Wieder zurück

Nach Ende der alljährlichen Weihnachtsferien sind wir ab heute wieder in der Buchhandlung zurück. Natürlich wünschen wir allen Bloglesern und Kunden noch alles Gute für 2008. In den nächsten Tagen gibt es dann auch wieder Neues aus der portugiesischsprachigen Kulturwelt.

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Weihnachtsstress

Das weihnachtliche Geschäft in der Buchhandlung lässt derzeit kaum Zeit für den einen oder anderen Blogeintrag, denn schließlich wollen alle Ihre Bestellung möglichst noch vor dem 24.12. erhalten.

Dabei gäbe es so einiges zu berichten: der brasilianische Architekt Oscar Niemeyer hat letzte Woche seinen 100. Geburtstag gefeiert, Michael Kegler berichtet darüber in nova cultura!, Manoel de Oliveira, der portugiesische Regisseur, wurde 99 und plant immer noch den einen oder anderen neuen Film. Mit dem diesjährigen Prémio Fernando Pessoa wurde die Historikerin Irene Flunser Pimentel ausgezeichnet. Soweit das Neueste in aller Kürze – demnächst wieder mehr und ausführlicher.

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Torga-Kolloquium in Hamburg

BichosDer Geburtstag von Miguel Torga, einem der bekanntesten portugiesischen Dichter, jährte sich in diesem Sommer zum 100.Mal. Während des Jahres gab es eine Reihe von Gedenkveranstaltungen. Der portugiesische Verlag Dom Quixote hat begonnen, das Werk Torgas neu aufzulegen, das zu Lebzeiten des Autors im Selbstverlag erschienen ist. Beispielsweise sind in diesem Jahr seine Tagebücher neu erschienen, ebenso wie Vindima, Senhor Ventura, Portugal sowie die Erzählbände Bichos, Contos da Montanha und Novos Contos da Montanha, letztere im Taschenbuch. Bedauerlicherweise sind im Augenblick keine Übersetzungen seiner Werke ins Deutsche lieferbar. Der hier sehr aktive Verlag Beck&Glückler aus Freiburg musste seine Tätigkeit Ende der 90er Jahre einstellen.

Zum Abschluss des Jubliläumsjahres veranstaltet die Universität Hamburg zu Ehren Torgas vom 13.-15.Dezember ein dreitägiges, internationales Kolloquium. Das komplette Programm lässt sich hier einsehen.

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Globalisierung?

TropicáliaDas russische Label Lilith Records aus Sankt Petersburg hat interessanterweise jetzt die bekannten Alben von Caetano Veloso aus den 60er Jahren wieder aufgelegt. Lange Zeit waren sie vergriffen und nur sehr schwer zu bekommen, jetzt wieder lieferbar sind Tropicália – das Konzeptalbum der Tropicalismo-Bewegung, Araçá Azul und Irene.

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Teresa Salgueiro verlässt Madredeus

In einer Presseerklärung hat Teresa Salgueiro in dieser Woche bekannt gegeben, dass sie und die Gruppe Madredeus in Zukunft getrennte Wege gehen werden. Nach einem Jahr Pause in der gemeinsamen Arbeit, in La Serenadem sie bereits einige Soloprojekte realisiert hat, liegt die Verantwortung für Madredeus, die weltweit wohl bekannteste portugiesische Gruppe in Zukunft ausschließlich bei Pedro Ayres Magalhães. Ob Madredeus damit überhaupt weiterbestehen wird, scheint fraglich, denn, obwohl Pedro Ayres Magalhães auch schon in der Vergangenheit für die meisten Kompositionen und Arrangements verantwortlich war, ist der Erfolg von Madredeus doch vor allem mit dem Gesang von Teresa Salgueiro verknüpft. Temporäre gemeinsame Projekte in der Zukunft sind aber wohl nicht ganz ausgeschlossen.

Teresa Salgueiro hat in diesem Jahr das Soloalbum Você e eu veröffentlicht, auf dem sie  – einem Sommertrend der portugiesischen Musik folgend – brasilianische  Themen der Bossa Nova und Música Popular Brasileira verarbeitet hat. Gerade erschienen ist das Album La Serena, das sie mit dem Lusitana Ensemble aufgenommen hat. Hier finden sich neben Fados auch Chansons und sephardische Lieder.

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neue Hörbücher – Novos audiolivros

Auf dem portugiesischen Hörbuchmarkt ist doch eine kleine Aufbruchstimmung zu spüren. Vor kurzem fand zu diesem Thema auch eine Konferenz im Lissabonner Goetheinstitut statt, die auch dem Austausch zwischen deutschen und portugiesischen Hörbuchverlagen dienen sollte.

Um jantar muito originalDer kleine Verlag 101 Noites hat jetzt die Reihe Livros para ouvir aufgelegt. Bisher sind sechs Titel erschienen, jeder besteht aus einem Textbooklet und einer CD. Es lesen bekannte portugiesische Schauspieler, wie Eunice Muñoz, Nuno Lopes, Alexandra Lencastre, São José Lapa, José Wallenstein und João Perry. Veröffentlicht wurden Texte von Fernando Pessoa, Mário de Sá-Carneiro, Fialho de Almeida, Eça de Queirós, Camilo Castelo Branco und Florbela Espanca. Damit ist der portugiesische Hörbuchmarkt natürlich noch meilenweit vom hiesigen Angebot entfernt, denn es fehlen vor allem aktuelle Titel in der Hörbuchfassung. Aber ein Anfang ist gemacht und gerade für Lernende der portugiesischen Sprache ist das ein gutes Angebot.

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Brasilianisch feiern – festa brasileira

Brasilianisch feiernNeulich schon haben wir musikalische Tipps gegeben, um die grauen Novembertagen erträglicher zu machen. Hierzu passt das eben bei Hädecke erschienene Kochbuch Brasilianisch feiern – festa brasileira. Wie schon der ebenfalls noch lieferbare Vorgänger Brasilien – Küche, Land und Menschen ist auch dieser Titel eigentlich mehr als ein Kochbuch. Den Rezepten – es ist von Vorspeisen, über Cocktails, Fisch- und Fleischgerichte und Desserts alles vertreten – sind Zitate bekannter brasilianischer Autoren beigefügt. Der Clou ist aber die CD Brasileiro vom bekannten Weltmusiklabel Putumayo, die dem Buch beiliegt. Mit Jorge Ben, Chico Buarque oder Rosa Passos im Ohr kocht es sich sicher leichter.

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Kapverdisch Wort für Wort

Kapverdisch Wort für WortCabo Verde wird als Reiseland immer beliebter. Erstmals ist nun in der bewährten Kauderwelsch-Reihe des Reise-Know-How Verlags ein Sprachführer zum Crioulo der Kapverden erschienen. Er trägt den Titel Kapverdisch (Kirioulo) Wort für Wort und wurde von Franzosen Nicholas Quint geschrieben, der als Sprachforscher für Afrikanistik an einer Pariser Hochschule arbeitet. Neben nützlichen Redewendungen für viele Lebenslagen findet sich am Ende eine zweisprachige Wörterliste, mit der sich vielleicht auch der eine oder andere Liedtext von Cesaria Evora oder Teófilo Chantre leichter verstehen lässt.

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José Saramago wird 85

José Saramago: Eine Zeit ohne TodDer portugiesische Literatur-Nobelpreisträger von 1998 feiert heute seinen 85. Geburtstag. Zuletzt in deutscher Übersetzung von Marianne Gareis ist der Roman Eine Zeit ohne Tod (portugiesisch: As intermitências da morte) bei Rowohlt erschienen. Saramagos Thema in diesem Roman ist eine Gesellschaft, in der plötzlich niemand mehr stirbt.

In Portugal wurden zuletzt 2006 As pequenas memórias veröffentlicht, ein kleines Buch, in dem Saramago seine Kindheit und Jugend in Azinhaga und Lissabon beschreibt. Für das nächste Jahr ist ein neuer Roman angekündigt. Mit Spannung erwartet wird auch die Verfilmung des Romans Ensaio sobre a cegueira (Die Stadt der Blinden) des brasilianischen Regisseurs Fernando Meirelles, der hierzulande durch City of God (Cidade de Deus) bekannt wurde. Er schreibt zu den Dreharbeiten übrigens ein eigenes Blog, das man hier lesen kann (in portugiesischer Sprache).

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Europäische Begegnungen Portugal-Bayern

Anlässlich der noch bis Jahresende andauernden portugiesischen Ratspräsidentschaft in der Europäischen Union findet in der Ralph Roger Glöckler: Madrekommenden Woche im Münchner Künstlerhaus eine Veranstaltung mit dem Titel „Europäische Begegnungen Portugal-Bayern“ statt. Neben einer Ausstellung der Künstlerin Rita Adolff-Wollfahrt wird am 23.11., um 19.00 Uhr  eine Lesung mit Ralph Roger Glöckler stattfinden. Er liest aus seinem bei Elfenbein erschienenen Erzählung Madre, die den dritten Teil seiner Azorentrilogie darstellt. Ralph Roger Glöckler wurde 1950 in Frankfurt am Main geboren. Er studierte Germanistik, Romanistik und Völkerkunde in Tübingen. Seit 1979 lebt er als freier Schriftsteller und Übersetzer (u.a. von Mário de Carvalho und José Riço Direitinho) in Frankfurt und Lissabon.

TFM wird im Münchner Künstlerhaus einen Büchertisch ausrichten.

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