Archiv der Kategorie: brasilianische literatur

hotel ver mar

Morgen beginnen die Correntes d’Escritas, das größte Literaturfestival Portugals. Es findet alljährlich und in diesem Jahr schon zum 10. Mal im nordportugiesischen Póvoa de Varzim statt.

hotel ver marBei nova cultura! gibt es einen ausführlichen Vorbericht. Zum Jubiläum sind in diesem Jahr über 120 Autoren aus 15 verschiedenen Ländern eingeladen, zahlreiche Podiumsdiskussionen und Buchpräsentationen sind angekündigt. Vorgestellt wird unter anderem auch (am 11. Februar) unser neues Buch hotel ver mar (das „lançamento“ findet übrigens im gleichnamigen Hotel statt), eine von Michael Kegler herausgegebene und übersetzte zweisprachige Lyrikanthologie mit Gedichten aus Angola, Brasilien, Galicien, Guinea-Bissau, Mosambik, Portugal und São Tomé e Príncipe. In der nächsten Woche wird es an dieser Stelle einen ausführlicheren Nachbericht geben.

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Prémio Portugal Telecom

Ein weiterer bedeutender Literaturpreis der portugiesischsprachigen Welt wurde in dieser Woche in Brasilien verliehen. Der mit 100.000 Reais dotierte Prémio Portugal Telecom wurde an den brasilianischen Autor Cristóvão Tezza für seinen Roman O Filho Eterno vergeben. Erst kürzlich war Tezza mit dem Prêmio Jabuti ausgezeichnet worden. Den zweiten Platz teilen sich Beatriz Braacher und António Lobo Antunes, der dritte Preis wurde Bernardo Carvalho zugesprochen.

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Prémio LeYa geht an…

den brasilianischen Autor Murilo António Carvalho für den noch unveröffentlichten Roman O Rasto do Jaguar.

Der Preisträger, der die mit 100.000 Euro dotierte Auszeichnung der portugiesischen Verlagsgruppe LeYa erhält, wurde heute in Lissabon bekannt gegeben. Die namhafte Jury, der unter anderem Manuel Alegre, Nuno Júdice und Pepetela angehören, hatte insgesamt 422 eingereichte Werke zu begutachten. Der Preis wird in diesem Jahr zum ersten Mal verliehen und ist derzeit der höchstdotierte Preis der portugiesischsprachigen Literaturwelt.

Der Roman des Preisträgers erscheint in Kürze in einem der LeYa-Verlage.

Murilo António Carvalho wird morgen auf der Frankfurter Buchmesse erwartet, wo der Preis um 17.30 Uhr am Stand der Verlagsgruppe in Halle 5.1D953 übergeben und der Preisträger dem internationalen Verlagspublikum vorgestellt werden soll. Ob er es bis dahin nach Frankfurt schafft, wird man sehen, denn, wie die portugiesische Zeitung Público in ihrer Online-Ausgabe berichtet, dreht Carvalho derzeit einen Dokumentarfilm im Amazonas und erfuhr von der Preisverleihung über Satellitentelefon. In einer ersten Stellungnahme zeigte er sich überrascht.

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neue Taschenbuchreihe

Der neu entstandene Verlagsriese LeYa, der unter anderem die Verlag Caminho, Dom Quixote, Texto Editores und ASA umfasst, hat jetzt mit der Herausgabe einer neuen Taschenbuchreihe begonnen, in der neben Klassikern zahlreiche zeitgenössische Autoren in einer günstigen Ausgabe erscheinen werden.

Den Anfang machen unter anderem José Eduardo Agualusa, António Lobo Antunes, Mia Couto, Chico Buarque und João Aguiar. Alle Titel der Reihe gibt es wie immer in unserer Frankfurter Buchhandlung und über unsere Webshop.

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Buchmesse 1 – Brasilienprogramm

In knapp zwei Wochen beginnt die Frankfurter Buchmesse (15.-19.Oktober). Gastland ist in diesem Jahr die Türkei, doch natürlich beschränken sich das wie immer umfangreiche Veranstaltungsangebot nicht nur auf den Länderschwerpunkt.

Kurz vorstellen möchte ich in diesem Artikel daher Veranstaltungen mit brasilianischer Beteiligung. Der omnipräsente Paulo Coelho, dessen neuer Roman O vencedor está só – ein Krimi – gerade in Brasilien und Portugal erschienen ist, spricht auf der Eröffnungskonferenz der Buchmesse am 14. Oktober (11.00-12.00 Uhr). Am Donnerstag, den 16.10. von 15.30-16.00 Uhr nimmt Paulo Coelho auf dem Blauen Sofa zwischen Halle 5 und 6 Platz und wird seinen Roman Brida vorstellen, der jetzt in deutscher Übersetzung von Maralde Meyer-Minnemann bei Diogenes erschienen ist. Donnerstag ist ein Fachbesuchertag, aber das Ganze lässt sich auch im Internet per Live-Stream verfolgen.

Ebenfalls am 16. 10. von 16.15 Uhr-17.15 Uhr im Forum Dialog (Halle 6.1 E913) findet eine vom brasilianischen Generalkonsulat in Frankfurt präsentierte Veranstaltung zum 100.Todestag von Machado de Assis statt. Die Vortragenden sind Prof. Dr. Thomas Sträter von der Universität Heidelberg und Prof. Dr. Berthold Zilly vom Lateinamerikainstitut der FU Berlin.

Am Samstag, den 18.10. stellt Prof. Dr. Moniz Bandeira von 10.15-11.15 Uhr ebenfalls im Forum Dialog (Halle 6.1E913) sein neues in Brasilien erschienenes Buch Fórmula para o Caos – A derrubada de Salvador Allende (1970-1973) vor. Präsentiert wird die Neuerscheinung Prof. Dr. Levi Bucalem Ferrari, dem Präsidenten des brasilianischen Schriftstellerverbandes (UBE) – eine Veranstaltung in portugiesischer und spanischer Sprache.

Von 16.00-17.00 Uhr spricht Prof. Dr. Berthold Zilly am brasilianischen Nationalstand (Halle 5.1E943) über den von ihm übersetzten Roman Tagebuch des Abschieds (Memorial de Aires) von Machado de Assis, der zur Buchmesse im Verlag Friedenauer Presse erscheinen wird.

Wiederum im Forum Dialog (Halle 6.1 E913) diskutieren von 17.45-18.30 Uhr Prof. José Castilho und Jéferson Assumpção über die brasilianische Buchpolitik (Veranstaltung in portugiesischer Sprache).

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Prêmio Jabuti 2008

Die Câmara Brasileira do Livro hat die diesjährigen Preisträger des Prêmio Jabuti, des wichtigsten brasilianischen Literaturpreises, bekanntgegeben. Der Preis wird in 20 verschiedenen Kategorien verliehen, unter anderem für den besten Roman, die beste Übersetzung, das beste Kinderbuch usw. Alle Preisträger kann man hier einsehen.

Als bester Roman wurde der Titel O filho eterno von Cristóvão Tezza ausgezeichnet, auf Platz zwei landete O sol se põe em São Paulo, von Bernardo Carvalho dessen vorherige Romane Mongólia und Nove noites auch schon ins Deutsche übersetzt wurden, drittbester Roman wurde Antonio von Beatriz Bracher.

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nova cultura! in neuem Gewand

Das von Michael Kegler betreute Kulturportal nova cultura! hat sich verändert.

Es gibt ein paar Neuerungen auf der Website, einen Blog, den Felipe Tadeu und Urariano Mota regelmäßig mit sehr lesenswerten Texten füttern. Aktuell können Sie dort eine sehr ausführliche Rezension des soeben in deutscher Übersetzung erschienenen Romans Asche vom Amazonas von Milton Hatoum aus der Feder von Albert von Brunn lesen. In portugiesischer Sprache wird der Roman Só por Amor von Sofia Marrecas Ferreira vorgestellt. Wir, d.h. Michael Kegler und das restliche Redaktionsteam, zu dem die Blogredakteurin auch gehört, würden uns freuen, wenn Sie von Zeit zu Zeit auch dort vorbeischauen würden. Übrigens können Sie im Kulturkalender von nova cultura! auch über Veranstaltungen von und mit portugiesischsprachigen Autoren, Musiker, Künstler informieren.

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João Ubaldo Ribeiro erhält Prémio Camões

Nachdem am gestrigen Abend der Prémio Camões 2007 an António Lobo Antunes überreicht wurde, wurde heute der diesjährige Preisträger des renommiertesten Literaturpreises der portugiesischsprachigen Welt bekanntgegeben.

Der 1988 von der portugiesischen und brasilianischen Regierung ins Leben gerufene Preis, mit dem jeweils ein Autor für sein Gesamtwerk ausgezeichnet wird, ist mit 100.000 Euro dotiert und geht in diesem Jahr an den brasilianischen Autor João Ubaldo Ribeiro. Der 1941 geborene Autor ist vor allem durch seine herausragenden Romane Viva o povo brasileiro (in deutscher Übersetzung bei Suhrkamp mit dem Titel Brasilien, Brasilien erschienen), Sargento Getúlio und O Sorriso do Lagarto bekannt geworden. Viele deutsche Leser kennen ihn außerdem durch das Buch Um brasileiro em Berlim (Ein Brasilianer in Berlin), in dem er seine amüsanten Erfahrungen aus dem Leben in der deutschen Hauptstadt Anfang der 90er Jahre beschreibt. Die meisten seiner Romane sind auch ins Deutsche übersetzt worden, aber nur noch teilweise lieferbar.

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Das Phänomen Paulo Coelho

Es gibt sicher nur sehr wenige Autoren, die ihre Vermarktung so professionell und erfolgreich betreiben wie der brasilianische Autor Paulo Coelho. Über die literarische Qualität seiner Texte mag man geteilter Meinung sein, Fakt ist aber, dass er weltweit weit über 100 Millionen Bücher verkauft hat, die in über 60 Sprachen übersetzt wurden und in 150 Ländern lieferbar sein sollen – eine absolute Ausnahme für einen Autor, der seine Bücher nicht in englischer Sprache schreibt. Er erreicht offensichtlich weltweit eine sehr treue, stetig anwachsende Lesergemeinde, die er auch immer wieder geschickt in neue Projekte einbindet und multimedial anspricht, Web 2.0 in Reinkultur (Blog, Webseite, Newsletter) – so auch jetzt.

Der letzte Roman A bruxa de Portobello (deutsch: Die Hexe von Portobello) – bei uns natürlich lieferbar sowohl in der brasilianischen Originalausgabe, als auch in europäisch-portugiesischer Orthographie – soll verfilmt werden. Soweit nicht ungewöhnlich, aber die Verfilmung wird nicht von einem großen Studio realisiert, sondern die Leser Paulo Coelhos sollen aktiv werden und ihre Vorschläge bei MySpace einreichen. Gesucht werden Regisseure und Komponisten für die Filmmusik, die besten Vorschläge wählt Paulo Coelho selbst aus, und man kann wohl sicher sein, dass diesen eine gehobene mediale Aufmerksamkeit zuteil wird. Vorschläge werden noch bis zum 25. Juli angenommen, die Gewinner werden am 24. August bekannt gegeben.

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Poesiefestival IX – 11.07. – VERSschmuggel 2

Das Berliner Poesiefestival geht am Wochenende zu Ende, und am heutigen Freitag finden die letzte nVeranstaltung mit portugiesischsprachiger Beteiligung statt – VERSschmuggel 2 – das Konzept haben wir gestern schon kurz vorgestellt.

Am zweiten Teil des Übersetzungsworkshops haben folgende Autoren teilgenommen und werden heute Abend um 20.00 Uhr in der Akademie der Künste die Ergebnisse Ihrer Arbeit präsentieren:

Paulo Teixeira aus Portugal (Zusammenarbeit mit Norbert Hummelt) – ihn und sein Werk haben wir in dieser Woche schon hier vorgestellt

Ricardo Domeneck aus Brasilien (in Zusammenarbeit mit Sabine Scho)

wurde 1977 in São Paulo geboren. Der Schriftsteller, Übersetzer, Videokünstler und DJ lebt seit einigen Jahren in Berlin, wo er das elektronische Magazin HILDA herausgibt und in verschiedenen Clubs auflegt.

Werke:
Carta aos anfíbios und A cadela sem logos

Ana Paula Tavares aus Angola (in Zusammenarbeit mit Barbara Köhler) haben wir im Rahmen der Lissabon-Veranstaltung bereits vorgestellt.

Tony Tcheka aus Guiné-Bissau (Zusammenarbeit mit Ulrike Draesner), der schon an der Veranstaltung O Mar de África teilgenommen hat.

Marco Lucchesi aus Brasilien (in Zusammenarbeit mit Nicolai Kobus) lebt in Rio de Janeiro und ist Professor für italienische Literatur an der dortigen Universidade Federalé carioca, professor da Universidade Federal do Rio de Janeiro e do Colégio do Brasil.

Werke (Auswahl)
BizâncioMeridiano celeste e bestiário und A memória de Ulisses

Es moderiert wieder der Berliner Übersetzer Kurt Scharf.

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