Archiv der Kategorie: portugiesische Literatur

Prémio Correntes d’Escritas 2024 – Die Finalisten

Bald ist schon wieder Februar und wie in jedem Jahr findet dann das größte portugiesische Literaturfestival Correntes d’Escritas in der nordportugiesischen Stadt Póvoa de Varzim statt, in diesem Jahr bereits zum 25. Mal und daher extra lang vom 17. bis 26 Februar.

Dort wird auch wieder der Literaturpreis Prémio Literário Casino da Póvoa  vergeben. Ausgezeichnet wird in diesem Jahr ein Werk in der Kategorie „Prosa“, das in den letzten beiden Jahren erschienen ist. Die dreizehn Titel umfassende Shortlist wurde eben bekannt gegeben und enthält folgende Titel:

Joana Bértholo: A História de Roma

A História de Roma, Joana Bértholo

A vida airada de Dom Perdigote, Paulo Moreiras

Apoteose dos mártires, Mário Cláudio

As doenças do Brasil, Valter Hugo Mãe

Ferry, Djaimilia Pereira de Almeida

Limpa, Alia Trabucco Zerán

Montevideu, Enrique Vila-Matas

Caçador de elefantes Invisíveis, Mia Couto

Poeta chileno, Alejandro Zambra

Quando éramos peixes, José Gardeazabal

Suíte Tóquio, Giovana Madalosso

Temporada de furacões, Fernanda Melchor

Um cão no meio do caminho, Isabela Figueiredo

Die Jury besteht in diesem Jahr aus Ana Gabriela Macedo, Isabel Lucas, Isabel Pires de Lima, Carlos Vaz Marques und José Mário Silva.

Der Siegertitel des 2024 erstmals mit 25.000 Euro dotierten Preises wird zur Eröffnungsveranstaltung der Correntes nach einer abschließende Jurysitzung bekanntgegeben. Die Übergabe des Preises erfolgt zum Abschluss des Festivals. Im letzten Jahr wurde Maria do Rosário Pedreira für Ihren Lyrikband O Meu Corpo Humano ausgezeichnet.

Alle Titel können selbstverständlich bei uns bestellt werden.

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Prémio Pessoa geht an José Tolentino Mendonça

Der Prémio Pessoa, mit dem alljährlich Persönlichkeiten aus Kultur oder Wissenschaft ausgezeichnet werden, geht in diesem Jahr an den portugiesischen Dichter und Theologen, Kardinal José Tolentino Mendonça . Der Preis ist mit 60.000 Euro dotiert und wird von der Wochenzeitschrift Expresso verliehen.

„José Tolentino Mendonça entwirft in allen Bereichen seiner bemerkenswerten und vielseitigen intellektuellen Tätigkeit eine Vision der Welt, die von einer Spiritualität geleitet wird, die darauf abzielt, die Konflikte und Leiden der Menschheit aufzunehmen, zu verstehen und zu überwinden“, so die Jury. „Er ist der Protagonist einer integrierenden, verbindenden und universellen Auffassung von der spirituellen Kraft der Literatur, die ihn immer geleitet hat.

Einzelne Titel aus dem Werk von José Tolentino Mendonça sind in unserer Buchhandlung bestellbar.

Der Prémio Pessoa wird bereits seit 1987 vergeben. In den letzten Jahren wurden unter anderem João Luís Barreto Guimarães (2022), Frederico Lourenço (2016), der Schriftsteller und Übersetzer Richard Zenith (2012) und Eduardo Lourenço (2011) ausgezeichnet.

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Prémio Oceanos 2023

Und weiter geht es mit Literaturpreisen. Gestern Abend wurde der Prémio Oceanos in den Kategorien Lyrik und Prosa verliehen. Ausgezeichnet wurden in der Lyrik-Kategorie:

O gosto amargo dos metais von Prisca Agustoni (erschienen bei 7Letras) aus Brasilien. Das Buch entstand unter dem Eindruck der Umwelttragödien in Minas Gerais, zunächst in Mariana und dann in Brumadinho, wo eine Schlammlawine aus Bergbauabfällen ganze Stadtviertel zerstörte, Hunderte von Menschenleben forderte und den Rio Doce braun färbte.

Als bester Roman ausgezeichnet wurde

Siríaco e Mister Charles, des kapverdischen Autors Joaquim Arena (erschienen bei Quetzal). Der Roman erzählt die Geschichte einer fiktiven Freundschaft zwischen zwei realen Personen. Auf der einen Seite steht der junge Wissenschaftler Charles Darwin, auf der anderen Seite Siríaco, ein schwarzer, ehemals versklavter Mann, der in Brasilien geboren und in Portugal ausgebildet wurde und aufgrund seiner vom Vitilígo gezeichneten Haut zum sogenannten „exotischen Hof“ der Königin Maria I. gehörte. Im Roman treffen die beiden auf den Kapverden, dem Ort, an dem Siríaco zu beschließt zu leben, nachdem er während der Flucht 1807 mit der königlichen Familie auf der Insel Santiago vor Anker gegangen ist, und an dem Darwin zu Beginn seiner naturwissenschaftlichen Untersuchungen 16 Tage verbrachte.

Der Preis ist je Kategorie mit 150.000 Reais dotiert. Die nominierten Titel finden Sie hier.

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Portugiesische Weihnachtsgeschichten

Wie jedes Jahr kommt Weihnachten schneller als gedacht. Eben erschienen ist eine zweisprachige Ausgabe mit portugiesischen Weihnachtsgeschichten, unter anderem von Eça de Queiroz, Fialho de Almeida und Raul Brandão in der Übersetzung von Michael Kegler.
Das Buch ist im Dortmunder Verlag Oxalá erschienen, der auch schon eine ganze Menge anderer zweisprachiger Bücher veröffentlicht hat.

In vielen der Geschichten dieses Buches ist die Vision des traditionellen Weihnachtsfestes der Dörfer im Landesinneren Portugals präsent, die mit ihren Bräuchen und Traditionen das portugiesische Weihnachtsfest prägen.

Besonders geeignet natürlich als Geschenk für alle, die Portugiesisch lernen.

Contos Portugueses de Natal – Portugiesische Weihnachtsmärchen, deutsch von Michael Kegler, Oxalá Editora, 18 EUR

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Lesetreff – Tertúlia wieder am 9. Januar

Seit 2014 findet bei uns in der Buchhandlung in regelmäßigen Abständen von 4-6 Wochen ein portugiesischsprachiger Lesekreis statt.

Weiter geht es im neuen Jahr am Dienstag, 9. Januar um 19.00 Uhr hier in der Buchhandlung. Wir versprechen dann über den Roman Um Cão no Meio do Caminho der portugiesischen Autorin Isabela Figueiredo, von wir zuvor auch schon Caderno de Memórias Coloniais und A Gorda gelesen haben, die beide auch schon in deutscher Übersetzung vorliegen.

Im neuen Roman von Isabela Figueiredo, der diesmal nicht so stark von der Biographie der Autorin beeinflusst ist wie die beiden anderen Bücher, ist die Einsamkeit in der modernen Gesellschaft das zentrale Thema. José Viriato, die männliche Hauptfigur, lebt ein Leben abseits gesellschaftlicher Normen, schlägt sich ohne Erwerbsarbeit durch und lebt von den „Resten der Konsumgesellschaft“. Seine Nachbarin Beatriz, als eine Art Gegenpol konzipiert, kann sich von nichts trennen und häuft immer mehr Gegenstände an. Was es mit dem titelgebenden Hund auf sich hat, wird sich ganz bestimmt aus der Lektüre ergeben.

Anmeldungen für den Lesekreis (falls Sie nicht ohnehin schon regelmäßig teilnehmen) gerne per Mail an info@tfmonline.de

Das Buch ist schon bei uns eingetroffen und kann abgeholt werden oder wir verschicken es natürlich auch gern.

Buchhandlung TFM, Frankfurt

Desde 2014 encontrámo-nos regularmente na TFM para falar sobre livros de autores de língua portuguesa. A próxima tertúlia encontra-se no dia 9 de janeiro às 19h00. Vamos falar sobre o livro Um Cão no Meio do Caminho da autora portuguesa Isabela Figueiredo.

O livro já chegou aqui e pode ser levantado.

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Prix Médicis geht auch an Lídia Jorge

Lídia Jorges Roman Miséricordia wird zu einer immer größeren Erfolgsgeschichte und wird nun auch im Ausland gewürdigt. Die französische Übersetzung von Elisabeth Monteiro Rodrigues, erschienen bei Éditions Métailié, erhielt heute den Príx Médicis für den besten ausländischen Roman, ebenfalls ausgezeichnet wurde die südkoreanische Autorin Han Kang.

Um so gespannter sind wir natürlich auf die deutsche Übersetzung. Hier ist allerdings noch etwas Geduld gefragt, der Titel wird wohl erst 2025 erscheinen.

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Prémio Oceanos – Die Finalisten

Und weiter geht es mit Literaturpreisen. Heute wurden die 10 Finalisten für den Literaturpreis Prêmio Oceanos (je 5 Titel aus Lyrik und Prosa) bekanntgeben. Nominiert sind:

Lyrik

Alma Corsária, Cláudia Roquette-Pinto (Editora 34)
Diário da encruza, Ricardo Aleixo (Segundo Selo)
Entre costas duplicadas desce um rio, Guilherme Gontijo Flores (Ars et Vita)
O gosto amargo dos metais, Prisca Agustoni (7Letras)
Paraíso, Pedro Eiras (Assírio & Alvim)

Prosa

A história de Roma, de Joana Bértholo (Caminho)
A última lua de homem grande, de Mário Lúcio Sousa (Dom Quixote)
Misericórdia, de Lídia Jorge (Dom Quixote)
Naufrágio, de João Tordo (Companhia das Letras Portugal)
Siríaco e Mister Charles, de Joaquim Arena (Quetzal)

Die beiden Gewinner des mit je 150.000 Reais dotierten Preises werden im Dezember ausgezeichnet. Die Unterteilung in eine Lyrik- und eine Prosakategorie ist in diesem Jahr neu. Im vergangenen Jahr wurden drei Prosawerke von Alexandra Lucas Coelho, Micheliny Verunschk und João Paulo Borges Coelho ausgezeichnet.

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Prémio Fernando Namora für Lídia Jorge

Im Herbst werden traditionell viele Literaturpreise verliehen, das ist auch in diesem Jahr nicht anders.

Die portugiesische Autorin Lídia Jorge wird mit dem Prémio Fernando Namora ausgezeichnet. Sie erhält den mit 15.000 Euro dotierten Preis für ihren viel gelobten Roman Miséricordia, der im letzten Jahr bei Publicações Dom Quixote erschienen ist.

Die Jury unter Vorsitz von Guilherme d’Oliveira Martins hob den Humanismus und die Großzügigkeit in der Beschreibung einer Verlusterfahrung hervor und bezeichnete Miséricordia als ein herausragendes Werk im umfangreichen Schaffen von Lídia Jorge.

Der Roman geht auf eine Bitte der Mutter der Autorin zurück, die während der Corona-Pandemie verstorben ist. Lídia Jorge zufolge handelt es sich jedoch nicht um ein „morbides“ Buch. Vielmehr sei es ein „Buch über die Schönheit des Lebens, die sich einstellt, wenn man im Begriff ist zu gehen“, über die „wunderbaren Formen des Widerstands, zu denen Menschen am Ende ihres Lebens fähig sind.“
Miséricordia hat zuvor unter anderem schon den großen Preis des portugiesischen Schriftstellerverbands erhalten und war auch auf der Shortlist für den Prix Fémina in Frankreich in der Kategorie bester internationaler Roman. Eine deutsche Übersetzung gibt es bisher noch nicht, aber sie ist nach unserer Information bereits in Planung.

Alle Romane von Lídia Jorge erhalten Sie bei uns in der Buchhandlung.

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Lektüretipps für die Herbsttage

Heute ist schon der 1. November, so richtig kühl ist es zwar noch nicht, aber die Tage sind merklich kürzer, Zeit also, um es sich auf dem Sofa, im Bett oder wo auch immer mit einem Buch gemütlich zu machen.

Daher hier ein erste Tipps zu Neuerscheinungen des Herbstes:

Der literarische Herbst bietet unter anderem neue Kurzprosa von Mia Couto, Dulce Maria Cardoso und bisher unveröffentlichte Texte von António Lobo Antunes. Mia Coutos Buch trägt den gleichsam schönen wie schwer übersetzbaren Titel Compêndio para Desenterrar Nuvens und versammelt Erzählungen und crônicas, die zuvor in der portugiesischen Wochenzeitung Visão erschienen sind, auch die Texte aus dem Band Autobiografia Não Autorizada 2 von Dulce Maria Cardoso wurden zuvor in Visão veröffentlicht genauso wie As Outras Crónicas von António Lobo Antunes. Alle drei sind zum einen gut für Lernende der portugiesischen Sprache geeignet, können aber vielleicht auch Anregung sein, auch einen guten Zugang zu den Romanen der jeweiligen Autorinnen und Autoren zu finden.

Eben erschienen ist die Übersetzung (Deutsch von Nicolai von Schweder-Schreiner) von Via Ápia, des fantastischen Romans von Geovani Martins aus Brasilien. Der Roman, der kurz vor Beginn der Olympischen Spiele in der Favela Rocinha in Rio de Janeiro spielt, erzählt die Geschichte von 5 jungen Männern Zwischen Arbeitslosigkeit, stupiden Jobs, der strapaziösen Suche nach dem nächsten Joint und tosenden Funkpartys, versuchen die Anfang Zwanzigjährigen gerade, sich irgendwie ins Erwachsenenleben zu kämpfen – als eine Militärpolizeieinheit die Favela besetzt.

Im nächsten Jahr feiert Portugal den 50. Jahrestag der Nelkenrevolution. Dazu passt der neue Roman Revolução von Hugo Gonçalves. Die Handlung des Familiendramas begleitet das Schicksal der Familie Storm vor und nach dem 25. April begleitet, eine spannende, herausfordernde Zeit, bei der die Kinder der Familie auf unterschiedlichen Seiten der „Barrikaden“ stehen…

Und natürlich gibt es keinen Herbst ohne einen neuen Schmöker des portugiesischen Autors und Nachrichtensprechers José Rodrigues dos Santos. Der historische Roman O Segredo de Espinosa basiert frei auf der Lebensgeschichte des Philosophen Spinoza, der 1632 als Bento de Espinosa als Sohn sephardischer Juden in Amsterdam geboren wurde.

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Lesetreff – Tertúlia wieder am 1. November

Seit 2014 findet bei uns in der Buchhandlung in regelmäßigen Abständen von 4-6 Wochen ein portugiesischsprachiger Lesekreis statt.

Weiter geht es am Mittwoch, 1. November (kein Feiertag in Hessen) um 19.00 Uhr hier in der Buchhandlung. Unsere literarische Reise führt uns diesmal nach Macau, denn wir sprechen dann über den Roman O Jogo das Escondidas des portugiesischen Autors Fernando Sobral.

Die spannende Handlung spielt in den 1920er Jahren, Macau ist ein Gebiet, das von den Portugiesen ignoriert wird, aber von mächtigen internationalen Interessen begehrt ist. Als Heimat von Piraten, Zufluchtsort für Spione und wichtiger Hafen für den Drogenhandel ist die östlichste Überseekolonie ein Ort mit wenigen Regeln und vielen politischen Intrigen. Leutnant Félix Amoroso, ein dubioser Geheimagent im Dienste des Staates, und Benedito Augusto, ein obskurer Franziskanerpater, kommen dorthin, um die Vergangenheit zu vergessen…

Anmeldungen für den Lesekreis (falls Sie nicht ohnehin schon regelmäßig teilnehmen) gerne per Mail an info@tfmonline.de

Das Buch ist bestellt und wird in Kürze eintreffenn. Wir nehmen gern Vorbestellungen entgegen.

Buchhandlung TFM, Frankfurt

Desde 2014 encontrámo-nos regularmente na TFM para falar sobre livros de autores de língua portuguesa. A próxima tertúlia encontra-se no dia 1 de novembro às 19h00. Vamos falar sobre o livro O Jogo das Escondidas do escritor português Fernando Sobral, um romance pleno de suspense, mas também uma história de amor e de lealdade, na qual um certo Portugal de há um século espelha, paradoxalmente, um certo Portugal de hoje.

Vamos receber o livro brevemente e aceitamos encomendas.

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