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Neue Taschenbücher im Unionsverlag

Die Romane Das Lachen des Geckos (O vendedor de passados) von José Eduardo Agualusa und Die Stadt mit der roten Pelerine von der derzeit im Frankfurter Exil lebenden türkischen Autorin Aslı Erdoğan sind jetzt wieder lieferbar. Beide Romane wurden vom Schweizer Unionsverlag neu aufgelegt.

Der von Michael Kegler übersetzte Roman Das Lachen des Geckos wurde ursprünglich im A1-Verlag veröffentlicht und hat zahlreiche Preise erhalten. Die Hauptfigur Félix Ventura geht einer ungewöhnlichen Tätigkeit nach: Er handelt mit erfundenen Vergangenheiten. Seine Kunden sind Minister, Landbesitzer und Generäle, Menschen der neuen angolanischen Oberschicht. Sie alle blicken in eine gesicherte Zukunft, was ihnen jedoch fehlt, ist eine glanzvolle Vergangenheit. Ventura erstellt neue Stammbäume für sie  und stattet sie mit einem makellosen Vorleben aus.
Doch dann kommt ein Fremder und beauftragt Ventura, ihm nicht nur eine neue Vergangenheit, sondern eine völlig neue angolanische Identität zu verschaffen. Venturas Schöpfung auf den Namen José Buchmann beginnt den Fremden so sehr zu fesseln, dass er sich zunehmend die gefälschten Identität übernimmt und sich auf die Suche nach den Figuren seiner gekauften Vita begibt.

Aslı Erdoğans Roman Die Stadt mit der roten Pelerine spielt in Rio de Janeiro: Stadt des Karnevals, Meisterin im Spiel der Täuschungsmanöver, der Zufälle und der Maskerade. Özgür, eine introvertierte junge türkische Akademikerin, kann sich von der ebenso faszinierenden wie bedrohlichen Stadt nicht lösen. Weit entfernt hat sich dabei die junge Frau von der traditionellen Frauenrolle, wie sie die türkische Gesellschaft vorsieht. Nicht wie eine Touristin führt Özgür den Leser durch die Labyrinthe dieser Metropole, sondern wie eine Migrantin, die das zunächst Fremde als Vertrautes und Eigenes akzeptiert.

Die hier besprochenen Bücher finden wie Sie wie immer bei TFM in der Buchhandlung und in unserem Online-Shop.

 

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Portugal 2010 – noch ein Kalender

Andreas Heidrich: Portugal 2010Ein kleiner und sehr erfreulicher Nachtrag zu meinen Kalendereintrag von vergangener Woche.  Endlich gibt es einen Wandkalender Portugal 2010. Der Jenaer Fotograf Andreas Heidrich hat typische Portugalmotive aus Lissabon, der Algarve und Praia Marinha zu einem sehr schönen, dekorativen Wandkalender im A3-Format (Querformat) zusammengefasst.  Der Kalender umfasst 14 Blatt, kostet 22,00 Euro und verkürzt die Zeit bis zum nächsten Portugalkalender auf sehr angenehme Weise. Ab sofort bei uns im Sortiment.

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José Eduardo Agualusa bei TFM

Der angolanische Autor war letzten Freitag bei uns zu Gast, und die Buchhandlung platzte aus allen Nähten. Hier ein paar Impressionen von der Präsentation des Romans Das Lachen des Geckos (O vendedor de passados) in der Übersetzung von Michael Kegler im A1-Verlag erschienen.

José Eduardo Agualusa bei TFM

Agualusa - Publikum

José Eduardo Agualusa ist in dieser Woche noch in Deutschland unterwegs. Falls Sie Gelegenheit haben, schauen Sie doch vorbei, es lohnt sich:

25.05.2009 um 20:00 / Haus des Buches / Leipzig

26.05.2009 um 19:00 / Brasilianische Botschaft / Berlin

27.05.2009 um 20:00 / andere buchhandlung / Rostock

28.05.2009 um 20:00 / Buchhandlung Bittner / Köln

29.05.2009 um 19:00 / Werkstatt 3 / Hamburg Altona

Präsentation José Eduardo Agualusa

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Lesung mit Ralph Roger Glöckler am 11.April

Nach der Lesung mit Rosa Ribas am 5. April möchten wir Sie bereits eine Woche später erneut einladen:

MadreAm 11. April, 20.00 Uhr wird Ralph Roger Glöckler bei uns zu Gast sein und aus seiner Erzählung Madre lesen. Madre ist Bestandteil seiner Azorentrilogie, die außerdem Corvo sowie die Azoren-Saga Vulkanische Reise beinhaltet. Letztere wird Ende des Monats neu im Elfenbein Verlag aufgelegt.
Die Erzählung Madre beruht auf der Lebensgeschichte der Nonne Teresa da Anunciada (1658-1738), die im Kloster Nossa Senhora da Esperança in Ponta Delgada auf der Azoreninsel São Miguel lebte und den Kult um die Büste des Senhor Santo Cristo begründete. Seit drei Jahrhunderten wird dort ein Fest begangen, das viele Emigranten aus aller Welt heimkehren lässt und zum größten religiösen Ereignis auf dem Archipel der Azoren geworden ist. Die Erzählung endet nach der ersten offiziell genehmigten Prozession, die im Jahr 1700 stattfand. Glöcklers Erzählung basiert auf den überlieferten, durch die Kirche zensierten und bisher unveröffentlichten Notizen da Anunciadas, in denen die Besessenheit der Nonne aufscheint, die Figur des Senhor Santo Cristo für sich und andere zum Leben zu erwecken und zu instrumentalisieren.

Der Eintritt ist frei, Lesung in deutscher Sprache, Veranstaltungsort ist wie immer unsere Buchhandlung, und sicher wird es auch Gelegenheit geben, über das Leben und die Literatur der Azoren ins Gespräch zu kommen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

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