Das Portugiesisch-Brasilianische Institut an der Universität Köln feiert seinen 90. Geburtstag, wir gratulieren ganz herzlich und begeht das Jubiläum mit einer spannenden Reihe zu den lusophonen Literaturen.
In der Reihe „Lusofonias. A literatura pelo olhar de seus autores“ kommen fast jede Woche immer montags bis Ende Januar in einer Ringvorlesung viele zeitgenössische Schriftsteller*innen zu Wort. Los geht es heute 16.00 Uhr mit Djamilia Pereira de Almeida. Die Veranstaltungsreihe läuft digital via Zoom und ist auch für Hörer*innen außerhalb der Universität offen. Anmeldung per Mail unter: kontakt-pbi@uni-koeln.de.
Wir laden ein zu einer Lesung mit det brasilianischen Autorin Guiomar de Grammont am Dienstag, dem 8. November, um 19.30 Uhr bei uns in der Buchhandlung (Große Seestraße 47, 60486 Frankfurt-Bockenheim).
Guiomar de Grammont liest aus ihrem Roman Die Schatten von Araguaia (Original: Palavras Cruzadas), der in diesem Jahr in deutscher Übersetzung von Wiebke Augustin und Carla Martins de Barros Köser im Arara Verlag erschienen ist. Michael Kegler moderiert und übersetzt.
Der Eintritt ist frei. Wegen der begrenzten Anzahl an Plätzen bitten wir um Reservierung per Telefon (069-282647) oder E-mail (info@tfmonline.de).
Der Roman spielt in der Zeit der brasilianischen Militärdiktatur. Eine kleine Gruppe Intellektueller kämpft am Araguaia für die rechtlose Landbevölkerung. Es ist ein ungleicher Kampf, zehntausend Soldaten gegen 60 Guerilleros… Auch der zwanzigjährige Leonardo schließt sich der Guerilla an. Mehr und mehr leiden seine Eltern und Sofia, seine kleine Schwester, die ihn wie einen Helden verehrt, unter seinem Verschwinden. Jahre später fällt Sofia ein geheimnisvolles Heft in die Hände, das den hoffnungslosen Überlebenskampf im Dschungel beschreibt. Sofia muss herausfinden, was mit Leonardo geschehen ist. Sie besucht Zeitzeugen, recherchiert in Archiven und reist nach Kuba und an den Araguaia, bis sie in Brasília auf eine entscheidende Spur stößt.
Wir laden ein zu einer Lesung mit dem brasilianischen Autor Mateus Baldi am Montag, dem 17. Oktober, um 19.30 Uhr bei uns in der Buchhandlung (Große Seestraße 47, 60486 Frankfurt-Bockenheim).
Mateus Baldi liest aus seinem Erzählband Formigas no Paraíso, der in diesem Jahr in Brasilien erschienen ist. Michael Kegler moderiert und übersetzt.
Der Eintritt ist frei. Wegen der begrenzten Anzahl an Plätzen bitten wir um Reservierung per Telefon (069-282647) oder E-mail (info@tfmonline.de).
Mateus Baldi wurde 1994 in Rio de Janeiro geboren. Als Literaturkritiker und Journalist arbeitet er unter anderem für O Estado de S. Paulo, O Globo und die Zeitschriften Época und Piauí.
Formigas no Paraíso ist sein Debüt als Schriftsteller. Mateus Baldi porträtiert hier in 11 Kurzgeschichten tiefgründige und einzigartige Charaktere in alltäglichen Situationen und intimen Konflikten.
Seit 2014 findet bei uns in der Buchhandlung in regelmäßigen Abständen von 4-6 Wochen ein portugiesischsprachiger Lesekreis statt.
Wir treffen uns das nächste Mal am Montag, dem 10. Oktober, 19.00 Uhrhier in der Buchhandlung und werden dann über den Roman A Pediatra der brasilianischen Autorin Andréa del Fuego sprechen. Es ist ein relativ kurzer, humorvoller Roman, in dessem Mittelpunkt eine Kinderärztin steht, die eigentlich ein eher reserviertes Verhältnis zu Kindern hat. Ein konkurrierender Kollege mit Interesse an alternativen Behandlungsmethoden und der kleine Sohn ihres Liebhabers bringen jedoch Veränderung…
Anmeldungen für den Lesekreis (falls Sie nicht ohnehin schon regelmäßig teilnehmen) gerne per Mail an info@tfmonline.de
A Pediatraist in Kürze in der Buchhandlung erhältlich. Wir nehmen gern Vorbestellungen entgegen.
Buchhandlung TFM, Frankfurt
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Desde 2014 encontrámo-nos regularmente na TFM para falar sobre livros de autores de língua portuguesa. A próxima tertúlia encontra-se no dia 10 de outubro, às 19h00. Vamos falar sobre o livro A Pediatrada escritora brasileira Andréa del Fuego Os livros estarão disponíveis em breve na livraria.
Die brasilianische Autorin Patrícia Melo, die seit einigen Jahren in der Schweiz lebt und auch hierzulande bekannt ist, hat einen neuen Roman veröffentlicht.
Nach dem großen Erfolg von Mulheres Empilhadas, der bereits auf Deutsch (Übersetzt von Barbara Mesquita) mit dem Titel Gestapelte Frauenerschienen ist, und viele herausragende Kritiken erhalten hat, widmet sie sich im neuen Buch Menos que um wieder einem aktuellen politischen Thema.
Patrícia Melo schildert in einer kaleidoskopischen Erzählung die unzähligen täglichen Überlebenskämpfe einer Vielzahl von Personen, die alle auf der Straße leben – Straßenverkäufer, Parkwächter, Arbeitslose, Betrunkene, Diebe, Crackdealer. Sie zeigt schonungslos die Ungleichheit und die soziale Gewalt der heutigen brasilianischen Gesellschaft, bietet aber auch einen Ausweg für ihre Protagonisten, die einen Ort finden, an dem sie zusammenleben und weiter träumen können.
Menos que um ist gerade bei uns aus Brasilien eingetroffen und ab sofort in der Buchhandlung verfügbar.
Der Roman Torto Aradovon Itamar Vieira Junior ist eines der erfolgreichsten Bücher in der brasilianischen Literatur der letzten Jahre, sowohl bei Kritik als auch beim Lesepublikum.
Ausgezeichnet mit zahlreichen Literaturpreisen, wir Prémio Leya, Prêmio Jabuti und Prêmio Oceanos erreicht der Roman nun erfreulicherweise auch den deutschen Markt.
Die Stimme meiner Schwester, übersetzt von Barbara Mesquita und erschienen bei S. Fischer spielt im brasilianischen Nordosten und erzählt die Geschichte der Schwestern Bibiana und Belonísia. Als Kinder finden sie unter dem Bett ihrer Großmutter einen alten Koffer, darin eingewickelt ein großes Messer. Im Rausch dieser Entdeckung ereignet sich ein tragischer Unfall: Eine der Schwestern verliert ihre Zunge, die andere ersetzt fortan ihre Stimme.
Noch in der Mitte des 20. Jahrhunderts spricht Großmutter Donana mit den Toten, der Vater ist ein angesehener Geistheiler. Dieser Welt stellt sich Bibiana entgegen, als sie mit ihrem Geliebten das Dorf verlässt, und Belonísia, indem sie sich gegen die Schläge des ihr zugewiesenen Mannes wehrt.
Itamar Vieira Junior wird den Roman im Dezember im Rahmen von Brasilesen in Frankfurt vorstellen. Vorher sprechen wir schon im Septemberin unserem Lesezirkelüber das Original – Torto Arado.
Luiz Ruffato mit Michael Kegler bei TFM (copyright TFM)
Brasilesen, die über viele Jahre erfolgreiche Reihe, geht im August weiter. Wir freuen uns sehr, das Luiz Ruffato erneut nach Frankfurt kommt.
Er liest am Montag, dem 29. August, um 19.30 Uhr in der Stadtbücherei/Zentralbibliothek Frankfurt, Hasengasse 4. Der letzte Band Sonntage ohne Gott seines beeindruckenden Romanzyklus Vorläufige Hölleist nun endlich auch in deutscher Übersetzung erschienen. Alle Bücher werden in Deutschland von Assoziation A verlegt und wurden von Michael Kegler übersetzt, der die Lesung auch moderieren und dolmetschen wird. Der Eintritt ist frei.
Zu Luiz Ruffato muss man vermutlich nicht mehr viel sagen. Seit seiner beeindruckenden Rede zur Eröffnung der Frankfurter Buchmesse 2013 ist er auch hierzulande einem größeren Publikum bekannt. Er wurde 1961 in Cataguases im brasilianischen Bundesstaat Minais Gerais geboren und wuchs in einer armen Migrantenfamilie auf. Im Jahr 1998 veröffentlichte er einen ersten Band mit Kurzgeschichten. Drei Jahre später folgte der Roman Eles eram muitos cavalos(Es waren viele Pferde), zwischen 2005 und 2011 schrieb er den fünfbändigen Zyklus Inferno Provisório. In Brasilien erschien zuletzt 2019 der Roman O Verão Tardio, der erneut in Cataguases spielt.
In den vergangenen Tagen haben wir jede Menge neue Bücher aus Portugal und Brasilien bekommen, von den wir einige hier kurz vorstellen möchten.
In Dulce Garcias Debütroman Olho da Rua steht das durchgetaktete Arbeitsleben unserer Zeit im Mittelpunkt der Handlung. Eine Werbeagentur ist von Personalkürzungen betroffen – An sich schlimm genug, sollen die Mitarbeiter auch noch entscheiden, wer gehen muss – angeblich eine innovative Methode aus Japan. Ein undankbares Spiel, das die Firma zum Schauplatz diverser Scharmützel macht. In den einzelnen Kapitel kommen kaleidoskopartig die Mitarbeiter, jeweils in Ich-Perspektive zu Wort, nicht umsonst sind die Kapitel mit Tiernamen überschrieben – Biene, Hyäne, schwarzer Schwan, Eule, Kakerlake und Bär – das ganze verspricht nach dem ersten Anlesen eine bissige, gut lesbare Satire zu sein.
Viel Vorschusslorbeeren gibt es auch für das Debüt von Rui CorceiroBaiôa sem Data Para Morrer, das kürzlich in Lissabon von Alberto Manguel vorgestellt und in höchsten Tönen gelobt wurde. Ein junger Lehrer aus der Stadt, dessen Leben in eine gewisse Sackgasse geraten ist, geht zurück in das Dorf seiner Großeltern im tiefsten Alentejo. Hier trifft er auf den titelgebenden Baiôa, der die alten, oft verlassenen Häuser des Dorfes wieder restauriert und so vor dem Verfall bewahrt und natürlich auf viele andere liebenswerte, oft skurrile Figuren fortgeschrittenen Alters, deren Geschichten hier erzählt werden. Wir hatten noch keine Gelegenheit reinzulesen, sind aber auf jeden Fall sehr neugierig.
Auch bei den Übersetzungen gibt es einen spannenden Neuzugang zu vermelden. Die Schatten von Araguaia (Original: Palavras Cruzadas) von Guiomar de Grammont ist jetzt in der Übersetzung von Wiebke Augustin und Carla Martins de Barros Köser im Arara-Verlag erschienen, der sich auf die Übersetzung brasilianischer Literatur spezialisiert hat. Der Roman führt zurück in die 1970er Jahre und die Zeit der brasilianischen Militärdiktatur. Eine kleine Gruppe Intellektueller kämpft am Araguaia für die rechtlose Landbevölkerung. Es ist ein ungleicher Kampf, zehntausend Soldaten gegen 60 Guerilleros… Der zwanzigjährige Leonardo schließt sich den Aufständischen an, seine Familie leidet mehr und mehr unter seinem Verschwinden. Erst Jahre später fallen Sofia, der Schwester von Leonardo, Aufzeichnungen in die Hände, die den Überlebenskampf im Dschungel beschreiben und versucht mit Hilfe von Zeitzeugen herauszufinden, was mit ihrem Bruder passiert ist.
Sklaverei gibt es seit Beginn der Menschheitsgeschichte, aber sie erreichte erst ein industrielles Ausmaß, als europäische Kolonisten 12,5 Millionen Afrikaner gewaltsam nach Amerika brachten. Der bekannte brasilianische Autor und Journalist Laurentino Gomes hat sich in seinem dreibändigen Werk Escravidão, das schnell zum Bestseller avancierte, der brasilianischen Geschichte der Sklaverei gewidmet. Jetzt ist der abschließende dritte Band des Werks erschienen.
Als größtes Sklavengebiet der westlichen Hemisphäre kamen in Brasilien rund 5 Millionen afrikanische Gefangene an. In der Folge hat das Land heute die größte schwarze Bevölkerung der Welt, mit Ausnahme von Nigeria. Unter den Ländern der Neuen Welt war es auch dasjenige, das sich am längsten gegen die Abschaffung des Menschenhandels wehrte, erst 1888 wurde mit der „Lei Auréa“ die Sklaverei offiziell abgeschafft. Doch die notwendige Integration der ehemaligen Sklaven als Bürger in die brasilianische Gesellschaft über Arbeit, Bildung und auch Zuteilung von Boden hat nie wirklich stattgefunden. Daher ist das Thema bis heute für die nationale Identität Brasiliens prägend wie kein anderes. Laurentino Gomes hat für die drei Bücher seiner gut lesbaren Trilogie viele Jahre geforscht. Alle drei Bände sind bei uns erhältlich.
Seit 2014 findet bei uns in der Buchhandlung in regelmäßigen Abständen von 4-6 Wochen ein portugiesischsprachiger Lesekreis statt. Der Lesezirkel vom 30.6. musste wegen vieler Absagen leider ausfallen, daher haben wir ein neues Datum im September gefunden.
Wir treffen uns das nächste Mal am Mittwoch, dem 7.September 19.00 Uhrhier in der Buchhandlung und werden dann über den schon vielfach preisgekrönten Roman Torto Arado des brasilianischen AutorsItamar Vieira Juniorsprechen. Anmeldungen für den Lesekreis (falls Sie nicht ohnehin schon regelmäßig teilnehmen) gerne per Mail an info@tfmonline.de
Torto Arado ist in der Buchhandlung erhältlich. Die deutsche Übersetzung des Romans mit dem Titel Die Stimme meiner Schwester (dt. von Barbara Mesquita) erscheint übrigens schon Ende August. Wir freuen uns über Vorbestellungen.
Buchhandlung TFM, Frankfurt
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Desde 2014 encontrámo-nos regularmente na TFM para falar sobre livros de autores de língua portuguesa. A tertúlia do dia 30 de junho foi adiado para 7 de setembro. Vamos falar sobre o livro Torto Arado do autor brasileiro Itamar Vieira Junior. Os livros estão disponíveis na livraria.
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