Archiv der Kategorie: literaturpreise

Prémio LeYa geht an Victor Vidal

Der mit 50.000 Euro dotierte Prémio LeYa, der von der gleichnamigen portugiesischen Verlagsgruppe für bisher unveröffentlichte Texte verliehen wird, geht erneut an einen brasilianischen Autor.

Victor Vidal erhält den Preis für den Roman Não há pássaros aqui.

Es ist ein Buch, das „aus dem Nachdenken über die Kindheit entstanden ist, eine so wichtige Zeit, die uns unser ganzes Leben lang begleitet“, so der 32jährige Autor gegenüber der portugiesischen Zeitung Público. Mit der Auszeichnung ist eine Veröffentlichung des Romans in der Verlagsgruppe Leya verbunden.

Der Prémio Leya ist der größte Literaturpreis für unveröffentlichte Romane in portugiesischer Sprache. In diesem Jahr gab es die Rekordbeteiligung von 907 Einreichungen aus 14 Ländern.

Im letzten Jahr hatte der brasilianischen Autor Celso Costa den Preis für A Arte de Driblar Destinos

Den zweifellos größten Erfolg hatte bisher der Roman Torto Arado von Itamar Vieira Junior, der 2018 mit dem Prémio Leya ausgezeichnet wurde und in der Folge zum Bestseller wurde und zahlreiche weitere Preise erhalten hat.

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Prix Médicis geht auch an Lídia Jorge

Lídia Jorges Roman Miséricordia wird zu einer immer größeren Erfolgsgeschichte und wird nun auch im Ausland gewürdigt. Die französische Übersetzung von Elisabeth Monteiro Rodrigues, erschienen bei Éditions Métailié, erhielt heute den Príx Médicis für den besten ausländischen Roman, ebenfalls ausgezeichnet wurde die südkoreanische Autorin Han Kang.

Um so gespannter sind wir natürlich auf die deutsche Übersetzung. Hier ist allerdings noch etwas Geduld gefragt, der Titel wird wohl erst 2025 erscheinen.

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Prémio Oceanos – Die Finalisten

Und weiter geht es mit Literaturpreisen. Heute wurden die 10 Finalisten für den Literaturpreis Prêmio Oceanos (je 5 Titel aus Lyrik und Prosa) bekanntgeben. Nominiert sind:

Lyrik

Alma Corsária, Cláudia Roquette-Pinto (Editora 34)
Diário da encruza, Ricardo Aleixo (Segundo Selo)
Entre costas duplicadas desce um rio, Guilherme Gontijo Flores (Ars et Vita)
O gosto amargo dos metais, Prisca Agustoni (7Letras)
Paraíso, Pedro Eiras (Assírio & Alvim)

Prosa

A história de Roma, de Joana Bértholo (Caminho)
A última lua de homem grande, de Mário Lúcio Sousa (Dom Quixote)
Misericórdia, de Lídia Jorge (Dom Quixote)
Naufrágio, de João Tordo (Companhia das Letras Portugal)
Siríaco e Mister Charles, de Joaquim Arena (Quetzal)

Die beiden Gewinner des mit je 150.000 Reais dotierten Preises werden im Dezember ausgezeichnet. Die Unterteilung in eine Lyrik- und eine Prosakategorie ist in diesem Jahr neu. Im vergangenen Jahr wurden drei Prosawerke von Alexandra Lucas Coelho, Micheliny Verunschk und João Paulo Borges Coelho ausgezeichnet.

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Prémio Fernando Namora für Lídia Jorge

Im Herbst werden traditionell viele Literaturpreise verliehen, das ist auch in diesem Jahr nicht anders.

Die portugiesische Autorin Lídia Jorge wird mit dem Prémio Fernando Namora ausgezeichnet. Sie erhält den mit 15.000 Euro dotierten Preis für ihren viel gelobten Roman Miséricordia, der im letzten Jahr bei Publicações Dom Quixote erschienen ist.

Die Jury unter Vorsitz von Guilherme d’Oliveira Martins hob den Humanismus und die Großzügigkeit in der Beschreibung einer Verlusterfahrung hervor und bezeichnete Miséricordia als ein herausragendes Werk im umfangreichen Schaffen von Lídia Jorge.

Der Roman geht auf eine Bitte der Mutter der Autorin zurück, die während der Corona-Pandemie verstorben ist. Lídia Jorge zufolge handelt es sich jedoch nicht um ein „morbides“ Buch. Vielmehr sei es ein „Buch über die Schönheit des Lebens, die sich einstellt, wenn man im Begriff ist zu gehen“, über die „wunderbaren Formen des Widerstands, zu denen Menschen am Ende ihres Lebens fähig sind.“
Miséricordia hat zuvor unter anderem schon den großen Preis des portugiesischen Schriftstellerverbands erhalten und war auch auf der Shortlist für den Prix Fémina in Frankreich in der Kategorie bester internationaler Roman. Eine deutsche Übersetzung gibt es bisher noch nicht, aber sie ist nach unserer Information bereits in Planung.

Alle Romane von Lídia Jorge erhalten Sie bei uns in der Buchhandlung.

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Prémio Camões 2023 geht an João Barrento

Der Prémio Camões, der bekannteste Literaturpreis der portugiesischsprachigen Welt, geht in diesem Jahr an den portugiesischen Essayisten und Übersetzer João Barrento. Der Preis wurde 1988 von den Regierungen Brasiliens und Portugals ins Leben gerufen und ist der höchstdotierte Literaturpreis der portugiesischsprachigen Welt. Alljährlich wird mit ihm ein portugiesischsprachiger Schriftsteller ausgezeichnet. Zuletzt erhielt 2022 der brasilianische Autor Silviano Santiago die Auszeichnung.

Für die deutsch-portugiesischen Kulturbeziehungen ist die Preisverleihung an João Barrento ein ganz besonderes Ereignis, denn João Barrento ist ein profunder Kenner der deutschsprachigen Literatur und hat viele Autorinnen und Autoren aus dem Deutschen ins Portugiesische übersetzt, unter anderem Goethe, Walter Benjamin, Paul Celan oder Robert Musil. Doch auch umgekehrt funktioniert hier der Kulturaustausch. Im Berliner Verlag Tranvia erschien 1999 das Buch Nelken und Immortellen, das sich essayistisch mit der portugiesischen Literatur des ausgehenden 20. Jahrhunderts beschäftigt. Zuletzt bemühte sich João Barrento unter anderem um das Studium des Nachlasses der portugiesischen Autorin Maria Gabriela Llansol. Dazu gibt es hier ein Video.

João Barrento wurde am 26. April 1940 in Alter do Chão geboren. Er schloss sein Studium der Germanistik an der Fakultät für Literatur der Universität Lissabon ab und hat viele Essays, Literaturkritiken und Chroniken veröffentlicht. Er lehrte Germanistik und Vergleichende Literaturwissenschaft sowie Geschichte und von 1986-2002 Übersetzungstheorie an der Universidade Nova de Lisboa .

Alle lieferbaren Titel von João Barrento finden Sie bei uns in der Buchhandlung oder auch online.

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Nobelpreis für Literatur geht an Jon Fosse

Ill. Niklas Elmehed © Nobel Prize Outreach

Den Nobelpreis für Literatur geht in diesem Jahr an den norwegischen Autor Jon Fosse.

Er stand schon lange auf der Liste der Nobelpreiskandidaten und wird für seine innovative Prosa und Theaterstücke ausgezeichnet.

Die deutsche Übersetzung seiner Werke erscheint im Rowohlt Verlag in der Übersetzung von Hinrich Schmidt-Henkel.

Auch in Portugal ist Jon Fosse übersetzt. Sein Werk erscheint im Verlag Cavalo de Ferro in der Übersetzung von Liliete Martins. Zuletzt wurde im vorigen Jahr der Titel O Outro Nome veröffentlicht. Die bestellbaren Titel finden Sie auf unserer Webseite. Übersetzungen in Brasilien liegen ebenfalls vor, wir werden diese in den nächsten Tagen ergänzen.

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Lídia Jorge erhält Grande Prémio Romance APE

Der mit 15.000 Euro dotierte Romanpreis des portugiesischen Schriftstellerverbandes (Grande Prémio APE/DGLAB) geht in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal an Lídia Jorge. Sie wird für ihren im letzten Jahr erschienenen Roman Misericórdia (veröffentlicht bei Dom Quixote) ausgezeichnet und setzte sich in einer einstimmigen Juryentscheidung unter Vorsitz von José Manuel de Vasconcelos durch. Eingereicht wurden insgesamt 86 Romane.
Lídia Jorge ist eine der bekanntesten portugiesisischen Autorinnen der Gegenwart. Einige ihrer Werke wurde bereits in deutscher Übersetzung (Übersetzt von Karin von Schweder-Schreiner, meist erschienen im Suhrkamp Verlag) veröffentlicht, sind im Augenblick jedoch nicht mehr lieferbar.

Mit dem jetzt prämierten Roman Miséricordia, der auch zuvor schon von der Kritik vielfach gelobt wurde, setzt Lídia Jorge ihrer Mutter ein Denkmal, die 2020 in einem Pflegeheim an Covid verstorben ist.

Der Roman konzentriert sich jedoch nicht auf das Biografische, sondern lässt die alte Frau, im Roman Dona Alberti genannt, selbst sprechen, indem sie ihre Erlebnisse und Gedanken tagebuchartig in ein Diktiergerät spricht. Dona Alberti, die schlecht sieht und nur noch wenige Dinge selbst erledigen kann, beurteilt die Umstände und Menschen um sie herum mit großer Klarheit, mit Wärme, aber auch mit kritischer Distanz. Sie will Zeugin sein, als sich das Heim, das Hotel Paraíso heißt, in eine Isolierstation verwandelt, die von anonymen Gestalten in Schutzanzügen geführt wird

Miséricordia und andere Romane und Erzählungen von Lídia Jorge gibt es natürlich bei uns in der Buchhandlung.

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Prémio Nacional de Ilustração

Die portugiesische Autorin und Illustratorin Inês Viegas Oliveira wird in diesem Jahr mit dem Prémio Nacional de Ilustração ausgezeichnet. Sie erhält den Preis im letzten Jahr erschienene Kinderbuch O Duelo (veröffentlich vom renommierten Verlag Planeta Tangerina). Die Geschichte des Buches beginnt mit zwei Männern, die beschließen, sich zu duellieren, um einen langwierigen Streit zu lösen, aber der Verlauf der Geschichte führt den Leser dazu, über Toleranz und Frieden nachzudenken, sowie über die Natur und das menschliche Leben auf dem Planeten.

Der mit 10.000 Euro dotierte Preis wird von der portugiesischen Direktion für Buch, Bibliotheken und Archive verliehen und ist mit einer Teilnahme an der Kinder- und Jugendbuchmesse in Bologna verbunden.

Lobende Erwähnung und ebenfalls eine Einladung zur Kinder- und Jugendbuchmesse in Bologna erhielten André Carrilho und João Fazenda für die Bücher Senhor Mar (André Carrilho) und die Illustration von Jerónimo e Josefa mit Texten von José Saramago (João Fazenda).

Die genannten Bücher können natürlich bei uns bestellt werden, stöbern Sie gern durch unser großes Kinderbuchangebot.

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Prémio Literário Correntes d’Escritas geht an Maria do Rosário Pedreira

Das größte Literaturfestival Portugals, die Correntes d’Escritas im nordportugiesischen Póvoa de Varzim wurde heute traditionell mit der Bekanntgabe des Preisträgers des mit 20.000 Euro dotierten Prémio Literário Casino da Póvoa eröffnet.

In diesem Jahr wird der Preis an Maria do Rosário Pedreira verliehen. Die Jury (Fernando Pinto do Amaral, Helena Vasconcelos, José António Gomes, José Mário Silva e Patrícia Portela) zeichnete sie für den Lyrikband O Meu Corpo Humano (erschienen bei Quetzal 2022) aus. Gewürdigt wurden besonders die thematische und stilistische Kohärenz sowie für die kühne Herangehensweise an die Erfahrung des menschlichen Körpers in seinen vielfältigen Dimensionen (z. B. Begehren, Erinnerung, Tod).

Maria do Rosário Pedreira ist eine der bekanntesten portugiesischen Verlegerinnen. Zahlreiche der heute bekannten und erfolgreichen Schriftsteller wie zum Beispiel José Luís Peixoto oder João Tordo wurden von ihr entdeckt und gefördert. Seit vielen Jahren ist sie für die Verlagsgruppe Leya tätig.

Ihr lyrisches Werk umfasst die Bände A Casa e o Cheiro dos Livros (1996), O Canto do Vento nos Ciprestes (2001), Nenhum Nome Depois (2004). 2012 erschien ihre gesammelten Gedichte in Poesia Reunida. Sie hat aber auch Kinderbücher veröffentlicht und schreibt regelmäßig Texte für einige der bekanntesten portugiesischen Fadistas. Zuletzt hat sie mit Aldina Duarte den Band Esse Fado vaidoso herausgegeben. In deutscher Übersetzung liegen nur wenige Gedichte von ihr vor, unter anderem in der bei TFM erschienen Lyrikanthologie hotel ver mar, die am Festivalort in Póvoa de Varzim entstanden ist und von Michael Kegler ins Deutsche übersetzt wurde.

Bücher von Maria do Rosário Pedreira finden Sie bei uns in der Buchhandlung.

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Prémio Correntes d’Escritas 2023- Die Finalisten

Alljährlich im Februar findet das größte portugiesische Literaturfestival Correntes d’Escritas in der nordportugiesischen Stadt Póvoa de Varzim statt, in diesem Jahr vom 14. bis 18 Februar.

Dort wird auch wieder der Literaturpreis Prémio Literário Casino da Póvoa  vergeben. Ausgezeichnet wird in diesem Jahr ein Werk in der Kategorie „Lyrik“, das in den letzten beiden Jahren erschienen ist. Die elf Titel umfassende Shortlist wurde gestern bekannt gegeben und enthält folgende Titel:

Acidentes, von Hélia Correia

Amor Cão e outras palavras que não adestram Rosa Alice Branco

Atirar para o torto Margarida Vale de Gato

Caderneta de Lembranças A.M. Pires Cabral

Caderno das duas irmãs e do que elas sabiam Regina Guimarães

Cinco Cavalos Abatidos e outros poemas Rui Almeida

Errático Rosa Oliveira

Firmamento Rui Lage

O Meu Corpo Humano Maria do Rosário Pedreira

Tristia [um díptico e meio] António Cabrita

Voltar Luís Filipe Castro Mendes.

Der Siegertitel des mit 20.000 Euro dotierten Preises wird zur Eröffnungsveranstaltung der Correntes nach einer abschließende Jurysitzung bekanntgegeben. Die Übergabe des Preises erfolgt zum Abschluss des Festivals. Im letzten Jahr wurde Luísa Costa Gomes für das Buch Afastar-se geehrt.

Alle Titel können selbstverständlich bei uns bestellt werden.

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