Die Reise des Elefanten – Saramago auf den Spuren Salomãos

Für alle die Jose Saramagos jüngsten Roman A viagem do elefante noch nicht gelesen haben, gibt es vielleicht jetzt einen Grund mehr. Denn José Saramago hat sich in den letzten Tagen selbst auf Reisen begeben und in Portugal die Strecke zurückgelegt, die auch der Elefant Salomão im Roman durchquerte.

Eigens dafür wurde von der Fundação José Saramago ein eigenes Blog eingerichtet, in dem man die Reise nachverfolgen, Saramago Eindrücke nachlesen und auch Bilder der Reise anschauen kann, hier entlang bitte.

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Internationale Tagung in Hamburg

Die Universität Hamburg veranstaltet ab heute bis zum 20. Juni 2009 die internationale Tagung Portugal, Hamburg und die deutschsprachige Welt während der europäischen Expansion nach Übersee (16. – 18. Jahrhundert).

Die Tagung wird vom Centro de Língua Portuguesa/Instituto Camões an der Universität Hamburg und vom Centro de História de Além-Mar an den Universitäten Nova de Lisboa und dos Açores organisiert. Das Programm der einzelnen Sektionen lässt sich hier nachlesen. Eine etwas ausführlichere Ankündigung findet sich auch im cibera-Blog.

Zum Thema Portugal in Hamburg ist 2007 ein gleichnamiges Buch von Michael Studemund-Halévy im Ellert&Richter Verlag erschienen.

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Neue Hörbücher aus Brasilien

Paulo Coelho: O vencedor está sóEben eingetroffen und ab sofort in unserer Frankfurter Buchhandlung und natürlich auch über unseren Onlineshop verfügbar, sind eine ganze Reihe aktueller Hörbuchtitel aus Brasilien. Waren es bisher vor allem Klassiker, die in Brasilien und Portugal als Hörbuch veröffentlicht wurden, sind dieses Mal ganz aktuelle Titel wie Paulo Coelhos letzter Roman O vencedor está só, Luis Fernando Verissimos Crônicas über Männer und Frauen As mentiras que os homens contam und John Grogans Hundegeschichten Marley & Eu.Marley&Eu (Hörbuch)

Alle CDs sind im MP3-Format aufgenommen und können problemlos auf einen MP3-Player überspielt werden. Ansonsten laufen sie auf CD- oder DVD-Playern, die das MP3-Format unterstützen. Vorteil dieser Technik ist eine Aufnahmedauer von vielen Stunden. Die Sprecher sind in den meisten Fällen renommierte brasilianische Schauspieler, manchmal auch die Autoren selbst.

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Thomas Mann: Der Zauberberg

Thomas Mann: A montanha mágicaDer Klassiker aus der Feder von Thomas Mann ist jetzt neu in portugiesischer Übersetzung von Gilda Lopes Encarnação erschienen. Damit liegt A Montanha Mágica in Portugal damit in einer direkten Übersetzung aus dem Deutschen vor. Über viele Jahre wurde in Portugal die Übersetzung von Herbert Caro vertrieben, der den Zauberberg vor Jahren ins brasilianische Portugiesisch übersetzt hatte.  Für Linguisten und Übersetzungswissenschaftler bietet sich somit jetzt sicher eine interessante Vergleichsmöglichkeit.

Gilda Lopes Encarnação spricht in einem Interview des Diário Digital über die Übersetzungsarbeit und über die Übersetzung deutschsprachiger Autoren ins Portugiesische im allgemeinen.

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Saramago in der Presse

José Saramago veröffentlichte gestern in der spanischen Zeitung El País einen Artikel über den italienischen Präsidenten Silvio Berlusconi, der auch in der deutschen Presse rezipiert wird. Den Artikel kann man hier im spanischen Original und in Saramagos Blog auch in portugiesischer Übersetzung nachlesen. Saramago hat in der Vergangenheit schon häufig Kritik an Berlusconis Machenschaften geübt, nachzulesen in verschiedenen Blogeinträgen, die inzwischen auch im Buch O Caderno zusammengefasst worden sind. Erst kürzlich hatte Saramagos italienischer Verlag Einaudi, der bisher alle sein in italienischer Übersetzung publiziert hat, die Veröffentlichung von O Caderno abgelehnt. Einaudi gehört zur Verlagsgruppe Mondadori, die von der Familie Berlusconi kontrolliert wird.

Berichte zu diesem Thema finden sich u.a. im Spiegel und in der Süddeutschen Zeitung.

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Prémio Camões 2009 geht an Arménio Vieira

Der bekannteste Literaturpreis der portugiesischsprachigen Welt wird 2009 erstmals an einen kapverdischen Autor verliehen. Der Preis, der 1988 von den Regierungen Brasiliens und Portugals ins Leben gerufen wurde, mit 100.000 Euro dotiert ist und mit dem jährlich ein lusophoner Schriftsteller ausgezeichnet wird, geht in diesem Jahr an den 1941 geborenen Arménio Vieira.

In einer ersten Reaktion zeigten sich sowohl Arménio Vieira als auch andere bekannte kapverdische Schriftsteller wie Germano Almeida sehr zufrieden mit Preisverleihung, die von den Befragten zugleich auch als (längst fällige) Auszeichnung für die Literatur des Archipels verstanden wird.

Ein Interview mit Arménio Vieira in portugiesischer Sprache finden Sie hier.

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José Eduardo Agualusa bei TFM

Der angolanische Autor José Eduardo Agualusa war letzten Freitag bei uns zu Gast, und die Buchhandlung platzte aus allen Nähten. Hier ein paar Impressionen von der Präsentation des Romans Das Lachen des Geckos (O vendedor de passados) in der Übersetzung von Michael Kegler im A1-Verlag erschienen.

José Eduardo Agualusa bei TFM

Agualusa - Publikum

José Eduardo Agualusa ist in dieser Woche noch in Deutschland unterwegs. Falls Sie Gelegenheit haben, schauen Sie doch vorbei, es lohnt sich:

25.05.2009 um 20:00 / Haus des Buches / Leipzig

26.05.2009 um 19:00 / Brasilianische Botschaft / Berlin

27.05.2009 um 20:00 / andere buchhandlung / Rostock

28.05.2009 um 20:00 / Buchhandlung Bittner / Köln

29.05.2009 um 19:00 / Werkstatt 3 / Hamburg Altona

Präsentation José Eduardo Agualusa

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Teresa Salgueiro: Matriz

Teresa Salgueiro: MatrizDie ehemalige Madredeus-Sängerin Teresa Salgueiro setzt ihre Solokarriere fort. Matriz ist bereits ihr viertes Soloalbum, und nach La Serena das zweite, das sie mit dem Lusitânia Ensemble eingespielt hat. Mit diesem, zweifellos sehr ambitionierten Projekt, versucht Teresa Salgueiro einen Bogen über sieben Jahrhunderte portugiesischer Musik zu spannen. So finden sich auf dem Album sowohl mittelalterliche Stücke und Lieder aus der Renaissance, aber auch Folklore, einige Fados  und Titel von Carlos Paredes und Fausto.

Zum Lusitânia-Ensemble gehören die Musike Jorge Gonçalves (Violine), Luís Clode (Violoncello), Óscar Torres (Kontrabass), Pedro Jóia (portugiesische Gitarre), Pedro Santos (Akkordeon), Rui Lobato (Percussion) und João Ferreira (Percussion). Teresa Salgueiro präsentiert das Album in den nächsten Monaten gemeinsam mit dem Lusitânia Ensemble in Portugal und Spanien.

Ab sofort ist das Album bei uns erhältlich.

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José Saramago: O Caderno

José Saramago: O CadernoDass José Saramago seit letztem  Jahr ein eifriger Blogger ist und fast täglich Einträge zu den verschiedensten Themen veröffentlicht, haben wir schon mehrfach berichtet. Ganz auf das „alte Medium“ Buch verzichtet er aber zum Glück nicht, und so sind jetzt seine Blogeinträge von September 2008 bis März 2009 in Buchform erschienen. Wer sich also nicht durchklicken möchte, kann hier Saramagos Ansichten über Bush und Berlusconi, Obama und den Papst, aber auch zu literarischen Themen und Personen wie Borges, Gonçalo M. Tavares und Jorge Amado nachlesen. O Caderno gibt es wie alle hier vorgestellten Titel natürlich auch bei uns.

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Mísia: Ruas

Mísia: RuasIm April ist Mísias neue CD Ruas erschienen, ein Doppelalbum mit zwei sehr unterschiedlichen Teilen. CD 1 mit dem Titel Lisboarium bietet eher die „klassische Mísia“, die sich auf einen Streifzug durch die Lissabonner Straßen begibt, und wen sollte es wundern, dort hauptsächlich Fados, aber auch eine Morna und die Marchas de Lisboa entdeckt, die sie in gewohnt herausragender Manier interpretiert. Die Texte stammen hauptsächlich von zeitgenössischen portugiesischen Autoren wie Vasco Graça Moura und Rosa Lobato de Faria, die auch schon auf früheren Alben für Mísia Fados geschrieben haben. Es finden sich aber auch Texte von Fernando Pessoa, Mário de Sá-Carneiro und António Motta.

CD 2 trägt den Namen Tourists und ist zumindest teilweise gewöhnungsbedürftig. Sicher, Mísia hat auch schon auf früheren Alben teilweise sehr erfolgreich experimentiert, u.a. mit Flamenco-Stücken, aber hier schießt sie für meinen Geschmack doch manchmal ein bisschen über das Ziel hinaus, vor allem die rockigen Stücke mit E-Gitarre wie Hurt oder Rosa dos Ventos werden die meisten Fado-Puristen wohl eher verschrecken.  Die Touristen sind laut Mísia „Künstler von anderen Straßen dieser Welt“, von denen sie glaubt, dass sie eine Fado-Seele haben. Einige sehr schöne Stücke wie das türkische Biraz Kül Biraz Duman oder der Flamenco Como el agua beweisen das eindrucksvoll.

Derzeit stellt Mísia Ruas auf einer Tournee vor. Der nächste Konzerttermin in Deutschland ist der 5. August bei den Burgfestspielen in Bad Vilbel.

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