Als Nachtrag zum Beitrag von vor einigen Tagen zum neuen Buch von Gonçalo M. Tavares Aprender a rezar na era da técnica möchte ich an dieser Stelle ein Interview mit dem Autor empfehlen (in portugiesischer Sprache), das Gonçalo Mira vom Blog Orgia Literária mit Gonçalo M. Tavares geführt hat. Es gibt einen guten Einblick in das Konzept der livros pretos und auch in das sonstige, schon so umfangreiche literarische Werk.
Archiv der Kategorie: portugiesische Literatur
LuÃs de Camões: Sämtliche Gedichte
Lang erwartet und nun endlich erschienen ist die zweisprachige Ausgabe des lyrischen Werks des portugiesischen Nationaldichters LuÃs de Camões – Sämtliche Gedichte/A Obra LÃrica.
Ein Mammutwerk von über 1000 Seiten, für das man dem Übersetzer Hans-Joachim Schaeffer und dem Berliner Elfenbein Verlag, der auch schon das Epos Die Lusiaden – Os LusÃadas veröffentlicht hat, nur großen Respekt zollen kann.
Bis zum 31.03.08 gilt ein Subskriptionspreis von 65,00 Euro, danach kostet das Buch 75,00 Euro, und bekommen kann man das Buch natürlich auch in unserer Buchhandlung.
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Manuel Alegre erhält Prémio D. Dinis
Der portugiesische Schriftsteller und Politiker Manuel Alegre ist mit dem Prémio D. Dinis ausgezeichnet. Er erhielt den Preis für seinen im letzten Jahr erschienenen Lyrikband Doze Naus. Die Entscheidung wurde einstimmig von einerdreiköpfigen Jury, bestehend aus den bekannten Lyrikern Vasco Graça Moura, Nuno Júdice e Fernando Pinto do Amaral gefällt.
Der Prémio D. Dinis wird von der Fundação Casa Mateus verliehen und gilt als einer der renommiertesten portugiesischen Literaturpreise.
Doze Naus liegt bisher noch nicht in deutscher Übersetzung vor. Veröffentlicht wurden bisher der Roman Rafael, im letzten Jahr bei Edition Erata erschienen und der zweisprachige Lyrikband Letras Portuguesas, erschienen in unserem eigenen Verlag.
Prémio Correntes d’Escritas – Nominierungen
Die Correntes d’Escritas im nordportugiesischen Póvoa de Varzim (übrigens Partnerstadt des hessischen Eschborn) sind inzwischen eine schöne Tradition geworden. In diesem Jahr findet das Literaturfestival vom 13. bis 16. Februar statt und wieder werden eine Vielzahl der bekanntesten portugiesischsprachigen und auch einige spanischsprachige Autoren vor Ort sein. Die beeindruckende Teilnehmerliste kann man hier einsehen.
Seit 2004 stiftet das Casino von Póvoa de Varzim einen Literaturpreis, der abwechselnd an einen Roman oder an eine Lyrikveröffentlichung aus dem portugiesischen oder spanischen Sprachraum verliehen wird. Er ist damit der einzige Preis, der gleichzeitig Werke aus der portugiesch- und der spanischsprachigen Literatur berücksichtigt. Die prämierten Titel müssen jedoch schon in Portugal erschienen veröffentlicht worden sein. Bisherige Preisträger sind LÃdia Jorge, António Franco Alexandre, Carlos RuÃz Zafón und Ana LuÃsa Amaral.
In diesem Jahr wurden folgende Romane für den mit 20.000 Euro dotierten Preis nominiert:
A SÃndrome de Ulisses des kolumbianischen Autors Santiago Gamboa
Camilo Broca des portugiesischen Schriftstellers Mário Cláudio (eben mit dem Prémio VergÃlio Ferreira geehrt), Combateremos a Sombra der portugiesischen Autorin LÃdia Jorge,
Desmedida des angolanischen Schriftstellers Ruy Duarte de Carvalho,
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Prémio VergÃlio Ferreira
Der von der Universität Évora verliehene Literaturpreis Prémio VergÃlio Ferreira geht in diesem Jahr an den Portuenser Schriftsteller Mário Cláudio.
Mário Cláudio wurde 1941 geboren und kann auf ein umfassendes Prosawerk verweisen. Seine Romane wurden in verschiedene Sprachen übersetzt. In deutscher Übersetzung liegt jedoch, meines Wissens, nur eine Erzählung vor, die in der Portugalausgabe der Zeitschrift die horen erschienen ist.
Der Prémio VergÃlio Ferreira ist mit 5000 Euro dotiert und wird am 1.März, dem Todestag von VergÃlio Ferreira verliehen.
Leya II – Presseschau
Die Nachricht von der zunehmenden Konzentration in der portugiesischen Verlagslandschaft, über die an dieser Stelle Anfang Januar zu lesen war, hat heute auch die deutschsprachige Presse erreicht. Thomas Fischer berichtet in einem ausführlichen Artikel in der Neuen Züricher Zeitung über Miguel Pais do Amaral und sein neues Verlagsimperium Leya. Vielen Dank an Gerd Gerhard vom Port-Blog für den Hinweis.
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Neu erschienen
Zum Wochenende noch eine Lektüreempfehlung. Eben erschienen und bei uns eingetroffen Aprender a rezar na Era da Técnica (Beten lernen im Zeitalter der Technik) von Gonçalo M. Tavares – der vierte und abschließende Titel aus der Reihe der schwarzen Bücher (livros pretos).
Bei einer Lesung in unserer Buchhandlung während der letztjährigen Buchmesse
(siehe Foto, Copyright: TFM) hatte der Autor schon das Manuskript dabei. Das Buch reiht sich ein in die eher pessimistische Analyse der Welt, die den Büchern der schwarzen Serie eigen ist und die man deshalb – so Gonçalo M. Tavares – besser mit guter Laune liest. Ausführliche Rezensionen in portugiesischer Sprache finden sich unter anderem hier und hier.
LeYa
Die Konzentration in der portugiesischen Verlagslandschaft hat sich im vergangenen Jahr deutlich beschleunigt. Gestern nun wurde bekanntgegeben, dass die Verlagsgruppe von Miguel Pais do Amaral, zu der unter anderem die Verlage Caminho, ASA, Texto Editores und seit kurzem auch Dom Quixote gehören, ab sofort unter dem Namen LeYa firmieren wird.
Bei der Präsentation der neuen Holding wurde auch die Schaffung eines Literaturpreises- Prémio Leya de Romance – angekündigt, der erstmals auf der Frankfurter Buchmesse 2008 verliehen werden soll und mit der stolzen Summe von 100.000 Euro dotiert sein wird.
Bei Portugalmania gibt es auch einen ausführlichen Artikel zum Thema.
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Weihnachtsstress
Das weihnachtliche Geschäft in der Buchhandlung lässt derzeit kaum Zeit für den einen oder anderen Blogeintrag, denn schließlich wollen alle Ihre Bestellung möglichst noch vor dem 24.12. erhalten.
Dabei gäbe es so einiges zu berichten: der brasilianische Architekt Oscar Niemeyer hat letzte Woche seinen 100. Geburtstag gefeiert, Michael Kegler berichtet darüber in nova cultura!, Manoel de Oliveira, der portugiesische Regisseur, wurde 99 und plant immer noch den einen oder anderen neuen Film. Mit dem diesjährigen Prémio Fernando Pessoa wurde die Historikerin Irene Flunser Pimentel ausgezeichnet. Soweit das Neueste in aller Kürze – demnächst wieder mehr und ausführlicher.
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Torga-Kolloquium in Hamburg
Der Geburtstag von Miguel Torga, einem der bekanntesten portugiesischen Dichter, jährte sich in diesem Sommer zum 100.Mal. Während des Jahres gab es eine Reihe von Gedenkveranstaltungen. Der portugiesische Verlag Dom Quixote hat begonnen, das Werk Torgas neu aufzulegen, das zu Lebzeiten des Autors im Selbstverlag erschienen ist. Beispielsweise sind in diesem Jahr seine Tagebücher neu erschienen, ebenso wie Vindima, Senhor Ventura, Portugal sowie die Erzählbände Bichos, Contos da Montanha und Novos Contos da Montanha, letztere im Taschenbuch. Bedauerlicherweise sind im Augenblick keine Übersetzungen seiner Werke ins Deutsche lieferbar. Der hier sehr aktive Verlag Beck&Glückler aus Freiburg musste seine Tätigkeit Ende der 90er Jahre einstellen.
Zum Abschluss des Jubliläumsjahres veranstaltet die Universität Hamburg zu Ehren Torgas vom 13.-15.Dezember ein dreitägiges, internationales Kolloquium. Das komplette Programm lässt sich hier einsehen.





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