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Ausstellungen zur Buchmesse

Die Frankfurter Buchmesse mit dem diesjährigen Ehrengast Brasilien ist nicht nur ein großes Fest der Literatur, sondern bietet auch ein umfangreiches Rahmenprogramm. Brasilien stellt sich derzeit in Frankfurt mit zahlreichen Ausstellungen aus verschiedensten Bereichen vor, hier eine kleine Übersicht:

Rinon Guimarães - Street Art - Schirn

Rinon Guimarães – Street Art – Schirn

Bereits eröffnet wurde die Ausstellung Street Art Brazil (5.9.-27.10.), organisiert von der Frankfurter Schirn. In ganz Frankfurt haben Künstler verschiedene Gebäude und z.B. auch eine U-Bahn der Linie 5 gestaltet. Hier ein Video zur Präsentation der Ausstellung.

Ebenfalls in der Schirn wird vom 2.10.2013  bis 5.1.2014 die Ausstellung Brasiliana mit Installationen von 1960 bis heute gezeigt.

Der Portikus (Alte Brücke 2, Maininsel) zeigt vom 22.9. bis 20.1o. die Ausstellung Capacete, die von vielen Performances, Live-Auftritten und Installationen begleitet wird.

Burle Marx Education Center in Inhotim, Brumadinho\MG Arquitetos Associados © Leonardo Finotti

Burle Marx Education Center in Inhotim, Brumadinho\MG
Arquitetos Associados
© Leonardo Finotti

Freunde der brasilianischen Architektur haben im Deutschen Architekturmuseum ab 20.9. bis 19.1. Gelegenheit Nove Novos, d.h. neun neue brasilianische Architekten und ihre Arbeiten kennenzulernen.  Das Begleitprogramm bietet u.a. am 4.10. einen Vortrag des brasilianischen Schriftstellers João Almino  und der Architektin Letícia Wouk Almino über die brasilianische Hauptstadt Brasilia.

Das Museum für Angewandte Kunst (MAK) zeigt vom 21.9. bis 2.2. die Ausstellung alex wollner brasil. design visual. Alexandre Wollner (*1928)  ist einer der wichtigsten brasilianischen Grafikdesigner der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Oiticica_Portrait_1979_IvanCardoso

Portrait Hélio Oiticica, 1979
Foto/photo: Ivan Cardoso © Ivan Cardoso

Das Museum für Moderne Kunst (MMK) bietet gleich zwei Ausstellungen des großen brasilianischen Künstlers Hélio Oiticica. Die erste mit drei begehbaren Installationen wurde bereits Ende August im Palmengarten eröffnet und wird dort noch bis zum 27.10. gezeigt. Unter dem Titel Hélio Oiticica – das große Labyrinth wird vom 28.9. bis 12.1. die bislang größte Werkschau in den Räumen des MMK (Domstraße 10).

Vom 7.10.-31.1. zeigt das Exilarchiv der Deutschen Bibliothek die Ausstellung Exil in Brasilien.

Ein begleitende Publikation zum deutschsprachigen Exil in Brasilien (1933-1945) ist im Verlag Hentrich & Hentrich erschienen und bei uns bestellbar.

Schließlich werden auf dem Messegelände während der Buchmesse (9.10-13.10.) zwei weitere Ausstellungen (Além da Biblioteca in Halle 4.1 und Books on Brazil im Pavillon des Gastlandes Brasilien)  gezeigt.

Weitere Veranstaltungen des kulturellen Rahmenprogramms der Bereiche Musik und Film und natürlich die literarischen Veranstaltungen stellen wir in den kommenden Tagen in separaten Blogbeiträgen vor.

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Emicida am 21.6. in Frankfurt

In Zusammenarbeit mit dem Centro Cultural Brasileiro Frankfurt präsentiert die Brotfabrik am kommenden Freitag, dem 21.6. den brasilianischen MC Emicida. Das Konzert beginnt 21.00 Uhr, Eintrittskarten zum Preis von 11 EUR + VVK oder 14 EUR an der Abendkasse. Schon ab 20.00 Uhr steht Emicida für einen „artist talk“ zur Verfügung.

1985 in São Paulo geboren, gilt als eine der Offenbarungen des brasilianischen Hip-Hops. Erst kopierte er die US-amerikanischen Vorbilder, begann dann aber portugiesisch zu rappen bei verschiedenen Freestyle Battles auf Underground-Partys seiner Heimatstadt. Tracks davon erschienen online und so wurde Emicida ein bekannter Name in der Szene. Vom ersten Mixtape „Pra Quem Já Mordeu um Cachorro por Comida Até que eu Cheguei Longe” 2009 wurden in Brasilien 10.000 Kopien verkauft. Im April 2011 startete die erste internationale Tournee des Rappers und als erster Brasilianer trat er beim Coachella Valley Music and Arts Festival in Indio, Kalifornien auf, einem der größten Events dieser Art. In New York angekommen bekam er prompt den Spitznamen „Brazilian Jay-Z”, zurück am Zuckerhut gehörte er zum Line up von „Rock in Rio”.

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Brasilien bei Wagenbach

Graciliano Ramos: Karges LebenWährend die meisten Neuerscheinungen für den Gastlandauftritt Brasiliens erst im Spätsommer und Herbst erscheinen, ist der Berliner Wagenbach Verlag vorgeprescht und hat jetzt eine sehr schöne Taschenbuchreihe mit alten und neuen Brasilientiteln veröffentlicht.

Wieder aufgelegt wurden Klassiker der brasilianischen Literatur:  Karges Leben von Graciliano Ramos, João Ubaldo Ribeiro: Sargento GetúlioSargento Getúlio von João Ubaldo Ribeiro, Die drei Marias von Rachel de Queiroz und Miguilim  von João Guimarães Rosa.

Hinzu gesellt sich die von Timo Berger herausgegebene AnthologiePopcorn unterm Zuckerhut, die Erzählungen junger brasilianischer Autorinnen und Autoren, wie Santiago Nazarian, Andrea del Fuego, Daniel Galera, Tatiana Salem Levy oder Ferréz, um nur einige der insgesamt 20 zu nennen.Popcorn unterm Zuckerhut

Schließlich gehört auch noch der Band Copacabana. Biographie eines Sehnsuchtsortes von Dawid Danilo Bartelt zur in einheitlichem Design und mit der von Wagenbach bekannten Sorgfalt gestalteten Reihe.Dawid Danilo Bartelt: Copacabana Der 1963 geborene Historiker leitet seit 2010 das Büro der Heinrich-Böll-Stiftung in Rio de Janeiro und hat sich eingehend mit der Geschichte des wohl weltbekannten Strandes beschäftigt.

Alle Bücher sind zusammen mit schicken Postkarten im Reihendesign (solange der Vorrat reicht) bei uns in der Buchhandlung und online erhältlich.

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Lesung mit Andreas Wunn, Ein Deutscher in Rio, 18.Januar

Das brasilianische Kulturzentrum CCBF e.V. und das brasilianische Generalkonsulat laden ein zu einer Lesung mit dem Journalisten Andreas Wunn

am Freitag, dem 18. Januar, 19.30 Uhr in der Stadtbücherei/Zentralbibliothek Frankfurt.

Der Eintritt ist frei.

In Brasilien geht's ohne TextilienAndreas Wunn ist seit 2010 Leiter des ZDF-Studios in Rio de Janeiro. Sein Buch mit dem etwas plakativen Titel In Brasilien geht’s ohne Textilien  ist bei Heyne erschienen

Der Verlag präsentiert das Buch wie folgt: Südamerika-Korrespondent Andreas Wunn zieht nach Rio de Janeiro. Dort wird er zwar herzlich empfangen, doch schnell kommt es zu zuckerhutgroßen Missverständnissen: Ein Handtuch mit an den Strand zu nehmen verstößt gegen die heiligen Strandregeln, nachts an roten Ampeln zu halten ist nicht vorgesehen, und deutsche Arbeitsmoral, deutscher Winter, deutscher Fußball – all das löst bei einem Brasilianer sowieso nur Mitleid aus. Mit viel Witz, Sympathie und Augenzwinkern erzählt Andreas Wunn vom Leben im Sehnsuchtsland Brasilien.

Einen Einblick in die Arbeit von Andreas Wunn und seinem Team gibt dieser Videobeitrag aus der ZDF-Mediathek.

Wir freuen uns auf einen humorvollen Abend über kulturelle Unterschiede und mit aktuellen Einblicken in das Leben und Arbeiten in Brasilien.

Andreas Wunn: In Brasilien geht’s ohne Textilien, 2013, 8,99 Eur

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Felipe Tadeu spricht über Adoniran Barbosa

Die erfolgreiche Vortragsreihe des brasilianischen Musikjournalisten Felipe Tadeu wird fortgesetzt. Am 1. Juni, ab 18.00 Uhr spricht er im Brasilianischen Generalkonsulat Frankfurt, Hansaallee 32 a+b (Eingang Vogtstraße) über den berühmten brasilianischen Sambamusiker und -komponisten Adoniran Barbosa (1910-1982).

Michael Kegler übersetzt wie immer ins Deutsche.

Eine Veranstaltung des Centro Cultural Brasileiro de Frankfurt (CCBF e.V.) mit Unterstützung des Brasilianischen Generalkonsulats.

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João Paulo Cuenca liest in Frankfurt

Der junge brasilianische Autor João Paulo Cuenca kommt nach Frankfurt und stellt am kommenden Montag, dem 28.März um 19.30 Uhr seinen neuesten Roman O único final feliz para uma história de amor é um acidente vor.
Veranstaltungsort:Brasilianisches Generalkonsulat, Hansaallee 32 a+b (Eingang Vogtstraße) , 60322 Frankfurt am Main.

Michael Kegler moderiert und übersetzt, die Lesung ist zweisprachig portugiesisch-deutsch, der Eintritt frei.

Eine Veranstaltung des Brasilianischen Kulturzentrum Frankfurt e.V. (CCBF) und des Brasilianischen Generalkonsulats Frankfurt in Zusammenarbeit mit der Literarischen Agentur Mertin, litprom – der Gesellschaft zur Förderung der Literatur aus Afrika, Asien und Lateinamerika und TFM – Centro do Livro, Frankfurt.

O único final feliz para uma história de amor é um acidente ist eine rasante, tragische Comic-Geschichte in einem Science-Fiction-Ambiente eines fiktiven Tokio. Shunsuke Okuda, junger Angestellter einer untergehenden international tätigen Firma, verliebt sich Hals über Kopf in Iulana, eine in Tokio gestrandete Animierdame. Shunsukes Vater, der omnipräsente Herr Okuda, überwacht alle Schritte der Protagonisten dieses Buches, besessen von einem teuflisch-perversen Kontrollwahn. Und tatsächlich endet diese in grellen Bildern beschriebene Liebesgeschichte nicht nur mit einem Unfall, sondern auch einer Entführung, Mord und Totschlag und einem Schwindel erregenden Wirbel aus Eifersucht und Verrat.

João Paulo Cuenca, Copyright: Jorge Bispo

João Paulo Cuenca wurde 1978 in Rio de Janeiro geboren und veröffentlichte 2003 sein erstes Buch Corpo Presente. 2007 erschien sein zweiter, sehr erfolgreicher Roman O Dia Mastroianni. Das Hay Festival wählte ihn 2007 unter die 39 wichtigsten Autoren Lateinamerikas unter 39 Jahren. 2008 wurde O Dia Mastroianni ins Italienische übersetzt und erschien 2009 in einer portugiesischen Ausgabe. Sein jüngster Roman O único final feliz para uma estória de amor é um acidente (Dt.: Das einzig glückliche Ende einer Liebesgeschichte ist ein Unfall) erschien ebenfalls fast zeitgleich in Brasilien und Portugal.

Neben seiner schriftstellerischen Tätigkeit arbeitet João Paulo Cuenca als Journalist und Kolumnist für verschiedene brasilianische Medien, unter anderem für das Magazin der Tageszeitung O Globo.

weitere Termine der Lesereise:

31.03., 20.00 Uhr München

Eine Veranstaltung von Lusofonia e.V.
Unopiú Espressobar
Lindwurmstraße 79
80337 München

Einführung: Luísa Costa Hölzl.
Moderation und Lesung der deutschen Übersetzung: Wanda Jakob

06.04., 19.00 Uhr Berlin

Botschaft von Brasilien, Wallstr. 57

Moderation und Übersetzung: Michael Kegler

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Count-down am Xingu – Martin Keßler im Gespräch

Der Frankfurter Dokumentarfilmer Martin Keßler berichtet am kommenden Donnerstag, 24.2.2011,20.00 Uhr, im Frankfurter Club Voltaire, Kleine Hochstrasse 5, über den aktuellen Stand seines Filmprojektes „neueWUT„. Vor allem aber über den Konflikt um Belo Monte, das drittgrößte Staudammprojekt der Welt, mit dem die brasilianische Regierung jetzt in Amazonien beginnen will. Martin Keßler ist gerade zurück vom Xingu,wo er im Januar / Februar 2011 für eine aktuelle Reportage über Belo Monte gedreht hat.

Mit der Reportage „Count – down am Xingu“ setzt Martin Keßler die mit dem 2009 fertiggestellten Dokumentarfilm Eine andere Welt ist möglich – Kampf um Amazonien Arbeit fort. Dazu hat er unter anderem mit dem katholischen Bischof von Altamira und Träger des alternativen Nobelpreises, Dom Erwin Kräutler, gesprochen, mit dem Staatsanwalt von Altamira, Regierungsvertretern und Repräsentanten sozialer und indigener Bewegungen. Eine Kurzversion des Filmes erscheint in den nächsten Wochen auf youtube.

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Festival PLUSbrasil in München

Mit den besten Wünschen für ein gesundes und erfolgreiches Neues Jahr melden wir uns hier zurück und möchten gleich auf ein Festival hinweisen, die in der nächsten Woche in München beginnt:

Bereits zum dritten Mal treffen sich Musiker und Tänzer mit Künstlern aus São Paulo zu PLUSbrasil (+br11) und damit zu gemeinsamen Produktionen und Workshops. Veranstalter sind die brasilianischen NGO humavida und der sehr aktive Münchner Kulturverein Lusofonia e.V. (Webseite im Aufbau). Das komplette Programm lässt sich auf der Festivalwebseite nachlesen und ist auch im Terminkalender von nova cultura! einzusehen. Die aktuellsten Informationen bietet das Festivalblog.

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Shortlist Prêmio Portugal Telecom

Im November werden die drei Gewinner des in Brasilien verliehenen Prêmio Portugal Telecom bekanntgegeben. Die Shortlist wurde jetzt von der Jury veröffentlicht. Der Preis zeichnet in Brasilien erschienene Werke portugiesischsprachiger Autoren aus, prämiert werden 3 Gewinner mit einer Gesamtsumme von 150.000 Reais. Folgende 10 Autoren/Werke stehen nun noch zur Auswahl:

José Saramago: Caim
Ondjaki: Avó dezanove e o segredo do soviético
Rodrigo Lacerda:  Outra Vida
Carlito Azevedo: Monodrama
Chico Buarque: Leite Derramado
Bernardo Carvalho: O Filho da Mãe
Reinaldo Moraes:  Pornopopéia
Armando Freitas Filho: Lar
Carlos Brito de Mello: A Passagem Tensa dos Corpos
Bernardo Ajzenberg: Olhos Secos

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Beleza!

Ein neues Lehrbuch für alle, die die brasilianische Variante der portugiesischen Sprache erlernen möchten, ist in diesem Monat im Klett Verlag erschienen. Das Lehrbuch von Maria Prata trägt den Titel Beleza! und enthält 2 Audio-CDs. Die neue portugiesische Rechtschreibung wird bereits berücksichtigt, in jeder der 20 Lektionen wird außerdem auf je einer Seite auf die Besonderheiten des europäischen Portugiesisch eingegangen. Auf den ersten Blick macht das neue Lehrwerk einen auch optisch ansprechenden Eindruck und zeigt, dass die portugiesischsprachige Welt und vor allem Brasilien stärker in den Fokus der deutschen Lehrbuchverlage rücken. Erst im letzten Jahr hatte der Hueber Verlag seine Neuentwicklung Oi, Brasil vorgestellt.

Die genannten Lehrwerke sind natürlich bei uns erhältlich, ebenso wie zahlreiche Titel zum Erlernen der portugiesischen Sprache – aus portugiesischen und brasilianischen Verlagen. Schauen Sie einfach hier vorbei.

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