Archiv der Kategorie: portugiesische Autoren

Poesiefestival III, 06.07.08 – O Mar de África

Das Berliner Poesiefestival wird am Sonntag Abend 20.00 Uhr in der Akademie der Künste mit der Veranstaltung O Mar de África – Das Meer Afrikas fortgesetzt.

Eingeladen sind Dichter aus allen afrikanischen Ländern, in denen portugiesisch gesprochen wird:

Armando Artur (Moçambique) – geboren 1962. Seine schriftstellerische Tätigkeit begann er in den 1980er Jahren. Er war Generalsekretär des mosambikanischen Schriftstellerverbands und Gründungsmitglied der panafrikanischen Schriftstellervereinigung (PAWA), die er derzeit in Moçambique vertritt. Bei uns lieferbar ist der Titel O Hábito das Manhãs, erschienen 1990.

Olinda Beja (São Tomé e Príncipe)
wurde 1946 geboren. Sie studierte Sprachwissenschaften und moderne Literaturwissenschaften in Portugal und lebt derzeit in der Schweiz, wo sie als Lehrerin arbeitet.  Veröffentlicht hat sie unter anderem in Portugal die Gedichtbände Bô Tendê?, Leve, leve und die Romane 15 Dias de Regresso und Água Crioula.

Kalaf (Angola)
wurde 1978 in Angola geboren. Er verschmilzt in seiner Musik vielfältige Einflüsse wie Jazz, Hip-Hop, Worldmusic, und Kuduro. Kalaf lebt in Lissabon und verarbeitet in seinen Texten die Eindrücke der modernen Kultur und der urbanen Realität der portugiesischen Hauptstadt.

Mário Lúcio (Cabo Verde) heißt eigentlich Lúcio Matias de Sousa Mendes
wurde 1964 in Tarrafal geboren. Früh zum Waisen geworden, wuchs er in einer Kaserne auf. Nach seiner Schulausbildung erhielt er 1984 ein Stipendium und studierte Jura in Havana, Kuba, das er 1990 beendete. Nach seiner Rückkehr nach Cabo Verde arbeitete er als Anwalt. Von 1996 bis 2001 war er Abgeordneter des Parlaments.

Bei TFM lieferbare Lyrikbände von Mário Lúcio sind Nascimento de um mundo und Sob os signos da Luz.

João Maimona (Angola)
Geboren 1955 in Quiboclo. Er studierte Humanwissenschaften in Kinshasa (Zaire) und kehrte erst 1976 nach Angola zurück. 1978 beendete er ein Studium der Veterinärmedizin. Seit 1992 ist er Mitglied des angolanischen Parlaments.

Auf von João Maimona haben wir eine Reihe von Titeln vorrätig: Traço de união, Trajectória obliterada, Quando se ouvir o sino das sementes, Idade das palavras und As Abelhas do dia.

Guiné Bissau ist vertreten mit Tony Tcheka
Geboren 1951 in Guiné-Bissau. Seit 1975 ist er als Journalist tätig und gilt als einer der herausragenden Lyriker seines Landes.

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FLIP in Paraty

Parallel zum Poesiefestival in Berlin, das wir hier ausführlich vorstellen, findet derzeit in Brasilien zum sechsten Mal die Festa Literária Internacional de Paraty, kurz FLIP statt. Hierbei handelt es sich um inzwischen sehr renommiertes Literaturfestival in Brasilien, zu dem neben Autoren aus den portugiesischsprachigen Ländern auch zahlreiche international bekannte Schriftsteller eingeladen werden. In diesem Jahr sind unter anderem Cees Nooteboom und Ingo Schulze dabei, der die portugiesische Übersetzung seines Erzählbandes Handy vorstellt, das jetzt in Brasilien unter dem naheliegenden Titel Celular erschienen ist.

Die Medienpräsenz ist enorm, über 300 Journalisten sind akkreditiert und 20.000 Besucher werden erwartet. Aktuelle Berichte (in portugiesischer Sprache) kann man unter anderem hier im Blog des Festivals und  hier im Blog der portugiesischen Literaturzeitschrift LER finden.

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Saramago – Blog

Die vor nicht allzu langer Zeit gegründete Fundação José Saramago ist jetzt auch mit einem Blog im Internet vertreten. Informiert wird hier über unter anderem über Termine der Stiftung und Interviews von José Saramago. Ziel des Blogs ist außerdem, den Worten von Pilar del Río zufolge, auch der Austausch der Leser über Saramagos Werk.

Bis zum 27. Juli wird in Juli noch die Ausstellung A consistência dos sonhos über Leben und Werk des portugiesischen Nobelpreisträgers gezeigt. Anlässlich der Ausstellung, die zuerst auf Lanzarote gezeigt wurde, ist ein Katalog mit sehr vielen interessanten biographischen Dokumenten José Saramagos erschienen.

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Grande Prémio APE Romance für Filomena Marona Beja

Der Roman A Cova do Lagarto von Filomena Marona Beja, erschienen bei Sextante Editora, erhält in diesem Jahr den Großen Preis der portugiesischen Schriftstellerorganisation (Associação Portuguesa de Autores) für den besten Roman 2007. Eingereicht wurden insgesamt 117 im Jahr 2007 erschienene Romane und Erzählungen. Der Preis wurde einstimmig verliehen und ist mit 15.000 Euro dotiert.

A Cova do Lagarto ist ein autobiographischer Roman, der sich mit dem Leben von Duarte Pacheco, einem Minister der Salazar-Diktatur beschäftigt, der für den öffentlichen Raum und seine Umgestaltung verantwortlich war und später bei einem Autounfall ums Leben kam.

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Ana Luísa Amaral erhält Grande Prémio de Poesia

Die portugiesische Lyrikerin Ana Luísa Amaral ist mit dem Grande Prémio de Poesia der portugiesischen Schriftstellervereinigung (Associação Portuguesa de Escritores) ausgezeichnet worden. Prämiert wurde der in diesem Jahr erschienen Lyrikband Entre dois rios e outras noites. Der Preis ist mit 5000 Euro dotiert und wird von der portugiesischen Post gesponsort.

Einige Gedichte von Ana Luísa Amaral liegen im Band Die Bogenform der Erinnerung auch in deutscher Nachdichtung vor.

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Fernando Pessoa – 120.Geburtstag

Jahrestage sind für viele Verlage und Institutionen ein willkommener Anlass, mit Veranstaltungen und Sondereditionen auf einen Autor hinzuweisen. Der Geburtstag des portugiesischen Dichters Fernando Pessoa jährt sich am 13.Juni zum 120.Mal. Wäre man jetzt in Lissabon könnte man mit Pessoas Lissabon Reiseführer im Gepäck einen Blick in die Casa Fernando Pessoa werfen und dort

dem umfangreichen Programm im Juni folgen.

Hierzulande darf man sich darüber freuen, dass der Ammann Verlag, seine Pessoa-Werkreihe fortsetzt – im Juni erscheint eine Sonderausgabe des Klassikers Buch der Unruhe – in der unter anderem schon in Neuübersetzung von Inés Koebel die Werke von Ricardo Reis, Alberto Caeiro, António Mora (übersetzt von Steffen Dix), Barão de Teive und zuletzt Álvaro de Campos (allesamt Heteronyme Fernando Pessoas) erschienen sind.

Auch erfreulich, dass für den kleineren Geldbeutel jetzt einige der Titel wieder in einer Taschenbuchausgabe aus dem S.Fischer Verlag lieferbar sind. Neben dem Buch der Unruhe sind das die Lyrikbände von Ricardo Reis und Alberto Caeiro (beide zweisprachig portugiesisch-deutsch) und ein Prosaband von Barão de Teive.

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Fundação José Saramago

In Azinhaga (Ribatejo), dem Heimatdorf des portugiesischen Nobelpreisträgers, wird heute ein Museum eröffnet, das gleichzeitig als Außenstelle der kürzlich gegründeten Fundação José Saramago (José Saramago Stiftung) dienen wird. Ausgestellt werden u.a. Fotografien aus dem Archiv José Saramagos und einige Gegenstände, die mit der Kindheit des Autors, die er in Azinhaga bei seinen Großeltern verbracht hat, verbunden sind. Hier bietet es sich an, das Buch As Pequenas Memórias zur Hand zu nehmen, in dem Saramago seine Kindheitserinnerungen beschreibt.

Die Außenstelle der Fundação verfügt außerdem ein Bibliothek mit allen Werken Saramagos im Original und fremdsprachigen Übersetzungen sowie einen öffentlichen Lesesaal. Zur Eröffnung reist José Saramago mit seiner Frau Pilar del Rio und zahlreichen geladen Gästen an.

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Pessoa-Nachlass wird teilweise versteigert

Wie die portugiesische Zeitung Público in ihrer heutigen Ausgabe vermeldet, wird ein Teil des Nachlasses von Fernando Pessoa voraussichtlich im Herbst versteigert.

Unter den Hammer kommen sollen unter anderem der Briefwechsel Fernando Pessoas mit dem englischen Okkultisten Alisteir Crowley, astrologische Karten sowie verschiedene Ausgaben der Zeitschriften Orpheu und Contemporânea.

Führende Pessoa-Forscher, wie Richard Zenith und Jeronimo Pizarro haben sich besorgt geäußert und befürchten, dass Teile des Nachlasses durch die Versteigerung Portugal verlassen und somit nicht mehr für Forschungszwecke zur Verfügung stehen werden.

Vielleicht wird ja im Herbst auch noch die portugiesische Nationalbibliothek aktiv und erwirbt den Nachlass. Ein großer Teil der Hinterlassenschaften Fernando Pessoas wurden bereits 1979 vom portugiesischen Staat gekauft.

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Gegen den Strom

Contos de MorteMehrmals war an dieser Stelle schon von der zunehmenden Verlagskonzentration in Portugal die Rede. Neben den großen Gruppen LeYa, Bertelsmann und Porto Editora gibt es natürlich weiterhin eine Vielzahl engagierter Kleinverlage mit interessanten Programmen.

So hat beispielsweise der bekannte Verleger Nelson de Matos, der jahrelang das große Verlagshaus Dom Quixote (heute zu Leya gehörend) geleitet hat, seinen eigenen Verlag gegründet. Mit großem Erfolg hat er Anfang des Jahres einen bisher unveröffentlichten Text von José Cardoso Pires mit dem Titel Lavagante veröffentlicht.

Gerade erschienen ist eine Band mit dem Titel Contos de Morte, der fünf Erzählungen des angolanischen Autors Pepetela enthält.

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José Saramago im Interview

José Saramago hat der portugiesischen Zeitschrift Sol ein langes Interview gegeben. Darin spricht er über seine Krankheit, die ihn über Monate sehr stark geschwächt hat, über seine Arbeit am neuen Roman A viagem do elefante, der im Herbst in Portugal erscheinen soll und auch über die Verfilmung des Romans Ensaio sobre a cegueira (Die Stadt der Blinden) von Fernando Meirelles, die in diesem Jahr in die Kinos kommt.

Nachzulesen ist das Interview (in portugiesischer Sprache) – zumindest im Moment – hier.

04.07.08  – Das Interview ist leider inzwischen nicht mehr online. Aktuelle Informationen über José Saramago finden Sie von Zeit zu Zeit hier im Blog und im neuen Blog der Fundação José Saramago.

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