Archiv der Kategorie: brasilianische autoren

Lesung mit José Henrique Bortoluci am 26.6.

Copyright: Caio Oviedo

Die Buchpremiere von Was von meinem Vater bleibt des brasilianischen Autors José Henrique Bortoluci findet bei uns in der Buchhandlung statt. Das Buch (Originaltitel: O que é meu) erscheint im Juni in der deutschen Übersetzung von Maria Hummitzsch im Aufbau Verlag. Wir freuen uns auf einen Abend mit dem Autor und seiner Übersetzerin, die auch moderieren wird am 26. Juni um 19.00 Uhr bei uns in der Buchhandlung (Große Seestr. 47, Frankfurt).

Der Eintritt ist frei, wir bitten um Reservierung.

José Henrique Bortoluci, geboren 1984, stammt aus einer einfachen Familie. Aufgewachsen in Jaú, Brasilien, studierte er Soziologie in São Paulo und promovierte an der University of Michigan. Seit 2015 unterrichtet er als Professor an der Getúlio Vargas Foundation in São Paulo und forscht zu Politik, Gesellschaftstheorie, Demokratie und sozialen Bewegungen. Sein Debüt über seinen Vater erscheint in zehn Sprachen.

Was der Familie bleibt, sind nur zwei Postkarten und ein paar vergilbte Rechnungen. Fünfzig Jahre lang hat Didi, der Vater von José Henrique Bortoluci, als LKW-Fahrer in Brasilien gearbeitet und Hunderttausende von Kilometern zurückgelegt, immer auf der Straße, immer allein, weit weg von der Familie. In diesem Buch lässt Bortoluci seinen Vater erstmals von seinen Erlebnissen erzählen. Er schafft das Porträt eines einfachen Mannes, der den Bau der Transamazônica, die Abholzung des Regenwalds, den rasanten Ausbau des Landes und die Spuren des vermeintlichen Fortschritts erlebt hat. Die Strecke, die Didi mit dem LKW zurücklegt, ist dabei auch die Kluft, die sich zwischen seinem Leben und dem seines Sohnes, dem der soziale Aufstieg gelingt, auftut. Eine berührende Hommage an die Beziehung von Vater und Sohn, und an ein Leben, das bleibt.

Die Bücher im Original und deutscher Übersetzung können Sie bei uns vorbestellen. Gern kümmern wir uns auch um ein Autogramm, falls Sie am 26.6. nicht dabei sein können, dazu bitte mail an info@tfmonline.de

José Henrique Bortoluci: Was von meinem Vater bleibt

José Henrique Bortoluci: O que é meu

Mit freundlicher Unterstützung des Aufbau-Verlags und der Professur für Romanische Literaturwissenschaft (Hispanistik und Lusitanistik) der Goethe-Universität, vielen Dank.

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Vozes do Brasil am 28. Mai

Das Generalkonsulat von Brasilien stellt zusammen mit der Universität Frankfurt die Reihe Vozes do Brasil vor. Die Veranstaltung findet am kommenden Dienstag, 28.05. von 16.00-19.00 Uhr an der Goethe-Universität, Casino Raum 1802 statt. Michael Kegler und Luísa Costa-Hölzl sprechen über die Reihe und Prof. Romana Radlwimmer und Dr. Pedro Monteiro werden Vorträge zur brasilianischen Literatur halten. Von 18-19.00 Uhr schließt sich ein Konzert mit brasilianischer Musik mit Tobias Rüger und Thomas Langer an (Saxophon/Gitarre).

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Lesetreff – Tertúlia wieder am 11. Juni

Seit 2014 findet bei uns in der Buchhandlung in regelmäßigen Abständen von 4-6 Wochen ein portugiesischsprachiger Lesekreis statt.

Weiter geht es am Dienstag, 11.Juni um 19.00 Uhr hier in der Buchhandlung. Wir versprechen über den erfolgreichen und auch schon verfilmten Roman A Vida Invisível de Eurídice Gusmão der brasilianischen Autorin Martha Batalha.

Die beiden Schwestern Eurídice und Guida sind schön, mutig und eigensinnig. Sie leben im Rio de Janeiro der 1940er Jahre, doch auch wenn in der Stadt kosmopolitisches Flair herrscht, sollen Frauen vor allem eines sein: liebende Gattinnen und Mütter. Damit wollen sich die beiden Schwestern Gusmão allerdings nicht zufriedengeben.

Anmeldungen für den Lesekreis (falls Sie nicht ohnehin schon regelmäßig teilnehmen) gerne per Mail an info@tfmonline.de

Das Buch im Original ist ab Montag wieder bei uns in der Buchhandlung verfügbar. Die deutsche Ausgabe (Übersetzung von Marianne Gareis) und die Verfilmung von Karim Aïnouz gibt es natürlich auch bei uns.

Buchhandlung TFM, Frankfurt

Desde 2014 encontrámo-nos regularmente na TFM para falar sobre livros de autores de língua portuguesa. A próxima tertúlia encontra-se no dia 11 de junho às 19h na livraria. Vamos falar sobre o livro A Vida Invisível de Eurídice Gusmão da escritora brasileira Martha Batalha

O livro está novamente disponível a partir de segunda-feira, dia 6 de maio.

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Neu auf Deutsch – Alle Eine von Carla Bessa

Ein neuer Band mit Erzählungen von Carla Bessa ist erschienen!

In ihrem neuen Buch Alle Eine, das wieder von Lea Hübner übersetzt wurde, erzählt Carla Bessa von Frauen verschiedenen Alters und aus unterschiedlichsten Milieus, die alle etwas gemeinsam haben: Wir begegnen ihnen in vielschichtigen Liebesbeziehungen, ob mit ihrem Mann oder ihren Liebhabern, durchdrungen von Erwartung auf Lust, Befreiung und persönlicher Erfüllung, aber dann geprägt vom mühsamen Alltag, der Unentschlossenheit, Kinder zu bekommen, von Verrat und Verlust.

Bei uns finden Sie wie immer das Original Todas Uma und die deutsche Übersetzung, ebenso wie den vorherigen Band Urubus, der mit dem Prêmio Jabuti ausgezeichnet wurde auf Deutsch und im portugiesischen Original.

Carla Bessa, studierte Schauspiel in Rio de Janeiro. 1991 emigrierte sie nach Deutschland, wo sie 15 Jahre als Schauspielerin und Theaterregisseurin unter anderem auch in Frankfurt arbeitete. Heute lebt sie in Berlin.

Die deutschen Übersetzungen sind bei Transit erschienen.

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Patrícia Melo: Die Stadt der Anderen

Druckfrisch eingetroffen ist der neue Roman Die Stadt der Anderen der brasilianischen Autorin Patrícia Melo. Erschienen ist das Buch wieder im Schweizer Unionsverlag in der bewährten Übersetzung von Barbara Mesquita.

Wie durch ein Kaleidoskop schaut Patrícia Melo auf die schmutzig schillernde Metropole São Paulo. Glitzernde Pools, kunstvolle Skulpturen und imposante Tore: Sehnsüchtig blickt Chilves, einer der Protagonisten, auf die luxuriösen Wohnanlagen. Sein eigenes Leben könnte nicht weiter davon entfernt sein: Er findet Unterschlupf auf der Praça da Matriz, ein Ort, wo jene zusammenkommen, die keinen Ort mehr haben.

Da ist Jéssica, seine Jéssica, die große Pläne hegt für ihre gemeinsame Zukunft. Da ist der kleine Dido mit seinem Hundewelpen, der Schriftsteller Iraquitan, der sich an der Schönheit seltsamer Worte festhält, oder Farol Baixo, der Lügner. Zwischen behelfsmäßigen Verschlägen und Öltonnen, in einer Welt, in der sich jeder selbst der Nächste ist, entsteht eine unerwartete Gemeinschaft.

Eine Leseempfehlung, bei uns wie immer in der Originalausgabe „Menos que um“ (erschienen 2022 bei Leya Brasil) und in der deutschen Übersetzung zu bekommen.

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Prémio Correntes d’Escritas 2024 – Die Finalisten

Bald ist schon wieder Februar und wie in jedem Jahr findet dann das größte portugiesische Literaturfestival Correntes d’Escritas in der nordportugiesischen Stadt Póvoa de Varzim statt, in diesem Jahr bereits zum 25. Mal und daher extra lang vom 17. bis 26 Februar.

Dort wird auch wieder der Literaturpreis Prémio Literário Casino da Póvoa  vergeben. Ausgezeichnet wird in diesem Jahr ein Werk in der Kategorie „Prosa“, das in den letzten beiden Jahren erschienen ist. Die dreizehn Titel umfassende Shortlist wurde eben bekannt gegeben und enthält folgende Titel:

Joana Bértholo: A História de Roma

A História de Roma, Joana Bértholo

A vida airada de Dom Perdigote, Paulo Moreiras

Apoteose dos mártires, Mário Cláudio

As doenças do Brasil, Valter Hugo Mãe

Ferry, Djaimilia Pereira de Almeida

Limpa, Alia Trabucco Zerán

Montevideu, Enrique Vila-Matas

Caçador de elefantes Invisíveis, Mia Couto

Poeta chileno, Alejandro Zambra

Quando éramos peixes, José Gardeazabal

Suíte Tóquio, Giovana Madalosso

Temporada de furacões, Fernanda Melchor

Um cão no meio do caminho, Isabela Figueiredo

Die Jury besteht in diesem Jahr aus Ana Gabriela Macedo, Isabel Lucas, Isabel Pires de Lima, Carlos Vaz Marques und José Mário Silva.

Der Siegertitel des 2024 erstmals mit 25.000 Euro dotierten Preises wird zur Eröffnungsveranstaltung der Correntes nach einer abschließende Jurysitzung bekanntgegeben. Die Übergabe des Preises erfolgt zum Abschluss des Festivals. Im letzten Jahr wurde Maria do Rosário Pedreira für Ihren Lyrikband O Meu Corpo Humano ausgezeichnet.

Alle Titel können selbstverständlich bei uns bestellt werden.

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Portugiesischer Vorlesetreff am 27. Januar, KiBi Frankfurt-Bornheim

Der portugiesische Vorlesetreff für Kinder startet ins neue Jahr und trifft sich wieder am 27. Januar um 11.30 Uhr in der Kinder-und Jugendbibliothek in Frankfurt-Bornheim, Arnsburger Straße 24 statt.

Im Mittelpunkt steht dann das Buch Não sim talvez von Raquel Matsushita und Ionit Zilberman.

Janeiro de 2024! Cá estamos de volta com mais uma leitura em língua portuguesa. Desta vez no dia 27 de janeiro, com o livro Não sim talvez escrito por Raquel Matsushita e ilustrado por Ionit Zilberman. Venha ler conosco!.

O „Encontros de Leitura“ é uma iniciativa conduzida por uma brasileira e uma portuguesa com o apoio da Biblioteca Infantojuvenil de Frankfurt (KiBi-Frankfurt), do BRmais e de Era Uma Vez Em Português.

Por meio de encontros mensais aos sábados, oferece leituras e contação de histórias aliadas a atividades lúdicas para um grupo de crianças de 4-8 anos, falantes de português como língua de herança.

Com uma seleção de livros de escritores e ilustradores lusófonos, busca promover a literatura infantojuvenil produzida por autores dos países de língua portuguesa. As leituras são realizadas em português do Brasil e Portugal. 

Obras escritas em português e traduzidas para o idioma alemão também estão no programa, visando estimular iniciativas de incentivo ao ensino bilíngue.

O livro pode ser encomendado na nossa livraria. Venha conhecer a nossa vasta seleção de livros infantis em língua portuguesa.

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Lesung mit Alexandre Vidal Porto

© Alexia Fidalgo

Wir freuen uns auf die erste Lesung des Jahres. Am Freitag, dem 16. Februar, 19.30 Uhr stellt der brasilianische Autor Alexandre Vidal Porto seinen neuesten Roman Sodomita vor.

Michael Kegler moderiert und übersetzt. Der Eintritt ist frei, wir bitten um Reservierung.

Alexandre Vidal Porto ist Schriftsteller und Diplomat. Er verbrachte seine Kindheit und Jugend in São Paulo und in Fortaleza. Nach Stationen in Brasilia, New York, Santiago de Chile, Cambridge, Washington, Mexiko-Stadt, Tokio und Frankfurt lebt er aktuell mit seinem Mann in Amsterdam.

Er ist Autor von vier Romanen: Matias na cidade (Record, 2005, Companhia das Letras, 2023 – überarbeitete Ausgabe), Sergio Y. vai à América (Companhia das Letras, 2014), Gewinner des Paraná-Literaturpreises, und Cloro (Companhia das Letras, 2018), Finalist für den Jabuti-Preis 2019. Sein neuester Roman Sodomita, aus dem er bei uns lesen wird, führt in das 17. Jahrhundert, als Homosexualität ein Verbrechen war, dessen Strafe manchmal die Verbannung nach Brasilien zur Folge hatte, Der Autor mischt hier historische Fakten mit aktuellen Themen, ohne dabei jemals die Ironie zu verlieren.

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José Falero: Supermarkt – neu auf Deutsch

Das Jahr hat gerade erst begonnen und schon haben wir die erste Übersetzung aus dem Portugiesischen in der Buchhandlung. Heute angekommen ist der Roman Supermarkt (Originaltitel: Os Supridores) des brasilianischen Autors José Falero, übersetzt von Nicolai von Schweder-Schreiner, erschienen bei Hoffmann und Campe.

Das Buch spielt in der südbrasilianischen Stadt Porto Alegre in der Gegenwart. Das Leben ist hart. Tag für Tag schleppen sich Pedro und Marques in den (titelgebenden) Supermarkt in den rauen Favelas. Sie schuften und rackern und leben trotzdem nur von der Hand in den Mund. Sie haben die Schnauze voll. Warum geht es so vielen Leuten besser als ihnen?

Weil sie ein paar Dealer kennen und die Möglichkeit sehen, sich etwas dazuzuverdienen, verticken sie bald kleine Mengen Gras. Fast unmerklich bauen sie ein florierendes Unternehmen auf. Aber mit den steigenden Umsätzen werden der Witz und der Charme, mit denen sie anfingen, zu Gewalt und Einschüchterung. Die sorgfältig organisierte Welt bekommt Risse, bevor sie in einem letzten, tödlichen Showdown untergeht.

Eine vergleichende Lektüre mit dem im Herbst letzten Jahres erschienenen Via Ápia von Geovani Martins bietet sich an. Beide waren recht große Verkaufserfolge in Brasilien und behandeln ähnliche Themen. Noch dazu wurden beide von Nicolai von Schweder-Schreiner übersetzt. Alle Titel gibt’s wie üblich bei uns in der Buchhandlung.

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Prémio Oceanos 2023

Und weiter geht es mit Literaturpreisen. Gestern Abend wurde der Prémio Oceanos in den Kategorien Lyrik und Prosa verliehen. Ausgezeichnet wurden in der Lyrik-Kategorie:

O gosto amargo dos metais von Prisca Agustoni (erschienen bei 7Letras) aus Brasilien. Das Buch entstand unter dem Eindruck der Umwelttragödien in Minas Gerais, zunächst in Mariana und dann in Brumadinho, wo eine Schlammlawine aus Bergbauabfällen ganze Stadtviertel zerstörte, Hunderte von Menschenleben forderte und den Rio Doce braun färbte.

Als bester Roman ausgezeichnet wurde

Siríaco e Mister Charles, des kapverdischen Autors Joaquim Arena (erschienen bei Quetzal). Der Roman erzählt die Geschichte einer fiktiven Freundschaft zwischen zwei realen Personen. Auf der einen Seite steht der junge Wissenschaftler Charles Darwin, auf der anderen Seite Siríaco, ein schwarzer, ehemals versklavter Mann, der in Brasilien geboren und in Portugal ausgebildet wurde und aufgrund seiner vom Vitilígo gezeichneten Haut zum sogenannten „exotischen Hof“ der Königin Maria I. gehörte. Im Roman treffen die beiden auf den Kapverden, dem Ort, an dem Siríaco zu beschließt zu leben, nachdem er während der Flucht 1807 mit der königlichen Familie auf der Insel Santiago vor Anker gegangen ist, und an dem Darwin zu Beginn seiner naturwissenschaftlichen Untersuchungen 16 Tage verbrachte.

Der Preis ist je Kategorie mit 150.000 Reais dotiert. Die nominierten Titel finden Sie hier.

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