Archiv der Kategorie: brasilianische literatur

Buchmesseprogramm 2012 – Auftakt Brasilien

Die  Frankfurter Buchmesse  öffnet in diesem Jahr vom 10. bis 14. Oktober ihre Tore, das Gastland kommt diesmal vom anderen Ende der Welt – Neuseeland, das hoffentlich einen ähnlich gelungenen Auftritt wie im letzten Jahr das literaturbegeisterte Island hinlegen wird.

2013 ist dann – wie hier im Blog schon verschiedentlich erwähnt – Brasilien an der Reihe. Die Gastlandrolle wird in einer symbolischen Zeromonie am Ende der diesjährigen Buchmesse an den brasilianischen Autor Milton Hatoum übergeben. Davor sind bereits in diesem Jahr zahlreiche Veranstaltungen mit nsgesamt 11 brasilianischen Schriftstellern geplant, die zum großen Teil von der Fundação Biblioteca Nacional und auch vom brasilianischen Kulturzentrum in Frankfurt  (CCBF e.V.) eingeladen wurden:

Geplant sind Veranstaltungen mit Marina Colasanti, João Paulo Cuenca, Andréa del Fuego, Milton Hatoum, Michel Laub, Roger Mello, Alberto Mussa, Luiz Ruffato und Cristóvão Tezza sowie Cuti und Patrícia Melo.

Einen kompletten Überblick gibt es hier auf den Seiten der Frankfurter Buchmesse.

Einige Höhepunkte:

11. Oktober 20.00 Uhr, Hessisches Literaturforum (im Mousonturm) – Lesung mit Patrícia Melo im  Moderation und Übersetzung: Barbara Mesquita. Vorgestellt werden der noch unveröffentlichte Kriminalroman Ladrão de cadáveres (deutsche Übersetung Der Leichendieb im kommenden Jahr bei Klett-Cotta) und der bei Wagenbach wieder aufgelegte Krimi Wer lügt, gewinnt (Elogio da mentira)

12. Oktober, 20.00 Uhr, TFM – Centro do Livro, Große Seestr. 47 Cuti (alias Luis Silva) liest Werke afro-brasilianischer Lyrik, Einführung: Judith Schleyer, Cuti (Künstlername von Luis Silva) ist ein Schriftsteller aus Brasilien, der sich besonders den afrikanischen Wurzeln in der kulturellen Vielfalt seines Landes widmet. Derzeit werden diese Inhalte mit neuer Beachtung und Wertschätzung wahrgenommen, Eintritt frei

12. Oktober, 20.00 Uhr, Presseclub (Palais Livingstone), Ulmenstr. 20
Milton Hatoum, João Paulo Cuenca und Luiz Ruffato – Drei verschiedene brasilianische Schriftsteller im Gespräch, Moderation und Übersetzung: Michael Kegler

Veranstaltungen auf dem Buchmessegelände (Eintrittskarte erforderlich, Zutritt von Mi-Fr nur für Fachbesucher, am Wochenende für alle)

11. 10. 2012, 12.00-13.00 Uhr
Frankfurter Buchmesse, 4.1 D128, Messegelände
João Paulo Cuenca liest aus: Das einzig glückliche Ende einer Liebesgeschichte ist ein Unfall
(O único final feliz para uma estória de amor é um acidente)
Übers.: Michael Kegler, A1 Verlag 2012

11.10.2012, 15.00-17.00 Uhr, Frankfurter Buchmesse
4.1 E181, Messegelände
Cristovão Tezza, Milton Hatoum, Patricia Melo u.a.
3sat widmet dem Buchmessenland 2013 im Dezember einen umfangreichen TV-Programmschwerpunkt. Eine Vorschau. Veranstaltung in englischer Sprache. Video on Demand unter http://www.3sat.de

11.10.12, 17.00 Uhr, Brasilianischer Gemeinschaftsstand, 5.1 E953, Messegelände
Präsentation: Bibliographie der brasilianischen Literatur
von Klaus Küpper

13.10.2012, 10:00 Uhr, Brasilianischer Gemeinschaftsstand
5.1 E953, Messegelände
Marina Colasanti und Roger Mello, zwei der wichtigsten brasilianischen Kinder- und Jugendbuchautoren, aus unterschiedlichen Generationen aber beide jeweils nominiert für den Hans-Christian-Andersen-Preis, diskutieren über die Besonderheiten, Diversitäten und Qualitäten brasilianischer Kinderliteratur.
Portugiesisch / Deutsch.
Moderation: Claudia Stein

13.10.2012, 12:00 Uhr
Brasilianischer Gemeinschaftsstand
5.1 E953, Messegelände
Andréa Del Fuego und João Paulo Cuenca
im Gespräch mit ihren jeweiligen Übersetzer/innen: Marianne Gareis und Michael Kegler
Zweisprachig: Portugiesisch / Deutsch. Moderation: Wanda Jakob

13.1.2012, 15:00 h
Brasilianischer Gemeinschaftsstand
5.1 E953, Messegelände
Cristóvão Tezza und Michel Laub
im Gespräch mit Michi Strausfeld über das autobiographische Element ihrer Romane

13.10.2012, 17:00 Uhr
Brasilianischer Gemeinschaftsstand, 5.1 E953, Messegelände
Andréa del Fuego, Michel Laub, João Paulo Cuenca lesen aus ihren aktuellen Romanen.
Zweisprachige Lesung (Portugiesisch / Deutsch)
Moderation: Michael Kegler

14.10.2012, 10:00 Uhr
Brasilianischer Gemeinschaftsstand, 5.1 E953, Messegelände
Marina Colasanti und Roger Mello, zwei brasilianische Kinder- und Jugendbuchautor/innen stellen sich vor
Zweisprachige Lesung: Portugiesisch / Deutsch
Moderation: Claudia Stein

14.10.2012, 10:30 – 11:30 Uhr
Frankfurter Buchmesse, Weltempfang, 5.0 D949, Messegelände
Der brasilianische Schriftsteller und Literaturwissenschaftler Cuti spricht über schwarze Literatur in Brasilien.
Zweisprachig: Portugiesisch / Deutsch.
Moderation: Michael Kegler

14.10.2012, 12:00 Uhr
Brasilianischer Gemeinschaftsstand, 5.1 E953, Messegelände
Städte als Protagonisten – Alberto Mussa und Luiz Ruffato über aktuelle brasilianische Großstadtliteratur.
Zweisprachig: Portugiesisch / Deutsch.
Moderation:Luísa Costa Hölzl

14.10.2012, 14:00 Uhr
Brasilianischer Gemeinschaftsstand, 5.1 E953, Messegelände
Alberto Mussa, Cristóvão Tezza, Luiz Ruffato, Marina Colasanti
lesen Auszüge aus ihren Werken und zeigen die ästhetische und thematische Vielfalt aktueller brasilianischer Prosa in Romanen und Kurzgeschichten.
Zweisprachig: Portugiesisch / Deutsch.
Moderation: Michael Kegler

Wir freuen uns auf Ihr Kommen. Den Buchmessestand von TFM finden Sie übrigens ganz in der Nähe des großen brasilianischen Gemeinschaftsstands, in Halle 5.1 E952

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Klaus Küpper: Bibliographie der brasilianischen Literatur

Viele Übersetzer sitzen im Moment vermutlich an ihren Schreibtischen, damit sich die Leser hierzulande im kommenden Jahr – zum Brasilienschwerpunkt der Frankfurter Buchmesse –  an einer möglichst großen Zahl neu übersetzter Werke brasilianischer Autorinnen und Autoren erfreuen können. Einige Neuerscheinungen hat es ja bereits in diesem Jahr gegeben.

Allen, die sich für die Geschichte der literarischen Übersetzungen aus dem brasilianischen Portugiesisch ins Deutsche interessieren, möchten wir Bibliographie der brasilianischen Literatur von Klaus Küpper, die jetzt als „Co-Produktion“ der Verlage TFM – Teo Ferrer de Mesquita und Klaus Küpper erschienen ist, ans Herz legen.  Dort erfahren Sie, wann José Alencar zuerst ins Deutsche übersetzt wurde, welche längst vergriffenen Werke von Érico Verissimo, Machado de Assis oder José Mauro de Vasconcelos Bestseller waren, lange bevor „das Phänomen“ Paulo Coelho die Bühne betreten hat. Sie werden Autoren finden, deren Werke selbst in Brasilien längst in Vergessenheit geraten sind und sich vielleicht wundern, welche wichtigen Werke nicht oder nicht mehr lieferbar sind.

Die Bibliographie der ins Deutsche übersetzten brasilianischen belletristischen Literatur ist Fortsetzung der 1994 erschienenen Ausgabe und wird ergänzt durch zwischenzeitlich erfolgte weiteren Forschungen. Sie bibliographiert die bis 30.06.2012 im deutschsprachigen Raum erschienenen selbständigen Veröffentlichungen, die Texte aus Anthologien und Periodika, die Bühnenmanuskripte, sowie Hörbücher und die Ausgaben für Sehbehinderte.
Die aufgenommen übersetzten oralen Zeugnisse, Märchen, Mythen, Lieder und Literatur aus indigenen Sprachen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
Auf der beigelegten CD werden erstmals alle Titel mit ihren Bucheinbänden und – soweit im Archiv für übersetzte Literatur aus Lateinamerika vorhanden – den Schutzumschlägen möglichst aller Auflagen und Lizenzausgaben abgebildet. Mit den bibliographischen Daten werden erfaßt: Autor/Autorin, Herausgeber/Herausgeberin, Titel, Kategorie (z. B. Roman), Übersetzer/Übersetzerin, ggfls. Illustratoren, Originaltitel mit Ort und Jahr, Ort, Verleger, Erscheinungsjahr, Umfang, ISBN, Buch- bzw. Umschlaggestalter und, soweit angegeben oder ermittelt, die Auflagenhöhe.

Klaus Küpper: Bibliographie der brasilianischen Literatur. (mit CD-ROM), mit einem Vorwort von Berthold Zilly, gebunden,  ISBN: 9783939455097 (TFM) / 9783981300505 (Klaus Küpper), 512 Seiten,  € 54,00

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Prêmio Jabuti – Finalisten (Longlist)

Die Finalisten (Longlist) für den prestigeträchtigen brasilianischen Literaturpreis Prêmio Jabuti stehen fest.  Der Preis wird in insgesamt 29 Kategorien verliehen, die größte Aufmerksamkeit erhalten gewöhnlich die Nominierten in den Kategorien Roman, Kurzgeschichte, Reportage und Lyrik. In den genannten Kategorien sind eine ganze Reihe bekannter Autoren wie Rubem Fonseca, Dalton Trevisan (vor kurzem als Preisträger des Prémio Camões benannt) Lygia Fagundes Telles oder Sérgio Sant’Anna vertreten (alle in der Kategorie „Conto“).  Nominiert sind aber auch junge Autoren, wie Julian Fúks und Lúcia Geisler, beide wurden auch schon in der Sondernummer der Literaturzeitschrift Granta zu den besten jungen brasilianischen Autoren gezählt.

Die komplette Liste kann hier eingesehen werden.

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João Paulo Cuenca und Pedro Rosa Mendes in Berlin

Die kleine Sommerpause hier im Blog ist zu Ende und wird abgelöst von einem ereignisreichen Herbst mit zahlreichen Veranstaltungen nicht nur bei uns in Frankfurt, sondern auch in einigen anderen Städten.

Den Anfang machen der brasilianische Autor João Paulo Cuenca und der portugiesische Schriftsteller und Journalist Pedro Rosa Mendes, die beide am Internationalen Literaturfestival in Berlin teilnehmen, das in dieser Woche begonnen hat und noch bis zum 16. September dauert.

João Paulo Cuenca stellt am 15.9. seinen eben in deutscher Übersetzung von Michael Kegler erschienenen Roman Das einzig glückliche Ende einer Liebesgeschichte ist ein Unfall (O único final feliz de uma história de amor é um acidente) vor – zum Roman wird demnächst noch mehr hier im Blog zu lesen sein. Michael Kegler moderiert.

15.09.2012 13:00 Uhr
Literaturen der Welt
Haus der Berliner Festspiele
Seitenbühne

ebenfalls am 15.9. um 10.00 Uhr nimmt er an einem Podium mit Raj Kamal Jha, Laura Restrepo, Adania Shibli,
und Ma Thida zum Thema „Europa, Blicke von außen“ teil.

In einem von Wolfgang Büscher moderierten Podium spricht Pedro Rosa Mendes mit Patrick de Saint-Exupéry über die Kunst der literarischen Reportage, die er wie kaum ein zweiter portugiesischer Journalist beherrscht.
Weiter geht es am 15.9. um 14.00 Uhr zum Thema „Über die Vernichtung des Menschen“. Mendes und der Fotograf Wolf Böwig zeigen in Schwarz.Licht die Bedrohung menschlichen Lebens in den Krisenregionen dieser Welt bis zur Grenze des Vorstellbaren und darüber hinaus.

15.09.2012 12:00 Uhr
Reflections
Haus der Berliner Festspiele
Oberes Foyer
Autoren: Pedro Rosa Mendes,Patrick de Saint-Exupéry
Moderation Wolfgang Büscher

15.09., 14.00 Uhr Haus der Berliner Festspiele
Seitenbühne
Pedro Rosa Mendes im Gespräch mit Michael Kegler

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José Castello am 3. September bei „Brasilesen“

Auch im September geht es mit erfolgreichen Reihe

weiter. José Castello liest am Montag, dem 03.09.2012 um 19.30 Uhr

in der Stadtbücherei/Zentralbibliothek Frankfurt, Hasengasse 4

aus seinem Roman Ribamar

José Castello, Copyright: Joaquim de Carvalho

José Castello wurde 1951 in Rio de Janeiro geboren. Er arbeitet als Schriftsteller, Journalist und Literaturkritiker.

Im Mittelpunkt des Romans Ribamar, für den José Castello 2011 mit dem wichtigsten brasilianischen Literaturpreis, dem Prémio Jabuti, ausgezeichnet wurde, steht ein  Sohn, der einen Brief an seinen toten Vater schreibt. Inspiration findet er dabei bei Franz Kafkas „Brief an den Vater“.

Die Lesung ist wie immer zweisprachig portugiesisch-deutsch. Michael Kegler moderiert und übersetzt, der Eintritt ist frei.

BrasiLesen soll das Interesse für eine neue, hierzulande noch unbekannte  Schriftstellergeneration Brasiliens lenken und einen Vorgeschmack auf die vielen zu erwartenden Veranstaltungen im Jahr 2013 geben, wenn Brasilien zum zweiten Mal Gastland der Frankfurter Buchmesse sein wird.

BrasiLesen ist eine Iniatitive des Centro Cultural Brasileiro de Frankfurt (CCBF e.V.), dem Generalkonsulat von Brasilien, TAM Airlines, Litprom, der Literarischen Agentur MertinTFM-Centro do Livro und Empório VidaBio.

Weitere Lesungen in der Reihe „Brasilesen“ finden in den kommenden Monaten statt. Geplant sind bisher (Änderungen vorbehalten): 

verschiedene Veranstaltungen während der Frankfurter Buchmesse (10-14.10.), Details folgen
22.10. Marcelo Ferroni
13.11. Luiz Ruffato

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Jorge Amado: Die Werkstatt der Wunder

Jorge Amado, der große brasilianische Erzähler aus dem Nordosten Brasilien, hätte in diesem Jahr seinen 100. Geburtstag gefeiert. Ein willkommener Anlass für den S.Fischer Verlag, einen Klassiker jetzt neu zu veröffentlichen -in der neuen Übersetzung von Karin von Schweder Schreiner ist jetzt Die Werkstatt der Wunder (Tenda dos Milagres) erschienen. Im Mittelpunkt des Romans steht der 100. Geburtstag von Pedro Archanjo, dessen ethnologisches Werk dem Dunkel entrissen werden soll. Doch statt als Akademiker entpuppt sich Archanjo als Apostel der Vermischung von Schwarz und Weiß, ein weiser Mestize, der getrieben von sinnlicher Neugier gerade das hervorbringt, was er beschreibt und liebt – den wilden Karneval von Bahía. Der Roman Tenda dos Milagres erschien im Original 1969, in den 1970er erfolgte – wie im Fall vieler Werke Jorge Amados – eine Übersetzung in DDR (Verlag Volk und Welt). Die Neuveröffentlichung wird von zwei Veranstaltungen begleitet:

17.9. 19.00 Uhr Frankfurt, Künstlerhaus Mousonturm, Hommage Jorge Amado
Einführung in Autor und Werk: Dr. Michi Strausfeld, Portugiesischer Text: Felipe Tadeu, Deutscher Text: Birgitta Assheuer

18.9. 19.00 Uhr Berlin, Kulturforum Matthäikirchplatz, Hommage Jorge Amado, Einführung: Prof. Dr. Henry Thorau (Universität Trier) , Präsentation der neuen Übersetzung „Tenda dos Milagres“: Dr. Michi Strausfeld
Moderation: Peter B. Schumann

Bleibt zu hoffen, dass in den nächsten Jahren weitere Romane Jorge Amados neu übersetzt oder zumindest neu aufgelegt werden. Derzeit ist außer der Neuveröffentlichung nur noch der Roman Herren des Strandes (Capitães da areia) lieferbar.

Wie immer finden Sie Original und Übersetzung der hier vorgestellten Titel in unserem Sortiment:

Jorge Amado: Die Werkstatt der Wunder, aus dem brasilianischen Portugiesisch von Karin von Schweder-Schreiner, S.Fischer, 2012, € 24,99

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FLIP 2012 – vom 4.-8.Juli

Das größte und bekannteste brasilianische Literaturfestival – Festa Literária Internacional de Paraty – kurz FLIP, beginnt am Mittwoch dieser Woche mit einem eindrucksvollen Programm.

Vertreten sind sowohl bekannte Autoren der brasilianischen Literatur, wie Luis Fernando Verissimo, João Ubaldo Ribeiro, Zuenir Ventura oder Eucanãa Ferraz, sondern auch internationale Größen wie Jonathan Frantzen, Ian McEwan, Amin Maalouf und Enrique Vila-Matas.

Aus Portugal nimmt in diesem Jahr Dulce Maria Cardoso teil, die eben in Frankreich für ihr Werk mit dem Ordem das Artes e das Letras ausgezeichnet wurde.

Die jungen brasilianischen João Paulo Cuenca und Carola Saavedra diskutieren am Samstag mit ihren deutschen Übersetzern Michael Kegler und Maria Hummitzsch bei einer von Berthold Zilly geleiteten Podiumsdiskussion zum Thema „O autor e seu tradutor“.

Das komplette Programm ist auf der Webseite des Festivals nachvollziehbar und auch auf diversen Social Media Kanälen.

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Frühjahrsnovitäten für den Sommerurlaub

Jetzt, da für einige schon die ersehnten Sommerferien beginnen, möchten wir noch auf ein paar Frühjahrsnovitäten hinweisen, die in den letzten beiden Monaten erschienen sind. Vielleicht findet das eine oder andere Buch ja noch Platz in Ihrem Reisegepäck.

Der mit dem Prémio José Saramago ausgezeichnete Roman Os Malaquias der brasilianischen Autorin Andrea del Fuego ist in Portugal erschienen. Erzählt wird in die Geschichte der Geschwister Nico, Júlia e Antônio aus dem Hinterland Brasilien, deren die Eltern sind bei einem Blitzschlag ums Leben gekommen sind . Der Roman besticht durch eine ungewöhnliche, etwas aus der Zeit fallende Sprache, Elemente, die aus dem realismo mágico stammen könnten, und eine spannende Geschichte. Die deutsche Übersetzung soll im kommenden Jahr erscheinen.

Der angolanische Autor José Eduardo Agualusa, dank der verlegerischen Arbeit des A1 Verlags inzwischen auch dem deutschsprachigen Publikum ein Begriff, hat mit Teoria Geral do Esquecimento ebenfalls einen neuen Roman vorgelegt. Die Handlung spielt im Jahr 1975 kurz nach der Unabhängigkeit Angolas. Eine portugiesische Frau, die von den Umwälzungen in Schrecken versetzt wird, errichtet eine Wand, die ihre Wohnung vom Rest des Gebäudes und damit vom Rest der Welt trennt. Dort wird sie  – wie eine Schiffbrüchige auf einer einsamen Insel – die nächsten dreißig Jahre verbringen, während die angolanische Hauptstadt Luanda um sie herum wächst und leidet.

Ein ganz anderes Thema steht im Mittelpunkt von A confissão da leoa, dem neuen Roman des mosambikanischen Schriftstellers und Biologen Mia Couto. Er basiert auf einer realen Begebenheit, im Jahr 2008 wurde die Provinz Cabo Delgado immer wieder von Löwen attackiert, in relativ kurzer Zeit starben mehr als 200 Menschen. Um das Problem zu lösen, wurden zwei professionelle Jäger in die Provinz entsandt, die über viele Wochen hinweg gegen die Löwen kämpften. Ein interessantes Interview (in portugiesischer Sprache) zur Entstehungsgeschichte des Romans ist im Blog des Literaturkritikers José Mário Silva erschienen.

Alle vorgestellten Bücher sind natürlich in unserer Frankfurter Buchhandlung oder online erhältlich.

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Adriana Lunardi am 14. August bei „Brasilesen“

Im August wird die im letzten Jahr begonnene, inzwischen sehr erfolgreiche Reihe

fortgesetzt. Adriana Lunardi liest am Dienstag, dem 14.08.2012 um 19.30 Uhr

in der Stadtbücherei/Zentralbibliothek Frankfurt, Hasengasse 4

aus ihrem Roman A vendedora de fósforos

Adriana Lunardi, Copyright: Marcia Foletto

Adriana Lunardi stammt aus Santa Catarina im Süden Brasiliens und lebt heute in Rio de Janeiro. Nach Studien der Literatur und Kommunikationswissenschaften begann sie als Schriftstellerin vor ungefähr 15 Jahren mit der Veröffentlichung viel beachteter Kurzgeschichten. Ihr zweiter Roman A vendedora de fósforos  (Dt. etwa „Die Zündholzverkäuferin“) wurde von der brasilianischen Literaturkritik einhellig für seine große Dichte und Bildstärke gefeiert. Er erzählt von Familienbeziehungen vor dem Hintergrund Südbrasiliens im 20. Jahrhundert und voll geschickter Bezüge zum Inventar der Weltliteratur, deren emotionale Dramen hier mit ganz eigenem, frischen Strich neu gezeichnet werden.

Die Lesung ist wie immer zweisprachig portugiesisch-deutsch. Michael Kegler moderiert und übersetzt, der Eintritt ist frei.

BrasiLesen soll das Interesse für eine neue, hierzulande noch unbekannte  Schriftstellergeneration Brasiliens lenken und einen Vorgeschmack auf die vielen zu erwartenden Veranstaltungen im Jahr 2013 geben, wenn Brasilien zum zweiten Mal Gastland der Frankfurter Buchmesse sein wird.

BrasiLesen ist eine Iniatitive des Centro Cultural Brasileiro de Frankfurt (CCBF e.V.), dem Generalkonsulat von Brasilien, TAM Airlines, Litprom, der Literarischen Agentur MertinTFM-Centro do Livro und Empório VidaBio.

Weitere Lesungen in der Reihe „Brasilesen“ finden in den kommenden Monaten statt. Geplant sind bisher (Änderungen vorbehalten): 

3.9. José Castello
22.10. Marcelo Ferroni
13.11. Luiz Ruffato

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Prémio Camões geht an Dalton Trevisan

Der brasilianische Schriftsteller Dalton Trevisan wird in diesem Jahr mit dem Prémio Camões, der höchsten literarischen Auszeichnung der portugiesischsprachigen Welt, ausgezeichnet.

Die Jury – bestehend aus Silviano Santiago, Ana Paula Tavares, Abel Barros Baptista, João Paulo Borges Coelho und  Alcir Pécora – entschied sich einstimmig für den 1925 in Curitiba geborenen brasilianischen Autor. Der Preis ist mit 100.000 Euro dotiert, die Liste der bisherigen Preisträger findet sich hier.

Dalton Trevisan ist vor allem als Autor von Kurzgeschichten bekannt geworden. Er lebt sehr zurückgezogen, selbst mit seinem brasilianischen Verlag ist der Kontakt auf das Nötigste beschränkt. Seine bekanntesten Werke sind Novelas nada exemplares, Guerra conjugal und Pico na veia.

In den 1980er Jahren erschien bei Suhrkamp der Titel Ehekrieg in deutscher Übersetzung.

siehe auch:

Público

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