Archiv der Kategorie: portugiesische musik

nova cultura! in neuem Gewand

Das von Michael Kegler betreute Kulturportal nova cultura! hat sich verändert.

Es gibt ein paar Neuerungen auf der Website, einen Blog, den Felipe Tadeu und Urariano Mota regelmäßig mit sehr lesenswerten Texten füttern. Aktuell können Sie dort eine sehr ausführliche Rezension des soeben in deutscher Übersetzung erschienenen Romans Asche vom Amazonas von Milton Hatoum aus der Feder von Albert von Brunn lesen. In portugiesischer Sprache wird der Roman Só por Amor von Sofia Marrecas Ferreira vorgestellt. Wir, d.h. Michael Kegler und das restliche Redaktionsteam, zu dem die Blogredakteurin auch gehört, würden uns freuen, wenn Sie von Zeit zu Zeit auch dort vorbeischauen würden. Übrigens können Sie im Kulturkalender von nova cultura! auch über Veranstaltungen von und mit portugiesischsprachigen Autoren, Musiker, Künstler informieren.

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Mariza: Terra

Eben eingetroffen ist die neue CD Terra von Mariza. Ihr nach Fado em Mim, Fado Curvo und Transparente viertes Studioalbum wurde vom Spanier Javier Limón produziert.

Mariza setzt die Internationalisierung des Fados konsequent fort. Neben einigen klassischen Fados singt sie mit ihrer unvergleichlichen Stimme auch Stücke von Tito Paris (Cabo Verde, Ivan Lins (Brasilien), lässt sich von Dominic Miller begleiten, einem englischen Gitarristen, der sonst mit Sting zusammen auftritt und auch von ihrem Produzenten Javier Limón, der Flamenco-Elemente einbringt. Hinzu kommen andere für den  klassischen Fado eher untypische Elemente der Instrumentierung, wie Klavierbegleitung und Percussion, die auch schon auf dem vorangegangenen Album Transparente zu hören waren.

Terra ist also wieder kein Album für Puristen, aber für ihre Welttournee, die sie Ende Oktober/Anfang November auch nach Deutschland führen wird, ist Mariza damit sicher bestens gerüstet.

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Poesiefestival VII – 09.07. – e-poesie

Beim Literaturfestival in Berlin steht heute Abend um 20.00 Uhr in der Akademie der Künste die e-poesie im Mittelpunkt.

Fünf Komponisten elektronischer Musik vertonen dabei die Gedichte zeitgenössischer deutschsprachiger Dichter. Aus Portugal wurde Miguel Azguime eingeladen, der sich mit den Texten des Schweizer Autors Christian Uetz auseinandergesetzt hat.

Miguel Azguime wurde 1960 in Lissabon geboren. Er ist Komponist, Poet und Perkussionist und gründete 1985 das Miso Ensemble, ein Flöten- und Perkussionsduo, das zu den bedeutendsten zeitgenössischen Formationen in Portugal zählt. Zahlreiche Kompositionen für Theater, Film und Tanzperformances.
Veröffentlicht hat er unter anderem Itinerário do Sal (lieferbar auf Anfrage).

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Premio Goya für Carlos do Carmo

Fados - SoundtrackEs kommt sicher nicht alle Tage vor, dass ein portugiesischer Fado einen Preis in Spanien gewinnt. So geschehen bei der diesjährigen Verleihung des spanischen Filmpreises Goya am vergangenen Sonntag. Prämiert wurde Carlos do Carmo für Fado da Saudade (Kategorie: Bester Originalsong), der Bestandteil des Soundtracks Fados des gleichnamigen Films von Carlos Saura ist. Ausführliche Artikel über die Preisverleihung finden sich hier (in portugiesischer Sprache) und hier (in spanischer Sprache)

Der Film lief bisher leider noch nicht in den deutschen Kinos, der Soundtrack, der neben Carlos do Carmo unter anderem auch Fados von Mariza, Camané, Argentina Santos, Lura, Caetano Veloso und Chico Buarque enthält, ist aber bereits erhältlich.

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Com que voz – Ensemble Modern

Das in Frankfurt ansässige Ensemble Modern für zeitgenössische Musik widmet sich im Februar einem Fado-Projekt. Es trägt den Titel Com que voz und wurde vom italienischen Komponisten Stefano Gervasoni komponiert. Die Uraufführung findet am 17. Februar in der Casa da Música in Porto statt. Am 20. Februar, um 20.00 Uhr erfolgt die deutsche Erstaufführung in der Alten Oper Frankfurt. Weitere Auftritte folgen am 10.März in Berlin (Konzerthaus), am 11.Juni in Paris und am 13.Juni in Brüssel.
Wie der Titel Com que voz schon vermuten lässt, behandelt das Stück Fados von Amália Rodrigues und Lieder nach Sonetten von Luís Vaz de Camões, die von Cristina Branco (Fados) und dem Bariton Otto Katzameier (Lieder) interpretiert werden. Die Instrumentierung im Fadozyklus besteht aus einer portugiesischen Gitarre, einer spanischen Gitarre und einem Kontrabass, die elektronisch bearbeitet werden, der Camões-Zyklus wird von einem Akkordeon, der Viola und einem Cymbalon begleitet. Für den Liebhaber klassischer Fados, noch dazu von Amália,  hört sich das vielleicht etwas experimentell an, auf die Bearbeitung darf man aber auf jeden Fall gespannt sein.

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Teresa Salgueiro verlässt Madredeus

In einer Presseerklärung hat Teresa Salgueiro in dieser Woche bekannt gegeben, dass sie und die Gruppe Madredeus in Zukunft getrennte Wege gehen werden. Nach einem Jahr Pause in der gemeinsamen Arbeit, in La Serenadem sie bereits einige Soloprojekte realisiert hat, liegt die Verantwortung für Madredeus, die weltweit wohl bekannteste portugiesische Gruppe in Zukunft ausschließlich bei Pedro Ayres Magalhães. Ob Madredeus damit überhaupt weiterbestehen wird, scheint fraglich, denn, obwohl Pedro Ayres Magalhães auch schon in der Vergangenheit für die meisten Kompositionen und Arrangements verantwortlich war, ist der Erfolg von Madredeus doch vor allem mit dem Gesang von Teresa Salgueiro verknüpft. Temporäre gemeinsame Projekte in der Zukunft sind aber wohl nicht ganz ausgeschlossen.

Teresa Salgueiro hat in diesem Jahr das Soloalbum Você e eu veröffentlicht, auf dem sie  – einem Sommertrend der portugiesischen Musik folgend – brasilianische  Themen der Bossa Nova und Música Popular Brasileira verarbeitet hat. Gerade erschienen ist das Album La Serena, das sie mit dem Lusitana Ensemble aufgenommen hat. Hier finden sich neben Fados auch Chansons und sephardische Lieder.

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hr-Bigband feat. Maria João & Mário Laginha

Ein besonderes Highlight für Jazzfreunde bietet in den nächsten Tagen die Konzertreihe von Maria João & Mário Laginha mit der Bigband des Hessischen Rundfunks. Laut Ankündigung auf der Webseite des HR hat Mário Laginha eigens für diese Konzerte neue Stücke komponiert und arrangiert. Die ungewöhnliche Formation tritt am 16.11. in Frankfurt, am 17.11. in Ludwigsburg und am 18.11. in Dresden auf. Details in der Agenda von nova cultura!.

Maria João: JoãoMaria João hat in diesem Jahr ein neues Album mit dem Titel João veröffentlicht, auf dem sie sich wie auch schon vereinzelt in früheren Projekten (Chorinho Feliz, z.B.) der brasilianischen Musik widmet.

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Musik für Novembertage

In den letzten Tagen sind wieder einige CDs bei uns eingetroffen. Empfehlenswert auf jeden Fall das neue Album vonSamba meu Maria Rita mit dem Titel Samba meu. Wie schon auf den vorangegangenen Alben überzeugt die Tochter von Elis Regina und Cesar Camargo Mariano mit ihrer tollen Stimme, diesmal vor allem zu Sambarhythmen. Eine von der deutschen Musikpresse gefeierte Entdeckung ist auch CéU, deren gleichnamiges Album ein bißchen im Stil von Bebel Gilberto und Brazilectro daherkommt und durchaus tanzbar ist.

Den Fadoliebhabern sei der Soundtrack zum Film „Fados“ (bisher noch nicht in den deutschen Kinos angelaufen) von Carlos Saura ans Herz gelegt, der unter anderem Stücke von Mariza, Carlos do Carmo, Camané, Argentina Santos und Lura enthält.

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