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Vozes do Brasil am 28. Mai

Das Generalkonsulat von Brasilien stellt zusammen mit der Universität Frankfurt die Reihe Vozes do Brasil vor. Die Veranstaltung findet am kommenden Dienstag, 28.05. von 16.00-19.00 Uhr an der Goethe-Universität, Casino Raum 1802 statt. Michael Kegler und Luísa Costa-Hölzl sprechen über die Reihe und Prof. Romana Radlwimmer und Dr. Pedro Monteiro werden Vorträge zur brasilianischen Literatur halten. Von 18-19.00 Uhr schließt sich ein Konzert mit brasilianischer Musik mit Tobias Rüger und Thomas Langer an (Saxophon/Gitarre).

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Portugal auf der Leipziger Buchmesse 2024 – Teil 2

Kaum hat man sich’s versehen, ist schon wieder Messezeit, und da die Leipziger Buchmesse in diesem Jahr auf ihren ursprünglichen Termin im März zurückgekehrt ist, kommt das Ereignis noch schneller und steht quasi vor der Tür.

Portugal ist mit einem eigenen Stand vertreten und bietet ein tolles Programm mit zahlreichen Autorinnen und Autoren, die nach Leipzig reisen werden. Wir sind auch die ganze Zeit vor Ort und beraten Sie gern zu Büchern und Autor*innen.

Hier folgt Teil 2 des Messeprogramms mit einem Überblick zum Wochenende:

Samstag, 23.03.2024

10:30 – 11:15 Uhr

VORSTELLUNG VON ROSÁRIO ALÇADA ARAÚJO

Rosário Alçada Araújo wurde 1973 in Lissabon geboren. Sie schloss ihr Jurastudium an der Universität Lissabon ab, verließ aber bald ihr Leben als Juristin und ging nach London, wo sie einen MA in Kommunikationssoziologie am Goldsmiths College – University of London absolvierte. Es war auch in London, wo sie sich der Welt der Kinder- und Jugendliteratur näherte, entweder durch einen Kurs für kreatives Schreiben für Kinder oder durch eigene Recherchen in Bibliotheken und Buchläden.

In ihrem Buch O País das Laranjas (Das Land der Orangen) erzählt die Autorin die Geschichte von der 10 jährigen Marta und ihrem Bruder Peter, die 1949 nach Portugal kommen. Hunger und Kälte gehören zu ihrem Alltag, denn Österreich, ihre Heimat, ist immer noch ein vom Zweiten Weltkrieg zerstörtes Land. In Lissabon angekommen, werden die beiden unerwartet getrennt und Martha zieht nach Covilhã zu einer wohlhabenden Familie, die sie mit all der Liebe und dem Komfort aufnimmt, den sie noch nie zuvor erlebt hat.

Moderation: Toby Ashraf

Halle 4, Stand C300

Rosário Alçada Araújo
Auszüge aus dem Jugendroman O País das Laranjas, in der Übersetzung von Markus Sahr

Samstag 23.03.2024

11:30 – 12:15 Uhr

ROSÁRIO ALÇADA ARAÚJO & FREDERICO PEDREIRA – EIN GESPRÄCH

„Haben Werte in Kriegszeiten Bestand?“

Krieg ist eine Realität, mit der wir täglich konfrontiert werden und die uns schmerzhafte Szenarien beschert, von denen wir glaubten, dass sie der Vergangenheit angehören, zumindest aus geografischer Sicht. Angesichts der Schrecken, die wir lesen, hören und sehen, stellt sich die Frage, ob es noch Werte gibt, die uns Hoffnung auf Frieden geben. Die sehr unterschiedlichen literarischen Wege dieser beiden Autoren lassen eine Debatte zwischen möglicherweise divergierenden Ideen erahnen.

Moderation: Dirk Fuhrig

Halle 4, Stand C300

Rosário Alçada Araújo
Auszüge aus dem Jugendroman: O País das Laranjas, in der Übersetzung von Markus Sahr

Frederico Pedreira
Auszüge aus dem Roman A Lição do Sonâmbulo, in der Übersetzung von Marianne Gareis
Auszüge aus dem Lyrikband Coração Lento, in der Übersetzung von Odile Kennel


Samstag 23.03.2024

14:30 – 15:15 Uhr

HOMMAGE AN LUÍS VAZ DE CAMÕES – DIE AKTUALITÄT SEINER LYRIK 

Luiz Vaz de Camões ist der wohl bekannteste portugiesische Dichter. Er wurde vor fünf Jahrhunderten geboren und hat ein umfassendes und dichtes Werk hinterlassen, darunter auch eine Lyrik, in der wir Denkanstöße finden, die auch heute noch von großer Aktualität sind.

Wir haben portugiesische Studenten der Humboldt-Universität eingeladen, einige dieser Strophen vorzutragen, die auch gestern hätten geschrieben werden können.

Einführung: Benjamin Meisnitzer

Lesung: Victoria Santos Reschke und Noah Moisan

Halle 4, Stand C300

Luís Vaz de Camões
Sämtliche Gedichte, A Obra Lírica, Hrsg. Rafael Arnold, Elfenbein Verlag 2008
Übersetzung: Hans-Joachim Schaeffer

Samstag 23.03.2024

20:00 – 20:50 Uhr

GONÇALO M. TAVARES & FREDERICO PEDREIRA – EIN GESPRÄCH

„Literatur in Zeiten der Cholera“

Welche Rolle spielt die Literatur in diesen unruhigen Zeiten? Das ist das Thema des Gesprächs zwischen Gonçalo M. Tavares und Frederico Pedreira. Die Irrelevanz der Kunst und Kultur angesichts des Ausmaßes der gegenwärtigen Herausforderungen oder, im Gegenteil, die Überzeugung, dass die Menschheit gerade jetzt die Erweiterung des Bewusstseins am dringendsten braucht: das sind die Positionen, die sich heute gegenüberstehen. Im Gespräch soll die Haltung der beiden Intellektuellen in dieser Frage untersucht werden.

Moderation: Dirk Fuhrig

NaTo
Karl-Liebknecht-Str. 46
04275 Leipzig

Gonçalo M. Tavares
„In Amerika“, sagte Jonathan, Kupido Verlag, 2021. Übersetzung von Christiane Quandt, Frank Henseleit. Herr Valéry und die Logik, Herr Henri und die Enzyklopädie, Herr Brecht und der Erfolg, Herr Juarroz und das Denken, Herr Kraus und die Politik, Herr Calvino und der Spaziergang, Herr Walser und der Wald, Herr Breton und das Interview, Edition Korrespondenzen, 2020 bis 2024. Übersetzung: Michael Kegler

Frederico Pedreira
Auszüge aus dem Roman A Lição do Sonâmbulo, in der Übersetzung von Marianne Gareis
Auszüge aus dem Lyrikband Coração Lento, in der Übersetzung von Odile Kennel

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Weitere Veranstaltungen:

Freitag, 22.03.2024

19:30 – 20:30 Uhr

SALONLESUNG MIT GONÇALO M. TAVARES

Eine Veranstaltung der Edition Korrespondenzen

Kohlgartenstraße 49,04315 Leipzig

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Samstag, 23.03.2024

12:30 Uhr

AMADU DAFÉ: JASMIM
Übersetzung: Rosa Rodrigues, Lesung der deutschsprachigen Passagen

Eine Veranstaltung des Leipziger Literaturverlages

Forum die UNABHÄNGIGEN, Halle 5, Stand E313

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Samstag, 23.03.2024

20:15 Uhr

SALON INTERNATIONAL: ORIGINALE, ÜBERSETZUNGEN, KOMMENTARE

Cristine Hengevoss & Sergej Sawaljow: nahe der brandung
Amadú Dafé & Rosa Rodrigues: Jasmim
Viktor Kalinke: Die Kunst der Jadekammer. Auszüge aus dem Fangnei

Leipziger Literaturverlag
Brockhausstr. 56, 04229 Leipzig

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Sonntag, 24.03.2024

14:45 Uhr

AMADU DAFÉ & ROSA RODRIGUES: JASMIM

Halle 4, Stand B307 »So geht sächsisch«

Alle Bücher gibt es natürlich auch bei uns in Frankfurt in der Buchhandlung oder in unserem Webshop.

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Portugal auf der Leipziger Buchmesse 2024 – Teil 1

Kaum hat man sich’s versehen, ist schon wieder Messezeit, und da die Leipziger Buchmesse in diesem Jahr auf ihren ursprünglichen Termin im März zurückgekehrt ist, kommt das Ereignis noch schneller 😉 und steht quasi vor der Tür.

Portugal ist mit einem eigenen Stand vertreten und bietet ein tolles Programm mit zahlreichen Autorinnen und Autoren, die nach Leipzig reisen werden. Wir sind auch die ganze Zeit vor Ort und beraten Sie gern zu Büchern und Autor*innen.

Hier ein erster Überblick für die ersten beiden Tage – das Programm fürs Wochenende folgt in Kürze.

Donnerstag, 21.03.2024

11.00 – 11:45 Uhr

VORSTELLUNG VON AMADU DAFÉ

Gespräch mit dem Autor über sein Buch Jasmim

Mit Rosa Rodrigues

Das brandneue, prägnante und faszinierende Werk eines der vielversprechendsten Autoren der zeitgenössischen portugiesischsprachigen Literatur. Eine überraschende und fesselnde Geschichte. Eine Erzählung mit Charme, die den Leser in ihren Bann zieht (Sisifo Verlag).

Auszug aus Jasmim:

„Der junge Fé begibt sich auf die Suche nach seiner Mutter, die ihn aus Liebe zu einem Mann auf den Kapverden zurückgelassen hatte, als er noch klein war. Nach einer langen Reise durch den afrikanischen Kontinent landet er im Norden von Guinea-Bissau. Der Ort Ingoré am Ufer des Flusses Jasmim übt auf Fé einen besonderen Zauber aus. Er beschließt sich dort niederzulassen, als ihm Lua, die Besitzerin eines Verkauftsstands, Arbeit anbietet. Alles scheint harmonisch zu sein, bis eines Tages die geheimnisvolle Pipa auftaucht…“

Moderation: Sabine Kieselbach

Halle 4, Stand C300

Amadu Dafé
Jasmim, Sisifo 2024
Übersetzung: Rosa Rodrigues

Donnerstag, 21.03.2024

12:00 – 12:30 Uhr

25. APRIL – POESIE UND MUSIK – PEDRO MATOS

In dem Jahr, in dem sich die Nelkenrevolution zum 50. Mal jährt, möchten wir der Öffentlichkeit die Texte einiger der bekanntesten „canções de intervenção“, wie wir sie in Portugal nennen, vorstellen. Angesichts eines Regimes, das die Zensur befürwortete und praktizierte, waren die Musik und ihre Verse oft ein verschleiertes, aber wirksames Mittel der politischen Kritik.

Die hier von dem in Berlin lebendem portugiesischem Musiker Pedro Matos vorgestellten Gedichte stammen von Zeca Afonso, Symbol der portugiesischen Revolution, der zur Solidarität aufrief, Gerechtigkeit forderte und gegen die Missstände in der Welt protestierte.

Einleitung: Sabine Kieselbach

Halle 4, Stand C300

Texte und Musik von José Afonso

Donnerstag, 21.03.2024

14:30 – 15:15 Uhr

VORSTELLUNG VON YARA NAKAHANDA MONTEIRO

Yara Nakahanda Monteiro ist Künstlerin, Autorin und: Enkelin der Unabhängigkeit. Sie wurde 1979 in der Provinz Huambo, Angola, geboren, wuchs in Nordportugal auf und fing früh damit an, leere Seiten mit Worten zu füllen. Nach zahlreichen Zwischenstopps in Luanda, London, Kopenhagen und Rio de Janeiro lebt die Autorin heute im Alentejo. Sie hat einen Abschluss in Human Resources. Monteiros Sprache ist eindrücklich, klar, intensiv. In ihrem Text zeichnet sie Bilder, die fern und nah zugleich scheinen, die bewegen und Perspektiven eröffnen. Schwerkraft der Tränen lässt uns eine neue Seite an uns selbst entdecken (Haymon Verlag).

Moderation: Michael Kegler

Halle 4, Stand C300

Yara Nakahanda Monteiro
Schwerkraft der Tränen, Haymon Verlag 2022
Übersetzung: Michael Kegler

Donnerstag, 21.03.2024

16:00 – 17:00 Uhr

AMADU DAFÉ & YARA NAKAHANDA MONTEIRO – EIN GESPRÄCH

„Die Poesie in unruhigen Zeiten“

Die hier vorgeschlagene Debatte ruft zum Nachdenken über die Rolle der Poesie in den heutigen unruhigen Zeiten auf.

Es ist wohl richtig, dass Kunst nicht funktional ist, aber interessant ist, ein direktes Zeugnis darüber zu erhalten, was das Werk eines Dichters in Zeiten von Zerrissenheit, Spaltung und Intoleranz darstellen kann. Erwartet er, dass seine Inspiration eine befriedende Wirkung hat, oder drückt er seinen Gemütszustand aus, ohne sich um Aussöhnung zu bemühen – dies ist eines der Themen, die diskutiert werden.

Moderation: Timo Berger

Halle 4, Stand C300

Amadu Dafé
Jasmim, Sisifo 2024
Übersetzung: Rosa Rodrigues

Yara Nakahanda Monteiro
Schwerkraft der Tränen, Haymon Verlag 2022
Übersetzung: Michael Kegler

Freitag, 22.03.2024

10:30 – 11:15 Uhr

VORSTELLUNG VON GONÇALO M. TAVARES

Der mit zahlreichen Preisen ausgezeichnete, 1970 in Angola geborene Autor und Wissenschaftler der Universität Lissabon Gonçalo M. Tavares gilt seit seinem Debüt 2001 als eine der großen Überraschungen der jüngeren portugiesischen Literatur. Seine Bücher wurden in 55 Ländern veröffentlicht und in über 30 Sprachen übersetzt.

Gonçalo M. Tavares stellt in Leipzig seine in deutscher Übersetzung erschienen Bücher vor. Neben dem Werk „In Amerika“, sagte Jonathan, einer Entdeckungsreise in die Vereinigten Staaten, in dem der Autor von einem Porträt Kafkas begleitet wird, sind auf Deutsch bisher acht Bände aus seinem zehnteiligen Zyklus »Das Viertel« erschienen, ein umfangreiches literarisches Projekt, bei dem jeder Band einem »Herrn«  gewidmet ist, der jeweils den Namen eines großen Schriftstellers trägt. Im Frühjahr 2024 erscheint Herr Breton und das Interview.

Moderation: Michael Kegler

Halle 4, Stand C300

Gonçalo M. Tavares
„In Amerika“, sagte Jonathan, Kupido Verlag, 2021. Übersetzung von Christiane Quandt, Frank Henseleit. Herr Valéry und die Logik, Herr Henri und die Enzyklopädie, Herr Brecht und der Erfolg, Herr Juarroz und das Denken, Herr Kraus und die Politik, Herr Calvino und der Spaziergang, Herr Walser und der Wald, Herr Breton und das Interview, Edition Korrespondenzen, 2020 bis 2024.
Übersetzung: Michael Kegler

Freitag, 22.03.2024

11:30 – 12:15 Uhr

VORSTELLUNG VON FREDERICO PEDREIRA

Frederico Pedreira wurde 1983 in Lissabon geboren, hat ein Studium der Kommunikationswissenschaften absolviert und in Literaturtheorie promoviert. Er veröffentlichte  verschiedene Lyrikbände und für seinen ersten Roman A Lição do Sonâmbulo, erhielt er 2021 den bedeutenden Literaturpreis der Europäischen Union. Es handelt sich um eine Autobiografie in Romanform, in welcher der Autor seine Erinnerungen und Imagination an die eigene Kindheit schildert.

Auszug aus A Lição do Sonâmbulo:

„Ich erinnere mich nicht daran, je unglücklich gewesen zu sein im Haus meiner Großeltern. Ich glaube, in dieser Kinder- und Jugendzeit ist man einfach nicht empfänglich für das Unglücklichsein, zumal es auch fast immer Sommer war und ich noch sehr jung. Die Familie meines Vaters ist zahlreich, und deshalb kam es in diesen gesegneten drei Ferienmonaten selten, um nicht zu sagen nie vor, dass das Haus nicht voll war mit vertrauten Gesichtern oder kurzzeitigen Gästen, die kamen, um meinen Großvater zu besuchen, der im Wohnzimmer neben einem der zahlreichen Bücherregale in dem Sessel saß, den er von jeher als den seinen bezeichnete….“

Moderation: Timo Berger

Halle 4, Stand C300

Frederico Pedreira
Auszüge aus dem Roman A Lição do Sonâmbulo, in der Übersetzung von Marianne Gareis
Auszüge aus dem Lyrikband Coração Lento, in der Übersetzung von Odile Kennel

Freitag, 22.03.2024

14:30 – 15: 15 Uhr

YARA NAKAHANDA MONTEIRO & GONÇALO M. TAVARES – EIN GESPRÄCH

„Wie stellst Du Dir das Schreiben vor der Revolution im April 1974 vor?“

Während ihrer gesamten literarischen Laufbahn haben die Teilnehmer*innen dieses Gesprächs eine große kreative Freiheit genossen. Diese Autonomie des Ausdrucks wurde jedoch erst vor fünf Jahrzehnten erlangt. Die lange Zensur vor der Revolution von 1974 unterwarf jede Veröffentlichung der vorherigen Kontrolle durch die Organe des Regimes. Ihre rücksichtslose Kontrolle verhinderte die Verbreitung von Ideen, die nicht dem herrschenden ästhetischen oder politischen Ideal entsprachen. Wie würden sich Yara und Gonçalo als Schriftsteller in einer Zeit sehen, in der das Denken von den Machthabern analysiert wurde, ist die Frage, die wir ihnen stellen.

Moderation: Benjamin Meisnitzer

Halle 4, Stand C300

Freitag, 22.03.2024

18:00 – 18:50 Uhr

YARA NAKAHANDA MONTEIRO, ROSÁRIO ALÇADA ARAÚJO & AMADU DAFÉ – EIN GESPRÄCH

„Neue Zwänge für das literarische Schaffen”

Die drei Schriftsteller*innen mit sehr unterschiedlichem Hintergrund sprechen über neue Zwänge für das literarische Schaffen. Ausgehend von den – zumindest in der westlichen Welt – selbstverständlichen Rechten, Freiheiten und Garantien, von denen wir glauben, dass sie dem Menschen innewohnen, tauchen nun Beschränkungen auf, die die Autoren daran hindern, sich so auszudrücken, wie sie es wünschen, oder sich mit Themen auseinanderzusetzen, die nicht immer konsensfähig sind. Muss die künstlerische Freiheit angesichts des polemischen Charakters eines Werks weichen oder wie lassen sich Werte, die womöglich das gleiche Gewicht haben, miteinander in Einklang bringen? Das sind die Fragen, die in diesem Gespräch behandelt werden sollen.

Moderation: Benjamin Meisnitzer

NaTo
Karl-Liebknecht-Str. 46
04275 Leipzig

Amadu Dafé
Jasmim, Sisifo 2024
Übersetzung: Rosa Rodrigues

Yara Nakahanda Monteiro
Schwerkraft der Tränen, Haymon Verlag 2022
Übersetzung: Michael Kegler

Rosário Alçada Araújo
Auszüge aus dem Jugendroman O País das Laranjas, in der Übersetzung von Markus Sahr

Alle Bücher gibt es natürlich auch bei uns in Frankfurt in der Buchhandlung oder in unserem Webshop.

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Lesung mit Alexandre Vidal Porto

© Alexia Fidalgo

Wir freuen uns auf die erste Lesung des Jahres. Am Freitag, dem 16. Februar, 19.30 Uhr stellt der brasilianische Autor Alexandre Vidal Porto seinen neuesten Roman Sodomita vor.

Michael Kegler moderiert und übersetzt. Der Eintritt ist frei, wir bitten um Reservierung.

Alexandre Vidal Porto ist Schriftsteller und Diplomat. Er verbrachte seine Kindheit und Jugend in São Paulo und in Fortaleza. Nach Stationen in Brasilia, New York, Santiago de Chile, Cambridge, Washington, Mexiko-Stadt, Tokio und Frankfurt lebt er aktuell mit seinem Mann in Amsterdam.

Er ist Autor von vier Romanen: Matias na cidade (Record, 2005, Companhia das Letras, 2023 – überarbeitete Ausgabe), Sergio Y. vai à América (Companhia das Letras, 2014), Gewinner des Paraná-Literaturpreises, und Cloro (Companhia das Letras, 2018), Finalist für den Jabuti-Preis 2019. Sein neuester Roman Sodomita, aus dem er bei uns lesen wird, führt in das 17. Jahrhundert, als Homosexualität ein Verbrechen war, dessen Strafe manchmal die Verbannung nach Brasilien zur Folge hatte, Der Autor mischt hier historische Fakten mit aktuellen Themen, ohne dabei jemals die Ironie zu verlieren.

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Lesung mit Yara Monteiro (online)

Am 10. Januar 2024, 18h, findet an der Goethe-Universität Frankfurt eine zweisprachige virtuelle Lesung (Portugiesisch/Deutsch) mit der Autorin Yara Nakahanda Monteiro und dem Übersetzer Michael Kegler aus dem Roman Essa dama baté bue! (2018), und der Übersetzung davon, Schwerkraft der Tränen (2022), statt.
Die Professur für Romanische Literaturwissenschaft lädt Interessierte herzlich ein, sich dazuzuschalten, hier der Link für die Zoom-Konferenz.

Yara Nakahanda Monteiro (1979) ist eine portugiesisch-angolanische Schriftstellerin, die sich in ihren Werken mit afro-diasporischen und weiblichen Erfahrungen auseinandersetzt. Ihr Debütroman Essa dama bate bué! (2018, Guerra e Paz Editores) wurde für den Dublin Literary Award 2023 nominiert, wurde in mehrere Sprachen übersetzt und wird an Universitäten auf der ganzen Welt studiert. Memórias Aparições Arritmias (2021, Companhia das Letras) gewann den Glória de Sant’Anna Literaturpreis für den besten Gedichtband 2022. Ihre Kurzgeschichten, Essays und Gedichte sind in verschiedenen Publikationen erschienen. Sie ist Mitautorin des Drehbuchs für die Filme Path to the Stars (2022) und The Island (2022). Sie hat einen Abschluss in Human Resources Management und war 15 Jahre lang in diesem Bereich tätig. Sie studierte Drehbuchschreiben und zeitgenössische Kunst.

Michael Kegler ist Übersetzer portugiesischsprachiger Literatur ins Deutsche, Herausgeber und Literaturkritiker. Er wuchs in Brasilien, Liberien und Deutschland auf. 2014 erhielt er den Straelener Übersetzerpreis der Kunststiftung NRW und 2016 den Internationalen Hermann-Hesse-Preis, außerdem mehrere Stipendien des Deutschen Übersetzerfonds. 2021 war er World Literature Fellow for Translation am Institut für die Wissenschaften vom Menschen in Wien.
2022 erschien seine Übersetzung von Yara Nakahanda Monteiros Essa dama baté bue! unter dem Titel Schwerkraft der Tränen beim Haymon Verlag.

(Veranstaltungsankündigung der Goethe-Universität, Prof. Romana Radlwimmer)

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Weihnachtspause

In den nächsten Tagen wird es hier wieder etwas ruhiger. Wie jedes Jahr machen wir eine Weihnachtspause, unsere Buchhandlung bleibt vom 24.Dezember bis einschließlich 2. Januar geschlossen.

Ab 3. Januar sind wir zu unseren normalen Öffnungszeiten wieder für Sie. Sollte Ihnen über die Feiertage die Lektüre ausgehen oder Sie nun endlich Zeit zum Stöbern haben, schauen Sie gern in unserem Onlineshop vorbei, Bestellungen liefern wir dann auch erst wieder im Januar aus. Für Ihre Unterstützung möchten wir uns recht herzlich bedanken. Bleiben Sie uns gewogen.

Feliz Natal e um Próspero Ano Novo!

Wir wünschen Ihnen für die kommenden Tage viel Zeit für ein gutes Buch, wir sehen, lesen und hören uns 2024

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Portugiesische Weihnachtsgeschichten

Wie jedes Jahr kommt Weihnachten schneller als gedacht. Eben erschienen ist eine zweisprachige Ausgabe mit portugiesischen Weihnachtsgeschichten, unter anderem von Eça de Queiroz, Fialho de Almeida und Raul Brandão in der Übersetzung von Michael Kegler.
Das Buch ist im Dortmunder Verlag Oxalá erschienen, der auch schon eine ganze Menge anderer zweisprachiger Bücher veröffentlicht hat.

In vielen der Geschichten dieses Buches ist die Vision des traditionellen Weihnachtsfestes der Dörfer im Landesinneren Portugals präsent, die mit ihren Bräuchen und Traditionen das portugiesische Weihnachtsfest prägen.

Besonders geeignet natürlich als Geschenk für alle, die Portugiesisch lernen.

Contos Portugueses de Natal – Portugiesische Weihnachtsmärchen, deutsch von Michael Kegler, Oxalá Editora, 18 EUR

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Luiz Ruffato – Lesung am 4. Dezember

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Luiz Ruffato mit Michael Kegler bei TFM (copyright TFM)

Die Lesung ist ausgebucht – Warteliste noch möglich (Stand 29.11.23)

Wir freuen uns auf einem Abend mit dem brasilianischen Autor Luiz Ruffato. Er liest bei uns in der Buchhandlung am 4. Dezember, 19.30 Uhr. Michael Kegler moderiert und übersetzt. Der Eintritt ist frei, wir bitten um Reservierung.

Nach seinem fünfbändigen, vielstimmigen alltagshistorischen Zyklus „Inferno Provisório“ (Vorläufige Hölle) über das Leben einfacher Leute in Brasilien, Migrationen und (gescheiterten) Aufstiegsversprechen, veröffentlichte Luiz Ruffato 2019 mit O Verão Tardio einen Roman über die Rückkehr nach Hause, wo nichts mehr so ist, wie es in der verklärten Erinnerung war. Gelesen wird aus einer bislang unveröffentlichten Übersetzung von „Verão Tardio“. Das Gespräch ist wie immer auf Deutsch und Portugiesisch.

Ruffato ist ein präziser, schonungsloser Beobachter des Alltags, ein Seismograf von Stimmungen und gesellschaftlichen Situationen, nicht nur in Brasilien.

Sieben seiner Bücher sind in deutscher Übersetzung von Michael Kegler bei Assoziation A erschienen.

Zu Luiz Ruffato muss man vermutlich nicht mehr viel sagen. Seit seiner beeindruckenden Rede zur Eröffnung der Frankfurter Buchmesse 2013 ist er auch hierzulande einem größeren Publikum bekannt und hat schon mehrfach in Frankfurt gelesen. Er wurde 1961 in Cataguases im brasilianischen Bundesstaat Minais Gerais geboren und wuchs  in einer armen Migrantenfamilie auf. Im Jahr 1998 veröffentlichte er einen ersten Band mit Kurzgeschichten. Drei Jahre später folgte der Roman Eles eram muitos cavalos (Es waren viele Pferde), zwischen 2005 und 2011 schrieb er den fünfbändigen Zyklus Inferno Provisório. In Brasilien erschien zuletzt 2022 der Roman O Antigo Futuro.

Die Bücher im Original und in der deutschen Übersetzung können Sie natürlich auch schon vorab bei uns erwerben.

Bereits am Nachmittag des 4. Dezember ist Luiz Ruffato zu Gast an der Frankfurter Goethe Universität. Das Gespräch (öffentliche Veranstaltung) findet statt um 14.00 Uhr im Casino Raum Cas. 1812 am Campus Westend der Universität.

Wir bedanken herzlich uns bei der Professur für Romanische Literaturwissenschaft (Hispanistik/Lusitanistik) der Goethe Universität Frankfurt für die Unterstützung bei der Realisierung dieser Veranstaltung.

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Frankfurter Buchmesse 2023

Morgen startet der Oktober und damit steht traditionell die Frankfurter Buchmesse quasi vor der Tür. Sie findet in diesem Jahr vom 18.-22. Oktober statt und meldet im Vorfeld deutlich mehr Aussteller als im Vorjahr und ein spannendes Rahmenprogramm.

Als Gastland präsentiert sich in diesem Jahr Slowenien mit vielen Neuerscheinungen und Lesungen auf dem Messegelände und in der Stadt.

Wie immer werden wir auch mit einem kleinen Stand vor Ort sein, Sie finden uns mit einer Präsentation unseres Verlagsprogramms und Neuheiten aus der portugiesischsprachigen Verlagswelt in diesem Jahr in der neuen Halle 5.0 Stand B154, wie immer ganz in der Nähe der portugiesischen und brasilianischen Verlage.

Während der Buchmesse bleibt die Buchhandlung von Dienstag Nachmittag bis einschließlich Samstag geschlossen. Bitte nutzen Sie in dieser Zeit unser Onlineangebot.

Am 20. Oktober öffnen wir abends zu der schon hier angekündigten Lesung mit dem portugiesischen Autor Jacinto Lucas Pires.

Darüberhinaus möchten wir Ihnen gern folgende Veranstaltungen empfehlen:

19.10. 15:00 – 16:00 Uhr, Frankfurt International Stage – Fachprogramm (Foyer Halle 5.1 / 6.1 )

Verleger von unabhängigen Imprints in Kolumbien, Chile und Brasilien berichten von ihren Überlebensstrategien durch erfolgreiche Kooperationen sowie Vermarktungs- und Vertriebswegen, die in ihren Märkten und Regionen funktionieren. Mit Marifé Boix García (Frankfurter Buchmesse GmbH, VP Southern Europe, Latinamerica), Gustavo Faraon (Dublinense, Mitbegründer und Verleger), Felipe González Espinosa (Laguna Libros, Gründer und Verleger), Francisca Muñoz Méndez (Sa Cabana, Direktorin

21.10. 15.00-16.00 Uhr Frankfurt International Stage Publikumsprogramm (Foyer Halle 5.1 / 6.1)

Brasilien 2013-2023: Trends, literarische Diskussionen, politische und wirtschaftliche Herausforderungen

Vor genau 10 Jahren – 2013 – war Brasilien Gastland der Frankfurter Buchmesse. Mehrere junge Generationen einer weltgewandten, urbanen, jungen Literatur stellten sich vor; das Land war auf einem Höhepunkt seiner geopolitischen Bedeutung. Welche Kontinuitäten, welche neuen Tendenzen, welche literarischen Diskussionen gibt es in der Literatur Brasiliens, das unmittelbar nach 2013 in mehrere schwere politische und wirtschaftliche Krisen stürzte? Darüber unterhalten sich: Carla Bessa, Schriftstellerin, Übersetzerin deutschsprachiger Literatur, Alexandre Vidal Porto, Schriftsteller, Michael Kegler, Literaturübersetzer portugiesischsprachiger Literatur.

Den kompletten Veranstaltungskalender der Buchmesse finden Sie hier.

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Lesung mit Leonardo Tonus am 7. Juni

Wir laden ein zu einer Lesung bei uns in der Buchhandlung mit dem brasilianischen Autor Leonardo Tonus am Mittwoch, dem 7. Juni um 19.30 Uhr.

Er stellt seinen eben in deutscher Übersetzung von Lilli-Hannah Hoepner erschienenen Lyrikband Aufzeichnungen auf hoher See vor. Die Lesung wird von Michael Kegler moderiert und übersetzt, der Eintritt ist frei.

Leonardo Tonus, geboren in São Paulo, ist Professor für brasilianische Literatur an der Pariser Sorbonne. Er lebt seit 30 Jahren in Frankreich und arbeitet in den Bereichen zeitgenössische brasilianische Literatur, Literaturtheorie und vergleichende Literaturwissenschaft. Er war literarischer Berater der Pariser Buchmesse 2015 und ist Initiator und Organisator des Pariser und internationalen Festivals Printemps Littéraire Brésilien und des Projeto MIGRA.

Copyright: Leonardo Tonus

Als Autor verfasste er die Gedichtbände Agora Vai Ser Assim (2018) und ­Inquietações em tempos de insônia (2019), beide beim Verlag Nós. Sein Gedichtband Diários em mar aberto erschien 2021 beim Verlag Folhas de Relva in Brasilien und jetzt auf Deutsch im Hagebutte Verlag.

Leonardo Tonus ergründet in seiner Lyrik die ­Fluchtbewegungen unserer Zeit und die Migrationsgeschichte der eigenen Familie. Er navigiert durch Erinnerungen, Eindrücke und Emotionen, verflechtet Vertrautes und Verborgenes, eröffnet Frei- und Zwischenräume, sammelt Stimmen und Dokumente. Ein poetisches Kaleidoskop.

Die vielschichtige Sprache der Gedichte wurde von Lilli-Hannah Hoepner nuanciert ins Deutsche übertragen. Im engen Austausch mit dem Autor entstand eine poetisch genaue und zugleich lebendige Übersetzung. Ergänzt wird diese durch die assoziationsreichen Illustrationen von Vítor Rocha, die im Zusammenspiel mit den Fotografien und Dokumenten sowie Typografie und Satz in Dialog mit den Texten treten.

Mit freundlicher Unterstützung des Brasilianischen Generalkonsulats in Frankfurt

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