Archiv der Kategorie: portugiesische Autoren

Portugiesische Krimis und Thriller – Ein Blick auf die Neuerscheinungen

Krimis und Thriller von portugiesischen Autorinnen und Autoren sind gar nicht mal so verbreitet. Wir werden ziemlich oft danach gefragt, auf Deutsch gibt es praktisch nur die beliebten und erfolgreichen „Urlaubskrimis“, die von von deutschen Autoren oft unter portugiesischem Pseudonym geschrieben werden, wie etwa die „Lost in Fuseta“-Reihe von Gil Ribeiro (eine neuen Fuseta-Krimi gibt es erst 2025 wieder) oder die Krimis von Luis Sellano.

Diesen Herbst sind aber doch in Portugal ein paar neue spannende Geschichten erschienen, die vielleicht irgendwann auch mal den Weg auf den deutschen Markt finden werden, wer weiß.

A Viagem do Oligarca vom Autor und Journalisten Miguel Szymanski und O Protocolo Caos vom portugiesischen Nachrichtensprecher José Rodrigues dos Santos verarbeiten beide aktuelle politische Entwicklungen in Spannungsliteratur.

Im ersten kommt der russische Oligarch Oleg Porovich nach Portugal mit dem Ziel auch dort eine populistische Rechtspartei finanziell zu unterstützen. Wir treffen in diesem dritten Krimi wieder auf Szymanskis Hauptfigur, den Journalisten Marcelo Silva, der versucht Licht ins Dunkel zu bringen. Ähnlichkeiten mit aktuellen politischen Entwicklungen sind sicher beabsichtigt.

José Rodrigues dos Santos veröffentlicht quasi jedes Jahr einen neuen Bestseller, auch er hat einen bevorzugten Ermittler: Tomás Noronha. Im neuen Buch O Protocolo Caos geht es einmal um die halbe Welt – Russland, die Vereinigten Staaten, Brasilien und Burma sind die Schauplätze, die, wie sollte es anders sein, alle durch kryptische Botschaften miteinander verbunden sind.

Auch João Tordo, einer der bekanntesten und beliebtesten portugiesischen Gegenwartsautoren wendet sich in Os dias contados wieder den Thrillern zu. Auch er hat eine bevorzugte Ermittlerin, Pilar Benamor. Im Rückblick auf das Jahr 2013 wird hier ihr erster Fall erzählt, in dem sie mit dem Bösen konfrontiert wird und der vielleicht die Traumata und Obsessionen erklären hilft, die sie in den anderen Titeln der Reihe wie Águas Passadas oder Cem Anos de Perdão offenbart hat.

Wie die vorangegangenen Bücher ein echter Pageturner.

Mehr Krimis und Thriller gibt’s bei uns in der Buchhandlung.

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Bücher, Bücher, Bücher – Neuübersetzungen 2024

Gestern Abend haben wir im Rahmen der Woche des unabhängigen Buchhandels auf die diesjährigen Neuerscheinungen im Bereich der Übersetzungen geschaut und dabei festgestellt, dass das im Jahresverlauf gar nicht so wenige waren.

Das interessante „Ping-Pong“ von gestern, dass von „Autorenpflege“ deutscher Verlage über queere Literatur aus Brasilien, autofiktionales Erzählen, die portugiesische Nelkenrevolution, Klassikerübersetzung bis zur Suche nach Herkunft und Identität reichte und auch die eine oder andere noch nicht übersetzte Novität gestreift hat, ist natürlich schwierig in einem Blogbeitrag wiederzugeben, aber einen Überblick über die erschienenen und besprochenen Bücher wollen wir dennoch hier geben, jeweils mit Link zu näheren Informationen auf unserer Webseite:

Tatiana Salem-Levy: Der Schlüssel zum Haus, 25 EUR, übersetzt von Marianne Gareis, Secession Verlag für Literatur

Debüt der brasilianischen Autorin, in Brasilien schon 2007 erschienen, eigentlich 3 Romane in einem die Suche nach der eigenen türkisch-jüdischen Herkunft verbunden mit dem titelgebenden Schlüssel, eine schwierige, sehr körperliche Liebesbeziehung und die Auseinandersetzung mit dem Tod der Mutter, interessant zu lesen, in einer sehr schönen Ausgabe

Eça de Queirós: Die Maias, 44 EUR, übersetzt von Marianne Gareis, Hanser

Der Klassiker der portugiesischen Literatur des 19. Jahrhunderts in einer grandiosen Neuübersetzung, Leinen, Dünndruckpapier, eine Familiensaga in der portugiesischen Oberschicht des ausgehenden 19. Jahrhunderts, ein großer klassischer realistischer Roman, beste Lektüre für lange Herbst- und Winternachmittage.

Victor Heringer: Die Liebe vereinzelter Männer, 24 EUR, übersetzt von Maria Hummitzsch, März Verlag

brasilianischer queerer Coming-of-Age Roman aus dem Nachlass des früh verstorbenen Autors. Mosaikartig erzählt, in dessen Mittelpunkt die Geschichte von Camilo und Cosme steht.

José Henrique Bortoluci: Was von meinem Vater bleibt, 20 EUR, übersetzt von Maria Hummitzsch. Aufbau Verlag

interessantes Memoir im Stil von Annie Ernaux oder Didier Eribon. In einem kleinen Independent Verlag in Brasilien erschienen, die Übersetzungsrechte wurden in viele Länder verkauft. Behandelt neben der brasilianischen Geschichte aus der Sicht eines LKW-Fahrers viele universale Themen wie Krankheit und Tod der Eltern und sozialen Aufstieg über Klassen hinweg.

Gonçalo M. Tavares: Herr Breton und das Interview, 16 EUR, Deutsch von Michael Kegler, Edition Korrespondenzen

Ein weiterer Band in der auch optisch wunderschönen Edition kleiner Texte des portugiesischen Autors, der sich ein Stadtviertel mit berühmten Persönlichkeiten ausgedacht hat.

António Lobo Antunes: Am anderen Ufer des Meeres, 26 EUR, Deutsch von Maralde Meyer-Minnemann, Luchterhand

Neuer Roman des bekanntesten zeitgenössischen Autors aus Portugal. Dreistimmiger Roman über das Erinnern, über Rassismus und über die Sehnsucht nach einem anderen Leben, wie immer zu einem der Hauptthemen von Lobo Antunes – der Auseinandersetzung mit der portugiesischen Kolonialherrschaft

Carla Bessa: Alle Eine, 16 EUR, Deutsch von Lea Hübner, Transit

Radikale, sprachlich variantenreiche und weit über feministische Gesellschaftskritik hinausgehende Erzählungen der in Berlin lebenden brasilianischen Autorin, bereits ihr zweiter Erzählungsband bei Transit

José Luís Peixoto: Mittagessen am Sonntag, 26 EUR, Deutsch von Ilse Dick, Septime

Bereits der vierte Roman des portugiesischen Autors José Luís Peixoto, der im österreichischen Verlag erscheint. Basierend auf der Biographie des Café-„Barons“ Rui Nabeiro erzählt Peixoto portugiesische Geschichte von der portugiesischen Diktatur, über die Nelkenrevolution und wirtschaftlichen Aufschwung, der seinen Ursprung im Alentejo hat.

Patrícia Melo: Die Stadt der Anderen, 26 EUR, Deutsch von Barbara Mesquita, Unionsverlag

Auch hier ein Verlag, der sich toll um seine Autorin kümmert. Der neue Roman der Brasilianerin Patrícia Melo ist kein Krimi, er führt nach São Paulo in die Welt derer, die auf der Straße leben und auf das luxuriöse Leben der Metropole schauen.

Amadú Dafé: Jasmim, 19,95 EUR, Deutsch von Rosa Rodrigues, Leipziger Literaturverlag

Das seltene Ereignis einer Übersetzung aus Guiné-Bissau. Der junge Fé begibt sich auf die Suche nach seiner Mutter, die ihn aus Liebe zu einem Mann auf den Kapverden zurückgelassen hatte, als er noch klein war. Nach einer langen Reise durch den afrikanischen Kontinent landet er im Norden von Guinea-Bissau.

José Falero: Supermarkt, 25 EUR, Deutsch von Nicolai von Schweder-Schreiner, Hoffmann und Campe

Eine stimmgewaltige, elektrisierende Geschichte über soziale Ungerechtigkeit und städtische Gewalt aus Brasilien, ein moderner Schelmenroman über den Aufstieg und Fall zweier Männer und ihrer Familien aus dem Nichts.

Yara Nakahanda Monteiro: Herz. Rhythmus. Störungen, 22,90 EUR, Deutsch von Michael Kegler, Haymon

Nach dem Erfolg des Romans Schwerkraft der Tränen veröffentlicht Haymon jetzt auch den ersten Lyrikband der luso-angolanischen Autorin. Feministische Lyrik über Heilung und Verlust, verwoben mit intimen Momenten und Erfahrungen; zutiefst menschlich, magisch.

Buhuu Boys. Wahre Geschichten über toxische Männlichkeit (Graphic Novel), 18 EUR , Deutsch von Michael Kegler, Alibri

Die Herausgeberinnen haben aus Hunderten von Geschichten, die von Frauen und nicht-binären Menschen aus ganz Brasilien eingesandt wurden, 11 beispielhafte ausgewählt und von 11 Künstlerinnen illustrieren lassen

Davi Kopenawa/Bruce Albert: Der Sturz des Himmels. 44 EUR, Deutsch von Karin Uttendörfer, Tim Trzaskalik, Matthes&Seitz

Alle Gattungen sprengendes, monumentales Werk: schamanisches Lehrstück, leidenschaftliche Verteidigung der Rechte indigener Völker und kompromisslose Verurteilung der Verwüstungen, die an Mensch und Umwelt begangen werden. Die Autobiografie des Schamanen Davi Kopenawa ist eine für das Menschheitsgedächtnis höchst bedeutende Erzählung, entstanden aus der jahrzehntelangen Freundschaft zwischen dem Schamanen und dem französischen Anthropologen Bruce Albert. Ursprünglich in französisch erschienen, dann auch in Brasilien veröffentlicht und jetzt ca. 20 Jahre nach Erstveröffentlichung auch in deutscher Übersetzung verfügbar.

Alle Bücher gibt es bei uns in der Buchhandlung, natürlich nicht nur die Übersetzungen, sondern meist auch das portugiesischsprachige Original. Schauen Sie vorbei, wir freuen uns auf Ihren Besuch.

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Prémio LeYa geht an Nuno Miguel Silva Duarte

Der mit 50.000 Euro dotierte Prémio LeYa, der von der gleichnamigen portugiesischen Verlagsgruppe für bisher unveröffentlichte Texte verliehen wird, geht an den portugiesischen Autor Nuno Miguel Silva Duarte.

Er erhält den Preis für den Roman Pés de Barro, der in Kürze veröffentlicht wird.

Der Roman spielt in den 1960er Jahren zum Zeitpunkt des Baus der Ponte 25 de Abril in Lissabon.

Nuno Miguel Silva Duarte, der seit rund drei Jahrzehnten in der Werbebranche tätig ist, bezeichnet es als „gewagt“, sich für den LeYa-Preis zu bewerben, und war von der Nachricht über die Auszeichnung sehr überrascht. „Für jemanden, der gerne schreibt und davon träumt, eines Tages ein Buch zu veröffentlichen, ist das wie ein Lottogewinn, zwischen mehr als tausend Leuten und wenigstens ein paar hundert, die sehr gut schreiben… Ich weiß nicht, ob jemand, der sich für einen solchen Preis bewirbt, wirklich eine große Chance hat, zu gewinnen“, sagte er gegenüber der portugiesischen Tageszeitung PÚBLICO, immer noch fassungslos und glücklich über die Auszeichnung

Der Prémio Leya ist der größte Literaturpreis für unveröffentlichte Romane in portugiesischer Sprache. In diesem Jahr gab es die Rekordbeteiligung von 1123 Einreichungen aus 15 Ländern.

Den zweifellos größten Erfolg hatte bisher der Roman Torto Arado von Itamar Vieira Junior, der 2018 mit dem Prémio Leya ausgezeichnet wurde und in der Folge zum Bestseller wurde und zahlreiche weitere Preise erhalten hat.

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Die Maias: Ein Klassiker der portugiesischen Literatur neu entdeckt

Die Maias, ein absoluter Klassiker der portugiesischen Literatur ist jetzt in einer Neuübersetzung von Marianne Gareis bei Hanser erschienen – unsere Empfehlung für lange Herbstnachmittage.

Worum geht’s?

Der Roman führt uns in das Lissabon um 1870. Carlos de Maia stammt aus einer der vornehmsten Familien des Landes und hat alles: Er sieht blendend aus, ist reich, intelligent und hat hochfliegende Pläne. Er und sein bester Freund João brillieren in der feinen Gesellschaft, über deren Rückständigkeit sie sich zugleich lustig machen. Carlos studiert im Ausland, wird Arzt und richtet sich eine luxuriöse Praxis ein, doch schon bald stürzt er sich in eine Affäre mit der rätselhaften Maria Eduarda, die das Zeug dazu hat, nicht nur ihn, sondern seine ganze Familie zu ruinieren. In Portugal gibt es Os Maias in unzähligen Ausgaben, es wird an Schulen und Unis gelesen und ist einer der größten Klassiker der portugiesischen Literatur vergleichbar mit den Buddenbrooks von Thomas Mann oder den realistischen Romanen von Honoré de Balzac.

Die neue Ausgabe in der Hanser Klassiker Reihe ist auch ein bibliophiles Schätzchen, mit Leineneinband, Lesebändchen und auf Dünndruckpapier bei immerhin 940 Seiten ist es der ideale Schmöker für die kalte Jahreszeit und natürlich auch ein schönes Weihnachtsgeschenk.

José Maria Eça de Queirós: Os Maias, aus dem Portugiesischen von Marianne Gareis, Hanser, 44 EUR

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José Luís Peixoto: Mittagessen am Sonntag

Es gibt einen neuen Roman von José Luís Peixoto auf Deutsch! Der österreichische Septime Verlag hat jetzt Mittagessen am Sonntag, wieder in der bewährten Übersetzung von Ilse Dick veröffentlicht.

Die Handlung dieses biografischen Romans ist stark an das Leben des portugiesischen Unternehmers Rui Nabeiro angelehnt, der die große portugiesische Kaffeefirma Café Delta aufgebaut hat.

90 Jahre Portugal: der Estado Novo; die Nelkenrevolution als Schlusspunkt der langjährigen Salazar-Diktatur; die Kolonialkriege; der Eintritt in die EU … all das hat Rui Nabeiro erlebt und hat, aus bescheidenen Verhältnissen in einem alentejanischen Provinzstädtchen an der Grenze zu Spanien stammend, aus eigener Kraft ein florierendes Firmenimperium aufgebaut. An seinem 90. Geburtstag erinnert er sich an Begebenheiten, die sein Leben prägten – eine Liebesgeschichte, die portugiesische Diktatur, die Nelkenrevolution, bekannte portugiesische Persönlichkeiten.

Eine Lebensgeschichte entlang der Geschichte Portugals.

Original und Übersetzung gibt’s wie immer bei uns in der Buchhandlung:

José Luís Peixoto: Mittagessen am Sonntag

José Luís Peixoto: Almoço de Domingo

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Gespräch mit Francisco Sousa Lobo am 18.Oktober

Copyright: Gustavo Bom/DN

Der portugiesische Comicautor Francisco Sousa Lobo, der im Oktober ein Literaturstipendium der Portugiesischen Botschaft/Instituto Camões in Berlin erhält, kommt zur Frankfurter Buchmesse.

Wir freuen uns auf ein Gespräch mit ihm am Freitag, dem 18. Oktober, 20.00 Uhr bei uns in der Buchhandlung.

Moderation und Übersetzung: Michael Kegler. Der Eintritt ist frei. Wir danken der Portugiesischen Botschaft/Instituto Camões für die Unterstützung.

Francisco Sousa Lobo wurde 1973 in Mosambik geboren. Er wuchs in Oeiras auf und arbeitete in Lissabon, bevor er nach London zog, wo er seit 2005 lebt und arbeitet. Das Werk des Comic-Autors mit einem Abschluss in Architektur und Kunst bewegt sich zwischen Dokumentation, Autobiografie und Fiktion.

Im Rahmen seines Stipendiums in Berlin ist Francisco Lobo dabei, einen kurzen Comic über seinen Aufenthalt in der deutschen Hauptstadt zu gestalten, und nimmt dabei die Kurzgeschichte „Der Büffel“ von Clarice Lispector als Ausgangspunkt.

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Stipendium in Berlin für Francisco Sousa Lobo

Der portugiesische Autor Francisco Sousa Lobo erhält das von der Portugiesischen Botschaft/Instituto Camões in Berlin und dem Instituto Camões initiierte, einmonatige Literaturstipendium in Berlin. Bisherige Stipendiat*innen waren Patrícia Portela, Rui Cardoso Martins, Isabela Figueiredo, Miguel Cardoso , Afonso Cruz, Judite Canha Fernandes, Cláudia Galhós und Jacinto Lucas Pires

In Berlin beabsichtigt Francisco Sousa Lobo, einen kurzen Comic über seinen Aufenthalt in der deutschen Hauptstadt zu gestalten, und nimmt dabei die Kurzgeschichte „Der Büffel“ von Clarice Lispector als Ausgangspunkt für eine Betrachtungsweise der Isolation, in der sich der Blick des Lesers spiegelt. Das Projekt mit dem Titel „Im Berliner Zoo, auf der Suche nach dem Hass am falschen Ort“ wird also „eine Art Reiseliteratur sein, ein Panorama, in dem die innere Stimme (Erzählung) der äußeren Stimme (Zeichnung) gegenübersteht, in dem wir Hass und Liebe gleichzeitig und in denselben Dingen und Menschen suchen, was vielleicht einer der Schlüssel ist, um Lispector näher zu kommen. […] und uns gegenseitig zu verstehen“, sagt der Autor.

Francisco Sousa Lobo wurde 1973 in Mosambik geboren. Er wuchs in Oeiras auf und arbeitete in Lissabon, bevor er nach London zog, wo er seit 2005 lebt und arbeitet. Der Comic-Autor, mit einem Abschluss in Architektur und Kunst, hat bereits 16 Publikationen in Portugal und im Ausland veröffentlicht. Sein Werk bewegt sich zwischen Dokumentation, Autobiografie und Fiktion.

Die Bücher von Francisco Sousa Lobo sind bei uns bestellbar.

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Leipziger Buchmesse

Mit einigen Bücherkisten bepackt, geht es morgen (Mittwoch) nach Leipzig, wo wir an der Buchmesse teilnehmen.

Sie finden uns am portugiesischen Nationalstand in Halle 4C300. Dort gibt es ein umfangreiches Programm mit und über portugiesischsprachige Autor*innen, das wir ja schon in den vergangenen Tagen ausführlich angekündigt haben.

Wenn Sie in der Nähe sind, kommen Sie gern vorbei, wir freuen uns auf spannende Gespräche. Unsere Frankfurter Buchhandlung bleibt deshalb von Mittwoch bis Samstag (20.-23.3.) geschlossen, ab Montag (25.3.)haben wir wieder regulär geöffnet.

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Lesetreff – Tertúlia wieder am 16. April

Seit 2014 findet bei uns in der Buchhandlung in regelmäßigen Abständen von 4-6 Wochen ein portugiesischsprachiger Lesekreis statt.

Weiter geht es im neuen Jahr am Dienstag, 16. April um 19.00 Uhr hier in der Buchhandlung. Wir versprechen dann passend zum 50. Jahrestag der Nelkenrevolution über den im letzten Jahr erschienenen Roman Revolução des portugiesischen Schriftstellers Hugo Gonçalves.

Er erzählt die Geschichte von drei Geschwistern, die auf gegensetzlichen Seiten der Geschichte stehen. Maria Luísa, die älteste Tochter wird von der PIDE verfolgt und ist untergetaucht, Frederico der jüngste Sohn ist davon besessen, seine Unschuld zu verlieren, bevor er zum Kolonialkrieg eingezogen wird, und Pureza die mittlere Tochter sieht ihr traditionelles Weltbild vom revolutionären Prozess bedroht…

Anmeldungen für den Lesekreis (falls Sie nicht ohnehin schon regelmäßig teilnehmen) gerne per Mail an info@tfmonline.de

Das Buch ist ab morgen wieder bei uns in der Buchhandlung verfügbar.

Buchhandlung TFM, Frankfurt

Desde 2014 encontrámo-nos regularmente na TFM para falar sobre livros de autores de língua portuguesa. A próxima tertúlia encontra-se no dia 16 de abril às 19h na livraria. Vamos falar sobre o livro Revolução do escritor português Hugo Gonçalves. O livro está novamente disponível a partir de amanhã, dia 13.3.

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Prémio Correntes d’Escritas 2024 – Die Finalisten

Bald ist schon wieder Februar und wie in jedem Jahr findet dann das größte portugiesische Literaturfestival Correntes d’Escritas in der nordportugiesischen Stadt Póvoa de Varzim statt, in diesem Jahr bereits zum 25. Mal und daher extra lang vom 17. bis 26 Februar.

Dort wird auch wieder der Literaturpreis Prémio Literário Casino da Póvoa  vergeben. Ausgezeichnet wird in diesem Jahr ein Werk in der Kategorie „Prosa“, das in den letzten beiden Jahren erschienen ist. Die dreizehn Titel umfassende Shortlist wurde eben bekannt gegeben und enthält folgende Titel:

Joana Bértholo: A História de Roma

A História de Roma, Joana Bértholo

A vida airada de Dom Perdigote, Paulo Moreiras

Apoteose dos mártires, Mário Cláudio

As doenças do Brasil, Valter Hugo Mãe

Ferry, Djaimilia Pereira de Almeida

Limpa, Alia Trabucco Zerán

Montevideu, Enrique Vila-Matas

Caçador de elefantes Invisíveis, Mia Couto

Poeta chileno, Alejandro Zambra

Quando éramos peixes, José Gardeazabal

Suíte Tóquio, Giovana Madalosso

Temporada de furacões, Fernanda Melchor

Um cão no meio do caminho, Isabela Figueiredo

Die Jury besteht in diesem Jahr aus Ana Gabriela Macedo, Isabel Lucas, Isabel Pires de Lima, Carlos Vaz Marques und José Mário Silva.

Der Siegertitel des 2024 erstmals mit 25.000 Euro dotierten Preises wird zur Eröffnungsveranstaltung der Correntes nach einer abschließende Jurysitzung bekanntgegeben. Die Übergabe des Preises erfolgt zum Abschluss des Festivals. Im letzten Jahr wurde Maria do Rosário Pedreira für Ihren Lyrikband O Meu Corpo Humano ausgezeichnet.

Alle Titel können selbstverständlich bei uns bestellt werden.

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