Archiv der Kategorie: portugiesische Literatur

Fundação José Saramago

In Azinhaga (Ribatejo), dem Heimatdorf des portugiesischen Nobelpreisträgers, wird heute ein Museum eröffnet, das gleichzeitig als Außenstelle der kürzlich gegründeten Fundação José Saramago (José Saramago Stiftung) dienen wird. Ausgestellt werden u.a. Fotografien aus dem Archiv José Saramagos und einige Gegenstände, die mit der Kindheit des Autors, die er in Azinhaga bei seinen Großeltern verbracht hat, verbunden sind. Hier bietet es sich an, das Buch As Pequenas Memórias zur Hand zu nehmen, in dem Saramago seine Kindheitserinnerungen beschreibt.

Die Außenstelle der Fundação verfügt außerdem ein Bibliothek mit allen Werken Saramagos im Original und fremdsprachigen Übersetzungen sowie einen öffentlichen Lesesaal. Zur Eröffnung reist José Saramago mit seiner Frau Pilar del Rio und zahlreichen geladen Gästen an.

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Pessoa-Nachlass wird teilweise versteigert

Wie die portugiesische Zeitung Público in ihrer heutigen Ausgabe vermeldet, wird ein Teil des Nachlasses von Fernando Pessoa voraussichtlich im Herbst versteigert.

Unter den Hammer kommen sollen unter anderem der Briefwechsel Fernando Pessoas mit dem englischen Okkultisten Alisteir Crowley, astrologische Karten sowie verschiedene Ausgaben der Zeitschriften Orpheu und Contemporânea.

Führende Pessoa-Forscher, wie Richard Zenith und Jeronimo Pizarro haben sich besorgt geäußert und befürchten, dass Teile des Nachlasses durch die Versteigerung Portugal verlassen und somit nicht mehr für Forschungszwecke zur Verfügung stehen werden.

Vielleicht wird ja im Herbst auch noch die portugiesische Nationalbibliothek aktiv und erwirbt den Nachlass. Ein großer Teil der Hinterlassenschaften Fernando Pessoas wurden bereits 1979 vom portugiesischen Staat gekauft.

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Buchmesse Lissabon

Der seit Wochen schwelende Streit zwischen den beiden portugiesischen Verlegerorganisationen APEL und UEP um die Ausrichtung und Durchführung der Lissabonner Buchmesse ist gestern eskaliert. Die Lissabonner Stadtverwaltung sah sich gezwungen, die bereits begonnenen Aufbauarbeiten zu stoppen, die entsprechende Pressemeldung kann man hier im Blog der Literaturzeitschrift Ler nachlesen.

Die Buchmesse soll bereits am 21. Mai beginnen und bis zum 10.Juni andauern. Im Streit geht es im wesentlichen darum, ob alle Verlage wie bisher die selben Verkaufsstände benutzen sollen oder ob unterschiedlich große Stände erlaubt sein sollen. Hintergrund ist der Wunsch der Verlagsgruppe LeYa, mit eigenen Messeständen an der Messe teilzunehmen.

Für den heutigen Tag sind weitere Sitzungen geplant, die zu einer Lösung des Problems beitragen sollen.

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LeYa wächst weiter

Der Konzentrationsprozess in der portugiesischen Verlagslandschaft setzt sich fort. Gestern wurde bekannt, dass die im vergangenen Jahr neu entstandene Gruppe LeYa, zu der so renommierte Verlage wie Dom Quixote, Caminho und ASA zählen eine Absichtserklärung über den Kauf der Verlage des Finanzinvestors Explorer Investments unterzeichnet hat. Zu Explorer Investments gehören unter anderem die Verlage Oficina do Livro, Casa das Letras und Teorema mit den Bestsellerautoren Margarida Rebelo Pinto und Miguel Sousa Tavares.

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Acordo Ortográfico 2 – noch mehr neue Wörterbücher

Einen interessanten Artikel zur portugiesischen Rechtschreibreform liefert die Neue Züricher Zeitung in ihrem Artikel Bruderkampf um Buchstaben und Akzente. Das hört sich vielleicht etwas zu martialisch, Fakt ist aber, dass die Rechtschreibreform in Portugal nach wie vor hohe Wellen schlägt. Aber hierzulande war das ja bis vor kurzer Zeit auch nicht anders.

Dicionário Editora da LÃngua Portuguesa 2009Mit Porto Editora hat jetzt der zweite große Wörterbuchverlag nachgezogen und ein einsprachiges Wörterbuch veröffentlicht, dass die Veränderungen des Acordo Ortográfico berücksichtigt. Die alte und die neue Schreibweise werden parallel nebeneinander aufgeführt, so dass man die Veränderungen gut nachverfolgen kann. Natürlich wird das Dicionário Editora da Língua Portuguesa 2009 – Acordo Ortográfico in wenigen Tagen auch bei uns erhältlich sein.

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José Saramago im Interview

José Saramago hat der portugiesischen Zeitschrift Sol ein langes Interview gegeben. Darin spricht er über seine Krankheit, die ihn über Monate sehr stark geschwächt hat, über seine Arbeit am neuen Roman A viagem do elefante, der im Herbst in Portugal erscheinen soll und auch über die Verfilmung des Romans Ensaio sobre a cegueira (Die Stadt der Blinden) von Fernando Meirelles, die in diesem Jahr in die Kinos kommt.

Nachzulesen ist das Interview (in portugiesischer Sprache) – zumindest im Moment – hier.

04.07.08  – Das Interview ist leider inzwischen nicht mehr online. Aktuelle Informationen über José Saramago finden Sie von Zeit zu Zeit hier im Blog und im neuen Blog der Fundação José Saramago.

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Leipzig liest

In dieser Woche findet die Leipziger Buchmesse statt,  und einer der wichtigsten Bestandteile der Messe ist immer Leipzig liest ein umfangreiches Begleitprogramm voller Lesungen, Vorträge und Diskussionen, dass die Leipziger Messe einzigartig macht.

Mit dabei ist in diesem Jahr Gonçalo M. Tavares, über den in diesem Blog schon öfter die Rede war. Er wird vom Präsidenten des portugiesischen PEN-Clubs, Casimiro de Brito, in der Reihe Neue Talente der europäischen Literatur vorgestellt.  Es handelt sich um ein Projekt des Goethe-Instituts im Rahmen der EU-Ratspräsidentschaft. Die Veranstaltung findet am 13. März 2008 von 17:00 – 18:30 Uhr im Mediencampus, Villa Ida, Poetenweg 28 statt.

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Inês Pedrosa – neue Chefin der Casa Fernando Pessoa

Die Journalistin und Schriftstellerin Inês Pedrosa übernimmt an diesem Freitag die Leitung der Casa Fernando Pessoa von Francisco José Viegas, der als Chefredakteur zur Literaturzeitschrift Ler zurückkehrt. Inês Pedrosa ist eine der bekanntesten zeitgenössischen Autorinnen Portugals und hat darüberhinaus jahrelange journalistische Erfahrung. In Portugal erschien zuletzt der Roman A eternidade e o desejo, in dem sich die Protagonistin Clara in Brasilien auf die SpurenInês Pedrosa: Du fehlst mir Padre António Vieiras begibt. Zwei ihrer Romane, Du fehlst mir (Fazes-me falta)  und In deinen Händen (Nas tuas mãos) liegen in deutscher Übersetzung von Maralde Meyer-Minnemann im Luchterhand Verlag vor.

Die im Lissabonner Stadtteil Campo de Ourique gelegene Casa Fernando Pessoa ist in den letzten Monaten unter der Leitung von Francisco José Viegas aus ihrem „Dornröschenschlaf“ erwacht und hat sich zu einem Mittelpunkt des literarischen Lebens in der portugiesischen Hauptstadt entwickelt.

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Interview mit Gonçalo M. Tavares

Als Nachtrag zum Beitrag von vor einigen Tagen zum neuen Buch von Gonçalo M. Tavares Aprender a rezar na era da técnica möchte ich an dieser Stelle ein Interview mit dem Autor empfehlen (in portugiesischer Sprache), das Gonçalo Mira vom Blog Orgia Literária mit Gonçalo M. Tavares geführt hat. Es gibt einen guten Einblick in das Konzept der livros pretos und auch in das sonstige, schon so umfangreiche literarische Werk.

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Luís de Camões: Sämtliche Gedichte

Camões: Sämtliche Gedichte - A obra lÃricaLang erwartet und nun endlich erschienen ist die zweisprachige Ausgabe des lyrischen Werks des portugiesischen Nationaldichters Luís de CamõesSämtliche Gedichte/A Obra Lírica.

Ein Mammutwerk von über 1000 Seiten, für das man dem Übersetzer Hans-Joachim Schaeffer und dem Berliner Elfenbein Verlag, der auch schon das Epos Die Lusiaden – Os Lusíadas veröffentlicht hat, nur großen Respekt zollen kann.

Bis zum 31.03.08 gilt ein Subskriptionspreis von 65,00 Euro, danach kostet das Buch 75,00 Euro, und bekommen kann man das Buch natürlich auch in unserer Buchhandlung.

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