Archiv der Kategorie: literatura portuguesa

Portugiesische Stipendiaten in Bamberg

Das Internationale Künstlerhaus Villa Concordia in Bamberg begrüßt ab Ende April 12 neue Stipendiaten.
Sechs Künstler aus Portugal werden mit sechs Künstlern aus Deutschland Bewohner der Villa Concordia für die Dauer eines Jahres.
Der erste öffentliche Termin zur Begegnung mit den Stipendiaten ist der 27.04. um 19 Uhr. Das Stipendium soll der Begegnung und dem Gedankenaustausch zwischen Künstlern beider Länder dienen und gemeinsame künstlerische Projekte ermöglichen.

Die Stipendiaten kommen aus den Bereichen Bildende Kunst, Literatur und Musik. Ausgewählt wurden:

Bereich Literatur:
·    Dulce Maria Cardoso im letzten Jahr bei uns zu Gast und ebenfalls im letzten Jahr mit dem Literaturpreis der EU ausgezeichnet
·    Jose Riço Direitinho – ein Großteil seiner Werke liegt in deutscher Übersetzung im Elfenbein Verlag und bei Hanser vor.
·    Kurt Kreiler – Publizist, Herausgeber, Hörfunkautor
·    Susanne Röckel – Autorin und Übersetzerin

Bereich Bildende Kunst:
·    Matias Becker widmet sich unter anderem Installationen, zu denen er seine graphischen Arbeiten in Beziehung setzt.
·    Andreas Feist setzt sich in seiner künstlerischen Arbeit vor allem mit dem Verhältnis zwischen Skulptur und Architektur auseinander.
·    Filipa César beschäftigt sich in ihrem Wirken vor allem mit dem Medium „Film“.
·    João Leonardo thematisiert im Zusammenspiel verschiedenster Medien den Körper in dessen physischer und spiritueller Gesamtheit.

Bereich Musik:
·    Paul Engel – freischaffender Komponist, Dirigent und Pädagoge
·    Viera Janárčeková – Komponistin und Pianistin
·    Luís Antunes Pena – Komponist

Nähere Informationen zur Idee des Künstlerhauses finden sich hier.

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2x Pessoa im letzten Ammann-Programm

Im letzten Programm des Ammann-Programm, der wie berichtet im Sommer seine verlegerische Tätigkeit einstellt, sind noch einmal zwei Titel von Fernando Pessoa erschienen:

Pessoas bekanntestes und sicher für den Verlag erfolgreichstes Werk Das Buch der Unruhe (deutsch von Inés Koebel)  in einer  Sonderausgabe auf Dünndruckpapier und außerdem der von Steffen Dix übersetzte Band Genie und Wahnsinn. Schriften zu einer intellektuellen Biographie, den der Übersetzer und Pessoa-Forscher gemeinsam mit Jerónimo Pizarro herausgegeben hat. In diesem Band sind nahezu alle Dokumente zu den Themen Genie, Wahnsinn, Degeneration und Psychopathologie aus dem Nachlass Pessoas zusammengefasst worden.

Bleibt zu hoffen, dass die noch lange nicht vollständige Edition von Pessoas Werk in deutscher Übersetzung in einem anderen Verlag in gleicher Qualität fortgeführt werden kann.

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Portugiesische Autoren auf Lesereise

Gleich drei bekannte portugiesische Schriftsteller sind im März in Deutschland zu Gast. Den Anfang macht Miguel Sousa Tavares, der am 11. März, um 18.00 Uhr in Berlin im Rahmen der Reihe „Europa literarisch“ aus dem Roman Am Äquator (Equador) lesen wird. Die deutsche Übersetzung von Marianne Gareis ist 2005 im C.Bertelsmann erschienen. Es moderiert Thomas Wohlfarth von der Berliner Literaturwerkstatt.

Es folgt am 16. März António Lobo Antunes der auf dem Kölner Literaturfestival Lit.Cologne um 20.00 Uhr in der Kulturkirche Köln seinen Roman O meu nome é legião (2007 erschienen) vorstellen wird, die deutsche Übersetzung Mein Name ist Legion von Maralde Meyer-Minnemann ist für den Herbst bei Luchterhand angekündigt. Die Lesung wird von Kersten Knipp moderiert, es liest Michael Wittenborn vom Schauspiel Köln.

Am 20.3. um 14.00 Uhr schließlich stellt Rui Zink seinen Roman O Destino Turístico auf der Leipziger Buchmesse vor (Congress Center Leipzig, Mehrzweckfläche 1), es moderieren und übersetzen Michael Kegler und Martin Amannshauser.

Diese und weitere Termine stehen natürlich auch im Kulturkalender von nova cultura!

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Prémio Literário Casino da Póvoa für Maria Velho da Costa

Die portugiesische Autorin Maria Velho da Costa erhält den mit 20.000 Euro dotierten Prémio Literário Casino da Póvoa für ihren Roman Myra.

Wie der Vorsitzende der Jury Carlos Vaz Marques gestern bei den Correntes d’Escritas bekannt gab, setzte sich das Buch nach langer Diskussion gegen die anderen Anwärter der Shortlist durch. Nominiert waren:

Rakushisha von Adriana Lisboa

O Cónego von A.M. Pires Cabral

O Verão Selvagem dos Teus Olhos von Ana Teresa Pereira

Três Lindas Cubanas von Gonzalo Celorio

A Eternidade e o Desejo von Inês Pedrosa

O Mundo – o mundo é a rua da tua infância von Juan José Millás;

Myra von  Maria Velho da Costa

A Sala Magenta von Mário de Carvalho

A Mão Esquerda de Deus von Pedro Almeida Vieira  und

O Apocalipse dos Trabalhadores von valter hugo mãe

Myra erzählt die Geschichte der gleichnamigen Protagonistin, einer jungen Russin, die auf der Flucht durch die grauen Landschaften des gegenwärtigen Portugals reist. Eine ausführliche Rezension des Kritikers José Mário Silva in portugiesischer Sprache ist in der Literaturzeitschrift LER erschienen und hier nachzulesen. Der Roman wurde bereits im letzten Jahr mit dem Preis des portugiesischen PEN-Club und dem Prémio Máxima da Literatura ausgezeichnet.

Maria Velho da Costa ist neben Maria Isabel Barreno und Maria Teresa Horta eine der „3 Marias“, die in den 1970er mit den Novas Cartas Portuguesas (dt. Neue Portugiesische Briefe, bei tranvia erschienen) für Furore sorgten. In deutscher Übersetzung liegt ebenfalls bei Tranvia der Gedichtband Corpo verde – Körper grün vor.

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Correntes d’Escritas 2010

Mit der Präsentation zahlreicher Neuerscheinungen und der Bekanntgabe des Preisträgers des  „Prémio Literário Casino da Póvoa“ eröffnet morgen die 11. Ausgabe der Correntes d’Escritas, des inzwischen renommiertestem portugiesischen Literaturfestivals, im nordportugiesischen Póvoa de Varzim. Eingeladen sind diesmal 66 Schriftsteller aus Brasilien, Moçambique,  Cabo Verde,  Mexico, Kolumbien, Frankreich, Spanien,  Angola, Uruguay,  Argentinien und Portugal, die an verschiedenen Podiumsdiskussionen teilnehmen werden.

Alle Informationen zum Festival finden Sie hier.

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Prémio Vergílio Ferreira

Der von der Universität Évora in diesem Jahr zum 14. Mal vergebene Prémio Vergílio Ferreira  geht an die portugiesische Schriftstellerin Luísa Dacosta.

Luísa Dacosta wurde 1927 in Vila Real geboren und arbeitete bis zur ihrer Pensionierung als Lehrerin. 1995 begann sie ihre schriftstellerische Karriere, sie ist vor allem als Kinderbuchautorin bekannt, hat aber auch Bände mit Kurzerzählungen und autobiographische Texte verfasst. Der Preis wird Luísa Dacosta am 1.März, dem Todestag von Vergílio Ferreira, verliehen.

Einige Titel von Luísa Dacosta finden Sie hier in unserem Angebot.

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Rosa Lobato de Faria gestorben

Die portugiesischen Autorin, Schauspielerin und Komponistin Rosa Lobato de Faria starb gestern im Alter von 77 Jahren in einem Lissabonner Krankenhaus.

In der portugiesischen Presse finden sich zahlreiche Artikel und Reaktionen, u.a. im Público und Expresso. Die vielseitige Künstlerin begann ihre schriftstellerische Karriere mit dem Roman O pranto de Lúcifer, der als bisher einziges Buch später auch ins Deutsche übersetzte wurde und mit dem Titel Die Tränen Luzifers bei Ullstein erschien, leider aber bereits seit geraumer Zeit nicht mehr lieferbar ist. In portugiesischer Übersetzung erschien zuletzt 2008 der Roman As esquinas do tempo.

Rosa Lobato de Faria  wirkte in zahlreichen portugiesischen Fernsehserien mit, spielte aber  auch in Kinofilmen unter anderem von Lauro António und João Botelho. Darüberhinaus entwickelte sie selbst zahlreiche Drehbücher für das Fernsehen.

Zahlreiche Fadistas, unter anderem Mísia,  verdanken ihr hervorragende Liedtexte.

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Prémio Literário Casino Póvoa – Finalisten stehen fest

Und schon ist das neue Jahr wieder 5 Tage alt – alles Gute hierfür noch – und das bekannte Literaturfestival in Póvoa de Varzim wirft bereits seine Schatten voraus. Die Jury (Carlos Vaz Marques, Dulce Maria Cardoso, Fernando J. B. Martinho, Patrícia Reis, Vergílio Alberto Vieira) des alljährlich verliehenen Prémio Literário Casino Póvoa hat heute die 10 Finalisten für den Preis bekanntgegeben, der in diesem Jahr an ein Prosawerk vergeben wird. Der Preisträger wird am 22. Februar benannt.

Nominiert sind:

Rakushisha von Adriana Lisboa

O Cónego von A.M. Pires Cabral

O Verão Selvagem dos Teus Olhos von Ana Teresa Pereira

Três Lindas Cubanas von Gonzalo Celorio

A Eternidade e o Desejo von Inês Pedrosa

O Mundo – o mundo é a rua da tua infância von Juan José Millás;

Myra von  Maria Velho da Costa

A Sala Magenta von Mário de Carvalho

A Mão Esquerda de Deus von Pedro Almeida Vieira  und

O Apocalipse dos Trabalhadores von valter hugo mãe

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Weihnachtslektüre

Der 1.Advent liegt nun schon wieder hinter uns, und bis Weihnachten sind es nur noch gut 3 Wochen. Zeit also für ein paar Lektüretipps zum Thema Weihnachten:

Der portugiesische Autor Vasco Graça Moura hat eine schöne Anthologie portugiesischer Erzählungen herausgegeben, die den Titel Gloria in Excelsis – As Mais Belas Histórias Portuguesas de Natal trägt und Weihnachtsgeschichten von über dreißig bekannten portugiesischsprachigen Schriftstellern enthält. Vertreten sind beispielsweise Eça de Queirós, Jorge de Sena, José Saramago, Miguel Torga, José Eduardo Agualusa und Sophia de Mello Breyner Andresen.

Sophia de Mello Breyner Andresen ist neben ihrem herausragenden lyrischen Werk auch für ihre Kinderbücher bekannt, die schon seit vielen Jahren zur (Pflicht)lektüre gehören. In O Cavaleiro da Dinamarca erzählt sie die Geschichte eines dänischen Ritters, der sich im Zeitalter der Renaissance auf eine lange Reise begibt, aber verspricht am Weihnachtsabend wieder zurück im Kreis der Familie zu sein.

Einen eher faulen Weihnachtsmann beschreibt Ana Saldanha in ihrem amüsanten, von Alain Corbel illustrierten Kinderbuch, O Pai Natal e a Rena Rodolfa. Das am Ende doch noch alle rechtzeitig ihre Geschenke erhalten, ist nicht zuletzt dem Rentier Rodolfa zu verdanken.

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Sofia Marrecas Ferreira auf Lesereise

Wir begegnen den grauen Novembertagen auch weiterhin mit kulturellen Veranstaltungen und freuen uns, im November die portugiesische Schriftstellerin Sofia Marrecas Ferreira zu einer Lesereise begrüßen zu dürfen.

Sofia Marrecas Ferreira studierte Romanistik an der Universidade Clássica Lissabon, schloss ihr Studium in São Paulo und legte ihren Master am King’s College in London ab. Auf ihrer Lesereise stellt sie ihren fünften Roman O Sangue da Terra, eine Familiengeschichte zwischen Alentejo, Lissabon und Paris vor.

Die Termine:

25.11. Romanisches Seminar der Johann-Gutenberg Universität Mainz (nicht öffentlich)
25.11. 14.30 Uhr Universität Germersheim, An der Hochschule 2, großer Hörsaal – anfiteatro (öffentlich), in portugiesischer Sprache
26.11. 18.15 Uhr Universität Heidelberg, Seminar für Übersetzen und Dolmetschen (SÜD), Konferenzsaal, in portugiesischer Sprache, ein Teil der Veranstaltung wird von Studenten des Seminars verdolmetscht.
27.11. 20.00 Uhr Buchhandlung TFM-Centro do Livro , Große Seestr. 47, 60486 Frankfurt, zweisprachig portugiesisch-deutsch, Moderation und Übersetzung: Michael Kegler

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