José Eduardo Agualusa auf Lesereise

Der angolanische Autor José Eduardo Agualusa ist im Mai in Deutschland und Österreich und stellt sein im A1-Verlag in deutscher Übersetzung erschienenes Buch Das Lachen des Geckos (O Vendedor de Passados) vor.

José Eduardo Agualusa: Das Lachen des GeckosIm Buch geht es um Félix Ventura, der mit erfundenen Vergangenheiten handelt. Seinen Kunden verkauft er Stammbäume, ein makelloses Vorleben und glückliche Erinnerungen. Ein Minister, ein ehemaliger Agent, ein geheimnisvoller Fremder und eine schöne Frau tauchen bei Ventura auf, und vor seinen Augen verwickeln sich ihre Geschichten, mit unerwarteten und außergewöhnlichen Konsequenzen für alle …

Wir freuen uns sehr, dass José Eduardo Agualusa am 22. Mai, um 20.00 Uhr unser Gast (Buchhandlung TFM, Große Seestraße 47, 60486 Frankfurt) sein wird und laden zu einer zweisprachigen Lesung (portugiesisch-deutsch) ein. Begleitet wird er von Michael Kegler, der den Roman ins Deutsche übersetzt hat und die Moderation und Übersetzung bei den einzelnen Veranstaltungen übernehmen wird. Der Eintritt ist frei.

Wenn Sie nicht die Gelegenheit haben, nach Frankfurt zu kommen, gibt es in folgenden anderen Städten, die Chance José Eduardo Agualusa live zu erleben:

19.05.2009 um 19:00 / Kokon im Lenbachpalais / München
20.05.2009 um 18:00 / Bibliotheksaula / Universität Salzburg
22.05.2009 um 20:00 / TFM – Centro do Livro / Frankfurt am Main
25.05.2009 um 20:00 / Haus des Buches / Leipzig
26.05.2009 um 19:00 / Brasilianische Botschaft / Berlin
27.05.2009 um 20:00 / andere buchhandlung / Rostock
28.05.2009 um 20:00 / Buchhandlung Bittner / Köln
29.05.2009 um 19:00 / Werkstatt 3 / Hamburg Altona

Ein Kommentar

Eingeordnet unter angolanische literatur, autoren, Veranstaltungen

Zensur – João Ubaldo Ribeiro

Ribeiro: A casa dos budas ditososDie französische Supermarktkette Auchan, die in Portugal große Supermärkte wie Jumbo und Pão de Açucar betreibt, hat die vor kurzem in Portugal erschienene Neuausgabe des Romans A Casa dos Budas Ditosos (Verlag Nelson de Matos) vom Camões-Preisträger João Ubaldo Ribeiro aus ihrem Sortiment genommen und damit zensiert. Als Grund gab der Verantwortliche der Gruppe die angeblich pornographische Sprache des Romans an. Vom Verkaufsverbot betroffen ist auch der preisgekrönte Roman Viva o Povo Brasileiro.

A Casa dos Budas Ditosos erschien erstmals vor ca. 10 Jahren als Auftragswerk in der Reihe „Plenos Pecados“, die die 7 Todsünden zum Inhalt hat und an der sich seinerzeit verschiedene der bekanntesten brasilianischen Schriftsteller beteiligt haben. João Ubaldo Ribeiros Roman hat die Todsünde der Wollust zum Thema und erzählt aus der Perspektive einer alten Frau deren Leben und ihre erotischen Erfahrungen.

Bereits bei Erscheinen vor 10 Jahren hatte es in Portugal bei der besagten Supermarktkette ein Verkaufsverbot gegeben, das schon damals eine Welle der Kritik hervorgerufen hat.

João Ubaldo Ribeiro ist einer der bekanntesten zeitgenössischen Autoren Brasiliens. Im letzten Jahr wurde ihm mit dem Prémio Camões der bedeutendste Literaturpreis der portugiesischsprachigen Welt zuerkannt. Einige seiner Romane sind auch ins Deutsche übersetzt worden. Zu den lieferbaren Titel geht es hier.

Inzwischen gibt es auch eine Stellungnahme von João Ubaldo Ribeiro, die man im Blog von Nelson de Matos nachhören kann.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter brasilianische autoren, brasilianische literatur, Buchhandlung, literatura brasileira, presseschau

Mein kleiner Orangenbaum…

Mein kleiner Orangenbaum…heißt die deutsche Übersetzung des Kinderbuchklassikers Meu Pé de Laranja Lima von José Mauro de Vasconcelos, die Anfang des Jahres im Verlag Urachhaus erschienen ist. Es handelt sich um eine Neuauflage der Übersetzung von Marianne Jolowicz. Der autobiographische Roman, der ein Jahr aus der Kindheit des Autors erzählt, ist damit seit längerer Zeit wieder zugänglich. In deutscher Übersetzung mit unterschiedlichen Titeln gab es den Titel schon seit den 1970er Jahren.

Wie immer kann man Buch natürlich bei uns in der Buchhandlung oder online kaufen.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter übersetzungen, literatura brasileira

Der Welttag des Buches…

…wirft seine Schatten voraus. Wie viele andere Buchhandlungen feiern wir ein bisschen am 23. April, d.h. schon am Donnerstag dieser Woche. Wir zeigen um 17.00 und um 19.00 Uhr eine Dokumentation über José Saramago in portugiesischer Sprache (leider ohne Untertitel) und freuen uns, wenn Sie bei uns in der Buchhandlung vorbeischauen. Die Adresse (erspart den Klick aufs Impressum): TFM – Centro do Livro, Große Seestraße 47, 60486 Frankfurt.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Buchhandlung, frankfurt, josé saramago, Veranstaltungen

noch mehr Hörbücher – mais audiolivros

Mia Couto: Vozes Anoitecidas - HörbuchDas Hörbuch ist nach wie vor ein eher vernachlässigtes Gebiet, sowohl in Portugal als auch in Brasilien. So freuen wir uns über jede Neuveröffentlichung, und diesmal ganz besonders, da erstmals auch zeitgenössische lusophone Autoren im Hörbuch verlegt worden sind.

Mit dabei sind unter anderem Vozes Anoitecidas von Mia Couto, gelesen unter anderem von der Jazzsängerin Maria João und dem Bestsellerautor José Rodrigues dos Santos. Außerdem die Reiseerzählungen Passageiros em Trânsito von José Eduardo Agualusa, As Rosas de Atacama und O velho que lia romances de amor von Luís Sepúlveda sowie Histórias Falsas von Gonçalo M. Tavares. Die komplette Liste der neuen Hörbuchtitel finden Sie hier, alle von uns angebotenen Hörbuchtitel hier
wie immer bei uns in der Buchhandlung oder über den Webshop zu beziehen.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter angolanische literatur, hörbücher, mosambikanische Literatur, portugiesische Autoren

VERSschmuggel – Contrabando de VERSOS

VERSschmuggel - Contrabando de VERSOS 2008 organisierte die Literaturwerkstatt Berlin (wie jedes Jahr ein Poesiefestival), in dessen Mittelpunkt diesmal die portugiesischsprachigen Literaturen standen. Wir haben letzten Sommer hier im Blog ausführlich darüber berichtet. Eine Vielzahl von Autoren aus fast allen Ländern des portugiesischen Sprachraums (Portugal, Brasilien, Angola, Moçambique, Guiné-Bissau, Cabo Verde, São Tomé e Príncipe) wurden eingeladen.

Jetzt ist herausgegeben von Thomas Wohlfahrt und Aurélie Maurin und mit dem schönen Titel VERSschmuggel – Contrabando de VERSOS eine zweisprachige, portugiesisch-deutsche Lyrikanthologie mit 2 Audio-CDs erschienen. Das Buch ist das spannende Ergebnis der Übersetzungswerkstatt, die während des Festivals stattfand. Vertreten sind die folgenden Autoren Ana Luísa Amaral, Paulo Henriques Britto, Ricardo Domeneck, Ulrike Draesner, Daniel Falb, Angélica Freitas, Norbert Hummelt, Barbara Köhler, Nicolai Kobus, Marco Lucchesi, Luís Carlos Patraquim, Richard Pietraß, Hans Raimund, Arne Rautenberg, Monika Rinck, Sabine Scho, Pedro Sena-Lino, Ana Paula Tavares, Tony Tcheka und Paulo Teixeira.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter angolanische literatur, brasilianische literatur, literatura brasileira, literatura portuguesa, portugiesische Autoren, portugiesische Literatur

Deolinda – Canção ao lado

Deolinda: Canção ao ladoDas in Portugal sehr erfolgreiche Musikprojekt Deolinda kommt jetzt auch in die hiesigen Plattenläden, und noch erfreulicher – Deolinda geht auf eine kleine Deutschlandtour. Konzerte gibt es am 16.4. in Berlin (Maschinenhaus), am 19.4. in Bonn (Harmonie) und am 21.4. in Hamburg (Fabrik).

Deolinda ist die Hauptperson des Albums Canção ao lado, sie lebt in einem Randbezirk von Lissabon, beobachtet die Nachbarn, das Treiben auf der Straße, und die interessanten Begebenheiten verarbeitet sie zu Songs.

Erfunden wurde Deolinda von Pedro da Silva Martins, der alle Stücke komponiert und getextet hat. Ana Bacalhau leiht Deolinda ihre Stimme und Zé Pedro Leitão am Kontrabass und Luís José Martins, der eine ganze Reihe von Saiteninstrumenten (Viola braguesa, Ukulele) beherrscht, vervollständigen die Band.

Musikalisch lässt sich das Ergebnis schwer einordnen – sehr erfrischend kommt Deolinda daher mit folkloristischen Einflüssen, ein bisschen Bossa Nova, Fado und vielen frechen Texten. In Portugal war das Album 2007 ein riesiger Publikumserfolg, und wer in der Nähe der Konzertorte wohnt, sollte die Gelegenheit keinesfalls verstreichen lassen. Für alle anderen gibt’s das Album bei uns, ein kleiner Farbtupfer, der die Wartezeit auf den Frühling verkürzt.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter portugiesische musik

Dokumentarfilm in Moçambique

docspt07Über das mosambikanische Kino, und speziell den dortigen Dokumentarfilm, war bisher in Europa nur sehr wenig bekannt. Diese Lücke versucht nun erstmals die in Portugal erscheinende Zeitschrift docs.pt zu schließen, die eine Sondernummer ganz dem Filmland Moçambique gewidmet hat. Ein großes Porträt von Alexandra Lucas Coelho ist dem Brasilianer Licínio Azevedo gewidmet, der sich über Jahre eingehend mit dem mosambikanischen Kino auseinandergesetzt hat. Für alle Filmwissenschaftler hilfreich dürfte zu dem die Filmographie der zwischen 1941 und 2007 in Moçambique gedrehten Filme sein.

Zum ersten Mal veröffentlicht wird hier auch ein ausführliches Interview, dass Luís Carlos Patraquim und Licínio Azevedo 1978 mit dem französischen Regisseur Jean-Luc Godard geführt haben, der damals am Instituto de Cinema in Maputo lehrte.

Der letzte Teil der Zeitschrift ist schließlich der aktuellen Entwicklung im Filmbereich gewidmet.

Zu beziehen ist das Heft wie immer bei den hier vorgestellten Titeln bei uns in der Buchhandlung vor Ort oder online

.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter filme

Vítor Aguiar e Silva erhält Prémio D. Dinis

Der von der portugiesischen Stiftung Fundação Casa de Mateus vergebene, renommiert Prémio D. Dinis wird in diesem Jahr an den Literaturwissenschaftler und Essayisten Vítor Aguiar e Silva vergeben. Der Preis ist mit 7500 Euro dotiert. Ausgezeichnet wird das Buch A lira doura e a tuba canora, das neue Essays über das Werk Luis Vaz de Camões enthält.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter literaturpreise

Lura: Eclipse – neues Album

Lura: EclipseDie kapverdische Sängerin Lura hat mit Eclipse bereits ihr viertes Album vorgelegt (nach In Love, Di korpu ku alma und M’bem di fora) und beginnt heute eine kleine Deutschlandtournee. Konzerte gibt es am:

23.3. in Berlin, Postbahnhof, 24.3. in Mühlheim, Theater an der Ruhr, 25.3. in Hannover, Pavillon und 26.3. Hamburg, Fabrik.

Auf Eclipse präsentiert Lura sowohl sehr tanzbare Stücke, aber auch wie auf ihren vorherigen Alben an Morna und Coladera angelegte, Balladen. Namhafte Songschreiber, wie Mário Lúcio, B.Leza, Orlando Pantera, René Cabral und Teofilo Chantre haben zum Gelingen des Albums beigetragen. Reinhören kann man u.a. bei MySpace. Dieses und alle weiteren Alben von Lura gibt es wie immer bei uns.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter cabo verde, kapverdische musik