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Ilse Losa – zweisprachig

Eben bei Oxalá erschienen ist in einer neuen zweisprachigen Ausgabe das Kinderbuch Beatriz e o Plátano – Beatriz und die Platane von Ilse Losa

Darin setzt sich das mutige, gewitzte Mädchen Beatriz gegen die Obrigkeit durch und rettet für die Bewohnerinnen und Bewohner ihres Viertels eine riesige Platane vor dem Fällen im Auftrag der Stadtverwaltung. Das 1976 in Portugal veröffentlichte Bilderbuch wurde von Isabel Remer übersetzt und der niederländischen Künstlerin Lisa Couwenbergh illustriert und ist natürlich heute genauso aktuell wie damals.

Die Autorin Ilse (Lieblich-)Losa gehört zu den herausragenden Exilschriftstellerinnen, die in Deutschland vom Vergessen bedroht sind. Sie wurde 1913 in Buer bei Melle in der Nähe von Osnabrück geboren. Ihrer jüdischen Herkunft wegen musste sie unter der nationalsozialistischen Herrschaft Deutschland 1934 verlassen. Sie emigrierte nach Portugal und heiratete den Architekten Arménio Losa. Dort nahm sie die portugiesische
Staatsangehörigkeit an.

In deutscher Übersetzung wurden in den 1990er Jahren unter anderem die Bücher Die Welt in der ich lebte und Unter fremden Himmeln veröffentlicht. Ihre Kinderbücher, die in Portugal bekannt sind und zum Lesekanon in den Schulen gehören, wurden bisher nicht ins Deutsche übersetzt.

Die zweisprachige Ausgabe von Beatriz und die Platane ist das erste
Ergebnis des von der Kunsthistorikerin und Exilforscherin Dr. Irene Below,
Werther/Westf. und der Autorin und Bildenden Künstlerin Barbara Daiber konzipierten und durchgeführten Projekts Eine Brückenbauerin zwischen Deutschland und Portugal:Ilse Losa und ihre Bücher für Kinder.

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Ilse Losa: Die Welt in der ich lebte – wieder aufgelegt

Ilse Losa: Die Welt in der ich lebteLange war es in deutscher Übersetzung vergriffen, Ilse Losas Roman Die Welt in der ich lebte, der 1949 als O Mundo em que vivi in portugiesischer Sprache erschien, seither in Portugal zahlreiche Auflagen erlebt hat und zur Schullektüre gehört. Das von Maralde Meyer-Minnemann noch unter Mitarbeit der 2006 verstorbenen Autorin übersetzte Buch wurde jetzt vom Bergmann Verlag aus Melle wieder aufgelegt.

Als Ilse Lieblich wurde Ilse Losa 1913 in Buer geboren und wuchs in Osnabrück auf. 1934 floh sie vor der Gestapo und verließ das von den Nazis regierte Deutschland. Sie gelangte in den Norden Portugals, wo sie 1935 in Porto den Architekten Armênio Losa heiratete und die portugiesische Staatsbürgerschaft annahm. Nach O Mundo em que vivi folgten zahlreiche weitere Bücher, unter anderem Sob Céus Estranhos (Unter fremden Himmeln, leider zur Zeit vergriffen), das sich mit dem Ankommen in Portugal beschäftigt und Kinderbücher wie O Príncipe Nabo oder Um Fidalgo de Pernas Curtas, die auch heute noch in Portugal gern gelesen werden.

2013, anlässlich des 100. Geburtstags von Ilse Losa,  hat Deutschland Radio Kultur einen sehr interessanten Beitrag veröffentlicht, den wir unbedingt zur Lektüre empfehlen, ebenso wie natürlich Die Welt in der ich lebte, das sie ab sofort bei uns in der Buchhandlung finden können.

Ilse Losa: Die Welt in der ich lebte, Bergmann Verlag, 2016, 12,90 EUR

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