Archiv der Kategorie: mosambikanische Literatur

Mia Couto – 2x neu in deutscher Übersetzung

Die Frühjahrsprogramme der Verlagen erfreuen gleich mit zwei Titeln des mosambikanischen Autors Mia Couto in deutscher Übersetzung.

Mia Couto: Das schlafwandelnde LandDer Schweizer Unionsverlag hat den lange vergriffenen Roman Das schlafwandelnde Land (Terra sonâmbula) wieder neu aufgelegt. Mit diesem im Original 1992  Roman wurde Mia Couto schlagartig bekannt, die deutsche Übersetzung von Karin von Schweder-Schreiner erschien kurz darauf 1994 im dipa-Verlag. Ein ausgebrannter Omnibus dient dem alten Tuahir und dem jungen Muidinga als Zufluchtsort vor dem Bürgerkrieg. Beide erzählen einander ihre Erlebnisse. Zwischen Tuahir, Muidinga und dem Schreiber entfaltet sich ein Geschichtenzyklus voller Wunder und Überraschungen.

Mia Couto: JesusalemDer zweite Titel Jesusalem (Original: Jesusalém) ist eine Neuübersetzung, die in der renommierten Afrika-Reihe des Wunderhorn-Verlags erscheint. In dieser Reihe erscheinen jährlich drei Titel zeitgenössischer afrikanischer Literatur in deutschen Erstübersetzungen.  Auch diesen Roman hat Karin von Schweder-Schreiner ins Deutsche übersetzt. Ein traumatisierter Vater zieht sich nach dem Tod seiner Frau mit seinen beiden Söhnen und einem Ex-Soldaten in ein verlassenes Jagdcamp mitten im unwirtlichen Busch zurück. »Jesusalem« tauft er den Ort – jenseits von Jesus. Dort will er das Erlebte vergessen. Er verbietet seinen Söhnen jegliche Erinnerung, selbst Träume sollen sie unterdrücken. Als eines Tages eine mysteriöse weiße Frau im Camp erscheint, bricht die Welt des Vaters zusammen, sie kehren zurück in die Stadt, wo die Söhne erfahren, was den Vater in den Wahnsinn getrieben hat.
Original und Übersetzung sind wie immer bei  uns in der Buchhandlung vor Ort oder online erhältlich.

Mia Couto: Das schlafwandelnde Land, Unionsverlag, 11,95 EUR

Mia Couto: Jesusalem, Wunderhorn, 24,80 EUR

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Mia Couto erhält Neustadt Prize 2014

Der mosambikanische Autor Mia Couto wird mit dem renommierten Neustadt Prize  (Neustadt Internationl Prize for Literature) ausgezeichnet. Die oft als „amerikanischer Nobelpreis“ bezeichnete Auszeichnung wird alle zwei Jahre von der University of Oklahoma verliehen und wendet sich an renommierte internationale Autoren. Der Preis ist mit 50.000 Dollar dotiert und wird Mia Couto im Rahmen des Neustadt Literaturfestivals im kommenden Jahr übergeben. Er ist der 23. Preisträger, unter anderem wurden in vorangegangenen Jahren schon Autoren wie Gabriel Garcia Márquez, die diesjährige Nobelpreisträgerin Alice Munro, Max Frisch und Assia Djebar ausgezeichnet.

Mia Couto zeigt sich in einer ersten Stellungnahme sehr erfreut, er widmete den Preis seiner Familie, aber gleich danach auch der mosambikanischen Nation, die im Augenblick angesichts von politischen Auseinandersetzungen durch eine schwierige Zeit geht.

Zuletzt veröffentlichte er in Portugal den Roman A confissão da leoa.
In deutscher Übersetzung ist der Roman Unter dem Frangipanibaum lieferbar.

Beiträge zum Thema in der Presse:
Público

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Frühjahrsnovitäten für den Sommerurlaub

Jetzt, da für einige schon die ersehnten Sommerferien beginnen, möchten wir noch auf ein paar Frühjahrsnovitäten hinweisen, die in den letzten beiden Monaten erschienen sind. Vielleicht findet das eine oder andere Buch ja noch Platz in Ihrem Reisegepäck.

Der mit dem Prémio José Saramago ausgezeichnete Roman Os Malaquias der brasilianischen Autorin Andrea del Fuego ist in Portugal erschienen. Erzählt wird in die Geschichte der Geschwister Nico, Júlia e Antônio aus dem Hinterland Brasilien, deren die Eltern sind bei einem Blitzschlag ums Leben gekommen sind . Der Roman besticht durch eine ungewöhnliche, etwas aus der Zeit fallende Sprache, Elemente, die aus dem realismo mágico stammen könnten, und eine spannende Geschichte. Die deutsche Übersetzung soll im kommenden Jahr erscheinen.

Der angolanische Autor José Eduardo Agualusa, dank der verlegerischen Arbeit des A1 Verlags inzwischen auch dem deutschsprachigen Publikum ein Begriff, hat mit Teoria Geral do Esquecimento ebenfalls einen neuen Roman vorgelegt. Die Handlung spielt im Jahr 1975 kurz nach der Unabhängigkeit Angolas. Eine portugiesische Frau, die von den Umwälzungen in Schrecken versetzt wird, errichtet eine Wand, die ihre Wohnung vom Rest des Gebäudes und damit vom Rest der Welt trennt. Dort wird sie  – wie eine Schiffbrüchige auf einer einsamen Insel – die nächsten dreißig Jahre verbringen, während die angolanische Hauptstadt Luanda um sie herum wächst und leidet.

Ein ganz anderes Thema steht im Mittelpunkt von A confissão da leoa, dem neuen Roman des mosambikanischen Schriftstellers und Biologen Mia Couto. Er basiert auf einer realen Begebenheit, im Jahr 2008 wurde die Provinz Cabo Delgado immer wieder von Löwen attackiert, in relativ kurzer Zeit starben mehr als 200 Menschen. Um das Problem zu lösen, wurden zwei professionelle Jäger in die Provinz entsandt, die über viele Wochen hinweg gegen die Löwen kämpften. Ein interessantes Interview (in portugiesischer Sprache) zur Entstehungsgeschichte des Romans ist im Blog des Literaturkritikers José Mário Silva erschienen.

Alle vorgestellten Bücher sind natürlich in unserer Frankfurter Buchhandlung oder online erhältlich.

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Mosambik-Woche startet heute in Berlin

Mit einem Fußballspiel der Mannschaft des Auswärtigen Amts gegen eine Auswahl der mosambikanischen „Community“ beginnt heute Nachmittag in Berlin die von der mosambikanischen Botschaft, dem mosambikanischen Außenministerium sowie mit Unterstützung des Ministeriums für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und zahlreichen Kooperationspartner initierte Mosambik-Woche.

Das vielfältige Programm bietet bis zum 30. Juni in Berlin, Hamburg, Aachen, Stuttgart, Köln und München ein breitgefächertes Angebot mit Ausstellungen, Autorenlesungen, Konzert und Tanz, aber auch mit wirtschaftspolitischen Veranstaltungen.

Eingeladen sind unter anderem die beiden Schriftsteller Paulina Chiziane und Nelson Saúte, die aus ihren Werken Ventos do apocalipse bzw. Rio dos bons sinais lesen werden.

Das komplette Programm finden Sie hier auf der Webseite der mosambikanischen Botschaft in Berlin.

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noch mehr Hörbücher – mais audiolivros

Mia Couto: Vozes Anoitecidas - HörbuchDas Hörbuch ist nach wie vor ein eher vernachlässigtes Gebiet, sowohl in Portugal als auch in Brasilien. So freuen wir uns über jede Neuveröffentlichung, und diesmal ganz besonders, da erstmals auch zeitgenössische lusophone Autoren im Hörbuch verlegt worden sind.

Mit dabei sind unter anderem Vozes Anoitecidas von Mia Couto, gelesen unter anderem von der Jazzsängerin Maria João und dem Bestsellerautor José Rodrigues dos Santos. Außerdem die Reiseerzählungen Passageiros em Trânsito von José Eduardo Agualusa, As Rosas de Atacama und O velho que lia romances de amor von Luís Sepúlveda sowie Histórias Falsas von Gonçalo M. Tavares. Die komplette Liste der neuen Hörbuchtitel finden Sie hier, alle von uns angebotenen Hörbuchtitel hier
wie immer bei uns in der Buchhandlung oder über den Webshop zu beziehen.

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Poesiefestival VIII – 10.07. – VERSschmuggel 1

Am heutigen Donnerstag stehen beim von der Literaturwerkstatt Berlin organisierten Poesiefestival die portugiesischsprachigen Dichter erneut im Mittelpunkt. Um 18.30 Uhr sprechen die Autoren Ana Luísa Amaral (Portugal), Armando Artur (Moçambique), Paulo Henriques Britto (Brasilien) mit Maria Carlos Loureiro von der Direcção do Livro e das Bibliotecas aus Portugal und dem Literaturübersetzer Kurt Scharf.

Im Anschluss daran findet um 20.00 Uhr mit VERSschmuggel 1 sicherlich eine der interessantesten Veranstaltungen des Festivals statt. Im Laufe der Woche haben portugiesisch- und deutschsprachige Autoren in einem Übersetzungsworkshop die Gedichte des jeweiligen Partners in ihre Sprache übertragen und präsentieren heute und morgen die Ergebnisse dieser Arbeit. Es ist ja kein Geheimnis, dass die Übersetzung von Lyrik ein große Herausforderung ist und oft eine Nachdichtung verlangt. Heute Abend stehen folgende Autoren im Mittelpunkt des Interesses:

Ana Luísa Amaral (Zusammenarbeit mit Monika Rinck)

wurde 1956 in Lissabon geboren. Sie lebt und arbeitet seit einigen Jahren in Leça da Palmeira und ist heute Professorin an der Faculdade de Letras der Universität Porto. Ana Luísa Amaral veröffentlichte bisher neun Lyrikbände und zwei Kinderbücher. Ihre Texte sind in zahlreichen ausländischen Anthologien vertreten.
2007 wurde sie mit dem Prémio Literário Casino da Póvoa/Correntes d’Escritas ausgezeichnet.
2008 erhielt sie – wie auch von uns berichtet – für den Lyrikband Entre dois rios e outras noites den großen Lyrikpreis der portugiesischen Schriftstellervereinigung.
Einige Gedichte von Ana Luísa Amaral liegen im Band Die Bogenform der Erinnerung auch in deutscher Nachdichtung vor.
Ausgewählte Werke:

Entre dois rios e outras noites, A Arte de Ser Tigre, A génese do amor, Imagens.

Pedro Sena-Lino (Zusammenarbeit mit Daniel Falb)

Geboren 1977 in Lissabon. Studierte portugiesische Sprache und Literatur an der Universidade Nova Lissabon, Master in Romanistik. Literaturkritiker für die Beilage Mil Folhas der bekannten portugiesischen Tageszeitung Público.
Bisher veröffentlichte Pedro Sena-Lino sechs Lyrikbände.

Werk (Auswahl)

Zona de Perda – Livro de Albas, Deste Lado da Morte Ninguém Responde.

Luís Carlos Patraquim (Zusammenarbeit mit Richard Pietraß)

Geboren 1953 in Lourenço Marques (heute Maputo), Moçambique.
Mitarbeiter der Zeitung A Voz de Moçambique, Flucht in die Schweiz 1973. 1975 Rückkehr nach Moçambique, Mitarbeit bei der Zeitung. Luís Carlos Patraquim ist Gründungsmitglied der mosambikanischen Nachrichtenagentur AIM und des nationalen Filminstituts, bei dem er von 1977 bis 1986 als Drehbuchautor und Redakteur tätig ist.
Seit 1986 lebt er in Lissabon und arbeitet von dort aus für die mosambikanische und portugiesische Presse, er schreibt weiterhin Drehbücher für Kino und Theater.

Werk (Auswahl):

O Osso Côncavo e outros poemas, Mariscando Luas (mit Ana Mafalda Leite und Roberto Chichorro), Vinte e tal novas formulações e uma elegia carnívora

Angélica Freitas (Zusammenarbeit mit Arne Rautenberg)
wurde 1973 in Pelotas (Brasilien) geboren. Die Journalistin und Lyrikerin arbeitet für Zeitungen in São Paulo.
Veröffentlicht hat sie den Lyrikband Rilke Shake

Paulo Henriques Britto (Zusammenarbeit mit Hans Raimund)

Geboren 1951 in Rio de Janeiro, wo er auch die meiste Zeit seines bisherigen Lebens verbrachte. In den 1960er und 1970er Jahren hielt er sich für längere Zeit in den USA auf. Dort kam er naturgemäß eng mit der englischen Sprache in Kontakt und entwickelte daraus seinen heutigen Beruf. Er hat mehr als 80 Titel renommierter englischsprachiger Autoren, wie Philip Roth, Don DeLillo, Thomas Pynchon, John Updike, Michael Ondaatje und William Faulkner ins Portugiesische übersetzt.
Darüberhinaus schreibt er auch selbst.
Veröffentlicht hat er unter anderen: Tarde und Paraísos artificias.

Den Abschluss des heutigen Programms bildet um 22.00 Uhr die Veranstaltung Um movimento vivo – Gedichte in Bewegung, ein Projekt, bei dem Gedichte der konkreten brasilianischen Poesie von einem Chor der Berliner Singakademie vorgetragen werden.

Alle Veranstaltungen finden wieder in der Akademie der Künste statt.

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Poesiefestival V – 7.7. – Portrait einer Stadt – Lissabon

Das von der Literaturwerkstatt Berlin organisiert Poesiefestival wird heute Abend um 20.00 Uhr in der Akademie der Künste mit einer Veranstaltung fortgesetzt, in deren Zentrum die portugiesische Hauptstadt steht.

Die eingeladenen Gäste versprechen eine interessante Mischung aus Lyrik, Fado, Rap und Film, so dass es möglicherweise sogar gelingen kann, wie angestrebt, die kulturelle Vielfalt Lissabons abzubilden.

Eingeladen sind:

Teresa Balté
Geboren 1942 in Lissabon, Studium der Germanistik in Europa und den USA. Zur Zeit lehrt Teresa Balté an der Universidade Nova in Lissabon. Neben ihren Veröffentlichungen im Bereich Lyrik und Kinderbuch hat sie auch verschiedene deutsche (u.a. Büchner, Brecht, Kunert) und ungarische Autoren ins Portugiesische übersetzt.

Lieferbar sind unter anderem die Lyrikbände Sub Specie Aeternitatis und Poesia quase toda.

Ana Paula Tavares (Angola)
Geboren 1952 in Huíla, im Süden Angolas. Studium der Geschichte und Master in afrikanischer Literatur portugiesischer Sprache. Derzeit arbeitet sie als Historikerin in Lissabon. Sie hat zahlreiche Lyrik- und Prosabände veröffentlicht.

Lieferbar sind unter anderem die Lyrikbände Manual Para Amantes Desesperados, Ex-Votos, Ritos de Passagem, der Roman Os Olhos do Homem que Chorava no Rio (mit Manuel Jorge Marmelo) sowie der Prosaband A Cabeça de Salomé.

Paulo Teixeira (Portugal)

Elfenbein Verlag

Paulo Teixeira, copyright Elfenbein Verlag

Geboren 1962 in Lourenço Marques (heute Maputo), Moçambique.
Studium der Geographie und Regionalplanung an der Universidade Nova in Lissabon, heute Lehrer am Gymnasium. Als Lyriker gehört Paulo Teixeira zu den herausragenden Stimmen in den 1980er Jahren neu entdeckten Generation junger Schriftsteller. Ganz frisch in deutscher Übersetzung von Niki Graça o, Berliner Elfenbein Verlag erschienen ist der zweisprachige Lyrikband Autobiografia Cautelar – Einstweilige Autobiografie.

Eine ganze Reihe von Lyrikbänden sind im portugiesischen Original lieferbar, unter anderem A Arte da Memória, Orbe und Descanco na Fuga para o Egipto.

Pacman (eigentlich Carlos Nobre Neves) (Portugal)
Ist einer der Sänger der portugiesischen Hip-Hop Band DaWeasel. Da Weasel wurde 1993 gegründet und ist damit eines der ältesten und heute erfolgreichsten Hip-Hop Projekte Portugals. Er unterstützte die Präsidentschaftskampagne von Manuel Alegre musikalisch und vertonte unter anderem Manuel Alegres Gedicht Trova ao vento que passa, das in unserem zweisprachigen Alegre-Band enthalten ist.

Von Da Weasel sind unter anderem die CDs Da Weasel ao vivo Coliseus und Re-Definições bestellbar.

Einen weiteren musikalischen Höhepunkt stellt sicher die Teilnahme der Fadista Aldina Duarte dar, die zusammen mit Miguel Gonçalves (Klassische Gitarre) und Paulo Parreira (Portugiesische Gitarre) auftreten wird.

Aldina Duarte wurde in Lissabon geboren. Mit 20 begann sie zunächst für eine Zeitung, später für einen Radiosender zu arbeiten. Später war sie in einer medizinischen Einrichtung für tätig
Sie ist eine leidenschaftliche, traditionelle Fadosängerin. Die vergangenen 12 Jahre ihres Lebens hat sie diesem Gesang gewidmet. Heute tritt sie vor allem im Sr. Vinho, einem bekannten Fadolokal im Lissabonner Stadtteil Lapa, auf. Sie hat die Alben Mulheres ao espelho, Apenas o amor und Crua veröffentlicht. Ein Video kann man auch bei Youtube finden.

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Poesiefestival III, 06.07.08 – O Mar de África

Das Berliner Poesiefestival wird am Sonntag Abend 20.00 Uhr in der Akademie der Künste mit der Veranstaltung O Mar de África – Das Meer Afrikas fortgesetzt.

Eingeladen sind Dichter aus allen afrikanischen Ländern, in denen portugiesisch gesprochen wird:

Armando Artur (Moçambique) – geboren 1962. Seine schriftstellerische Tätigkeit begann er in den 1980er Jahren. Er war Generalsekretär des mosambikanischen Schriftstellerverbands und Gründungsmitglied der panafrikanischen Schriftstellervereinigung (PAWA), die er derzeit in Moçambique vertritt. Bei uns lieferbar ist der Titel O Hábito das Manhãs, erschienen 1990.

Olinda Beja (São Tomé e Príncipe)
wurde 1946 geboren. Sie studierte Sprachwissenschaften und moderne Literaturwissenschaften in Portugal und lebt derzeit in der Schweiz, wo sie als Lehrerin arbeitet.  Veröffentlicht hat sie unter anderem in Portugal die Gedichtbände Bô Tendê?, Leve, leve und die Romane 15 Dias de Regresso und Água Crioula.

Kalaf (Angola)
wurde 1978 in Angola geboren. Er verschmilzt in seiner Musik vielfältige Einflüsse wie Jazz, Hip-Hop, Worldmusic, und Kuduro. Kalaf lebt in Lissabon und verarbeitet in seinen Texten die Eindrücke der modernen Kultur und der urbanen Realität der portugiesischen Hauptstadt.

Mário Lúcio (Cabo Verde) heißt eigentlich Lúcio Matias de Sousa Mendes
wurde 1964 in Tarrafal geboren. Früh zum Waisen geworden, wuchs er in einer Kaserne auf. Nach seiner Schulausbildung erhielt er 1984 ein Stipendium und studierte Jura in Havana, Kuba, das er 1990 beendete. Nach seiner Rückkehr nach Cabo Verde arbeitete er als Anwalt. Von 1996 bis 2001 war er Abgeordneter des Parlaments.

Bei TFM lieferbare Lyrikbände von Mário Lúcio sind Nascimento de um mundo und Sob os signos da Luz.

João Maimona (Angola)
Geboren 1955 in Quiboclo. Er studierte Humanwissenschaften in Kinshasa (Zaire) und kehrte erst 1976 nach Angola zurück. 1978 beendete er ein Studium der Veterinärmedizin. Seit 1992 ist er Mitglied des angolanischen Parlaments.

Auf von João Maimona haben wir eine Reihe von Titeln vorrätig: Traço de união, Trajectória obliterada, Quando se ouvir o sino das sementes, Idade das palavras und As Abelhas do dia.

Guiné Bissau ist vertreten mit Tony Tcheka
Geboren 1951 in Guiné-Bissau. Seit 1975 ist er als Journalist tätig und gilt als einer der herausragenden Lyriker seines Landes.

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Prémio Correntes d’Escritas – Nominierungen

Die Correntes d’Escritas im nordportugiesischen Póvoa de Varzim (übrigens Partnerstadt des hessischen Eschborn) sind inzwischen eine schöne Tradition geworden. In diesem Jahr findet das Literaturfestival vom 13. bis 16. Februar statt und wieder werden eine Vielzahl der bekanntesten portugiesischsprachigen und auch einige spanischsprachige Autoren vor Ort sein. Die beeindruckende Teilnehmerliste kann man hier einsehen.

L�dia Jorge: Combateremos a sombraSeit 2004 stiftet das Casino von Póvoa de Varzim einen Literaturpreis, der abwechselnd an einen Roman oder an eine Lyrikveröffentlichung aus dem portugiesischen oder spanischen Sprachraum verliehen wird. Er ist damit der einzige Preis, der gleichzeitig Werke aus der portugiesch- und der spanischsprachigen Literatur berücksichtigt. Die prämierten Titel müssen jedoch schon in Portugal erschienen veröffentlicht worden sein. Bisherige Preisträger sind Lídia Jorge, António Franco Alexandre, Carlos Ruíz Zafón und Ana Luísa Amaral.

In diesem Jahr wurden folgende Romane für den mit 20.000 Euro dotierten Preis nominiert:

PredadoresA Síndrome de Ulisses des kolumbianischen Autors Santiago Gamboa
Camilo Broca des portugiesischen Schriftstellers Mário Cláudio (eben mit dem Prémio Vergílio Ferreira geehrt), Combateremos a Sombra der portugiesischen Autorin Lídia Jorge,
Desmedida des angolanischen Schriftstellers Ruy Duarte de Carvalho,
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Mia Couto

329320404x.jpgEine der erfreulichen Wiederentdeckungen der Buchmesse war die Neuauflage des lange vergriffenen Romans Unter dem Frangipanibaum des mosambikanischen Autors Mia Couto. Das Buch ist jetzt in der Übersetzung von Karin von Schweder-Schreiner im Züricher Unionsverlag neu in einer Taschenbuchausgabe erschienen und ab sofort lieferbar. Das Original A varanda do frangipani und alle anderen Titel von Mia Couto gibt es natürlich auch bei uns.

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