Em virtude do agravamento da crise epidemiológica do corona vírus e com vistas à proteção da comunidade temos que fechar novamente a nossa livrariaem Frankfurt-Bockenheim a partir de quarta-feira, dia 16 de dezembro para o público. Nos dias 14 e 15 de dezembro temos a livraria ainda aberta.
Apesar disso o nosso escritório vai funcionar dentro do horário normal (mas com porta fechada) até 22 de dezembro e novamente a partir de 4 de janeiro. Isto significa que continuamos a estar contactáveis por telefone 069-282647, e-mail info@tfmonline.de ou fax 069-287363 e sem dúvida através do nosso shop www.tfmonline.de e através das mídias socias, por exemplo facebook.com/tfmonlinefrankfurt.
Durante as nossas habituais férias de Natal entre 23.12.-03.01. serão possíveis apenas pedidos online e por mail.
Encomendas através do nosso shop serão tratados normalmente e enviados pelo correio/DHL. Se os livros não estão em estoque, o fornecimento de Portugal e do Brasil poderá demorar atualmente um pouco mais tempo.
Cuidem de si, leiam muitos livros e passem por aqui ou pela livraria onlinede vez em quando.
Die Buchhandlung ist noch am 14. und 15. Dezember regulär geöffnet. Bis einschließlich 22. Dezember bleibt unser Büro bei geschlossener Ladentür besetzt, Bestellungen (auch von deutschen Büchern aller Art) sind per Mail, online oder telefonisch (069-282647) möglich und werden per Post/DHL verschickt. Vom 23.12.-03.01. machen wir eine Pause und sind ab 04.01.2021 zunächst bei geschlossener Ladentür wieder im Büro. Wie es danach weitergeht, werden wir sehen, Neuigkeiten gibt es immer hier in unserem Blog.
In der Übergangszeit möchten wir Sie natürlich trotzdem so gut wie möglich mit Lesestoff versorgen und beliefern.
Unser Büro bleibt weiterhin zu den bekannten Öffnungszeiten besetzt. Sie erreichen uns für telefonische Beratungen unter 069-282647, per E-mail info@tfmonline.de oder Fax 069-287363 und natürlich über unseren Webshop www.tfmonline.de und die Kanäle der sozialen Medien, z.B. facebook.com/tfmonlinefrankfurt
Buch- und Versandbestellungen über unseren Webshop werden weiterhin wie gewohnt bearbeitet und per Post/DHL/DPD an Sie verschickt. Bei nicht vorrätigen Titeln aus Portugal und Brasilien kann es im Augenblick zu etwas längeren Lieferzeiten kommen.
Die brasilianische Ausnahmeautorin Clarice Lispector wäre heute 100 Jahre alt geworden. In der Zeit widmet ihr Simon Sales Prado einen sehr lesenswerte, ausführlichen Geburtstagsartikel mit dem Titel Schon wieder entdeckt. Darin beschreibt er das Leben von Clarice, die 1920 als Tochter jüdischer Eltern in der heutigen Ukraine geboren wurde. Die Eltern flohen 1922 nach Brasilien. Ihren ersten Roman Perto do coração selvagem (Nahe dem wilden Herzen) veröffentlichte sie mit 23 Jahren, er wurde ein großer Erfolg, doch danach wurde sie immer wieder vergessen und später wiederentdeckt, wie Sales Prado in seinem Artikel beschreibt. Er zitiert auch das einzige Interview, das Clarice Lispector im Alter von 57 Jahren kurz vor ihrem Tod gegeben hat unter der Maßgabe, dass es erst nach ihrem Tod veröffentlicht werden sollte. Man kann es sich heute hier im Original anschauen.
Vor ungefähr 10 Jahren begann eine Wiederentdeckung von Lispectors Werk in der westlichen Welt, die hauptsächlich auf die Biographie des amerikanischen Journalisten Benjamin Moser zurückzuführen ist. In Deutschland erschienen im Umfeld des Brasilienschwerpunkts der Frankfurt 2013 einige Romane im Schöffling Verlag. Zuletzt veröffentlichte Penguin mit großem Erfolg die gesammelten Erzählungen Clarice Lispectors in der Übersetzung von Luis Ruby in zwei Bänden mit den Titeln Tagtraum und Trunkenheit einer jungen Frau und Aber es wird regnen.
Auch in Brasilien wurde das Gesamtwerk neu aufgelegt. Erstmals erschien die gesamte Korrespondenz – Todas as cartas. Auch alle Zeitungsartikel – Todas as crônicas wurden in einem Sammelband veröffentlicht.
An der Universität Heidelberg findet heute eine wissenschaftliche Konferenz mit dem Titel Der Fluss der Form: Aspekte der Narrative von Clarice Lispector statt, die man im Livestream verfolgen kann.
Lusofonia München veranstaltet zusammen mit dem Literaturhaus München heute 20.00 Uhr einen Lispector-Abend mit Luis Ruby und Annette Paulmann, moderiert von Maike Albath, der auch per Stream übertragen wird, nähere Informationen hier.
Sehr empfehlenswert ist auch „Die lange Nacht“ bei Deutschlandfunk Kultur, die sich mehrere Stunden lang Clarice Lispector gewidmet hat, viele Wissenschaftlerinnen und Übersetzer und Übersetzerinnen kommen dort zu Wort.
Der Prêmio São Paulo de Literatura, neben dem Prêmio Jabuti einer der renommiertesten brasilianischen Literaturpreise, wurde in diesem Jahr an die Autorin Claudia Lage verliegen. Sie erhält die Auszeichnung für den Roman O corpo interminável (erschienen bei Record). Im Buch begibt sich die Hauptfigur auf die Suche nach seiner Herkunft und versucht die Geschichte, seiner Mutter zu rekonstruieren, die als Kämpferin während der brasilianischen Militärdiktatur verschwunden ist.
Der Preis ist mit 200.000 Reais dotiert. Den Preis für den besten Debütroman erhält Marcelo Labes für Paraízo-Paraguay (Caiaponte). Vor dem Hintergrund des Krieges um Paraguay entwirft er die Geschichte eines deutschen Einwanderers, der sich als Freiwilliger an die Front gemeldet hat. Viele Jahre später erzählt Olga, die nicht mehr lange zu leben hat, ungeschönt die Geschichte der deutschen Einwanderung nach Südbrasilien.
Der Prêmio Jabuti ist der bedeutendenste brasilianische Literaturpreis und wird in 20 verschiedenen Kategorien vergeben. Die Preisträger wurden gestern Abend im Rahmen einer Onlinepreisverleihung bekanntgegeben.
In der Kategorie „Roman“ wurde in diesem Torto Arado von Itamar Vieira Junior ausgezeichnet (Verlag Todavia; in Portugal bei Leya erschienen und auch schon mit dem Prémio Leya prämiert). Er setzte sich unter anderem gegen Essa Gente von Chico Buarque und Marrom e Amarelo von Paulo Scott durch.
Buch des Jahres und gleichzeitig Preisträgerin in Lyrikkategorie wurde Solo para vialejovon Cida Pedrosa.
Darin setzt sich das mutige, gewitzte Mädchen Beatriz gegen die Obrigkeit durch und rettet für die Bewohnerinnen und Bewohner ihres Viertels eine riesige Platane vor dem Fällen im Auftrag der Stadtverwaltung. Das 1976 in Portugal veröffentlichte Bilderbuch wurde von Isabel Remer übersetzt und der niederländischen Künstlerin Lisa Couwenbergh illustriert und ist natürlich heute genauso aktuell wie damals.
Die Autorin Ilse (Lieblich-)Losa gehört zu den herausragenden Exilschriftstellerinnen, die in Deutschland vom Vergessen bedroht sind. Sie wurde 1913 in Buer bei Melle in der Nähe von Osnabrück geboren. Ihrer jüdischen Herkunft wegen musste sie unter der nationalsozialistischen Herrschaft Deutschland 1934 verlassen. Sie emigrierte nach Portugal und heiratete den Architekten Arménio Losa. Dort nahm sie die portugiesische Staatsangehörigkeit an.
In deutscher Übersetzung wurden in den 1990er Jahren unter anderem die Bücher Die Welt in der ich lebte und Unter fremden Himmeln veröffentlicht. Ihre Kinderbücher, die in Portugal bekannt sind und zum Lesekanon in den Schulen gehören, wurden bisher nicht ins Deutsche übersetzt.
Die zweisprachige Ausgabe von Beatriz und die Platane ist das erste Ergebnis des von der Kunsthistorikerin und Exilforscherin Dr. Irene Below, Werther/Westf. und der Autorin und Bildenden Künstlerin Barbara Daiber konzipierten und durchgeführten Projekts Eine Brückenbauerin zwischen Deutschland und Portugal:Ilse Losa und ihre Bücher für Kinder.
Im portugiesischen Fersehen RTP ist jetzt die Serie Herdeiros de Saramago (Die Erben Saramagos) angelaufen. Porträtiert werden in insgesamt 9 knapp halbstündigen Folgen alle bisherigen Preisträger/innen des Prémio Saramago.
Alle Folgen sind schon auf der Seite von RTP online. Für alle, die Portugiesisch verstehen, ist das wirklich eine hervorragende Gelegenheit, zeitgenössische portugiesischsprachige Autorinnen und Autoren näher kennenzulernen.
Update: Wie wir erfahren haben, ist eine internationale Version mit Untertiteln bereits in Arbeit, sodass die Serie demnächst auch von einem noch größeren Publikum gesehen werden kann.
Sollten Sie danach Lust auf das eine oder andere Buch der Porträtierten haben, schauen Sie bei uns in der Buchhandlung vorbei.
Maria João Pires ist die bekannteste portugiesische Pianistin. Der internationale Durchbruch gelang ihr 1970, als sie den Internationalen Beethoven-Wettbewerb gewann. Ihr Klavierspiel wurde häufig als magisch, fesselnd und zutiefst poetisch beschrieben. Gefeiert besonders für ihre Mozart- und Chopin-Interpretationen blickt sie, mit 75 Jahren, auf ein reiches diskographisches Werk zurück.
Inzwischen tritt sie nur noch sehr selten öffentlich auf, gibt ihr Wissen in ihrem Zentrum in Belgais aber an die jüngere Generation weiter. Ihr Plattenlabel, die Deutsche Grammophon, hat im September eine umfangreiche, limitierte Edition auf 38 CDs veröffentlicht, die die Karriere der großen portugiesischen Pianistin Revue passieren lässt. Die Box umfasst Referenzaufnahmen von Bach, Beethoven, Brahms, Chopin und Schubert sowie die legendären Klavierkonzerte von Mozart und Schumann mit Claudio Abbado und seltene Fado Aufnahmen (mit Carlos do Carmo). Zusätzlich sind Einspielungen mit emblematischem Kammermusikrepertoire von Mozart, Brahms, Franck, Schumann und Debussy u.a. mit dem Violinisten Agustin Dumay und dem Cellisten Jian Wang enthalten.
Ein optimales Weihnachtsgeschenk für Klassikfans, wie wir finden.
Der literarische Herbst hält wie immer interessante Neuerscheinungen bereit. Eben eingetroffen sind die aktuellen Romane von Mia Couto und João Tordo.
O Mapeador de ausências – das langerwartete biographisch inspirierte Buch von Mia Couto setzt sich mit der jüngeren Geschichte Mosambiks kurz vor und kurz nach der Unabhängigkeit auseinander. Die Hauptfigur Diogo Santiago, ein respektierter Intellektueller, besucht nach vielen Jahren zum ersten Mal wieder seine Heimatstadt Beira. Er kommt dort am Vorabend des verheerenden Zyklons Idai an, der die Stadt fast vollkommen zerstören wird. Doch die Rückkehr nach Beira ist für ihn vor allem eine Rückkehr an die Orte seiner Kindheit und Jugend, als Mosambik noch eine portugiesische Kolonie war. Er erinnert sich dort an seine Eltern (an den Vater, Jornalist und Dichter, und die Mutter eher von praktischer Natur) und an die Ereignisse kurz vor und kurz nach der Unabhängigkeit Mosambiks. Mia Couto entwirft einen figurenreichen, spannenden Roman – wir sind sehr neugierig auf die Lektüre – Sie vielleicht auch?
Von João Tordo weiß man, dass er sehr spannungsreiche Plots entwickeln kann. Er ist ein Vielschreiber, in den letzten Jahren ist fast immer ein neuer Roman von ihm erschienen, manchmal auch zwei. Das neueste Buch Felicidade spielt in Lissabon, 1973 am Vorabend der Nelkenrevolution. Die Hauptfigur, ein 17jähriger Jugendlicher verliebt sich in die titelgebende Felicidade, eine von den Drillingsschwestern Kopejka, die die große Attraktion der Schule sind. Man spürt die Veränderung, Europa befreit sich von den letzten Diktatoren, Portugal lebt im Spannungsfeld von alter Ordnung und dem Versprechen von Freiheit. Die erste Nacht mit Felicidade endet tragisch und die Hauptfigur sieht sich im Netz der drei Schwestern gefangen. Auch hier sind wir sehr gespannt, wie es weiter geht.
Beide Bücher gibt es natürlich bei uns in der Buchhandlung:
Die Kalenderverlage haben Portugal entdeckt. Nachdem Portugal als Reiseland so beliebt geworden ist, gibt es in diesem Jahr gleich drei verschiedene großformatige Portugal-Kalender aus renommierten Verlagen (Heye, Korsch und Ackermann). Aufs Cover haben es in allen Fällen malerische Strände der Algarve geschafft, man könnte meinen, die Verlage hätten sich abgesprochen – die einzelnen Monatsblätter bieten aber auch schöne Fotos aus anderen Landesteilen (Lisboa, Porto, Douroregion usw.)
Da das mit dem unbeschwerten Reisen ja im Moment noch etwas schwierig ist, bieten die Kalender auf jeden Fall schon mal eine schöne Möglichkeit, an neue Ziele zu denken oder auch in Erinnerungen zu schwelgen.
Für alle, die einen portugiesischen Taschenkalender suchen, haben wir in diesem Jahr die stilvollen Wochenkalender von Tinta da China im Programm. Sie tragen den schönen Namen Agenda Analógica und sind bei uns im Moment in den Farben rotund blauzu haben (Format 17x12cm, Hardcover, 2 Seiten für eine Woche).
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