Archiv der Kategorie: portugiesische Autoren

nova cultura! in neuem Gewand

Das von Michael Kegler betreute Kulturportal nova cultura! hat sich verändert.

Es gibt ein paar Neuerungen auf der Website, einen Blog, den Felipe Tadeu und Urariano Mota regelmäßig mit sehr lesenswerten Texten füttern. Aktuell können Sie dort eine sehr ausführliche Rezension des soeben in deutscher Übersetzung erschienenen Romans Asche vom Amazonas von Milton Hatoum aus der Feder von Albert von Brunn lesen. In portugiesischer Sprache wird der Roman Só por Amor von Sofia Marrecas Ferreira vorgestellt. Wir, d.h. Michael Kegler und das restliche Redaktionsteam, zu dem die Blogredakteurin auch gehört, würden uns freuen, wenn Sie von Zeit zu Zeit auch dort vorbeischauen würden. Übrigens können Sie im Kulturkalender von nova cultura! auch über Veranstaltungen von und mit portugiesischsprachigen Autoren, Musiker, Künstler informieren.

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Saramago bloggt auch

Schon mehrmals haben wir auf das sehr informative Blog der Fundação José Saramago hingewiesen, das hauptsächlich von Saramagos Ehefrau Pilar del Río geführt wird. Seit ein paar Tagen schreibt der portugiesische Nobelpreisträger nun auch selbst in der Rubrik O Caderno de Saramago. In den ersten Einträgen widmet er sich Lissabon, Darwin und George W. Bush.

Für November ist übrigens bereits der neue Roman Saramagos A viagem do elefante angekündigt worden. Einen kleinen Text von Pilar del Río und einen ersten Auszug kann man hier lesen.

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Gestern in Babylon hab ich dich nicht gesehen

Der Roman Ontem não te vi em Babilónia von António Lobo Antunes ist jetzt in deutscher Übersetzung von Maralde Meyer-Minnemann mit dem Titel Gestern in Babylon hab ich dich nicht gesehen im Luchterhand Verlag erschienen. Damit erweitert der Luchterhand seine umfangreiche Antunes-Werkausgabe um eine weitere Übersetzung. Alle Titel im Original und deutscher Übersetzung sind natürlich wie immer hier erhältlich.

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Paulo Teixeira auf kleiner Lesereise

Vom Elfenbein-Verlag erreichte uns die Nachricht, dass der portugiesische Dichter Paulo Teixeira im September zu zwei Lesungen in Deutschland unterwegs ist.

Termine:

17. September 2008, 20 Uhr
im Goethe-Institut e. V. Hamburg
Hühnerposten 1, 20097 Hamburg

und am
18. September 2008, 20 Uhr
in der daadgalerie Berlin
Zimmerstraße 90-91, 10117 Berlin

Paulo Teixeira liest aus seinem in diesem Jahr erschienenen, von Niki Graça übersetzten Gedichtband Autobiografia Cautelar -Einstweilige Autobiografie.

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weiterer Preis für António Lobo Antunes

Der portugiesische Autor António Lobo Antunes wird Ende November mit dem Preis der internationalen Buchmesse Guadalajara (PREMIO FIL DE LITERATURA 2008) ausgezeichnet.

Der Preis ist mit 150.000 Dollar dotiert und wird jährlich zu Beginn der Messe an einen Autor aus dem romanischen Sprachraum verliehen. Bisherige Preisträger waren unter anderem Rubem Fonseca, Sergio Pitol, Juan Goytisolo, Juan Marsé und Nélida Piñon.

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Ricardo Adolfo: Mizé

Relativ selten geworden sind in den letzten Jahren die Übersetzungen aktueller portugiesischsprachiger Literatur ins Deutsche. José Saramago, António Lobo Antunes und Paulo Coelho werden natürlich regelmäßig übersetzt, aber junge Autoren aus Portugal und Brasilien haben es doch relativ schwer. Umso erfreulicher, dass der schon so langsam beginnende Bücherherbst einige Neuerscheinungen bereithält, die wir hier vorstellen werden, sobald sie lieferbar sind.

Gerade eingetroffen ist Mizé – Die schärfste Braut der Vorstadt (portugiesisch: Mizé), erschienen bei Bloomsbury Berlin in der Übersetzung von Barbara Mesquita. Der Verlag feiert das Buch, das in Kürze auch verfilmt werden soll, als neuen Almodóvar. Der Roman spielt in der Lissabonner Vorstadt, die attraktive Mizé hat sich mit Palha eingelassen und nimmt sogar dessen Heiratsantrag an. Doch Mizé wird es bald zu eng in der kleinen Welt der Vorstadt, sie sehnt sich nach ein bißchen Glamour. Eines Abends schaut sich Palha mit ein paar Kumpels ein Sexfilmchen an und plötzlich flimmert Mizé über den Bildschirm.

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Blogschau

Die morgendliche Bloglektüre führte heute zum – wie immer interessanten – und in diesem Fall auch appetitanregenden Beitrag von portugalmania über portugiesische Schokoladenläden. Hingewiesen wurde dort unter anderem auf den Chocolatier Claudio Corallo der im Lissabonner Bairro Alto Plantagenschokolade und Kakao aus São Tomé e Príncipe anbietet.

Der passende Roman zum Schokoladengenuss wäre wahrscheinlich Equador von Miguel Sousa Tavares, einer der erfolgreichsten Romane der letzten Jahre, der vor ein paar Jahren mit dem Titel Am Äquator ins Deutsche übersetzt wurde und nun auch in einer Taschenbuchausgabe vorliegt. In diesem historischen Roman geht es um einen Lissabonner Müßiggänger, der nach São Tomé – damals eine portugiesische Kolonie – versetzt wird, um dort den Vorwurf der Engländer zu entkräften, die Portugiesen würden auf ihren Kakaoplantagen Sklavenarbeit dulden.

Zum Tourismus in São Tomé e Príncipe wurde im April auch ein interessanter Artikel in der Zeit veröffentlicht.

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Casa dos Bicos und Saramago

Die von José Saramago ins Leben gerufene Stiftung wird in der Zukunft Ihren Sitz im Lissabonner Zentrum haben.  Nach ihrem gestrigen Beschluss stellt die Lissabonner Stadtverwaltung der Fundação José Saramago das Lissabon-Touristen sicher bekannte, architektonisch auffällige Gebäude Casa dos Bicos zur Verfügung.

Ausführliche Berichte dazu finden sich u.a. in der gestrigen Ausgabe des Público und im Blog der Fundação José Saramago

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Poesiefestival VIII – 10.07. – VERSschmuggel 1

Am heutigen Donnerstag stehen beim von der Literaturwerkstatt Berlin organisierten Poesiefestival die portugiesischsprachigen Dichter erneut im Mittelpunkt. Um 18.30 Uhr sprechen die Autoren Ana Luísa Amaral (Portugal), Armando Artur (Moçambique), Paulo Henriques Britto (Brasilien) mit Maria Carlos Loureiro von der Direcção do Livro e das Bibliotecas aus Portugal und dem Literaturübersetzer Kurt Scharf.

Im Anschluss daran findet um 20.00 Uhr mit VERSschmuggel 1 sicherlich eine der interessantesten Veranstaltungen des Festivals statt. Im Laufe der Woche haben portugiesisch- und deutschsprachige Autoren in einem Übersetzungsworkshop die Gedichte des jeweiligen Partners in ihre Sprache übertragen und präsentieren heute und morgen die Ergebnisse dieser Arbeit. Es ist ja kein Geheimnis, dass die Übersetzung von Lyrik ein große Herausforderung ist und oft eine Nachdichtung verlangt. Heute Abend stehen folgende Autoren im Mittelpunkt des Interesses:

Ana Luísa Amaral (Zusammenarbeit mit Monika Rinck)

wurde 1956 in Lissabon geboren. Sie lebt und arbeitet seit einigen Jahren in Leça da Palmeira und ist heute Professorin an der Faculdade de Letras der Universität Porto. Ana Luísa Amaral veröffentlichte bisher neun Lyrikbände und zwei Kinderbücher. Ihre Texte sind in zahlreichen ausländischen Anthologien vertreten.
2007 wurde sie mit dem Prémio Literário Casino da Póvoa/Correntes d’Escritas ausgezeichnet.
2008 erhielt sie – wie auch von uns berichtet – für den Lyrikband Entre dois rios e outras noites den großen Lyrikpreis der portugiesischen Schriftstellervereinigung.
Einige Gedichte von Ana Luísa Amaral liegen im Band Die Bogenform der Erinnerung auch in deutscher Nachdichtung vor.
Ausgewählte Werke:

Entre dois rios e outras noites, A Arte de Ser Tigre, A génese do amor, Imagens.

Pedro Sena-Lino (Zusammenarbeit mit Daniel Falb)

Geboren 1977 in Lissabon. Studierte portugiesische Sprache und Literatur an der Universidade Nova Lissabon, Master in Romanistik. Literaturkritiker für die Beilage Mil Folhas der bekannten portugiesischen Tageszeitung Público.
Bisher veröffentlichte Pedro Sena-Lino sechs Lyrikbände.

Werk (Auswahl)

Zona de Perda – Livro de Albas, Deste Lado da Morte Ninguém Responde.

Luís Carlos Patraquim (Zusammenarbeit mit Richard Pietraß)

Geboren 1953 in Lourenço Marques (heute Maputo), Moçambique.
Mitarbeiter der Zeitung A Voz de Moçambique, Flucht in die Schweiz 1973. 1975 Rückkehr nach Moçambique, Mitarbeit bei der Zeitung. Luís Carlos Patraquim ist Gründungsmitglied der mosambikanischen Nachrichtenagentur AIM und des nationalen Filminstituts, bei dem er von 1977 bis 1986 als Drehbuchautor und Redakteur tätig ist.
Seit 1986 lebt er in Lissabon und arbeitet von dort aus für die mosambikanische und portugiesische Presse, er schreibt weiterhin Drehbücher für Kino und Theater.

Werk (Auswahl):

O Osso Côncavo e outros poemas, Mariscando Luas (mit Ana Mafalda Leite und Roberto Chichorro), Vinte e tal novas formulações e uma elegia carnívora

Angélica Freitas (Zusammenarbeit mit Arne Rautenberg)
wurde 1973 in Pelotas (Brasilien) geboren. Die Journalistin und Lyrikerin arbeitet für Zeitungen in São Paulo.
Veröffentlicht hat sie den Lyrikband Rilke Shake

Paulo Henriques Britto (Zusammenarbeit mit Hans Raimund)

Geboren 1951 in Rio de Janeiro, wo er auch die meiste Zeit seines bisherigen Lebens verbrachte. In den 1960er und 1970er Jahren hielt er sich für längere Zeit in den USA auf. Dort kam er naturgemäß eng mit der englischen Sprache in Kontakt und entwickelte daraus seinen heutigen Beruf. Er hat mehr als 80 Titel renommierter englischsprachiger Autoren, wie Philip Roth, Don DeLillo, Thomas Pynchon, John Updike, Michael Ondaatje und William Faulkner ins Portugiesische übersetzt.
Darüberhinaus schreibt er auch selbst.
Veröffentlicht hat er unter anderen: Tarde und Paraísos artificias.

Den Abschluss des heutigen Programms bildet um 22.00 Uhr die Veranstaltung Um movimento vivo – Gedichte in Bewegung, ein Projekt, bei dem Gedichte der konkreten brasilianischen Poesie von einem Chor der Berliner Singakademie vorgetragen werden.

Alle Veranstaltungen finden wieder in der Akademie der Künste statt.

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Poesiefestival V – 7.7. – Portrait einer Stadt – Lissabon

Das von der Literaturwerkstatt Berlin organisiert Poesiefestival wird heute Abend um 20.00 Uhr in der Akademie der Künste mit einer Veranstaltung fortgesetzt, in deren Zentrum die portugiesische Hauptstadt steht.

Die eingeladenen Gäste versprechen eine interessante Mischung aus Lyrik, Fado, Rap und Film, so dass es möglicherweise sogar gelingen kann, wie angestrebt, die kulturelle Vielfalt Lissabons abzubilden.

Eingeladen sind:

Teresa Balté
Geboren 1942 in Lissabon, Studium der Germanistik in Europa und den USA. Zur Zeit lehrt Teresa Balté an der Universidade Nova in Lissabon. Neben ihren Veröffentlichungen im Bereich Lyrik und Kinderbuch hat sie auch verschiedene deutsche (u.a. Büchner, Brecht, Kunert) und ungarische Autoren ins Portugiesische übersetzt.

Lieferbar sind unter anderem die Lyrikbände Sub Specie Aeternitatis und Poesia quase toda.

Ana Paula Tavares (Angola)
Geboren 1952 in Huíla, im Süden Angolas. Studium der Geschichte und Master in afrikanischer Literatur portugiesischer Sprache. Derzeit arbeitet sie als Historikerin in Lissabon. Sie hat zahlreiche Lyrik- und Prosabände veröffentlicht.

Lieferbar sind unter anderem die Lyrikbände Manual Para Amantes Desesperados, Ex-Votos, Ritos de Passagem, der Roman Os Olhos do Homem que Chorava no Rio (mit Manuel Jorge Marmelo) sowie der Prosaband A Cabeça de Salomé.

Paulo Teixeira (Portugal)

Elfenbein Verlag

Paulo Teixeira, copyright Elfenbein Verlag

Geboren 1962 in Lourenço Marques (heute Maputo), Moçambique.
Studium der Geographie und Regionalplanung an der Universidade Nova in Lissabon, heute Lehrer am Gymnasium. Als Lyriker gehört Paulo Teixeira zu den herausragenden Stimmen in den 1980er Jahren neu entdeckten Generation junger Schriftsteller. Ganz frisch in deutscher Übersetzung von Niki Graça o, Berliner Elfenbein Verlag erschienen ist der zweisprachige Lyrikband Autobiografia Cautelar – Einstweilige Autobiografie.

Eine ganze Reihe von Lyrikbänden sind im portugiesischen Original lieferbar, unter anderem A Arte da Memória, Orbe und Descanco na Fuga para o Egipto.

Pacman (eigentlich Carlos Nobre Neves) (Portugal)
Ist einer der Sänger der portugiesischen Hip-Hop Band DaWeasel. Da Weasel wurde 1993 gegründet und ist damit eines der ältesten und heute erfolgreichsten Hip-Hop Projekte Portugals. Er unterstützte die Präsidentschaftskampagne von Manuel Alegre musikalisch und vertonte unter anderem Manuel Alegres Gedicht Trova ao vento que passa, das in unserem zweisprachigen Alegre-Band enthalten ist.

Von Da Weasel sind unter anderem die CDs Da Weasel ao vivo Coliseus und Re-Definições bestellbar.

Einen weiteren musikalischen Höhepunkt stellt sicher die Teilnahme der Fadista Aldina Duarte dar, die zusammen mit Miguel Gonçalves (Klassische Gitarre) und Paulo Parreira (Portugiesische Gitarre) auftreten wird.

Aldina Duarte wurde in Lissabon geboren. Mit 20 begann sie zunächst für eine Zeitung, später für einen Radiosender zu arbeiten. Später war sie in einer medizinischen Einrichtung für tätig
Sie ist eine leidenschaftliche, traditionelle Fadosängerin. Die vergangenen 12 Jahre ihres Lebens hat sie diesem Gesang gewidmet. Heute tritt sie vor allem im Sr. Vinho, einem bekannten Fadolokal im Lissabonner Stadtteil Lapa, auf. Sie hat die Alben Mulheres ao espelho, Apenas o amor und Crua veröffentlicht. Ein Video kann man auch bei Youtube finden.

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