Mariza: Fado Tradicional

Kurz vor Weihnachten ist in Portugal das neue Album von Mariza erschienen. Die neue CD Fado Tradicional birgt das Programm schon im Namen. War Mariza bei den letzten beiden Alben Transparente und Terra vor allem in Bezug auf die für den Fado teils ungewöhnliche Instrumentierung, u.a. mit Percussion und Klavier eher experimentierfreudig, stellt Fado Tradicional eine Rückkehr zu den Wurzeln des Fado dar. Für das neue Album hat Mariza klassische Fados wie As meninas dos meus olhos, Ai esta pena de mim oder Boa noite solidão ausgewählt. Die Texte sind u.a. von Fernando Pessoa, Amália Rodrigues und António Botto. Die Instrumentierung beschränkt sich auf die klassischen Fadoinstrumente (portugiesische Gitarre, Gitarre und Bassgitarre).

Alles in allem ein gelungenes Album – nicht nur für Fadopuristen, das in den ersten Konzerten in Portugal begeistert aufgenommen wurde.

Ab sofort bei uns erhältlich.

 

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Deutsche Autoren in portugiesischer Übersetzung

Die deutschsprachige Literatur hat es in Portugal schwer (Für portugiesischsprachige Autoren auf dem deutschen Buchmarkt sieht es ja leider auch nicht besser aus.)  Nur von wenigen zeitgenössischen Romanen erscheinen portugiesische Übersetzungen. Die Ursachen sind sicher vielfältig, aber – wie in anderen Ländern auch –  ist der portugiesische Buchmarkt sehr stark auf den angelsächsischen Raum fixiert, aus dem die meisten Titel übersetzt werden.

In den letzten Monaten sind mit Bernhard Schlinks Das Wochenende (O Fim de Semana) und Daniel Kehlmanns zweitem Roman Ruhm (Fama) zwei neue Titel in portugiesischer Übersetzung erschienen. Für beide Autoren ist es kein Neustart im portugiesischen Buchmarkt, Schlinks Der Vorleser (O Leitor) und Kehlmanns Bestseller Die Erschaffung der Welt (A medida do mundo) sind bereits vor geraumer Zeit erschienen.

Es versteht sich von selbst, dass diese Bücher Bestandteil unseres Sortiments sind, hier entlang bitte.

 

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Felipe Tadeu spricht über Tom Jobim

Die erfolgreiche Reihe des Musikjournalisten Felipe Tadeu wird fortgesetzt. Am 17. Dezember spricht er um 18.00 Uhr im

Veranstaltungssaal des Brasilianischen Generalkonsulats
Hansaallee 32 a+b, 60322 Frankfurt am Main
(Eingang Vogtstraße)

über Tom Jobim.

Der Eintritt ist frei, wie immer wird der Vortrag von Michael Kegler ins Deutsche übersetzt. Nach dem Vortrag wird eine DVD über unseren „souveränen Maestro“ gezeigt, jenen größten Komponisten der Bossa Nova.

 

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Mario Vargas Llosa: O Sonho do Celta

Pünktlich zur Nobelpreiszeremonie in dieser Woche ist in Portugal die Übersetzung von Mario Vargas Llosas neuestem Roman O Sonho do Celta (El Sueño del Celta) erschienen.

Der historischen Roman erzählt das Leben des irischen Konsuls Roger Casement, der zu Beginn des 20. Jahrhunderts Missstände im Kongo angeprangert hatte und wegen seiner Teilnahme an einer Revolte in Dublin später gehängt wurde.

Die deutsche Übersetzung Der Traum des Kelten soll im kommenden Jahr im Rowohlt Verlag erscheinen.

Mario Vargas Llosa: O Sonho do Celta, Quetzal 2010, ab sofort bei uns erhältlich.

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Portugiesische Komödie startet in den deutschen Kinos

Das portugiesische Kino ist nicht unbedingt für seine heiteren Filme bekannt. Doch das soll sich nun ändern. In der kommenden Woche (9.Dezember) startet die Komödie dot.com in einigen ausgewählten Programm-Kinos  (Berlin-Mitte: Babylon, Stuttgart: EM, Köln: Filmhaus, Nürnberg: Cinecitta).

Im Film geht es um ein kleines Dorf im portugiesischen Norden, dessen Webseite zufällig genauso heißt wie das Mineralwasser eines multinationalen Konzerns.

Die Domain gehört angeblich der Firmaund muss sofort geräumt werden! Ansonsten drohen 500.000 Euro Schadenersatz. Doch nur die Dorfgemeinschaft kann die Seite tatsächlich löschen, und die hofft auf das große Geschäft. Ihre Logik:
Wenn die Webseite 500.000 Euro Schadensersatz wert ist, dann auch umgekehrt. Und so fordern sie als Ablöse eine halbe Million von der Firma. Die Situation gerät vollends außer Kontrolle, als die Presse von New York bis Hong Kong Wind von der Story bekommt.

dot.com vom Regisseur Luis Galvão Teles kam 2007 in die portugiesischen Kinos und wurde seither erfolgreich auf zahlreichen Filmfestivals präsentiert. Für alle, die nicht die Gelegenheit haben, den Film im Kino zu sehen, gibt es bei uns eine DVD (portugiesisch mit Untertiteln in englisch, spanisch und portugiesisch)

 

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Prémio LeYa 2010 ohne Preisträger

Wie die Jury unter Vorsitz von Manuel Alegre gestern bekannt gab, wird der mit 100.000 Euro dotierte Prémio LeYa in diesem Jahr nicht verliehen. Unter den eingereichten Texten fand sich offenbar keiner, der die gewünschte stilistische und narrative Qualität erreicht hat.

Preisträger in den vergangenen beiden Jahren waren der brasilianische Autor Murilo Carvalho für den Roman O rastro de Jaguar und der mosambikanische Autor João Paulo Borges Coelho für den Roman O olho de Hertzog.

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Gonçalo M. Tavares in Frankreich ausgezeichnet

Aprender a rezar na era da técnica ist der beste ausländische Roman des Jahres in Frankreich. Der Roman des portugiesischen Autors Gonçalo M. Tavares aus seiner „schwarzen“ Serie O Reino wurde gestern mit dem Prix du livre étranger Hyatt Madeleine ausgezeichnet. In Frankreich ist das Buch im Verlag Viviane Hamy mit dem Titel Apprendre à prier à l’ère de la technique erschienen.

Gonçalo M. Tavares ist einer der interessantesten portugiesischen Gegenwartsautoren. Mit Anfang 30 begann er zu veröffentlichen, hatte zu diesem Zeitpunkt aber schon bald ein Dutzend fertige Bücher in der Schublade. Besonders die beiden Zyklen O Bairro und O Reino haben ihn in Portugal aber auch international bekannt gemacht. Vor wenigen Tagen ist sein neues Buch Uma Viagem à Índia, einer der spannendsten Titel des diesjährigen Literaturherbstes, in Portugal erschienen. In Sprache und Stil an das portugiesische Nationalepos, Die Lusiaden, angelehnt, begibt sich der Held Bloom (der nicht zufällig diesen Namen trägt) auf eine Reise. Die Literaturkritik hat begeistert auf das neue Werk reagiert, das in Kürze auch wieder in unserer Buchhandlung lieferbar sein wird.

 

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Grande Dicionário da Língua Portuguesa

Nach und nach werden auch in Portugal die Wörterbücher an die nach der Rechtschreibreform (acordo ortográfico) geltende neue Schreibweise angepasst.

In einer komplett überarbeiteten und erweiterten Ausgabe ist nun auch das einsprachige Großwörterbuch Grande Dicionário da Língua Portuguesa neu erschienen. Es dokumentiert alle Änderungen, die durch den acordo ortográfico entstanden sind und verzeichnet sowohl die alte als auch die neue Rechtschreibung. Auf knapp 1800 Seiten wurden über 400.000 Einträge mit zahlreichen etymologischen Hinweisen aufgenommen, berücksichtigt werden Neologismen und auch viele Wörter aus dem brasilianischen Portugiesisch, sowie aus den portugiesischsprachigen Ländern Afrikas und Asiens.

Auch optisch kann sich das Werk sehen lassen, das großformatige Wörterbuch ist in Leinen gebunden und wird im Schuber ausgeliefert. Es ist ab sofort bei uns in der Buchhandlung erhältlich.

Grande Dicionário da Língua Portuguesa (acordo ortográfico), ISBN 9789720015655

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Kalender 2011 – Teil 2

Endlich sind nun auch die Wandkalender für das kommende Jahr eingetroffen. Aus dem Stürtz Verlag gibt es erneut einen sehr schönen, großformatigen Brasilien-Kalender (Format 60×48 cm) mit Fotografien von Christian Heeb. Aufgenommen hat er unter anderem Landschaften im Pantanal und Amazonas, die Städte Salvador da Bahia, Olinda, Rio de Janeiro und Brasília.

Der Jenaer Fotograf Andreas Heidrich hat nach dem großen Erfolg im letzten Jahr erfreulicherweise wieder einen Portugal-Kalender veröffentlicht. Im Zentrum stehen hier Stadtimpressionen aus Lissabon und von den Stränden der Region Algarve.

Beide Kalender sind ab sofort in unserer Buchhandlung erhältlich.

Christian Heeb: Brasilien 2011, 27,95 EUR

Andreas Heidrich: Portugal 2011, 24,90 EUR

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José Saramago – Outros percursos, andere Reisen

Der portugiesische Schriftsteller und Nobelpreisträger José Saramago wäre in diesem Monat 88 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass organisieren die Portugiesische Botschaft in Berlin und das Instituto Camões die Veranstaltung

José Saramago – Outros percursos, andere Reisen
Am 25. November, um 19 Uhr, treffen in der Vertretung der Europäischen Kommission im Europäischen Haus in Berlin, Unter den Linden 78 vier der Übersetzer von José Saramago zusammen und werden über ihre Arbeit, ihre Erfahrungen und Begegnungen mit dem portugiesischen Literaturnobelpreisträger berichten.

Es nehmen teil: Marianne Gareis, Maria Eduarda Alvelos, Rainer Betterman und Sarita Brandt (Moderation)

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