Archiv der Kategorie: literaturpreise

Prémio Correntes d’Escritas 2023- Die Finalisten

Alljährlich im Februar findet das größte portugiesische Literaturfestival Correntes d’Escritas in der nordportugiesischen Stadt Póvoa de Varzim statt, in diesem Jahr vom 14. bis 18 Februar.

Dort wird auch wieder der Literaturpreis Prémio Literário Casino da Póvoa  vergeben. Ausgezeichnet wird in diesem Jahr ein Werk in der Kategorie „Lyrik“, das in den letzten beiden Jahren erschienen ist. Die elf Titel umfassende Shortlist wurde gestern bekannt gegeben und enthält folgende Titel:

Acidentes, von Hélia Correia

Amor Cão e outras palavras que não adestram Rosa Alice Branco

Atirar para o torto Margarida Vale de Gato

Caderneta de Lembranças A.M. Pires Cabral

Caderno das duas irmãs e do que elas sabiam Regina Guimarães

Cinco Cavalos Abatidos e outros poemas Rui Almeida

Errático Rosa Oliveira

Firmamento Rui Lage

O Meu Corpo Humano Maria do Rosário Pedreira

Tristia [um díptico e meio] António Cabrita

Voltar Luís Filipe Castro Mendes.

Der Siegertitel des mit 20.000 Euro dotierten Preises wird zur Eröffnungsveranstaltung der Correntes nach einer abschließende Jurysitzung bekanntgegeben. Die Übergabe des Preises erfolgt zum Abschluss des Festivals. Im letzten Jahr wurde Luísa Costa Gomes für das Buch Afastar-se geehrt.

Alle Titel können selbstverständlich bei uns bestellt werden.

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Prémio Vergílio Ferreira für Ondjaki

Copyright: Abderrahamane Ualibo

Der von der Universität Évora vergebene Prémio Vergílio Ferreira  geht  in diesem Jahr an den angolanischen Schriftsteller und Regisseur Ondjaki, der auch unser Autor ist. Herzlichen Glückwunsch! Die Jury hob besonders hervor, dass Ondjaki einen Beitrag dazu leistet, dass die portugiesische Sprache zu einer Sprache der Versöhnung und des kritischen Bewusstseins für alle portugiesischsprachigen Menschen wird.

Der Preis ist mit 4000 Euro dotiert und wird seit 1996 jährlich für das Gesamtwerk eines portugiesischsprachigen Autors oder einer Autorin aus dem Bereich Literatur oder Essay verliehen. Die Preisverleihung findet im März statt.

Zuletzt wurden u.a. Helena Carvalhão Buescu, Ana Luísa Amaral, Carlos Reis, Nélida Piñon und Gonçalo M. Tavares ausgezeichnet

Ondjaki wurde 1977 in Luanda geboren. Er studierte Soziologie in Lissabon und veröffentlicht seit vielen Jahren Romane, Erzählungen, Lyrik und Kinderbücher. Auch als Regisseur hat er sich einen Namen gemacht. Er betreibt in Luanda die Buchhandlung und das Kulturzentrum Kiela. Zuletzt erschien im vergangenen Jahr in Portugal der Erzählband Vou Mudar a Cozinha. In deutscher Übersetzung wurde im letzten Jahr das Kinderbuch Das Zweihorn veröffentlicht, 2021 erschien in unserem eigenen Verlag der zweisprachige Band Sonhos Azuis Pelas Esquinas – Blaue Träume in jedem Winkel in der Übersetzung von Michael Kegler

Alle lieferbaren/bestellbaren Bücher von Ondjaki finden Sie hier in unserer Buchhandlung.

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Prémio Pessoa geht an João Luís Barreto Guimarães

Der Prémio Pessoa, mit dem alljährlich Persönlichkeiten aus Kultur oder Wissenschaft ausgezeichnet werden, geht in diesem Jahr an den portugiesischen Autor und Chirurgen João Luis Barreto Guimarães. Der Preis ist mit 60.000 Euro dotiert und wird von der Wochenzeitschrift Expresso verliehen.

João Luís Barreto Guimarães hat ein umfangreiches lyrisches Werk veröffentlicht, das sowohl in der lyrischen Tradition Portugal steht als auch an die europäische und angelsächsische Moderne anknüpft, so die Jury unter Vorsitz von Francisco Pinto Balsemão in der Begründung für die Preisvergabe.

In Portugal wurde sein Buch Movimento bereits im Jahr 2022 mit dem Grande Prémio da Literatura ausgezeichnet.

Einige seiner Gedichte sind in deutscher Übersetzung von Michael Kegler in der bei TFM erschienen Anthologie hotel ver mar enthalten.

Der Prémio Pessoa wird bereits seit 1987 vergeben. In den letzten Jahren wurden unter anderem Frederico Lourenço (2016), der Schriftsteller und Übersetzer Richard Zenith (2012) und Eduardo Lourenço (2011) ausgezeichnet.

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Prémio Oceanos geht an Alexandra Lucas Coelho

Heute wurden in Mosambik die diesjährigen Preisträger des Prémio Oceanos bekannt gegeben.

Den Hauptpreis gewann das Buch Líbano, labirinto der portugiesischen Autorin und Journalistin Alexandra Lucas Coelho, erschienen bei Editorial Caminho. Zum ersten Mal ging der Preis damit an ein nicht-fiktionales Werk, das Essay und Kolumnen („crónicas“) miteinander verknüpft. Das Buch verbindet die individuelle und kollektive Geschichte des Libanon mit einem chirurgischen Blick auf die soziale und politische Realität und einer Sensibilität, die die eigene Erfahrung selbst immer wieder in Frage stellt, so die Jury.

Mit dem zweiten Preis wurde der Roman Museu da Revolução des mosambikanischen Autors João Paulo Borges Coelho ausgezeichnet, das ebenfalls bei Editorial Caminho veröffentlicht wurde. Im Roman geht es unter anderem um eine Begegnung mit »Madgermanes», ehemaligen mosambikanischen Vertragsarbeitern in der DDR im »Museum der Revolution«, die Erinnerungen aufwühlt.

Der dritte Preis schließlich wurde de Roman O som do rugido da onça der brasilianischen Autorin Micheliny Verunschk geehrt, erschienen bei Companhia das Letras. Sie hatte für diesen Roman im November den Prêmio Jabuti erhalten.

Der Preis ist insgesamt mit ca. 45.000 Euro dotiert, der auf die einzelnen Prämierten verteilt wird.

Nominiert waren außer den Ausgezeichneten die folgenden Autor*innen :

Maria Fernanda Elias Maglio:Quem tá vivo levanta a mão, Ana Martins Marques: Risque esta palavra., Tatiana Salem Levy:Vista Chinesa , Pedro Pereira Lopes: O livro do homem líquido, Teresa Noronha: Tornado, Djaimilia Pereira de Almeida: Maremoto und José Gardeazabal: Quarentena – Uma história de amor.

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Prêmio Jabuti 2022

Der Prêmio Jabuti ist der bedeutendenste brasilianische Literaturpreis und wird in 20 verschiedenen Kategorien vergeben. Die Preisträger wurden gestern Abend im Rahmen der Preisverleihung bekanntgegeben.

In der Kategorie „Roman“ wurde in diesem Jahr O som do rugido da onça von Micheliny Verunschk ausgezeichnet (erschienen bei Companhia das Letras). Der Roman ist vielleicht auch für den deutschen Markt nicht uninteressant, denn er erzählt die Geschichte Spix und Martius, die 1817 nach Brasilien kamen mit dem Auftrag, ihre Eindrücke von diesem Land festzuhalten. Drei Jahre und 10.000 Kilometer später kehrten die Entdecker nach München zurück und brachten nicht nur einen ausführlichen Reisebericht mit, sondern auch einen indigenen Jungen und ein indigenes Mädchen, die kurz nach ihrer Ankunft auf europäischem Boden sterben sollten.

Buch des Jahres und gleichzeitig Preisträgerin in der Lyrikkategorie wurde Também guardamos pedras aqui von Luiza Romão (erschienen bei Nós)

Weitere Preisträger sind u.a. Laurentino Gomes für die erfolgreiche Sachbuchreihe Escravidão, in der er sich in drei Bänden mit der Geschichte der Sklaverei auseinandersetzt, Sonhozzz (Salamandra) von Daniel Kondo und Silvana Tavano in der Kategorie Kinderbuch und Enciclopédia negra von Flávio dos Santos Gomes, Jaime Lauriano und Lilia Moritz Schwarcz (Companhia das Letras) in der Kategorie Sozialwissenschaften.

Alle anderen Preisträger (u.a. für Kinderbuch, Biographie, bestes Cover etc.) lassen sich hier einsehen.

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Prémio José Saramago 2022 geht an Rafael Gallo

Copyright: Willian Olivato

Der brasilianische Autor Rafael Gallo ist der Gewinner des in diesem Jahr zum 12. Mal verliehenen Prémio Literário José Saramago. Er erhielt den Preis gestern für den Roman Dor Fantasma. Im Gegensatz zu den bisherigen Preisvergaben wurden die Regularien der Preisvergabe verändert. Er wird jetzt für ein bisher unveröffentlichtes Werk eines Autors oder einer Autorin verliehen, der/die bis zum Zeitpunkt der Abgabe des Manuskripts jünger als 40 Jahre alt ist. Mit der Preisvergabe (Dotierung 40.000 EUR) ist die Veröffentlichung des Werks in Portugal und Brasilien verbunden. Der Roman erscheint in Kürze bei den Verlagen Porto Editora und Globo.

In einer Mischung aus Literatur und Musik erzählt „Dor Fantasma“ die Geschichte eines klassischen Pianisten und seines Strebens nach Perfektion. Der Protagonist will ein Stück erlernen, das er für unspielbar hält. Seine Besessenheit führt dazu, dass er sich von seiner Familie entfernt und sich ganz dem Klavier widmet. Als die Hauptfigur jedoch einen Unfall erleidet und ihre rechte Hand verliert, ist sie nicht mehr in der Lage zu spielen.

„Dieser Roman hat eine schwierige Geschichte. Ich habe sechs Jahre gebraucht, um ihn zu schreiben. Es gab Verleger, die ihn nicht haben wollten. Ich kämpfte und nahm mehrere Änderungen vor. Es war ein persönlicher Prozess, ich habe viele Veränderungen in meinem Leben vorgenommen, und das spiegelt sich im Roman wider. Er ist etwas ganz Besonderes und ich bin sehr gespannt auf die Veröffentlichung“, sagte Rafael Gallo anlässlich der Preisvergabe gestern in Lissabon.

Die Preisträger der vergangenen Jahre sind Paulo José Miranda (1999 – „Natureza Morta“), José Luís Peixoto (2001 – „Nenhum Olhar“), Adriana Lisboa (2003 – „Sinfonia em Branco“), Gonçalo M. Tavares (2005 – „Jerusalém“)  und valter hugo mãe (2007 – „O remorso de Baltasar Serapião“), João Tordo (2009-„As três vidas“) und Andréa del Fuego (2011-„Os Malaquias“) , Ondjaki ( 2013-Os Transparentes), Bruno Vieira Amaral (2015- As primeiras coisas) ,  Julian Fúks (2017- A resistência) und zuletzt Afonso Reis Cabral (2019 -Pão de açucar ).

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Prémio LeYa geht an Celso José da Costa

Der mit 50.000 Euro dotierte Prémio LeYa, der von der gleichnamigen portugiesischen Verlagsgruppe für bisher unveröffentlichte Texte verliehen wird, geht in diesem Jahr an den brasilianischen Mathematiker Celso José da Costa.
Er erhält den Preis für den Roman A arte de driblar destinos, eine Familiensaga, die sich mit dem Leben im ländlichen Raum Brasiliens beschäftigt. Das Buch wird in Kürze erscheinen und dann natürlich auch bei uns verfügbar sein.

Der Prémio Leya ist der größte Literaturpreis für unveröffentlichte Romane in portugiesischer Sprache. In diesem Jahr gingen 218 Werke aus Portugal, Deutschland, Brasilien, Spanien, den Niederlanden, Großbritannien, Japan, Mosambik und Polen ins Rennen. Bei der Verleihung des Preises ist die Urheberschaft der Romane unbekannt, und der Name des Gewinners, der unter Verschluss bleibt, wird erst nach der Entscheidung bekannt.

Im letzten Jahr hatte der portugiesische Autor José Carlos Barros den Preis für den Roman As Pessoas Invisíveis erhalten. Den zweifellos größten Erfolg hatte bisher der Roman Torto Arado von Itamar Vieira Junior, der 2018 mit dem Prémio Leya ausgezeichnet wurde und in der Folge zum Bestseller wurde und zahlreiche weitere Preise erhalten hat.

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Prémio Camões 2022 geht an Silviano Santiago

Der Prémio Camões, der bekannteste Literaturpreis der portugiesischsprachigen Welt, geht in diesem Jahr an den brasilianischen Schriftsteller Silviano Santiago. Der Preis wurde 1988 von den Regierungen Brasiliens und Portugals ins Leben gerufen und ist der höchstdotierte Literaturpreis der portugiesischsprachigen Welt. Alljährlich wird mit ihm ein portugiesischsprachiger Schriftsteller ausgezeichnet. Zuletzt erhielt 2021 Paulina Chiziane die Auszeichnung.

Silviano Santiago wurde 1936 in Formiga im brasilianischen Bundesstaat Minas Gerais geboren. Im Alter von zehn Jahren zog er nach Belo Horizonte, wo er mit 18 Jahren begann, für eine Filmzeitschrift zu schreiben, und die Zeitschrift Complemento mitbegründete und herausgab. Seine bekanntesten Romane sind Stella Manhattan und Em liberdade. Die Romane von Silviano Santiago liegen bisher leider noch nicht in deutscher Übersetzung vor.

Silviano Santiago nahm die Nachricht von der Verleihung des Preises mit Freude entgegen, trotz der im Moment schwierigen Situationin der sich Brasilien befindet: „Auch wenn Brasilien eine traurige Phase in seiner Geschichte durchlebt, ist es aus persönlicher Sicht eine Genugtuung, diese Nachricht zu erhalten, die einem Leben, das der Literatur gewidmet ist, einen Sinn gibt“, sagte er.

Alle lieferbaren Titel von Silviano Santiago finden Sie bei uns in der Buchhandlung oder auch online.

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Nobelpreis für Literatur geht an Annie Ernaux

 Ill. Niklas Elmehed © Nobel Prize Outreach.

Den Nobelpreis für Literatur geht in diesem Jahr an die französische Autorin Annie Ernaux, die als Wegbereiterin der autofiktionalen Literatur gilt.

Ihr erfolgreichstes Buch Les Années erschien 2008 in Frankreich und fand 2017, als die deutsche Übersetzung veröffentlicht wurde, auch hierzulande große Beachtung in der Presse. Die deutschen Übersetzungen erscheinen im Suhrkamp Verlag

In portugiesischer Übersetzung (Portugal) sind bisher erschienen:

Os Anos

O Acontecimento

Uma Paixão Simples

alle im Verlag Livros do Brasil. Die Übersetzungen in brasilianischem Portugiesisch erscheinen im Verlag Fósforo. Wir werden diese in Kürze in unserer Datenbank ergänzen. Alle Bücher von Annie Ernaux in portugiesischer Übersetzung sind dann in unserem Webshop bestellbar.

 

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Julieta Monginho erhält Grande Prémio Romance APE

Der mit 15.000 Euro dotierte Romanpreis des portugiesischen Schriftstellerverbandes (Grande Prémio APE/DGLAB) geht in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal an Julieta Monginho. Sie wird für ihren im letzten Jahr erschienenen Roman Volta ao mundo em vinte dias e meio  (veröffentlich bei Porto Editora) ausgezeichnet und setzte sich in der letzten Runde in einer einstimmigen Juryentscheidung unter Vorsitz von José Manuel de Vasconcelos durch. Nominiert waren außerdem: Sinopse de Amor e Guerra von Afonso Cruz, Maremoto von Djaimilia Pereira de Almeida, Embora Eu Seja Um Velho Errante von Mário Cláudio und O Regresso de Júlia Mann a Paraty von Teolinda Gersão.

Julieta Monginho wurde 1958 in Lissabon geboren und publiziert seit 1996 im wesentlichen Romane. Ihre Werke haben zahlreiche Auszeichnungen erhalten, unter anderem auch schon 2008 den Grande Prémio APE für den Roman A Terceira Mãe. International ist sie noch nicht so bekannt, Übersetzungen ins Deutsche gibt es bisher nicht.

Die Bücher von Julieta Monginho können bei uns in der Buchhandlung bestellt werden.

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