Der mit 50.000 Euro dotierte Prémio LeYa, der von der gleichnamigen portugiesischen Verlagsgruppe für bisher unveröffentlichte Texte verliehen wird, geht in diesem Jahr an die portugiesische Autorin Carla Pais.
Sie erhält den Preis für den Roman A Sombra das Árvores no Inverno, der Anfang 2026 veröffentlicht wird. Der Roman beschäftigt sich mit der Flüchtlingskrise und ihren Folgen.
Carla Pais ist erst die zweite Autorin (nach Gabriela Ruivo Trindade) in der Geschichte des Prémio Leya, die ausgezeichnet wird. Laut portugiesischer Presse hatte sie den Roman unter einem männlichen Pseudonym zum Preis eingereicht. Sie folgt auf Nuno Duarte, der den Preis im vergangenen Jahr für Pés de Barro erhielt.
Carla Pais wurde 1979 in Regueira de Pontes (nahe Leiria) geboren und lebt heute in Frankreich. Sie hat bereits einige Bücher veröffentlicht, darunter die Romane Mea Culpa(2018, Finalist des Prémio APE) und Um Cão Deitado à Fossa, das die Preise Cidade de Almada 2018 und SPA erhielt.
Der Prémio Leya ist der größte Literaturpreis für unveröffentlichte Romane in portugiesischer Sprache. In diesem Jahr gab es wieder eine Rekordbeteiligung von 1460 Einreichungen aus 22 Ländern.
Den zweifellos größten Erfolg hatte bisher der Roman Torto Arado von Itamar Vieira Junior, der 2018 mit dem Prémio Leya ausgezeichnet wurde und in der Folge zum Bestseller wurde und zahlreiche weitere Preise erhalten hat.
Seit 2014 findet bei uns in der Buchhandlung in regelmäßigen Abständen von 4-6 Wochen ein portugiesischsprachiger Lesekreis statt.
Kurz vor Weihnachten treffen wir uns zur letzten Runde in diesem Jahr hier in der Buchhandlung. Am Mittwoch, 17.12. um 19.00 Uhr sprechen wir über das Buch O Regresso de Júlia Mann a Paraty der portugiesischen Autorin Teolinda Gersão.
Anmeldungen für den Lesekreis (falls Sie nicht ohnehin schon regelmäßig teilnehmen) gerne per Mail an info@tfmonline.de
Die Bücher sind voraussichtlich ab 18.11. hier verfügbar.
Buchhandlung TFM, Frankfurt
—
Desde 2014 encontrámo-nos regularmente na TFM para falar sobre livros de autores de língua portuguesa. A próxima tertúlia encontra-se no dia 17 de dezembro às 19h00 na livraria. Vamos falar sobre o livro O Regresso de Júlia Mann a Paraty da escritora portuguesa Teolinda Gersão.
Os livros estarão disponíveis a partir do dia 18.11.
Die Literaturpreis-Saison ist im vollen Gange. Vor wenigen Tagen wurden die Finalisten für den Literaturpreis Prêmio Oceanos (je 5 Titel aus Lyrik und Prosa) bekanntgeben. Nominiert sind:
Margarida Vale de Gato wurde 1973 in Vendas Novas, Portugal geboren. Sie lehrt und forscht im Bereich Nordamerikanistik und Literaturübersetzung an der Fakultät für Literatur der Universidade de Lisboa. 2008 promovierte sie mit einer Arbeit über die Rezeption von Edgar Allan Poe in der modernen portugiesischen Lyrik.
Seit 1995 übersetzt Margarida Vale de Gato literarische Texte aus dem Französischen und Englischen. Das Projekt, das sie für die Literarische Residenz in Berlin vorstellte, Tocar a Quatro Mãos (Vierhändig spielen), befasst sich ebenfalls mit Schreiben und Übersetzen, hier mit der deutschen Sprache und der Dichterin und Übersetzerin Odile Kennel, die ihrerseits für die deutsche Fassung eines Buches von Vale de Gato verantwortlich ist, Die nicht reklamierten Reste. Lyrisches Handbuch des Übersetzens (im Original Os Restos Não Reclamados: Manual Lírico de Tradução), 2021 bei hochroth erschienen.
In Portugal veröffentlichte Margarida Vale de Gato zuletzt den Gedichtband Mulher ao Mar e Corsárias
Seit 2014 findet bei uns in der Buchhandlung in regelmäßigen Abständen von 4-6 Wochen ein portugiesischsprachiger Lesekreis statt.
Weiter geht es nach der Sommerpause am Montag, 8. September um 19.00 Uhrhier in der Buchhandlung. Wir sprechen dann über den Roman Pés de Barro des portugiesischen Autors Nuno Duarte. Der Roman spielt im Lissabon der 1960er Jahre im Umfeld des Baus der großen Brücke (heute Ponte de 25 de Abril) und wurde im vergangenen Jahr mit dem Prémio Leya ausgezeichnet
Anmeldungen für den Lesekreis (falls Sie nicht ohnehin schon regelmäßig teilnehmen) gerne per Mail an info@tfmonline.de
Die Bücher sind bereits eingetroffen und liegen zur Abholung bereit.
Buchhandlung TFM, Frankfurt
—
Desde 2014 encontrámo-nos regularmente na TFM para falar sobre livros de autores de língua portuguesa. A próxima tertúlia encontra-se após o verão nodia 8 de setembro às 19h00 na livraria. Vamos falar sobre o romance Pés de Barro do escritor português Nuno Duarteque recebeu o Prémio Leya no ano passado.
Die portugiesische Autorin und Übersetzerin Margarida Vale de Gato erhält das von derPortugiesischen Botschaft/Instituto Camões in Berlin und dem Instituto Camões initiierte, einmonatige Literaturstipendium in Berlin. Bisherige Stipendiat*innen waren Patrícia Portela, Rui Cardoso Martins, Isabela Figueiredo, Miguel Cardoso , Afonso Cruz, Judite Canha Fernandes,Cláudia Galhós, Jacinto Lucas Pires und zuletzt Francisco Sousa Lobo.
Margarida Vale de Gato wurde 1973 in Vendas Novas, Portugal geboren. Sie schreibt, übersetzt, lehrt und forscht im Bereich Nordamerikanistik und Literaturübersetzung an der Fakultät für Literatur der Universidade de Lisboa und lehrt und forscht außerdem am Zentrum für Anglistik derselben Universität. Sie promovierte 2008 mit einer Arbeit über die Rezeption von Edgar Allan Poe in der modernen portugiesischen Lyrik. Seit 1995 übersetzt sie literarische Texte aus dem Französischen und Englischen. Das Projekt, das sie für die Literarische Residenz in Berlin vorstellte, Tocar a Quatro Mãos (Vierhändig spielen), befasst sich ebenfalls mit Schreiben und Übersetzen, hier mit der deutschen Sprache und der Dichterin und Übersetzerin Odile Kennel, die ihrerseits für die deutsche Fassung eines Buches von Vale de Gato verantwortlich ist, Die nicht reklamierten Reste. Lyrisches Handbuch des Übersetzens (im Original Os Restos Não Reclamados: Manual Lírico de Tradução), 2021 bei hochroth erschienen.
Seit 2014 findet bei uns in der Buchhandlung in regelmäßigen Abständen von 4-6 Wochen ein portugiesischsprachiger Lesekreis statt.
Weiter geht es am Mittwoch, 25. Juni um 19.00 Uhrhier in der Buchhandlung. Wir sprechen dann über den Krimi A Viagem do Oligarca des portugiesischen Autors und Journalisten Miguel Szymanski.
Anmeldungen für den Lesekreis (falls Sie nicht ohnehin schon regelmäßig teilnehmen) gerne per Mail an info@tfmonline.de
Die Bücher sind ab Mitte nächster Woche (11.6.) zur Abholung bereit.
Buchhandlung TFM, Frankfurt
—
Desde 2014 encontrámo-nos regularmente na TFM para falar sobre livros de autores de língua portuguesa. A próxima tertúlia encontra-se nodia 25 de junho às 19h00 na livraria. Vamos falar sobre o policial A Viagem do Oligarca do autor e jornalista português Miguel Szymanski.
Os livros já estarão disponíveis na livraria a partir do dia 11 de junho.
Der portugiesische Verlag Centro Atlântico hatte im letzten Jahr die schöne Idee, bekannte portugiesische Autorinnen und Autoren einzuladen, um kleine Texte über „ihre“ Städte zu schreiben, zu denen der bekannte Fotograf Libório Manuel Silva dann jeweils schöne Fotografien beigesteuert hat. Die Texte wurden ins Englische übersetzt und sind somit auch für auch für Reisende und andere Portugal-Interessierte zugänglich, die kein Portugiesisch sprechen.
Seit 2014 findet bei uns in der Buchhandlung in regelmäßigen Abständen von 4-6 Wochen ein portugiesischsprachiger Lesekreis statt.
Weiter geht es am Mittwoch, 14. Mai um 19.00 Uhrhier in der Buchhandlung. Wir sprechen dann über das neue Buch Filho do Pai des portugiesischen Autors Hugo Gonçalves.
Anmeldungen für den Lesekreis (falls Sie nicht ohnehin schon regelmäßig teilnehmen) gerne per Mail an info@tfmonline.de
Die Bücher sind ab heute Nachmittag (Freitag, 10.4.) lieferbar und können bei uns in der Buchhandlung abgeholt werden.
Buchhandlung TFM, Frankfurt
—
Desde 2014 encontrámo-nos regularmente na TFM para falar sobre livros de autores de língua portuguesa. A próxima tertúlia encontra-se nodia 14 de maio às 19h00 na livraria. Vamos falar sobre o livroFilho do Pai do autor português Hugo Gonçalves.
Ende März findet wieder die Leipziger Buchmesse statt. Portugal ist mit einem eigenen Stand in Halle 4 Stand C300 vertreten und bietet ein tolles Programm mit zahlreichen Autorinnen und Autoren, die nach Leipzig reisen werden. Wir sind auch die ganze Zeit vor Ort und beraten Sie gern zu Büchern und Autor*innen.
Hier folgt das Programm für das Wochenende:
Samstag 29.03.2025 Messe – Halle 4 Stand C300
10:30 – 11:30 Uhr VORSTELLUNG VON JOSÉ LUÍS PEIXOTO Gespräch mit dem Autor über sein Buch: Mittagessen am Sonntag In deutscher/portugiesischer Sprache Moderation: Holger Heimann
Mit Mittagessen am Sonntag erscheint im Septime Verlag der nunmehr vierte Roman des portugiesischen Schriftstellers José Luís Peixoto, der bereits mit 27 Jahren mit dem wichtigen José Saramago Preis ausgezeichnet wurde. Der portugiesische Literaturnobelpreisträger bezeichnete José Luís Peixoto als „eine der überraschendsten Offenbarungen der portugiesischen Literatur“. Peixotos neuer Roman ist eine Reflexion über Alter, Glück und die tiefe Liebe einer Familie, die sich um den Patriarchen und seine Erinnerungen versammelt. Eine Biographie, eine Lektüre über Portugal und verschiedene Generationen zwischen 1931 und 2021, betrachtet aus der Perspektive einer Familie. Zentrale Figur ist eine bekannte portugiesische Persönlichkeit des öffentlichen Lebens, die aus einfachen Verhältnissen stammend, imAlentejo ein Firmenimperium mit beispielhaften sozialen Komponenten für die Mitarbeiter aufbaut.
11:45 – 12:45 Uhr WAS JENSEITS DES MEERES LIEGT: DIE POETISCHE PROSA VON ANTÓNIO LOBO ANTUNES Vorstellung des Buches: Am anderen Ufer des Meeres, In deutscher Sprache Mit seiner Übersetzerin Maralde Meyer-Minnemann Anmoderation: Holger Heimann
António Lobo Antunes ist einer der größten Namen der portugiesischsprachigen Literatur, mit einem umfangreichen, von Maralde Meyer-Minnemann ins Deutsche übersetzten Werk, das mit seinen rund 30 Titeln das größte Interesse des Publikums gefunden hat. Als Schriftsteller mit weit gefächerten Themen ist die Tatsache, dass er während des Kolonialkriegs zwischen 1971 und 1973 im Osten Angolas als Militärarzt tätig war, in mehreren seiner Werke präsent. In der Tat erscheint Angola fast wie ein zentraler Ort in seinem einzigartigen und kraftvollen Schaffen, das von Enttäuschung, Metaphern, Brillanz und Besessenheit geprägt ist. Kürzlich erschien Am anderen Ufer des Meeres auf dem deutschen Markt, das eine Geschichte aus der Zeit vor dem Unabhängigkeitskrieg erzählt, deren Ereignisse jedoch den Beginn eines schweren bewaffneten Konflikts vorwegnahmen.
14:30 – 15:30 Uhr EIN GESPRÄCH MIT JOSÉ LUÍS PEIXOTO UND FRANCISCO SOUSA LOBO Die Wurzeln und die Literatur In deutscher/ portugiesischer Sprache Moderation: Maximilian Mengeringhaus
Wir haben bereits über das Eintauchen in eine andere Kultur gesprochen und darüber, was das im Hinblick auf den kreativen Prozess bedeuten kann. In manchen Fällen, wenn man seinen Geburtsort endgültig verlassen hat, in anderen, wenn alles, auch die Natur selbst, einen zum Nomadenleben drängt, werden in Wahrheit ständig Grenzen überschritten, und der Reisende stolpert über fremde Sitten, Gesetze, Farben, Sprachen und Gerüche, um dann mit anderen Vorstellungen nach Hause zurückzukehren als denen, mit denen er aufgebrochen ist.
Angesichts der zunehmenden Häufigkeit dieser Mobilität – Abreise und Rückkehr, um in nicht allzu ferner Zukunft die Reise erneut anzutreten – stellt sich die Frage, ob die Wurzeln aufgelöst werden, während der Begriff des „Zuhauses“ immer diffuser und fließender wird und die Vorstellung von „Identität“ vielleicht nur noch romantisch oder nostalgisch ist. Was wir den Autoren, jeder auf seine Weise ein Reisender, vorschlagen, ist ein Gespräch darüber, ob sie an den Orten, an denen sie geboren und aufgewachsen sind, immer noch Wurzeln finden, und ob wir, wenn solche Bindungen an ein bestimmtes Land oder eine bestimmte Region fortbestehen, sie in den von ihnen produzierten Werken wiederfinden. Denn ihre Geschichten und Bücher wären anders, wenn die lebendige Erinnerung an ihre Herkunft ausgelöscht worden wäre, oder aber es sind diese Wurzeln, die ihr Werk unauslöschlich prägen.
15:45 – 17:00 Uhr WORKSHOP MIT DEM GRAPHIC NOVEL AUTOR FRANCISCO SOUSA LOBO Und der Comic, wie soll er enden? In portugiesischer Sprache
Francisco Sousa Lobo, copyright: Petra Noack
Dieser Workshop mit dem Autor Francisco Sousa Lobo soll Kinder und Jugendliche dazu ermutigen, sich mit Comics zu beschäftigen. Unter dem Titel „Und der Comic, wie soll er enden?“ analysiert der Autor mit den Kindern, wie sie eine einfache Geschichte begonnen haben, deren Rahmen ihnen zuvor vorgegeben wurde, damit sie sich während des Workshops vorstellen – und zeichnen – können, welche Entwicklung sie ihrer Erzählung geben könnten. Anhand des Satzes und der einfachen Zeichnung, die sie von zu Hause mitgebracht haben, können sie sich überlegen, ob sie eine lange oder kurze Geschichte schreiben und welches Ende sie ihr geben wollen. Wir hoffen auf eine unterhaltsame Sitzung, in der jedes Kind seine Kreativität und sein Talent unter Beweis stellen kann.
NaTo Karl-Liebknecht-Str. 46 04275 Leipzig 18:00 – 18:50 Uhr LITERATUR AUS PORTUGAL – EIN ABEND MIT LÍDIA JORGE UND JOSÉ LUÍS PEIXOTO 50 Jahre Demokratie – und der Kampf geht weiter In deutscher/portugiesischer Sprache Moderation: Holger Heimann Am 25. April 1974 setzte ein Staatsstreich dem diktatorischen Regime in Portugal ein Ende und ebnete den Weg für die Rückkehr des Landes zur Demokratie. Wie in ähnlichen Fällen sind die Werte, auf denen ein demokratischer Rechtsstaat beruht, nicht über Nacht entstanden, sondern waren das Ergebnis eines langwierigen Prozesses. Auf die Nelkenrevolution, die bekanntlich unblutig verlief, folgten unzählige Umbrüche und Veränderungen, darunter das Ende des Krieges in Afrika und der Entkolonialisierungsprozess, die Durchführung der ersten freien Wahlen in Portugal mit allgemeinem Wahlrecht und die Verabschiedung der Verfassung. Diese revolutionäre Phase der Geschichte war von Unruhen und ideologischen Auseinandersetzungen geprägt, die beinahe zu einem Bürgerkrieg geführt hätten. Es war also erforderlich, den Frieden zu sichern, ebenso wie es erforderlich war, die Demokratie zu etablieren, die immer unvollständig und unvollendet ist. Die unruhigen Zeiten von heute und das schwindelerregende Tempo, mit dem sich die Realität verändert, lassen uns daran zweifeln, ob der Pluralismus der Meinungsäußerung und der politischen Organisation von Dauer sein wird oder ob die Grundrechte und – freiheiten weiterhin geachtet werden. So lautet das Thema, das wir für das Gespräch zwischen Lídia Jorge und José Luís Peixoto vorschlagen.
Lidia Jorge Erbarmen, Secession Verlag, 2024 Übersetzung: Steven Uhly José Luís Peixoto Mittagessen am Sonntag, Septime-Verlag 2024 Übersetzung: Ilse Dick
Sonntag 30.03.2025 Messe – Halle 4 Stand C300
11:30 – 12:30 Uhr »WIRKLICH LIEBEN TUN WIR NUR, WAS ZU NICHTS NÜTZE IST« Lyrik portugiesischsprachiger Dichterinnen In deutscher/portugiescher Sprache Vorstellung: Michael Kegler Lesung: Noah Moisan
Subtile Widerständigkeit, die Eleganz schlichter Worte, dreiste, verhaltene Sinnlichkeit,Landschaften, eine Welt, die manchmal aus winzigsten Dingen spricht, und so manche Täuschung verbindet die portugiesischsprachigen Lyrikerinnen, aus deren Werken gelesen wird: Gedichte von Ana Luísa Amaral (1916-2022; Portugal), Ana Paula Tavares (*1952; Angola) und Ana Martins Marques (1977; Brasilien) schlagen eine poetische Brücke von Florbela Espanca (1894-1930; Portugal) bis zur im vergangenen Dezember überraschend verstorbenen Adília Lopes (1960-2024; Portugal). Während Florbela Espanca Anfang des 20. Jahrhunderts ihre kompromisslose Ehrlichkeit in Sonette packte, die erst jetzt, ein Jahrhundert später, von Catrin George Ponciano für das BuchAlles – bloß nicht vage!ins Deutsche übersetzt wurden, steht Adília Lopes für die Dekonstruktion von Text, Bildern und Sinn bis zur Kenntlichkeit: „Ein Gedicht schreiben / ist wie einen Fisch / mit den Händen erwischen“. (aus Klub der toten Dichterin, übersetzt von Elfriede Engelmayer.) Vorgebliche Extreme, zwischen denen so einiges möglich ist.
Von Ana Luísa Amaral erschien 2021 der Band Was ist ein Name in der Übersetzung von Michael Kegler und Piero Salabé, von Ana Paula Tavares liegen zwei Bände Fieberbaum, 2010 und Wie feine Adern in der Erde, 2021 in der Übersetzung von Juana und Tobias Burghardt vor; auch von Ana Martins Marques gibt es inzwischen zwei Bücher auf Deutsch: Gärten, 2022 und Streich dieses Wort, 2024.
Du muss angemeldet sein, um einen Kommentar zu veröffentlichen.