Archiv der Kategorie: brasilianische literatur

Adriana Lunardi am 14. August bei „Brasilesen“

Im August wird die im letzten Jahr begonnene, inzwischen sehr erfolgreiche Reihe

fortgesetzt. Adriana Lunardi liest am Dienstag, dem 14.08.2012 um 19.30 Uhr

in der Stadtbücherei/Zentralbibliothek Frankfurt, Hasengasse 4

aus ihrem Roman A vendedora de fósforos

Adriana Lunardi, Copyright: Marcia Foletto

Adriana Lunardi stammt aus Santa Catarina im Süden Brasiliens und lebt heute in Rio de Janeiro. Nach Studien der Literatur und Kommunikationswissenschaften begann sie als Schriftstellerin vor ungefähr 15 Jahren mit der Veröffentlichung viel beachteter Kurzgeschichten. Ihr zweiter Roman A vendedora de fósforos  (Dt. etwa „Die Zündholzverkäuferin“) wurde von der brasilianischen Literaturkritik einhellig für seine große Dichte und Bildstärke gefeiert. Er erzählt von Familienbeziehungen vor dem Hintergrund Südbrasiliens im 20. Jahrhundert und voll geschickter Bezüge zum Inventar der Weltliteratur, deren emotionale Dramen hier mit ganz eigenem, frischen Strich neu gezeichnet werden.

Die Lesung ist wie immer zweisprachig portugiesisch-deutsch. Michael Kegler moderiert und übersetzt, der Eintritt ist frei.

BrasiLesen soll das Interesse für eine neue, hierzulande noch unbekannte  Schriftstellergeneration Brasiliens lenken und einen Vorgeschmack auf die vielen zu erwartenden Veranstaltungen im Jahr 2013 geben, wenn Brasilien zum zweiten Mal Gastland der Frankfurter Buchmesse sein wird.

BrasiLesen ist eine Iniatitive des Centro Cultural Brasileiro de Frankfurt (CCBF e.V.), dem Generalkonsulat von Brasilien, TAM Airlines, Litprom, der Literarischen Agentur Mertin,  TFM-Centro do Livro und Empório VidaBio.

Weitere Lesungen in der Reihe „Brasilesen“ finden in den kommenden Monaten statt. Geplant sind bisher (Änderungen vorbehalten): 

3.9. José Castello
22.10. Marcelo Ferroni
13.11. Luiz Ruffato

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Prémio Camões geht an Dalton Trevisan

Der brasilianische Schriftsteller Dalton Trevisan wird in diesem Jahr mit dem Prémio Camões, der höchsten literarischen Auszeichnung der portugiesischsprachigen Welt, ausgezeichnet.

Die Jury – bestehend aus Silviano Santiago, Ana Paula Tavares, Abel Barros Baptista, João Paulo Borges Coelho und  Alcir Pécora – entschied sich einstimmig für den 1925 in Curitiba geborenen brasilianischen Autor. Der Preis ist mit 100.000 Euro dotiert, die Liste der bisherigen Preisträger findet sich hier.

Dalton Trevisan ist vor allem als Autor von Kurzgeschichten bekannt geworden. Er lebt sehr zurückgezogen, selbst mit seinem brasilianischen Verlag ist der Kontakt auf das Nötigste beschränkt. Seine bekanntesten Werke sind Novelas nada exemplares, Guerra conjugal und Pico na veia.

In den 1980er Jahren erschien bei Suhrkamp der Titel Ehekrieg in deutscher Übersetzung.

siehe auch:

Público

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Manoel de Barros ausgezeichnet

Zum ersten Mal wird der Prémio de Literatura Casa da América Latina/Banif in diesem Jahr an ein lyrisches Werk eines brasilianischen Autors verliehen. Der brasilianische Autor Manoel de Barros erhält den Preis, der seit 2005 an Autoren aus Lateinamerika verliehen wird, deren Werk in Portugal veröffentlicht ist, für sein Gesamtwerk Poesia Completa, das von der portugiesischen Verlagsgruppe LeYa herausgegeben wird. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert.

Manoel de Barros wurde 1916 geboren und gilt als  der bekannteste zeitgenössische Lyriker Brasiliens.

 

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Rubem Fonseca ausgezeichnet

Der brasilianische Autor Rubem Fonseca erhält den diesjährigen Prémio Casino da Póvoa. Dies wurde heute morgen im Rahmen der Eröffnung des Literaturfestivals Correntes d’Escritas bekanntgegeben. Prämiert wird der im letzten Jahr in Portugal wieder aufgelegte Roman Bufo & Spallanzani.

Der Preis ist mit 20.000 Euro dotiert und wird jährlich abwechselnd an ein Prosa- bzw. lyrisches Werk verliehen.

Der 1986 in Brasilien erschienene Kriminalroman wurde von Karin von Schweder-Schreiner ins Deutsche übersetzt und unter anderem bei Piper und im Unionsverlag veröffentlicht. Im Moment ist die Übersetzung jedoch vergriffen und nur noch antiquarisch lieferbar.

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Flavio Quintale: Os Peppini – Buchvorstellung in Berlin

Die Deutsche Gesellschaft für die Afrikanischen Staaten Portugiesicher Sprache (DASP e.V.) trifft sich am 1. und 2.Februar  in der Brasilianischen Botschaft Berlin, Wallstraße 57 zum interdisziplinären Kolloquium „Lusophone Stadtkulturen“.

Im Rahmen der Veranstaltung stellt der in Deutschland lebende, brasilianische Autor Flavio Quintale am 2.2. um 17.00 Uhr seinen eben erschienenen Roman Os Peppini vor. Einführung und Moderation: Prof. Dr Helmut Siepmann. Der Roman erzählt die Geschichte einer aus Italien stammenden Familie in São Paulo und spielt im gesamten 20. Jahrhundert.

Das Buch wird in Deutschland von TFM vertrieben, wir sind auch zur Veranstaltung in Berlin vor Ort.


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Curt Meyer Clason (1910-2012)

Der Übersetzer und Schriftsteller Curt Meyer-Clason ist im Alter von 101 Jahren in München gestorben.

Ihm verdanken wir zahlreiche Übersetzungen spanisch- und portugiesischsprachiger Autoren ins Deutsche, unter anderem von Gabriel Garcia Marquez, Jorge Amado, João Ubaldo Ribeiro oder Miguel Torga.

Einen ausführlichen Nachruf hat Michael Kegler in nova cultura! veröffentlicht.

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Prémio Portugal Telecom geht an Rubens Figueiredo

Der brasilianische Autor Rubens Figueiredo erhält den mit 100.000 Reais (ca. 41.700 Euro) dotierten Prémio Portugal Telecom für seinen im vorigen Jahr erschienen Roman Passageiro do fim do dia  (Companhia das Letras). Den zweiten Preis bekommt der bereits vielfach prämierte Roman Viagem a Índia des portugiesischen Autors Gonçalo M. Tavares, auf den dritten Platz wählte die Jury den autobiographischen Roman Minha guerra alheia der brasilianischen Autorin Marina Colasanti.

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Prémio José Saramago 2011 geht an Andréa del Fuego

Die brasilianische Autorin Andréa del Fuego erhält den Preis für ihren 2010 veröffentlichten Roman Os Malaquias (Língua Geral). Mit dem Preis, der von der Fundação Círculo de Leitores ins Leben gerufen wurde, um an die Verleihung des Literaturnobelpreises an José Saramago zu erinnern, wird alle 2 Jahre ein Roman eines portugiesischsprachigen Autors unter 35 Jahre geehrt. Für junge Schriftstellerinnen und Schriftsteller ist er einer der prestigeträchtigsten Preise der portugiesischsprachigen Literaturwelt.

Der Preis ist mit 25.000 Euro dotiert und wurde heute in Lissabon vom portugiesischen Kulturstaatssekretär Francisco José Viegas an Andrea del Fuego überreicht.

Bisherige Preisträger waren Paulo José Miranda, Adriana Lisboa, José Luís Peixoto, Gonçalo M. Tavares, Valter Hugo Mãe und João Tordo.

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Prêmio Jabuti 2011

Die Câmara Brasileira do Livro hat gestern die Preisträger des 53.Prêmio Jabuti bekannt gegeben. Der bedeutendste Literaturpreis Brasiliens wird in insgesamt 29 Kategorien vergeben.

Als bester Roman wurde Ribamar von José Castello geehrt, in der Kategorie Reportage siegte 1822 von Laurentino Gomes. Dalton Trevisans Desgracida erhielt die Auszeichnung in der Kategorie Contos e Crônicas, Ferreira Gullar in der Kategorie Lyrik für Em alguma parte alguma.

Die Liste aller Preisträger findet sich hier.

Aus den 29 Preisträgern der verschiedenen Kategorien werden Ende des Monats noch zwei Titel ausgewählt, die mit dem Titel „Buch des Jahres“ in den Bereichen Belletristik (ficção) und Sachbuch (não-ficção) geehrt werden.

 

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Buchmesseprogramm

Der Oktober steht vor der Tür und mit ihm die  Frankfurter Buchmesse, die in diesem Jahr vom 12. bis 16. Oktober stattfindet und das literaturbegeisterte Island als Ehrengast hat.

Einige Veranstaltungen werfen aber auch schon einen Blick voraus auf das Gastland 2013, Brasilien. Wir haben sie hier für Sie zusammengefasst:

Mittwoch, 12.10.  16.15.-18.30 Uhr. Forum Dialog, Halle 5.1. A962  Literaturdialog Brasilien. Der Präsident der Brasilianischen Nationalbibliothek Galeno Amorim stellt das Übersetzungsförderungsprogramm Brasiliens vor. Umgerechnet 7,6 Millionen Dollar sollen bis 2020 in die Verbreitung brasilianischer Literatur investiert werden.

Donnerstag, 13.10. 11.00-12.00 Uhr, Have a look at Brazil, Book Markets, Rights & Licences (für Fachbesucher)

Donnerstag 13.10. 20.00 Uhr, Buchhandlung TFM, Große Seestr. 47
Noite literária com Carola Saavedra. Lesung und Gespräch portugiesisch-deutsch, Eintritt frei, Moderation/Übersetzung: Maria Hummitzsch und Michael Kegler.

Eine Veranstaltung des  Generalkonsulats von Brasilien in  Frankfurt in Zusammenarbeit mit TFM – Centro do Livro, Frankfurt.

Carola Saavedra  liest aus ihren Roman Toda terça, dessen Handlung teilweise in Frankfurt spielt, und ihrem neuen Roman Paisagem com dromedário, der auf der Shortlist für den renommierten brasilianischen Literaturpreis Prémio Jabuti steht.

Samstag, 15.10. 15.45–16.45 Uhr im Weltempfang Salon, 5.0 D963
Seelen – Landschaften – Städte: Wer oder was erzählt uns Brasilien?
Gespräch (Deutsch/Portugiesisch)
Die aktuelle brasilianische Literatur ist überraschenderweise in Deutschland weitgehend unbekannt. Nach dem Boom der
1980er und 1990er Jahre wurde kaum noch etwas ins Deutsche übersetzt. Dabei brodelt der literarische Schmelztiegel Brasilien. Was können, was sollten wir aus Brasilien lesen? Und warum gibt es zurzeit so wenig auf Deutsch?
Teilnehmer:
Marcelo Ferroni (Brasilien), geboren 1974, Schriftsteller und Verleger, sein erster Roman Método Prático de Guerrilha wird zurzeit ins Deutsche, Italienische und Spanische übersetzt
Carola Saavedra (Brasilien), geboren 1973, Schriftstellerin, Übersetzerin, Kommunikationswissenschaftlerin,
Literaturpreis der Kritikervereinigung APCA 2008
Moderation: Michael Kegler, Kooperation: Centro Cultural Brasileiro em Frankfurt (CCBF)

Von Mittwoch bis Freitag öffnet die Buchmesse für Fachbesucher, am Wochenende für das allgemeine Publikum.

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