Schlagwort-Archive: pavel schnabel

Werkschau Pavel Schnabel im Deutschen Filmmuseum

In Kooperation mit den Hessischen Dokumentarfilmtagen LETsDOK widmet das DFF dem Regisseur und Kameramann Pavel Schnabel eine Werkschau.

Im nordböhmischen Liberec aufgewachsen, studierte Schnabel Kamera an der berühmten Prager Film- und Fernsehakademie FAMU, verließ diese jedoch vorzeitig nach dem Einmarsch der Armeen der Warschauer-Pakt-Staaten im August 1968 Richtung Westen. Auf Rat von Alexander Kluge ging er an die HfG in Ulm, wo er mit mehreren Studenten zusammenkam, mit denen er später das Eppelwoi Motion Picture Kollektiv in Frankfurt gründete.

Pavel Schnabel: Lissabon - Hafen der Hoffnung

Zu Schnabels bevorzugten Themen gehören Emigration und Exil, das europäische Judentum, Minderheiten und neueste Geschichte. Das Besondere seiner Filme ist dabei, dass diese Themen nicht abstrakt verhandelt werden, sondern durch Porträts konkreter Menschen, die sich im Spannungsfeld größerer Ereignisse befinden und dem Publikum durch geduldige Beobachtung, einen Blick für sprechende Details und eine Neigung, Widersprüche bestehen zu lassen, nähergebracht werden.

Im Rahmen der Retrospektive wird auch der Film

LISSABON – HAFEN DER HOFFNUNG

gezeigt, am Sonntag, 20.09. 18.30 Uhr

Nach der Besetzung der Beneluxstaaten und der französischen Westküste durch die Nationalsozialisten wurde Lissabon 1940 zu einem der letzten freien Festlandhafen Europas. Salazars Portugal entwickelte sich so zu einer wichtigen Transitstation für tausende Menschen auf der Flucht, darunter prominente Schriftsteller wie Heinrich Mann, Franz Werfel oder Lion Feuchtwanger. In den 1990er Jahren reist Pavel Schnabel nach Portugal, um Spuren der Vergangenheit nachzuspüren. LISSABON – HAFEN DER HOFFNUNG lässt Zeitzeug/innen zu Wort kommen und erzählt so von den Schwierigkeiten der Flucht sowie Gesten der Solidarität und des Widerstands.

Den Film haben wir auch als DVD im Angebot.

Kommentare deaktiviert für Werkschau Pavel Schnabel im Deutschen Filmmuseum

Eingeordnet unter filme

Lissabon – Hafen der Hoffnung – am 19. September im Filmmuseum

Pavel Schnabel: Lissabon - Hafen der HoffnungDas Kino in Frankfurter Filmmuseum zeigt am Samstag, dem 19. September um 16.00 Uhr in Kooperation mit der AG Dokumentarfilm zum 40. Jahrestag des Bestehens, den sehenswerten Dokumentarfilm  Lissabon – Hafen der Hoffnung von Pavel Schnabel. Es kommt die digitalisierte Fassung zur Aufführung, Pavel Schnabel wird anwesend sein und  mit  Heiko Arendt über den Film sprechen.

Der Film entstand 1994, Recherche und Text: Christa Heinrich und Jens Brüning

„Kein Land hat so vielen Juden geholfen wie Portugal“, sagen Fritz und Käthe Adelsberger. Lissabon bedeutete für sie Rettung auf ihrer Flucht vor den Nationalsozialisten, die sie, wie hunderttausende von Juden, quer durch Europa nach Portugal trieben. Die Protagonisten Ruth Arons, Grete Friman, die Adelsbergers und Siegfried Rosenthal erzählen im Film ihre Geschichte und wir erleben sie in ihrem persönlichen Umfeld – im Portugal von heute.
Ein leiser, nachdenklicher Film über ein fast unbekanntes Kapitel der europäischen Geschichte und ein Zeugnis für Menschlichkeit und Zivilcourage in einer unmenschlichen Zeit.

Pandemiebedingt gibt es im Kino nur eine begrenzte Anzahl von Sitzplätzen, daher empfiehlt sich eine frühzeitige Reservierung, Tel. 069 961 220 220.

Sie können den Film Lissabon – Hafen der Hoffnung auch bei uns in der Buchhandlung auf DVD erwerben.

Kommentare deaktiviert für Lissabon – Hafen der Hoffnung – am 19. September im Filmmuseum

Eingeordnet unter filme, frankfurt