Schlagwort-Archive: prémio oceanos

Prémio Oceanos geht an Alexandra Lucas Coelho

Heute wurden in Mosambik die diesjährigen Preisträger des Prémio Oceanos bekannt gegeben.

Den Hauptpreis gewann das Buch Líbano, labirinto der portugiesischen Autorin und Journalistin Alexandra Lucas Coelho, erschienen bei Editorial Caminho. Zum ersten Mal ging der Preis damit an ein nicht-fiktionales Werk, das Essay und Kolumnen („crónicas“) miteinander verknüpft. Das Buch verbindet die individuelle und kollektive Geschichte des Libanon mit einem chirurgischen Blick auf die soziale und politische Realität und einer Sensibilität, die die eigene Erfahrung selbst immer wieder in Frage stellt, so die Jury.

Mit dem zweiten Preis wurde der Roman Museu da Revolução des mosambikanischen Autors João Paulo Borges Coelho ausgezeichnet, das ebenfalls bei Editorial Caminho veröffentlicht wurde. Im Roman geht es unter anderem um eine Begegnung mit »Madgermanes», ehemaligen mosambikanischen Vertragsarbeitern in der DDR im »Museum der Revolution«, die Erinnerungen aufwühlt.

Der dritte Preis schließlich wurde de Roman O som do rugido da onça der brasilianischen Autorin Micheliny Verunschk geehrt, erschienen bei Companhia das Letras. Sie hatte für diesen Roman im November den Prêmio Jabuti erhalten.

Der Preis ist insgesamt mit ca. 45.000 Euro dotiert, der auf die einzelnen Prämierten verteilt wird.

Nominiert waren außer den Ausgezeichneten die folgenden Autor*innen :

Maria Fernanda Elias Maglio:Quem tá vivo levanta a mão, Ana Martins Marques: Risque esta palavra., Tatiana Salem Levy:Vista Chinesa , Pedro Pereira Lopes: O livro do homem líquido, Teresa Noronha: Tornado, Djaimilia Pereira de Almeida: Maremoto und José Gardeazabal: Quarentena – Uma história de amor.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter brasilianische autoren, brasilianische literatur, literatura brasileira, literatura moçambicana, literatura portuguesa, literaturpreise, mosambikanische Literatur, portugiesische Literatur

Literaturpreise – Zusammenfassung

In den letzten Wochen sind einige Literaturpreise verliehen worden, und wir sind im Vorweihnachtstrubel hier gar nicht dazu gekommen, ausführlicher zu berichten. Daher jetzt eine kleine Zusammenfassung:

Der Prémio Oceanos wurde in diesem Jahr erstmals an einen Schriftsteller aus Osttimor verliehen. Luís Cardoso erhielt den Hauptpreis für seinen Roman O Plantador der Arbórboras (Abysmo), der sich mit der kolonialen Vergangenheit Osttimors auseinandersetzt. Auf den zweiten Platz wurde O ausente (Relicário) des brasilianischen Autors Edimilson de Almeida Pereira gewählt, der dritte Preis ging an Gonçalo M. Tavares für O osso do meio (Relógio d’água).

Der Prêmio Jabuti wird in verschiedenen Kategorien verliehen. Als bester Roman wurde O Avesso da Pele (Companhia das Letras) von Jeferson Tenório ausgezeichnet. Bester Erzählband wurde Flor de Gume (Jandaira) von Monique Malcher, bester Lyrikband Batendo Pasto (Relicário) von Maria Lúcia Alvim. Mit dem Titel „Buch des Jahres“ wurde das Kinderbuch Sagatrissuinorana von João Luiz Guimarães (Oze), eine Hommage an den Schriftsteller João Guimarães Rosa.

Damit nicht genug – Auch der Prémio Leya wurde nach einer kurzen Pause (zuletzt ging er 2018 an Itamar Vieira Junior und leitete den Erfolg von Torto Arado ein) wieder vergeben. Prämiert wurde mit jetzt 50.000 Euro (vorher 100.000 Euro) der noch nicht veröffentlichte Roman As Pessoas Invisíveis des portugiesischen Autors José Carlos Barros, der in der jüngeren portugiesischen Geschichte beginnend ab Mitte des 20. Jahrhunderts spielt.

Den mit 10.000 Euro dotierten Debütpreis Prémio Literário Revelação Agustina Bessa-Luís erhielt die Journalistin Catarina Gomes für das Buch Terrinhas, das im kommenden Jahr bei Gradiva erscheinen wird.

Es versteht sich von selbst, dass wir die schon lieferbaren Titel gern für Sie bestellen bzw. teilweise auch bei uns in der Buchhandlung auf Lager.

Kommentare deaktiviert für Literaturpreise – Zusammenfassung

Eingeordnet unter brasilianische literatur, literatura brasileira, literaturpreise

Prémio Oceanos – Die Finalisten

Heute wurden die 10 Finalisten für den Literaturpreis Prêmio Oceanos bekanntgeben. Nominiert sind:

A tensão superficial do tempo von Cristovão Tezza (Brasilien)

Fé no inferno von Santiago Nazarian (Brasilien)

Der Lyrikband Inferno von Pedro Eiras (Portugal)

Maria Altamira von Maria José Silveira (Brasilien)

O ausente von Edimilson de Almeida Pereira (Brasilien)

O avesso da pele von Jeferson Tenório (Brasilien)

O mapeador de ausências von Mia Couto (Mosambik)

O osso do meio von Gonçalo M. Tavares (Portugal)

O plantador de abóboras von Luís Cardoso (Osttimor)

Pessoas promíscuas de águas e pedras von Thais Lancman (Brasilien)

Die drei Gewinner des mit 250.000 Reais dotierten Preises werden im Dezember ausgezeichnet. Im vergangenen Jahr hatte der brasilianische Autor Itamar Vieira Junior den Preis für seinen Roman Torto Arado (veröffentlicht in Portugal bei Leya und in Brasilien bei Todavia) erhalten. Er ist in diesem Jahr neben Ana Paula Tavares, Julián Fuks, Maria Esther Maciel,Veronica Stigger António Guerreiro und Golgona Anghel Mitglied der Jury.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter brasilianische autoren, brasilianische literatur, literatura moçambicana, literatura portuguesa, literaturpreise, mosambikanische Literatur, portugiesische Autoren, portugiesische Literatur

Prémio Oceanos geht an Itamar Vieira Junior

Itamar Vieira Júnior: Torto Arado

Itamar Vieira Junior ist erneut für seinen Roman Torto Arado (veröffentlicht in Portugal bei Leya und in Brasilien bei Todavia) ausgezeichnet worden.

Nach dem Prémio Leya 2018 und dem Prêmio Jabuti in diesem Jahr, erhielt er gestern auch noch den Prêmio Oceanos.

Torto Arado erzählt die Geschichte der Schwestern Bibiana e Belonísia, die als Töchter von Arbeitern einer Fazenda im Sertão von Bahia aufwachsen. Im Erwachsenenalter trennen sich ihre Wege. Das Buch besticht durch seine klare Sprache und nimmt Anleihen an großen Vorbildern der brasilianischen Literatur wie Guimarães Rosa oder Raduan Nassar.

Den zweiten Preis erhielt Djaimilia Pereira de Almeida für ihren Roman A Visão das Plantas. Sie war im vorigen Jahr die Hauptpreisträgerin, damals ausgezeichnet für Luanda, Lisboa, Paraíso.

Der dritte Preis erhielt die brasilianische Autorin Maria Valéria Rezende für Carta à rainha louca.

Der Preis ist insgesamt mit ca. 40.000 Euro dotiert, der auf die einzelnen Prämierten verteilt wird.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter brasilianische autoren, brasilianische literatur, literaturpreise

Prémio Oceanos geht an Djaimilia Pereira de Almeida

Djaimilia Pereira de Almeida: Luanda, Lisboa, ParaísoDie angolanische Autorin Djaimilia Pereira de Almeida ist die diesjährige  Preisträgerin des Prémio Oceanos und erhält dafür 120.000 Reais. Sie wird für ihren Roman Luanda, Lisboa, Paraíso ausgezeichnet, der in Portugal 2018 bei Companhia das Letras  erschienen ist.  Den zweiten Preis (dotiert mit 80.000 Reais) erhält die portugiesische Autorin Dulce Maria Cardoso für ihren Roman Eliete, der dritte Preis (50.000 Reais) geht an die brasilianische Schriftstellerin Nara Vidal für den Roman Sorte.

Luanda, Lisboa, Paraíso  folgt der Geschichte von Cartola de Sousa, einem Geburtshelfer aus Luanda und der seines Sohnes Aquiles, der mit Problemen an der Ferse geboren wurde. In den 1980er Jahre reisen beide nach Lissabon, um Aquiles dort behandeln zu lassen. Die Reise beginnt voller Träume, aber endet schließlich als illusionsloses Unterfangen ohne Wiederkehr.

Djaimilia Pereira de Almeida wurde 1982 in Luanda geboren und lebt heute in Portugal. Ihre erstes Buch Esse Cabelo erschien 2015. Luanda, Lisboa, Paraíso ist ihr zweiter Roman.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter angolanische literatur, literaturpreise

Prémio Oceanos geht an José Luís Peixoto

José Luís Peixoto: GalveiasDer portugiesische Autor José Luís Peixoto ist der diesjährige  Preisträger des Prémio Oceanos. Er wird für seinen  Roman Galveias, der den Namen seines Heimatdorfs im Alentejo trägt,  ausgezeichnet, der in Portugal 2014 bei Quetzal, in Brasilien 2015 bei Companhia das Letras erschienen ist.  Der im letzten Jahr neu ins Leben gerufene Preis Oceanos ist mit 100.000 Reais dotiert und wird vom Institut Itaú Cultural in Brasilien vergeben, er ersetzt den bisherigen Prémio Portugal Telecom de Literatura.

Ausgangspunkt des Romans ist ein für die Dorfgemeinschaft einschneidendes Erlebnis, das Peixoto zum Anlass nimmt in den folgenden Kapiteln die einzelnen Bewohner zu porträtieren und ihre oft abgrundtiefen Geschichten zu erzählen.

José Luís Peixoto wurde 1974 geboren. Er hat Moderne Sprachen und Literaturen an der Universidade Nova Lissabon studiert und schon zahlreiche Romane, Erzählungen und auch Lyrik veröffentlicht. Für seinen Roman Nenhum Olhar erhielt er schon 2001 den Prémio José Saramago.

In deutscher Übersetzung erschien bei Septime der Roman Das Haus im Dunkel (Uma casa na escuridão).

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter literaturpreise, portugiesische Autoren, portugiesische Literatur

Prémio Oceanos geht an Silviano Santiago

Silviano Santiago: Mil rosas roubadasDer brasilianische Autor Silviano Santiago ist der erste Preisträger des Prémio Oceanos. Er wird für seinen  Roman  Mil Rosas Roubadas ausgezeichnet, der 2014 im Verlag Companhia das Letras erschienen ist. Der neu ins Leben gerufene Preis Oceanos ist mit 100.000 Reais dotiert und wird vom Institut Itaú Cultural in Brasilien vergeben und ersetzt den bisherigen Prémio Portugal Telecom de Literatura.

Der 79jährige Silviano Santiago hat bisher über 30 Bücher verschiedener literarischer Genre veröffentlicht und arbeitete auch als Professor für brasilianische Literatur sowie als Journalist.

Ebenfalls ausgezeichnet wurden die Schriftsteller Elvira Vigna und Alberto Mussa.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter brasilianische autoren, brasilianische literatur, literaturpreise