Archiv der Kategorie: brasilianische literatur

Spielbeginn in Gruppe G

Auch wir können uns dem Fußballfieber natürlich nicht ganz entziehen.
Passend zum heutigen Spielbeginn in der WM-Gruppe G empfehlen wir das Buch Anpfiff aus Brasilien, eine von Flávio Moreira da Costa aufgestellte  „Seleção“ der brasilianischen Gegenwartsliteratur. Insgesamt fünfzehn Autorinnen und Autoren, darunter Luis Fernando Verissimo, João Ubaldo Ribeiro und Rubem Fonseca widmen sich den großen und kleinen Leidenschaften und Tragödien um das runde Leder, erzählen von beleidigten Schiedsrichtern, einsamen Torhütern, vergessenen Fußballstars und abergläubischen Trainern.

ISBN 9783925203992, 12,80 EUR, erschienen in unserem Verlag TFM – Teo Ferrer de Mesquita. Erhältlich bei uns und natürlich auch in jeder Buchhandlung.

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Crônicas do inesperado – Rückblick

Die Erlebnisse, Erfahrungen und einige Anekdoten aus dem Berufsleben des ehemaligen brasilianischen Botschafters Renato Prado Guimarães standen im Mittelpunkt einer Lesung am vergangenen Freitag in unserer Buchhandlung. Der Autor las aus seinem Buch Crônicas do inesperado, unter anderem erfuhren die Zuhörer, warum es Cachaça bei der Gründung Australiens gab, weshalb ein nach New York ausgewanderter Brasilianer nicht mehr Portugiesisch sprechen möchte und ob es sich bei Tango eventuell um einen brasilianischen Tanz handelt. Einige Impressionen des Abends, der sich in unsere Aktivitäten anlässlich des 30jährigen Bestehens von TFM einfügt, zeigen die Bilder. Das Buch – im Original, denn eine deutsche Übersetzung gibt es bisher nicht – gibt es bei uns in der Buchhandlung.

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Prémio Literário Casino Póvoa – Finalisten stehen fest

Und schon ist das neue Jahr wieder 5 Tage alt – alles Gute hierfür noch – und das bekannte Literaturfestival in Póvoa de Varzim wirft bereits seine Schatten voraus. Die Jury (Carlos Vaz Marques, Dulce Maria Cardoso, Fernando J. B. Martinho, Patrícia Reis, Vergílio Alberto Vieira) des alljährlich verliehenen Prémio Literário Casino Póvoa hat heute die 10 Finalisten für den Preis bekanntgegeben, der in diesem Jahr an ein Prosawerk vergeben wird. Der Preisträger wird am 22. Februar benannt.

Nominiert sind:

Rakushisha von Adriana Lisboa

O Cónego von A.M. Pires Cabral

O Verão Selvagem dos Teus Olhos von Ana Teresa Pereira

Três Lindas Cubanas von Gonzalo Celorio

A Eternidade e o Desejo von Inês Pedrosa

O Mundo – o mundo é a rua da tua infância von Juan José Millás;

Myra von  Maria Velho da Costa

A Sala Magenta von Mário de Carvalho

A Mão Esquerda de Deus von Pedro Almeida Vieira  und

O Apocalipse dos Trabalhadores von valter hugo mãe

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Prémio Portugal Telecom 2009 geht an…

den brasilianischen Autor und bildenden Künstler Nuno Ramos für sein Buch Ó.

Der zweite Preis wurde João Gilberto Noll für den Roman Acenos e Afagos zuerkannt, auf dem dritten Platz wurde  A arte de produzir efeito sem causa von Lourenço Mutarelli gewählt. Damit wurden in diesem Jahr ausschließlich Titel von brasilianischen Autoren prämiert. Der Preis ist insgesamt mit 150.000 Reais (ca. 59.000 Euro) dotiert und wird jährlich an den besten  Roman eines portugiesischsprachigen Autors verliehen, dessen Werk in Brasilien veröffentlicht sein muss.

Neben den prämierten Büchern standen folgende Werke/Autoren auf der Shortlist

A eternidade e o desejo von Inês Pedrosa,
Aprender a rezar na era da técnica von Gonçalo M. Tavares
Cemitério de pianos von José Luís Peixoto
Cinemateca von Eucanaã Ferraz
Heranças von Silviano Santiago
O livro dos nomes von Maria Esther Maciel und
Ontem não te vi em Babilônia von António Lobo Antunes

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Bernardo Carvalho auf Lesereise

Bernardo Carvalho: In São Paulo geht die Sonne unterDer brasilianische Autor Bernardo Carvalho ist ab der kommenden Woche in Deutschland unterwegs und präsentiert sein in diesem Jahr bei Luchterhand (deutsche

Übersetung von Karin von Schweder-Schreiner) erschienenes Buch In São Paulo geht die Sonne unter (O sol se põe em São Paulo).

Die Termine:

26.10., 19.00 Uhr Brasilianische Botschaft Berlin, Wallstr. 57, Moderation: Berthold Zilly

29.10., 18.00 Uhr Universität Hamburg, Raum: Phil Turm C, Von-Melle-Park 6, Mit Karin von Schweder-Schreiner

03.11., 19.30 Uhr Zentralbibliothek/Stadtbücherei Frankfurt am Main, Hasengasse 4 (hier mit unserem Büchertisch), Moderation: Margrit Klingler-Clavijo

04.11., 19.30 Uhr Restaurant Rheingarten Bonn, Charles-de-Gaulle-Str. 53

06.11., 20.00 Uhr Thalia Universitätsbuchhandlung Jena, Leutagraben 1

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Prêmio Jabuti geht an Moacyr Scliar

Der brasilianischer Autor Moacyr Scliar erhält in diesem Jahr den renommiertesten Literaturpreis Brasilien in der Kategorie Roman für seinen im letzten Jahr erschienenen Roman Manual da paixão solitária. Den zweiten Platz belegt Milton Hatoum für seinen bereits ins Deutsche übersetzten Roman Orfãos do Eldorado (Die Waisen des Eldorado), Platz drei geht an den jungen Daniel Galera für sein Buch Cordilheira. Der Preis ist mit 30.000 Reais dotiert und wird am 4. November von der Câmara Brasileira do Livro verliehen.

Moacyr Scliar wurde 1937 in Porto Alegre (Südbrasilien) als Sohn jüdisch-russischer Immigranten geboren. Er studierte Medizin und hat bis zu seinem Ruhestand lange Jahre als Arzt gearbeitet. Sein umfangreiches Werk beinhaltet mehr als 50 Titel, sowohl Romane, Essays als auch Kinder- und Jugendbücher. Ins Deutsche wurde u.a. sein wunderbar ironischer Roman O exército de um homem só (Die Ein-Mann-Armee) übersetzt.

Der Prêmio Jabuti wird noch in vielen weiteren Kategorien verliehen (u.a. Lyrik, Sachbuch, Kinder- und Jugendbuch, beste Übersetzung usw.) Alle Preisträger können hier eingesehen werden.


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Flieh. Und nimm die Dame mit.

Marçal Aquino: Flieh. Und nimm die Dame mit.

In der Edition Büchergilde ist jetzt die deutsche Übersetzung  von  Marçal Aquinos Eu Receberia As Piores Notícias Dos Seus Lindos Lábios erschienen. Der deutsche Titel lautet Flieh. Und nimm die Dame mit. (übersetzt von Kurt Scharf) und wurde in der von Ilija Trojanow herausgegebenen Reihe Weltlese – Lesereisen ins Unbekannte veröffentlicht.

Erzählt die Liebesgeschichte zwischen dem Fotografen Cauby und der jungen, mysteriösen Lavínia. Eine Recherche über Prostituierte führt den Journalisten in eine düstere Goldgräberstadt im Norden Brasiliens, wo er Zeuge der zunehmenden Spannungen zwischen Arbeitern und der Bergwerksgesellschaft wird.

Original und Übersetzung sind wir immer bei uns in der Buchhandlung erhältlich.

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Prémio Portugal Telecom – Finalisten

Zehn Romane portugiesischsprachiger Autoren stehen im Finale des Prémio PT Brasil. Der mit insgesamt 150 000 Reais dotierte Preis wird jährlich an den besten portugiesischsprachigen Roman verliehen. Voraussetzung ist die Veröffentlichung in Brasilien jeweils im Vorjahreszeitraum. Auf der Shortlist stehen in diesem Jahr:

A arte de produzir efeito sem causa von Lourenço Mutarelli (Brasilien)
A eternidade e o desejo von Inês Pedrosa (Portugal)
Acenos e afagos von João Gilberto Noll (Brasilien)
Aprender a rezar na era da técnica von Gonçalo M. Tavares (Portugal)
Cemitério de pianos de José Luís Peixoto (Portugal)
Cinemateca Eucanaã Ferraz (Brasilien)
Heranças de Silviano Santiago (Brasilien)
Ó de Nuno Ramos (Brasilien)
O livro dos nomes de Maria Esther Maciel (Brasilien)
Ontem não te vi em Babilônia de António Lobo Antunes (Portugal)

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Ammann Verlag hört 2010 auf

Das Frühjahrsprogramm 2010 wird das letzte sein, das im Züricher Ammann-Verlag erscheint. Diese traurige Nachricht gab das Verlegerehepaar – Egon Ammann und Marie Luis Flammersfeld – heute in einer Pressemitteilung bekannt. Als Gründe nennen die Verleger neben dem fortgeschrittenen Alter vor allem die zunehmend schwierigere Marktsituation für ein anspruchsvolles literarisches Programm. In der heutigen Online-Ausgabe der FAZ findet sich ein ausführliches Interview mit Egon Ammann, in dem er seinen Entschluss begründet.

Fernando Pessoa: António Mora. Die Rückkehr der GötterNeben sehr erfolgreichen zeitgenössischen deutschsprachigen Autoren, wie Thomas Hürlimann oder Ulrich Peltzer, hat der Ammann Verlag auch immer wieder herausragende „Klassiker“ in hervorragend übersetzten Werkausgaben für die deutschsprachigen Leser zugänglich gemacht – Dostojewskij, Mandelstam und natürlich, für die lusophone Welt besonders hervorzuheben, Fernando Pessoa sind durch Ammann bekannt geworden. Man kann nur hoffen, dass gerade diese herausragenden Backlistautoren in anderen Verlagen weitergepflegt werden, und das soll nicht nur heißen, dass die Bücher weiterhin lieferbar sein sollen, sondern auch dass sich Verlage finden, die diese ambitionierten Projekte fortführen.

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In São Paulo geht die Sonne unter

Bernardo Carvalho: In São Paulo geht die Sonne unterDer Luchterhand Verlag setzt die Veröffentlichung der Romane des brasilianischen Autors Bernardo Carvalho fort. In São Paulo geht die Sonne unter heißt der eben in deutscher Übersetzung von Karin von Schweder-Schreiner erschienene Roman (Original: O sol se põe em São Paulo). Er handelt von der alten Japanerin Setsuko, die in São Paulo ein Restaurant betreibt, und eines Abend einem Gast, eine Geschichte zu erzählen beginnt, die nicht in Vergessenheit geraten soll. Doch bevor sie ans Ende ihrer Erzählung gelangt, ist sie plötzlich verschwunden, und der Gast, ein arbeitsloser Werbetexter, reist nach Japan, um die ganze Wahrheit herauszufinden.

Nach Mongólia und Neun Nächte ist dies bereits der dritte Roman von Bernardo Carvalho, der bei Luchterhand in deutscher Übersetzung erscheint.

Originalausgabe und die Übersetzungen gibt es natürlich wie immer bei uns in der Buchhandlung.

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