Archiv der Kategorie: brasilianische autoren

Luiz Ruffato am 27. Mai bei „Brasilesen“

Wir freuen uns sehr, dass die Reihe

auch in diesem Jahr fortgesetzt wird.

Luiz Ruffato (Copyright: Adriana Vichi)

Luiz Ruffato,  der als Eröffnungsredner der letztjährigen Frankfurter Buchmesse für Furore gesorgt hat und auch jetzt im Vorfeld der Fußball-WM als Gesprächspartner zur aktuellen Situation in Brasilien sehr gefragt ist, liest am Dienstag, dem 27.Mai um 19.30 Uhr

in der Stadtbücherei/Zentralbibliothek Frankfurt, Hasengasse 4

aus seinem Roman Feindliche Welt, Vorläufige Hölle Bd. 2  (O Mundo Inimigo), der eben in deutscher Übersetzung von Michael Kegler im Hamburger Verlag Assoziation A erschienen ist.

Luiz Ruffato: O mundo inimigoZé Pintos Gasse, eines der Armenviertel der Textilindustriestadt Cataguases im Landesinneren Brasiliens, ist Dreh- und Angelpunkt dieses zweiten Teils des Romanzyklus „Vorläufige Hölle“. Sie ist Zwischenstation und vorübergehende Heimat derjenigen, die aus dem kargen, archaischen Leben auf dem Land in das Elend der Städte ziehen. Wohnstätte der Dienstboten und Industriearbeiter, Ausgangspunkt der nächsten Migration. Ziel der vergeblichen Rückkehr. Mit geradezu körperlicher Empathie stellt Luiz Ruffatos Projekt einer Geschichte des brasilianischen Proletariats Individuen in den Vordergrund, die umgeben von einer großen und feindlichen Welt im Sog der Geschichte zu überleben versuchen.

Michael Kegler moderiert und übersetzt, Jochen Nix liest die deutsche Übersetzung.

Als Sohn eines Popcorn-Verkäufers und einer Wäscherin kam Luiz Ruffato in Cataguases im Staat Minas Gerais auf die Welt, seine beruflichen Anfänge waren die eines Werkarbeiters. Hartnäckig absolvierte er ein Studium, wurde Journalist und gilt heute als einer der wichtigsten Erneuerer in der brasilianischen Prosa-Landschaft.

Am Donnerstag, dem 29.5. ab 20.15 Uhr nimmt Luiz Ruffato an einer von Michael Kegler moderierten Podiumsdiskussion mit César Oiticica Filho & Tamur Aimara (Regisseure) im Anschluss an die Filmvorführung Vinegar Syndrome im Deutschen Filmmuseum teil. Der Film handelt von den Protesten im Jahr 2013 in Brasilien, als mehrere Millionen Menschen auf die Straße gingen: Er dokumentiert den Zeitraum vom Polizisten-Einmarsch ins Indian Museum bis zum Besuch des Papstes Ende Juli 2013 und damit dem Ende der Proteste. Fokus des Films ist der Medienkrieg, der einerseits die Manipulation durch die neuen Medien und andererseits deren Aufschwung gegenüberstellt.

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Hans-Christian-Andersen Preis geht an Roger Mello

Der brasilianische Illustrator und Kinderbuchautor Roger Mello erhält den diesjährigen Hans-Christian-Andersen Preis im Bereich Illustration.  Der Preis wird alle zwei Jahre verliehen und gilt weltweit als die größte Auszeichnung im Bereich Kinderbuch und Illustration.  Als beste Autorin wurde die Japanerin Nahoko Uehashi ausgezeichnet.

Die Preisträger wurden auf der in dieser Woche stattfindenden Kinder- und Jugendbuchmesse in Bologna im Rahmen einer Pressekonferenz bekannt gegeben. Brasilien ist in diesem Jahr Gastland der Messe, dementsprechend war die Freude beim anwesenden Roger Mello wie auch die Schar der Gratulanten groß.

Roger Mello war im vergangenen Jahr mehrmals in Deutschland und hat hier auch seine Illustrationen ausgestellt. Informationen zum Autor finden sich daher u.a.

auf der Seite der Frankfurter Buchmesse, in einem Artikel der Frankfurter Rundschau und auf der Seite der Internationalen Jugendbibliothek in München.

Wer sich für die Bücher von Roger Mello im Original interessiert, schaut am besten einmal bei uns im Laden oder auf unserer Webseite vorbei.

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Bernardo Kucinski liest am 27. März im Club Voltaire

Bernardo Kucinski: K. oder die verschwundene TochterZwei wichtige politische Ereignisse jähren sich in diesem Frühjahr. Am 31. März 2014 jährt sich der Militärputsch in Brasilien zum fünfzigsten Mal, am 25. April wird der vierzigste Jahrestag der Nelkenrevolution in Portugal begangen.

Für beide Tage gibt es auch in Deutschland zahlreiche Veranstaltungen. In Berlin hat sich die Initiative Nunca  mais/Nie wieder gegründet, die von März bis Juni bundesweit Filmreihen, Workshops und Gesprächsrunden mit namhaften Experten und Zeitzeugen organisiert. In diesem Rahmen finden auch zwei Veranstaltungen in Frankfurt statt.

Am Donnerstag, dem 27. März um 19.30 Uhr stellt der brasilianische Schriftsteller Bernardo Kucinski sein im Transit-Verlag erschienenes Buch K. oder Die verschwundene Tochter im Club Voltaire, Kleine Hochstraße 5 vor. Die Lesung wird von Sarita Brandt moderiert und übersetzt, der Eintritt ist frei. Die Veranstaltung wird vom brasilianischen Kulturzentrum CCBF e.V. unterstützt.
São Paulo in den siebziger Jahren. K., Besitzer eines Geschäfts für Herrenmode, wartet seit vielen Tagen auf ein Lebenszeichen seiner Tochter, Dozentin an der Universität São Paulo: dort sei sie seit zwei Wochen nicht mehr erschienen. Er fragt ihre Freunde, Bekannte, geht mit ihrem Foto zur Polizei – bis er schließlich auf Umwegen erfährt, dass sie seit Jahren ein Doppelleben führte und mit ihrem Mann verdeckt politisch arbeitete.

Bernardo Kucinski, 1937 in São Paulo als Sohn einer pol­nisch-jüdischen Einwandererfamilie geboren, arbeitet als Wis­senschaftler und Journalist und war nach dem Ende der Diktatur lange Jahre enger Berater des Präsidenten Lula da Silva.  Er gilt auch als wichtige Stimme der Angehörigen der desaparecidos – Menschen, die in der Zeit der brasilianischen Militärdiktatur (1964 bis 1985) gefangen genommen oder verschleppt wurden und seitdem als vermisst gelten. Dieses Schicksal widerfuhr auch Kucinskis Schwester Ana Rosa Kucinski Silva. Diese hatte sich Ende der 1960er Jahre einer Widerstandsgruppe angeschlossen, wurde 1974 gemeinsam mit ihrem Mann festgenommen und gilt seither als verschwunden.

Bereits am Mittwoch, dem 26. März um 20.00 Uhr wird im Mal Sehn Kino,  Adlerflychtstr. 6, Hinterhaus,  der Film A Memória que me contam von Lúcia Murat im Original mit englischen Untertiteln gezeigt. Die Regisseurin wird anwesend sein, der Abend wird von medico international unterstützt.

Die brasilianische Regisseurin und Ex-Guerillera erzählt in „A memoria que me contam“ (Erinnerungen, die mir erzählt wurden) die Auseinandersetzung zwischen zwei sich nahe stehenden, sich entfremdeten Generationen. Eine Gruppe alter Freunde, die einst Mitglieder des radikalen brasilianischen Widerstandes waren, kommt am Sterbebett ihrer charismatischen Wortführerin wieder zusammen. Sie reflektieren die gemeinsame Vergangenheit und scheitern an der Gegenwart im Konflikt mit ihren erwachsenen Kindern.

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Alexandre Vidal Porto am 5. März bei „Brasilesen“

Die erfolgreiche Reihe

wird auch in diesem Jahr fortgesetzt. Ziel ist es weiterhin, brasilianische Autorinnen und Autoren und damit die brasilianische Literatur hierzulande bekannter zu machen. Den Auftakt für dieses Jahr bildet der aus São Paulo stammende Autor und Diplomat Alexandre Vidal Porto.

Er liest am Mittwoch, dem 5. März, um 19.30 Uhr in der Stadtbücherei/Zentralbibliothek Frankfurt, Hasengasse 4 aus seinem zweiten Roman Sergio Y. vai à América, der auch in Brasilien erst in diesem Frühjahr bei Companhia das Letras erscheint. Er wurde jedoch dafür bereits mit dem Prêmio Paraná de Literatura ausgezeichnet.

Alexandre Vidal Porto, copyright: Ryan Stevenson

Alexandre Vidal Porto, copyright: Ryan Stevenson

Michael Kegler moderiert und übersetzt. Für die Lesung übersetzte Textauszüge in deutscher Sprache werden von Jochen Nix gelesen. Der Eintritt ist wie immer frei.

Sergio Y., ein Student aus São Paulo, beschließt eine Therapie zu machen, um ein glücklicherer Mensch zu werden. Nach einer New-York-Reise bricht er die Therapie plötzlich ab. Er habe seinen Weg zum Glück gefunden, erklärt er. Fünf Jahre danach begegnet der Therapeut zufällig Sergios Mutter und erfährt, welche ungewöhnliche Wendung Sergios Leben genommen hat. Eine schockierende und doch optimistische Geschichte, erzählt aus der Perspektive des Psychiaters.

BrasiLesen ist eine Iniatitive des Centro Cultural Brasileiro de Frankfurt (CCBF e.V.), dem Generalkonsulat von Brasilien, LitpromTFM-Centro do Livro und Empório VidaBio.

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Geschenktipps Teil 2 – bibliophile Schätzchen

Kurz vor dem dritten Advent gibt es hier noch ein paar Geschenktipps für Kurzentschlossene.

Das Brasilien-Jahr hat uns neben den bereits vorgestellten Bildbänden eine ganze Reihe von sehr schön gestalteten Anthologien und (modernen) Klassikerausgaben beschert, die auf dem einen oder anderen Gabentisch nicht fehlen sollten.

Machado de Assis: Dom CasmurroBei Manesse ist mit Dom Casmurro ein weiterer Titel von Machado de Assis erschienen. In der Übersetzung von Marianne Gareis lernen wir die Liebesgeschichte von Bento und Capitu kennen, in der auch ein zweiter Mann eine Rolle zu spielen scheint. Wie üblich zeichnen sich die kleinen Manesse-Bände durch eine bibliophile Ausstattung – Leineneinband, Lesebändchen und Fadenheftung aus. Hier bekommt man einen Einblick in die aufwendige Produktion.

Rio - Eine literarische EinladungBerühmt ist auch die Salto-Reihe aus dem Berliner Wagenbach Verlag. Die in rotes Leinen gebundenen, fadengehefteten Bände erscheinen seit 1987, in diesem Sommer wurde der 200. Band veröffentlicht. Der von Marco Bosshard und Marcos Machado Nunes herausgegebene Band Rio – eine literarische Einladung stellt die cariocas in unterschiedlichen, größtenteils bisher unveröffentlichten Erzählungen u.a. von Luiz Ruffato, João Gilberto Noll, Nélida Piñon, Carlos Drummond de Andrade und Caetano Veloso vor.

Wenn der Hahn krähtIn rotes Leinen gehüllt und mit Lesebändchen versehen ist auch der von Luisa Costa Hölzl und Wanda Jacob bei Edition fünf herausgegebene Band Wenn der Hahn kräht, in dem  u. a. die brasilianischen Schriftstellerinnen Ana Paula Maia, Beatriz Bracher, Cíntia Moscovich und Andréa del Fuego in Geschichten von Liebe und Ver­strickungen, Tradition und Moderne, Macht und Unterdrückung, Geld und Armut, Glaube und Hoffnung in einer Gesellschaft im Aufbruch berichten.

Abschließend sei noch auf die beiden wirklich schönen und amüsanten Bände von Moacyr Scliar aus dem Lilienfeld Verlag verwiesen. In Halbleinen, mit Fadenheftung und Lesebändchen gibt es den aberwitzigen Roman Die Ein-Mann-Armee in der Moacyr Scliar: Die Ein-Mann-ArmeeÜbersetzung von Karin von Schweder-Schreiner, in dem der Utopist Mayer Guinzburg mit seinen tierischen Mitstreitern, den Genossen Schwein, Ziege und Henne allein versucht,  die kommunistische Republik „Nova Birobidjan“ zu errichten.

Moacyr Scliar: Kafkas LeopardenIn der selben Aufmachung , übersetzt von Michael Kegler, ist ebenfalls bei Lilienfeld der Roman Kafkas Leoparden erschienen, in dem es um einen Geheimauftrag Trotzkis, den jungen russischen Juden Benjamin und einen Zettel von einem Schriftsteller namens Franz Kafka geht…

Alle hier genannten Bände bestechen natürlich nicht nur durch Aussehen und Haptik, sondern  glänzen auch mit den „inneren Werten“.

Noch bis zum 21.12. können sie diese und viele andere Bücher  bei uns in der Buchhandlung erwerben. Ab 22.12. machen auch wir eine Weihnachtspause und öffnen wieder am 6. Januar.

Machado de Assis: Dom Casmurro, 22,95 EUR
Rio – eine literarische Einladung, 15,90 EUR
Wenn der Hahn kräht, 18,90 EUR
Moacyr Scliar: Kafkas Leoparden,  18,90
Moacyr Scliar: Die Ein-Mann-Armee , 19,90 EUR

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Daniel Galera erhält Prêmio São Paulo de Literatura

Im Herbst werden immer besonders viele Literaturpreise verliehen, daher häufen sich die entsprechenden Nachrichten hier im Blog ein wenig.

Daniel Galera: Barba ensopada de sangueDer Prêmio São Paulo de Literatura in der Kategorie „Bestes Buch des Jahres“ geht in diesem Jahr an Daniel Galera, der für sein im im letzten Jahr erschienenes Werk Barba ensopada de sangue ausgezeichnet wird, das schon in diesem September unter dem Titel Flut in deutscher Übersetzung von Nicolai von Schweder-Schreiner bei Suhrkamp erschienen ist und auch einer der meist kommentierten Titel der letzten Buchmesse war.

Die Übersetzung wurde u.a. im Spiegel, der Zeit und der Welt besprochen. Dennis Scheck hat Daniel Galera für die Sendung Druckfrisch getroffen.

In der Kategorie „Bestes Debüt von Autoren über 40 Jahre“ gewann die Schriftstellerin Paula Fábio mit dem Titel Desnorteio, für das „Beste Debüt von Autoren unter 40 Jahren“ wurde der Titel Antiterapias von Jacques Fux ausgezeichnet.

Der Prêmio São Paulo de Literatura wird seit 2008 vom Kulturstaatssekretär des Staates São Paulo verliehen und ist mit insgesamt 400.000 Reais (ca. 130.000 Euro) dotiert.

Daniel Galera: Flut  (auch als Ebook bei Libreka)
Daniel Galera: Barba ensopada de sangue

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Microcontos – Minigeschichten

Microcontos - Minigeschichten aus BrasilienDer Münchner dtv-Verlag hat seine zweisprachige Reihe nun auch um einen Titel in brasilianischem Portugiesisch erweitert. Die von Luísa Costa Hölzl herausgegebene und von Wanda Jakob übersetzte Sammlung von Microcontos vereint Texte von Tata Amaral, Marçal Aquino, Beatriz Bracher, Marcelino Freire, Andréa del Fuego, Ivana Arruda Leite, Victor Paes, Adriana Lisboa, José Rezende Jr., Sidney Rocha, Luiz Ruffato, Walther Moreira Santos und Veronica Stigger.

Insgesamt enthält das Buch 86 Minigeschichten, die trotz Ihrer Kürze nicht unbedingt für Anfänger geeignet sind. Auf kleinstem Raum lassen die Autoren ihr ganzes literarisches Können spielen.

Wie auch die anderen Titel der Reihe dtv-zweisprachig ist das Buch im Paralleldruck gesetzt, sodass man jederzeit einen Blick auf die Übersetzung werfen kann.

Microcontos  – Minigeschichten aus Brasilien, zweisprachige Ausgabe portugiesisch-deutsch, ISBN 9783423095181, 8,90 EUR – wie immer bei uns erhältlich.

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Lesungen mit Luiz Ruffato und Edney Silvestre

Für alle, die während der Buchmesse nicht genügend Gelegenheit hatten, brasilianische Autoren live zu erleben, gibt es in den nächsten Tagen noch zwei Gelegenheiten.

Der als Eröffnungsredner der Buchmesse gefeierte Luiz Ruffato nimmt am von der Frankfurter Roman Fabrik organisierten Metropolitan-Festival und repräsentiert dort „seine Stadt“ São Paulo.

Luiz Ruffato: Es waren viele PferdeEr liest aus seinem Roman Es waren viele Pferde am 30. Oktober, 20.00 Uhr  im Literaturhaus Darmstadt und am 31.Oktober 20.30 Uhr in der Frankfurter Romanfabrik (Eintritt 8,00 EUR/ermäßigt 4,00 EUR).  Michael Kegler moderiert und übersetzt.

Außerdem nimmt Luiz Ruffato am 1.November, um 18.00 Uhr gemeinsam mit dem englischen Autor Stephen Kelman (der London vertritt) an einem von Dieter Bartetzko (FAZ) moderierten Podium um Frankfurter Architekturmuseum teil (Eintritt frei).

Edney Silvestre setzt die erfolgreiche Reihe Die letzte diesjährige Lesung der erfolgreichen Reihe

Edney Silvestre: Der letzte Tag der Unschuldfort und liest am 5. November, um 19.30 Uhr in der Stadtbücherei/Zentralbibliothek Frankfurt, Hasengasse 4. Der Eintritt ist hier wie immer frei. Kirsten Brandt moderiert und übersetzt. Edney Silvestre stellt seinen in diesem Jahr in deutscher Übersetzung erschienenen Kriminalroman Der letzte Tag der Unschuld (Se eu fechar os olhos agora) vor.  Die Erzählung beginnt mit einem waschechten Krimi-Szenario in einer Kleinstadt nahe Rio de Janeiro: zwei Jungen finden eine Frauenleiche. Daraus entwickelt sich jedoch ein spannendes Gesellschaftsbild Brasiliens am Beginn der 1960er Jahre mit sexueller Gewalt, Rassismus, Korruption und opportunistischen politischen Allianzen.

BrasiLesen ist eine Iniatitive des Centro Cultural Brasileiro de Frankfurt (CCBF e.V.), dem Generalkonsulat von Brasilien, Litprom, der Literarischen Agentur MertinTFM-Centro do Livro und Empório VidaBio.

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Romanfabrik – Nacht der brasilianischen Literatur

Nur noch wenige Wochen bis zum Beginn der Frankfurter Buchmesse!  Die zahlreichen Neuerscheinungen brasilianischer Autoren in deutscher Übersetzung treffen fast täglich bei uns ein. Einige Autoren sind schon auf Lesereise unterwegs. In der kommenden Woche, am 12. September  haben Sie in Frankfurt bei einer brasilianischen Nacht in der Romanfabrik (Hanauer Landstraße 186, 60314 Frankfurt am Main) einige Autoren und ihre Texte kennenzulernen.

Sieben verschiedene Stimmen präsentieren brasilianische Prosa und Poesie, darüberhinaus wird es Bild- und Tonprojektionen sowie Musik geben. Es lesen Ana Paula Maia, João Paulo Cuenca, Marcelino Freire, Paulo Scott, Ana Maria Gonçalves, Ricardo Aleixo und Reinaldo Moraes.

Der Abend wird von Wanda Jakob und Michael Kegler moderiert und übersetzt.

Beginn 20.30 Uhr, Eintrittskarten zum Preis von 6 EUR (ermäßigt 3 EUR).  Karten können telefonisch unter 069-49084828  oder per E-mail reservierung@romanfabrik.de bestellt werden.

Die Veranstaltung wird präsentiert vom Projeto Frankfurt 2013 – Fundação Biblioteca Nacional.

Wir sind mit einer kleiner Auswahl von Neuerscheinungen vor Ort.

Bereits am 10.9. um 20.30 Uhr, ebenfalls in der Romanfabrik, treffen Marcelino Freire und die Sängerin Fabiana Cozza zu Cantos Negreiros – einem afrobrasilianischen Abend -zusammen. Hier geht es um Canto – Gesänge,und um Contos – Geschichten. Während Fabiana Cozza, eine der größten Sängerinnen Brasiliens, ihre Lieder singt, wird Marcelino Freire, einer der angesehensten jungen literarischen Stimmen Brasiliens, Erzählungen aus seinem Band Contos Negreiros vortragen. Eintrittskarten für diese Veranstaltung kosten 10 EUR (ermäßigt 7 EUR).

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LiBeraturpreis für Patrícia Melo

Die brasilianische Autorin Patrícia Melo, deren neuester Roman Leichendieb derzeit die erste Position in der Zeit-Krimi-Bestenliste und in der Weltempfängerliste von litprom einnimmt, erhält den LiBeraturpreis. Dieser besondere Preis besteht seit 1987 (gegründet von der Initiative LiBeraturpreis e.V.) und wird in diesem Jahr erstmals von litprom (Gesellschaft zur Förderung der Literatur aus Asien, Afrika und Lateinamerika e.V.) mit Unterstützung der Frankfurter Buchmesse vergeben.

Patrícia Melo: LeichendiebDie Auszeichnung richtet sich ausschließlich an schreibende Frauen. Mit der Brasilianerin Patrícia Melo wird in diesem Jahr eine „kluge Autorin“ ausgezeichnet, die es verstehe, „glaubwürdige Charaktere zu schaffen und ohne die üblichen Mittel des Krimis aufzuzeigen, dass die Grenzen zwischen Gut und Böse nicht so einfach zu ziehen sind“, wie es in der Begründung der Jury heißt.

Der Preis ist mit 3000 Euro dotiert und wird während der diesjährigen Frankfurter Buchmesse verliehen.

Leichendieb (Ladrão de cadáveres), dessen spannende Lektüre auch die TFM-Blogredaktion nur empfehlen kann,  ist bei Klett-Cotta erschienen und wurde von Barbara Mesquita ins Deutsche übersetzt.

 

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