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Prémio Literário Correntes d’Escritas geht an Pepetela

Pepetela: Sua excelência, de corpo presenteDas größte Literaturfestival Portugals, die Correntes d’Escritas im nordportugiesischen Póvoa de Varzim wurde heute traditionell mit der Bekanntgabe des Preisträgers des mit 20.000 Euro dotierten Prémio Literário Casino da Póvoa eröffnet. Die Preisverleihung erfolgt am Ende des Festival.

In diesem Jahr wird der Preis an den angolanischen Autor Pepetela verliehen. Die Jury zeichnete ihn für seinen 2018 erschienenen Roman Sua Excelência de corpo presente auseine Parodie auf afrikanische Diktatoren.

Pepetela (eigentlich Artur Carlos Maurício Pestana dos Santos) wurde 1941 in Benguela geboren, er ist einer der bekanntesten angolanischen Schriftsteller der Gegenwart. In deutscher Übersetzung von Barbara Mesquita ist derzeit nur das Buch Jaime Bunda, Geheimagent im Unionsverlag lieferbar.

Bücher von Pepetela finden Sie bei uns in der Buchhandlung.

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Angola entdecken!

Die angolanische Literatur ist auf dem deutschsprachigen Markt bislang eher unterrepräsentiert. Übersetzt sind einige hervorragende Romane von José Eduardo Agualusa, das Jugendbuch Bom dia, camaradas von Ondjaki und der sozialkritische Krimi Jaime Bunda – Geheimagent von Pepetela. Hinzu kommt die zweisprachige Anthologie Mögen Pitangas wachsen – Oxalá cresçam pitangas, die im vergangenen Jahr erschienen ist.

Angola entdeckenDie Übersetzerin Barbara Mesquita hat jetzt im Arachne Verlag eine neue Anthologie mit dem Titel Angola entdecken! herausgegeben, die bisher nicht übersetzte Erzählungen und Romanauszüge unter anderem von Pepetela, Ondjaki, Luandino Vieira, Boaventura Cardoso und Henrique Guerra enthält. Übersetzt wurden die Texte von der Herausgeberin selbst sowie von Inés Koebel, die dem Buch auch ein Glossar angefügt haben, das die Eigenheiten des angolanischen Portugiesisch erläutert.

Thematisch deckt die Auswahl, die zum 40. Jahrestag der Unabhängigkeit Angolas erscheint, die Kolonialzeit, den Unabhängigkeitskrieg, das sozialistische Intermezzo nach der Unabhängigkeit sowie die Gegenwart ab.Das kenntnisreiche Vorwort gibt einen kurzen Abriss der angolanischen Literaturgeschichte, die naturgemäß eng mit der Geschichte im allgemeinem verknüpft ist.  Gerade die großen historischen Romane von Pepetela (A gloriosa família oder Geração da utopia) würden sicher eine Übersetzung in Gänze lohnen.

Barbara Mesquita (Hrsg.): Angola entdecken!, Arachne Verlag 2015, 18,00 EUR (natürlich bei uns erhältlich)

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Literaturherbst 2011 in Portugal

Traditionell veröffentlichen die Verlage im Herbst eine große Anzahl von Neuerscheinungen, so auch in Portugal. Eine Auswahl der wichtigsten Titel, die im September und Oktober erschienen sind bzw. noch erscheinen, stellen wir hier kurz vor.

Bei Editorial Caminho erscheint José Saramagos erster Roman Clarabóia. Dieses Frühwerk sollte auf Wunsch des 2010 verstorbenen portugiesischen Nobelpreisträgers erst nach seinem Tod veröffentlicht werden. Inhaltlich geht es um den Alltag von sechs Familien eines Hauses im Lissabon der 1950er Jahre. Seit Anfang Oktober veröffentlicht die Fundação José Saramago im Blog O Caderno de José Saramago kleine Romanfragmente, um die Zeit bis zur Veröffentlichung zu überbrücken. In ein paar Tagen ist das Buch aber auch bei uns in „ganzer Schönheit“ erhältlich.

Der neue Roman von António Lobo Antunes trägt den Titel Comissão das lágrimas und beschäftigt sich wie viele seiner Werke mit dem Kolonialkrieg in Angola und seinen Auswirkungen. Eine Episode dieses dichten und dunklen Romans behandelt das Schicksal von Elvira, der Anführerin eines Bataillons der MPLA, die verhaftet, misshandelt und 1977 ermordet wurde.

Lang erwartet wurde der neue Roman von Dulce Maria Cardoso, die sich in O Retorno mit dem Leben der nach Ende des Kolonialkriegs aus Angola zurückgekehrten Portugiesen auseinandersetzt.

Angola und seine Geschichte steht im Mittelpunkt von A sul. O sombreiro des angolanischen Autors Pepetela. Dieser historische Abenteuerroman führt den Leser ins 16. und 17. Jahrhundert zu den Anfängen der Kolonialzeit in Angola.

Ein anderer auch hierzulande bekannter angolanischer Autor, José Eduardo Agualusa legt mit  A educação sentimental dos pássaros, das den Untertitel Onze contos sobre anjos, demónios e outras pessoas quase normais trägt, einen neuen Band mit Erzählungen vor. Jonas Savimbi und Hillary Clinton sind nur zwei der Protagonisten in dieser Anthologie, die Erzählungen aus der gesamten Schaffensperiode Agualusas enthält.

In valter hugo mães neuem Roman O filho de mil homens bedauert die Hauptfigur Crisóstomo, dass er bis zum Alter von 40 Jahren kinderlos geblieben ist. Eine erfundene Familie ist das Ergebnis seines Traums, Vater eines Kindes zu sein.


Alle genannten Bücher sind selbstverständlich über uns zu bestellen bzw. in Kürze vorrätig.

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Gegen den Strom

Contos de MorteMehrmals war an dieser Stelle schon von der zunehmenden Verlagskonzentration in Portugal die Rede. Neben den großen Gruppen LeYa, Bertelsmann und Porto Editora gibt es natürlich weiterhin eine Vielzahl engagierter Kleinverlage mit interessanten Programmen.

So hat beispielsweise der bekannte Verleger Nelson de Matos, der jahrelang das große Verlagshaus Dom Quixote (heute zu Leya gehörend) geleitet hat, seinen eigenen Verlag gegründet. Mit großem Erfolg hat er Anfang des Jahres einen bisher unveröffentlichten Text von José Cardoso Pires mit dem Titel Lavagante veröffentlicht.

Gerade erschienen ist eine Band mit dem Titel Contos de Morte, der fünf Erzählungen des angolanischen Autors Pepetela enthält.

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Prémio Correntes d’Escritas – Nominierungen

Die Correntes d’Escritas im nordportugiesischen Póvoa de Varzim (übrigens Partnerstadt des hessischen Eschborn) sind inzwischen eine schöne Tradition geworden. In diesem Jahr findet das Literaturfestival vom 13. bis 16. Februar statt und wieder werden eine Vielzahl der bekanntesten portugiesischsprachigen und auch einige spanischsprachige Autoren vor Ort sein. Die beeindruckende Teilnehmerliste kann man hier einsehen.

L�dia Jorge: Combateremos a sombraSeit 2004 stiftet das Casino von Póvoa de Varzim einen Literaturpreis, der abwechselnd an einen Roman oder an eine Lyrikveröffentlichung aus dem portugiesischen oder spanischen Sprachraum verliehen wird. Er ist damit der einzige Preis, der gleichzeitig Werke aus der portugiesch- und der spanischsprachigen Literatur berücksichtigt. Die prämierten Titel müssen jedoch schon in Portugal erschienen veröffentlicht worden sein. Bisherige Preisträger sind Lídia Jorge, António Franco Alexandre, Carlos Ruíz Zafón und Ana Luísa Amaral.

In diesem Jahr wurden folgende Romane für den mit 20.000 Euro dotierten Preis nominiert:

PredadoresA Síndrome de Ulisses des kolumbianischen Autors Santiago Gamboa
Camilo Broca des portugiesischen Schriftstellers Mário Cláudio (eben mit dem Prémio Vergílio Ferreira geehrt), Combateremos a Sombra der portugiesischen Autorin Lídia Jorge,
Desmedida des angolanischen Schriftstellers Ruy Duarte de Carvalho,
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