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Prémio Vergílio Ferreira geht an Djaimilia Pereira de Almeida

Der von der Universität Évora vergebene Prémio Vergílio Ferreira  geht  in diesem Jahr an die Schriftstellerin Djaimilia Pereira de Almeida.

Copyright: Humberto Brito

Der Preis ist mit 4000 Euro dotiert und wird seit 1996 jährlich für das Gesamtwerk eines portugiesischsprachigen Autors oder einer Autorin aus dem Bereich Literatur oder Essay verliehen. Die Preisverleihung findet im März statt.

Zuletzt wurden u.a. Ondjaki, Helena Carvalhão Buescu, Ana Luísa Amaral, Carlos Reis, Nélida Piñon und Gonçalo M. Tavares ausgezeichnet.

Die Jury begründete die Preisvergabe an Djaimilia Pereira de Almeida, die unter anderem mit den Romanen Esse Cabelo und Lisboa, Luanda, Paraíso bekannt wurde, mit der entscheidenden Rolle, die sie bei der Erneuerung der zeitgenössischen portugiesischen Erzählung gespielt hat, indem sie Geschichten und Figuren geschaffen hat, die Fragen der Identität, der Vertreibung und des Kolonialismus problematisieren.

Von Djaimilia Pereira de Almeida sind schon zwei Romane in deutscher Übersetzung von Barbara Mesquita im Unionsverlag erschienen:

Im Auge der Pflanzen (Original: A Visão das Plantas)

Seebeben (Original: Maremoto)

In Portugal erschien zuletzt Ende letzten Jahres O Livro da Doença.

Alle Bücher von Djaimilia Pereira de Almeida sind bei uns in der Buchhandlung vorrätig oder bestellbar.

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Mia Couto, Pepetela und Agualusa: Neue Bücher im Herbst 2024

In Fortsetzung des Beitrags von letzter Woche, der die Übersetzungen im Fokus hatte, geht es heute um portugiesischsprachige Neuerscheinungen des Herbstes.

Los geht’s mit Literatur aus Angola und Mosambik. Mit Mia Couto, Pepetela und José Eduardo Agualusa haben gleich drei der bekanntesten Autoren neue Bücher vorgelegt.

José Eduardo Agualusas Roman Mestre dos Batuques führt uns an den Beginn des 20.Jahrhunderts. Die Geschichte wird zwar von Leila aus der Gegenwart erzählt, beginnt aber 1902 auf der zentralen Hochebene von Angola, als europäische Soldaten unter äußerst mysteriösen Umständen leblos aufgefunden werden. Es geht um die Liebesgeschichte von Leilas Großeltern, Jan und Lucrécia, die eng mit einer möglichem (oder unmöglichem) Geschichte des Königreichs Bailundo und des heutigen Angolas verbunden ist. Reale und fiktive Charaktere treten auf, und die Musik spielt eine herausragende Rolle – ein gut lesbarer Roman. Weitere Bücher von José Eduardo Agualusa auf Deutsch und Portugiesisch gibt’s in unserer Buchhandlung.

Auch der neue Roman von Mia Couto A Cegueira do Rio führt in die Vergangenheit. Mit dem Überfall auf ein Dorf im Norden Mosambiks schwappt der Erste Weltkrieg nach Afrika. Zeitgleich verschwinden Schrift, Dokumente und Fotografien. Die Bewohner eines kleinen mosambikanischen Grenzdorfs müssen die Ordnung der Welt wiederherstellen und den Europäern Schrift und Navigation erst wieder beibringen. Die deutschen Übersetzungen von Karin von Schweder-Schreiner der Romane Mia Coutos erscheinen im Unionsverlag.

Ende November erhält Mia Couto auf der Buchmesse von Guadalajara (Mexiko) den Prémio FIL, einen der weltweit wichtigsten und höchstdotierten Literaturpreise.

Tudo-está-ligado – „Alles ist verbunden“ heißt der neue Roman von Pepetela. Die Hauptfigur, Santiago, kehrt nach einem traumatischen Unfall zurück an den Ort seiner Kindheit, nach Benguela. Dort denkt er über die Geschichte seiner Familie und die koloniale Vergangenheit nach, trifft aber auch auf die Heilerin Ofeka, mit der er irgendwie verbunden ist.

Eine Familiengeschichte aus der Gegenwart zwischen Portugal und Angola erzählt Stephanie Vasconcelos in ihrem Debütroman A Tua Melanina.

Die autobiographisch inspirierte Geschichte über ein Kind einer portugiesischen Mutter und eines angolanischen Vaters behandelt Themen wie Rassismus, gesellschaftliche Normen und hybride Identität eingebettet in eine Geschichte über die Suche nach Liebe und Glück.

Mehr Neuerscheinungen demnächst hier im Blog und natürlich jederzeit in unserer Buchhandlung on- und offline.

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Prémio FIL geht an Mia Couto

Die größte Buchmesse der spanischsprachigen Welt im mexikanischen Guadalajara ehrt in diesem Jahr den mosambikanischen Schriftsteller Mia Couto. Er erhält den mit 150.000 Dollar dotierten Premio FIL de Literatura en Lenguas Romances, der alljährlich an einen Autor oder eine Autorin vergeben wird, der/die in einer romanischen Sprache publiziert.

Der Prémio FIL ist einer der weltweit wichtigsten und höchstdotierten Literaturpreise.

Die Bücher von Mia Couto, der 1955 als Sohn portugiesischer Eltern im mosambikanischen Beira geboren wurden, erscheinen in Portugal bei Editorial Caminho und in deutschsprachigen Raum im Schweizer Unionsverlag (in der Übersetzung von Karin von Schweder-Schreiner).

Die Jury des FIL würdigt das gesamte literarische Schaffen und hat im Fall von Couto besonders die „sprachliche Innovation“ seines Werks, das Chronik, Kurzgeschichte und Roman umfasst.

Alle Bücher von Mia Couto gibt’s natürlich bei uns in der Buchhandlung. Sein neuester Roman A Cegueira do Rio ist für Oktober angekündigt.

Auf Deutsch erschien zuletzt der sehr empfehlenswerte autobiographisch inspirierte Roman Der Kartograf des Vergessens.

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Mia Couto erhält Grande Prémio do Conto APE

Der mosambikanische Autor Mia Couto erhält den Grande Prémio do Conto des portugiesischen Schriftstellerverband. Er wird für seinen Erzählband mit dem schönen, nahezu unübersetzbaren Titel Compêndio para desenterrar nuvens ausgezeichnet. Das von Editorial Caminho herausgegebene Werk besteht aus zweiundzwanzig Geschichten, die sich mit dem Leid der Menschen befassen, unter anderem auch mit den Stimmen der Frauen, deren Leben durch Krieg, Hungersnot, Dürre und „toxische Machtverhältnisse“ zerrüttet ist, heißt es in einer Erklärung des Schriftstellerverbands. Die Erzählungen sind noch nicht in auf Deutsch erschienen, aber wer sich mit dem bekanntesten mosambikanischen Schriftsteller beschäftigen möchte und nicht portugiesisch spricht, hat trotzdem eine große Auswahl von Möglichkeiten.

Ein wesentlicher Teil des herausragenden Romanwerks liegt in deutscher Übersetzung von Karin von Schweder-Schreiner im Unionsverlag vor.

Alle portugiesischen und deutschen Ausgaben gibt es natürlich bei uns.

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Klassiker neu im Taschenbuch

Von zwei sehr bekannte „Klassiker“ der brasilianischen Literatur sind jetzt in neuen Taschenbuchausgaben erschienen.

Penguin setzt mit Nahe dem wilden Herzen die vor einigen Jahren begonnen Veröffentlichung vom Werk Clarice Lispectors fort. Die Übersetzung ist von Ray-Güde Mertin und wurde von Corinna Santa-Cruz überarbeitet.

In der Ehe mit Rechtsanwalt Otávio findet Joana keine Antwort auf ihre Fragen. Auch ihr drängender Wunsch, nahe dem »wilden Herzen« des Lebens zu sein, sich durch die Liebe zu befreien, bleibt unerfüllt. Joana sucht im Rückblick auf die eigene Kindheit und Jugend nach Träumen und frühen Zielen, stößt auf inneren Reichtum und die Gewissheit zu leben. Lispectors autobiografisch gefärbter Roman (Originaltitel: Perto do coração selvagem) gleicht einer Reise ins Innere des Verstehens einer Frau. Im Alter von nur 19 Jahren verfasst, machte er die Autorin in Brasilien mit einem Schlag berühmt.

Beim zweiten Buch handelt es sich um das populäre Jugendbuch Mein kleiner Orangenbaum (Originaltitel: Meu pé de laranja lima), das in der Übersetzung von Marianne Jolowicz im Unionsverlag neu aufgelegt wurde.

Sesé ist ein wunderlicher kleiner Junge. Immer nimmt er sich fest vor, brav zu sein, aber wie soll man widerstehen, wenn sich die Gelegenheit zu einem herrlichen Streich bietet? Seine Familie glaubt, der Teufel stecke ihm in den Knochen, und will ihm den Schabernack mit allen Mitteln austreiben. Von den Erwachsenen missverstanden, flüchtet Sesé sich in seine eigene Welt – eine Welt, in der die Hühner im Hinterhof zu wilden Panthern werden, die bunten Papierdrachen singend am Himmel tanzen und ein kleiner Orangenbaum ihn zu Abenteuern überredet. Und irgendwo, da ist er sich sicher, wartet der beste Mensch der Welt auf ihn.

Beide Bücher gibt’s natürlich bei uns in der Buchhandlung:

Clarice Lispector: Nahe dem wilden Herzen, 14,00 EUR

José Mauro de Vasconcelos: Mein kleiner Orangenbaum, 14,00 EUR

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Portugal auf der Leipziger Buchmesse 2024 – Teil 1

Kaum hat man sich’s versehen, ist schon wieder Messezeit, und da die Leipziger Buchmesse in diesem Jahr auf ihren ursprünglichen Termin im März zurückgekehrt ist, kommt das Ereignis noch schneller 😉 und steht quasi vor der Tür.

Portugal ist mit einem eigenen Stand vertreten und bietet ein tolles Programm mit zahlreichen Autorinnen und Autoren, die nach Leipzig reisen werden. Wir sind auch die ganze Zeit vor Ort und beraten Sie gern zu Büchern und Autor*innen.

Hier ein erster Überblick für die ersten beiden Tage – das Programm fürs Wochenende folgt in Kürze.

Donnerstag, 21.03.2024

11.00 – 11:45 Uhr

VORSTELLUNG VON AMADU DAFÉ

Gespräch mit dem Autor über sein Buch Jasmim

Mit Rosa Rodrigues

Das brandneue, prägnante und faszinierende Werk eines der vielversprechendsten Autoren der zeitgenössischen portugiesischsprachigen Literatur. Eine überraschende und fesselnde Geschichte. Eine Erzählung mit Charme, die den Leser in ihren Bann zieht (Sisifo Verlag).

Auszug aus Jasmim:

„Der junge Fé begibt sich auf die Suche nach seiner Mutter, die ihn aus Liebe zu einem Mann auf den Kapverden zurückgelassen hatte, als er noch klein war. Nach einer langen Reise durch den afrikanischen Kontinent landet er im Norden von Guinea-Bissau. Der Ort Ingoré am Ufer des Flusses Jasmim übt auf Fé einen besonderen Zauber aus. Er beschließt sich dort niederzulassen, als ihm Lua, die Besitzerin eines Verkauftsstands, Arbeit anbietet. Alles scheint harmonisch zu sein, bis eines Tages die geheimnisvolle Pipa auftaucht…“

Moderation: Sabine Kieselbach

Halle 4, Stand C300

Amadu Dafé
Jasmim, Sisifo 2024
Übersetzung: Rosa Rodrigues

Donnerstag, 21.03.2024

12:00 – 12:30 Uhr

25. APRIL – POESIE UND MUSIK – PEDRO MATOS

In dem Jahr, in dem sich die Nelkenrevolution zum 50. Mal jährt, möchten wir der Öffentlichkeit die Texte einiger der bekanntesten „canções de intervenção“, wie wir sie in Portugal nennen, vorstellen. Angesichts eines Regimes, das die Zensur befürwortete und praktizierte, waren die Musik und ihre Verse oft ein verschleiertes, aber wirksames Mittel der politischen Kritik.

Die hier von dem in Berlin lebendem portugiesischem Musiker Pedro Matos vorgestellten Gedichte stammen von Zeca Afonso, Symbol der portugiesischen Revolution, der zur Solidarität aufrief, Gerechtigkeit forderte und gegen die Missstände in der Welt protestierte.

Einleitung: Sabine Kieselbach

Halle 4, Stand C300

Texte und Musik von José Afonso

Donnerstag, 21.03.2024

14:30 – 15:15 Uhr

VORSTELLUNG VON YARA NAKAHANDA MONTEIRO

Yara Nakahanda Monteiro ist Künstlerin, Autorin und: Enkelin der Unabhängigkeit. Sie wurde 1979 in der Provinz Huambo, Angola, geboren, wuchs in Nordportugal auf und fing früh damit an, leere Seiten mit Worten zu füllen. Nach zahlreichen Zwischenstopps in Luanda, London, Kopenhagen und Rio de Janeiro lebt die Autorin heute im Alentejo. Sie hat einen Abschluss in Human Resources. Monteiros Sprache ist eindrücklich, klar, intensiv. In ihrem Text zeichnet sie Bilder, die fern und nah zugleich scheinen, die bewegen und Perspektiven eröffnen. Schwerkraft der Tränen lässt uns eine neue Seite an uns selbst entdecken (Haymon Verlag).

Moderation: Michael Kegler

Halle 4, Stand C300

Yara Nakahanda Monteiro
Schwerkraft der Tränen, Haymon Verlag 2022
Übersetzung: Michael Kegler

Donnerstag, 21.03.2024

16:00 – 17:00 Uhr

AMADU DAFÉ & YARA NAKAHANDA MONTEIRO – EIN GESPRÄCH

„Die Poesie in unruhigen Zeiten“

Die hier vorgeschlagene Debatte ruft zum Nachdenken über die Rolle der Poesie in den heutigen unruhigen Zeiten auf.

Es ist wohl richtig, dass Kunst nicht funktional ist, aber interessant ist, ein direktes Zeugnis darüber zu erhalten, was das Werk eines Dichters in Zeiten von Zerrissenheit, Spaltung und Intoleranz darstellen kann. Erwartet er, dass seine Inspiration eine befriedende Wirkung hat, oder drückt er seinen Gemütszustand aus, ohne sich um Aussöhnung zu bemühen – dies ist eines der Themen, die diskutiert werden.

Moderation: Timo Berger

Halle 4, Stand C300

Amadu Dafé
Jasmim, Sisifo 2024
Übersetzung: Rosa Rodrigues

Yara Nakahanda Monteiro
Schwerkraft der Tränen, Haymon Verlag 2022
Übersetzung: Michael Kegler

Freitag, 22.03.2024

10:30 – 11:15 Uhr

VORSTELLUNG VON GONÇALO M. TAVARES

Der mit zahlreichen Preisen ausgezeichnete, 1970 in Angola geborene Autor und Wissenschaftler der Universität Lissabon Gonçalo M. Tavares gilt seit seinem Debüt 2001 als eine der großen Überraschungen der jüngeren portugiesischen Literatur. Seine Bücher wurden in 55 Ländern veröffentlicht und in über 30 Sprachen übersetzt.

Gonçalo M. Tavares stellt in Leipzig seine in deutscher Übersetzung erschienen Bücher vor. Neben dem Werk In Amerika“, sagte Jonathan, einer Entdeckungsreise in die Vereinigten Staaten, in dem der Autor von einem Porträt Kafkas begleitet wird, sind auf Deutsch bisher acht Bände aus seinem zehnteiligen Zyklus »Das Viertel« erschienen, ein umfangreiches literarisches Projekt, bei dem jeder Band einem »Herrn«  gewidmet ist, der jeweils den Namen eines großen Schriftstellers trägt. Im Frühjahr 2024 erscheint Herr Breton und das Interview.

Moderation: Michael Kegler

Halle 4, Stand C300

Gonçalo M. Tavares
In Amerika“, sagte Jonathan, Kupido Verlag, 2021. Übersetzung von Christiane Quandt, Frank Henseleit. Herr Valéry und die Logik, Herr Henri und die Enzyklopädie, Herr Brecht und der Erfolg, Herr Juarroz und das Denken, Herr Kraus und die Politik, Herr Calvino und der Spaziergang, Herr Walser und der Wald, Herr Breton und das Interview, Edition Korrespondenzen, 2020 bis 2024.
Übersetzung: Michael Kegler

Freitag, 22.03.2024

11:30 – 12:15 Uhr

VORSTELLUNG VON FREDERICO PEDREIRA

Frederico Pedreira wurde 1983 in Lissabon geboren, hat ein Studium der Kommunikationswissenschaften absolviert und in Literaturtheorie promoviert. Er veröffentlichte  verschiedene Lyrikbände und für seinen ersten Roman A Lição do Sonâmbulo, erhielt er 2021 den bedeutenden Literaturpreis der Europäischen Union. Es handelt sich um eine Autobiografie in Romanform, in welcher der Autor seine Erinnerungen und Imagination an die eigene Kindheit schildert.

Auszug aus A Lição do Sonâmbulo:

„Ich erinnere mich nicht daran, je unglücklich gewesen zu sein im Haus meiner Großeltern. Ich glaube, in dieser Kinder- und Jugendzeit ist man einfach nicht empfänglich für das Unglücklichsein, zumal es auch fast immer Sommer war und ich noch sehr jung. Die Familie meines Vaters ist zahlreich, und deshalb kam es in diesen gesegneten drei Ferienmonaten selten, um nicht zu sagen nie vor, dass das Haus nicht voll war mit vertrauten Gesichtern oder kurzzeitigen Gästen, die kamen, um meinen Großvater zu besuchen, der im Wohnzimmer neben einem der zahlreichen Bücherregale in dem Sessel saß, den er von jeher als den seinen bezeichnete….“

Moderation: Timo Berger

Halle 4, Stand C300

Frederico Pedreira
Auszüge aus dem Roman A Lição do Sonâmbulo, in der Übersetzung von Marianne Gareis
Auszüge aus dem Lyrikband Coração Lento, in der Übersetzung von Odile Kennel

Freitag, 22.03.2024

14:30 – 15: 15 Uhr

YARA NAKAHANDA MONTEIRO & GONÇALO M. TAVARES – EIN GESPRÄCH

„Wie stellst Du Dir das Schreiben vor der Revolution im April 1974 vor?“

Während ihrer gesamten literarischen Laufbahn haben die Teilnehmer*innen dieses Gesprächs eine große kreative Freiheit genossen. Diese Autonomie des Ausdrucks wurde jedoch erst vor fünf Jahrzehnten erlangt. Die lange Zensur vor der Revolution von 1974 unterwarf jede Veröffentlichung der vorherigen Kontrolle durch die Organe des Regimes. Ihre rücksichtslose Kontrolle verhinderte die Verbreitung von Ideen, die nicht dem herrschenden ästhetischen oder politischen Ideal entsprachen. Wie würden sich Yara und Gonçalo als Schriftsteller in einer Zeit sehen, in der das Denken von den Machthabern analysiert wurde, ist die Frage, die wir ihnen stellen.

Moderation: Benjamin Meisnitzer

Halle 4, Stand C300

Freitag, 22.03.2024

18:00 – 18:50 Uhr

YARA NAKAHANDA MONTEIRO, ROSÁRIO ALÇADA ARAÚJO & AMADU DAFÉ – EIN GESPRÄCH

„Neue Zwänge für das literarische Schaffen”

Die drei Schriftsteller*innen mit sehr unterschiedlichem Hintergrund sprechen über neue Zwänge für das literarische Schaffen. Ausgehend von den – zumindest in der westlichen Welt – selbstverständlichen Rechten, Freiheiten und Garantien, von denen wir glauben, dass sie dem Menschen innewohnen, tauchen nun Beschränkungen auf, die die Autoren daran hindern, sich so auszudrücken, wie sie es wünschen, oder sich mit Themen auseinanderzusetzen, die nicht immer konsensfähig sind. Muss die künstlerische Freiheit angesichts des polemischen Charakters eines Werks weichen oder wie lassen sich Werte, die womöglich das gleiche Gewicht haben, miteinander in Einklang bringen? Das sind die Fragen, die in diesem Gespräch behandelt werden sollen.

Moderation: Benjamin Meisnitzer

NaTo
Karl-Liebknecht-Str. 46
04275 Leipzig

Amadu Dafé
Jasmim, Sisifo 2024
Übersetzung: Rosa Rodrigues

Yara Nakahanda Monteiro
Schwerkraft der Tränen, Haymon Verlag 2022
Übersetzung: Michael Kegler

Rosário Alçada Araújo
Auszüge aus dem Jugendroman O País das Laranjas, in der Übersetzung von Markus Sahr

Alle Bücher gibt es natürlich auch bei uns in Frankfurt in der Buchhandlung oder in unserem Webshop.

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Mia Couto: Der Kartograph des Vergessens

Mia Coutos wunderbarer, autobiografisch inspirierter Roman Der Kartograph des Vergessens ist jetzt auf Deutsch, wie immer übersetzt von Karin von Schweder-Schreiner, im Unionsverlag erschienen.

Der Roman, im Original 2020 mit dem Titel O Mapeador de Ausências bei Caminho veröffentlicht, setzt sich mit der jüngeren Geschichte Mosambiks kurz vor und kurz nach der Unabhängigkeit auseinander. Die Hauptfigur Diogo Santiago, ein respektierter Intellektueller, besucht nach vielen Jahren zum ersten Mal wieder seine Heimatstadt Beira. Er kommt dort am Vorabend des verheerenden Zyklons Idai an, der die Stadt fast vollkommen zerstören wird. Doch die Rückkehr nach Beira ist für ihn vor allem eine Rückkehr an die Orte seiner Kindheit und Jugend, als Mosambik noch eine portugiesische Kolonie war.

Diogo Santiagos Vater auch ein Poet, versuchte, im Geheimen die Verbrechen der Kolonialtruppen zu dokumentieren. Sein Cousin, der eines Tages plötzlich verschwand, war nie der, für den ihn alle hielten. Und was steckt hinter der tragischen Legende des schwarzen Jungen und des weißen Mädchens, die den Tod wählten, weil ihre Liebe verboten war?

Die junge Frau, mit der sich Diogo rätselhaft verbunden fühlt, scheint Teil dieser Geschichten zu sein.

Große Leseempfehlung und unser Tipp der Woche!

Mia Couto: Der Kartograph des Vergessens, Unionsverlag 2023, 24 EUR

P.S. Für alle Freunde der Kurzprosa von Mia Couto gibt es gute Nachricht. In wenigen Tagen erscheint sein neues Buch Compêndio para Desenterrar Nuvens , für das wir natürlich auch schon Vormerkungen notieren.

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Portugal auf der Leipziger Buchmesse 2023 – Teil 2

Kaum hat man sich’s versehen, ist schon wieder April, und das heißt in diesem Jahr, die Leipziger Buchmesse steht vor der Tür.

Portugal ist mit einem eigenen Stand vertreten und bietet ein tolles Programm mit zahlreichen Autorinnen und Autoren, die nach Leipzig reisen werden. Wir sind auch die ganze Zeit vor Ort und beraten Sie gern vor Ort zu Büchern und Autor*innen.

Hier folgt Teil 2 des Messeprogramms mit einem Überblick zum Wochenende

Samstag, 29.04.2023

10:30 – 11:15 Uhr

VORSTELLUNG VON LUÍS QUINTAIS

Luís Quintais ist in seinem Heimatland Portugal ein renommierter, preisgekrönter Dichter. In Deutschland sind bisher im APHAIA Verlag seine beiden Gedichtbände Glas / O Vidro und Die reglose Nacht / A Noite Imóvel erschienen, beide in der Übersetzung von Mário Gomes. Im Gespräch unterhalten sich Luís Quintais und sein deutscher Verleger Harald Albrecht über die Poetologie des Dichters sowie die Einordnung seiner Dichtung in die Moderne.

Moderation: Harald Albrecht

Halle 4, Stand D300

Luís Quintais
Die reglose Nacht, Aphaia 2021
Übersetzung: Mário Gomes

Samstag, 29.04.2023

11:30 – 12:15 Uhr

VORSTELLUNG VON ISABELA FIGUEIREDO

Isabela Figueiredo wurde 1963 in Lourenço Marques, dem heutigen Maputo, geboren. 1975, nach der Nelkenrevolution und Mosambiks Unabhängigkeit, verließ sie Afrika allein, ihre Eltern sah sie erst zehn Jahre später in Lissabon wieder. Das Buch über ihre Kindheit in Afrika Roter Staub, erschien 2019 im Weidle Verlag, übersetzt von Markus Sahr. 2021 veröffentlichte der Weidle Verlag auch ihren zweiten Roman Die Dicke in der Übersetzung von Marianne Gareis.

Im Portugal erschien zuletzt 2022 der Roman Um Cão no Meio do Caminho.

Moderation: Benjamin Meisnitzer

Halle 4, Stand D300

Isabela Figueiredo
Die Dicke, Weidle Verlag 2021
Übersetzung: Marianne Gareis

Roter Staub. Mosambik am Ende der Kolonialzeit, Weidle Verlag 2019
Übersetzung: Markus Sahr

Samstag, 29.04.2023

15:00 – 16:30 Uhr

ISABELA FIGUEIREDO & ANA PAULA TAVARES – EIN GESPRÄCH

„Das Licht der Diaspora“

Die auf der Leipziger Buchmesse präsentierte portugiesische Literatur spiegelt eine Diaspora wider, die sich über mehrere Kontinente ausgebreitet und eine Sprache mitgebracht hat, die durch Klänge, Erfahrungen, Wissen und Realitäten bereichert wurde. Isabela Figueiredo (geboren in Mosambik) und Ana Paula Tavares (aus Angola) kommen über dieses umfassende Thema ins Gespräch.

Moderation: Dirk Fuhrig

Halle 4, Stand D300

Isabela Figueiredo
Die Dicke, Weidle Verlag 2021
Übersetzung: Marianne Gareis

Roter Staub Mosambik am Ende der Kolonialzeit, Weidle Verlag 2019
Übersetzung: Markus Sahr

Ana Paula Tavares
Wie feine Adern in der Erde / Wildes Wasser, Edition Delta 2021
Übersetzung: Juana und Tobias Burghardt

Samstag, 29.04.2023
16:45 – 17:30 Uhr

VORSTELLUNG VON ABDULAI SILÁ
Der Schriftsteller Abdulai Silá aus Guinea-Bissau und seine Übersetzerin Renate Heß
sprechen über Silás literarisches Schaffen und sein neuestes Werk, die Erzählung„Die Tage von Kubukaré“. Abdulai Silá ist eine der herausragenden literarischen Stimmen Westafrikas. Sein soeben erschienenes Buch zeichnet das wunderbare Porträt einerwillensstarken jungen Frau.

Moderation: Renate Heß

Halle 4, Stand D300
Abdulai Silá
Die Tage von Kubukaré, Edition Noack & Block 2023
Übersetzung: Renate Heß

Die letzte Tragödie, Leipziger Literaturverlag

Übersetzung: Rosa Rodrigues

Samstag, 29.04.2023

20:15 – 21:45 Uhr

ISABELA FIGUEIREDO, LUÍS QUINTAIS & CRISTINA CARVALHO – EIN GESPRÄCH

„Wir haben keine Sehnsucht; die Sehnsucht ist es, die hat uns“

Die Sehnsucht – Saudade ist in der portugiesischen Seele sehr präsent und prägt in vielen Fällen die literarischen Erzählungen. Die Suche nach jemandem, die Suche nach einer verlorenen Zeit, die Berufung auf etwas, das nicht mehr möglich ist, sind Quelle der Inspiration für verschiedene Werke der Poesie oder der Fiktion. Im Gespräch zwischen den Autoren soll erörtert werden, ob es möglich und wünschenswert ist, uns von diesem Mantel der Nostalgie zu befreien, damit wir nicht zu einem Objekt dieser Nostalgie werden.

Moderation: Benjamin Meisnitzer

Galerie KUB, Kantstraße 18, 04275 Leipzig

Cristina Carvalho
Der Kater aus Uppsala, Leipziger Literaturverlag 2021
Übersetzung: Markus Sahr

Isabela Figueiredo
Die Dicke Weidle Verlag 2021
Übersetzung: Marianne Gareis

Roter Staub. Mosambik am Ende der Kolonialzeit, Weidle Verlag 2019
Übersetzung: Markus Sahr

Luís Quintais
Die reglose Nacht,, Aphaia 2021
Übersetzung: Mário Gomes

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Alle Bücher gibt es natürlich auch bei uns in Frankfurt in der Buchhandlung oder in unserem Webshop.

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Portugal auf der Leipziger Buchmesse 2023 – Teil 1

Kaum hat man sich’s versehen, ist schon wieder April, und das heißt in diesem Jahr, die Leipziger Buchmesse steht vor der Tür.

Portugal ist mit einem eigenen Stand vertreten und bietet ein tolles Programm mit zahlreichen Autorinnen und Autoren, die nach Leipzig reisen werden. Wir sind auch die ganze Zeit vor Ort und beraten Sie gern vor Ort zu Büchern und Autor*innen.

Hier ein erster Überblick für die ersten beiden Tage – das Programm fürs Wochenende folgt in den nächsten Tagen.

Donnerstag, 27.04.2023

11.00 – 11:45 Uhr

VORSTELLUNG DES BUCHES “SEEBEBEN” VON DJAIMILIA PEREIRA DE ALMEIDA

Moderiert von der Literaturwissenschaftlerin Inke Phaf-Rheinberger stellt die Übersetzerin Barbara Mesquita das kraftvolle neue Buch „Maremoto“ von Djaimilia Pereira de Almeida vor, das im Februar auf den deutschen Markt kommt. Ohne zu werten, erzählt die Autorin von einem Gestrandeten, den die Ge

Halle 4, Stand D300

Djaimilia Pereira de Almeida
Im Auge der Pflanzen, Unionsverlag 2022

Seebeben, Unionsverlag 2023
Übersetzung: Barbara Mesquita

Donnerstag, 27.04.2023

12:00 – 12:45 Uhr

VORSTELLUNG VON ANA PAULA TAVARES

Michael Kegler spricht mit der angolanisch-portugiesischen Dichterin Ana Paula Tavares über den Lyrikband „Wie feine Adern in der Erde und Wildes Wasser

Moderation: Michael Kegler

Halle 4, Stand D300

Ana Paula Tavares
Wie feine Adern in der Erde I Wildes Wasser, Edition Delta 2021
Übersetzung: Juana und Tobias Burghardt

Fieberbaum – Árvore da Febre, Edition Delta 2010

Übersetzung: Juana und Tobias Burghardt

Donnerstag, 27.04.2023

14:30 – 15:15 Uhr

VORSTELLUNG VON CARLA BESSA

„Alle Eine“ (Todas Uma), von der preisgekrönten brasilianischen Autorin Carla Bessa, präsentiert miteinander verbundene Geschichten, die von den vielen Formen des Verschwindens der Frau berichten, wenn Ehefrau und Mutter wird.

Moderation: Lea Hübner

Halle 4, Stand D300

Carla Bessa
Urubus, Transit Verlag 2021
Übersetzung: Lea Hübner

Donnerstag, 27.04.2023

15:30 – 16:00 Uhr

POESIELESUNG & SIGNIERSTUNDE mit ANA PAULA TAVARES

„Tuas mãos o silêncio do tempo – Deine Hände das Schweigen der Zeit”

Die portugiesische-angolanische Dichterin Ana Paula Tavares liest aus ihrem neuen zweisprachigen Band „Como Veias Finas na Terra & Água Selvagem (Poemas inéditos) – Wie feine Adern in der Erde & Wildes Wasser (Unveröffentlichte Gedichte)“ mit ihren Verlegern und Übersetzern Juana Burghardt und Tobias Burghardt sowie anschließender Buchsignierung.

Moderation und Lesung: Juana Burghardt und Tobias Burghardt

Halle 4, Stand D300

Donnerstag, 27.04.2023

16:15 bis 16:45 Uhr

DAS GERÄUSCH DER GEDICHTE BEIM ÖFFNEN

Lyriklesung

Ana Luísa Amaral, eine der wichtigsten portugiesischen Dichterinnen der Gegenwart, Übersetzerin und feministische Literaturwissenschaftlerin starb im Spätsommer 2022 einigermaßen überraschend im Alter von nur 66 Jahren. 2021 erschien erstmals eine Auswahl ihrer Gedichte unter dem Titel „Was ist ein Name“ auf deutsch. Michael Kegler erinnert mit einer Lesung an die Lyrikerin, die mit vermeintlicher Leichtigkeit Alltagsbetrachtungen und scheinbar Nebensächliches in den Rang des Transzendentalen und bisweilen Politischen zu erheben vermochte. Erinnern soll die Lesung auch an Natália Correia und Eugénio de Andrade, zwei Klassiker der modernen portugiesischen Lyrik, die dieses Jahr 100 Jahre alt geworden wären.

Moderation und Lesung: Michael Kegler

Halle 4, Stand D300

Ana Luisa Amaral
Was ist ein Name, Carl Hanser Verlag 2021
Übersetzung: Michael Kegler, Piero Salabè

Eugénio de Andrade: Das Salz der Sprache & Die Furchen des Durstes

übersetzt von Juana Burghardt und Tobias Burghardt

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Freitag, 28.04.2023

10:30 – 11:15 Uhr

VORSTELLUNG VON KALAF EPALANGA

Kalaf Epalanga, international bekannt als Frontmann des angolanisch-portugiesischen „Buraka Som Sistema“ und Musikproduzent mit Wohnsitz in Berlin, ist auch begnadeter Kolumnist und Erzähler, der sich in seinen Texten nicht selten ironisch mit Afrika/Europa, Rassismus und dessen bizarren Auswüchsen beschäftigt. In deutscher Übersetzung erschienen Texte von ihm zuletzt in den Anthologien Kann das denn Liebe sein und Lusophone Kolumnen

Moderation: Michael Kegler

Halle 4, Stand D300

Kalaf Epalanga
Crónicas lusófonas – Lusophone Kolumnen: Zeitgenössische Alltagsbetrachtungen aus portugiesischsprachigen Ländern | dtv zweisprachig für Fortgeschrittene – Portugiesisch, von Luísa Costa Hölzl und Michael Kegler

Kann das denn Liebe sein? Could This Be Love?: Persönliche Essays über interracial Beziehungen, Interkontinental Verlag

Freitag, 28.04.2023

11:30 – 12:30 Uhr

VORSTELLUNG VON CRISTINA CARVALHO

Cristina Carvalho und Markus Sahr stellen „Der Kater aus Uppsala“, ein faszinierendes Jugendbuch vor.

Moderation: Victor Kalinke, Übersetzung: Markus Sahr

Halle 4, Stand D300

Cristina Carvalho
Der Kater aus Uppsala, Leipziger Literaturverlag 2021
Übersetzung: Markus Sahr

Freitag, 28.04.2023

14:00 – 15: 30 Uhr

CRISTINA CARVALHO, AFONSO REIS CABRAL & CARLA BESSA – EIN GESPRÄCH

„Was zählt, ist die Reise und nicht das Ziel“

Der portugiesische Essayist und Philosoph Eduardo Lourenço, dessen hundertster Geburtstag im Jahr 2023 gefeiert wird, sagte weise: „Was zählt, ist die Reise und nicht das Ziel“. Mit diesem Gedanken im Hinterkopf möchten wir ein Gespräch über das Reisen anregen.

Moderation: Sabine Kieselbach

Halle 4, Stand D300

Cristina Carvalho
Der Kater aus Uppsala, Leipziger Literaturverlag 2021
Übersetzung: Markus Sahr

Afonso Reis Cabral
Aber wir lieben Dich, Hanser Verlag 2021
Übersetzung: Michael Kegler

Carla Bessa
Urubus, Transit Verlag 2021
Übersetzung: Lea Hübner

Eduardo Lourenço: Portugal – Europa. Mythos und Melancholie

TFM Verlag 1997

Übersetzung: Eva Moldenhauer

Freitag, 28.04.2023

16:00 – 17:30 Uhr

LUÍS QUINTAIS & JOBST WELGE – EIN GESPRÄCH

„Wir sind Dichter per Definition”

Der Gedanke des portugiesischen Essayisten und Philosophen Eduardo Lourenço inspiriert dieses Gespräch zwischen dem Dichter Luís Quintais und dem Literaturwissenschaftler Jobst Welge.

Moderation: Dirk Fuhrig

Halle 4, Stand D300

Luís Quintais
Die reglose Nacht, Aphaia 2021
Übersetzung: Mário Gomes

Luís Quintais
Glas, Aphaia 2017
Übersetzung: Mário Gomes

Freitag, 28.04.2023

20:15 – 21:45 Uhr

ANA PAULA TAVARES, KALAF EPALANGA & AFONSO REIS CABRAL – EIN GESPRÄCH

„Es gibt einen Wunsch nach einem neuen Mond“

Natália Correia, deren 100. Geburtstag in diesem Jahr ebenfalls gefeiert wird, war eine portugiesische Dichterin und Schriftstellerin, die für ihre politischen Interventionen bekannt war, insbesondere für die Verteidigung der Menschen- und Frauenrechte. In einer in dieser Hinsicht unruhigen Zeit rief sie zu einem neuen Mond auf, um ein dramatisches Umdenken herbeizuführen.

Moderation: Elena Witzeck

Galerie KUB, Kantstraße 18, 04275 Leipzig

Ana Paula Tavares
Wie feine Adern in der Erde I Wildes Wasser, Edition Delta 2021
Übersetzung: Juana und Tobias Burghardt

Kalaf Epalanga
Crónicas lusófonas Lusophone Kolumnen: Zeitgenössische Alltagsbetrachtungen aus portugiesischsprachigen Ländern | dtv zweisprachig für Fortgeschrittene – Portugiesisch, von Luísa Costa Hölzl und Michael Kegler

Kann das denn Liebe sein? Kann das denn Liebe sein? Could This Be Love?: Persönliche Essays über interracial Beziehungen, Interkontinental Verlag

Afonso Reis Cabral
Aber wir lieben Dich, Hanser Verlag 2021
Übersetzung: Michael Kegler

Filipa Martins: O Dever de Deslumbrar. Biografia de Natália Correia

Alle Bücher gibt es natürlich auch bei uns in Frankfurt in der Buchhandlung oder in unserem Webshop.

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Lesetreff – Tertúlia wieder am 3.März

Seit 2014 findet bei uns in der Buchhandlung in regelmäßigen Abständen von 4-6 Wochen ein portugiesischsprachiger Lesekreis statt.

Wir treffen uns wieder am Freitag, 3. März, 19.00 Uhr hier in der Buchhandlung und werden dann über den neuen Roman Ferry von Djaimilia Pereira de Almeida.

Djaimilia Pereira de Almeida, geboren 1982 in Luanda, Angola, wuchs in Portugal auf. Sie ist promovierte Literaturtheoretikerin, Autorin und schreibt für verschiedene Zeitschriften und Magazine. Ihre Bücher wurden schon mit mehreren renommierte Literaturpreisen ausgezeichnet, u.a. bereits zweimal mit dem Prémio Oceanos. In deutscher Übersetzung erschient zuletzt im Unionsverlag Im Auge der Pflanzen in der Übersetzung von Barbara Mesquita. Im Februar erscheint dort neues Buch Seebeben.

Anmeldungen für den Lesekreis (falls Sie nicht ohnehin schon regelmäßig teilnehmen) gerne per Mail an info@tfmonline.de

Ferry ist aber Ende nächster Woche in der Buchhandlung erhältlich. Wir nehmen gern Vorbestellungen entgegen.

Buchhandlung TFM, Frankfurt

Desde 2014 encontrámo-nos regularmente na TFM para falar sobre livros de autores de língua portuguesa. A próxima tertúlia encontra-se no dia 3 de março, às 19h00. Vamos falar sobre o livro Ferry da escritora portuguesa Djaimilia Pereira de Almeida .Djaimilia Pereira de Almeida escreveu, entre outros, Esse cabelo, Luanda, Lisboa, Paraíso e Três Histórias de Esquecimento. Os seus livros estão editados em várias línguas. Recebeu o Prémio Oceanos 2019 e 2020, o Prémio Fundação Inês de Castro 2018 e o Prémio Fundação Eça de Queiroz 2019.

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