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Neue Bücher aus Brasilien

Gleich zu Jahresbeginn erwarteten uns einige Sendungen aus Brasilien mit interessanten Neuerscheinungen, die wir Ihnen natürlich nicht vorenthalten möchten:

Nach langer Zeit gibt es wieder einen neuen Roman von Milton Hatoum.  Angekündigt ist eine Trilogie mit dem Titel O lugar mais sombrio, von der jetzt der erste Band A noite da espera erschienen ist. Inhaltlich geht es um die Entwicklung einer Gruppe von Jugendlichen im Brasilien der 1960er und 70er Jahre, einer besonders spannenden Epoche der brasilianischen Geschichte.

Im Mittelpunkt des neues Buches Pretérito imperfeito von Bernardo Kucinski steht die Geschichte einer zunächst glücklichen Adoption erzählt aus der Perspektive des Vaters, die im weiteren Verlauf aber durch die Drogenabhängigkeit des Kindes auf eine harte Probe gestellt wird.

Auch die vor allem als Schauspielerin bekannte Fernanda Torres hat mit A glória e seu cortejo de horrores einen neuen Roman vorgelegt. Wir folgen darin dem Aufstieg und Fall des Schauspielers Mário Cardoso, der zunächst ein Telenovela-Star ist, sich dann aber entscheidet, Rei Lear zu inszenieren, mit einem Ergebnis, das leider nicht wie gewünscht ausfällt.

Auch für die jungen Leser gibt es Lektürenachschub. Der Astrid Lindgren Klassiker Ronja Räubertocher ist endlich in Brasilien in einer portugiesischen Übersetzung erschienen, Rônia. A filha do bandoleiro ist ab sofort bei uns lieferbar.

Von der deutschen Kinderbuchautorin und Illustratorin Susanne Straßer ist mit Muito cansado e bem acordado ein weiterer Titel in Brasilien erschienen, der sich auf humorvolle Weise rund um das schwierige Thema Einschlafen dreht.

Alle vorgestellten Bücher gibt es in unserer Frankfurter Buchhandlung und natürlich aus in unserem Onlineshop (Klick auf die Titelbilder genügt).

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Albert von Brunn in Germersheim

Unser Autor Albert von Brunn hält morgen, am 28.5. um 11.20 Uhr im Hörsaal 329 der Universität Germersheim einen Vortrag zum Thema „Milton Hatoum zwischen Amazonien und Orient“.

Die Vortrag ist Teil des von der Abteilung Spanische und Portugiesische Sprache und Kultur organisierten Themenschwerpunkts „América2010 -Zweihundertjahrfeiern der Unabhängigkeit der lateinamerikanischen Staaten“ .

Albert von Brunns Buch Milton Hatoum – Zwischen Orient und Amazonas ist im vergangenen Jahr in unserem Verlag (TFM – Verlag Teo Ferrer de Mesquita) erschienen und kann in jeder Buchhandlung oder bei uns zum Preis von 18,00 Euro erworben werden.


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Milton Hatoum im Interview

Ein interessantes Interview hat der brasilianische Autor Milton Hatoum der Neuen Zürcher Zeitung am 16. Januar gegeben. Unter dem Titel
Wir sind alle uneheliche Kinder Amerikas über sein Schreiben, die Rolle einer Nationalliteratur im Zeitalter der Globalisierung, die Bedeutung des Lokalen, aber auch über die aktuelle Politik Brasiliens und die Zukunft des Regenwaldes.

Parallel zur Lektüre des Interviews empfehlen wir nochmals das Buch Milton Hatoum. Zwischen Orient und Amazonas unseres Autors Albert von Brunn, das im Oktober des letzten Jahres bei TFM erschienen ist.

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Albert von Brunn: Milton Hatoum

Albert von Brunn: Milton HatoumPünktlich zum morgigen Beginn der Frankfurter Buchmesse ist auch ein neues Buch fertig geworden.  In Milton Hatoum. Zwischen Orient und Amazonas beschäftigt sich unser Autor Albert von Brunn mit dem Werk des bekannten brasilianischen Schriftstellers, dessen Romane (Cinzas do Norte, Órfãos do Eldorado, Dois Irmãos und Relato de um Certo Oriente) auch alle in deutscher Übersetzung vorliegen.

Albert von Brunns Arbeit versucht, einige wichtige Etappen im Werk von Milton Hatoum aufzuzeigen und gibt einen Überblick über die Geschichte der libanesischen Einwanderung nach Brasilien, die Rolle der verschiedenen Sprachen im Umkreis des Autors (Portugiesisch, Arabisch, Französisch) und die kulturelle Durchmischung zweier Welten, die alles zu trennen scheint – Orient und Amazonas.

Das Buch hat die ISBN 9783939455035, kostet 18,00 Euro und ist über den Buchhandel und natürlich auch direkt bei uns erhältlich.

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Prêmio Jabuti geht an Moacyr Scliar

Der brasilianischer Autor Moacyr Scliar erhält in diesem Jahr den renommiertesten Literaturpreis Brasilien in der Kategorie Roman für seinen im letzten Jahr erschienenen Roman Manual da paixão solitária. Den zweiten Platz belegt Milton Hatoum für seinen bereits ins Deutsche übersetzten Roman Orfãos do Eldorado (Die Waisen des Eldorado), Platz drei geht an den jungen Daniel Galera für sein Buch Cordilheira. Der Preis ist mit 30.000 Reais dotiert und wird am 4. November von der Câmara Brasileira do Livro verliehen.

Moacyr Scliar wurde 1937 in Porto Alegre (Südbrasilien) als Sohn jüdisch-russischer Immigranten geboren. Er studierte Medizin und hat bis zu seinem Ruhestand lange Jahre als Arzt gearbeitet. Sein umfangreiches Werk beinhaltet mehr als 50 Titel, sowohl Romane, Essays als auch Kinder- und Jugendbücher. Ins Deutsche wurde u.a. sein wunderbar ironischer Roman O exército de um homem só (Die Ein-Mann-Armee) übersetzt.

Der Prêmio Jabuti wird noch in vielen weiteren Kategorien verliehen (u.a. Lyrik, Sachbuch, Kinder- und Jugendbuch, beste Übersetzung usw.) Alle Preisträger können hier eingesehen werden.


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Brasilianische Autoren in deutscher Übersetzung

Die Waisen des EldoradoÜbersetzungen aus portugiesischsprachigen Ländern sind auf dem deutschen Buchmarkt nach wie vor eher rar gesäet. Umso erfreulicher, dass in diesem Frühjahr gleich mehrere brasilianische Autoren in deutsche Verlagsprogramme geschafft haben.

Bereits im letzten Jahr hatte der Suhrkamp Verlag Asche vom Amazonas, Milton Hatoums Roman Cinzas do Norte in der Übersetzung von Karin von Schweder-Schreiner veröffentlicht, jetzt zieht der Berlin Verlag mit Die Waisen des Eldorado (Órfãos do Eldorado), ebenfalls von Karin von Schweder-Schreiner übersetzt, nach.

Machado de Assis: Tagebuch des AbschiedsIn Katharina Wagenbachs Friedenauer Presse ist mit Machado Assis‘ Tagebuch des Abschieds (Memorial de Aires) in der Übersetzung von Berthold Zilly ein Klassiker der brasilianischen Literatur und gleichzeitig Machado de Assis‘ letzter Roman (1908, kurz vor seinem Tod, publiziert) erschienen.

Der erfolgreiche Roman A casa das sete mulheres von Letícia Wierzchowski wurde eben bei Limes mit dem Titel Das Haus der sieben Frauen veröffentlicht. Das Buch wurde aus dem Spanischen von Stephanie Karg übersetzt, und aus welchem Grund auch immer, hat man den Namen der Autoren auf Letícia Wierz gekürzt.

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