Monatsarchiv: Juli 2026

Stipendium in Berlin für Otildo Justino Guido

Der mosambikanische Schriftsteller Otildo Justino Guido erhält das von der Portugiesischen Botschaft/Instituto Camões in Berlin und dem Instituto Camões initiierte, einmonatige Literaturstipendium in Berlin.

Bisherige Stipendiat*innen waren Patrícia Portela, Rui Cardoso Martins, Isabela Figueiredo, Miguel Cardoso , Afonso Cruz, Judite Canha Fernandes, Cláudia Galhós, Jacinto Lucas Pires, Francisco Sousa Lobo und zuletzt Margarida Vale do Gato.

Während seiner Residenz will Otildo Justino Guido den Roman „Madgermanes“ weiterentwickeln, ein Werk, das von den historischen Erfahrungen der mosambikanischen Arbeiter inspiriert ist, die in die ehemalige Deutsche Demokratische Republik entsandt wurden, sowie von den menschlichen, emotionalen und identitätsstiftenden Spuren, die dieser Prozess hinterlassen hat.

Otildo Guido hat drei Bücher veröffentlicht – „O Silêncio da Pele“, „O Osso de Água“ und „Barca Oblonga“ – außerdem einige Gedichte, die in Anthologien afrikanischer Lyrik erschienen sind.

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Mia Couto: Der blinde Fluss – neu auf Deutsch

Der blinde Fluss (Originaltitel: A Cegueira do Rio) ist der neueste Roman des mosambikanischen Schriftstellers Mia Couto, der jetzt in deutscher Übersetzung von Barbara Mesquita im Unionsverlag erschienen ist.

Im Mittelpunkt stehen zwei Brüder in den Wirren der Weltgeschichte am Beginn des Ersten Weltkriegs. Mia Coutos Roman geht von zwei historischen Ereignissen aus, zum einen dem Maji-Maji-Aufstand 1905-1907, der von deutschen Kolonialtruppen niedergeschlagen wurde. Das andere Ereignis ist der deutsche Überfall auf den portugiesischen Militärposten Madziwa im August 1914, der den Beginn des Ersten Weltkriegs in Afrika markiert.Durch den Krieg und die darauffolgende Hungerkatastrophe starben zwischen zwei- und dreihunderttausend Menschen.

Doch natürlich ist bei Mia Couto die historische Ebene nur der Ausgangspunkt. Der afrikanische Hilfssoldat Nataniel versucht gemeinsam mit seinem Bruder, in den Untiefen zwischen den Kolonialmächten zu navigieren, wo Ungeheuer aller Art lauern. Beinahe unbemerkt geht etwas Seltsames in den Dörfern und Garnisonen vor sich: Aus Berichten, Karten und Büchern verschwinden die Buchstaben, und Stück für Stück scheint sich die Macht der Europäer zu verflüchtigen.

Mia Couto: Der blinde Fluss,Unionsverlag, 24 EUR

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Prémio Camões 2026 geht an Lídia Jorge

Lídia Jorge zu Gast bei TFM - Centro do Livro, Buchhandlung Frankfurt
Lídia Jorge zu Gast bei TFM, copyright: Petra Noack/TFM

Großartige Neuigkeiten! Der Prémio Camões, der bekannteste Literaturpreis der portugiesischsprachigen Welt, geht in diesem Jahr an die portugiesische Autorin Lídia Jorge. Der Preis wurde 1988 von den Regierungen Brasiliens und Portugals ins Leben gerufen und ist der höchstdotierte Literaturpreis der portugiesischsprachigen Welt. Alljährlich wird mit ihm ein portugiesischsprachiger Schriftsteller ausgezeichnet. Zuletzt erhielt 2025 die angolanische Autorin Ana Paula Tavares die Auszeichnung.

Die Stunde der Nelken

LÍDIA JORGE, geboren 1946 in Boliqueime im Süden Portugals studierte französische Literatur in Lissabon und ver- brachte einige Jahre damit, während des Unabhängigkeitskampfes in Angola und Mosambik zu unterrichten. Sie lebt heute in Lissabon. Mit ihren ersten beiden Romanen gehörte sie zur Avantgarde der zeitgenössischen portugiesischen Literatur und hat seitdem zahlreiche renommierte Auszeichnungen für ihre Arbeit erhalten.

In deutscher Übersetzung sind in den letzten beiden Jahren zwei Romane im Secession-Verlag für Literatur erschienen, übersetzt von Steven Uhly und Marianne Gareis Erbarmen und in diesem Jahr Die Stunde der Nelken.

Lídia Jorge war zweimal bei uns in der Buchhandlung zu Gast.

Alle lieferbaren Titel von Lídia Jorge finden Sie bei uns in der Buchhandlung.

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