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Prémio Pessoa geht an João Luís Barreto Guimarães

Der Prémio Pessoa, mit dem alljährlich Persönlichkeiten aus Kultur oder Wissenschaft ausgezeichnet werden, geht in diesem Jahr an den portugiesischen Autor und Chirurgen João Luis Barreto Guimarães. Der Preis ist mit 60.000 Euro dotiert und wird von der Wochenzeitschrift Expresso verliehen.

João Luís Barreto Guimarães hat ein umfangreiches lyrisches Werk veröffentlicht, das sowohl in der lyrischen Tradition Portugal steht als auch an die europäische und angelsächsische Moderne anknüpft, so die Jury unter Vorsitz von Francisco Pinto Balsemão in der Begründung für die Preisvergabe.

In Portugal wurde sein Buch Movimento bereits im Jahr 2022 mit dem Grande Prémio da Literatura ausgezeichnet.

Einige seiner Gedichte sind in deutscher Übersetzung von Michael Kegler in der bei TFM erschienen Anthologie hotel ver mar enthalten.

Der Prémio Pessoa wird bereits seit 1987 vergeben. In den letzten Jahren wurden unter anderem Frederico Lourenço (2016), der Schriftsteller und Übersetzer Richard Zenith (2012) und Eduardo Lourenço (2011) ausgezeichnet.

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Frederico Lourenço erhält Prémio Pessoa

Der Prémio Pessoa, mit dem alljährlich Persönlichkeiten aus Kultur oder Wissenschaft ausgezeichnet werden, geht in diesem Jahr an den portugiesischen Autor, Übersetzer und Wissenschaftler Frederico Lourenço. Der Preis ist mit 60.000 Euro dotiert und wird von der Wochenzeitschrift Expresso verliehen.

Frederico Lourenço: Bíblia vol. 1Mit Frederico Lourenço wird eine auf intellektuellem und kulturellem Gebiet herausragende Persönlichkeit geehrt, so die Jury unter Vorsitz von Francisco Pinto Balsemão in ihrer Begründung.

Frederico Lourenço wurde 1963  in Lissabon geboren. Er studierte Klassische Sprachen und Literaturen und erwarb auf diesem Gebiet auch einen Doktortitel. Im Augenblick hat er eine Professur (professor associado) an der Universität Coimbra inne.  Frederico Lourenço ist Autor mehrerer Romane und hat viele klassische Texte, z.B. von Homer ins Portugiesische übertragen. Sein aktuelles Großprojekt ist eine neue Bibelübersetzung aus dem Griechischen. Der erste Band der auf sechs Bände angelegten Neuübersetzung ist in diesem Herbst erschienen, weitere zwei sind bereits übersetzt und werden im Lauf des kommenden Jahres veröffentlicht.

Zur neuen Bibelübersetzung hat er dem Público im Herbst ein großes Interview gegeben, dass Sie hier nachlesen können.

Bíblia – vol. 1, tradução: Frederico Lourenço, bei uns bestellbar.

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Prémio Pessoa geht an Richard Zenith

Der nordamerikanische Schriftsteller und Pessoa-Forscher Richard Zenith wird mit dem diesjährigen Prémio Pessoa ausgezeichnet. Die Entscheidung wurde heute vom Präsidenten der Jury Francisco Pinto Balsemão bekannt gegeben. Zenith hat neben den Werken von Fernando Pessoa, unter anderem auch Werke von Sophia de Mello Breyner Andresen, Carlos Drummond de Andrade und Antero de Quental ins Englische übersetzt. Er ist einer der herausragenden Kenner des Werks von Fernando Pessoa und hat unter anderem die Neuausgabe des „Buchs der Unruhe“ (Livro do desassossego) herausgegeben und die Ausstellung Fernando Pessoa: Plural como o Universo mit kuratiert, die in den Räumen der Lissabonner Gulbenkian Stiftung gezeigt wurde. Richard Zenith wurde in Washington geboren, lebt aber seit Ende der 1980er Jahre in Portugal, seit einigen Jahren hat er auch die portugiesische Staatsbürgerschaft angenommen.

Der Prémio Pessoa  ist mit 60.000 Euro dotiert und wird von der Zeitschrift Expresso mit Unterstützung der Caixa Geral de Depósitos verliehen. Im letzten Jahr hat der portugiesische Philosoph, Autor und Kritiker Eduardo Lourenço den Preis erhalten.

 

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Eduardo Lourenço erhält Prémio Pessoa

Der Prémio Pessoa, mit dem alljährlich Persönlichkeiten aus Kultur oder Wissenschaft ausgezeichnet werden, geht in diesem Jahr an den bedeutenden portugiesischen Philosophen und Literaturwissenschaftler Eduardo Lourenço. Der Preis ist mit 60.000 Euro dotiert und wird von der Wochenzeitschrift Expresso verliehen.

Mit Eduardo Lourenço wird eine auf intellektuellem und kulturellem Gebiet herausragende Persönlichkeit geehrt, die für die Entwicklung der Zivilgesellschaft in Portugal prägend war, so die Jury unter Vorsitz von Francisco Pinto Balsemão in ihrer Begründung.

Eduardo Lourenço wurde 1923 in der portugiesischen Provinz Guarda geboren, er studierte Philosophie und Geschichte in Coimbra, wo er nach seinem Abschluss im Jahre 1946 bis 1953 lehrte.  1954 verließ er Portugal und wurde Lektor für portugiesische Kultur und Literatur an den Universitäten von Hamburg, Heidelberg und Montepellier. Seit 1960 lebt er in Frankreich und lehrte dort unter anderem an den Universitäten von Grenoble und Nizza.  Obwohl er einen Großteil seines Lebens außerhalb Portugals verbrachte, beschäftigt sich Eduardo Lourenço permanent mit der Geschichte und Aktualität sowie Literatur seines Landes.

Im TFM -Verlag  ist 1997 in deutscher Erstausgabe in der Übersetzung von Eva Moldenhauer eine Sammlung wichtiger Essays von Eduardo Lourenço mit dem Titel Portugal – Europa. Mythos und Melancholie erschienen. Das Buch ist noch lieferbar und bei uns oder im Buchhandel bestellbar.

Eduardo Lourenço: Portugal – Europa. Mythos und Melancholie, ISBN 3-925203-58-3, 14,80 EUR

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