TFM auf der Buchmesse

Morgen beginnt die Frankfurter Buchmesse, in den letzten Blogeinträgen war ja schon die Rede davon. Wie in jedem Jahr sind wir auch in diesmal wieder mit einem Stand vertreten. Über einen Besuch freuen wir uns natürlich, Sie finden uns in Halle 5.1D960 ganz in der Nähe der portugiesischen und brasilianischen Verlage.

Unsere Buchhandlung bleibt wegen der Buchmesse vom 15.-19.10. geschlossen, Bestellungen, Anrufe, Faxe und E-mails kommen natürlich trotzdem an und werden dann ab Montag bearbeitet. Ich hoffe, in den nächsten Tagen hier ein paar Eindrücke von der Buchmesse geben zu können.

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neue Taschenbuchreihe

Der neu entstandene Verlagsriese LeYa, der unter anderem die Verlag Caminho, Dom Quixote, Texto Editores und ASA umfasst, hat jetzt mit der Herausgabe einer neuen Taschenbuchreihe begonnen, in der neben Klassikern zahlreiche zeitgenössische Autoren in einer günstigen Ausgabe erscheinen werden.

Den Anfang machen unter anderem José Eduardo Agualusa, António Lobo Antunes, Mia Couto, Chico Buarque und João Aguiar. Alle Titel der Reihe gibt es wie immer in unserer Frankfurter Buchhandlung und über unsere Webshop.

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Literaturnobelpreis 2008 geht an…

den französischen Autor Jean-Marie Gustave Le Clézio – das gab soeben die Schwedische Akademie in Stockholm bekannt. In portugiesischer Übersetzung sind nur relativ wenige Titel erschienen, in Brasilien das Buch O Africano , in Portugal O caçador de tesouros. Auch auf dem deutschen Buchmarkt sind nicht sehr viele Titel lieferbar, aber das wird sich sicher in den nächsten Tagen und Wochen ändern. Für die Agenten auf der Frankfurter Buchmesse, die in der kommenden Woche beginnt, werden gewiss einige neue Termine hinzukommen.

Übrigens erhielt José Saramago die höchste Auszeichnung der Literaturwelt vor 10 Jahren, gestern jährte sich das Datum der Bekanntgabe. Im Blog der Fundação José Saramago lässt sich das Ereignis noch einmal nachvollziehen.

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Buchmesse 1 – Brasilienprogramm

In knapp zwei Wochen beginnt die Frankfurter Buchmesse (15.-19.Oktober). Gastland ist in diesem Jahr die Türkei, doch natürlich beschränken sich das wie immer umfangreiche Veranstaltungsangebot nicht nur auf den Länderschwerpunkt.

Kurz vorstellen möchte ich in diesem Artikel daher Veranstaltungen mit brasilianischer Beteiligung. Der omnipräsente Paulo Coelho, dessen neuer Roman O vencedor está só – ein Krimi – gerade in Brasilien und Portugal erschienen ist, spricht auf der Eröffnungskonferenz der Buchmesse am 14. Oktober (11.00-12.00 Uhr). Am Donnerstag, den 16.10. von 15.30-16.00 Uhr nimmt Paulo Coelho auf dem Blauen Sofa zwischen Halle 5 und 6 Platz und wird seinen Roman Brida vorstellen, der jetzt in deutscher Übersetzung von Maralde Meyer-Minnemann bei Diogenes erschienen ist. Donnerstag ist ein Fachbesuchertag, aber das Ganze lässt sich auch im Internet per Live-Stream verfolgen.

Ebenfalls am 16. 10. von 16.15 Uhr-17.15 Uhr im Forum Dialog (Halle 6.1 E913) findet eine vom brasilianischen Generalkonsulat in Frankfurt präsentierte Veranstaltung zum 100.Todestag von Machado de Assis statt. Die Vortragenden sind Prof. Dr. Thomas Sträter von der Universität Heidelberg und Prof. Dr. Berthold Zilly vom Lateinamerikainstitut der FU Berlin.

Am Samstag, den 18.10. stellt Prof. Dr. Moniz Bandeira von 10.15-11.15 Uhr ebenfalls im Forum Dialog (Halle 6.1E913) sein neues in Brasilien erschienenes Buch Fórmula para o Caos – A derrubada de Salvador Allende (1970-1973) vor. Präsentiert wird die Neuerscheinung Prof. Dr. Levi Bucalem Ferrari, dem Präsidenten des brasilianischen Schriftstellerverbandes (UBE) – eine Veranstaltung in portugiesischer und spanischer Sprache.

Von 16.00-17.00 Uhr spricht Prof. Dr. Berthold Zilly am brasilianischen Nationalstand (Halle 5.1E943) über den von ihm übersetzten Roman Tagebuch des Abschieds (Memorial de Aires) von Machado de Assis, der zur Buchmesse im Verlag Friedenauer Presse erscheinen wird.

Wiederum im Forum Dialog (Halle 6.1 E913) diskutieren von 17.45-18.30 Uhr Prof. José Castilho und Jéferson Assumpção über die brasilianische Buchpolitik (Veranstaltung in portugiesischer Sprache).

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Kalender 2009 – Teil 1

Ein untrügliches Zeichen, dass sich das Jahr schon wieder seinem Ende zuneigt, ist das Eintreffen der ersten Kalender für das kommende Jahr. Der Markt für Kalender aus oder über Portugal und Brasilien ist ja leider sehr überschaubar. Eben eingetroffen ist der Brasilien-Kalender aus dem Stürtz Verlag, in postergroßem Format mit 12 Monatsbildern und typischen Brasilienmotiven vom Regenwald, über Iguaçu, Corcovado bis zu den Hochhäusern von São Paulo.

Wie immer natürlich hier zu bekommen.

P.S. Das Blog ist heute übrigens genau 1 Jahr alt geworden.

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Die Stadt der Blinden – Deutschlandpremiere

Der Termin für die Deutschlandpremiere der Romanverfilmung Blindness von Fernando Meirelles, von der wir hier schon mehrfach berichtet haben steht fest. Das auf dem Roman Die Stadt der Blinden (Ensaio sobre a cegueira) von José Saramago basierende Werk mit Juliane Moore, Marc Ruffalo und Gael Garcia Bernal in den Hauptrollen wir in Deutschland erstmals am 1. Oktober beim Filmfest Hamburg gezeigt. Offizieller Kinostart ist der 23.Oktober. Inzwischen ist auch die deutsche Webseite des Films vom Verleiher Kinowelt online.

Das Filmfest Hamburg, das morgen beginnt, bietet neben der Saramago-Verfilmung übrigens eine ganze Reihe weiterer Filme portugiesischer Regisseure. Gezeigt werden unter anderem Filme von Teresa Villaverde, Luís Filipe Rocha, Maria de Medeiros und Margarida Cardoso, hier geht’s zur Übersicht. Neben Blindness laufen auch noch weitere Filme aus Brasilien.

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Prêmio Jabuti 2008

Die Câmara Brasileira do Livro hat die diesjährigen Preisträger des Prêmio Jabuti, des wichtigsten brasilianischen Literaturpreises, bekanntgegeben. Der Preis wird in 20 verschiedenen Kategorien verliehen, unter anderem für den besten Roman, die beste Übersetzung, das beste Kinderbuch usw. Alle Preisträger kann man hier einsehen.

Als bester Roman wurde der Titel O filho eterno von Cristóvão Tezza ausgezeichnet, auf Platz zwei landete O sol se põe em São Paulo, von Bernardo Carvalho dessen vorherige Romane Mongólia und Nove noites auch schon ins Deutsche übersetzt wurden, drittbester Roman wurde Antonio von Beatriz Bracher.

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José Cardoso Pires – Histórias de amor

Der neu gegründete Verlag des ehemaligen Dom Quixote-Verlegers Nelson de Matos setzt sein ambitioniertes literarisches Programm fort und hat eben mit den Histórias de amor von José Cardoso Pires ein echte Rarität veröffentlicht.

Die Erstausgabe erschien 1952 (geschrieben vom damals 27jährigen José Cardoso Pires) in einer Auflage von 250 Exemplaren und wurde innerhalb weniger Wochen von der portugiesischen Zensur kassiert. Später wurden die Erzählungen nie wieder in ihrer ursprünglichen Fassung veröffentlicht. Jetzt sind erstmals die originalen Geschichten wieder zugänglich, die von der Zensur beanstandeten sind kenntlich gemacht und im Anhang ist der Brief des Autors an die Zensurbehörde zu lesen.

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nova cultura! in neuem Gewand

Das von Michael Kegler betreute Kulturportal nova cultura! hat sich verändert.

Es gibt ein paar Neuerungen auf der Website, einen Blog, den Felipe Tadeu und Urariano Mota regelmäßig mit sehr lesenswerten Texten füttern. Aktuell können Sie dort eine sehr ausführliche Rezension des soeben in deutscher Übersetzung erschienenen Romans Asche vom Amazonas von Milton Hatoum aus der Feder von Albert von Brunn lesen. In portugiesischer Sprache wird der Roman Só por Amor von Sofia Marrecas Ferreira vorgestellt. Wir, d.h. Michael Kegler und das restliche Redaktionsteam, zu dem die Blogredakteurin auch gehört, würden uns freuen, wenn Sie von Zeit zu Zeit auch dort vorbeischauen würden. Übrigens können Sie im Kulturkalender von nova cultura! auch über Veranstaltungen von und mit portugiesischsprachigen Autoren, Musiker, Künstler informieren.

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Saramago bloggt auch

Schon mehrmals haben wir auf das sehr informative Blog der Fundação José Saramago hingewiesen, das hauptsächlich von Saramagos Ehefrau Pilar del Río geführt wird. Seit ein paar Tagen schreibt der portugiesische Nobelpreisträger nun auch selbst in der Rubrik O Caderno de Saramago. In den ersten Einträgen widmet er sich Lissabon, Darwin und George W. Bush.

Für November ist übrigens bereits der neue Roman Saramagos A viagem do elefante angekündigt worden. Einen kleinen Text von Pilar del Río und einen ersten Auszug kann man hier lesen.

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