und Fiktion beschreibt, erfindet die Erzählerin Silvana Tavano die Vergangenheit und Zukunft ihrer Mutter neu.

Der Prêmio Oceanos ist je Kategorie mit 150.000 Reais dotiert.

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Prémio LeYa geht an Carla Pais

Carla Pais Prémio Leya

Der mit 50.000 Euro dotierte Prémio LeYa, der von der gleichnamigen portugiesischen Verlagsgruppe für bisher unveröffentlichte Texte verliehen wird, geht in diesem Jahr an die portugiesische Autorin Carla Pais.

Sie erhält den Preis für den Roman A Sombra das Árvores no Inverno, der Anfang 2026 veröffentlicht wird. Der Roman beschäftigt sich mit der Flüchtlingskrise und ihren Folgen.

Carla Pais ist erst die zweite Autorin (nach Gabriela Ruivo Trindade) in der Geschichte des Prémio Leya, die ausgezeichnet wird. Laut portugiesischer Presse hatte sie den Roman unter einem männlichen Pseudonym zum Preis eingereicht. Sie folgt auf Nuno Duarte, der den Preis im vergangenen Jahr für Pés de Barro erhielt.

Carla Pais wurde 1979 in Regueira de Pontes (nahe Leiria) geboren und lebt heute in Frankreich. Sie hat bereits einige Bücher veröffentlicht, darunter die Romane Mea Culpa (2018, Finalist des Prémio APE) und Um Cão Deitado à Fossa, das die Preise Cidade de Almada 2018 und SPA erhielt.

Der Prémio Leya ist der größte Literaturpreis für unveröffentlichte Romane in portugiesischer Sprache. In diesem Jahr gab es wieder eine Rekordbeteiligung von 1460 Einreichungen aus 22 Ländern.

Den zweifellos größten Erfolg hatte bisher der Roman Torto Arado von Itamar Vieira Junior, der 2018 mit dem Prémio Leya ausgezeichnet wurde und in der Folge zum Bestseller wurde und zahlreiche weitere Preise erhalten hat.

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Prémio Oceanos – Die Finalisten

Die Literaturpreis-Saison ist im vollen Gange. Vor wenigen Tagen wurden die Finalisten für den Literaturpreis Prêmio Oceanos (je 5 Titel aus Lyrik und Prosa) bekanntgeben. Nominiert sind:

Lyrik

As coisas do morto, Francisco Guita Jr. – Moçambique

Coram populo- Poesia reunida [2], Maria do Carmo Ferreira – Brasilien

Lições da miragem, Ricardo Gil Soeiro – Portugal

Longarinas, Ana Maria Vasconcelos – Brasilien

O pito do pango & outros poemas, Fabiano Calixto – Brasilien

Prosa

A cegueira do rio, Mia Couto – Moçambique

As melhoras da morte, Rui Cardoso Martins – Portugal

Mestre dos batuques, José Eduardo Agualusa – Angola

Ressuscitar mamutes, Silvana Tavano – Brasil

Vermelho delicado, Teresa Veiga – Portugal

Die beiden Gewinner des mit je 150.000 Reais dotierten Preises werden im Dezember ausgezeichnet.

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Prêmio Jabuti 2025: Die Preisträger im Überblick

Der Prêmio Jabuti ist der bedeutendenste brasilianische Literaturpreis und wird in 20 verschiedenen Kategorien vergeben. Die Preisträger wurden gestern m Rahmen der Preisverleihung bekanntgegeben.

Vento em Setembro

In der Kategorie „literarischer Roman“ wurde in diesem Jahr Vento em Setembro (Companhia das Letras) von Tony Bellotto ausgezeichnet. Der eigentlich als Krimiautor und Leadgitarrist der Rockgruppe Titãs erzählt eine komplexe Geschichte, die in den 1970er Jahren beginnt und sich über verschiedene Teile der Welt erstreckt. Priesterseminare, Bordelle, Eisenbahnwaggons und Krankenhausbetten sind einige der Schauplätze dieses Epos, das den Leser von Santos nach Griechenland, von Assisi nach Mexiko-Stadt, von Kirchenmauern ins Herz der Repression während der brasilianischen Diktatur führt.

Respiro

Den Jabuti in der Kategorie Lyrik erhält Armando Freitas Filho für sein neuestes Buch Respiro (Companhia das Letras)

Ruy Castro: O ouvidor do Brasil

Buch des Jahres und gleichzeitig Preisträger in der Kategorie „Crónica“ wurde O Ouvidor do Brasil. 99 vezes Tom Jobim des unermüdlichen Ruy Castro über den brasilianischen Ausnahmemusiker António Carlos Jobim.

Alle anderen Preisträger (u.a. für Kinderbuch, Übersetzung, bestes Cover etc.) lassen sich hier einsehen.

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