Archiv der Kategorie: literaturpreise

Literaturpreise

In den vergangenen Tagen wurden in Brasilien zwei der wichtigsten Literaturpreise verliehen.

Der Prêmio São Paulo de Literatura ging an die Schriftstellerin Ana Paula Maia für ihren 2017 erschienenen Roman Assim na terra como debaixo da terra.

In deutscher Übersetzung von Wanda Jakob erschien 2013 bei A1 der Roman Krieg der Bastarde. Zuletzt veröffentlichte sie in diesem Jahr den Roman Enterre seus mortos.

Als bester Debütroman einer Autorin unter 40 Jahren wurde O peso do pássaro morto von Aline Bei ausgezeichnet, als bestes Debüt über 40 Jahren, Oito do Sete von Cristina Judar.

Die Preisträger des diesjährigen Prêmio Jabuti wurden ebenfalls schon bekanntgegeben.

Buch des Jahres und gleichzeitig Gewinner in der Lyrikkategorie ist der Band à cidade von Mailson Furtado Viana.

Bester Roman wurde O clube dos jardineiros da fumaça von Carol Bensimon.

Alle anderen Preisträger sind hier aufgelistet.

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Prémio LeYa geht an Itamar Vieira Junior

Der mit 100.000 Euro dotierte Prémio LeYa, der von der gleichnamigen portugiesischen Verlagsgruppe für bisher unveröffentlichte Texte verliehen wird, geht in diesem Jahr an denbrasilianischen Autor Itamar Vieira Junior.

Er erhält den Preis für den Roman Torto Arado,  der sich mit der Unterdrückung der Frau auseinandersetzt. Das Buch wird aller Voraussicht nach noch in diesem Jahr erscheinen. Die Jury unter Vorsitz von Manuel Alegre hob besonders hervor, in welch hervorragender Weise das ländliche Umfeld Brasiliens und seine patriarchalen Strukturen beschrieben werden.

Itamar Vieira Junior wurde 1979 in Salvador, Bahia geboren. Er ist Schriftsteller, Geograph und promovierte in Ethnologie (Estudos Étnicos Africanos) an der Universidade Federal de Bahia.  Er hat bisher zwei Bände mit Erzählungen veröffentlicht („Dias“, 2012 und „A oração do carrasco“ 2017).  Für den São Paulo Review schreibt er regelmäßig Kolumnen. Sein 2017 erschienenes Buch A oração do carrasco ist für den diesjährigen Prêmio Jabuti in der Kategorie Erzählung nominiert.

Weitere Informationen zur Preisträgerin in der portugiesischen Presse:

Diário de Notícias

Observador

 

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Madalena Matoso erhält Prémio Nacional de Ilustração

Die portugiesische Autorin und Illustratorin Madalena Matoso, die wir vor kurzem hier im Blog vorgestellt haben, erhält in diesem Jahr den Prémio Nacional de Ilustração für ihr im letzten Jahr bei Planeta Tangerina erschienenes Buch Não é nada fácil.

Der Preis wird von der Direção-Geral do Livro, dos Arquivos e das Bibliotecas (DGLAB) in diesem Jahr zum 22. Mal verliehen und ist mit 10.000 Euro dotiert. Madalena Matoso erhält den Preis bereits zum zweiten Mal, die erste Auszeichnung erfolgte bereits 2008 für die Illustration des Buches A Charada da Bicharada von Alice Vieira.

Um der Handlung des prämierten Buches zu folgen, muss der Leser einen Weg durch mehrere Labyrinthe finden, was, wie der Titel suggeriert, wohl nicht ganz einfach ist.

Die Jury, bestehend aus Maria Adriana Baptista, Wissenschaftlerin und Dozentin an der Escola Superior de Media e Artes e Design, dem Designer Jorge Silva und Ana Castro von DGLAB erkannte des weiteren den Illustratorinnen Abigail Ascenso für die Illustration von A Noite (Manuel António Pina, erschienen bei Assírio&Alvim) und Joana Estrela für das Buch A rainha do norte (erschienen bei Planeta Tangerina) eine lobende Erwähnung zu.  Diese sind jeweils mit einem Reisekostenzuschuss in Höhe von 1500 EUR für die Teilnahme an der Kinder- und Jugendbuchmesse in Bologna verbunden.

Insgesamt wurden für den Wettbewerb 77 Werke von 29 verschiedenen Verlagen eingereicht.

 

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Prémio Camões 2018 geht an Germano Almeida

Der Prémio Camões, der bekannteste Literaturpreis der portugiesischsprachigen Welt, geht in diesem Jahr an den kapverdischen Schriftsteller Germano Almeida. Der Preis wurde 1988 von den Regierungen Brasiliens und Portugals ins Leben gerufen und ist mit 100.000 Euro dotiert. Alljährlich wird mit ihm ein portugiesischsprachiger Schriftsteller ausgezeichnet. 2017 wurde der portugiesische Autor Manuel Alegre ausgezeichnet.

Die Entscheidung der Jury, der in diesem Jahr Manuel Frias Martins, Leyla Perrone Martins, José Luís Jobim, Ana Paula Tavares und  José Luís Tavares angehörten, wurde einstimmig gefällt.

Germano Almeida wurde 1945 auf der Insel Boa Vista geboren. Er  studierte Rechtswissenschaft an der Universität in Lissabon, arbeitet als Rechtsanwalt, ist Schriftsteller und führt einen eigenen Verlag auf den Kapverdischen Inseln. Sein literarisches Werk, das zahlreiche Romane und Erzählungen umfasst, wurde in mehr als  wurde in über zehn Sprachen übersetzt. In deutscher Übersetzung (von Maralde Meyer-Minnemann) ist der Roman Das Testament des Herrn Napumoceno im Unionsverlag erschienen.

In wenigen Tagen wird in Portugal der neueste Roman von Germano Almeida O Fiel Defunto veröffentlicht, der dann auch bei uns lieferbar sein wird.

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Prémio Literário Correntes d’Escritas geht an Juan Gabriel Vásquez

Das größte Literaturfestival Portugals, die Correntes d’Escritas im nordportugiesischen Póvoa de Varzim wurde heute eröffnet. Die Bekanntgabe des Preisträgers des mit 20.000 Euro dotierten Prémio Literário Casino da Póvoa erfolgte traditionell im Rahmen der Eröffnungszeremonie.

In diesem Jahr ging der Preis an Juan Gabriel Vásquez aus Kolumbien.  Die Jurymitglieder Fernando Pinto de Amaral, Javier Rioyo, José Mário Silva, Maria de Lurdes Sampaio und Teresa Martins Marques haben sich aus der 14 Titel zählenden Shortlist mehrheitlich für das Buch A forma das ruínas entschieden. Der Preis  wird am letzten Tag des Festivals verliehen, zur Preisverleihung wird der Autor erwartet.

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Prémio Correntes d’Escritas 2018 – Die Finalisten

Alljährlich im Februar findet das größte portugiesische Literaturfestival Correntes d’Escritas in der nordportugiesischen Stadt Póvoa de Varzim statt, in diesem Jahr bereits zum 19.Mal (20-24. Februar)

Der Literaturpreis Prémio Literário Casino da Póvoa wird in diesem Jahr wieder an einen Romancier verliehen. Das prämierte Werk muss in in den vergangenen beiden Jahren erschienen sein. Insgesamt wurden 140 Werke eingereicht, viel Arbeit für die Jury also, die in diesem Jahr von Fernando Pinto do Amaral, José Mário Silva, Maria de Lurdes Sampaio, Teresa Martins Marques und Javier Rioyo gebildet wird.  Die vierzehn Titel umfassende Shortlist wurde vor kurzem vorgestellt und enthält folgende Titel:

Rentes de Carvalho: O Meças

Jaime Rocha:  Escola de Náufragos

Ana Teresa Pereira: Karen

Isabela Figueiredo: A Gorda

Bruno Vieira Amaral: Hoje Estarás Comigo no Paraíso

Ana Margarida de Carvalho: Não se Pode Morar nos Olhos de Um Gato

João Ricardo Pedro: Um Postal de Detroit

Djaimilia Pereira de Almeida: Esse Cabelo

João Pedro Porto: A Brecha

João Paulo Borges Coelho: Água

Julián Fuks: A Resistência

Enrique Vila-Matas: Marienbad Eléctrico

Juan Marsé: Essa Puta tão Distinta

Juan Gabriel Vásquez: A Forma das Ruínas

Der Siegertitel des mit 20.000 Euro dotierten Preises wird zur Eröffnungsveranstaltung der Correntes nach einer abschließende Jurysitzung bekanntgegeben.

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Prémio José Saramago geht an Julián Fuks

Der brasilianische Autor Julián Fuks ist der Gewinner des in diesem Jahr zum 9. Mal verliehen Prémio Literário José Saramago. Der mit 25.000 Euro dotierte Preis wurde von der Stiftung des portugiesischen Buchclubs Círculo de Leitores initiiert und wird mit Unterstützung des portugiesischen Kulturministeriums alle zwei Jahre an einen jungen Autor oder eine junge Autorin (bis 35 Jahre beim Erscheinen des prämierten Buches) verliehen. Der diesjährigen Jury  gehörten Ana Paula Tavares, António Mega Ferreira, Manuel Frias Martins, Nazaré Gomes dos Santos, Paula Cristina Costa, Nélida Piñon und Pilar del Rio an. Julián Fuks, der 1981 in São Paulo als Sohn argentinischer Eltern geboren wurde, erhält den Preis für seinen Roman A Resistência, der 2016 bei Companhia das Letras erschienen ist und bereits im letzten Jahr den Prêmio Jabuti erhalten hat.

A Resistência, der vierte Roman des Autors, erzählt in der ersten Person die Geschichte seiner Eltern, beide argentinische Intellektuelle, und seines älteren Adoptivbruders. Die Handlung spielt in Argentinien, beginnend 1976 mit dem Militärputsch, der eine bis 1983 andauernde Diktatur zur Folge hatte und dazu führt, dass die Eltern Exil in Brasilien suchen.

 

Die Preisträger der vergangenen Jahre sind Paulo José Miranda (1999 – „Natureza Morta“), José Luís Peixoto (2001 – „Nenhum Olhar“), Adriana Lisboa (2003 – „Sinfonia em Branco“), Gonçalo M. Tavares (2005 – „Jerusalém“)  und valter hugo mãe (2007 – „O remorso de Baltasar Serapião“), João Tordo („As três vidas“) , Andréa del Fuego („Os Malaquias“) und Ondjaki („Os Transparentes“) und Bruno Vieira Amaral („As primeiras coisas“)

A Resistência  liegt noch nicht in deutscher Übersetzung vor. Ein größerer Artikel über die Preisverleihung am heutigen Mittwoch, ist im Público erschienen.

Die portugiesische Ausgabe ist bei uns in der Buchhandlung erhältlich.

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Prémio LeYa geht an João Pinto Coelho

Der Oktober ist wie jedes Jahr ein Monat der Preisverleihungen.

Der mit 100.000 Euro dotierte Prémio LeYa, der von der gleichnamigen portugiesischen Verlagsgruppe für bisher unveröffentlichte Texte verliehen wird, geht in diesem Jahr an den den portugiesischen Autor João Pinto Coelho.

Er erhält den Preis für den Roman Os Loucos da Rua Mazur dessen Handlung wie schon die seines ersten Romans Perguntem a Sarah Cross während des 2. Weltkriegs in Polen angesiedelt ist. Das Buch wird aller Voraussicht nach noch in diesem Jahr erscheinen.

Weitere Informationen zur Preisträgerin in der portugiesischen Presse:

Público

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Nobelpreis für Literatur 2017 geht an Kazuo Ishiguro

Mit dem Nobelpreis für Literatur wird in diesem Jahr der englische Autor Kazuo Ishiguro geehrt. Kazuo Ishiguro wurde 1954 im japanischen Nagasaki geboren, seine Familie siedelte 1960 nach England über. Seine ersten Romane erschienen in den 1980er Jahren und beschäftigen sich mit den japanischen Kriegserfahrungen während des 2. Weltkriegs. International bekannt wurde er mit seinem dritten Roman The remains of the day (Was vom Tage übrigblieb), für den er den Booker Prize erhielt. Der Roman wurde mit Anthony Hopkins und Emma Thompson in den Hauptrollen verfilmt.

Sein 2005 erschienener Roman Never let me go (Alles was wir geben mussten) über menschliche Klone war ebenfalls sehr erfolgreich und wurde auch verfilmt.

Zuletzt erschien erschien 2015 sein Roman The Buried Giant (Der begrabene Riese).

In portugiesischer Übersetzung (Portugal) sind lieferbar:

O Gigante Enterrado

Quando Éramos Órfãos

As Colinas de Nagasaki

Nocturnos

in Brasilien erschienen:

Os vestígios do dia

O Gigante enterrado

Não me abandone jamais

Noturnos. Histórias de música e anoitecer

Einige andere Titel sind vergriffen, werden aber sicher bald wieder neu aufgelegt.

Der Nobelpreis ist in diesem Jahr mit neun Millionen schwedischen Kronen (rund 940.000 Euro) dotiert und wird im Dezember in Stockholm verliehen.

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Preisgekrönt: Hier kommt keiner durch!

Die portugiesische Autorin  Isabel Minhós Martins und der Illustrator Bernardo  Carvalho erhalten für ihr Bilderbuch Hier kommt keiner durch! (Originaltitel: Daqui ninguém passa!) den diesjährigen Gustav-Heinemann-Friedenspreis 2017. Die Auszeichnung der nordrhein-westfälischen Landesregierung wird am 5. Oktober in Aachen  verliehen.

„Das Preisbuch zeigt mit Blick auf das weltpolitische Geschehen den friedlichen Weg zur Überwindung von Grenzen“, sagte Kultur- und Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen. „Im Sinne der Auszeichnung, die an das friedenspolitische Engagement des früheren Bundespräsidenten Gustav Heinemann erinnert, ist dieses Kinderbuch ein überzeugender Beitrag zur gewaltfreien Form der Konfliktlösung.“

In der Geschichte erklärt sich ein General zum Herrscher. Niemand darf mehr die Linie zwischen der linken und der rechten Buchseite überqueren. Hier kommt keiner durch! bringt den Friedensgedanken so im ungewöhnlichen Format eines Wimmelbuches auf einfache Weise zum Ausdruck: Unsinnige Befehle und ungerechte Privilegien müssen in Frage gestellt werden.

Der Gustav-Heinemann-Friedenspreis für Kinder- und Jugendbücher ist eine der wichtigsten Auszeichnungen für deutschsprachige Kinder- und Jugendbücher.

Hier kommt keiner durch! ist auch noch für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert, der am 13. Oktober im Rahmen der Frankfurter Buchmesse verliehen wird.

Original und Übersetzung gibt es bei uns in der Buchhandlung:

Isabel Minhós Martins/ Bernardo Carvalho: Hier kommt keiner durch!, Klett Kinderbuch, 13,95 EUR

Isabel Minhós Martins/ Bernardo Carvalho: Daqui ninguém passa!, Planeta Tangerina, 18,90 EUR

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